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„Niemand hat die Krise am Ende so zielorientiert und erfolgreich gemeistert wie wir“

„Meine Damen und Herren, warum haben wir die Corona-Krise so gut bewältigt?“, fragte Manne Lucha (Die Grünen) bei seinem Besuch in Künzelsau am Mittwoch, den 05. August 2020. Seine Antwort: „Weil wir zum ersten Mal konsequent Patientensteuerung betrieben haben“. Der baden-württembergische Sozialminister ist zurzeit auf seiner Sommertour und informierte sich im Hohenlohekreis, wie hier mit der Corona-Pandemie in der Vergangenheit umgegangen wurde, aber auch wie Gesundheitsamt und Kreis mit einer möglichen zweiten Welle umgehen wollen.
„Wir haben im Hohenlohekreis ungefähr eine doppelte Inzidenz.“
Zugegen waren bei der Veranstaltung in der Künzelsauer Stadthalle unter anderen einige Bürgermeister und Lokalpolitiker. „Schön, dass Sie im Hohenlohekreis sind und schön, dass Sie Ihre Sommertour hier auch weitergehen lassen in einem der Landkreise, der am meisten von der Corona-Pandemie betroffen war, vor allem auch, was die Inzidenz angeht, haben wir immerhin im Hohenlohekreis ungefähr eine doppelte Inzidenz als der Landesschnitt“, sagte Dr. Matthias Neth in seiner Begrüßung. Inzidenz bedeutet, die Anzahl der neu auftretenden Erkrankungen innerhalb einer Personengruppe von bestimmter Größe während eines bestimmten Zeitraums.
„Niemand hat die Krise so zielorientiert und erfolgreich gemeistert wie wir.“
„Wenn wir uns in der Welt ein bisschen umschauen, niemand hat die Krise am Ende so zielorientiert und erfolgreich gemeistert wie wir. Gerade auch wir in Baden-Württemberg mit der zweithöchsten Inzidenz und Sie haben Recht Herr Landrat, die Ausgangsbedingungen waren nicht optimal“, meinte Lucha anschließend. „Wir alle waren nicht darauf eingestellt, dass unsere Lieferketten für persönliche Schutzausrüstung von heute auf morgen nicht funktionieren.“
„Diese großen, flächenhaften Untersuchungen sind nicht sinnvoll“
Neben Lucha referierte die Leiterin des Gesundheitsamtes Künzelsau, Dr. Antje Haack-Erdmann, über die gewonnenen Erfahrungen im Umgang mit dem Virus und das weitere Vorgehen seiner Eingrenzung, inklusive der Recherche relevanter Überträger und Kontaktpersonen. „Wir sind immer noch an erster Stelle pro 100.000 Einwohner in Baden-Württemberg“, So Dr. Haack-Erdmann. „Wir hatten 47 Menschen, die direkt an Covid verstorben sind, und im Moment ist unsere Sieben-Tage-Inzidenz 5,3.“ Das Fazit der Leiterin des Gesundheitsamtes: „Was wir gelernt haben, finde ich hier interessant: Wir hatten hier nochmal im Mai einzelne Fälle, die aus dem flächendeckenden Untersuchungen gekommen sind, die einfach keine richtigen Fälle waren. Wo einfach falsch-positive Ergebnisse dazu führen, dass man sehr viel Arbeit hat, dass man den Verdacht hat, man hat Infektionskrankheiten, die keine sind. Und deswegen haben Sie ja auch in der Teststrategie entsprechend reagiert, dass diese großen, flächenhaften Untersuchungen nicht sinnvoll sind, sondern wir müssen immer an ein Ausbruchsgeschehen adaptiert sein, damit sie Sinn machen“. Was ihr zurzeit Sorgen mache, seien vor allem die Reiserückkehrer. „Wir alle haben Angst vor einer so genannten zweiten Welle und wir haben jetzt auch Einzelfälle von Reiserückkehrern, die eben durch das gute Management, die gute Fallermittlung auf diese Ausbrüche beschränkt waren. Wir haben zwar 50 Kontaktpersonen, aber im Moment nur fünf Fälle, die akut infiziert sind“.
Neue Taskforce mit vier Teams
Im  Anschluss stellte Mike Weise, Dezernent Umwelt und Ordnung, die neue Taskforce für den Hohenlohekreis vor: „Wir haben ein Kernteam „Kontaktperson Nachverfolgung“ gebildet, das mit insgesamt neun Mitarbeitern besetzt ist. Dieses Team besteht aus sowohl festen Mitarbeitern des Gesundheitsamtes als auch nach wie vor Mitarbeitern aus dem Landratsamt, aus anderen Fachämtern“. Insgesamt vier Teams sollen rollierend alle drei Monate wechseln. Deren Mitarbeiter waren bereits in dem Bereich tätig. „Wir wollen einfach das Wissen erhalten und die Fachämter so wenig und so planbar wie möglich zusätzlich belasten. Aufwuchsfähigkeit ist durch diese vier Teams ebenfalls gewährleistet. Das bedeutet, wenn wir ein größeres Ausbruchsgeschehen haben, nehmen wir eins, zwei oder drei der anderen Teams mit in den Betrieb hinein, um das Ausbruchsgeschehen abzuarbeiten“, so der Dezernent abschließend.
Gschwätz-Videoreporter Dr. Felix Kribus hat die Veranstaltung und den abschließenden Besuch des Ministers im Gesundheitsamt mit der Kamera begleitet.

