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Künzelsau mit dem Smartphone entdecken

Ein Gang durch Künzelsaus Hauptstraße und Gassen führt an vielen historischen Gebäuden und Plätzen vorbei, die eine spannende Geschichte zu erzählen haben. Wer die Sehenswürdigkeiten in Künzelsau auf eigene Faust entdecken möchte, kann dies über eine virtuelle Stadtführung mit dem eigenen Smartphone tun. Unter http://www.kuenzelsau.de/sehenswuerdigkeiten ist eine empfohlene Route zur Erkundung der Sehenswürdigkeiten abgebildet. Als Startpunkt ideal ist das Alte Rathaus in der Künzelsauer Innenstadt. Die einzelnen Tafeln informieren kurz und bündig über die Sehenswürdigkeit, die eingebundenen QR-Codes machen es möglich, neben weiterführenden Informationen auch Archivbilder abzurufen. So führen die Tafeln – insgesamt 21 Stück – von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit.

Über 100 Sprachen möglich

Durch die Verknüpfung zur städtischen Homepage können die Texte in über 100 Sprachen angezeigt werden. Der Rundgang ist deshalb auch hervorragend für internationale Gäste geeignet.  Der Fußweg durch die Innenstadt ist etwa zwei Kilometer lang – die Tafeln am Wartberg und in Schloß Stetten nicht mit einberechnet.

Stadtführung „Künzelsau entdecken und erleben“

Wer sich lieber zu den historischen Schauorten und besonderen Kultureinrichten Künzelsaus führen lässt, ist bei der Stadtführung „Künzelsau entdecken und erleben“ richtig. Diese findet immer am ersten Samstag im Monat um 11 Uhr statt. Treffpunkt ist am unteren Eingang vom Alten Rathaus. Die Führung kostet drei Euro pro Person. Um Anmeldung wird gebeten: Stefan Kraut, Telefon 07940 129-117, E-Mail stefan.kraut@kuenzelsau.de

Bei den nächsten beiden Führungen am 1. Oktober und 5. November 2022 wird bei der Stadtführung auch die Johanneskirche besichtigt.

Pressemitteilung Stadt Künzelsau.




In Polen gestohlen – ein BMW fährt äußerst seltsame Wege

Behörden in ganz Deutschland und auch im Ausland waren mit einem verworrenen Fall beschäftigt, der am 22. September 2022 vor dem Künzelsauer Amtsgericht verhandelt wurde. Der Künzelsauer Christian S. war wegen Geldwäsche angeklagt, gegen einen diesbezüglichen Strafbefehl hatte er Einspruch eingelegt, sodass der Fall jetzt verhandelt wurde.

Christian S. wurde zu Last gelegt, einen BMW, den er wohl gutgläubig gekauft hatte, veräußert oder weitergegeben zu haben, obwohl er zwischenzeitlich wußte, dass das Fahrzeug gestohlen war. Ihm wurde daher Geldwäsche nach §261 (1) 2 vorgeworfen, eine Tat, die mit Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren belegt ist.

Schon die Anklage ist verwirrend

Schon der Weg des Fahrzeugs ist verworren, die Staatsanwaltschaft trägt vor: Das Fahrzeug wurde der polnischen BMW-Leasinggesellschaft unterschlagen und nach Deutschland verbracht, wo es von S. in Bremerhaven gekauft und dann nach Künzelsau gebracht wurde. Mehr als 30.000 Euro habe S. bezahlt. In Künzelsau wurde das Fahrzeug ohne Beanstandung zugelassen. Später wurde das Fahrzeug von der hiesigen Polizei als Diebesgut beschlagnahmt. Etwa einen Monat später wurde das Fahrzeug von der Polizei an S. zurückgegeben. Als er das Auto dann an eine Frau aus München weiterverkaufen wollte, stellte sich heraus, dass das Fahrzeug inzwischen im Schengener Informationssystem SIS ausgeschrieben war. Die Zulassungsstelle in München informierte daher die Polizei.

