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Ingelfingen: Eingebildeter Kranker schlawinert sich durch

Die Premiere des Theaterstücks „Suche Mann für bessere Hälfte“ der neu gegründeten Theatergruppe Die Ooniche unter der Regie von Renate Kilb war ein voller Erfolg. Vor ausverkauftem Publikum spielten sie am Freitag, den 17.  August 2018, erstmals in der Weinbergscheune Gaufer in Ingelfingen.

Eber Schorsch ist sterbenskrank

Bei lauen Sommernachtstemperaturen spielten sich die ganz unterschiedlichen Charaktere durch eine bunte Verwechslungskomödie „Suche Mann für bessere Hälfte“ von Beate Irmisch in drei Akten, in deren Mittelpunkt Bauer Max (konstant schwer krank gespielt von Thomas Müller) steht, der denkt, tödlich erkrankt zu sein. Dabei ist es nur sein kranker Zuchteber Schorsch gewesen, von dem die Gemeindeschwester Agate (schön streng gespielt von Emilia Kilb) gesprochen hat. Betutelt nach bester Oma-Manier wird er dabei von der herzallerliebsten Irmine, die aber auch brüllen kann wie ein Löwe, wagt sich jemand zu nah an ihren Max heran (Renate Kilb scheint diese Rolle auf den Leib geschneidert zu sein). Währenddessen sind Max‘ Vater Franz (überzeugend genervt gespielt von Paul Kruck) und die Magd Bruni (sensationell einfältig vorgetragen von Ursula Karle…und diese Frisur) etwas skeptischer, was Max‘ Krankheit betrifft.

Kurz bevor der Pfarrer (gespielt von Armin Böger) ihm die letzte Weihe gibt und der hinterhältige Viehhändler Anton Hühnervogel (bei den Auftritten von Andreas Pletl bleibt kein Auge trocken) den Hof übernimmt, lenkt Gattin Rosa, gespielt von Anna-Lena Müller (zu schön, um wahr zu sein) ihren Mann wieder in gesundes Fahrwasser. Wie? Ganz einfach: Sie umgarnt Anton. Das schmeckt Max gar nicht.

Absolut individuelle Charaktere

Der Name war Programm. Bei den Oonichen („Die, die sich einig sind“) merkte man, dass die Chemie im Team stimmte. Regisseurin Kilb hat es zudem geschafft, dass jeder einen absolut individuellen Charakter auf der Bühne repräsentierte.

Nächste Termine

Freitag, den 14. September und Samstag, den 15. September 2018

19.30 Uhr in der Mehrweckhalle in Buchenbach

Karten für acht Euro gibt’s bei der Raiffeisenbach Buchenbach, Telefon 07938-289

und Foto Linke in Künzelsau, Telefon 07940-3533, freie Sitzplatzwahl

 

 

 




Heißer Wettkampf der Kinder- und Jugendfeuerwehren in Neuenstein

Die Kinder- und Jugendfeuerwehren des Hohenlohekreises stellten sich am 15. Juli 2018  in diversen Wettkämpfen den Herausforderungen, die dieser heiße Beruf mit sich bringt. Austragungsort: Kelter Eschelbach/Neuenstein.

Mit verbundenen Augen einen Löschschlauch zusammenbauen

Die Kinder und Jugendlichen mussten sich in unterschiedlichsten Disziplinen beweisen, etwa im Wasserbombenwerfen, im Wasserstrahlzielschießen, im Wasserschlauchwettrennen und im Löschschlauch zusammenbauen (mit verbundenen Augen!). Tobias Bechle, Kreisjugendfeuerwehrwart der Jugendfeuerwehr Hohenlohekreis: „„Der Wettkampf steht ganz im Zeichen des olympischen Gedankens. Das Ziel ist, dass die Kinder heute einen tollen Tag haben und Spaß haben.“

Gar nicht so einfach: mit verbundenen Augen einen Wasserschlauch zusammenbauen. Foto: GSCHWÄTZ

Teamgeist, Zusammenhalt, technisches Verständnis, aber auch Geschicklichkeit und sich lokal auskennen werde von den Kindern und Jugendlichen gefordert – wichtige Eigenschaften für angehende Feuerwehrmänner und -frauen. Unter anderem schieben die Nachwuchsfeuerwehrler einen ihrer Kameraden möglichst unbeschadet durch den „heißen Draht“ oder puzzlen den Hohenlohekreis zusammen – was selbst für die darum stehenden Eltern schwierig sein dürfte.

Wettkampf der Kinder- und Jugendfeuerwehren des Hohenlohekreises am 15. Juli 2018 in Neuenstein. Foto: GSCHWÄTZ

Schwere Aufgabe: Wie sieht nochmal der Hohenlohekreis aus? Foto: GSCHWÄTZ

Teamwork war bei den Nachwuchsfeuerwehrlern gefragt.