Landrat Dr. Matthias Neth begrüßte den Minister und die anderen Gäste. Foto: GSCHWÄTZ

Dr. Haack-Erdmann macht sich Sorgen wegen Reiserückkehrern. Foto: GSCHWÄTZ

Verwaltungsmitarbeiter, Landrat Dr. Neth, Bürgermeister und Lokalpolitiker waren bei Luchas Besuch zugegen. Foto: GSCHWÄTZ




„Mein Papa fährt auch Bagger und hier kann ich wie mein Papa sein“

Mit dem gut zehn Quadratmeter großen Sandkasten vor Yvonnes Café hat die Stadtverwaltung Künzelsau einen Volltreffer gelandet. Zwischen Palmen und Oleander können die lieben Kleinen sandeln: Spielzeugbagger, Schaufeln und Sandsieb sorgen für zukünftige, ungetrübte Kindheitserinnerungen, während die Eltern mal die Seele baumeln lassen können. GSCHWÄTZ-Videoreporter Dr. Felix Kribus war vor Ort und hat mit Müttern, Kindern und Café-Betreiberin Yvonne gesprochen.

„Man hat hier Spielsachen zur Verfügung und muss nichts mitbringen“

„Es ist echt eine schöne Idee, weil man sich einfach auch mit anderen Müttern austauschen kann“, mein Mama Svenja aus Kupferzell. „Die Kinder können hier spielen und wir können entspannen und auch mal was trinken gehen, ohne dass wir die ganze Zeit nach den Kindern kucken müssen.“ Sie hätte dieses Angebot erst entdeckt und sei sofort begeistert gewesen. „Es ist zwar an der Straße, aber das interessiert die gar nicht, weil sie hier so schön spielen können“, meint Ann-Sophie aus Sindeldorf. Deshalb bleibt sie auch solange, wie das Kind mitmacht und Lust zu Spielen hat. Doch den Kindern gefällt’s: „Man sieht sie fast nicht und sie sind immer alle auf dem Bagger, spielen im Sand. Das ist schön. Es ist genug zum Spielen da“, findet Svenja. Auch Ann-Sophie sagt: „Wir haben Spielsachen hier zur Verfügung. Man muss selber nichts mitbringen, das ist klasse. Dadurch, dass wir nicht weit weg wohnen, wird das öfters vorkommen“.

Praktische Strandstühle

Auch Mama Caro aus Forchtenberg findet: „Das ist perfekt. Man kann sich als Eltern hier hinsetzen und gemütlich Kaffee trinken und reden und die Kinder beschäftigen sich alleine. Es sei denn, sie sind zu klein, aber dafür gibt’s so geschickte Strandstühle. Da kann man sich auch als Eltern hinsetzen oder die großen Geschwister dahin platzieren. Das passt, das ist perfekt“. Für die Kinder sei das dann auch nicht so langweilig, denn so hätten die was zu tun.

mehr los in der unteren Stadt

Gefragt, wie sie das Sandkastenparadies für Kinder und die dazugehörigen Eltern vor ihrem Café findet, sagt Yvonne: „Ich finde das ganz toll. Ich habe mich sehr gefreut, nachdem die Stadt angefragt hat, ob ich das so möchte“.  Es sei tatsächlich sehr schön. „Die Kinder nehmen es an, die Eltern nehmen es an. Es ist auch mehr los in der unteren Stadt. Und alleine die Initiative der Stadt ist ganz toll.“

Auch Alexa, die mit Mama und Oma gekommen ist, ist begeistert: „Ich find’s cool zum Spielen. Da ist ja ein Bagger. Mein Papa fährt auch Bagger und hier kann ich wie mein Papa sein.“

Video: FR. Felix Kribus

Transkript: Sonja Bossert

Svenja hat das Angebot in der Künzelsauer Innenstadt erst entdeckt. Foto: GSCHWÄTZ

„Dann ist es für die Kinder nicht so langweilig“, findet Caro aus Forchtenberg. Foto: GSCHWÄTZ

 




„Das war finanziell sehr schwierig“

Auf den Tag genau vor zwei Wochen hat auch die Volkshochschule Künzelsau ihre Bildungspforten wieder geöffnet. Was die Pandemie Corona für Schulleitung, Lehrer und Kursbesucher verändert hat, das haben sie GSCHWÄTZ-Videoreporter Dr. Felix Kribus erzählt.

