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Rogge: „Und am schrillen Lachen der Nachbarin merkt man, dass es der noch dreckiger geht“

„Am schlimmsten sind jene Eltern, die bei meinen Vorträgen noch was mitschreiben. Die an meinen Lippen hängen und auf den Tipp warten. Ich gebe ihnen jetzt einen Tipp: Schreiben Sie heute Abend nichts mit. Lachen Sie! Morgen gibt es nichts mehr zu lachen. Und am schrillen Lachen der Nachbarin merkt man, dass es der noch dreckiger geht.“
Und schon lachten etwa 300 Besucher, die am Donnerstag, den 21. Februar 2019, in der Ingelfinger Stadthalle sich vom Erziehungsberater Dr. Jan-Uwe Rogge eine Antwort auf alle ihre Fragen zum Thema Pubertät erhofften. Rogge ist nicht nur erfahrener Pädagoge, sondern auch Komiker in Personalunion. Ein kurzweiliger Abend, an dem kein Elternauge trocken blieb. GSCHWÄTZ-Videoreporter Dr. Felix Kribus mischte sich unter das leidgeprüfte Elternpublikum und interviewte außerdem den prominenten Erziehungsberater.

„Manche gehen hier völlig beschwingt nach Hause, wecken den Pubertierenden und sagen: ‚Du bist normal. Er hat gesagt, du bist normal.‘ Und euer Pubertierender wird sagen: ‚Was sage ich dir die ganze Zeit? Die Einzige, die hier hohl dreht bist du.‘ Und dann werden Sie sagen: ‚Er hat gesagt, dass ich auch durchdrehen darf‘.“ Und das dürfen Eltern laut Rogge auch, denn wenn „Eltern vor dem Pubertierenden stehen und sagen: ‚ Ich weiß nicht weiter! Ich dreh jetzt durch!‘, dann wissen die Pubertierenden, dass es den Eltern jetzt genauso geht wie ihnen.“
Auch, dass sich jeder schwört, niemals so zu werden wie seine Eltern, war Thema an diesem Abend: „Wie meine Eltern werde ich nie. Und dann haben Sie die süße Lisa. Lisa, 15, will auch auf das gleiche Fest wie Sie damals – weil Philipp auf diesem Fest ist. Ich sag‘ das mit Philipp nur, weil heute keiner mehr Heinz-Günter heißt. Und Lisa will bis zwei Uhr. Und Sie wollen, dass Lisa um elf Uhr zu Hause ist. Das ist immerhin schon eine Stunde später, als Sie früher heim mussten. So sind Sie. Und zur Vorbereitung auf Ihre Mutterrolle haben Sie Kurse besucht. An der Volkshochschule. Kurse wie: Wie rede ich richtig mit meinem Kind? Oder: Wie überzeuge ich mein Kind? Sie haben Yoga gemacht und wissen, dass Sie nicht schreien dürfen und ganz mittig bleiben müssen. Und auf jedes ihrer wirklich vernünftigen Argumente sagt ihre süße Lisa nur: ‚Du bist peinlich.‘ Oder: ‚Chill down, nun chill doch down‘.“

Wie oft hören Eltern zu Hause die Worte ihres Sprösslings: Die anderen dürfen, nur ich nicht. Selbst darauf kann Dr. Rogge den Eltern einen gute Antwort mit auf den Weg geben: „Dann rufen Sie da an und erfahren, dass die drei tatsächlich dürfen. Und dann kommen Sie zurück zu Ihrer Tochter und sagen: ,Du, die drei dürfen, aber du darfst immer noch nicht.‘ Da kommt Stimmung auf. Und dann kommt der nächste Teil der Prüfung, denn was macht dann so eine pubertierende Zicke? ‚Du bist gemein, Mama. Du bist nur gemein.‘ Und was macht dann eine homöopathisch geliftete Mutter? Sie sagt wimmernd: ‚Das darfst du wirklich nicht sagen. Überleg mal, was ich alles für dich mache. Ich fahr dich zur Schule, ich fahr dich zum Training, ich sag Papa nie alles und ich mach sogar deine Hausaufgaben.‘ Anstatt zu sagen: ‚Es stimmt. Vor dir steht die gemeinste Mutter von Ingelfingen und es wird Zeit, dass ich mich oute‘.“

