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Gemeinderat ist sich einig: Das Krankenhaus darf vorerst nicht abgerissen werden

In der Sitzung vom 18. Oktober 2022 hat der Gemeinderat einstimmig einen richtungsweisenden Beschluß zur Zukunft des Geländes, auf dem das Krankenhausgebäude steht, gefaßt: Für das rund 1,7 Hektar große Areal, das neben dem Krankenhaus und dem Medikün auch unbebautes Gelände enthält, wurde eine Veränderungssperre erlassen.

GSCHWÄTZ hatte bei BBT unter anderem nachgefragt, ob schon ein Investor bereitsteht. In der umfangreichen Antwort wurden genau diese beiden Fragen nicht beantwortet.
BBT bestätigte in der Antwort allerdings mehrere Gutachten, die offenbar den Gemeinderäten und der Verwaltung bisher nicht vorliegen.

Nach dem Beschluss des Kreistags, die „Vermarktung“ des Geländes durch die Hohenloher Krankenhaus gGmbH (HK) freizugeben, hat nun die Stadt Künzelsau eine Satzung über eine Veränderungssperre beschlossen. Das bedeutet, dass die Eigentümer nun keine Veränderungen an dem Gebäude durchführen können, insbesondere ein Abriß ist damit vorläufig vom Tisch.

Städtebauliche Verantwortung und Hoheit liegt in den Händen der Stadt

Bürgermeister Stefan Neumann sieht das Gelände weiterhin als den geeignetsten Standort für ein Zentrum für medizinische Dienstleistungen in Künzelsau. „Es ist nun an uns, unsere Rechte zu wahren“, sagt er – und die städtebauliche Verantwortung liegt tatsächlich in den Händen der Stadt und nicht bei einem möglichen Investor. Ziel der Stadt Künzelsau ist es, die Flächen für gesundheitsnahe Dienstleistungen, aber auch für Wohnbebauung zu nutzen. „Um die Planung bis zur Rechtskraft des Bebauungsplans abzusichern, ist eine Satzung über eine
Veränderungssperre erforderlich“, so der Beschlußantrag.

Etwa 1.7ha umfasst das Gelände, ein großer Teil ist unbebaut. Foto: Sitzungsunterlagen

Einmütig äußern sich alle Fraktionen in diesem Sinne. Hans-Jürgen Saknus sieht einen Umbruch in der medizinischen Versorgung und fordert, dass die bisherigen Gutachten – es gibt davon mehrere -, die die HK eingeholt haben, der Stadt Künzelsau zur Verfügung gestellt werden. Außerdem schlägt er eine fraktionsübergreifende Arbeitsgruppe vor, die erarbeitet, was auf dem Gelände entstehen könnte.

„Heisse Luft“

Verena Löhlein-Ehrler findet deutliche Worte: „Nur Versprechungen wie heiße Luft“ habe man bisher von der Trägergesellschaft Barmherzige Brüder Trier (BBT) gehört. Auch beim geplanten Hospiz sieht sie keinen Fortschritt, dabei würde so eine Einrichtung dringen gebraucht, die nächsten Hospize seien in Ansbach, Weinsbach oder Würzburg. „Es darf nicht sein, dass der Kreis damit Geld verdient. Wir müssen nach uns schauen, sonst tuts niemand“.

„Wir müssen einen Ersatz für das schaffen, was wir verloren haben.“

Von einem „Debakel“ ums Krankenhaus spricht Boris d’Angelo. „Wir müssen selbst sehen, dass unsere Versorgung gewährleistet ist“. Er zitiert eine Studie, nach der sich die medizinische Versorgung überall dort, wo Krankenhäuser geschlossen wurden, verschlechtert hat und verweist darauf, dass viele in Künzelsau ansässige Ärzte erst im Krankenhaus gearbeitet hätten, bevor sie eine Praxis eröffnet haben. „Wir müssen einen Ort bekommen, wo gesundheitsnahe Dienstleistungen vorhanden sind“, sagt er, „einen Anlaufpunkt für die Bevölkerung, wo sich auch Ärzte austauschen. Wir müssen einen Ersatz für das schaffen, was wir verloren haben.“

Konsequenzen für Eigentümer und Investoren

Die Konsequenz ist nun, dass die Stadt Künzelsau erst einmal einen Rahmen festlegen für das festlegen muss, was sie sich auf diesem Gelände vorstellt, das ein städteplanerisches Sahnestück ist. Auch ist zu klären, welche Nutzungen das Gebäude in seiner jetzigen Form oder mit wirtschaftlich vertretbaren Renovierungen zuläßt. Jeder Investor, der das Grundstück neu bebauen will, muss seine Pläne mit den Vorstellungen der Stadt abgleichen. Ein unmittelbarer einfacher Abriss, um das Gelände einfach einem Investor unbebaut zu verkaufen, ist jetzt nicht mehr möglich. Die Stadt hat nunmehr „den Daumen drauf“, kann die Bausubstanz des Gebäudes selber prüfen und in Ruhe einen Bebauungsplan erstellen – ggf. auch in Zusammenarbeit mit einem geeigneten Investor.

Text: Matthias Lauterer

 




Kabeltrommeln entwendet – Täter flüchtig

Drei Unbekannte stahlen am Sonntag, 16. Oktober 2022, mehrere Kabelrollen von einer Baustelle in Künzelsau-Gaisbach. Die Täter fuhren gegen 12.15 Uhr mit einem blauen Seat Alhambra auf das Gelände in der Schliffenstraße. Ein Zeuge beobachtete wie drei Männer die Rollen von einem Lagerplatz in den Kofferraum des Fahrzeuges luden und davonfuhren. Die Täter konnten entkommen.

Die Ermittlungen dauern an. Zeugen, die Hinweise zur Tat oder den Tätern geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 07940 9400 beim Polizeirevier Künzelsau zu melden.

Pressemitteilung Polizei Heilbronn




Radfahrer nach Sturz schwer verletzt

Ein 34-Jähriger wurde am Mittwoch, 12. Oktober 2022,  nach einem Unfall bei Künzelsau mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht. Der Mann war mit seinem Fahrrad gegen 16.30 Uhr auf dem Rad- und Fußweg von Haag kommend in Richtung Künzelsau unterwegs, als er einen aufgestellten Poller mit dem Lenkrad touchierte. Hierdurch stürzte er zu Boden und wurde schwer verletzt. Am Fahrrad entstand Sachschaden von rund 1.800 Euro.

Pressemitteilung Polizei Heilbronn




Viele Gäste kommen mit dem Flugzeug

Nur selten kann ein Flugsportverein ein solches Jubiläum feiern, wie es die Flugsportgruppe Kochertal e.V. am Sonntag, 16. Oktober 2022, feiern konnte. Der KASY wurde 50. Der KASY, das ist nicht etwa ein langjähriges verdientes Mitglied, und trotzdem ist er so etwas wie die treue Seele des Vereins: Der KASY ist ein Motorsegler, der seit nunmehr 50 Jahren unermüdlich Flugschüler zum Pilotenschein bringt und auch den Piloten des Vereins für Flüge zur Verfügung steht.

Der KASY hat sich für seinen Geburtstag auf Hochglanz herausgeputzt. Foto: GSCHWÄTZ

Gleich hebt sie ab: Bettina wollte schon lange einmal mit einem so kleinen Flugzeug fliegen. Foto: GSCHWÄTZ

Ursprünglich wurde der KASY, genauer: der Motorsegler vom Typ Scheibe  Typ SF 25 mit der Kennung D-KASY, von den drei Flugsportvereinen Öhringen, Ingelfingen und Künzelsau gemeinsam erworben. Die Öhringer verkauften später ihren Anteil und seit der Vereinigung der Vereine aus Künzelsau und Ingelfingen gehört er zur Flugsportgruppe Kochertal e.V. und hat seine Heimat auf dem Flugplatz in Hermuthausen. Ein Boxermotor mit etwa 40kW bringt den KASY auf eine gemütliche Reisegeschwindigkeit von 120 – 130 km/h. „Ein angenehmer Spazierflug, wenn man in Ruhe das Hohenloher Land beschauen will“, sagt Frederic Wystup, der Vorsitzende der Fliegergruppe. „Nach wie vor ist das eines einfachsten Schulflugzeuge, die es gibt“, sagt er. Der KASY sagt nichts dazu, er hat an diesem Sonntag genug zu tun: Einen Fluggast, der seine Heimat einmal von oben sehen möchte, nach dem anderen bringt er nach oben. Unermüdlich. „Gütmütig“, nennt Wystup den KASY , „und günstig“.

So wie Bettina aus Künzelsau: Sie hat im GSCHWÄTZ von der Gelegenheit gelesen, einmal in so einem kleinen Flugzeug mitzufliegen. „Und ein Weißwurstfrühstück ist immer was Gutes“, lacht sie. „Ich bin noch nie mit so einem kleinen Flieger geflogen, das ist schon ein Traum von mir“. Ein wenig aufgeregt sei sie, „ich hab Puls“ – und dabei greift sie unwillkürlich ans Handgelenk. Die Vorfreude ist ihr anzusehen.