„Unser Betrieb wurde unterbrochen ab 16. 3.“, erzählt VHS-Leiterin Sonja Naegelin. „Das hieß, alle Kurse, die am Laufen waren, mussten sofort unterbrochen werden und keine Buchungen waren mehr möglich.“ Bevor der Betrieb wieder starten konnte, wurden alle VHS-Räumlichkeiten vermessen, um den Mindest-Abstand von 1,5 Metern einhalten zu können. „Die Kurse, die eine höhere Teilnehmerzahl haben, müssen tatsächlich beendet werden“, so Naegelin weiter. Manche der Teilnehmer hätten aber auch angegeben, dass sie zur Risikogruppe gehören und deshalb nicht weitermachen möchten.

„Wir haben auch Angst wie alle Leute“

„Wir mussten eine Maske tragen und mit Abstand stehen“, erzählt Deutsch-Studentin Panagiota von den Anfängen nach Corona. „Wir haben auch ein bisschen Angst wie alle Leute.“ Während der Pandemie nahmen sie und ihre Komilitonen an einem Online-Kurs teil und lernten von zuhause aus Deutsch. Deutsch-Lehrerin Irina Seber war positiv überrascht, „wie gut unsere Teilnehmer sind“. Den Grund sieht sie darin, dass „alle an dem Online-Tutorium teilgenommen haben“. Deutsch-Student Islam erzählt von anfänglicher Unsicherheit bei den Studenten: „Wir wussten nicht, wie wir das machen können in der Klasse“. Aber dann hätte die VHS eine E-Mail geschickt, in der ganz klar stand, was sie machen sollten und welche Regeln einzuhalten sind.  „Das hat gut funktioniert.“

„Ein Tropfen auf dem heißen Stein.“

Die Dozenten der VHS sind auf Honorarbasis angestellt, für die stellt die Corona-Pandemie ein großes Risiko dar. „Das hat mich ziemlich hart getroffen, da ich Alleinverdienerin bin und eine studierende Tochter habe“, sagt denn auch Irina Seber. Zwei Monate ohne Arbeit seien finanziell sehr schwierig gewesen. „Es ist immer noch schwierig.“ Für drei Monate habe sie Soforthilfe bekommen – „ein Tropfen auf dem heißen Stein“.

„Wir tun alles, um den Kursbetrieb wieder in Gang zu bringen.“

„Wir tun natürlich alles, um den Kursbetrieb so wieder in Gang zu bringen, sodass die Dozenten wieder tätig sein können“, sagt VHS-Leiterin Naegelin. In den vergangenen Jahren hätte die VHS einen Überschuss aufgrund der Integrations- und Berufssprachkurse verzeichnet. „Ab 2015 hatten wir sehr gute Jahre, da haben wir auch eine kleine Rücklage bilden können.“ Zum jetzigen Zeitpunkt könne sie aber nicht sagen, wie lange die noch reicht, weil die Situation noch nicht ausgestanden sei. Außerdem seien einige Kurse noch in der Schwebe, bei denen noch nicht klar sei, ob sie beendet oder weitergeführt werden.

VHS-Leiterin Sonja Naegelin tut alles, damit die Dozenten wieder unterrichten können. Foto: GSCHWÄTZ

Für Deutsch-Lehrerin Irina Seber war die Zeit der VHS-Schließung eine harte Zeit. Foto: GSCHWÄTZ




„Außerhalb von Öhringen ist es gerade sehr dunkel“

Die FDP Hohenlohe hat zur Nominierungsveranstaltung des Wahlkreiskandidaten nach Pfedelbach-Windischenbach eingeladen und einige Dutzend potenzielle Wähler sind ihr gefolgt. Die Kreisvorstände der Kreisverbände Schwäbisch Hall und Hohenlohe haben sich jeweils einstimmig für die Nominierung des Jagsttälers Valentin Christian Abel ausgesprochen. „Valentin Abel ist ein junger, dynamischer Mensch, der sich hier sehr stark engagiert“, sagte der Hohenloher Kreisvorsitzende Michael Schenk gegenüber GSCHWÄTZ.

Befürworter der Energiewende

Abel hatte bereits 2017 für den Bundestag kandidiert. 2021 will es der Landesvorsitzende der Jungen Liberalen Baden-Württemberg nochmals wissen und den Sprung von der Lokalpolitik in die Bundespolitik schaffen.“Wenn Sie frischen Wind nach Hohenlohe bringen wollen, dann bin ich Ihr Kandidat“, zeigte sich Abel im Gespräch mit GSCHWÄTZ-Videoreporter Dr. Felix Kribus überzeugt. Er halte die Energiewende für „eine gute Idee, die aber erstaunlich schlecht umgesetzt wird“. Ein Grund dafür sei, dass „man sich viel zu lange über die Erzeugung unterhalten hat“.

Mehr Ärzte für das Ländle

Für Hohenlohe will er den öffentlichen Nahverkehr attraktiver machen, denn „außerhalb von Öhringen ist es da gerade sehr dunkel“. Im Bereich der Gesundheitspolitik setzt Abel auf Ehrlichkeit und plädiert für eine starke medizinische Versorgung vor Ort. Wege und Zeit sollen kürzer werden. Er möchte sicher stellen, dass die Versorgung mit Landärzten besser wird und stellt grundsätzlich die Budgetierung im Gesundheitswesen in Frage.

