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Öhringen: Zwei schwere Verkehrsunfälle

Nach einem Unfall, bei dem ein 86-Jähriger am Samstagabend, 10. September, in Öhringen schwerst verletzt wurde, sucht die Polizei Zeugen. Nach derzeitigem Stand der Erkenntnisse fuhr der Mann gegen 18 Uhr mit seinem elektrisch betriebenen Rollstuhl von einem Seniorenzentrum in den Kesseläckern kommend auf einem Rad- beziehungsweise Fußweg in Richtung Haller Straße. Dieser Weg führt entlang des dortigen Ströllerbaches. Aufgrund bislang unbekannten Ursachen kam er, bei leichtem Gefälle, von der Fahrbahn ab und stürzte mitsamt seinem Rollstuhl in das Bachbett, welches zum Unfallzeitpunkt kein Wasser führte. Durch die Hilferufe des Verunfallten wurde eine Person auf ihn aufmerksam und verständigte die Rettungskräfte. Der Senior wurde bei dem Unfall schwerst verletzt und mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht. Um den genauen Hergang des Unfalls zu ermitteln bittet die Polizei Zeugen des Unfalls, sich mit dem Polizeirevier Öhringen unter der Telefonnummer 07941 9300 in Verbindung zu setzen.

A6: Tödlicher Verkehrsunfall

Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich am Montagmorgen, 12. September, auf der Autobahn 6 bei Öhringen. Gegen 6 Uhr befuhr ein 62-Jähriger mit seinem VW Golf die Autobahn in Richtung Mannheim. Kurz vor der Anschlussstelle Öhringen kam der Wagen von der Fahrbahn ab, fuhr die Leitplanke hoch und überschlug sich dabei. Schlussendlich kam der Wagen auf dem Dach zum Liegen. Durch den Unfall wurde der Fahrer und der 31-jährige Beifahrer schwer verletzt. Der 57-jährige Mitfahrer auf der Rückbank war nach ersten Erkenntnissen nicht angegurtet und wurde bei dem Verkehrsunfall so schwer verletzt, dass er noch an der Unfallstelle verstarb. Der entstandene Sachschaden wird auf circa 12.000 Euro geschätzt. Während der Rettungs- und Bergungsmaßnahmen sowie der Unfallaufnahme war die Autobahn teilweise komplett gesperrt. Die Sperrung wurde gegen 10 Uhr aufgehoben.

Pressemitteilung Polizei Heilbronn




GPS-Geräte aus Traktoren gestohlen

Diebe waren zwischen Donnerstag, 08. September 2022, 20 Uhr, und Freitag, 09. September 2022, 7 Uhr, in drei Ortsteilen von Schöntal unterwegs und stahlen mehrere GPS-Geräte und Displays aus Traktoren. In Westernhausen brachen die Unbekannten in einen Landtechnikbetrieb in der Kappellenstraße ein und demontierten insgesamt drei GPS-Geräte und zwei Displays aus zwei Traktoren und einem Mähdrescher. Auch ein Traktor, der in einer Maschinenhalle im Ginsbacher Weg im Ortseil Marlach abgestellt war, musste daran glauben. Die Täter entwendeten ein GPS-Gerät und ein Display, nachdem sie diese ausgebaut hatten. In Berlichingen schlugen die Täter ebenfalls zu. Aus zwei Traktoren in der Straße „Teich“ stahlen sie zwei GPS-Anlagen und ein Display.

Der durch den Diebeszug entstandene Schaden wird auf mehrere zehntauend Euro geschätzt. Die Polizei bittet Zeugen, die im genannten Zeitraum verdächtige Personen oder Wahrnehmungen gemacht haben, sich beim Polizeiposten Krautheim unter der Telefonnummer 06294 234 zu melden.




GSCHWÄTZ sorgt für Nachwuchs

Zwei Tage Lokaljournalismus hautnah erlebten drei Nachwuchsjournalist:innen am Freitag und Samstag, 09. und 10. September 2022, in den Räumen der GSCHWÄTZ-Redaktion.