Wettkampf der Kinder- und Jugendfeuerwehren des Hohenlohekreises am 15. Juli 2018 in Neuenstein. Foto: GSCHWÄTZ

„Generell haben wir viele junge Nachwuchskräfte am Start. Wir sind sehr zufrieden. Klar, es könnte immer mehr sein. Man will ja wachsen, auch für die Zukunft der Jugendfeuerwehren. Aber der Hohenlohekreis steht im Vergleich auch zu anderen Kreisen sehr gut da“, so Bechle.

Viel Nachwuchs im Hohenlohekreis, alles ehrenamtlich

„Wir haben im Hohenlohekreis keine Berufsfeuerwehr, das heißt, der Berufsstand Feuerwehr ist im Hohenlohekreis nicht möglich“, erklärt  Aber in der freiwilligen Feuerwehr gelten die gleichen Prinzipien.“

Ruhe bewahren und ohne wackeln durchschieben: der heiße Draht am lebendigen Leib

Ruhe bewahren und ohne wackeln durchschieben: der heiße Draht am lebendigen Leib

Die Feuerwehr, dein Freund und Helfer

Tatü, tata, die Feuerwehr ist da

Gemeinsam geht es leichter.

Zwei in einem: greifen mit den Füßen und eine erfrischende Kneippkur.

Wasser marsch!

Viele Gemeinden haben Kinderfeuerwehren, bei denen Kinder bereits ab sechs Jahren mitmachen können.

Gewinner der Wettbewerbe

Die Gewinner der einzelnen Wettbewerbe lauten wie folgt:

Kinderwettbewerb:

1. Bretzfeld 1

2. Kupferzell 2

3. Kupferzell 1

4. Waldenburg

5. Bretzfeld 2

6. Pfedelbach

 

 

Die besten sechs bei dem Jugendwettbewerb waren:

1. Öhringen 2

2. Schöntal 4

3. Kupferzell 1

4. Zweiflingen 1

5. Waldenburg

6. Schöntal 3

 

Alle Fotos: GSCHWÄTZ

Video: GSCHWÄTZ




Theater Morsbach zeigt, wie ein Bauernhof zur Wellnessoase wird

„An einer Premiere ist man immer ein bisschen nervös“, gibt Kurt Hofmann zu, als wir kurz vor Beginn der Premiere am 19. Januar 2018 einen Blick hinter die Kulissen des Theaters in Morsbach werfen. Die Theatergruppe des SV Morsbach ist gut gelaunt kurz vor dem Auftritt. Aber, so Hofmann, an der Premiere erfahre man, „ob das Stück dem Publikum gefällt“.

Kurt Hofmann spielt im Stück „Ein Doppelzimmer für fünf“ von Jasmin Leuthe den Pensionsleiter Paul, der gemeinsam mit seiner Frau seine in die Jahre gekommene Pension zu einer „Wellnessoase mit Bauernhofcharakter“ verwandeln möchte. Hofmann spielt dabei hinreissend knuffig ein Familienoberhaupt, das keines ist, weil seine Frau das Zepter in der Hand hält, konsequent taff gespielt von Marlies Hofacker.

Und während Wellnesstrainer „Meister Heu“ Max, sehr überzeugend gespielt von Jürgen Hofacker, mit seinen Akupunkturversuchen den Chef lahmlegt, die Chefin mittels Hypnose in Cleopatra verwandelt und sich an gemeinsamer Gymnastik mit den Kunden erfreut, erklärt der urkomische Biobauer Buschmann, gespielt  von Luca Hub, den gut gelaunten Zuschauern die Nebenwirkungen von gespritztem Gemüse und dass Hühnerkacke die beste biologische Düngung ist. In jedem Fall ist das Theater Morsbach unter der Regie von Günter Hirsch, in diesem Jahr vor allem eins: zum Tränen lachen.

// Weitere Aufführungstermine

26. & 27. Januar 2018 sowie am 02.; 03.; 09; 11.; 16.; 17. Februar 2018. Karten gibt es für neun Euro bei Tabak Brückbauer.

// Die Darsteller

Helene // Marlies Hofacker

Paul // Kurt Hofmann

Rita // Sylvia Rumm

Max // Jürgen Hofacker

Kalle Bommel // Sascha Dambach

Frau Dr. Dr. Obertal // Jana Fabova

Hilde // Marlene Grombach

Wilma // Debora Scheu

Diddi Spechtler // Uwe Maurer

Biobauer Buschmann // Luca Hub

Regie // Günter Hirsch

Souffleuse // Melanie Wierer

Maske // Renate Knoll; Margit Weidner

Technik // Emil Volpp; Michael Braun