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Nachhilfe in Sachen Hitlergruß

Wissen Sie als deutsche/r Staatsbürger:i noch etwas über das dritte Reich? Zum Beispiel wie der Hitlergruß geht? Wenn nicht, keine Sorge. Andere Nationalitäten wissen es auch nicht.

Unsere freie Mitarbeiterin Cora-Lee Pusker war für ein paar Wochen in den Sommerferien in Kanada, im ihre Sprachkenntnisse in Englisch und Französisch zu verbessern. Welche Vorurteile ihr hier teilweise begegnet sind, weil sie deutsch ist, verschlug ihr die Sprache – aber nur im ersten Moment. Für uns hat Cora-Lee nochmal die Höhepunkte kultureller Vorurteile zusammengefasst und niedergeschrieben.

Deutschland = Adolf Hitler – Schade, dass manche so denken

In den Sommerferien bin ich mit 17 Jahren alleine nach Kanada gereist. Für vier Wochen war ich dort, um Französisch und Englisch in der Sommerschule zu lernen. Dabei war ich eine von wenigen Deutschen. Die anderen vielen verschiedenen Nationalitäten überwogen. Auch das Alter von den Teilnehmenden variierte. Manche in meinem Alter, aber auch etwas jünger oder etwas älter. Ich erhielt viele Eindrücke über andere Kulturen und viele der Teilnehmenden interessierten sich auch für die deutsche Kultur. Dabei fiel auf: Die Welt denkt immernoch: Deutschland sei Adolf Hitler.

„Muss ich als Ausländer Angst vor den Nazis in Deutschland haben?“

Einer meiner Betreuer, welcher der mexikanischen Gemeinschaft angehört, erzählte mir er wolle nach Deutschland, um zu studieren. Er war sehr motiviert und froh, eine Deutsche vor sich zu haben, an die er wichtige Fragen loswerden kann, die in über Deutschland und die deutsche Mentalität, beschäftigen. „Muss ich als Ausländer Angst vor den Nazis in Deutschland haben?“, war die Sorge, die ihn am meisten umtrieb. Unbegründet, denn wir schreiben ja schließlich das Jahr 2022.

Zunächst war ich verwirrt, ob er mir diese Frage wirklich gestellt hatte, aber ich erkannte den erwartenden Blick. Als ich ihm dann schließlich nach einer geschockten Pause meinerseits, erkläre, dass nationalsozialistische Ideologien verboten sind,war er überaus erleichtert, jedoch auch etwas verwirrt. „Also gibt es wirklich keine Nazis mehr in Deutschland?“ Diese Frage überlasse ich den Geschichtsprofis unter euch, sie zu beantworten.

Diese Frage schockte mich noch mehr

Denn dieses Fach dient in unserem Bildungssystem schließlich zur Aufklärung des Themas. Aber auch das wissen viele Nationalitäten nicht. Eine erwachsene Frau, die aus Jerusalem kommt, sprach mich darauf an. „Lernt ihr eigentlich noch, was ihr damals im zweiten Weltkrieg, getan habt?“ Das war ihre Frage, welche mich noch mehr schockte und ich eine noch längere Pause brauchte, bevor ich ihr geantwortet habe, dass wir in der Schule ein ganzes Unterrichtsfach haben, welches sich um dieses Thema dreht. Daraufhin bekam ich ein zufriedenes Nicken. Dennoch fühlte ich mich angegriffen, denn ich hatte doch damals gar nichts damit zu tun, zu dieser Zeit war ich ja noch nicht einmal geplant gewesen, als 2005er Jahrgang.

Mir fällt die Kinnlade herunter

Aber sei es drum. Wo bei uns die Bildung anfängt, hört sie bei den anderen eben auf. So wie bei einer Chinesischen Jugendlichen, welche höfliche von anstößigen Handzeichen nicht unterscheiden kann. So sitze ich nichtsahnend im Französischunterricht. Wir sind gerade am Besprechen einer Aufgabe und ich melde mich, da ich die Lösung kenne und es unhöflich ist, einfach rauszurufen. Meine Gegenüber fragt daraufhin in die Runde, warum ich denn immer den Hitlergruß mache. Immer noch meldend, mit nach oben ganz ausgestrecktem Arm und meinem Zeigefinger abgespreizt, fällt mir auf diese Frage nun wirklich die Kinnlade herunter. Alle Augen richteten sich auf mich und ich erklärte ihr, mithilfe gebildeter Mitschüler, dass das nicht der Hitlergruß ist, dass dies lediglich ein Ausdruck dafür ist, dass ich etwas weiß und die Lehrerin, das zur Kenntnis nehmen kann, ohne von mir unterbrochen zu werden – dasss es sich also um reine Höflichkeit und reinen Respekt handelt. „Und wie geht der Hitlergruß dann?“, frakt sie. Das soll ihr ihr Geschichtslehrer doch besser erklären, falls dieser überhaupt vorhanden sein sollte.

Text: Cora-Lee Pusker




„Straßenbeleuchtungen, Werbeflächen, Gartenbeleuchtung und Schaufenster hellen den nächtlichen Himmel auf und sind dafür verantwortlich, dass wir die Sterne nicht mehr sehen“

Ganz so deutlich wie auf dem Beitragsbild wird man die Milchstrasse in Künzelsau wohl nie sehen, auch wenn Frank Nowicki, Beleuchtungsplaner, in der Gemeinderatssitzung vom 13. September 2022 ein Lichtkonzept für Künzelsau vorstellte, das die Sichtbarkeit des Sternenhimmels deutlich verbessern dürfte.
Künzelsau will sich als „Sternenstadt“ zertifizieren lassen: „Die Auszeichnung Sternenstadt wird an jene Gemeinden und Orte verliehen, die sich mit konkreten Maßnahmen für den Schutz der Nacht und zum Schutz nachtaktiver Insekten engagieren. Falsches und fehl gerichtetes Kunstlicht verursachen „Lichtmüll“. Straßenbeleuchtungen, Werbeflächen, Gartenbeleuchtung und Schaufenster hellen den nächtlichen Himmel auf und sind dafür verantwortlich, dass wir die Sterne nicht mehr sehen.“ – so erklärt die Stadt auf ihrer Homepage.

„Damit Künzelsau die Auszeichnung erhält und die erste Sternstadt in Baden-Württemberg wird, haben wir zur fachlichen Unterstützung das Stuttgarter Lichtplanungsbüro Frank Nowicki GmbH engagiert“, so Bürgermeister Stefan Neumann in einer Pressemeldung.

Wird Künzelsau erste Sternenstadt in Baden-Württemberg?

„In den Nachtstunden war es dunkel“, weiß Nowicki und die Natur habe sich über Millionen Jahre an diese dunklen Nächte und das Mondlicht angepaßt. Erst seit rund 100 Jahren sei flächendeckendes elektrisches Kunstlicht aufgekommen. Und mit dem Aufkommen der LED-Beleuchtung – „viel Licht für wenig Geld“, sagt er – seien inzwischen „alle Gärten flächendeckend gut beleuchtet“. Nicht nur die private Beleuchtung, auch die Gewerbebeleuchtung werde immer stärker: „Im Gewerbepark hat ein Wettbewerb stattgefunden, wer ist heller“, berichtet Nowicki. In den letzten Jahren sei die Lichtemission Künzelsaus sogar gestiegen, um fast 5,5 Prozent in der Kernstadt, mehr als 10 Prozent in Gaisbach und sogar 17 Prozent im Gewerbepark an der A6.

Die Hälfte des Lichts sei „öffentlich“ durch Straßenbeleuchtung oder Beleuchtung von Gebäuden erzeugt, die andere Hälfte erzeugen private oder gewerbliche Verursacher, so Nowicki. Im Rahmen der Energieeinsparverordnung hat die Stadt Künzelsau die Beleuchtung bereits reduziert, beispielsweise wird das Schloß nicht mehr die ganze Nacht angestrahlt.

Zielorientierte und effiziente Beleuchtung

Nowicki stellt moderne Möglichkeiten der Beleuchtung vor: sein Ziel ist es, blendende und verschwenderische Beleuchtung durch zielorientierte und effiziente Beleuchtung zu ersetzen. Moderne Leuchten könnten programmiert werden, berichtet er, und sogar miteinander kommunizieren („Smart City“). Und durch die LED-Technik sei auch die Farbtemperatur einstellbar. Und vor allem könne man moderne Leuchten so aufbauen, dass das Licht nur noch dorthin abgestrahlt wird, wo es benötigt wird, beispielsweise nur noch auf einen Weg und nicht einfach rundum. Ein anderes Beispiel nennt Nowicki, wenn er auf die Beleuchtung von Gebäuden zu sprechen kommt: Wenn die Konturen des Gebäudes im Strahler mittels eines Klischees abgebildet sind, dann wird tatsächlich nur das Gebäude bestrahlt, die Umgebung bleibt von der Beleuchtung verschont.

Weniger Beleuchtungsstärke und einheitliche Farbtemperatur

Generell fordert Nowicki eine geringere und vereinheitlichte „Leuchtdichte“, die als „Helligkeit“ empfunden wird, für alle angestrahlten Objekte. Nützlicher Nebeneffekt ist ein geringerer Energieverbrauch – und wenn alle solchen Flächen einheitlich beleuchtet sind, erscheinen sie dem Beobachter trotzdem noch als „hell“. Das Ziel sei, dass alle öffentlichen Beleuchtungspunkte – das sind in Künzelsau etwa 4.500 – die gleiche Leuchtdichte und die gleiche Farbtemperatur abstrahlen.

Lichtrichtlinie

Auf dieser Basis hat Nowicki eine „Lichtrichtlinie“ für Künzelsau erarbeitet, die der Stadt Künzelsau, privaten Hauseigentümern und dem Gewerbe eine Leitlinie für Beleuchtung im Außenbereich an die Hand gibt. In zukünftige Bebauungspläne soll diese Richtlinie als Bedingung mit aufgenommen werden:

Lichtrichtlinie. Foto: Sitzungsunterlagen

Für das Gewerbe, so Nowicki, ergebe sich ohnehin die Notwendigkeit, über die Beleuchtung nachzudenken, nachdem die EU gewisse Leuchtkörper „abgekündigt“ habe. Es sei also „ein guter Moment, da das Gewerbe ohnehin am Zug“ sei.

„gefühlte Sicherheit“

Wolfgang Kubat fordert, dass die Beleuchtung lokal programmierbar sein müsse, dass beispielsweise bei einem Dorffest die Wege länger hell beleuchtet werden können. Verena Löhlein-Ehrler sorgt sich um die Sicherheit, vor allem um die gefühlte Sicherheit, wenn die Wege nicht mehr so hell beleuchtet sind wie bisher: „Wir dürfen an gefühlter Sicherheit nicht einsparen“.  Für die modernen Leuchten sei beides kein Problem, meint Nowicki: Die Zeitsteuerung sei leicht programmierbar und die Leuchten könnten mit Bewegungsmeldern ausgerüstet werden, dass jeweils der Bereich von zwei Leuchten um Personen herum hell ausgeleuchtet sei.
Die gefühlte Sicherheit dürfte auch ein Anliegen der Gewerbetreibenden werden: Für einige der hellsten Stellen Künzelsaus zeichnen Gewerbebetriebe verantwortlich.

Zuschüsse noch nicht genehmigt

Hans-Jürgen Saknus fragt nach dem Stand des Förderantrags für die energetische Sanierung der Straßenbeleuchtung. Dieser sei noch nicht zuteilungsreif, kann Bürgermeister Stefan Neumann noch nicht Vollzug melden. Die Stadt rechne aber zuversichtlich mit einer Förderung von rund 700.000 Euro, was mehr als einem Drittel der Gesamtkosten der energetischen Sanierung entspricht. Die Umsetzung des Programms kann daher wahrscheinlich erst ab Frühjahr 2023 beginnen.

Abstimmung

Die Argumente Nowickis haben die Gemeinderät:innen wohl überzeugt: Der Antrag, den „Maßnahmen zur nachhaltigen und smarten Lichtnutzung und Reduzierung von Lichtimmission im Gemeindegebiet Künzelsau“ zuzustimmen, wurde einstimmig angenommen. Die Lichtrichtlinie ist daher künftig die Grundlage für die Gestaltung der Außenbeleuchtung sowie für die Aufstellung von Bebauungsplänen und gilt ebenfalls für die energetische Sanierung und den Austausch der Straßenbeleuchtung, sowie für die genehmigungspflichtigen Außenbeleuchtungen.

Text: Matthias Lauterer




„Wenn das nicht reicht, dann ist eh alles verloren“

Zwei große Kritikpunkte gab es in der Gemeinderatssitzung in Künzelsau vom Dienstag, 13. September 2022, an einem grünen Wohnbauprojekt auf Schloß Stetten (GSCHWÄTZ berichtete). Der erste Punkt war die Sorge, ob auf der Höhe von Schloß Stetten bei einem eventuellen Brand genügend Löschwasser für die bestehenden Gebäude, das Medizinzentrum und die zusätzlich geplanten Häuser zu Verfügung steht. Diese Sorge konnte Christian von Stetten – er sprach nicht als Gemeinderat sondern in seiner Rolle als Investor – den Gemeinderät:innen rasch nehmen: Drei Wasserreservoirs stehen auf dem Gelände zur Verfügung, in denen zum Beispiel das Oberflächenwasser von den Gebäudedächern aufgefangen wird. Dazu käme noch ein 10m x 20m großes Schwimmbad: „Wenn das nicht reicht, dann ist eh alles verloren“, meinte von Stetten.

„Green Village“

So stellt sich Christian von Stetten das „Green Village“ vor. Inzwischen sind sogar bis zu 11 Häuser geplant. Foto: Sitzungsunterlagen

Westlich des bisher bebauten Gebietes und südlich des Ärztehauses plant Christian von Stetten ein „Green Village“ mit im Endausbau elf Häusern und maximal 121 Wohneinheiten. „Green“ unter anderem deshalb, weil die Häuser an die bereits bestehende Fernwärmeversorgung aus einem Hackschnitzelkraftwerk angeschlossen werden sollen und weil die Stromversorgung komplett durch die bereits bestehende Solaranlage geplant ist. Außerdem soll die Wohnanlage oberirdisch von Autoverkehr frei werden und intensiv begrünt werden.

Umfangreiche Gutachten

Mehr als 200 Seiten Gutachten und Anmerkungen der „Träger öffentlicher Belange“, etwa bezüglich Fauna und Flora, zum Artenschutz, der Verkehrssituation, der Geräuschimmission oder der Entwässerung, wurden dem Gemeinderat vorgelegt. Da alle kritischen Anmerkungen in den Bauantrag eingearbeitet waren, blieb nur noch der letzte Kritikpunk übrig:

Es fehlt in Künzelsau an bezahlbarem Wohnraum

„Die Wohnungen dort sind für Wohlhabende“, stellt Rainer Süßmann unwidersprochen fest. Das Thema bezahlbarer Wohnraum gehe bei den aktuellen Themen leider unter, meint er und fordert, „großes Augenmerk darauf zu legen, sonst gibt es richtig Ärger“. Eine „Durchmischung von Betuchten und weniger Betuchten“ fordert Hans-Jürgen Saknus und schlägt vor, 30 Prozent der Wohnungen mietpreisgebunden zu errichten. Robert Volpp springt seinem Fraktionskollegen Christian von Stetten bei: „Man muß doch froh sein, wenn Wohnraum geschaffen wird. Wenn die Stadt ein Gebiet plant, dann ist das sinnvoll, aber doch nicht bei einem privaten Investor.“

Bauprojekt in Mäusdorf

Von Stetten kann den Gemeinderat beruhigen: Er plant bereits in der alten Molkerei in Mäusdorf den Bau von etwa 30 preiswerten oder sozialgebundenen Wohnungen. Das Gebäude hat seine Gesellschaft bereits gekauft.

Abstimmung

Ohne Gegenstimme wird der Antrag, den Bebauungsplan in der vorgelegten Form mit den eingearbeiteten Änderungen zu beschließen, bei sechs Enthaltungen angenommen. Die Verwaltung wird ermächtigt, die öffentliche Auslegung durchzuführen.

Text: Matthias Lauterer




Millionenschaden bei Großbrand in Oberkessach

Thomas Böhret. Foto: GSCHWÄTZ

Aus allen Richtungen eilten Feuerwehrleute am Dienstag, 13. September 2022 nach Oberkessach, wo eine Fensterbaufirma brannte. Die freiwilligen Feuerwehren aus Krautheim, Dörzbach und Forchtenberg sowie die Wehren aus Öhringen, Heilbronn, Neckarsulm und Künzelsau waren vor Ort. Thomas Böhret, Kommandant der Feuerwehr Künzelsau, sagt: „Wir waren mit 8 Fahrzeugen und 45 Männern und Frauen vor Ort“.

Die Polizei teilt zu dem Brand mit:

Am späten Dienstagnachmittag, 13. September 2022,  brach gegen 17.45 Uhr im Firmengebäude eines Fachbetriebs für Fenster und Türen in Schöntal-Oberkessach ein Brand aus. Trotz des raschen Einsatzes der Feuerwehr brannte das Gebäude mit einer Fläche von ca. tausend Quadratmeter nieder. In ihm befanden sich auch wertvolle Fahrzeuge, unter anderem ein Oldtimer sowie Motorräder. Sie wurden ebenfalls ein Opfer des Feuers. Gegen 19.30 Uhr war der Brand unter Kontrolle und um 21.00 Uhr weitestgehend gelöscht. Derzeit wird von einem Sachschaden in Höhe von ca. 2 Millionen Euro ausgegangen. Menschen wurden bei dem Brand zum Glück nicht verletzt. Zur Brandursache liegen noch keine Erkenntnisse vor. Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot von 48 Fahrzeugen und 220 Einsatzkräften am Brandort eingesetzt. Das THW sowie der Rettungsdienst befanden sich ebenfalls am Einsatzort. Die Feuerwehr führte Schadstoffmessungen durch.

Gesundheitsschädliche Konzentrationen wurden dabei nicht festgestellt. Die Ermittlungen der Polizei dauern an.

Am Mittwochmorgen, 14. September 2022, seien noch Nachlöscharbeiten im Gange, informiert Böhret.

Text: Matthias Lauterer




Gleich drei Einbrüche in Vereinsheime und Sporteinrichtungen

Zwischen Donnerstag, 08. September 2022, und Montag, 12. September 2022, meldet das Polizeipräsidium Heilbronn gleich drei Einbrüche in zwei Vereinsheime und eine Sporthalle:

Bad Mergentheim: Einbruch in Vereinsheim – Zeugen gesucht

Unbekannte verschafften sich zwischen Donnerstag, 08. September 2022, und Montag, 12. September 2022 Zutritt in ein Sportvereinsheim in Bad Mergentheim-Rengershausen. Dabei hebelten sie ein Schiebefenster auf, zerstörten dessen Glasscheibe und drangen in das Gebäude ein. Die Täter hebelten ein weiteres Fenster auf, beschädigten einen Rolladen und demolierten das Fliegengitter. In dem Gebäude wurden Schränke durchwühlt. Entwendet wurde nach bisherigen Erkenntnissen nichts. Hinweise zu den Tätern oder der Tat werden vom Polizeirevier Bad Mergentheim unter der Telefonnummer 07931 54990 entgegengenommen.

Niederstetten: Unbekannte in Turnhalle eingedrungen – Wer hat etwas gesehen?

In eine Turnhalle in der Oberstetter Straße in Niederstetten brach eine unbekannte Person in der Nacht auf Montag ein. Zwischen Sonntag, 20.30 Uhr, und Montag, 8.45 Uhr, verschaffte sie sich über ein zuvor aufgehebeltes Fenster Zugang in die Halle. Der oder die Unbekannte drückte eine verschlossene Verbindungstüre im Übergang zum Sportheim auf, warf eine weitere Glastüre ein, so dass das Sicherheitsglas zersplitterte. Hier wurden mehrere Schubladen durchsucht und Bargeld entwendet. Der entstandene Sachschaden beträgt circa 5.000 Euro. Zeugen, die in der Nacht auf Montag verdächtige Wahrnehmungen machen konnten und Hinweise zum Täter oder den Tätern geben können, werden gebeten, sich beim Polizeiposten Weikersheim unter der Telefonnummer 07934 99470 zu melden.

Krautheim: In Vereinsheim eingebrochen – Zeugenaufruf

Unbekannte verschafften sich in der Nacht auf Montag, 12. September 2022 unbefugt Zugang in ein Sportheim in Krautheim-Gommersdorf. Sie hebelten zwischen Sonntag, 21 Uhr, und Montag, 6.30 Uhr, ein Fenster auf und drangen in das Gebäude ein. Im Inneren brachen die Täter Türen auf und entwendeten unter anderem zwei Mikrofone, eine Lautsprecheranlage und Bargeld. Es entstand an den Türen und am Fenster ein Sachschaden in Höhe von circa 1.000 Euro. Zeugen, die etwas Verdächtiges wahrgenommen haben oder Hinweise zur Tat und den Unbekannten geben können, werden gebeten, sich beim Polizeiposten Krautheim unter der Telefonnummer 06294 234 zu melden.

Pressemeldungen Polizei Heilbronn




Öhringen: Zwei schwere Verkehrsunfälle

Nach einem Unfall, bei dem ein 86-Jähriger am Samstagabend, 10. September, in Öhringen schwerst verletzt wurde, sucht die Polizei Zeugen. Nach derzeitigem Stand der Erkenntnisse fuhr der Mann gegen 18 Uhr mit seinem elektrisch betriebenen Rollstuhl von einem Seniorenzentrum in den Kesseläckern kommend auf einem Rad- beziehungsweise Fußweg in Richtung Haller Straße. Dieser Weg führt entlang des dortigen Ströllerbaches. Aufgrund bislang unbekannten Ursachen kam er, bei leichtem Gefälle, von der Fahrbahn ab und stürzte mitsamt seinem Rollstuhl in das Bachbett, welches zum Unfallzeitpunkt kein Wasser führte. Durch die Hilferufe des Verunfallten wurde eine Person auf ihn aufmerksam und verständigte die Rettungskräfte. Der Senior wurde bei dem Unfall schwerst verletzt und mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht. Um den genauen Hergang des Unfalls zu ermitteln bittet die Polizei Zeugen des Unfalls, sich mit dem Polizeirevier Öhringen unter der Telefonnummer 07941 9300 in Verbindung zu setzen.

A6: Tödlicher Verkehrsunfall

Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich am Montagmorgen, 12. September, auf der Autobahn 6 bei Öhringen. Gegen 6 Uhr befuhr ein 62-Jähriger mit seinem VW Golf die Autobahn in Richtung Mannheim. Kurz vor der Anschlussstelle Öhringen kam der Wagen von der Fahrbahn ab, fuhr die Leitplanke hoch und überschlug sich dabei. Schlussendlich kam der Wagen auf dem Dach zum Liegen. Durch den Unfall wurde der Fahrer und der 31-jährige Beifahrer schwer verletzt. Der 57-jährige Mitfahrer auf der Rückbank war nach ersten Erkenntnissen nicht angegurtet und wurde bei dem Verkehrsunfall so schwer verletzt, dass er noch an der Unfallstelle verstarb. Der entstandene Sachschaden wird auf circa 12.000 Euro geschätzt. Während der Rettungs- und Bergungsmaßnahmen sowie der Unfallaufnahme war die Autobahn teilweise komplett gesperrt. Die Sperrung wurde gegen 10 Uhr aufgehoben.

Pressemitteilung Polizei Heilbronn




GPS-Geräte aus Traktoren gestohlen

Diebe waren zwischen Donnerstag, 08. September 2022, 20 Uhr, und Freitag, 09. September 2022, 7 Uhr, in drei Ortsteilen von Schöntal unterwegs und stahlen mehrere GPS-Geräte und Displays aus Traktoren. In Westernhausen brachen die Unbekannten in einen Landtechnikbetrieb in der Kappellenstraße ein und demontierten insgesamt drei GPS-Geräte und zwei Displays aus zwei Traktoren und einem Mähdrescher. Auch ein Traktor, der in einer Maschinenhalle im Ginsbacher Weg im Ortseil Marlach abgestellt war, musste daran glauben. Die Täter entwendeten ein GPS-Gerät und ein Display, nachdem sie diese ausgebaut hatten. In Berlichingen schlugen die Täter ebenfalls zu. Aus zwei Traktoren in der Straße „Teich“ stahlen sie zwei GPS-Anlagen und ein Display.

Der durch den Diebeszug entstandene Schaden wird auf mehrere zehntauend Euro geschätzt. Die Polizei bittet Zeugen, die im genannten Zeitraum verdächtige Personen oder Wahrnehmungen gemacht haben, sich beim Polizeiposten Krautheim unter der Telefonnummer 06294 234 zu melden.




GSCHWÄTZ sorgt für Nachwuchs

Zwei Tage Lokaljournalismus hautnah erlebten drei Nachwuchsjournalist:innen am Freitag und Samstag, 09. und 10. September 2022, in den Räumen der GSCHWÄTZ-Redaktion.

Schreiben, Fotografieren, Videos

GSCHWÄTZ-Chefredakteurin Dr.Sandra Hartmann führte den journalistischen Nachwuchs ins „richtige“ Schreiben ein: Welche Arten von Beiträgen gibt es eigentlich? Wie führe ich die Leser:innen in eine Story hinein, wie schaffe ich es, die Leser:innen bis zum Ende des Artikels mitzunehmen? Über die Unterstützung der Texte durch Bilder referierte GSCHWÄTZ-Redakteur Matthias Lauterer anhand aktueller Bild-Text-Beispiele. Und selbstverständlich standen auch Recherchemethoden auf der Tagesordnung.

Weniger spannend waren sicherlich die rechtlichen Themen: Ohne Wissen um das spezifische rechtliche Umfeld, in dem sich Journalist:innen bewegen, die berufsethischen Vorgaben sowie die rechtlichen Bedingungen für die Erstellung und Veröffentlichung von Fotos und Videos, können Journalist:innen aber nun einmal nicht arbeiten. Die Teilnehmer:innen ertrugen auch diese Themen tapfer und interessiert.

Interviews mit Gästen waren der Höhepunkt

Höhepunkte des intensiven Workshops waren sicherlich nicht die Vorträge, sondern die Interviews mit den drei Gästen, in denen das eben Gelernte sofort angewendet werden konnte. Nun haben die Teilnehmenden die Aufgabe, von diesen drei „Pressekonferenzen“ Beiträge zu schreiben. Teilweise wurde heiß diskutiert. Unsere Leser:innen dürfen daher gespannt sein auf die Artikel.

 

Nachwuchsjournalisten-Workshop am 09. September 2022. Mona Hamalla. Foto: GSCHWÄTZ

Mona Hamalla ist eine Syrerin, die mit ihrer ganzen Familie nach Deutschland geflohen war und jetzt selbst in der Flüchtlingsbetreuung arbeitet. Sie berichtete emotional über ihre eigene Flucht, ihr Ankommen in der deutschen Gesellschaft und ihre aktuelle Flüchtlingsarbeit, vor allem mit Menschen aus der Ukraine. Sie ist ganz in Grau gekleidet, wirkt auf den ersten Blick unscheinbar. Aber nur, bis sie anfängt zu erzählen: Ihre leuchtenden Augen, ihr vielsagendes Lachen und ihre Gestik nehmen ihre Zuhörer:innen gefangen.

Nachwuchsjournalisten-Workshop am 09. September 2022. Daniel Fessler. Foto: GSCHWÄTZ

Aus Heilbronn war Daniel Fessler, einer der Pressesprecher des Polizeipräsidiums Heilbronn, angereist. Er brachte den Teilnehmer:innen die Struktur und die Arbeit einer Presseabteilung nahe und erzählte anschaulich von der speziellen Pressearbeit der Polizei. Es konnte nicht ausbleiben, dass er auch ein wenig aus dem Nähkästchen plauderte. „Aus ermittlungstaktischen Gründen“ konnte er natürlich nicht alle Detailfragen beantworten.

Nachwuchsjournalisten-Workshop am 10. September 2022. Dr. Sandra Hartmann und Kevin Leiser. Foto: GSCHWÄTZ

Kursteilnehmer beim Aufmerksamen Zuhören. Foto: GSCHWÄTZ

Der dritte Gast hatte sogar einen noch weiteren Weg: Kevin Leiser, Bundestagsabgeordneter, kam aus Berlin, wo er unseren Wahlkreis seit fast einem Jahr vertritt. Er berichtete von seinem Weg in die aktive Politik, warum er sich der SPD angeschlossen hat und dass er inzwischen in Berlin angekommen ist und eine Wohnung dort gefunden hat. Danach stellte er sich kritischen Fragen über die Politik der SPD, der Regierungskoalition und dem Verhältnis von Staat und Presse, die er teils wie ein alter Politikhase, teils sehr persönlich beantwortete. Eine Stunde länger als geplant dauerte das Gespräch – es muß also sowohl den Kursteilnehmer:innen als auch Kevin Leiser Spass gemacht haben.

Zwei lange und anstrengende Tage liegen hinter dem Orgateam und den Teilnehmer:innen. Und zuminest für diese ist der Workshop noch nicht beendet: Sie werden einen Beitrag über jeweils einen der Gäste schreiben, der in den nächsten Tagen veröffentlicht wird.

Text: Matthias Lauterer

 




Mal etwas ganz Neues: Eine Kunstverlosung für den wohltätigen Zweck

Hoffest Schleierhof 2022. (Klick zum Vergrößern)

Mit einem ganz besonderen Höhepunkt wirbt das Hoffest auf dem Forchtenberger Schleierhof, das am Sonntag, 18. September 2022 um 10:00 beginnt: Neben Oldtimern, Kindervergnügen, Musik von Kurt Klawitter und Michael Breitschopf, und natürlich regionaler Verpflegung wird ein Gemälde von Michele Roccotelli, einem zeitgenössischen italienischen Maler, verlost. Möglich gemacht haben das die Galerie Reichert aus Kupferzell, die das Bild gestiftet hat, und das Unternehmer Netzwerk Hohenlohe.

„Mit der Verlosung dieses Gemäldes möchte das Unternehmer Netzwerk Hohenlohe diesmal ganz gezielt ein sehr schönes Hilfs-Projekt des gemeinnützigen Vereins Galana River School Project e.V. in Kenia unterstützen: Die Erweiterung des Schulgebäudes für afrikanische Kinder und Jugendliche und die Ausbildung medizinischen Personals für die Dorfgemeinschaft Mwanza“, so die Initiatoren der Verlosung.

Lose bereits jetzt online erhältlich

Lose zum Betrag von je 10 Euro können bereits jetzt schon online erworben werden: https://galanariverschool.com/2022/08/20/roccotelli-gemalde-wird-fur-guten-zweck-verlost/

Die Auslosung findet um 16:00 im Rahmen des Hoffestes statt.

Detail aus dem Roccotelli-Gemälde. Foto: Simone Weis-Heigold.

 

Informationen zum Maler Michele Roccotelli:

Im südlichsten Teil Italiens, in der Stadt Minervino Murge, nicht weit weg von Bari, wurde Roccotelli 1946 geboren. Nach seinem Studium hatte er zunächst in Rom gearbeitet, kehrte dann aber in seine Heimat zurück. Zwischen 1974 und 1995 war er in Bari als Dozent an der Kunstakademie tätig.

Seine Bilder, Grafiken und Keramiken sind sowohl in öffentlichen wie privaten Galerien und Sammlungen weltweit vertreten.

Bekannte Kritiker haben seine Werke in Katalogen vorgestellt und besprochen. Es ist eine Entwicklung der Abstraktion des naturalistischen und impressionistischen Malens und der Reinheit der Farbe.

Kräftig leuchtende Farben beherrschen die Bilder. Roccotelli bezieht die natürlichen Vorgänge, die sich in der Landschaft abspielen (Wachsen, Blühen, Vergehen…) in seine Malerei mit ein. Dadurch kommt es zu einer Symbiose aus Gesehenem, Erfahrung, Ahnung, Erlebbarem und Gefühltem.

Roccotelli hat sich an internationalen Kunstmessen über namhafte Galerien beteiligt.

Seine Arbeiten fanden unter anderem auch in Miami Beach, Hamburg, Brüssel, Ottawa, Dresden, Wien, Cottbus und München lebhaftes Interesse.

Text: Matthias Lauterer




Einbrecher durchsucht Büroräume in Künzelsau

Ein Unbekannter verschaffte sich am frühen Donnerstagmorgen, 7. September 2022, Zugang in die Firmenräume eines Reiseveranstalters in Künzelsau. Gegen 3 Uhr stieg er durch ein Fenster im Erdgeschoss in das Gebäude in der Lindenstraße ein. Er durchsuchte die gesamten Büroräume und entwendete Bargeld. Anschließend versuchte er einen Tresor zu öffnet, was aber missglückte. Daraufhin verließ der Täter das Gebäude vermutlich über die hintere Notausgangstür, welche nur von außen verschlossen war, und verschwand.

Beschreibung der Person

Bei der unbekannten Person handelt es sich um einen wohl männlichen Täter, der circa 18 bis 40 Jahre alt, rund 1,70 bis 1,80 Meter groß ist und eine schlanke Statur hat. Er trug zur Tatzeit eine dunkle Basecap, eine dunkle Jacke der Marke Adidas mit drei weißen Streifen an den Ärmeln, eine schwarze Jogginghose sowie blaue Arbeitshandschuhe mit weißem Aufdruck. Sein Gesicht war bis zur Nase mit einem schwarzen Schlauchschal verdeckt.

Die Polizei bittet Zeugen, die zwischen 3 Uhr und 3.20 Uhr etwas Verdächtiges wahrnehmen konnten oder Hinweise zum Täter geben können, sich beim Polizeirevier Künzelsau unter der Telefonnummer 07940 9400 zu melden.

Pressemitteilung Polizei Heilbronn