„Selber machen, was geht, ist das Ziel.“

Manfred Ohr ist stolz auf das, was die vereinseigene Werkstatt alles kann. Foto: GSCHWÄTZ

Die einfache Bauweise macht es einfach, auch diesen Oldtimer zu warten: Der Rumpf besteht aus einem Stahlrohrgerüst, das mit Stoff bespannt sind, die Tragflächen sind aus Holz und ebenfalls mit Stoff bespannt. Herr der Wartungswerkstatt ist Manfred Ohr. „Der hat mir das Fliegen beigebracht“, sagt Wystup. Ohr zeigt voller Stolz die vereinseigene Werkstatt, in der nicht nur die Wartungsarbeiten durchgeführt werden, sondern auf größere Reparaturen möglich sind. Die vereinseigene LS8, ein modernes Segelflugzeug der Standardklasse mit 15m Spannweite, steht dort auseinandergebaut und wird bereits für die nächste Saison hergerichtet. „Wir können fast alles, was anfällt, selber machen“, weiß er. Der Verein verfügt über zertifizierte Mechaniker, die auch Arbeiten an den modernen Flugzeugen aus Kunststoff fachgerecht ausführen können: „Selber machen, was geht, ist das Ziel. Wartung, Reparaturen … es ist selten, dass wir was nach außen abgeben müssen“.
Bei so fachmännischer Pflege ist auch der KASY noch lange nicht am Ende, obwohl Wystup berichtet, dass man schon überlegt habe, ihn zu ersetzen. „Aber der Aufschrei im Verein war groß“.

„Segelfliegen ist nicht wirklich ein teures Hobby“

Nur durch diese Eigenleistung ist es dem Verein möglich, die Kosten für die rund 50 Mitglieder, davon 25 aktive Piloten und zwei aktive Pilotinnen, niedrig zu halten. „Segelfliegen ist nicht wirklich ein teures Hobby“, wirbt Wystup.

Das Fest wird gut frequentiert

„Weißwurstfrühstück ist immer gut“. Foto: GSCHWÄTZ

Immer wieder wird das Gespräch unterbrochen, weil ein Bekannter Wystup begrüßt. Die aufgestellten Bänke sind voll besetzt, das Weißwurstfrühstück wird gut angenommen. Nicht nur von Menschen aus den Orten der Umgebung: Alle paar Minuten landen Gäste mit dem Flugzeug. Meist sind es sogenannte Ultraleichtflugzeuge (ULF), in Deutschland fallen darunter Zweisitzer mit einem Gewicht bis zu 450 Kilogramm, ein Auto wiegt ungefähr das Dreifache.  Die Parkpositionen am Rand der Landebahn sind bald mit unterschiedlichsten Interpretationen des Konzepts ULF gut gefüllt. 

Viele Gäste kommen mit dem Flugzeug. Foto: GSCHWÄTZ

„Wenn man einmal zum Skifahren geht im Jahr, ist man mehr Geld los“

Schon mit 12 oder 13 Jahren kann mit der Flugausbildung beginnen, ab 14 Jahren ist bereits der erste Alleinflug möglich. Derzeit werden fünf Flugschüler im Verein ausgebildet, zwei davon sind Jugendliche unter 18 Jahren. Die anderen seien Ü40, so Wystup, „also ein Hobby für jede Altersklasse“. Die Kosten für eine Ausbildung seien überschaubar: Für einen Jugendlichen beziffert Wystup die Kosten bis zum Flugschein, „wenn er oder sie gut dabei ist“, mit rund 1.000 Euro – Erwachsene zahlen etwas mehr, da Jugendliche einen ermäßigten Vereinsbeitrag zahlen. „Wenn man einmal zum Skifahren geht im Jahr, ist man mehr Geld los“, rechnet er vor. Er weist aber auch auf die Zeit hin, die man investieren muss, wenn man „gut dabei“ sein will, der Zeitaufwand sei auf gar keinen Fall zu unterschätzen.

Keine Angst vorm Rückwärtsgang: „Wir fliegen immer nur vorwärts“

Flieger, grüß mir die Sonne … Foto: GSCHWÄTZ

Generell ist der Verein immer auf der Suche nach neuen Mitgliedern, insbesondere jungen Mitgliedern: „Einfach vorbeikommen. Wenn jemand Zeit und Lust am Fliegen hat, ist er hier richtig“. Vor allem betont er, dass das Segelfliegen im Verein vom Teamgedanken bestimmt ist: „Bei uns ist Team alles – man muß mindestens zu viert sein, dann kann einer fliegen“. Und wenn Manfred Ohr sagt „wir fliegen immer nur vorwärts“, dann dürften auch die letzten Berührungsängste schnell verloren sein.

Text: Matthias Lauterer

 

 

 

 




Wege nach Künzelsau: Zwölf Menschen sprechen über ihren Anfang in der Stadt

Seit Bestehen der Stadtgeschichte ist Zuwanderung in Künzelsau ein beständiges Thema. Ob geplante berufliche sowie familiäre Entscheidungen nach Künzelsau führen oder schicksalshaft kriegsbedingt und von politischen Ereignissen in den letzten 80 Jahren geprägt waren: Der Gesprächsabend am 20. Oktober 2022 mit
verschiedenen langjährigen und neuen Einwohnerinnen und Einwohnern soll zeigen, welche unterschiedlichen Wege nach Künzelsau führen und wie man hier Freundschaft und Heimat findet.