Da S., so sagt es die Anklageschrift, aufgrund der Vorgeschichte wissen mußte und auch gezielt auf das Veräußerungsverbot durch einen Polizeibeamten hingewiesen wurde, sei der Tatbestand der Geldwäsche erfüllt.

Der Angeklagte

Dem Angeklagten ist offenbar während der Verhandlung nicht wohl. Meist sitzt er zusammengekauert auf seinem Stuhl, sein Kopf ist gerötet, seine Finger sind ständig in Bewegung. Er ist offenbar unsicher und äußerst nervös, kein Wunder: Bisher war er nie mit dem Gesetz in Konflikt gekommen, war noch nie auf der Anklagebank gesessen. Meist schaut er scheinbar teilnahmslos auf den leeren Tisch vor sich, doch die innere Spannung ist ihm anzusehen.

Verteidigerin wird aktiv

Einlassungen will S. nicht machen, auch Fragen werde er nicht beantworten, teilt seine Verteidigerin Kerstin Baumann mit. S nimmt also sein gutes Recht zu schweigen in Anspruch. Noch bevor Baumann ihre Sicht des Tathergangs schildert, stellt sie infrage, dass überhaupt ein „Veräußerungsverbot“ in rechtswirksamer Form ausgesprochen wurde. Ansonsten bestätigt sie den geschilderten Tathergang, stellt ihn allerdings in ein ganz anderes Licht: Zuerst sei ihr Mandant als Geschädigter vernommen worden, erst später als Beschuldigter. „Der einzige, den ich als Geschädigten sehe, ist der Herr S.“, sagt Baumann. Er habe für ein Auto, mit dem er jetzt nichts anfangen kann, mehr als 30.000 Euro bezahlt und zahle jetzt seit rund einem Jahr 50 Euro pro Monat für eine Garage, in der der Wagen seitdem untergestellt sei: „Er läßt die Finger von dem Fahrzeug“.

Es wird immer verworrener

Die Verwirrung wird größer, als berichtet wird, dass in dem Fahrzeug mutmaßlich ein Motor eingebaut gewesen sei, der aus einem in Schweden gestohlenen Fahrzeug stammen soll und dass in Frankreich ein Fahrzeug mit derselben Fahrzeugidentifikationsnummer angemeldet worden sein soll. Und es wird auch nicht klar, warum das eingezogene Fahrzeug von den Behörden wieder an S. herausgegeben worden ist.

Richterin Rührig fasst vor den Zeugeneinvernahmen nochmal zusammen: „Das sieht man aber selbst als Laie, dass da was faul ist – dass da eine Weiterveräußerung nicht stattfinden darf, das versteht auch ein Laie“.

Zeuge bringt ein wenig Licht in die Sache

Ein wenig Licht in die Sache kann der Zeuge H. bringen. Er ist ehemaliger Polizeibeamter und war vor seiner Pensionierung mit dem Fall befasst. Das Kraftfahrzeug wurde, so sagte er aus, aufgrund einer Meldung des BKA beschlagnahmt. Das BKA hab das Fahrzeug anschließend „auseinandergenommen“ und habe festgestellt, dass der Motor offenbar original war. Die Wiederherausgabe des Fahrzeuges konnte er auch nicht nachvollziehen, sodass er sich die Anweisung von der Staatsanwältin schriftlich bestätigen ließ. Er ist sich sicher, dass er bei der Übergabe des Fahrzeugs gegenüber S. das Wort „Veräußerungsverbot“ verwendet hat und sagt: „Das muß man nicht groß erklären, dass das so angeordnet ist.“  Über den Verkäufer in Bremerhaven kann H. erstaunliche Neuigkeiten berichten: „Über den wurden noch drei weitere Fahrzeuge zugelassen. Der wurde benutzt und hat Geld bekommen dafür“ – ein bezahlter Strohmann also.

Im Hintergrund Organisierte Kriminalität?

