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Der Papst stirbt und keinen interessiert’s

Papst Franziskus ist im Alter von 88 Jahren gestorben. Kardinal Kevin Farrell teilte am Ostermontag mit: „Heute Morgen um 7.35 Uhr ist der Bischof von Rom, Franziskus, in das Haus des Vaters zurückgekehrt. Sein ganzes Leben war dem Dienst des Herrn und seiner Kirche gewidmet.“

Treue, Mut und Liebe

Farrell weiter: „Er hat uns gelehrt, die Werte des Evangeliums mit Treue, Mut und universeller Liebe zu leben, insbesondere für die Ärmsten und Ausgegrenzten. In großer Dankbarkeit für sein Beispiel als wahrer Jünger des Herrn Jesus empfehlen wir die Seele von Papst Franziskus der unendlichen, barmherzigen Liebe Gottes, des Einen und des Dreifaltigen.“

Noch am Sonntag hatte Papst Franziskus auf dem Petersplatz in Rom den traditionellen Ostersegen „Urbi et Orbi“ gespendet. Zehntausende hatten sich versammelt, um ihrem Oberhaupt ganz nah zu sein.

Schwere Lungenentzündung

Der gesundheitlich schwer angeschlagene Papst wurde im Rollstuhl auf den Balkon am Petersplatz gefahren. Er litt seit Wochen an einer schweren Lungenentzündung und hatte auf einen Großteil der Osterfeierlichkeiten verzichtet.

Der Argentinier stand seit 2013 an der Spitze der katholischen Kirche mit weltweit 1,4 Milliarden Gläubigen. Er war der 266. Amtsträger. Er war bekannt für seine Hinwendung zu den Armen, Schwachen und Ausgegrenzten. Kurz vor seinem Tod besuchte er noch Häftlinge.

Fußwaschung für Häftlinge

Trotz seiner Schwäche, trotz seiner angeschlagenen Gesundheit lässt es sich der 88-Jährige nicht nehmen, zu denjenigen zu gehen, die am Rand der Gesellschaft stehen, die Außenseiter sind. In den Jahren zuvor hatte Franziskus Häftlingen stets die Füße gewaschen, der Ritus erinnert an das letzte Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern. Die Fußwaschung war ihm in diesem Jahr nicht mehr möglich, aber dennoch war er dort, im Gefängnis.

Der Papst stirbt an Ostern – welch ein Sinnbild – und doch, scheint es die große Masse, zumindest wenn man auf social media schaut, nicht wirklich zu interessieren. Hier regieren auch nach dem Tod des katholischen Kirchenoberhauptes die Themen Osterausflüge, Trump und Urlaub.
Er wandte sich denen zu, die am Rande der Gesellschaft stehen
Das liegt mitnichten an Franziskus, der wie kaum ein anderer, sich wieder den am Rand stehenden zugewendet hat – in der heutigen Zeit würde man sich das auch von der Politik verstärkt wünschen. Und doch gingen viele seiner Taten unter, weil sich immer mehr Menschen von der katholischen Kirche abwenden. Ausschlaggebend für viele: Die zahlreichen Missbrauchsskandale und die nur notdürftige Aufarbeitung dergleichen. Auch eine Reform des Kirchenrechts für Gleichberechtigung stünde an, so dass auch Frauen Priesterinnen und – ja, sogar Päpstin werden könnten. Auch das Zölibat ist so veraltet wie die gesamte katholische Kirche.
So wird der Mitgliederschwund weitergehen und damit die Bedeutungslosigkeit der katholischen Kirche.



Es ist ein  bisschen wie Venedig – nur auf schwäbisch

Heute nehmen wir euch mit auf eine kleine Reise quer durch Baden-Württemberg zu schönen Plätzen und Städten, die im Frühling und auch darüber hinaus eine Reise wert sind.