Oft nur für einen Lebensabschnitt gedacht, bleibt Künzelsau doch die Heimatstadt oder der Ausgangspunkt von spannenden Entwicklungen. Lebenswege, die nach Künzelsau geführt haben, sollen der Mittelpunkt der Talk-Runde mit dem Moderator Hans-Peter Archner sein, dessen Jugend auch von diesen Erfahrungen in Künzelsau geprägt war. Er spricht mit Zeitzeugen verschiedener Epochen aus Künzelsau und blickt zurück und in die Gegenwart.

Wie war der Anfang in der neuen Heimat Künzelsau?

Wie vor Jahren der Anfang in Künzelsau war – darüber sprechen Sigrid Maibaum, vertrieben aus Niederschlesien – jetzt Polen –, Maria Zürn und Hilde Hornung, vertrieben aus dem Böhmerwald – jetzt Tschechien. Alle drei kommen um 1950, wie auch Hans Peter Archner, als Kinder mit den Müttern aus den verlorenen Kriegsgebieten und benötigen Unterkunft und eine neue Heimat. Rund zwei Jahrzehnte später kehrt Stefan Kraut als Jugendlicher mit seinen Eltern aus Uruguay nach Künzelsau zurück. Als Sohn griechischer Gastarbeiter wird Costa Papadopoulos in Künzelsau geboren und übernimmt von seinen Eltern die Gaststätte, die er als modernes Bistro-Café Oxn weiterführt. In den 1980ern kommt Konstantia Bachtsetzi als junge Griechin mit ihrem Verlobten, einem Griechen, der in
Künzelsau aufgewachsen ist, zurück nach Deutschland. Ihre Tochter Katerina Tsiligiri wird hier geboren und geht in Künzelsau neben der üblichen deutschen Schule auch zur griechischen Schule, wie alle griechischen Kinder. 1992 beginnt Hauke Hannig sein Studium an der FH Heilbronn – Außenstelle Künzelsau. Er kommt aus der Großstadt Bremen wird hier heimisch. Den Weg über die Reinhold-Würth-Hochschule nach Künzelsau findet auch Neofit Vasilef mit seiner späteren Frau Öznur
Vasilef, er betrieb in der Hauptstraße einige Jahre zwei Modegeschäfte. Aus Kasachstan kommt Natalia Zeller 1996 über ein Lager in Esslingen nach Künzelsau-Taläcker. Sie spricht damals schon Deutsch, wie viele Menschen, die in den 90er Jahren auch aus Russland in Künzelsau heimisch geworden sind.
Alle die Genannten wissen, wie auch Ilona Nies aus Winnyzja, Ukraine, und Omar Alkhalaf aus Syrien, was es bedeutet, seine Heimat zu verlassen und in einer fremden Umgebung neu anzufangen. Nies und Alkhalaf sind seit knapp zehn Jahren in Künzelsau und betreuen heute zusammen mit einem Team bei der
Stadtverwaltung geflüchtete Menschen.

Strategie 2030
Dies ist eine Maßnahme aus der „Strategie 2030 – Wir gestalten gemeinsam unsere Zukunft in Künzelsau“. Der Gemeinderat hat im Rahmen der „Strategie 2030“ fünf Schwerpunktthemen definiert und gemeinsame Ziele für die nächsten Jahre festgelegt. Für dieses Jahr ist der Schwerpunkt Integration und Infrastruktur.

Mehrgenerationenabend in der Stadthalle bei freiem Eintritt

Der spannende und unterhaltsame Mehrgenerationenabend für alle findet am Donnerstag, 20. Oktober 2022 um 19.30 Uhr in der Stadthalle Künzelsau statt. Einlass in die Stadthalle ist ab 18.30 Uhr, Einlass in den Saal gegen 19 Uhr. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt ist frei.

Pressemitteilung Stadt Künzelsau

 




Shishabar als Umschlagplatz?

Wahre Schwerarbeit verrichten musste Staatsanwalt Fuchs am Mittwoch, den 11. Oktober 2022, bei der Verhandlung gegen zwei Angeklagte aus Künzelsau, denen Drogenhandel in erheblichem Ausmaß sowie weitere schwere Straftaten im Umfeld der Drogenkriminalität zur Last gelegt werden.