Die Bundestagswahlen sind 2021.

FDP-Bundestagskandidat Valentin Christian Abel will frischen Wind nach Berlin bringen. Foto: GSCHWÄTZ

 

 




„Mein Mann hat eine schwere Kindheit gehabt“

Das Bürgerbudget für Bürgerprojekte in und um Künzelsau kann nun doch in die zweite Runde gehen. Ermöglicht hat das die Albert Berner-Stiftung, die das Bürgerbudget im Rahmen ihres 25. Jubiläumsjahrs als neues Leuchtturmprojekt ausgelobt hat und die Fördersumme in Höhe von 50.000 Euro übernimmt. Aufgrund der Corona-Pandemie und einer Haushaltssperre der Stadt lag die aktuelle Ausschreibung für das Bürgerbudget auf Eis.

GSCHWÄTZ-Videoreporter Dr. Felix Kribus war bei der feierlichen Scheckübergabe im Rathaus mit dabei.

„Das ist ein sehr, sehr glücklicher Tag“

„Es gibt ganz viele Leute, die Ideen haben und mit anpacken wollen, aber denen noch etwas fehlt zum Glück“, so Bürgermeister Neumann. „Dieses Etwas ist der Teil, den das Bürgerbudget beitragen kann.“ Die Grundidee des Bürgerbudgets sei, die Leute, die eine Idee haben, anzuregen, zu schauen, dass diese umsetzbar ist, und sich dann Partner zu suchen. „Insofern ist das ein sehr, sehr glücklicher Tag heute.“

„Mein Mann ist ein echter Hohenloher“

„Es ist der Wunsch meines Mannes, der ein echter Hohenloher ist, der hier aufgewachsen ist unter schwierigen Verhältnissen – er hat eine sehr schwere Kindheit gehabt – und hat dann doch den Schwung bekommen, dass er sich selbstständig gemacht hat. Er ist der Bevölkerung und dem Land hier sehr dankbar, dass er die Möglichkeit gehabt hat und deswegen wollte er etwas zurückgeben“, sagte Ursula Berner, Stiftungsratsvorsitzende der Albert-Berner-Stiftung und Ehrenbürgerin von Künzelsau zur Motivation von Albert Berner. „Und dieses Zurückgeben sieht er speziell im Hohenlohekreis, weil wir entdeckt haben, dass es viele kleine Felder gibt, die nicht so in den Vordergrund rücken, aber die eigentlich auch bedient sein müssen.“

Projektideen können bis Mittwoch, 26. August 2020, eingereicht werden

In einem ersten Schritt können bis Mittwoch, den 26. August 2020, Projektideen bei der Stadtverwaltung eingereicht werden, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau. Wichtig ist, dass die Projekte der breiten Öffentlichkeit dienen und durch sie ein Mehrwert für Künzelsau und die Künzelsauer Bevölkerung geschaffen wird. Anfang September wird über die Zulassung der Projekte entschieden und der Öffentlichkeit zur Abstimmung in Form eines Online-Votings bekannt gegeben. Anschließend kann die Künzelsauer Bevölkerung bis Ende September abstimmen, welche Projekte mit den Mitteln aus dem Bürgerbudget gefördert werden sollen. Nach der Online-Abstimmung steht voraussichtlich Ende September die endgültige Entscheidung.

Projekte für die Allgemeinheit

Vorschlagsberechtigt sind alle Künzelsauer Vereine, Organisationen, Kirchen und Privatpersonen sowie städtische Einrichtungen. Folgende Kriterien müssen erfüllt sein: Das Projekt muss der Allgemeinheit dienen, gemeinnützige Zwecke nach §52 AO erfüllen und in Eigenregie umsetzbar sein. Eine Förderung ist möglich für Projekte aus den Bereichen Soziales, Bildung, Kultur und Sport. Es wird eine angemessene Eigenleistung der Antragsteller erwartet. Die Finanzierung muss mit dem Beitrag durch das Bürgerbudget gesichert sein.

Video-Sprechstunde mit Bürgermeister Neumann

Bei Bewerbungen zum Künzelsauer Bürgerbudget tauchen immer wieder Fragen auf: Welche Projekte sind zugelassen? Was muss ich bei der Finanzierung beachten? Wie kann ich mich bewerben? Um alle offenen Fragen zu klären und Projektideen gemeinsam zu besprechen, gibt es am Montag, den 06. Juli, den 20. und 27. Juli 2020, jeweils zwischen 11 und 12 Uhr die Möglichkeit für eine Video-Sprechstunde mit Bürgermeister Stefan Neumann. Eine vorherige Anmeldung über buergerbudget@kuenzelsau.de ist erforderlich. Weitere Informationen und Dokumente rund um das Künzelsauer Bürgerbudget sowie das Antragsformular gibt es auf http://www.kuenzelsau.de/buergerbudget. Ansprechpartner bei der Stadtverwaltung Künzelsau ist Rafaela van Dorp, erreichbar unter Telefon 07940/129 102 oder per E-Mail rafaela.vandorp@kuenzelsau.de. Ansprechpartner bei der Albert Berner-Stiftung ist Renate Wolpert, erreichbar unter Telefon 07940/121 701 oder per E-Mail renate.wolpert@berner-group.com.