  1. Beginnen möchten wir mit Heidelberg, von Deutschen nach wie vor unterschätzt, ist sie die bekannteste Touristenstadt bei Amerikanern und Asiaten. Und das nicht ohne Grund. Sie vereint den Charme der Studentenstadt mit verwinkelten, geplättelten Sträßchen und bunten Fachwerkhäusern. Eine Bootsfahrt auf dem Neckar ist ebenso Pflicht wie eine Fahrt auf den Königsstuhl.
  2.  Die Wutachschlucht ist ein Paradies für Wanderer, aber noch nicht so bekannt wie andere meist völlig überlaufene Pfade. ier erwarten euch steile Felwände, urige Waldpfade und kleine Bäche
  3. Burg Hohenzollern. Hier hast Du einen atemberaubenden Blick über die Landschaft, die Burg hat aber auch eine interessante Geschichte zu bieten. Sie ist noch sehr gut erhalten und man erfährt hier noch viel über die mittelalterliche Geschichte. Darüber hinaus finden hier auch Ritterspiele statt und Weihnachtsmärkte
  4. Der mystische Mummelsee im Nordschwarzwald ist in jedem Fall ebenfalls eine Reise wert. Hier gibt es auch zahlreiche kleine Gaststätten, wo die berühmte Schwarzwälder Kirschtorte auf Dich wartet
  5. Ähnlich bezaubernd wie Heidelberg ist Tübingen mit den vielen kleinen bunten Fachwerkhäuschen, den charmanten Cafés und der Aussicht auf eine Fahrt mit dem Stockerkahn auf dem Neckar. Es ist ein  bisschen wie Venedig – nur auf schwäbisch

Weitere Reisetipps findest Du in unserem Videolink.

 




Katies Weltraum-Mission

6 Frauen für 10 Minuten im Weltall (Popstar Katy Perry, Jeff Bezos’ Partnerin Lauren Sánchez und vier weitere Frauen waren per Rakete 105 Kilometer über der Erde) – Feministinnen allüberall hätten dieses jüngst Ereignis jüngst feiern müssen – doch nichts dergleichen geschah. Im Gegenteil. Hauptsächlich wurde von der Öffentlichkeit danach kritisiert, wie viel CO2 hier wieder unnötigerweise ins All geblasen wurde, mit der Unterstützung von Weltraum-unerfahrenen Celebrities in Catsuits.

Zweierlei Maß

Lustig daran ist, dass all die Jahre, in denen sich Männer haben ins All schießen lassen, das nicht kritisiert wurde. Das soll nicht heißen, dass es nicht berechtigt ist, diese Inszenierung als umweltfeindlich zu bezeichnen. Aber doch wird auch hier mit zweierlei Maß reagier, je nach dem, welches Geschlecht im Orbit Platz nimmt.

Mondlandung 1969 Fake?

Nun gut, zumindest hat dieses Ereignis auch wieder die ganzen Kritiker auf den Plan gerufen, welche die Mond-Eroberung der USA 1969 seit Jahren und Jahrzehnten kritisieren als das Fake-Ereignis des Jahrhunderts.

Sie verweisen dabei unter anderem auf zahlreiches Video-Footage, in welchem Neil Armstrong und Edwin „Buzz“ Aldrin mehrfach öffentlich aussagten, dass sie nie auf dem Mond waren. Aber vielleicht waren das auch nur ironische Antworten auf voraus gegangene kritische Stimme, aus dem Kontext gerissen oder mit AI erstellt.

Wie ein Spielfilm gefilmt

Es gibt Mondaufnahmen von 2023 von einer Space-Kapsel aus gefilmt. die wesentlich schlechtere Aufnahmen zeigt – allerdings nicht von Menschenhand gedreht, sondern automatisiert. Das Videomaterial von der ersten Mondlandung 1969 wurde im Vergleich dazu wie ein Spielfilm gedreht, hochprofessionell. War das 1969 bereits möglich, wenn es 2023 nicht mehr möglich ist?