Lange Liste von Straftaten

Seine Anklageschrift, für deren Verlesung er knapp eine halbe Stunde benötigte, umfasste 101 Taten, die die beiden Angeklagten teils gemeinschaftlich begangen haben sollen. Nicht nur das Handeltreiben mit Betäubungsmitteln, sondern auch der Aufbau eines Verteilernetzes und Gewalttaten wie bewaffneter Raub und Erpressung werden einem der Angeklagten vorgeworfen. Dass ein Minderjähriger zum Drogenverkauf angestiftet oder genötigt worden sein soll, dürfte für einen der Angeklagten besonders schwer wiegen. Allein die lange Liste der Paragraphen aus dem Betäubungsmittelgesetz und dem Strafgesetzbuch, gegen die die Angeklagten verstoßen haben sollen, ist eindrucksvoll.

Künzelsauer Shisha-Bar als Drogenumschlagplatz

Die beiden Angeklagten kennen sich seit einiger Zeit, der Angeklagte R. war eine Zeitlang in der Künzelsauer Shisha-Bar, die der andere Angeklagte G. zusammen mit seinem Geschäftspartner H. führte, beschäftigt. Diese Shisha-Bar, so sagt es Fuchs, sei einer der Umschlagplätze gewesen, sowohl beim Einkauf von Drogen als auch beim Verkauf.

Verteilnetz aufgebaut – auch ein Minderjähriger „angeworben“

Ein ganzes Netz von zusammenarbeitenden Straftätern, die in anderen Verfahren gesondert verfolgt werden, tut sich bei den Tatschilderungen von StA Fuchs auf: Es ist die Rede von Übergaben auf immer derselben Parkbank, von offenbar gut organisierten Zulieferern, die auch große Mengen anbieten konnten und von einem Verteilernetzwerk, das das Marihuana, das Kokain und das Amphetamin in und um Künzelsau an Konsumenten weiterverkauft haben soll. Einer der  Weiterverkäufer soll ein Minderjähriger gewesen sein. Gegen viele der von Fuchs genannten Personen laufen oder liefen bereits Verfahren, einige der Personen sind auch als Zeugen geladen.

Dazu soll R. mehrfach Geld unter Drohungen erpresst haben, einmal soll er dabei mit einem feststehenden Messer bewaffnet gewesen sein – der strafrechtlich schwerste Vorwurf: Auf eine solche Tat steht eine Mindeststrafe von fünf Jahren Haft.

Vorläufig keine Angaben zur Sache

Beide Angeklagten wollen derzeit keine Angaben zu Sache machen, zur Person machen sie allerdings Angaben:

Stefan G. sucht sofort Blickkontakt zu seiner Verteidigerin. Foto: GSCHWÄTZ

Stefan G. ist 22 Jahre alt und ist nach einer Ausbildung und Tätigkeit als Maschinen- und Anlagenführer seit 1. Juni 2020 als Gastwirt tätig, er führt zusammen mit seinem Geschäftspartner H. eine Shisha-Bar in Künzelsau. Das Geschäft lief anfangs, so berichtet Stefan M. , gut, bis das Lokal coronabedingt im November 2020 schießen musste. Er gibt an, rund 100.000 Euro geschäftliche Schulden zu haben, hauptsächlich aus einem Privatdarlehen von rund 80.000 Euro, das ihm sein Kompagnon H. zum Kauf der Shisha-Bar gewährte, dazu kommt ein kleineres Privatdarlehen von seinen Großeltern und ein Bankkredit. Privat sei er wegen eines Autokredits mit weiteren rund 8.000 Euro verschuldet. Über eine eventuelle eigene Drogensucht möchte er zumindest derzeit noch nicht antworten. Weitere Angaben machte er am ersten Verhandlungstag nicht. Verteidigt wird er von Rechtsanwältin Anke Stiefel-Bechdolf.

Zusammen mit G. ist Muhammademin R. angeklagt, ein 24-jähriger gebürtiger Syrer, der 2015 nach Deutschland geflüchtet ist, wo er mit nicht ausgeheilten Verletzungen aus dem Bürgerkrieg ankam: Ein Durchschuss im Unterschenkel sowie eine Machetenverletzung im Bauch wurden in Deutschland behandelt. Außerdem wurde er psychologisch betreut, weil er im Krieg Traumata erlitten habe. Groß aufgerichtet, durchaus selbstbewußt, betritt er den Saal, mustert die Anwesenden genau.

Verletzung aus dem Bürgerkrieg

Er gibt an, nach seinem Schulabschluß in Syrien einen deutschen Hauptschulabschluß gemacht zu haben, danach habe er eine Lehre zum Friseur begonnen, die er aber aufgrund seiner Beinverletzung abbrechen mußte. „Ich kann nicht so lange stehen“ sagt er. Sein Deutsch ist so gut, dass er dem Prozeß größtenteils in deutscher Sprache folgen kann. Sein Berufswunsch sei jetzt Lokführer, dafür sei allerdings ein Realschulabschluß notwendig, den er noch machen wolle. Begonnen habe er mit dem Realschulabschluß noch nicht, er habe erst arbeiten und Geld verdienen wollen. Er habe als festangestellte Kraft bei Stefan G gearbeitet, bis dieser ihn während der Lokalschließung entlassen mußte. In Deutschland habe er einen Onkel, der schon länger hier lebe, dazu 3 Brüder. Insgesamt habe er fünf Brüder und 3 Schwestern.