 

 




Nefzer: „Man hat nur 45 Sekunden um sich zu bedanken“

Wenn sich in amerikanischen Spielfilmen Autos in die Luft schrauben, Busse ins Wasser stürzen, ein Haus explodiert und sich der Superheld durch mannshohe Wellen kämpft, hat des Öfteren Gerd Nefzer aus Schwäbisch Hall mitsamt seinen Mitarbeitern die Finger im Spiel. Der gelernte Landwirt betreibt mit dem Schwiegervater und Schwager seit über drei Jahrzehnten eine Firma, die anfänglich Autos für Filmdrehs verliehen hat. Mittlerweile ist erhebliches Know-how unter anderem für Explosionen, Feuer, Wetter und Kugelhagel dazugekommen. Und so haben sich die Nefzers einen internationalen Namen gemacht, weshalb jetzt schon mal große Regisseure aus Hollywood bei Nefzers im beschaulichen Schwäbisch Hall durchklingeln, wenn es um Projekte wie „Chroniken von Narnia“ oder „Tribute von Panem“ geht. Doch damit nicht genug: Spezialeffektemacher Nefzer samt Team müssen ihre Arbeit wohl so gut gemacht haben, dass die Filmjury sie für ihre Spezialeffekte in ‚Blade Runner 2049‘ mit einem Oscar ausgezeichnet hat. 

GSCHWÄTZ-Videoreporter Dr. Felix Kribus hat Gerd Nefzer im Haller Büro getroffen und mit ihm über die Nacht der Oscarverleihung, sein Leben zwischen Hall und der weiten Welt sowie über die Zukunft gesprochen – der kleine, große goldene Oskar immer in Sichtweite.

GSCHWÄTZ: Sie sind studierter Landwirt. Wie kommt man dann zu Spezialeffekten im Kino?

Nefzer: Ich bin sozusagen Quereinsteiger. Man muss ganz einfach die richtige Frau kennenlernen, deren Vater schon länger beim Film arbeitet (lacht). Mein heutiger Schwiegervater, Karl Nefzer, hat in den 60er Jahren mit der Filmarbeit angefangen. Er hat damals noch historische Autos, Uniformen und Filmwaffen verliehen. Ich habe meinen Berufsabschluss als Agrartechniker gemacht. Dann stand die Bundeswehrzeit an. Mein Schwiegervater fragte mich, ob ich drei Monate Zeit hätte, in München bei der Serie ‚Die rote Erde‘ – eine Bergbauserie – nach den Fahrzeugen und den Requisiten zu schauen. Und ich dachte mir – das kannste ja mal übergangsweise machen. Der Übergang dauert jetzt 31 Jahre.

„Man hat dann Familie extrem“

GSCHWÄTZ: Wo verbringen Sie die meiste Zeit Ihres Lebens?

Nefzer: Fern der Heimat. Aber man hat auch zwischen den Filmen drei bis acht Wochen Zeit. Da ist man viel zu Hause, wobei man sich auch wieder an das Zuhausesein gewöhnen muss. Das ist auch nicht immer einfach. Man hat dann Familie extrem, da braucht man ein paar Tage, um sich wieder einzugewöhnen (lacht).

GSCHWÄTZ: Wie haben Sie die Oscar-Nacht erlebt?