Fragen über Fragen

Das beste an den Filmaufnahmen 1969 war die Szene a Schluss, in welcher die Kapsel abhebt zurück zur Erde. Dieser Videoschnipsel geht derzeit auf social media viral, wobei gefragt wird: Blieb der Videofilmer dann alleine zurück auf dem Mond? Auch die diversen falschen Schatte, die nur entstehend können bei künstlichem Licht werden immer wieder als Bweeis herangezogen, dass es sich bei der Mondlandung um ein Filmset handelt. Wie auch sonst hätte alles im Dunkeln sei sollen, nur Neil Armstrong steigt hell erleuchtet aus dem Raumschiff.

Der bekannte Fußabdruck, den Neil Armstrong hinterlassen hat auf dem Mond und der natürlich fototechnisch in Hochglanzqualität festgehalten wurde, passt übrigens so gar nicht zu der glatten Sohle seines original Weltraumanzugs.

Die wohl größte aller Fragen aber lautet tatsächlich, warum Menschen nie wieder zum Mond zurückgekehrt sind? Heute bewegt man sich lediglich rund 740km von der Erde entfernt im Weltall – und das wird schon gefeiert. Der Mond dagegen ist 384.000km von der Erde entfernt.




Immer mehr Deutsche wandern aus

Laut dem Statistischen Landesamt Baden-Württemberg wandern immer mehr Bürger:innen aus. Laut aktuellen Zahlen (2023) gab es noch nie so viele Menschen, die Deutschland verlassen haben seit 2008/2009. Die meisten davon sind Akademiker. Welche Länder sind die beliebtesten Auswanderungsziele?

Schweiz als Top-Ziel

Das bevorzugte Zielland war im Jahr 2023 – wie bereits in den Vorjahren – die Schweiz. In das südliche Nachbarland zogen per saldo rund 5.100 deutsche Staatsbürgerinnen und Staatsbürger aus Baden-Württemberg. Es folgten mit deutlichem Abstand Wanderungsverluste gegenüber Österreich (ca. –1.000) sowie Frankreich (ca. –600) und Spanien (ca. –500). Auch die Vereinigten Staaten zählten im vergangenen Jahr zu den beliebtesten »Auswanderungszielen«; per saldo zogen über 400 deutsche Staatsangehörige aus dem Südwesten in die USA (Schaubild 3). Dagegen sind weltweit nur aus vier Staaten per saldo Deutsche in nennenswertem Umfang aus dem Ausland zugezogen: Gegenüber der Türkei, Brasilien, Israel und Argentinien lag der positive Saldo im Jahr 2023 jeweils bei mindesten 50 Personen.

USA derzeit weniger attraktiv

Die USA verzeichnet aufgrund der aktuell rigiden Einwanderungspolitik der neuen Regierung einen deutlichen Verlust an reise- und auswanderungsfreudigen Deutschen. Man muss zudem unterscheiden, inwieweit Bürger:innen lediglich temporär, etwa aufgrund eines Stellenangebots, auswandern, oder dauerhaft.

Teilweise nur temporärer Umzug

Während es sich seit der Jahrtausendwende bei etwa der Hälfte der Fortziehenden in die Schweiz bzw. nach Österreich um eine dauerhafte Auswanderung handeln könnte, ist dies bei Fortzügen in die Vereinigten Staaten nur bei etwa jedem fünften und nach Frankreich sogar nur bei jedem achten Fortzug zu vermuten (vgl. i-Punkt). Bei Fortzügen in die USA und nach Frankreich dürften somit laut dem Statistischen Landesamt kurzfristige Studien- oder Arbeitsaufenthalte dominieren.

Beliebte Sehnsuchtsziele laut Umfragen sind Kanada, Neuseeland und Australien. 

 

 




Die Unersättlichkeit der Gier

Mäuse in Filialen deutschlandweit, erschreckende Hygienestandards, teilweise eine Reinigungskraft für einen Supermarkt: Die Wallraff-Undercover-Reportage auf RTL über Kaufland verrät viel über die nach wie vor herrschende Geiz-ist-geil-Mentalität der Deutschen und des ewig profithungrigen Unternehmers.