Quellen: GSCHWÄTZ vor Ort/Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau




Künzelsau hat wieder eine Sommeradresse

Künzelsau hat wieder eine Sommeradresse: das Kocherfreibad. Das Naturschwimmbecken ist fertig. Am Freitag, 26 Juni 2020, öffnete das neugestaltete Kocherfreibad und der Campingplatz hinter den Wertwiesen – ein Jahr nach dem ersten Spatenstichbeiwolkenlosem Himmel – und trotz Corona(auflagen).

Rund 1 Million Euro hat die Stadtverwaltung Künzelsau in den Umbau des Kocherfreibades gesteckt. Nun gibt es eine neue Badebucht mit gefiltertem Flusswasser. GSCHWÄTZ-Reporter Dr. Felix Kribus hat sich am Tag der Wiedereröffnung am Freitag, den 26. Juni 2020, umgeschaut und Besucher wie auch Bürgermeister Stefan Neumann gefragt, ob das Kocherfreibad den Praxistest bestanden hat.

Für Euch vor Ort | GSCHWÄTZ – Das Magazin | Wir lieben unser Ländle | www.gschwaetz.de

Stefan Neumann ist zufrieden mit dem neuen gefilterten Naturfreibad. Foto: GSCHWÄTZ

Die Besucher freut es, dass das Kocherfreibad wieder geöffnet hat. Foto: GSCHWÄTZ

Schöne neue Badebucht mit gefiltertem Kocherwasser. Foto: GSCHWÄTZ

 

Rund 1 Million hat der Umbau die Stadt gekostet. Foto: GSCHWÄTZ

 




„So sauber wie in einer Zahnarztpraxis“

Hoher Besuch am Freitag, den 19. Juni 2020, in Hohenlohe. Ministerpräsident Winfried Kretschmann machte dem Hohenlohekreis seine Aufwartung. Nach einem Besuch in Kupferzell, wo es unter anderem um die Studie des Robert Koch-Instituts zur Corona-Verbreitung ging, und anschließendem Abstecher ins Waldenburger Albert-Schweitzer-Kinderdorf, endete die Stippvisite bei Kontrollsystemhersteller Bürkert in Ingelfingen-Criesbach. GSCHWÄTZ-Videoreporter Dr. Felix Kribus hielt den Besuch des Landesvaters fest.
In Criesbach begrüßte Professor Andreas Bürkert die Gäste und betonte, dass man heute gerne zeigen wolle, „wie Bürkert der Corona-Pandemie begegnet ist und wie es uns dabei gelang, in einem organisatorisch deutlich veränderten Rund-um-die-Uhr-Betrieb die zuverlässige Produktion und zeitgerechte Lieferung des zentralen Innenlebens von vielen zehntausend Beatmungsgeräten für deutsche, türkische, englische, chinesische, brasilianische und US-amerikanische Kunden zu verdreifachen ohne unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch Covid-19 zu gefährden.“
Bürkert-Geschäftsführer Heribert Rohrbeck stellte die Arbeit des Unternehmens vor. Er dankte besonders den Mitarbeitern für diese „sehr große Leistung“ während der Corona-Krise, als der Ausstoß bei Bürkert „zumindest vervierfacht“ wurde. Im späteren Gespräch mit GSCHWÄTZ betonte Rohrbeck: „Wir hatten durchaus Anfragen, dass Länder versucht haben, komplette Montage- oder Produktionslose für sich zu reservieren. Dem haben wir immer vehement widersprochen, weil wir gesagt haben, wir wollen hier keinen Verteilungskampf sondern verteilen so gerecht, dass jeder entsprechende Produktionsleistung seiner Endgeräte vornehmen kann“.
Ministerpräsident Kretschmann war mit seinem Besuch in Hohenlohe einer Einladung von Landrat Dr. Matthias Neth gefolgt, auch mit Blick auf den arg gebeutelten Hohenlohekreis mit seiner hohen Zahl an Corona-Infizierten. Zusammen mit anderen Politikern konnte der Ministerpräsident beim Firmenrundgang die Herstellung von Komponenten für die Beatmungsgeräte beobachten. Dabei durfte allerdings nicht gefilmt werden.
Stattdessen unterhielt sich GSCHWÄTZ-Videoreporter Kribus mit dem Landtagsabgeordneten Arnulf Freiherr von Eyb, der sich beeindruckt zeigte, „dass es in den Produktionsräumen so sauber ist wie in einer Zahnarztpraxis. Ganz anders als früher“. Er war überzeugt, dass „der Ministerpräsident tatsächlich interessiert war an den Dingen, die ihm hier präsentiert wurden“.
 