Nefzer: Es war einfach nur Wahnsinn. Man kann sich das nicht vorstellen, wenn man nicht dort war. Schon allein, in das Kino oder das Theater reinzugehen, dieser rote Teppich, hunderte von Fotografen und Fernsehteams. Das ist schon mal irre und dann kommt man in diesen riesigen Raum und ist umgeben von der Crème de la Crème der Visual- und der Special-Effect-Leuten. Auch die ganze Atmosphäre und diese Glitzerwelt, die mir eigentlich nicht so liegt, ist der Wahnsinn. Das kann man schwer in Worte fassen. 

„Es hat auch bei mir danach noch ein bis zwei Monate gedauert, bis ich es fassen konnte, was ich da gewonnen habe.“

GSCHWÄTZ: Wie war die Atmosphäre zu Beginn? Hatten Sie schon eine leichte Vorahnung?

Nefzer: Nein, man weiß da nichts. Eine Vorahnung kann man haben oder auch nicht, aber es hilft einem nichts. Es gibt schon Tendenzen. Wir hatten aber auch eine unheimlich starke Konkurrenz. Es waren im Visual-Effect-Bereich fünf wirklich sehr tolle Filme. Im tiefsten Innern wünscht man sich natürlich, so eine goldene Statue in der Hand zu halten. Aber man glaubt da bis zum Schluss nicht dran. Es hat auch bei mir danach noch ein bis zwei Monate gedauert, bis ich es fassen konnte, was ich da gewonnen habe. Es ist ein Oscar. Der Oscar ist neben dem Nobelpreis der bekannteste Preis, den es weltweit gibt. Das war mir bei der Verleihung abends nicht bewusst. Mittlerweile ist es mir bewusst. Man merkt, wie faszinierend dieser goldene Mann auf die Menschen wirkt – egal ob hier in Schwäbisch Hall, in Deutschland oder weltweit.

GSCHWÄTZ: Als auf der Bühne gesagt wurde: Der Gewinner ist… und Ihr Name fiel. Was geht einem durch den Kopf? 

Nefzer: Der erste Gedanke ist natürlich: Wow – man freut sich riesig. Der zweite Gedanke ist: Sitzt der Smoking richtig? Ist der Knopf zu? Lauf vorsichtig, dass du nicht hinfällst. Aber sonst geht einem nicht mehr viel durch den Kopf. Man ist furchtbar aufgeregt. Das ist eine riesen Halle, in der viele Leute sitzen und alle starren einen an. Es sind auch Fernsehkameras auf einen gerichtet und man weiß, dass man jetzt auch noch was sagen muss. Ich habe mich ganz bewusst nicht darauf vorbereitet. Ich habe zwar ein paar Namen zusammengeschrieben, bei denen ich mich bedanken wollte, aber dazu kam es ja nicht, weil John Nelson, unser erster Redner, schon die ganze sehr knapp berechnete Redezeit aufgebracht hat. Man hatte nur 45 Sekunden, um sich zu bedanken. Vor einem war eine riesige digitale Uhr. Sobald wir die Bühne betreten haben, fing die Uhr an zu ticken. 45… 44 … 43… und als der erste von uns vieren fertig war, war die Uhr auch schon auf null. Beim zweiten wurde dann schon die Musik eingespielt und ich konnte dann nur ganz kurz was sagen, denn als wir auf die Bühne gelaufen sind, meinte John zu mir, dass ich unbedingt noch was Deutsches sagen müsse. Ich hab dann nur noch ein oder zwei Wörter auf Deutsch gesagt. Es blieb mir einfach keine Zeit mehr. Aber es war vorher schon klar mit Jimmy Kimmel ausgemacht: Ihr habt 45 Sekunden. Nach den 45 Sekunden kommt Musik und wenn ihr nicht aufhört, dann drehen wir euch den Ton ab. Es war mir aber auch nicht ganz unrecht, dass ich keine Zeit mehr hatte. Man ist dann so aufgeregt und denkt sich: Mein Gott, hoffentlich vergesse ich jetzt nicht diesen oder jenen Namen. Aber ich wollte mich als allererstes bei meiner Familie bedanken, die das Wichtigste in meinem Leben ist. 

„Man geht in einen Raum und da sitzen über 300 Fotografen.“

GSCHWÄTZ: Als Sie die Bühne mit dem Oscar verlassen und sich gesetzt haben, steht er vor Ihnen auf dem Boden oder haben Sie ihn im Arm?

Nefzer: So einfach ist das nicht. Ich dachte mir auch, dass ich einfach mit dem Oscar von der Bühne gehe. Das Ding wiegt übrigens 3,8 Kilogramm. Aber nein. Sie gehen nicht von der Bühne. Sie gehen hinter die Bühne und da bricht der Wahnsinn über sie herein. Das ist etwas, das ich mir nie habe vorstellen können. Man kriegt erstmal ein Glas Champagner, aber man nimmt gleich zwei, weil man so aufgeregt ist. Dann denkt man, dass einen die Damen wieder auf den Platz geleiten. Nein. Die erste Station ist das Oscar-Interview. Man sitzt zu Dritt in einem Raum und Kameras sind auf einen gerichtet. Bei der zweiten Station werden Fotos gemacht. Man geht in einen Raum und da sitzen über 300 Fotografen. An jedem Stern, der auf dem Boden ist, einmal stehen bleiben, nach oben schauen und lächeln. Man hat fünf oder sechs Sterne, bis man das durch hat. Dann gibt es nochmal einen Champagner und danach geht man zur schreibenden Presse. Zum Schluss kommt dann der Wahnsinn: ein Raum mit drei Kameras und 120 Reportern. Es war auch eine deutsche Reporterin da, die eine Frage stellen durfte. Sie hat auf Deutsch gefragt und ich habe auf Deutsch geantwortet. 

GSCHWÄTZ: Dann geht es zurück in den Zuschauerraum?

Nefzer: Genau. Ich bin als erstes zu meiner Frau. Wir haben uns beide richtig gefreut. Klar, mit Küsschen und wir haben das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht gekriegt. Dann bin ich kurz raus und habe meine Tochter angerufen. Die war nur am Weinen und ich habe ein bisschen mit ihr mitgeweint. 

„Aber ich kann alle beruhigen, die denken, dass man mit dem Oscar viel Geld machen kann.“

GSCHWÄTZ: Da fällt bestimmt ein großer Druck von einem ab, wenn man den Oscar bekommen hat?

Nefzer: Ich hab mir nie Druck gemacht. Denn, was soll ich verlieren? Alleine schon die Oscar-Nominierung ist ein Erfolg. Das andere ist dann einfach nur noch eine Zugabe. Natürlich fällt dann vieles von einem ab. Die 31 Jahre lange harte Arbeit fällt von einem ab und man denkt: Ja, das hat sich gelohnt. 

GSCHWÄTZ: Wo steht der Oscar jetzt?

Nefzer: Im Moment steht er neben mir. Aber sonst ist er verschlossen in einem Raum, bis sich der ganze Hype beruhigt hat. Eigentlich wollte ich ihn bei uns in der Wohnung ganz einfach auf den Kachelofen stellen. Aber ich kann alle beruhigen, die denken, dass man mit dem Oscar viel Geld machen kann. Der reine Materialwert von ihm ist 380 oder 400 Dollar und ich glaube auch, dass es nicht so einfach ist, so einen Oscar zu verkaufen. Es ist auch eine Nummer eingraviert. Jeder, der einen Oscar bekommt, unterschreibt einen Vertrag. Ich darf ihn weder verkaufen, noch verschenken, noch sonst irgendwas. 

GSCHWÄTZ: Sind Sie ein waschechter Hohenloher?