Team Wallraff begibt sich auf Spurensuche

Reporter vom Team Wallraff arbeiteten undercover als Aushilfen in einer zweistelligen Zahl an Kaufland-Supermärkten und stellten dabei erschreckende Standards fest.

Das Unternehmen wiegelt nun ab mit Aussagen wie: Wir kümmern uns darum. Das darf natürlich nicht sein. Auch wir klären nun auf. Und an ihre Mitarbeitenden gewandt: Das kann nicht sein. Das muss sich ändern. Die Kund:innen müssen sich wohl fühlen können bei uns.

Nun beginnen die Aufräumarbeiten

Was wird nun in den kommenden Wochen und Monaten geschehen? Vermutlich werden nun alle Kaufland-Filialen strikt angehalten, alles blitzblank zu putzen – vermutlich mit aber eben diesem niedrigen Personalschlüssel. Und genau da liegt das Problem. es liegt hier eben kein punktuelles Fehlversagen vor, sondern ein systemisch zu geringer Personalschlüssel, um die Märke möglichst gewinnbringend zu fahren.

Wie soll eine einzige Reinigungskraft einen ganze Supermarkt blitzblank halten? Wenn eine Filialleitung nur einen dementsprechenden Personalschlüssel und gar nicht die Möglichkeit hat, mehr Personal diesbezüglich einzustellen, kann sie auch künftig nichts ändern.

Kündigungen sind nun völlig fehl am Platz

Kündigungen von Filialeitern, nur um zu zeigen, wir räumen nun im wahrsten Sinne bei uns auf, sind somit völlig fehl im Platz. Die schwäbische Einspar-Mentalität vom obersten Management muss sich ändern. Dann gib es eben nicht mehr Maximal-Profit, sondern ein Unternehmen, dass vielleicht ein paar Millionen weniger erwirtschaftet, aber dafür gesündere, Mitarbeiter hat, die länger im Unternehmen bleiben, besser geführte Märkte mit einem stressfreieren Klima. Auch der Ruf sollte eine Unternehmen wichtig sein.

Zu Kaufland gehört Lidl

Hinter Kaufland steht Dieter Schwarz. Die Schwarz-Familie gilt als reichste Familie Deutschlands. Zu dem Konzern gehört auch Lidl. Lidl steht als Discounter schlechthin. The cheaper the better, lautete die Devise Damit scheffelt er Konzern Milliarden. Die Reportage gibt nun einen kleinen Einblick, wie Kapitalismus funktioniert. Die Gewinnmarge des Schwarz-Konzerns ist außerordentlich hoch, vor allem in Krisenzeiten wie die aktuell hohe Inflation lässt Billigheimer-Produkte florieren. Aber selbst in diesem wirtschaftlich gewunden Unternehmen grassiert der Rotstift. Es wird ständig geschaut, wie profitabel jeder Markt ist und wie man hier und da noch etwas optimieren kann. Denn: Es ist nie genug. Es könnte immer noch mehr Gewinn erwirtschaftet werden.

The cheaper the better

Natürlich darf man dabei die Kund:innen nicht aus der Verantwortung nehmen. Auch sie schauen nach den Preisen von Butter, Milch und Fleisch und wählen nicht immer den Supermarkt ihres Vertrauens, sondern den, wo sie sich es leisten können, einzukaufen. Aber auch das ist nur die halbe Wahrheit. Es gibt auch genug Kund:innen, die das Geld hätten, genauer hizuschauen, und einen anderen Markt zu wählen, der ordentlicher geführt ist. Aber sie machen es nicht, weil auch für sie die Geiz-ist-geil-Mentalität noch immer ganz oben steht. Da wird beim Brot eingespart, aber dafür bei den Zigaretten und Bier zugegriffen (und nicht nach dem Preis geschaut). Oder aber es herrschte bislang Ahnungslosigkeit über die Zustände von Kaufland hinter den Kulissen.