Kretschmann: „Beeindruckend, wie der Hohenlohekreis mit der Coronakrise umgegangen ist“

Am Freitag, den 19. Juni 2020, kam Ministerpräsident Winfried Kretschmann (72) auf Einladung von Landrat Dr. Matthias Neth in den Hohenlohekreis. Nach einem Besuch in Kupferzell, wo es unter anderem um die Studie des Robert-Koch-Instituts zur Corona-Verbreitung ging, und anschließendem Abstecher ins Waldenburger Albert-Schweitzer-Kinderdorf, endete die Stippvisite bei Kontrollsystemhersteller Bürkert in Ingelfingen-Criesbach. Hier sprach GSCHWÄTZ-Videoreporter Dr. Felix Kribus mit dem Landesvater über dessen Eindrücke und die Frage, ob Kretschmann bei der nächsten Landtagswahl 2021 nochmal antreten wird.

„Wie sie angepackt haben, um auch zur Lösung der Krise beizutragen“

Kretschmann zeigte sich sehr beeindruckt: „Der Kreis war ja sehr betroffen von der Corona-Epidemie und hat sich da sehr bewährt in dieser Krise.“ Besonders, dass „die Menschen, Institutionen und Unternehmen, die leiden, jetzt nicht nur gefragt haben, wie komme ich durch die Krise irgendwie durch, sondern wie sie angepackt haben, um auch zur Lösung der Krise beizutragen“. Das trage auch zu einer Vorbildfunktion des Hohenlohekreises für andere Landkreise bei. Insofern gehe er mit sehr guten Eindrücken aus dem Hohenlohekreis.

Ganz klar kam abschließend die Antwort auf die Frage, ob Kretschmann 2021 zur nächsten Landtagswahl antritt: „Ich trete nochmal an“, sprach’s und stieg in sein Auto um nach Stuttgart zurückzukehren.

Video: Dr. Felix Kribus




„Ich habe das Geld nicht beantragt, weil ich Angst davor habe, dass ich es irgendwann zurückzahlen muss“

Die Wiedereröffnung der Geschäfte nach der coronabedingten Schließung ist nun ein paar Tage her. Welche Erfahrungen haben Künzelsauer Ladeninhaber gemacht? Dieser Frage ist unser Videoreporter Dr. Felix Kribus nachgegangen:

„Wir waren alle ganz aufgeregt, waren froh, dass wir endlich wieder aufmachen können, aber die Auflagen waren sehr heftig. Man musste viele Vorbereitungen treffen, wusste nicht mal, ob man das in unserem kleinen Laden hier umsetzen kann. Wir haben das aber, denke ich, ganz gut hingekriegt“ erinnert sich Christiane Bürkert von der Kreativwerkstatt am Schloss in Künzelsau.

„Auflagen waren heftig“

Ähnlich ungewohnt waren die neuen Vorschriften für Nikolaus Kechlibaris, Inhaber des Friseursalons Nikos Friseure am unteren Markt in Künzelsau:  „Tatsächlich hat man sich gefühlt wie am ersten Tag, wenn man irgendwo in einem Salon oder in irgendeinem Betrieb anfängt zu arbeiten. Man ist aufgeregt, man ist gespannt und hat ein unsicheres Gefühl am Anfang.“ Auch für die Kunden ist die Situation ungewohnt, weiß er zu berichten: „Tatsächlich sind die Kunden vorsichtig, sie halten sich an die Maßnahmen. Ich würde eher behaupten, dass viele unsicher sind, was sie machen dürfen und was sie nicht machen dürfen. Ständig werde ich gefragt, ob das erlaubt ist: Ob es erlaubt ist, auf die Toilette zu gehen, ob man nach draußen gehen darf. Und das ist natürlich eine Sache, die verunsichert die Kunden.“ 

„Die Leute wussten nicht, wie sie sich verhalten sollten“

Diese Verunsicherung hat auch Christiane Bürkert gespürt: „In der ersten Zeit, die ersten zwei Wochen nach dem ‘juhu, endlich wieder aufmachen‘, war es eigentlich ganz schwierig, es war fast niemand da. Die Leute wussten nicht, wie sie sich verhalten sollen. Es kann dann auch die Maskenpflicht, ich glaube, das hat ganz viele abgeschreckt.“

Corona-Soforthilfe: „Innerhalb von einer Woche war das Geld auf meinem Konto“

Ganz unterschiedlicher Ansicht sind die beiden Geschäftsinhaber beim Thema Corona-Soforthilfen. Nikolaos Kechlibaris hat die Soforthilfen beantragt und ohne Probleme bekommen: „Innerhalb einer Woche war das Geld auf dem Konto.“ Zwar würden diese Hilfen bei weitem nicht alle laufenden Kosten decken, aber: „Nichtsdestotrotz sind wir dankbar, dass es überhaupt eine Soforthilfe gibt. Da sollte man einfach nicht undankbar sein.“