Seine Anwältinnen Andrea Combé und Kristina Brandt nutzen ihr Fragerecht, um herauszuarbeiten, dass R. nach seiner Ankunft in Deutschland alles darangesetzt hat, in Deutschland Fuß zu fassen und heimisch zu werden: Deutschkurse, der Hauptschulabschluß, der Beginn der Ausbildung. Eine Sozialarbeiterin aus Reutlingen, wo R. anfangs untergebracht war, habe ihn dabei unterstützt, eine wichtige und enge Bezugsperson.

R. betritt den Saal aufgerichtet und wirkt selbstbewusst. Foto: GSCHWÄTZ

Wie eine Mutter

„Wie eine Mutter“ habe sich W. um ihn gekümmert, auch noch, als er aus ihrem Zuständigkeitsbereich weggezogen war, sagt R. Und auch in Künzelsau sei der Kontakt nie abgebrochen.

Konflikte zwischen den Angeklagten?

Ein erster möglicher Konflikt zwischen den Angeklagten kommt ans Licht, als Stiefel-Bechtold bei R. nachfragt, ob nicht auch der Mitangeklagte G. zu den engen Bezugspersonen, „den Freunden“ von S. gehört habe? „Wer hat denn die Wohnung gefunden?“ fragt sie und „Wer hat denn die Wohnung eingerichtet und bezahlt?“ Zwar rutscht S. noch die Bemerkung „selber gefunden“ heraus, aber er will keine weiteren Angaben machen. War seine Stimme bis dahin klar und beherrscht, war bei dieser Bemerkung eine gewisse Anspannung nicht zu überhören.

Publikum unterstützt G.

Im Publikum sitzen Bekannte der Angeklagten, aber auch der Mitgeschäftsführer H und die Mutter von Stefan G. Ihre Augen sind leer, sie strahlt tiefe Traurigkeit aus.

Weitere vier Verhandlungstage angesetzt

In den nächsten Verhandlungstagen, vier weitere sind bisher angesetzt, sind insgesamt 16 Zeugen aufgerufen, darunter Polizeibeamt:innen und Personen, die in das Verteilnetzwerk eingebunden waren.

Stefan G. sucht sofort Blickkontakt zu seiner Verteidigerin. Foto: GSCHWÄTZ

 

 

Der Zuschauerraum ist gut besetzt – Freunde und Angehörige von G. wollen ihm Halt geben. Foto: GSCHWÄTZ

 

 

 

 

Das Gericht unter dem Vorsitz von VRiLG Haberzettl betritt den Saal. Foto: GSCHWÄTZ

Text: Matthias Lauterer




Auf Bundesstraße 19 gewendet und Unfall verursacht

Drei Personen wurden am Mittwoch bei einem Verkehrsunfall auf der Bundestraße 19 bei Künzelsau verletzt. Ein 20-Jähriger war gegen 7.40 Uhr mit seinem VW Polo auf der B19 von Gaisbach kommend in Richtung Kupferzell unterwegs, als er sein Fahrzeug wendete. Dabei übersah er offenbar einen neben ihm in dieselbe Richtung fahrenden VW Caddy, sodass es zum Zusammenstoß der beiden Fahrzeuge kam. Durch die Kollision wurde der VW gedreht und auf die Gegenfahrbahn geschoben. Sowohl der Fahrer und die 16-jährige Beifahrerin des Polos, als auch der 69 Jahre alte Fahrer des Caddys wurden verletzt und ins Krankenhaus gebracht. An beiden PKW entstand Totalschaden in unbekannter Höhe.

Pressemitteilung Polizei Heilbronn




Tötungsdelikt in Belsenberg: Anklage wegen Mord und Raub

Nicht wie im Haftbefehl angegeben wegen Totschlags, sondern wegen Mordes und Raubes hat die Staatsanwaltschaft den Verdächtigen angeklagt, der seine 66-jährige Nachbarin in Belsenberg getötet haben soll. Laut Angaben der Staatsanwaltschaft hat der nunmehr Angeklagte die Tat nach seiner Festnahme gestanden. Als Motiv für die Tat nennt die Staatsanwaltschaft Habgier.

GSCHWÄTZ-Recherchen erweisen sich als richtig

Bereits im Juni konnte GSCHWÄTZ berichten, dass es sich bei dem Angeklagten um den 24-jährigen Nachbarn der getöteten Frau handelt, der nach dem Auffinden der Leiche der Presse noch Videointerviews gegeben hatte.

Ein Termin für die Verhandlung, die in Heilbronn stattfinden wird, steht noch nicht fest.