Im persönlichen Gespräch sagt E. nach dem Prozeß, dass der Verdacht der Organisierten Kriminalität sehr naheliegend sei. Dieser Aspekt des Falls war allerdings nicht Teil des Verfahrens vor dem hiesigen Amtsgericht. Soviel ist aber klar: Es sind oder waren in diesem Tatzusammenhang weitere Verfahren anhängig. Ob die Hinterleute des Bremerhavener Strohmanns identifiziert sind und ob gegen sie ermittelt wird, wurde nicht bekannt.

Viele offene Fragen

Aber die Aussage von E. bringt nicht den ganzen Sachverhalt ans Licht, Fragen bleiben offen: Es wäre beispielsweise interessant zu wissen, mit welchen Fahrzeugdokumenten S. aus Bremerhaven zurückkam. War etwa der KfZ-Brief oder ein anderes Eigentumsdokument, das zur Zulassung vorgelegt wurde, eine Fälschung? War der Leasingnehmer etwa auch der Hintermann des Verkaufs in Bremerhaven? Und warum hat der ursprüngliche Eigentümer, die Leasinggesellschaft in Polen, das Fahrzeug bisher nicht zurückgefordert? Im Saalpublikum sprießen wilde Spekulationen über weitere mögliche Hintergründe.

Einstellung möglich?

Die Richterin bringt eine Einstellung des Verfahrens ins Spiel: „Wir müssen bedenken, dass sich der Angeklagte nicht konform verhalten hat. Andererseits ist er natürlich auch Geschädigter.“ Staatsanwältin Schmidt will sich dem „nicht verschließen“, will aber erst die weiteren Zeugen hören. Sollte nämlich Geld für den Verkauf des Autos geflossen sein, steht neben Geldwäsche auch ein Betrug oder ein versuchter Betrug im Raum.

„Sowas mache ich nicht mehr“

Die beiden Zeugen, die Käuferin M. aus München und ihr Bruder Ha., der den Wagen bei S. abgeholt hat, erklären aber, dass der Kaufvertrag noch nicht unterschrieben war – auch eine verwirrende Seltsamkeit – und auch noch kein Geld geflossen sei. Noch am Tag, an dem sie das Fahrzeug zulassen wollte, habe sie Besuch von der Kripo bekommen, sagt die Käuferin. Ihr Bruder habe ihr gesagt, dass ein Freund von ihm ein Auto zu verkaufen habe. „Ich habe mir jetzt bei einem Autohaus ein neues Auto gekauft. Sowas mache ich nicht mehr“, sagt M.

Somit konnte das Verfahren gegen eine Geldauflage von 2.000 Euro, zu zahlen an die Jugendfeuerwehr, vorläufig eingestellt werden.

Was passiert nun mit dem Auto?

Für S. ist die Sache strafrechtlich ausgestanden, vorbestraft ist er nicht. Er hat nur ein Problem: Was tun mit dem Fahrzeug? Der polnische Eigentümer hatte zwar erklärt, dass er auf seinem Eigentum beharre, hat aber bisher nichts getan, um sein Eigentum wiederzuerlangen. Stattdessen bezahlt S. die Garagenmiete und „so ein Auto wird von Rumstehen ja auch nicht besser“. Für S. ist das Thema also noch lange nicht ausgestanden, bisher hatte er Kosten von rund 40.000 Euro für das Fahrzeug, die Garagenmiete, die Geldauflage und seine Verteidigung vor Gericht. Demgegenüber steht ein Fahrzeug, das er bezahlt hat und mit dem er jetzt nichts anfangen kann.

Text: Matthias Lauterer




KÜNightLive im Künzelsauer Rathausfoyer

Nach zwölf Abenden „Sommer in der Stadt“ verwandelt sich nun wieder das Foyer im Künzelsauer Rathaus zur Live-Konzert-Location.