„Nicht beantragt aus Angst, dass ich es irgendwann wieder zurückzahlen muss“

„Bis jetzt habe ich noch nie etwas geschenkt bekommen. Deshalb bin ich da sehr mißtrauisch.“ sagt Christiane Bürkert. Sie hat daher die Soforthilfen nicht beantragt: „Ich habe das nicht beantragt, weil ich davor Angst habe, dass ich es irgendwann am Jahresende wieder zurückzahlen muss. Ich glaube, dass sich das am Jahresende die Steuer wieder holt – dann muss ich das die Zeit über reinschaffen und muss dann schauen, wie ich zurückzahlen kann.“

Trotz der Soforthilfen ist Kechlibaris davon überzeugt, dass ihn die Coronakrise noch eine Weile belasten wird: „Da wir auch eingeschränkt sind beziehungsweise nicht so viele Kunden bedienen können, wie wir vorher bedient hatten, werden wir das auf jeden Fall noch länger merken.“

„Ich würde mir wünschen, dass ich die Maske nicht mehr aufsetzen muss“

In ihren Wünschen für den Sommer sind sich die beiden wieder einig. Beide wünschen sich, dass sie einfach nur ihre Kunden in der gewohnten Art zufriedenstellen können: „Ich wünsche mir ganz viel Freiheit, dass ich die Maske nicht mehr aufsetzen muss, dass ich einfach meine Workshops wieder beginnen kann, Ausstellungen machen kann. Dass es einfach noch mehr gelockert wird und dass die Leute wieder Freude daran haben, zu mir zu kommen und Workshops zu machen, Ausstellungen, Flohmarkt und so weiter“, sehnt sich Christiane Bürkert und Nikolaos Kechlibaris möchte, „dass wir mehr Kunden bedienen können und auch dementsprechend schönere Frisuren machen können. Einfach ein Stück weit Normalität, das wünsche ich mir für den Sommer.“

Video: Dr. Felix Kribus

Text dazu transkribiert: Matthias Lauterer

Christiane Bürkert hat die Coronasoforthilfe des Landes nicht in Anspruch genommen. Foto: GSCHWÄTZ

Christiane Bürkert in ihrer Kreativwerkstatt am Schloss in Künzelsau. Foto: GSCHWÄTZ

Nikolaus Kechlibaris, Inhaber des Friseursalons „Nikos Friseure“ am Unteren Markt in Künzelsau. Foto: GSCHWÄTZ




„Sehr belastend“

Die Musikgruppe Keep alive hat am Donnerstag, den 21. Mai 2020, für Pfleger und Bewohner des Eduard-Knoll-Wohnzentrums für Körperbehinderte in Krautheim ein Corona-Straßenkonzert gegeben. Bei Kaiserwetter gab es international bekannte Oldies, aber auch aktuelle deutsche Lieder zu hören. Wie gut das bei den Bewohnern angekommen ist und wie die Coronaschutzmaßnahmen deren Leben und den Berufsalltag der Pfleger verändert hat, dazu hat GSCHWÄTZ-Videoreporter Dr. Felix Kribus sie unter anderem befragt.

GSCHWÄTZ: „Wie hat Ihnen das Konzert von Keep alive gefallen?“

Jutta aus Krautheim: „Supergeil. Das war Abwechslung, schön, entspannend. Einfach eine andere Alternative für das tägliche Leben hier. Ich denke, da werde ich noch ne Weile dran zu knabbern haben und auch immer wieder ins Gedächtnis rufen. Mit sich tragen und in sich wirken lassen. Ruhe und entspannend. Einfach, wenn man schlechte Laune hat, an den glücklichen Moment wieder zurückdenken.“

GSCHWÄTZ: „Wie gefällt Ihnen die Musik von Keep alive?“

Carmen aus Krautheim: „Gut. Gemischt, Deutsch, Englisch finde ich sehr gut.“

GSCHWÄTZ: „Wie weit fühlen Sie sich eingeschränkt durch die Schutzmaßnahmen gegen Corona?“

Carmen: „Also bei mir geht`s. Ich bin ja hier mit meinen Freunden zusammen und mit der Familie kann ich telefonieren. Wir können ja auch noch in den Hof raus. Für mich wäre es schlimmer, wenn wir jetzt nur auf dem Zimmer sitzen würden und niemanden sehen könnten.“

GSCHWÄTZ: „Wir sehr haben damals die sehr eingeschränkten Sicherheitsmaßnahmen gegen Corona ihr persönliches Leben beeinflusst?“

Jutta: „Man durfte nicht mehr raus, man durfte nicht gerade einkaufen gehen. Wenn ich selbst unterwegs sein kann, mache ich das. Jetzt haben wir Gottseidank unsere Tagesstrukturierung und die hilft uns Bewohnern, unsere Einkäufe zu erledigen. Wir müssen hier halt das Beste daraus machen.“

Carmen: „Ich hab`s eigentlich recht locker genommen. Mich hat das nicht so betroffen.“