Text: Matthias Lauterer

 

 




„Niemand kann das aus der Glaskugel lesen“ 

Die Kreisgemeinden beklagen sich, dass sie durch die Betreuung der Geflüchteten finanziell stark belastet werden. In einem ersten Beitrag hat GSCHWÄTZ über die Flüchtlingssituation im Kreis berichtet, jetzt kommen die Gemeinden selbst zu Wort.

143 Geflüchtete aus der Ukraine waren Ende September in der „vorläufigen Unterbringung“ durch den Kreis. Diese Menschen werden spätestens nach sechs Monaten an die Gemeinden weitergegeben. Allein in Öhringen, der größten Gemeinde des Hohenlohekreises, waren zum selben Zeitpunkt 231 Ukrainer und Ukrainerinnen privat in Wohnungen in Öhringen untergebracht, also rund eineinhalb mal so viele wie im Kreis. Nur eine dieser Personen wurde aus der vorläufigen Unterbringung bisher an Öhringen zugewiesen.

Einigermaßen zuversichtlich äußert sich Karl Michael Nicklas, Bürgermeister von Neuenstein: „Egal wie sich die Situation auf Bundes- und Landes- und Kreisebene bisher entwickelte, hatten wir die Lage immer im Griff. Ich gehe davon aus, dass wir auch in Zukunft alles gut meistern.“ Er weiß von 50 Ukrainer:innen in Neuenstein, von denen eine fünfköpfige Familie in einer städtischen Unterkunft lebt. „Wir wissen von 45 weiteren Ukrainern, die privat eine Wohnung gefunden haben“, sagt er und spricht damit eine spezielle Konstellation an:

Ukrainer:innen benötigen 3 Monate keinen Aufenthaltstitel

Menschen aus der Ukraine konnten sich ein halbes Jahr in der Bundesrepublik aufhalten, ohne dass sie sich anmelden müssten oder eine Aufenthaltsberechtigung benötigen würden. Seit dem 31.08. ist diese Frist auf 90 Tage beschränkt. Es könnte also sein, dass noch mehr Ukrainer:innen in den Gemeinden leben als behördlich erfasst sind – diese Menschen erhalten aber auch keine Leistungen von den Gemeinden. Leistungen können sie erst erhalten, wenn sie sich bei einer Gemeinde anmelden und einen Aufenthaltstitel beantragen.

„immer einwandfrei geklappt“

15 Plätze sind in Neuensteiner städtischen Unterkünften noch frei, zusätzlich kann die Stadt auf einige Wohnungen zugreifen, beispielsweise für Familien. Nicklas sagt: „Damit könnten wir ad hoc ohne fremde Hilfe ca. 30 Geflüchtete aufnehmen.“ Er geht von 6 % bis 7 % der vom Kreis betreuten Geflüchteten aus, die nach Neuenstein kommen werden. Die Zusammenarbeit mit dem Kreis lobt er, „da die bisherige Verteilung durch den Kreis immer einwandfrei geklappt hat und rechtzeitig angekündigt wird.“

„Die Lage ist angespannt, wir nähern uns definitiv der Belastungsgrenze“

Auch in der Gemeinde Pfedelbach wohnen bereits mehr ukrainische Geflüchtete als in den Unterkünften des Landkreises: „Insgesamt sind 173 ukrainische Flüchtlinge in der Gemeinde gemeldet, davon 86 von der Gemeinde untergebracht, der Rest privat. Dazu noch 36 Flüchtlinge anderer Nationalitäten in kommunalen Gebäuden“, informiert Klaus Uhl, der dortige Hauptamtsleiter. In Pfedelbach gibt es noch freie Unterkünfte: „Die Gemeinde verfügt glücklicherweise über mehrere kommunale Gebäude, die belegt werden können. Wir haben noch ca. 25 kommunale Plätze, die belegt werden können, zudem wurden der Gemeinde Wohnungen/Gebäude zur Miete angeboten; diese Option benötigen wir aktuell (noch) nicht“. Die Unterkünfte sind also in Pfedelbach nicht knapp, Uhl sieht ganz andere Probleme auf seine Gemeinde zukommen: „Die Lage ist angespannt, wir nähern uns definitiv der Belastungsgrenze. Nicht nur im Hinblick auf das Thema Unterbringung, sondern auch im Bereich der „Betreuung/Unterstützung“ nach der Unterbringung, obwohl wir ehrenamtlich engagierte Bürgerinnen und Bürger sowie Integrationsmanager haben.“

Ehrenamt an den Grenzen angelangt

Mit dieser Aussage benennt Uhl ein Problem, das auch andernorts sichtbar wird: Die Unterstützung durch Land und Bund ist zu gering, obwohl das Land rund 10 Stellen im Integrationsbereich für den Hohenlohekreis bereitgestellt hat. Das ehrenamtliche Engagement, auf das man sich in vielen Gemeinden bei Kriegsbeginn stützen konnte und auch weiterhin stützt, wird geringer. Die Gründe dafür mögen vielfältig sein: Der Arbeitsaufwand ist für die freiwilligen Helfer seit gut sechs Monaten hoch, sie sind einfach erschöpft. Und auf der anderen Seite vermissen sie auch oft die Anerkennung von Behördenseite für ihre Arbeit, was die Motivation nicht steigert.

Gemeinden ohne gemeindliche Unterkünfte

Gar keine eigenen Unterkünfte betreibt Dörzbach. Claudia Konrad vom dortigen Bürgermeisteramt: „Wir müssen Wohnraum anmieten, um Wohnraum zu bieten. Deshalb versuchen wir alle Anfragen direkt privat unterzubringen“. Die 34 Ukrainer:innen in Dörzbach sind demnach auch alle privat untergebracht. Mit etwa zwei bis drei weiteren Personen rechnet man pro Quartal in Dörzbach.

Und auch in Niedernhall wurden bislang 36 Ukrainer:innen privat untergebracht, weitere acht bis 10 Personen könnten „spontan“ aufgenommen werden, teilt Bürgermeister Achim Beck mit.

„Niemand kann das aus der Glaskugel lesen“

Die Kreisstadt Künzelsau ist in einer besonderen Situation: Sie betreut mit ihrem Integrationsteam auch Menschen, die in Kreiseinrichtungen untergebracht sind, insgesamt 129 Personen. „54 von den 129 Personen sind in Wohnungen untergebracht, die die Stadtverwaltung in Künzelsau angemietet und an die Geflüchteten untervermietet hat.“ Ingesamt stehen in Künzelsau 65 Plätze zur Verfügung, also sind noch elf Plätze frei, „Diese Angaben sind allerdings Momentaufnahmen. Durch Wegzug von Geflüchteten und die Zurverfügungstellung von privatem Wohnraum ändern sich die Kapazitäten“, betont Elke Sturm, Pressesprecherin der Kreisstadt. Sie weiß aber auch: „Niemand kann das aus der Glaskugel lesen. Die Stadtverwaltung Künzelsau wappnet sich so gut es geht, in den kommenden Monaten eine unbestimmte Zahl von Flüchtlingen – nicht nur aus der Ukraine – aufnehmen zu müssen.“

„große Besorgnis“

„Wir teilen die große Besorgnis über die Zuspitzung der Lage und können schwer abschätzen, ob die verfügbaren Plätze ausreichen werden. Wir rechnen definitiv mit Zuweisungen im Winter“, versteht Öhringens OB Thilo Michler die Sorgen seiner Kollegen aus den Hohenloher Gemeinden.

„Flüchtlingsgipfel“

Am heutigen Dienstag, 11. Oktober 2022, ist in Berlin ein „Flüchtlingsgipfel“ geplant. Dort sollen Themen wie Bundeszuschüsse oder Kapazitätserhöhungen in den Erstaufnahmeeinrichtungen auf der Tagesordnung stehen. Möglicherweise sehen die Gemeinden danach mit weniger Sorge in die Zukunft.

Text: Matthias Lauterer




Dr. Marc Wucherer wird neuer CEO bei Ziehl-Abegg

Der Aufsichtsrat der Ziehl-Abegg SE hat Dr. Marc Wucherer zum neuen Vorstandsvorsitzenden des Unternehmens berufen. Der 52-Jährige wird die neue Aufgabe im Dezember 2022 übernehmen.

Der promovierte Ingenieur mit Betriebswirtschaftsstudium startete seine Karriere bei der Siemens AG. Im In- und Ausland hatte er mehrere Managementfunktionen für verschiedene Fachbereiche inne, unter anderem als Präsident des Industriesektors in Nordostasien.

Seit 2017 war Dr. Marc Wucherer Mitglied des Vorstands der Bosch Rexroth AG mit globaler Zuständigkeit für den Vertrieb und das Marketing, sowie später zusätzlich für den Bereich der Fabrikautomatisierung. Dr. Marc Wucherer ist Vollblutmanager mit einem großen Erfahrungsschatz in vielen unternehmerischen Bereichen. Neben Kompetenz und Verlässlichkeit ist seine internationale berufliche Erfahrung eine gute Voraussetzung, um das weitere globale Wachstum von Ziehl-Abegg aktiv zu gestalten.

„Mit Dr. Marc Wucherer als CEO und den heutigen Vorstandsmitgliedern der Ziehl-Abegg SE Olaf Kanig (CFO), Dr. Sascha Klett (CTO) und Joachim Ley (COO), wird Ziehl-Abegg ein neues, herausragendes und starkes Führungsteam haben“, so Dennis Ziehl, Aufsichtsratsvorsitzender der Ziehl-Abegg SE.

Pressemitteilung Ziehl-Abegg