Nefzer: Das kann man auf jeden Fall sagen. Das hat unsere Firma auch so weit gebracht – dass wir einfach anpacken und nicht diskutieren. Schaffe und ned schwätze – das steht bei uns ganz groß auf der Fahne. Auch das Sparsame kommt in Hollywood sehr gut an. Das sieht man zum Beispiel auch an einem Roland Emmerich, der seinen ersten Film in der Fabrik von seinem Vater gedreht und versucht hat, manche Dinge einfach günstiger zu machen als in Hollywood. Deshalb sind Roland Emmerich und auch wir bei den Filmproduzenten beliebt. Wir versuchen einen anderen, sparsameren Weg zu gehen. In der ganzen Filmgeschichte gab es noch nie so gute und günstige Wellenmaschinen wie im Film Blade Runner – mit drei gemieteten Abrissbaggern mit Bauarbeitern, die sie bedient haben. Drei alte und gebrauchte Gastanks als Schwimmkörper – auf so etwas muss man erstmal kommen. Man hat dann aber auch mal Ideen, die nicht funktionieren. Aber das gehört dazu. Bei deutschen Projekten ist ein Oscar aber schon fast hinderlich, weil viele meinen: Haja, der hat ja jetzt einen Oscar. Der ist so eingebildet und so teuer, den müssen wir nicht mehr holen. 




Warum schwäbische Hausfrauen keine Tangas tragen

Es gibt nichts Gutes, außer man tut es. Matthias Stephan, Ex-Speditionskaufmann, aktuell Vorwerk-Staubsaugerverkäufer in Hohenlohe will mit seiner Freitagabendshow das Künzelsauer Nachtleben bereichern und lädt einmal im Monat nach Gaisbach ins Sportheim ein. Der nächste Termin ist Freitag, den 1. März 2019. Am Freitag, den 01. Februar 2019, plauderte Stephan über seine Erlebnisse beim Staubsaugerverkauf in heimischen Haushalten, Komikerkollege Konstantin Korovin macht alles, damit er mit seinem Migrationshintergrund und seiner Rastalocken nicht den Deutschen die Arbeit wegnimmt und Tierarzthelferin Sonja Zabolitzki war noch nie gut zu Vögeln. Der Komikerriege folgte Zauberer und Mentalist Marco Miele. Diesen zauberhaften, wie nicht ganz unschlüpfrigen Abend hat unser volljähriger Gschwätz-Videoreporter Dr. Felix Kribus begleitet, ohne rot zu werden.

 

Mentalist Marco Miele zeigt, wie man mit Herausforderungen umgeht. Foto: GSCHWÄTZ

 




Alle sind Sieger – Kinderfußballtunier in Ingelfingen

Das Runde muss in das Eckige. So auch in Ingelfingen, wo am Samstag, den 26. Januar 2019 vormittags ein Dutzend E-Jugend-Mannschaften um den Hartmann-Wohnmobile-Cup spielten. Vielversprechende Talente zwischen acht bis zehn Jahren aus Hohenlohe, das heißt dem Kocher- und Jagsttal waren in die Heinrich-Ehrmann-Halle angereist, um die begehrte Trophäe einzuheimsen, aber auch der FC Oberrot aus dem Nachbarkreis Schwäbisch Hall. Damit kein Spieler zu kurz kam, auch die, die ausgeschieden waren, stiftete die Firma Hartmann Wohnmobile jedem Spieler einen kleinen Pokal. Als Erinnerung an einen sportlichen Nachmittag, die mitfiebernden und mitleidenden Eltern und Großeltern im Gepäck. Und die Trainer nicht zu vergessen. Gschwätz Videoreporter Felix Kribus hat sich unter das Publikum gemischt, glückliche Gewinner und nachdenkliche Verlierer befragt …




e-Carsharing – Loserth im Interview

Im Rahmen des Niedernhallers Neujahrsempfang am Sonntag, den 13. Januar 2019, erklärte Otto Loserth, Geschäftsführer von E-Wald, auf GSCHWÄTZ-Nachfrage was sich hinter der Idee carsharing, also wenn sich mehrere Personen ein Auto teilen, verbirgt.

Otto Loserth erklärt: „Die Idee ist, dass gewisse Fahrten kein zweites eigenes Auto erfordern. Sondern, dass man mobil bleiben kann, ohne dass man ein zweites Auto benötigt. Carsharing kann in der Familie beginnen, indem man die eigenen Fahrzeuge in der Familie teilt.“

Das ganze Interview gibt es im Video.




Kultusministerin Eisenmann lobt Künzelsau

Bürgermeister Stefan Neumann empfing dieses Mal neben den Künzelsauer Bürgern die Kultusministerin von Baden-Württemberg, Dr. Susanne Eisenmann, nicht zu vergessen die Lokalprominenz. Aktuelles Thema des traditionellen Neujahrsempfang am 11. Januar 2019 im Künzelsauer Rathaus: „Wir machen Bildung“

Wie wichtig Lernen und Bildung ist und welche Bedeutung dies besonders für Hohenlohe hat, das erörterten Neumann und Eisenmann ausführlich vor etwa 300 Künzelsauern. „Für Hohenlohe ist Bildung unglaublich wichtig. Bildung ist die Grundlage unserer Gesellschaft und auch unserer Zukunft. Wir, als Stadt Künzelsau, versuchen unseren Beitrag für die Zukunft zu leisten“, so Bürgermeister Stefan Neumann gegenüber GSCHWÄTZ. Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann findet die Künzelsauer Bildungssituation „bemerkenswert gut“. Eisenmann sagt: „Ich habe großen Respekt davor wie die Stadt Künzelsau und die politischen Gremien hier Bildung konkret leben. Die Schulsanierungen, die ganzen Grundlagen, die es gibt, die Arbeit mit den Schulen und mit den Kitas ist eine Herausforderung und da wird viel Geld investiert. Das ist eine bemerkenswerte Entwicklung. Davon können sich andere Städte und Gemeinden eine Scheibe abschneiden.“

Gschwätz-Videoreporter Felix Kribus hat die Besucher zwischen Häppchen und Sektorange im legeren Teil des Abends befragt, wie gut der Abend und die Reden bei ihnen ankamen.

Neujahrsempfang im Künzelsauer Rathaus am 11. Januar 2019. Von links: Der ehemalige Hohenloher Landrat Helmut M. Jahn, Landrat Dr. Matthias Neth, Dr. Susanne Eisenmann, Carmen und Reinhold Würth, Bürgermeister Stefan Neumann, Ursula und Albert Berner, Eberhard Gienger, Christian von Stetten. Foto: GSCHWÄTZ

 

 

 

 

 

 




Engelesblasen in Künzelsau

Besinnlicher Abschluss des Heiligen Abends: Das traditionelle Engelesblasen vom Turm der Johanneskirche. Trotz Kälte haben sich doch etliche Interessierte in der Hauptstraße und drumherum eingefunden, um „Stille Nacht, heilige Nacht“ oder „Ehre sei Gott in der Höhe“ zu hören. Zur Blasmusik werden Laternen an langen Schnüren vom Turm herabgelassen und geschwenkt, die an Engel erinnern sollen. Wer schon im Bett lag oder zuhause auf dem Ofen döste, für den hat Videoreporter Felix Kribus die Engelslichter samt weihnachtlicher Künzelsauer Atmosphäre mit seiner Kamera eingefangen und hat die Besucher gefragt, wie sie die stille, heilige Nacht verbracht haben.

 




Morsbacher Weihnachtsdorf

Die Morsbacher sind hart im Nehmen, denn Groß und Klein hatten sich am ersten Adventsonntag, den 02. Dezember 2018, bei strahlendem Nieselregen und zwölf Grad zum traditionellen Morsbacher Weihnachtsdorf eingefunden. Essen und Trinken gehen ja immer, besonders der über Morsbach hinaus bekannte Glühwein, der Eisbrecher – ein Garant für frühzeitige Weihnachtsgefühle. Was es sonst noch alles zu erleben, probieren und zu erzählen gab, Nikolaus inklusive – Videoreporter Felix Kribus hat es in anheimelnden Bewegtbildern unterm Regenschirm eingefangen – unermüdlich gehalten von Morsbacherin Ingeborg Zeller.