GSCHWÄTZ: „Sie sind zuversichtlich?“

Carmen: „Ja. Auf alle Fälle.“

GSCHWÄTZ: „Wie haben die Corona-Maßnahmen Ihr Leben als Pfleger verändert?“

Tobias, Pfleger, Eberstal: „Das hat sich so ausgewirkt, dass ich meine sozialen Kontakte auf ein Minimum reduzieren musste, um die Bewohner hier vor Covid-19 zu schützen. Natürlich auch die psychische Situation der Bewohner durch die Ausgangsbeschränkungen hat sich nicht gerade erleichtert sondern eher verschlechtert. Dadurch wird auch die Arbeit hier anspruchsvoller. Man wird als Pfleger schon mehr belastet.“

GSCHWÄTZ: „Wie fühlt man sich, wenn man mit den Leuten doch relativ auf Distanz zu tun hat oder arbeiten muss? Wie ist das für Sie?“

Tobias: „Die intensive Betreuung, die die Langzeitbewohner auch benötigen, die fällt dadurch total unter den Tisch. Und das ist auch für mich als jemand, der den Beruf von Herzen macht, natürlich schon arg belastend, dass man sich in gewissen Situationen nicht so verhalten kann, wie man gerne würde. Schon schade gerade aber um die Bewohner zu schützen, muss man das halt noch eine gewisse Zeit durchziehen.“

GSCHWÄTZ: „Wie nehmen das die Bewohner hier auf?

Tobias: „Sie haben Verständnis dafür, dass gerade die Schutzmaßnahmen und die Vorgaben so sind, wie sie sind. Und sie hoffen im Prinzip auch einfach, dass es schnellstmöglich wieder gelockert wird, dass sie langsam wieder ihrem geregelten Alltag nachgehen können.“

GSCHWÄTZ: „Das wie vielte Mal spielt ihr hier und wie seid ihr mit den Reaktionen eurer Zuschauer und des Publikums zufrieden?“

Sebastian von Keep alive: „Wir sind jetzt das zweite Mal hier gewesen. Wir haben die letzte Weihnachtsfeier hier gespielt. Und die Reaktionen sind megageil. Wahrscheinlich eins der besten Publikum, die wir gehabt haben oder die wir haben.“

GSCHWÄTZ: Ihr kommt dann auch das dritte Mal?“

Sebastian: „Wir hoffen doch. Wir haben gerade schon ein paar Stimmen gehört. Also wahrscheinlich sind wir noch das eine oder andere Mal hier.“

GSCHWÄTZ: „Ihr wart heute Zuschauer beim Konzert. Wie haben euch die Schutzmaßnahmen vor Corona in eurem Leben eigentlich beeinflusst?“

Hanna aus Krautheim: „Zum einen, die ganzen Festle fallen aus. Die ganzen Dorffeste, die jetzt angefangen hätten um diese Zeit, und auch die Festivals fallen aus. Wir sind beide Festivalgänger und gehen gerne mal feiern. Einfach ein bisschen unter die Leute und gehen gerne Tanzen. Das können wir jetzt gerade nur für uns oder halt mit Abstand Zuhause.“

GSCHWÄTZ: „Welche Alternativen gibt es für euch als Partyfrauen?“

Maria aus Diebach: „Für uns ist das hier eine Alternative, deshalb sind wir auch hierhergekommen. Weil es einfach schön ist, mal wieder Live-Musik zu hören. Natürlich und selbstverständlich mit ganz viel Abstand.“

GSCHWÄTZ: „Wie gut tut euch so ein Konzert hier im Freien?“

Hanna: „Da kommen schon Glücksgefühle hoch. Glücksmomente, weil wir beide ohne Musik überhaupt nicht können. Bei uns ist immer Musik dabei. Und deswegen ist das eine sehr gute Alternative für uns.“

GSCHWÄTZ: „Und ihr wart mit der Musikauswahl von Keep alive zufrieden?“

Beide: „Ja sehr. Wir mögen Rock und Pop.“

GSCHWÄTZ: „Wie zufrieden seid ihr generell mit den Schutzmaßnahmen oder Vorsichtsmaßnahmen, die die Regierung uns jetzt verordnet hat?“

Maria: „Ich finde, es ist wichtig, dass man da auch vorsichtig ist. Gerade auch für die Schwächeren in unserer Gesellschaft. Und deswegen finde ich es auf jeden Fall auch in Ordnung, auch das mit den Masken.“

Hanna: „Und ich würde sagen, wir haben uns da sehr gut angepasst und können damit gut leben und machen da einfach das Beste für uns draus.“

Corona: Für Pfleger und Bewohner keine einfache Situation, aber die Musik lenkte jeden von den aktuellen Gegebenheiten ab. Foto: GSCHWÄTZ

Corona: Für Pfleger und Bewohner keine einfache Situation. Foto: GSCHWÄTZ

Keep alive gab am Donnerstag, den 21. Mai 2020, ein Coronakonzert beim Eduard-Knoll-Wohnzentrum in Krautheim. Foto: GSCHWÄTZ