Sechs Konzerte sind für den Herbst und Winter geplant, den Anfang macht am Mittwoch, 5. Oktober 2022 ab 19 Uhr die Band Gravity. Die sechs professionellen Musiker verstehen es, mit ihrem energiegeladenen Programm aus Pop, Rock und Partymusik, dem tanzfreudigen Publikum ordentlich einzuheizen. Ob Songs von Jan Delay, Bruno Mars, Lady Gaga, Robbie Williams, Michael Jackson, Pink, TOTO, ACDC oder anderen ausgewählten Songs der Musikgeschichte – die mitreißenden Interpretationen von „Gravity“ bringen jede Veranstaltung zum Beben. Die Band versteht es, in kürzester Zeit den „Funken“ auf das Publikum überspringen zu lassen, um so jede Veranstaltung zu einem unvergesslichen Erlebnis zu machen.

Infos und Karten

Das Künzelsauer Rathausfoyer verwandelt sich regelmäßig mittwochs zu einer Live-Konzert-Location. Tolle Bands aus der Region treten auf und sorgen für eine tolle Stimmung. Dazu gibt es immer ein besonderes Essens- und Getränkeangebot von wechselnden Caterern.

Karten gibt es für zehn Euro bei der Stadtverwaltung Künzelsau, Renate Kilb, renate.kilb@kuenzelsau.de, Telefon 07940 129-121 sowie an der Abendkasse.

Weitere Termine:

09.11.2022 TETs
07.12.2022 Keep Alive
11.01.2023 Shadows Revenge
01.02.2023 The Uniques
08.03.2023 Steel, Wine & Honey

Pressemitteilung Stadt Künzelsau




Heute, 22 Uhr: Licht aus als Zeichen gegen Lichtverschmutzung

Die Stadt Künzelsau beteiligt sich an der diesjährigen Earth Night. Ziel der Earth Night am Freitag, 23. September 2022 ist es, ab 22 Uhr wo möglich auf künstliches Außenlicht zu verzichten. In Künzelsau wird aus diesem Anlass der Zeitraum für die halbnächtliche Beleuchtung in der Innenstadt erweitert auf 22 bis 6 Uhr am Folgetag – statt wie üblich von 0 bis 5 Uhr. Die öffentlichen Anstrahlungen sind aufgrund der seit dem 1. September 2022 geltenden Energiesparverordnung bereits ausgeschaltet. Damit wird ein Zeichen gegen die Lichtverschmutzung gesetzt, denn diese macht die Nächte immer heller und schadet Umwelt, Mensch und Natur.

Jeder kann mitmachen

Ob als Privatperson, Unternehmen oder Organisation – wer die Aktion unterstützen möchte, kann ganz einfach mitmachen.

Außenlicht aus: Alle Lichtquellen, die nicht unerlässlich der Sicherheit dienen, abschalten oder zumindest teilabschalten. Also beispielsweise Schaufenster- / Werbebeleuchtung sowie Tür-, Haus-, Objekt-, Fassaden- und auch Gartenbeleuchtung.

Jalousien schließen: Niemand muss während der Earth Night zu Hause im Dunklen sitzen. Denn es reicht schon, einfach die Jalousien, Rollos oder Vorhänge an den Fenstern zu schließen. So wird die Nacht auch dunkler.

Strategie 2030

Dies ist eine Maßnahme aus der „Strategie 2030 – Wir gestalten gemeinsam unsere Zukunft in Künzelsau“. Der Gemeinderat hat im Rahmen der „Strategie 2030“ fünf Schwerpunktthemen definiert und gemeinsame Ziele für die nächsten Jahre festgelegt, unter anderem für das Thema „Zukunft Klima“.

Foto: So hell erleuchtet wird Künzelsau bei der Earth Night am 23. September nicht sein. Foto Olivier Schniepp, Foto Linke GmbH.

 




„Schwierigkeiten in Ohrenbach so nicht vorhersehbar“

Nun hat auch die Stadtverwaltung Künzelsau öffentlich auf die Dauerbaustelle in Ohrenbach reagiert (wir berichteten) und folgendes Statement unserer Redaktion zukommen lassen: „Leider sind die Stadtverwaltung und hier auch die KünWerke tatsächlich mit der Bauausführung auf der von Ihnen angesprochenen Baustelle in Ohrenbach nicht zufrieden und haben sich deshalb auch bereits mit den am Bau Beteiligten in Verbindung gesetzt.“ Bauleiter Henecker von der Baufirma Krieger aus Bruchsal hatte auf GSCHWÄTZ-Nachfrage vonr  Tagen gesagt, dass die Baustelle bis Ende des Jahres fertiggestellt sei. Die Stadtverwaltung sieht das allerdings etwas anders. So heißt es: „Die Fertigstellung ist derzeit leider nicht absehbar.“

„Im Verzug“

Weiter heißt es: „Die KünWerke haben sich an die Stromerdverkabelung der NetzeBW mit Leitungsverlegungen angeschlossen. Das heißt, die KünWerke haben die NetzeBW mit der Mitverlegung von Breitband und Straßenbeleuchtungskabel beauftragt – also die ausführende Baufirma nur indirekt beauftragt. Diese Arbeiten sind in Verzug. Dies wurde bereits speziell und nachdrücklich gegenüber der Baufirma angezeigt. Die KünWerke haben lediglich eine weitere Baufirma direkt mit der Erneuerung der Wasserleitung beauftragt, diese Baumaßnahme ist – allerdings auch mit Verzögerungen, unter anderem Corona-bedingt – fertiggestellt.“

Arbeitskolonne ausgetauscht, tägliche Kontrollen

Um die Ausführung der restlichen Arbeiten zu beschleunigen, wurde bei einem Ortstermin mit Vertretern der beteiligten Unternehmen, der Netze BW, der KünWerke und den Anwohnenden verabredet, dass nicht nur wie bisher Mitarbeitende der Netze BW, sondern auch der KünWerke die Baustelle täglich und engmaschig kontrollieren. Außerdem wird oder wurde diese Woche eine Arbeits-Kolonne ausgetauscht, weitere Konsequenzen werden derzeit geprüft.

„Bei der Auswahl des Bauunternehmens spielen natürlich die Kosten eine wichtige Rolle“

Die Netze BW ergänzt zur Auswahl des Bauunternehmens: „Grundsätzlich muss die Netze BW die Ausführung von Baumaßnahmen, wie die in Ohrenbach, ausschreiben. Bei der Auswahl des Bauunternehmens spielen natürlich die Kosten eine wichtige Rolle. Ebenso von Bedeutung sind dabei aber auch Qualitäts- und Sicherheitskriterien, die ein Unternehmen zu erfüllen hat. Darum finden auf den Baustellen regelmäßig Kontrollbesuche durch die Netze BW statt. Die Erfahrungen mit der ausführenden Firma waren bislang gut: Es gibt eine langjährige Zusammenarbeit zwischen der Netze BW und der Firma. Insofern waren die Schwierigkeiten in Ohrenbach so nicht vorhersehbar. An einer Verbesserung der Situation wird aber bereits in Absprache mit der Firma gearbeitet. Die Verzögerungen in dem Bauprojekt bedauert die Netze BW. Unter den gegebenen Umstände kann ein genauer Fertigstellungstermin momentan leider noch nicht genannt werden.

Die KünWerke bedauern, dass wegen des ungenügenden Einsatz einer Firma auch die anderen beteiligten Unternehmen schlecht weg kommen, obwohl sie kein Verschulden haben.“

 




Rund 50 neue Flüchtlinge im Krankenhaus eingetroffen

50 neue Flüchtlinge aus der Ukraine, vorwiegend Frauen und Kinder, sind wieder im ehemaligen Krankenhaus Künzelsau eingetroffen und dort auch untergebracht. Derzeit werden Ehrenamtliche gesucht, die das Sprachcafé itbetreuen.

Dienstags und Donnerstags von 14 bis 16 Uhr gibt es in der ehemaligen Mensa des Krankenhauses die Möglichkeit ein von Ehrenamtlichen geleitetes Sprachcafé, das den Flüchtlingen die deutsche Sprache näher bringt. Wie bgrüße ich hier jemanden? Wie verabschiede ich mich? Wie stelle ich mich vor?

Wer Lust und Zeit hat, sich hier einzubringen, darf sich gerne bei der Redaktion melden. Wir leiten den Kontakt dann weiter: info@gschwaetz.de WhatsApp: 0172/68 78 474. Telefon: 07940/93 555 7. GSCHWÄTZ | Gaisbacher Str. 6 | 74653 Künzelsau

Da wieder Hunde und Katzen mit im Gepäck diverser Flüchtlinge sind, werden auch Tierfutterspenden gerne angenommen und können im Krankenhaus am Welcome Point im ersten Stock abgegeben werden.

 




„Neuer Rhythmus – Endlich Schule!“

„Gott sei Dank!“ meinte Stefan Rauner, „haben wir eine so große Aula, dass für 50 ABC-Schützen und deren Angehörige Platz ist, eine so imposante Einschulungsfeier zu veranstalten. Und das für euch, die ihr stolz mit den Schultüten in der Hand, euren ersten Schultag begonnen habt!“ Was folgte, war ein Samstagmorgen an der Freien Schule Anne-Sophie, der bei den „neuen“ Schulkindern in Erinnerung bleiben wird und zu dessen Höhepunkt ein begeisterndes Kindermusical aufgeführt wurde.

Ein ganz neuer Rhythmus

Stefan Rauner, Leiter der Primarstufe, steigerte mit seiner eigenen Schultüte und den spannenden Hinweisen zu deren Inhalt die Erwartungen darüber, was denn nun in den nächsten Stunden, aber auch in den folgenden Wochen in diesem neuen Lebensabschnitt passieren wird und passieren könnte. Besonders erwähnte er den neuen Rhythmus im Leben der Schulkinder: „So wie die Natur ihren Rhythmus im Laufe des Jahres ändert, so werden die Schule, die Stundenpläne und der Schulalltag eueren Rhythmus ändern.“

Einschulung in der Freien Schule Anne-Sophie. Foto: Benjamin Grell

Gesamtelternbeiratsvorsitzende Eva Reinhardt zeigte sich ebenfalls über die vielen neuen Kinder an der Freien Schule Anne-Sophie erfreut. Da sich in der Aula so schöne Schultüten befanden, ließ sie es sich nicht nehmen, mit einem Vergleich am Beispiel Zuckertütenbaum den Brauch der Schultüte zu erklären.

Musik stimmt die Kinder ein

Es war mucksmäuschenstill in der Aula, als plötzlich die ersten musikalischen Töne erklangen. Beim Blick nach vorne sahen die ABC-Schützen eine wunderbar selbstkreierte Waldkulisse als Bühnenbild. Die Schauspieler und die Gäste befanden sich plötzlich auf einer ereignisreichen musikalischen Reise mit der Eule durch die Welt der Musik, die mit einer Ukulele ihren eigenen Beat, den eigenen Rhythmus suchte. Dabei traf sie auf einige weitere helfende Waldtiere, die ihr die rhythmischen Klänge der verschiedenen Gefühle wie Liebe, Freude, Mut, aber auch Traurigkeit zeigten.

Das Stück war passend für die neuen Schulanfänger:innen, unter der Regie von Lea Baumann und Nadja Feßenbecker, einstudiert und stellte ohne Zweifel den Höhepunkt der kurzweiligen Einschulungsfeier dar. Der Funke sprang über. Es wurde mitgesungen, mitgefühlt und vor allem miterlebt.

Als zum Abschluss der Einschulungsfeier die Kinder mit ihren Lernbegleiter:innen in die Lernräume durften, war der Tag „perfekt“. Das erste Mal erlebten sie in der Gemeinschaft ihre erste Unterrichtsstunde.

Pressemitteilung FSAS




Kocherbrücke stadteinwärts gesperrt

Die B 19, von der Mergentheimer Straße 1 bis zur Lindenstraße 2, in Fahrtrichtung Kocherbrücke und Innenstadt Künzelsau beziehungsweise Schwäbisch Hall, ist am Donnerstag, 22. September 2022 von 7.30 bis 17 Uhr halbseitig gesperrt. Dies geht aus einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau hervor.

Die kurze Stichstraße am Kocher wird asphaltiert. Damit diese Arbeiten ohne Gefährdung für den Verkehr stattfinden können, ist die Sperrung der Fahrbahn und des Fußgängerwegs stadteinwärts erforderlich. Stadtauswärts kann die Kocherbrücke befahren werden. Danach ist die Baustelle im Zusammenhang mit dem Neubau der beiden Regenüberlaufbecken und dem Pumpwerk am Kocher durch die Firma Leonhard Weiss fast abgeschlossen. Die Stadtverwaltung Künzelsau bittet die Verkehrsteilnehmer um Verständnis und Rücksicht.

Haltestellen fallen weg

Der Nahverkehr Hohenlohe teilt dazu mit, dass zu den Buslinien 2, 3, 6, 8, 13, 19 und 21 in Fahrtrichtung Künzelsau aus Richtung Ingelfingen/Belsenberg kommend die Haltestellen „Künzelsau Kappensteige“ und „Künzelsau Sparkasse“ nicht bedient werden können. Bei den Linien 20, 21, 24 und 25 in Fahrtrichtung Künzelsau aus Richtung Amrichshausen/Langenburg kommend entfällt die Haltestelle „Künzelsau Sparkasse“. Alle Fahrten in Fahrtrichtung Ingelfingen/Belsenberg und Amrichshausen/Langenburg können regulär durchgeführt werden, das heißt, alle Haltestellen werden bedient. Für weitere Informationen zu den Buslinien steht das Team des NVH montags bis freitags von 8 bis 17 Uhr unter der Rufnummer 07940/9144-0 oder mailto:info@nvh.de gerne zur Verfügung.

Pumpenschacht setzen an der Kocherbrücke in Künzelsau. Foto: Stadtverwaltung Künzelsau

Dieser Pumpenschacht wurde in den letzten Juni-Tagen westlich der Kocherbrücke eingebaut. Jetzt sind dort die Bauarbeiten abgeschlossen und die Stichstraße dort wird am Donnerstag neu asphaltiert.

 

 




Abrissbirne schwebt über dem Krankenhaus, Neubau des Kreishauses steht nun im Fokus

„Neubau des Kreishauses im Fokus“. Das ist der Titel einer Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises mit Bezug auf die anstehende Kreistagssitzung am 26. September 2022, 14 Uhr, in der Kultura in Öhringen.

Unter anderem wird hier über die Vergabe der Architektenleistungen beschlossen. Zu Beginn der Sitzung geht es um die Zukunft des Hohenloher Krankenhausgebäudes, wozu der Kreistag einen Beschluss fassen wird. Im Fokus der Sitzung steht das Großprojekt des Kreises – der Neubau des Kreishauses. Das Ergebnis des Architektenwettbewerbs wird verkündet. Anschließend beschließt der Kreistag über die Vergabe von Architektenleistungen und die Errichtung des Kreishauses in zwei Bauabschnitten. Im Rahmen des Neubaus steht zudem die gemeinsame Absichtserklärung zwischen dem Hohenlohekreis und der Stadt Künzelsau zur Abstimmung. Abschließend wählt der Kreistag einen Stellvertreter für das zweite Hohenloher Mitglied im Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg (KVJS).

Ein weiterer Punkt auf der Tagesordnung sieht vor, über die Weiternutzung oder den Abriss des seit 2018 geschlossenen Krankenhauses in Künzelsau zu sprechen. Derzeit wird das Gebäude unter anderem zur Unterbringung ukrainischer Flüchtlinge genutzt.

Informationen zu den Sitzungen des Kreistags und seiner Ausschüsse sind über das Bürgerinformationssystem auf der Internetseite www.hohenlohekreis.de im Bereich Kreistag/Ratsinformationssystem abrufbar.




LKW auf A81/Jagsttalbrücke umgekippt und hat Ladung verloren; Metallteile auf der Fahrbahn, Vollsperrung beide Richtungsfahrbahnen, Einsatzkräfte vor Ort