Oberginsbach gewinnt Goldmedaille
Oberginsbach – Am heutigen Freitag, den 15. Juni 2018, besuchte eine 13 Personen starke Landeskommission des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft im Rahmen des Wettbewerbes „Unser Dorf hat Zukunft“ um 8 Uhr das Dörfchen Oberginsbach. Um 14 Uhr hat die Kommission entschieden und Oberginsbach erhält die Goldmedaille.
In dem Wettbewerb geht es darum, dass die Dorfbewohner zeigen, welche Themen sie vor Ort bewegen und was die Entwicklung und das Zusammenleben in ihrem Dorf auszeichnet.
Führend in Baden-Württemberg
Oberginsbach, des 300 Einwohner kleine Dorf, hat es vom Bezirksentscheid 2017, mit 28 konkurrierenden Gemeinden, bis zum Landesentscheid in diesem Jahr geschafft und ist somit unter die besten neun Ortschaften in Baden-Württemberg gewählt worden. Vier davon haben nun eine Goldmedaille erhalten.
Von 28 teilnehmenden Ortschaften unter die besten neun geschafft
Die acht Konkurrenten von Oberginsbach waren Gaggenau-Sulzbach, Forbach-Langenbrand, Renchen-Ulm, Fröhnd, Radolfzell-Möggingen, Hechingen-Bechtoldsweiler, Ehingen-Dächingen und Dürnau.
Kurzinterview mit Martin Schmitt darüber, welche Handstände Oberginsbach machen musste, um an dem Wettbewerb teilzunehmen:
„Früher gab es den Dorf-Depp, heute eine Dorf-App“
Die Kommission wurde von den Oberginsbachern um 8 Uhr am Roten Platz direkt an der Kirche empfangen. Nach einer kurzen Begrüßung gab es einen Rundgang durch Oberginsbach. Martin Schmidt, Ortsvorsteher, betonte, dass alle Renovierungen und Restaurationen im Dorf größtenteils von den Vereinen finanziert werde. Der Oberginsbacher Marco Wolpert: „Wir haben nicht nur eine Facebook-Seite, sondern auch eine Dorf-App. Früher gab es den Dorf-Depp, heute ist es die Dorf-App. Wir möchten diese Dorf-App so umbauen, dass man sich auf dem Mitfahrbänkle ankündigen kann und das Mitfahren besser geplant werden kann.“ Dr. Konrad Rühl, Leiter der Kommission, erklärt: „Mit in die Bewertungen fließt die Wirtschaft, Soziales und Kulturelles, die Baugestaltung sowie die Grüngestaltung.“
Der Rundgang durch Oberginsbach startet mit der Besichtigung des Bürgerhauses, des Kulturkellers und der Kirche. „Es wird eine schwere Entscheidung“, betont Ingrid Bisinger, Kommissionsmitglied.
Die Feuerwehr stellt sich vor
Die Feuerwehr Oberginsbach stellt sich vor:
Da die Oberginsbacher der Kommission viel zeigen wollen, aber zeitlich begrenzt sind, wartet ein Traktor mit Anhänger auf alle. Das Neubaugebiet, die Aussiedlerhöfe, die Flüchtlingsunterkunft und der Spielplatz sowie der See werden abgefahren und vorgestellt. Die Frauengruppe aus Oberginsbach wartet schon mit Getränken, selbst gemachten Pralinen und Broten auf die Kommission.

Die Kommission bekam eine Rundfahrt durch Oberginsbach.
Foto: GSCHWÄTZ
Nur zweieinhalb Stunden Zeit, um die Kommission zu überzeugen
„Die Kommission ist nur zweieinhalb Stunden da und wir sind deshalb unter Zeitdruck, weil wir ihnen so viel wie möglich von Oberginsbach zeigen möchten“, erklärt Marco Wolpert, während die Beteiligten auf die noch fehlenden Mitglieder der Kommission warten, die sich länger als geplant bei der Frauengruppe aufhalten. Dr. Konrad Rühl schmunzelt und sagt: „Die Kommission hört nicht. Aber die Frauengruppe hat sich so viel Mühe gegeben, da will ich ihnen die Zeit geben, um das Gespräch zu nutzen.“
Ortsvorsteher Martin Schmitt richtet ein paar Worte an den Leiter der Kommission:
Wieder beim Roten Platz angekommen endet der Rundgang. In der Zwischenzeit haben die Oberginsbacher den Roten Platz zu einem kleinen Festplatz umfunktioniert und die Sangesfreunde Oberginsbach empfangen die Kommission mit dem Oberginsbachlied. „Man weiß nie genau, was bewertet wird und natürlich ist man nervös und hofft. Aber es hat alles super geklappt“, so Oberginsbacher Norman Wolpert erleichtert.
Die Oberginsbacher nutzen dieses Event, um ihren neu gestalteten Roten Platz vor der Kirche einzuweihen. Landrat Dr. Matthias Neth ist auch anwesend und erklärt: „Das es Oberginsbach in diesem Wettbewerb soweit geschafft hat, überrascht mich nicht. Die Oberginsbacher haben einen außergewöhnlichen Zusammenhalt von Jung und Alt und auch das sieht die Kommission.“

Landrat Dr. Matthias Neth und AfD-Abgeordneter Anton Baron in Oberginsbach.
Foto: GSCHWÄTZ
Video der Weihung des Roten Platzes in Oberginsbach:


