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„Wer bin ich eigentlich? Und warum überhaupt?“

Am 29. Oktober feiert die Show „Wer bin ich eigentlich? Und warum überhaupt?“ im Science Dome der experimenta ihre Premiere. In dem interaktiven Format gehen Clarissa Corrêa da Silva und Simone Müller zusammen mit dem Publikum den Fragen nach, was Menschen ausmacht und was sie prägt.

Derzeit haben rund 40 Prozent der Schülerinnen und Schüler in Deutschland einen Migrationshintergrund. Welche Auswirkungen hat das auf die Gesellschaft? Durch welche Faktoren werden Menschen in ihrer Entwicklung eigentlich geprägt? Diesen sowie weiteren spannenden Fragen zum Thema Herkunft und Identität gehen die TV-Moderatorin Clarissa Corrêa da Silva und die Schauspielerin Simone Müller am 29. Oktober in der experimenta auf den Grund. Ihre interaktive Wissens-Show „Wer bin ich eigentlich? Und warum überhaupt?“ läuft um 12:00 und 15:00 Uhr im Science Dome und richtet sich an Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren.

Identitätssuche mit überraschendem Ausgang

Auf Augenhöhe nehmen da Silva und Müller ihr Publikum auf eine Reise mit: Sie beginnt mit Abgrenzung und Ausgrenzung im Alltag und endet nach rund einer Stunde mit der Sensibilisierung für Toleranz, Diversität und Selbstbestimmtheit. Die beiden Darstellerinnen haben selbst Migrationshintergrund und berichten anfangs in einem Wechsel aus humoristischen Szenen und wissenschaftlichen Erklärungen von ihren persönlichen Erfahrungen bei der Identitätssuche. Schnell wird klar: Obwohl alle Menschen zu 99,9 Prozent das identische Erbgut besitzen, müssen viele von ihnen mit Vorurteilen, Rollenklischees und Diskriminierung leben. Gemeinsam mit den jungen Zuschauerinnen und Zuschauern werden die Auswirkungen davon in der Show herausgearbeitet.

Science-Slam

Im Anschluss erklären Clarissa Corrêa da Silva und Simone Müller im Science Slam-Stil, wie die wissenschaftlichen Disziplinen Mikrobiologie und Epigenetik dazu beitragen, traditionelle Vorstellungen von Herkunft und Identität zu überdenken. So besteht zwar eine genetische Vorprägung durch die Vorfahren, doch jeder Mensch hat grundsätzlich die Möglichkeit, seine eigenen Werte und Verhaltensweisen zu entwickeln. Eine Erkenntnis, die auch im letzten Teil der Show eine wichtige Rolle spielt: Die beiden Akteurinnen gehen mit dem Publikum in den Austausch und werten bestimmte Szenarien durch Abstimmungen gemeinsam mit allen aus.

Premiere am 29. Oktober mit zwei Vorstellungen

Am Samstag, 29. Oktober, gastiert die Wissens-Show „Wer bin ich eigentlich? Und warum überhaupt?“ in der experimenta. An diesem Tag feiert das Stück seine Premiere, bevor es als Gastspiel auf Tournee geht. Die Aufführungen im Science Dome, die für Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren geeignet sind, beginnen um 12:00 und 15:00 Uhr. Der Eintritt kostet für Erwachsene 6,00 Euro und für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren 4,00 Euro. Karten gibt es ab sofort online im Ticketshop der experimenta.

Die Wissens-Show „Wer bin ich eigentlich? Und warum überhaupt?“ ist in Kooperation mit dem renommierten Festival „Enjoy Jazz. Festival for Jazz and More“ entstanden. Gefördert wird sie durch die Stiftung Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) und den Gewinnsparverein der BB Bank Karlsruhe.

Die Darstellerinnen

Clarissa Corrêa da Silva, Fernseh-Journalistin und Autorin, moderiert mehre­re, vielfach preisgekrönte TV- und Online-Formate für Kinder, darunter „Die Sen­dung mit der Maus“ (WDR), „Wissen macht Ah!“ (WDR), „Triff …“ und „Die beste Klasse Deutschlands“ (beide KiKa) sowie die Reportage-Reihe „3 Blocks“ (MDR). Für ihre Arbeit erhielt sie unter anderem den Kinder-Medienpreis „Der weiße Elefant“. Außerdem wurde sie mehrfach beim „Goldenen Spatz“ ausgezeichnet, dem größten Festival für deutschsprachige Kindermedien.

Simone Müller, Schauspielerin und Autorin, ist bekannt aus TV-Auftritten in Serien wie „Tatort“ (MDR) und „How to Sell Drugs Online (Fast)“ (Netflix) sowie durch Episoden­hauptrollen in innovativen Formaten wie „Triff …“ (KiKa) und „Find­her“ (YouTube). Sie ist Ensemble-Mitglied des Saarländischen Staatstheaters Saarbrücken. Daneben ist sie unter anderem sonder­pädagogisch an Schulen tätig und arbeitet künstlerisch zu den Themenfeldern Intersektionalität und Geschlechtergerechtigkeit.

Pressemitteilung experimenta




Klimabeirat der Stadt Künzelsau tagt

Am Dienstag, 11.Oktober 2022 findet um 18:00 Uhr eine Sitzung des Klimabeirats der Stadt Künzelsau statt, zu der die Bevölkerung herzlich eingeladen ist.

Ort: Rathaus Künzelsau, großer Saal, 3.Stock

Tagesordnung:

1 Eröffnung & Begrüßung

2 „Mögliche Wege zur Klimaneutralität von Künzelsau“

Maren Krämer und Maximilian Scholze, Studierende des Studiengangs Wirtschaftsingenieurwesen, Energiemanagement an der Hochschule Heilbronn, Campus Künzelsau, ReinholdWürthHochschule

3 Informationen & Statusbericht der Stadtverwaltung zu verschiedenen Projekten und Themen (Präsentation)

4 Neues Mitglied für das Gremium aus dem Bereich Bevölkerung

5 Aktivitäten der 4 Arbeitsgruppen
Abfallvermeidung
Begrünung
Energie
Mobilität

6 Zukünftige Arbeitsschwerpunkte

7 Aussprachen und Verschiedenes

8 Nächste Sitzungstermine

Pressemitteilung Stadt Künzelsau




„Dobro došli“ heißt „Herzlich willkommen“ auf Serbisch

1.200 Kilometer trennen die Öhringer Richard-von-Weizsäcker-Schule (RWS) und die zwölf Landwirtschaftlichen Schulen der Autonomen Provinz Vojvodina, die zu Serbien gehört. Doch viel größer als diese Distanz sind die vielen Gemeinsamkeiten, welche die beiden Regionen und speziell die jeweiligen landwirtschaftlichen Ausbildungsgänge miteinander verbinden. So konnte an Vieles angeknüpft werden, als Uwe Stiefel, Leiter der Richard-von-Weizsäcker-Schule, gemeinsam mit seinem Kollegen Marco Blachut und Referatsleiter Christian Bühler vom Regierungspräsidium Stuttgart am 26. September 2022 die Delegation aus der Vojvodina im Öhringer Schulhaus Am Maßholderbach empfing. 22 Schülerinnen und Schüler aus den zwölf verschiedenen landwirtschaftlichen Schulen sowie drei Regierungsvertreter der Autonomen Provinz Vojvodina unter Leitung von Mladen Petres hatten sich auf den Weg gemacht, um an die Begegnung von 2019 anzuknüpfen, die seither wegen der Corona-Pandemie nicht intensiviert werden konnte.

„Der fachliche Austausch steht und fällt mit dem kulturellen Austausch“

Austausch, Vernetzung und Kennenlernen standen im Fokus des Besuchs der Vertreterinnen und Vertreter aus der Autonomen Provinz Vojvodina an der Öhringer Richard-von- Foto: Richard-von-Weizsäcker-Schule Öhringen.

Uwe Stiefel und Marco Blachut zeigten den interessierten Gästen die Werkstatt und die Ausstattung der Öhringer Landwirtschaftsschule und gaben Einblicke in das Duale Ausbildungssystem in Deutschland. „Der fachliche Austausch steht und fällt mit dem kulturellen Austausch“, betonte Uwe Stiefel und unterstrich, wie wichtig die enge Verzahnung zwischen Theorie und Praxis für eine qualifizierte landwirtschaftliche Ausbildung sei. „Aber genauso wichtig ist die Verzahnung zwischen unseren beiden Regionen, damit wir voneinander lernen können“, sagte der Schulleiter an die Adresse seiner Gäste. Auch Christian Bühler betonte den hohen Wert des interkulturellen Austauschs und überbrachte Grüße von Dr. Kurt Metzger aus dem Stuttgarter Regierungspräsidium. Dieser hatte die Partnerschaft zwischen der Autonomen Provinz Vojvodina und dem Regierungsbezirk Stuttgart ins Leben gerufen.

Breit aufgestellte landwirtschaftliche Ausbildung in Öhringen

Im Anschluss an die Begrüßung wandten sich die Gäste mit großem Interesse den Landmaschinen und dem Versuchsacker direkt an der Richard-von-Weizsäcker-Schule zu, den sie sich von den Öhringer Schülerinnen und Schülern des ersten Ausbildungsjahrgangs erläutern ließen. Die serbischen Schülerinnen und Schüler zeigten sich beeindruckt von der modern ausgestatteten Richard-von-Weizsäcker-Schule und waren überrascht, wie breit die landwirtschaftliche Ausbildung in Öhringen aufgestellt ist. Auch das Agrarwissenschaftliche Gymnasium an der RWS gehört dazu. Die Kommunikation zwischen den Deutschen und ihren Gästen aus der Vojvodina klappte bestens, und da, wo es hakte, übernahm Stana Tokovic, Deutschlehrerin an der RWS, die Rolle der Dolmetscherin.

Besuch des Landwirtschaftlichen Hauptfests in Bad Cannstatt

Zum weiteren Besuchsprogramm der Gäste aus der Vojvodina gehören zahlreiche landwirtschaftliche Betriebe der Region, der Stuttgarter Landtag und schließlich das Landwirtschaftliche Hauptfest in Bad Cannstatt. Der Öhringer Auftakt dieser Deutschlandreise war offenkundig für alle eine große Freude – nicht zuletzt wegen des Herzlichen Willkommens an der RWS. Die Öhringer freuen sich darauf, mit einem ebenso warmherzigen „Dobro došli“ beim hoffentlich bald anstehenden Gegenbesuch in der Vojvodina begrüßt zu werden.

Pressemitteilung Landratsamt Hohenlohekreis




Der Döner kommt jetzt ins Wachstuch

Die Schülerinnen und Schüler der Kaufmännischen Schule Künzelsau wollen ihren Verpackungsmüll reduzieren. Ab sofort können sie daher ihr Mittagessen am Dönerwagen auf dem Pausenhof auch in einer eigenen Dose, einem mitgebrachten Wachstuch oder einer anderen wiederverwendbaren Verpackung erwerben. Die Schule unterstützt das Bemühen um mehr Nachhaltigkeit, indem sie unter den Schülerinnen und Schülern entsprechende Verpackungen verlost.

„Wir freuen uns über die Initiative unserer Schülerinnen und Schüler und von Cemal Akdogan, der die Imbissbude betreibt“, sagt Lehrerin Angela von Reventlow. Mit der Möglichkeit zum verpackungsfreien Imbiss schließt sich die Kaufmännische Schule Künzelsau etlichen Läden und Markständen in der Stadt an, die den Einkauf mit mitgebrachten Verpackungen bereits unterstützen.

Pressemitteilung Landratsamt Hohenlohekreis

 




„Komm, bau ein Haus, das uns gefällt“

„Komm, bau ein Haus, das uns gefällt“, singen rund zwanzig fröhliche Kindergartenkinder laut bei dem Spatenstich für die neue Grundschule im Neubaugebiet Limespark. Dort entsteht nun fußläufig gegenüber vom Kindergarten eine vierzügige Grundschule mit Zweifeldsporthalle, die auch Vereinen zur Verfügung stehen wird. Im Beisein von Oberbürgermeister Thilo Michler und dem leitenden Architekten Michael Viktor Müller von mvm + starke architekten aus Köln, wurde am Dienstagnachmittag, den 27. September der offizielle Spatenstich gesetzt. Die Stadt rechnet mit Investitionskosten von rund 27 Millionen Euro. Für den Neubau wurde ein Förderantrag gestellt, der zum Teil noch nicht beschieden ist. Es wird von rund fünf Millionen Euro Förderung ausgegangen. Fertigstellung ist für September 2024 geplant.

Öhringen ist zentraler Bildungsstandort in Hohenlohe mit allen Schulformen

„Das Thema Bildung ist für uns aktuell der wichtigste Investitionsschwerpunkt. Wir sind ein zentraler Bildungsstandort in Hohenlohe mit allen Schulformen. In städtischer Trägerschaft sind sieben Schulen und elf Kindergärten. Ob diese nun entstehende moderne neue Grundschule mit Sporthalle, der Neubau und Sanierung des HGÖ, die neue Mensa der Hungerfeldschule, der Anbau am Rosenbergkindergarten oder die 58 städtischen Spielplätze: Wir investieren in unsere Kinder und unsere Zukunft“, sagt OB Thilo Michler.

Der OB bedankte sich auch beim pädagogischen und sportlichen Expertiseteam im Zuge der Planungen der neuen Grundschule. Es bestand aus zwei Lehrkräften der Grundschule Cappel, Christine Janke und Eva Hablitzel, und zwei Vertretern der TSG Öhringen: Uschi Greth-Zubke und dem ehemaligen Geschäftsführer Michael Dehn. Der OB dankte auch den Planern, Ingenieuren, dem Gemeinderat und allen Anwohnerinnen und Anwohnern für die gute Zusammenarbeit. Die Grundschule Cappel wird bei Fertigstellung in den Neubau aufgehen. Voraussichtlich werden dann eine vierte Klasse, zwei dritte Klassen, drei zweite Klassen und vier erste Klassen im September 2024 in der neuen Schule starten. Über die Nachnutzung des Gebäudes in der Schulstraße ist noch nicht entschieden.

Modernes Konzept mit Lernhäusern und „LernLoggien“

Im Vorfeld der Planungen für die neue Grundschule mit Sporthalle wurde ein Architektenwettbewerb ausgelobt. 115 Büros hatten sich beworben. Das Preisgericht tagte am 4. Mai 2021. Sieger wurde das Kölner Architekturbüro mvm + starke architekten mit clubL94 Landschaftsarchitekten. Am 22. Februar 2022 wurde die Planung mit Bauantrag dem Öhringer Gemeinderat vorgestellt und beschlossen.

Visualisierungen der neuen Grundschule im Limespark © mvm + starke Architekten, Köln

Die Schule als dreigeschossiger Baukörper und die Mehrzweck-Sporthalle bilden baulich und gestalterisch ein zusammenhängendes Gebäudeensemble mit gemeinsamen Eingangsbereich am neuen Quartiersplatz. Das Erdgeschoss der Schule mit Foyer, Aula, Mensa, der Verwaltung und den Fachklassen, ist den übergeordneten Funktionen und Lehrbereichen vorbehalten. Mittels mobiler Trennwände können Foyer, Mensa, Cafeteria und Musikraum zu einer großen Aula für Veranstaltungen zusammengeschaltet werden. Über eine zentrale, großzügige Treppenanlage kombiniert mit Sitzstufenbereichen werden die beiden baugleichen Obergeschosse erschlossen. Je Obergeschoss werden zwei Jahrgangsstufen in eigenständigen „Lernhäusern“ untergebracht. Das Zentrum eines jeden Lernhauses bildet ein offener Lernraum. Mit transparenten Türen und Flurwänden grenzen alle Klassen, die paarweise durch einen Gruppen- und Ganztagsraum ergänzt werden, an diesen zentralen Raum. Die offenen Lernräume werden durch ein weiteres, außenräumliches Raumangebot, die „LernLoggia“ ergänzt.

Die Sporthalle wird ausschließlich ebenerdig organisiert. Der Zugang vom Quartiersplatz über ein großzügiges Foyer sowie die synergetische Mitnutzung des unmittelbar angrenzenden Küchenbereichs der Schulmensa unterstreichen die multifunktionale Nutzung der Sporthalle als Mehrzweckhalle und deren Stellung im neuen Stadtteilzentrum

Visualisierungen der neuen Grundschule im Limespark © mvm + starke Architekten, Köln

Die Gebäude werden im Wesentlichen als Stahlbetonmassivbauten mit einer Fassadenbekleidung aus vorgemauerten Ziegelsteinen bzw. vorgehängten Stahlbetonfertigteilen ausgeführt. Fensterelemente aus Holz-Aluminium mit 3-Fachisolierverglasung, das Holzbindertragwerk der Sporthalle, Anschluss an die Nahwärme sowie intensiv begrünte Dachflächen mit Photovoltaikanlage runden die wertige und auf Nachhaltigkeit ausgelegte Gebäudehülle ab.

Ergänzt wird der Neubau der Grundschule durch den neuen, nördlich an das Schulgelände angrenzenden Quartiersplatz als Stadtteilzentrum mit Mischnutzung, der auch Hauptzugangsbereich zur Schule wird. Hier ist eine Bauzeit von ca. sechs Monaten vorgesehen. Baustart ist März/April 2024. Zeitgleich zur Schuleröffnung im September 2024 soll der Platz fertig sein. Die Kostenberechnung für das gesamte Platzareal beläuft sich auf insgesamt ca. 3,2 Millionen Euro brutto.

Pressemitteilung Große Kreisstadt Öhringen




Kevin Leiser: „Wir sind vor den Zielen“

Die Entlastungmaßnahmen der Bundesregierung und die Energieversorgung waren die dominierenden Diskussionsthemen bei der Mitgliederversammlung der SPD-Kreisverbände Schwäbisch Hall und Hohenlohe mit dem Bundestagsabgeordneten Kevin Leiser in der „Krone“ in Kupferzell-Eschental.

„Wir sind vor den Zielen“

„Wir sind vor den Zielen“, bilanzierte Kevin Leiser gerade mit Blick auf die Gasversorgung. Bereits Mitte September seien die Gasspeicher in Deutschland zu 90 Prozent gefüllt. Dabei habe die Zielmarke für den 1. Oktober 85 Prozent betragen. Zum Jahresende würden die ersten beiden Flüssiggasterminals einsatzbereit sein. Auch die Abhängigkeit von russischem Rohöl sinke kontinuierlich. Ende des Jahres sollen Raffinerien ohne russische Importe arbeiten können, deren Anteil zu Jahresbeginn noch bei 40 Prozent gelegen habe. Parallel dazu würden die Erneuerbaren Energien massiv ausgebaut. Hierfür seien seit Frühjahr im Rekordtempo Gesetze und Verordnungen erlassen worden.

Rekordtempo bei Gesetzesverfahren

„Was früher Jahre gedauert hat, kam nun in wenigen Monaten oder Wochen auf den Weg“, so Kevin Leiser zum Verfahren. So sollen zum Beispiel die Kommunen von der Windkraft auf ihrer Gemarkung stärker finanziell profitieren. In Zeiten der steigenden Preisen habe die Bundesregierung ein drittes Entlastungspaket beschlossen. Die drei Entlastungspakete hätten zusammen ein Volumen von rund 100 Milliarden Euro. „Endlich erhalten auch Rentner und Studierende die Energiepreispauschale“, so Kevin Leiser.

Strompreisbremse

Entlastungen im Energiebereich schaffe auch die Strompreisbremse. „Wir werden die Zufallsgewinne von Unternehmen abschöpfen“, betonte der Abgeordnete. Kleinere und mittlere Einkommen würden weiter entlastet. Ebenso würden zukünftig 2 Millionen Haushalte Wohngeld beziehen können. Dies seien dreimal so viel Menschen wie bisher. Für ein kostengünstiges ÖPNV-Ticket werde der Bund 1,5 Milliarden Euro zur Verfügung stellen. Darüber hinaus steige der Mindestlohn zum 1. Oktober auf 12 Euro. „Die Maßnahmen tragen eine starke sozialdemokratische Handschrift“, fasste Kevin Leiser zusammen.

Pressemitteilung Kevin Leiser




Online-Vortrag „Stillen – was kommt danach?“

Das Landwirtschaftsamt des Landratsamtes Hohenlohekreis veranstaltet am Mittwoch, 26. Oktober 2022, von 9.30 bis etwa 11.00 Uhr einen Online-Vortrag zum Thema „Stillen – was kommt danach?“ Alle Mütter und Väter, die wissen möchten, wie die Einführung von Beikost bei Babys gelingt, sind hierzu herzlich eingeladen.

In den ersten vier bis sechs Lebensmonaten ist Muttermilch beziehungsweise Säuglingsnahrung die beste Mahlzeit für den Säugling. Danach müssen die Milchmahlzeiten durch Beikost ergänzt und schrittweise ersetzt werden, da der Energie- und Nährstoffgehalt nicht mehr ausreichen. Beim Vortrag „Stillen – was kommt danach?“ lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Ernährungsplan für das erste Lebensjahr ihres Kindes kennen und erhalten eine Orientierungshilfe für die Umstellung von der Milch auf feste Nahrung.

Der Online-Vortrag findet im Rahmen der Landesinitiative Bewusste Kinderernährung (BeKi) statt und wird von BeKi-Referentin Andrea Häusele gehalten. Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist bis Mittwoch, 19. Oktober 2022, unter http://webinare-lawiamt.lra-hok.de. Genauere Informationen sowie der Teilnahme-Link werden am Tag vor der Veranstaltung per Mail verschickt.

Pressemitteilung Landwirtschaftsamt Hohenlohekreis




Schon wieder: Alkoholfahrt in Künzelsau

Zu tief ins Glas geschaut hatte ein Mann bevor er sich am frühen Freitagmorgen, 30. September 2022,  in Künzelsau ans Steuer seines Fahrzeugs gesetzt hatte. Die Polizei kontrollierte den 36-Jährigen gegen 1.15 Uhr, als dieser gerade mit seinem PKW auf der Bahnhofstraße unterwegs war. Bei der Kontrolle fiel den Beamten starker Alkoholgeruch in der Atemluft des Mannes auf. Der 36-Jährige führte daraufhin einen Atemtest durch, welcher einen Promillewert von zirka 1,6 Promille anzeigte. Nach dieser Erkenntnis hieß es für den Mann: Fahrtende. Er musste die Polizisten ins Krankenhaus für eine Blutentnahme begleiten. Außerdem wurden sein Fahrzeugschlüssel und Führerschein sichergestellt. Mit einer entsprechenden Anzeige muss der 36-Jährige nun rechnen.

Pressemitteilung Polizei HN




Müder Klimafreitag vergangene Woche in Künzelsau

Zu wenig sei bislang auch politisch getan worden und doch spüre man eine gewisse Klimamüdigkeit, musste Nicole Hegert, Mitveranstalterin der Klimademo in Künzelsau am Freitag, den 23. September 2022, feststellen mit Blick auf die eher bescheidene Anzahl an Demoteilnehmer:innen, die sich an einem sonnigen Freitagnachmittag am Alten Rathaus einfanden.

Manch ein Teilnehmer fand es schade, dass so wenig gekommen waren. Eine Teilnehmerin verwies auf die Bedeutung des Klimawandels für uns alle: „Für mich ist es eine Zukunftsfrage, eine, die uns alle angeht. Mich auch, auch wenn ich älter bin. Wir haben vor Augen, wie sich alles verändert hat in den vergangenen Monaten. Eigentlich müssten hier heute viel mehr sein. Es ist gutes Wetter. Die Schüler:innen haben Freitagnachmittags oft keinen Unterricht. Es sitzen hier viele in Cafés. Aber es interessiert offensichtlich zu wenige.“ Die neue Regierung mache ihren Job sehr gut, trotz der diversen neuen Probleme wie Ukraine-Krieg und Energiekrise. Durch die Energiekrise hoffe sie, dass auch die regenerativen Energien schneller ausgebaut werden.

Dennoch: Die Stimmung war gut, unter anderem wegen der locker-leichten Musik von der Rathausbühne.

Bildergalerie:




BBT bezeichnet Künzelsauer Krankenhaus nicht als „marode“

In der Kreistagssitzung vom 26. September 2022 wurde die BBT als Mehrheitseigentümerin der Hohenloher Krankenhaus gGmbH (HK) dafür verantwortlich oder mitverantwortlich gemacht, dass für das Krankenhausgebäude keine Nachnutzung gefunden wurde und dass das versprochene Medizinische Versorgungszentrum bisher nicht wirklich existiert.

BBT konnte im Kreistag nicht Stellung beziehen – GSCHWÄTZ bietet die Möglichkeit

GSCHWÄTZ hat der BBT-Gruppe daher die Gelegenheit gegeben, ihre Sicht der Dinge darzustellen. Ute Emig-Lange, die zuständige Presseprecherin hat das getan. Sie bestätigt, dass mehrere Nachnutzungen geprüft wurden, allerdings nennt sie neben einer Nutzbarkeit als Bürogebäude nur Nachnutzungen im medizinnahen Bereich:

„mehrere umfangreiche Prüfverfahren“

„Die BBT-Gruppe als Mehrheitsgesellschafter der Hohenloher Krankenhaus gGmbH [die BBT-Gruppe hält 51 Prozent der Anteile, der Hohenlohekreis den Rest, Red.]  seit 2019 mehrere umfangreichen Prüfverfahren in Auftrag gegeben, um Nachnutzungsmöglichkeiten für das Gebäude des ehemaligen Krankenhauses in Künzelsau auszuloten.
Untersucht wurden unter anderem die Nutzung und Vermarktung als Bürogebäude, die Nutzung als Kurzzeitpflegeeinrichtung, die Nutzung als Reha-Einrichtung sowie die Nutzung als Hospiz. Die Gutachten wurden von national und international renommierten Firmen durchgeführt. Dazu gehört die Beraterfirma Drees & Sommer mit Sitz in Frankfurt.“

Eine Nachnutzung beispielsweise als Studentenwohnheim, was bei vielen einzelnen Zimmern mit Sanitäranschluß eine denkbare Option wäre, nennt sie nicht. Für Studentenappartements dürfte es in Künzelsau Nachfrage geben.

Keine Rede von „marode“ – dafür von hohem Investitionsbedarf

Emig-Lange spricht – im Gegensatz zur Kreisverwaltung – nicht davon, dass das Gebäude selbst in Gänze „marode“ sei. Sie sagt stattdessen, dass der projektbezogene Sanierungsbedarf der untersuchten Nachnutzungen, sich als unwirtschaftlich herausgestellt habe – das ist natürlich eine ganz andere Aussage mit einem ganz anderen Inhalt: „Bei allen genannten Nachnutzungsszenarien wurde der große Sanierungs- bzw. Modernisierungsbedarf im Gebäude von den Gutachtern unterstrichen. Eine Umnutzung des Gebäudes mache eine „Komplettrevitalisierung“ mit erheblichen Kostenrisiken erforderlich, so ein Fazit der Gutachter, so dass eine geeignete Nachnutzung in jedem Szenario mit sehr hohen Investitionskosten verbunden wäre. Unter diesen Voraussetzungen ist eine wirtschaftlich darstellbare Nutzung des ehemaligen Krankenhausgebäudes aus Sicht der BBT-Gruppe und des Hohenlohekreises nicht möglich. Alle angedachten Projekte scheiterten an den zu hohen Umbau- und Sanierungskosten.“

Um im Beispiel zu bleiben: Ein Studentenwohnheim hätte möglicherweise deutlich geringere Sanierungskosten erfordert als jegliche medizin-nahe Nachnutzung.

„Verwertung“ als einzige Alternative

Unter diesen Umständen sei, so Emig-Lange, eine „Verwertung“ für die HK die wirtschaftlich einzige sinnvolle Alternative:

„Daher suchen wir nun nach einer geeigneten Verwertung des Areals. Dafür hat der Kreistagsbeschluss vom vergangenen Montag die Grundlage gelegt. Die möglichen Szenarien werden im Kreistagsbeschluss vom Montag genannt.“ Genaugenommen ist dort sogar nur ein Szenario genannt: Der Verkauf des Areals, entweder mit Bestandsgebäuden oder nach einem vorherigen Abriß der Gebäude.

Zusammenarbeit mit der Stadt Künzelsau notwendig

Auch in Richtung Stadt Künzelsau spricht Emig-Lange in einem ganz anderen Duktus als die Kreisverwaltung, sie geht von einer Zusammenarbeit aus, wie das in aller Regel bei so großen Projekten auch üblich ist: „Wichtig für eine erfolgreiche Vermarktung des Areals mit einer guten Entwicklungsperspektive für das Grundstück in sehr guter Stadtlage ist nun die Zusammenarbeit mit der Stadt Künzelsau. Der aktuelle Bebauungsplan lässt für einen möglichen Investor praktisch keinen Spielraum, im Rahmen des bisherigen Bebauungsplans ist daher keine sinnvolle Vermarktung zu erwarten. Wir werden nun mit der Stadt Künzelsau das Gespräch über eine Änderung des Bebauungsplans suchen.“

Auf die Frage, ob es bereits Interessenten für das Grundstück oder das Gebäude gibt, geht Emig-Lange allerdings nicht ein.

Auf mittlere Sicht kein MVZ zu erwarten

Sowohl der Landkreis als auch die BBT haben den Künzelsauer:innen als eine Art Kompensation für den Verlust des Krankenhauses ein  „Gesundheitszentrum, das neue Möglichkeiten bietet“ versprochen. Von diesem MVZ ist wenig zu sehen – eine einzige aktive Praxis kann man kaum als lebendiges MVZ bezeichnen. Natürlich hat GSCHWÄTZ auch nach dem MVZ nachgefragt, etwa warum die Bemühungen der BBT, Ärzte für ein MVZ zu finden, offensichtlich nicht erfolgreich waren. Emig-Lange antwortet kurz – der Fragenkatalog ist länger als die Antwort – aber durch die Kürze vielsagend:

„Die medizinische Versorgung der Menschen in Künzelsau und Umgebung mit niedergelassenen Haus- und Fachärzten ist nach wie vor sehr gut. Viele etablierte Praxen halten an ihrer Selbständigkeit fest und suchen aktuell nicht den Weg in ein Medizinisches Versorgungszentrum. Wir sehen das Medizinische Versorgungszentrum MVZ mittel- und langfristig als ein gutes Modell, um die ambulante medizinische Versorgung auch zukünftig zu sichern und bemühen uns intensiv, offene Arztstellen zu besetzen.“

Die Aussage, dass die medizinische Versorgung in Künzelsau „sehr gut“ ist, wird nicht jeder bestätigen, der im Umkreis der Stadt Künzelsau nach einem Arzt oder Facharzt sucht. Dazu fehlen der Kreisstadt einfach einige Fachrichtungen.

Eigenverantwortliche Praxis oder angestellte ärztliche Tätigkeit

Es ist verständlich, wenn sich ein erfahrener Arzt, der seit Jahren eine wirtschaftlich erfolgreiche Praxis in unternehmerischer Eigenverantwortung führt, nicht mit einer angestellten Tätigkeit liebäugeln möchte. Für neue Ärzte stehen derzeit keine Kassensitze zur Verfügung, sodass das MVZ auch nicht mit neuen Ärzten besetzt werden kann, die HK ist also derzeit darauf angewiesen, dass ein ansässiger Arzt ins MVZ eintreten würde – oder dass sich einer der hiesigen Ärzte sich in den Ruhestand zurückzieht, nicht mehr ärztlich tätig ist und seinen Arztsitz an die KH abgibt.

Es sieht schlecht aus für das Konzept MVZ

Die Anzahl der für Künzelsau vorgesehenen Kassensitze war zum Zeitpunkt der Überlegungen für das MVZ bekannt. Man darf also guten Gewissens den Ansatz der BBT, ansässige Ärzte zu einem Übergang in das MVZ zu bewegen, als gescheitert ansehen. Ein solches MVZ lebt aber nicht nur von den beteiligten Ärzten, sondern auch von den medizinnahen Dienstleistungen drumherum, von Apotheken, Physiotherapeuten, Pflegediensten und was man sich alles vorstellen kann. Auch in diesem Bereich tat sich wenig, die Physiotherapiepraxis, die im Krankenhaus angesiedelt war, ist sogar inzwischen nach Schloß Stetten umgezogen. Die konkrete Frage, ob vielleicht der neuerbaute Medizincampus auf Schloß Stetten die Entwicklung des MVZ behindert haben könnte, beantwortetet Emig-Lange nicht.

Wo will man dann ein MVZ aufbauen?

Künzelsaus Bürgermeister Neumann argumentierte in der Kreistagssitzung, dass es sich beim Künzelsauer Krankenhausgebäude um einen etablierten Gesundheitsstandort handelt. Ein anderer geeigneter Standort für die Ansiedlung mehrerer unterschiedlicher Arztpraxen wird im Bereich der Künzelsauer Kernstadt kaum zu finden sein. Und darüber, wo die gut angenommene Psychiatrische Tagesklinik, die vom Klinikum am Weissenhof betreiben wird, ihren neuen Platz finden soll, darüber hat noch niemand ein Wort verloren.

Text: Matthias Lauterer