Schreiben, Fotografieren, Videos

GSCHWÄTZ-Chefredakteurin Dr.Sandra Hartmann führte den journalistischen Nachwuchs ins „richtige“ Schreiben ein: Welche Arten von Beiträgen gibt es eigentlich? Wie führe ich die Leser:innen in eine Story hinein, wie schaffe ich es, die Leser:innen bis zum Ende des Artikels mitzunehmen? Über die Unterstützung der Texte durch Bilder referierte GSCHWÄTZ-Redakteur Matthias Lauterer anhand aktueller Bild-Text-Beispiele. Und selbstverständlich standen auch Recherchemethoden auf der Tagesordnung.

Weniger spannend waren sicherlich die rechtlichen Themen: Ohne Wissen um das spezifische rechtliche Umfeld, in dem sich Journalist:innen bewegen, die berufsethischen Vorgaben sowie die rechtlichen Bedingungen für die Erstellung und Veröffentlichung von Fotos und Videos, können Journalist:innen aber nun einmal nicht arbeiten. Die Teilnehmer:innen ertrugen auch diese Themen tapfer und interessiert.

Interviews mit Gästen waren der Höhepunkt

Höhepunkte des intensiven Workshops waren sicherlich nicht die Vorträge, sondern die Interviews mit den drei Gästen, in denen das eben Gelernte sofort angewendet werden konnte. Nun haben die Teilnehmenden die Aufgabe, von diesen drei „Pressekonferenzen“ Beiträge zu schreiben. Teilweise wurde heiß diskutiert. Unsere Leser:innen dürfen daher gespannt sein auf die Artikel.

 

Nachwuchsjournalisten-Workshop am 09. September 2022. Mona Hamalla. Foto: GSCHWÄTZ

Mona Hamalla ist eine Syrerin, die mit ihrer ganzen Familie nach Deutschland geflohen war und jetzt selbst in der Flüchtlingsbetreuung arbeitet. Sie berichtete emotional über ihre eigene Flucht, ihr Ankommen in der deutschen Gesellschaft und ihre aktuelle Flüchtlingsarbeit, vor allem mit Menschen aus der Ukraine. Sie ist ganz in Grau gekleidet, wirkt auf den ersten Blick unscheinbar. Aber nur, bis sie anfängt zu erzählen: Ihre leuchtenden Augen, ihr vielsagendes Lachen und ihre Gestik nehmen ihre Zuhörer:innen gefangen.

Nachwuchsjournalisten-Workshop am 09. September 2022. Daniel Fessler. Foto: GSCHWÄTZ

Aus Heilbronn war Daniel Fessler, einer der Pressesprecher des Polizeipräsidiums Heilbronn, angereist. Er brachte den Teilnehmer:innen die Struktur und die Arbeit einer Presseabteilung nahe und erzählte anschaulich von der speziellen Pressearbeit der Polizei. Es konnte nicht ausbleiben, dass er auch ein wenig aus dem Nähkästchen plauderte. „Aus ermittlungstaktischen Gründen“ konnte er natürlich nicht alle Detailfragen beantworten.

Nachwuchsjournalisten-Workshop am 10. September 2022. Dr. Sandra Hartmann und Kevin Leiser. Foto: GSCHWÄTZ

Kursteilnehmer beim Aufmerksamen Zuhören. Foto: GSCHWÄTZ

Der dritte Gast hatte sogar einen noch weiteren Weg: Kevin Leiser, Bundestagsabgeordneter, kam aus Berlin, wo er unseren Wahlkreis seit fast einem Jahr vertritt. Er berichtete von seinem Weg in die aktive Politik, warum er sich der SPD angeschlossen hat und dass er inzwischen in Berlin angekommen ist und eine Wohnung dort gefunden hat. Danach stellte er sich kritischen Fragen über die Politik der SPD, der Regierungskoalition und dem Verhältnis von Staat und Presse, die er teils wie ein alter Politikhase, teils sehr persönlich beantwortete. Eine Stunde länger als geplant dauerte das Gespräch – es muß also sowohl den Kursteilnehmer:innen als auch Kevin Leiser Spass gemacht haben.

Zwei lange und anstrengende Tage liegen hinter dem Orgateam und den Teilnehmer:innen. Und zuminest für diese ist der Workshop noch nicht beendet: Sie werden einen Beitrag über jeweils einen der Gäste schreiben, der in den nächsten Tagen veröffentlicht wird.

Text: Matthias Lauterer

 




Mal etwas ganz Neues: Eine Kunstverlosung für den wohltätigen Zweck

Hoffest Schleierhof 2022. (Klick zum Vergrößern)

Mit einem ganz besonderen Höhepunkt wirbt das Hoffest auf dem Forchtenberger Schleierhof, das am Sonntag, 18. September 2022 um 10:00 beginnt: Neben Oldtimern, Kindervergnügen, Musik von Kurt Klawitter und Michael Breitschopf, und natürlich regionaler Verpflegung wird ein Gemälde von Michele Roccotelli, einem zeitgenössischen italienischen Maler, verlost. Möglich gemacht haben das die Galerie Reichert aus Kupferzell, die das Bild gestiftet hat, und das Unternehmer Netzwerk Hohenlohe.

„Mit der Verlosung dieses Gemäldes möchte das Unternehmer Netzwerk Hohenlohe diesmal ganz gezielt ein sehr schönes Hilfs-Projekt des gemeinnützigen Vereins Galana River School Project e.V. in Kenia unterstützen: Die Erweiterung des Schulgebäudes für afrikanische Kinder und Jugendliche und die Ausbildung medizinischen Personals für die Dorfgemeinschaft Mwanza“, so die Initiatoren der Verlosung.

Lose bereits jetzt online erhältlich

Lose zum Betrag von je 10 Euro können bereits jetzt schon online erworben werden: https://galanariverschool.com/2022/08/20/roccotelli-gemalde-wird-fur-guten-zweck-verlost/

Die Auslosung findet um 16:00 im Rahmen des Hoffestes statt.

Detail aus dem Roccotelli-Gemälde. Foto: Simone Weis-Heigold.

 

Informationen zum Maler Michele Roccotelli:

Im südlichsten Teil Italiens, in der Stadt Minervino Murge, nicht weit weg von Bari, wurde Roccotelli 1946 geboren. Nach seinem Studium hatte er zunächst in Rom gearbeitet, kehrte dann aber in seine Heimat zurück. Zwischen 1974 und 1995 war er in Bari als Dozent an der Kunstakademie tätig.

Seine Bilder, Grafiken und Keramiken sind sowohl in öffentlichen wie privaten Galerien und Sammlungen weltweit vertreten.

Bekannte Kritiker haben seine Werke in Katalogen vorgestellt und besprochen. Es ist eine Entwicklung der Abstraktion des naturalistischen und impressionistischen Malens und der Reinheit der Farbe.

Kräftig leuchtende Farben beherrschen die Bilder. Roccotelli bezieht die natürlichen Vorgänge, die sich in der Landschaft abspielen (Wachsen, Blühen, Vergehen…) in seine Malerei mit ein. Dadurch kommt es zu einer Symbiose aus Gesehenem, Erfahrung, Ahnung, Erlebbarem und Gefühltem.

Roccotelli hat sich an internationalen Kunstmessen über namhafte Galerien beteiligt.

Seine Arbeiten fanden unter anderem auch in Miami Beach, Hamburg, Brüssel, Ottawa, Dresden, Wien, Cottbus und München lebhaftes Interesse.

Text: Matthias Lauterer




Einbrecher durchsucht Büroräume in Künzelsau

Ein Unbekannter verschaffte sich am frühen Donnerstagmorgen, 7. September 2022, Zugang in die Firmenräume eines Reiseveranstalters in Künzelsau. Gegen 3 Uhr stieg er durch ein Fenster im Erdgeschoss in das Gebäude in der Lindenstraße ein. Er durchsuchte die gesamten Büroräume und entwendete Bargeld. Anschließend versuchte er einen Tresor zu öffnet, was aber missglückte. Daraufhin verließ der Täter das Gebäude vermutlich über die hintere Notausgangstür, welche nur von außen verschlossen war, und verschwand.

Beschreibung der Person

Bei der unbekannten Person handelt es sich um einen wohl männlichen Täter, der circa 18 bis 40 Jahre alt, rund 1,70 bis 1,80 Meter groß ist und eine schlanke Statur hat. Er trug zur Tatzeit eine dunkle Basecap, eine dunkle Jacke der Marke Adidas mit drei weißen Streifen an den Ärmeln, eine schwarze Jogginghose sowie blaue Arbeitshandschuhe mit weißem Aufdruck. Sein Gesicht war bis zur Nase mit einem schwarzen Schlauchschal verdeckt.

Die Polizei bittet Zeugen, die zwischen 3 Uhr und 3.20 Uhr etwas Verdächtiges wahrnehmen konnten oder Hinweise zum Täter geben können, sich beim Polizeirevier Künzelsau unter der Telefonnummer 07940 9400 zu melden.

Pressemitteilung Polizei Heilbronn




Sperrung der K 2382 zwischen Ingelfingen und Diebach/Bühlhof/Rodachshof

Die Kreisstraße K 2382 muss zwischen Ingelfingen und Diebach/Bühlhof/Rodachshof von Montag, 12. September 2022, bis einschließlich Freitag, 21. Oktober 2022, wegen Tiefbauarbeiten gesperrt werden.

Die überörtliche Umleitung wird in beide Fahrtrichtungen ausgeschildert und erfolgt von Ingelfingen über die L 1045 Abzweig B 19 nach Belsenberg Richtung Stachenhausen, Abzweig K 2316/B19.

Konsequenzen auch für NVH-Fahrgäste

Folgende Haltestellen können während der Sperrzeit durch den NVH nicht bedient werden:
„Bühlhofer Straße“, „Im Lauf“ und „Ziegelhütte“. Die Haltestelle „Rose“ dient als Ersatz.

Pressemitteilung LRA Hohenlohekreis

 




Kraut- und Rübenmarkt mit Schnäppchenmeile

Die Sommerferien neigen sich ihrem Ende zu. Ein Grund für Traurigkeit? In Künzelsau sicherlich nicht, denn am letzten Samstag vor Schulbeginn, am 10. September 2022 ab 10 Uhr werden viele Mitgliedsgeschäfte der Werbegemeinschaft Künzelsau hochwertige Markenprodukte zu absoluten Schnäppchenpreisen vor ihren Läden anbieten.

Kraut und Rüben gibt es nicht

Zwar gibt es weder Kraut noch Rüben zu kaufen, dafür erwartet die Kunden aber das ein oder andere Angebot passend zur Jahreszeit: ein Paar Sommerschuhe zu Tiefstpreisen, Kurzarmhemden oder Herrenhosen in schöner Auswahl, rabattierte Schreib- und Spielwaren, Geschenke zur Einschulung, ein paar Teller für den neuen Studentenhaushalt, eine neue Backform oder Kinderspielzeug; auch Schmuck oder antiquarische Bücher werden zu finden sein.

Und das alles zu einem sensationellen Preis. Nebenbei können sich die Besucher bei einem Eis oder Mittagessen von den Künzelsauer Gastronomen verwöhnen lassen. So wird das letzte Ferienwochenende traditionell zu einem Einkaufsspaß mit Freunden, Bekannten oder der ganzen Familie in der Künzelsauer Innenstadt.

Künzelsau und die Geschäftsinhaber freuen sich über zahlreiche Besucher.

Pressemitteilung Stadt Künzelsau

 

 




Öffentliche Verkehrsmittel auf Bestellung

In manchen ländlichen Regionen mit dünner Besiedelung ist öffentlicher Personennahverkehr mit einem festen Linienbustakt nicht wirtschaftlich. Um auch in diesen Gebieten einen flächendeckenden ÖPNV zu garantieren, sind hier öffentliche Verkehrsmittel auf Bestellung (On Demand) ein Mittel der Wahl. So können beispielsweise Kleinbusse oder Ruf-Taxis via Smartphone bestellt werden. Das Verkehrsministerium fördert deshalb diese On-Demand Verkehre.

Förderung von flexiblen und bedarfsorientierten Angeboten

Das Ministerium für Verkehr hat neue Förderrichtlinien für On-Demand Verkehre veröffentlicht. Mit dem Programm sollen die kommunalen Aufgabenträger bei der
Einrichtung und dem Betrieb flexibler und bedarfsorientierter Angebote finanziell unterstützt werden. Insgesamt stellt das Land 25 Millionen Euro zur Verfügung.
Mit dem Geld können voraussichtlich zehn Vorhaben über drei Jahre gefördert werden.
„Gerade in ländlichen Räumen müssen wir das ÖPNV-Angebot angepasst ausbauen. On-Demand Verkehre sind hier ideal um ein wirtschaftlich tragfähiges und ökologisch sinnvolles ÖPNV-Angebot in Räumen und zu Zeiten schwacher Verkehrsnachfrage sicherzustellen. Mit dem neuen Programm schaffen wir dafür ein passgenaues Instrument“, sagte Verkehrsminister Winfried Hermann MdL.

On-Demand-Projekte werden mit bis zu 2,5 Millionen Euro unterstützt

Die Stadt- und Landkreise können bis zum 14. Oktober 2022 beim Ministerium für Verkehr ihre Anträge für die Einrichtung von On-Demand Verkehren einreichen. Das Förderprogramm sieht eine abschmelzende, dreijährige Förderung der Vorhaben vor. Dabei werden im ersten Jahr bis zu 50 Prozent der Kosten, im zweiten und dritten Jahr jeweils 25 Prozent der Kosten durch das Land übernommen. Je Vorhaben können maximal 2,5 Millionen Euro gewährt werden.

Das Förderprogramm reiht sich in eine Vielzahl von Maßnahmen ein, mit denen die Landesregierung das Nahverkehrsangebot in der Fläche weiter ausbauen
möchte. Seit 2015 konnten mit der Förderung von inzwischen 36 Regiobuslinien zahlreiche Unter- und Mittelzentren stündlich an den regionalen Schienenverkehr
angebunden werden.

Mobilitätsgarantie von morgens bis abends

Hier setzt nun das neue Programm an, indem bestehende Taktlücken geschlossen und auch kleinere Gemeinden und Ortschaften mit On-Demand Verkehren im Landestakt attraktiv angebunden werden. Die geförderten Verkehre sollen zusammen mit vorhandenen Buslinien an allen Wochentagen ein mindestens stündliches Fahrtenangebot zwischen 05:00 Uhr und 24:00 Uhr (am Wochenende mindestens ab 7:00 Uhr) sicherstellen. Die Buchung soll mittels Internet, App und Telefon möglich sein. Auch der barrierefreie Transport von Rollstühlen, Gehhilfen und Kinderwagen wird verbindlich vorgeschrieben.

Ziel des Landes ist, die Nachfrage im öffentlichen Nahverkehr bis zum Jahr 2030 zu verdoppeln. Um dies zu erreichen, ist es erforderlich, Bahn und Busangebote
in Baden-Württemberg als eine Alternative zum Pkw-Verkehr auszubauen, um ein bedarfsangepasstes, verlässliches und flächendeckendes Grundangebot
sicherzustellen. Nach dem Leitbild der im Koalitionsvertrag verankerten Mobilitätsgarantie sollen alle Räume in Baden-Württemberg von frühmorgens bis
spätabends an den ÖPNV angeschlossen sein.

Link zum Förderprogramm: https://vm.badenwuerttemberg.de/de/service/foerderprogramme/oepnv/

Pressemitteilung Verkehrsministerium Baden-Württemberg




Bongai Shamwari ART eröffnet eine neue Ausstellung in Hermuthausen.

Seit dem 4. September 2022 ist die Ausstellung Bongai Shamwari ART mit ihren vielfältigen Kunstwerken aus dem afrikanischen Land Zimbabwe in Hermuthausen eröffnet. In der Rathsgasse 6, bei Familie Beekes sind neben vielen Shona Steinskulpturen auch Bilder verschiedener Künstler zu bewundern. Ganz einzigartig sind die Vögel aus Schwemmholz, die auch im Garten einen schönen Platz finden. Neu im Programm sind Metallvögel  und Ameisen aus receicling Material, Schmuck und afrikanische Kleider. Ob Geburtstag oder sonst ein Anlass für ein Geschenk, hier findet jeder ein passendes Stück für den Geschmack und Geldbeutel.

Förderung eines Projekts in Zimbabwe

Der Erlös geht an den Ingelfinger Verein Bongai Shamwari e.V, der seit vielen Jahren ein Kindergarten, Schule, ein Frauenprojekt und Kunst und Kultur unterstützt. Denn mit dem Verkauf werden auch die Künstler vor Ort unterstützt, die dem Verein alle persönlich bekannt sind. Somit können Sie nicht nur außergewöhnliche Kunstwerke erwerben, sondern auch gleichzeitig etwas Gutes tun.

Kontakt zum Besuch
Resi und Wilfried Beekes
Festnetz 07940 2795
Whatsapp 01512 3694376

Zwei Schaufenster in Ingelfingen erweitern die Ausstellung und bieten auch da eine kunstvolle Auswahl: In der Mariannenstrasse, gegenüber von Fahrrad Zügel, und in der Schloßstrasse, gegenüber der Tiefgarage.

Pressemitteilung Bongai Shamwari e.V.




Müllabfuhr ist der Top-Performer unter den staatlichen Dienstleistern

Jedes Jahr läßt der Deutsche Beamtenbund, eine Art Gewerkschaft für Beamte, vom Institut Forsa eine Umfrage unter dem Titel „Der öffentliche Dienst aus Sicht der Bevölkerung“ durchführen, um festzustellen, wo den Bürger der Schuh drückt und ob die Beamten die Probleme, die die Bürger empfinden, auch zielführend bearbeiten. Im Juli 2022 wurden etwas mehr als 2.000 Bürger repräsentativ zu ihren Ansichten über den Staat, die Beamten und verschiedene aktuelle gesellschaftliche Themen befragt.

Die Erhebung fand im Juli 2022 statt. Befragt wurden 2.013 repräsentativ ausgewählte Bürgerinnen und Bürger. Wie bereits 2020 und 2021 wurde die Erhebung online mithilfe des forsa.omninet-Panels durchgeführt, einem für die deutsche Online-Bevölkerung ab 14 Jahren repräsentativen Panel mit derzeit rund 100.000 Teilnehmern. Die Auswahl der Befragten erfolgte offline nach einem systematischen Zufallsverfahren, das sicherstellt, dass die befragten Bürgerinnen und Bürger ein Spiegelbild der Gesamtbevölkerung in Deutschland darstellen.

Die ermittelten Ergebnisse können lediglich mit den bei allen Stichprobenerhebungen möglichen Fehlertoleranzen (im vorliegenden Fall +/- 2,5 Prozentpunkte) auf die Gesamtheit der Bevölkerung übertragen werden

Handlungs- und Leistungsfähigkeit des Staates

Im Jahr 2020 waren noch 56 Prozent der Befragten davon überzeugt, „dass der Staat in der Lage sei, seine vielfältigen Aufgaben zu erfüllen.“ Mit dem weiteren Verlauf der Coronakrise und der folgenden weiteren Krisensituationen bis hin zur heutigen Gaskrise fiel dieser Anteil deutlich ab: Waren es 2021 noch 45 Prozent, sind es aktuell nur noch 29 Prozent der Befragten, die den Staat als handlungsfähig empfinden. Interessant ist, dass ausgerechnet zu Beginn der Coronakrise der Staat als sehr handlungsfähig empfunden wurde, später dann immer weniger.

Zwischen Ost und West sind kaum Unterschiede festzustellen, erstaunlich ist, dass ausgerechnet die junge Generation der 18-29-jährigen den Staat noch am besten beurteilt: 35 Prozent der jungen Menschen finden, dass der Staat in der Lage ist, seine Aufgaben zu erfüllen. Je höher der Schulabschluß, desto mehr wird dem Staat Handlungsfähigkeit zugesprochen.

Am wenigsten überzeugt vom Staat sind die Anhänger der Oppositionspartei AfD (9 Prozent) und der Regierungspartei FDP (16 Prozent). Anhänger von SPD und Grünen erachten den Staat mit 45 bzw 46 Prozent als handlungsfähig – bezeichnend aber auch bei diesen Regierungsparteien ist, dass jeweils mehr als die Hälfte ihrer Anhänger den Staat als überfordert ansehen.

Auszug aus der Forsa Studie

Wo liegen die Probleme?

Die Befragten, die den Staat als überfordert ansehen, wurden gebeten, die Aufgaben zu nennen, bei denen sie eine Überforderung sehen. Es wurden dabei keine Antwortvorgaben gemacht – offene Antworten und Mehrfachantworten waren möglich.

Da die Befragung im Juli 2022 durchgeführt wurde, ist es nicht verwunderlich, dass das Thema Energieversorgung mit 17 Prozent sehr häufig genannt wurde – in den Vorjahren war dieses Thema kaum relevant. Es folgen die Themen Klima- und Umweltschutz (15 Prozent), Schul- und Bildungspolitik (13 Prozent), soziale Sicherungssysteme, Rente (12 Prozent) und soziale Gerechtigkeit sowie Gesundheitsversorgung mit jeweils 11 Prozent.

Es fällt auf, dass offenbar nicht einmal die AfD-Wählerschaft, die zu 90 Prozent den Staat als überfordert empfindet, den Staat bei zweien ihrer lautesten Kritikpunkte als überfordert ansieht: Sowohl die Asyl- und Flüchtlingspolitik sowie das Thema „Krieg in der Ukraine, Umgang mit Rußland“ landen bei 10 bzw. 9 Prozent – und das, wo die AfD-Wähler unter den Befragten, die den Staat für überfordert halten, einen höheren Anteil haben als in der Grundgesamtheit.

Vergleich mit den sozialen Medien

Im Vergleich mit den Themenschwerpunkten der sozialen Medien, ist dieses Ergebnis überraschend: In der Umfrage zeigt sich erhebliche Präsenz der sozialen Themen. Diese Themen finden in den sozialen Medien zwar statt, scheinen den Nutzern der sozialen Medien aber nicht so wichtig wie in der Umfrage. Dort dreht sich ein großer Teil der Diskussionen und „Diskussionen“ um das Thema Russland. Die Russland-Diskussion wird intensiv befeuert durch automatisierte Bots, wie eine Recherche von t-online zeigt. Wie intensiv diese Einflußnahme ist, dafür könnte das Umfrageergebnis des Beamtenbundes ein Indiz sein.

Einzelne Bereiche

Am Besten von den Bürgern bewertet wird wie übrigens auch in den Vorjahren die Müllabfuhr. Dahinter kommen Bibliotheken und Museen. Die Arbeit der Ministerien in Bund und Land sowie der Arbeitsagentur wird – in Schulnoten – am schlechtesten bewertet: diese bekommen aber auch noch im Durchschnitt eine 3-, also noch ein „Befriedigend“.

Bewertung der Einzelbereiche passt nicht zur Gesamtaussage

Diese Bewertungen wollen so gar nicht zum Ergebnis passen, dass nur noch 29 Prozent der Befragten den Staat für handlungsfähig halten und 66 Prozent ihn für überfordert halten. Man sollte eine deutlich schlechtere Bewertung annehmen:  Wenn 66 Prozent die Leistung der staatlichen Institutionen nicht als „ausreichend“ erachten, kann die Gesamtwertung eigentlich keine 3minus mehr sein.

Wünsche der Bürger

Auszug aus der Forsa Studie

Welche staatlichen Aufgaben die Bürger für wichtig oder weniger wichtig halten, ist die letzte Aussage der Umfrage: Und wieder stehen die sozialen Themen und der Klimaschutz an erster Stelle: 94 Prozent der Bevölkerung halten die Aufrechterhaltung der sozialen Gerechtigkeit für wichtig oder sehr wichtig, beim Klimaschutz sind es 84 Prozent. Auch die Entlastung der Bürger aufgrund der Inflation (87 Prozent) ist im Endeffekt nichts anderes als das Thema der sozialen Gerechtigkeit.

Diese Themen sind den Menschen wichtiger als beispielsweise die Versorgung der Ukraine mit schweren Waffen. Die humanitäre Unterstützung der ukrainischen Bevölkerung liegt allerdings 81 Prozent der Befragten am Herzen.

Die reale Welt ist nicht das Netz und auch nicht die politische Welt

Auch dieses Ergebnis entspricht nicht den Prioritäten, die die sozialen Medien suggerieren. Es entspricht auch nicht der Politik, die der eine oder andere Spitzenpolitiker vertritt. In der Bevölkerung gibt es offenbar einen großen Bedarf nach sozialer Gerechtigkeit, den die Politik momentan nicht zu erfüllen scheint.

Auch die gefühlte Wichtigkeit des Klimaschutzes sollte für manchen politisch Verantwortlichen ein Zeichen sein, sich von althergebrachten Prinzipien zu lösen. Die Umfrage zeigt deutlich, dass der Klimaschutz bereits von der absoluten Mehrheit der Menschen als „sehr wichtig“ eingeschätzt wird.

Text: Matthias Lauterer