Frohe Weihnachten wünscht Gschwätz allen seinen Lesern und Zuschauern!

Morsbacher Weihnachtsdorf 2018.
Foto: GSCHWÄTZ




„Menschen mit Fleisch glücklich machen“

Zwei Tage lang, am 26. und 27. November 2018, haben die besten angehenden Fleischer und Fleischereifachverkäufer aus Baden-Württemberg ihr Können unter Beweis gestellt. In der Gewerbeschule Künzelsau am Schippberg wurden Pasteten im Teig zubereitet, exotische Häppchen kreiert, wurde Roastbeef ausgebeint und das Fleisch fachmännisch weiterverarbeitet.

Im Beruf Fleischer geht es nicht immer nur ums Fleisch schneiden oder Wurst herstellen.
Foto: GSCHWÄTZ

 

Es nahmen insgesamt acht Teilnehmer am Wettbewerb des Landesinnungsverbandes des Fleischerhandwerks in Künzelsau teil. Die Sieger Gina Benz (Fleischer) und Anna-Lena Schlegel (Fleischereifachverkäufer) haben sich für die deutsche Nationalmannschaft qualifiziert, die widerum an internationalen Wettbewerben teilnimmt, wo es dann natürlich auch richtig um die Wurst geht. Videoreporter Felix Kribus hat die Chance ergriffen, die hoffnungsvollen Nachwuchstalente unter anderem zu fragen, warum für sie Metzger ein erstrebenswerter Beruf ist, der heutzutage viel mehr offeriert, als lediglich große Fleischstücke in Streifen zu schneiden.

Fleischer Siegerin Gina Benz.
Foto: GSCHWÄTZ

Fleischereifachverkäufer Siegerin Anna-Lena Schlegel.
Foto: GSCHWÄTZ




So punktet man bei der Blitz-Bewerbung: Speed-Dating bei GEMÜ

Im Schnelldurchlauf zum neuen Job.

Bewerbungsschreiben sind nicht jedermanns Sache. Wie findet man die richtigen Worte in einem Anschreiben? Wie präsentiert man sich gut, ohne überheblich zu wirken ? Manch einer tut sich auch schwer mit Rechtschreibung und Ausdruck.

2019 geht es in die nächste Runde

Um solche Hürden abzubauen, geht der Ingelfinger Ventilhersteller GEMÜ (Gebrüder Müller) andere Wege und will Bewerbern entgegenkommen. Das Zauberwort heißt: Berufs-Speed-Dating. Auf Deutsch am ehesten mit ,spontanes Blitzbewerbungsgespräch von Angesicht zu Angesicht‘ zu beschreiben. Damit hat das Unternehmen gleich beim ersten Mal gute Erfahrungen gemacht. 200 Bewerber standen teilweise bis zur Straße hinaus Schlange, um bei Gemü im Schnelldurchlauf punkten zu können. Die Firma will wegen der guten Erfahrungen auch 2019 wieder Bewerbungsspeeddating anbieten.

Personalleiterin Siegmeth: Tipps für Bewerber

GSCHWÄTZ-Videoreporter Dr. Felix Kribus hat GEMÜ Personalleiterin Heike Siegmeth getroffen und mit ihr unter anderem über die Vorteile für Firma als auch Bewerber, ihre Erfahrungen, Tipps für Bewerber und ihr Fazit zur Veranstaltung gesprochen.

Die anschließende Umfrage, wie die Hohenloher Berufsspeeddating sehen, rundet unser Gschwätz-Interview ab.

Video, Fotos & Fotos: Dr. Felix Kribus