Auch von den Verbraucher:innen müsste daher Druck ausgeübt werden auf das Management, dass hier mehr Geld in Personal in die einzelnen Märkte fließen muss, zur Entlastung eben dieses Personals.

Es wird sich nun in den kommenden Wochen anhand der Verkaufszahlen zeigen, ob die Verbraucher:innen ein Zeichen setzen und erst einmal woanders einkaufen, bis die Schwarz-Familie  über ihre Stiftung nicht mehr nur in prestigeträchtige soziale (und auch wichtige) Projekte wie die Experimenta oder den Bildungscampus in Heilbronn investiert, sondern auch in den sozialen Arbeitsalltag der Mitarbeitenden von Kaufland, die im Wesentlichen dazu beitragen, dass es solche prestigeträchtigen Bildungsprojekte überhaupt gibt. Zwei der gezeigten Märkte (in Bad Tölz und Homburg) wurden nun erstmal von Kaufland geschlossen.

Ein Kommentar vom GSCHWÄTZ Redaktionsteam




Engagierte Bürger:innen stoppen Teerverbrennungsanlage

Die Sorgen der Bürger:innen waren groß ob der neuen und deutschlandweit einzigarten Teerverbrennungsanlage im Steinbruch Steinkirchen, die dort bald gebaut werden sollte.

Es folgten mehrere Demos

Bürger:innen befürchteten eine erhöhte Konzentration an Schadstoffen, unter anderem möglicherweise auch krebserregende Stoffe in der Luft, rausgeblasen aus einem 30 Meter hohen Schornstein, wodurch die Bevölkerung im Umkreis von 10 Kilometern betroffen gewesen wäre. Es folgten mehrere Demos, organisiert von einer Bürgerinitiative (BI). Auch GSCHWÄTZ berichtete Anfang Februar davon.

Flyer der BI zur geplanten Teerverbrennungsanlage.

Häufig werden BIs zwar gehört, aber mehr auch nicht

Im März dann kam nun die überraschende Wende. Die Teerverbrennungsanlage soll dort wohl nicht mehr gebaut werden – zumindest nicht an diesem Standort. Es kommt sehr selten vor, dass Es kommt selten vor, dass Bürgerinitiativen zum Schutz von Wald und Wiese erfolgreich sind und Projekte stoppen können, die eine Gefährdung von Mensch, Tier und Natur darstellen könnten. Im Hohenlohekreis und Schwäbisch Haller Kreis hatten engagierte Bürger:innen nun aber Erfolg. Eine Meisterleistung – erarbeitet durch Verweis auf Zahlen, Fakten und friedliche Demos.

Verweis auf Zahlen und Fakten

Der XXL-Netzbooster, der in Kupferzell trotz einer starken BI und Naturschutzbedenken gebaut wird oder auch die Schließung des Künzelsauer Krankenhauses konnte eine starke BI nicht verhindern. Doch nun ist geglückt, was keiner mehr zu hoffen gewagt hat: Die Teerverbrennungsanlage kommt nicht.

Betreiber NovoRock feierte den Standort

In der BI engagierten sich über Monate zahlreiche Menschen, darunter auch ein Ärztepaar. Die BI zeigte der die Öffentlichkeit bei  mehreren Begehungen des Steinbruchs, wo diese Anlage gebaut werden soll, und zwar mitten in die Natur, direkt neben einem Wald und neben Wiesen – oberhalb des Kochertals. Der Betreiber, NovoRock, feierte den Standort unter anderem deshalb auf seiner Homepage, weil er nicht wirklich einsehbar ist. Dieser Satz wirft mehr Fragen auf, als dass er Antworten liefert.

Eine große Demo in Kupferzell war geplant

Die Bürger:innen forderten Informationen über die konkrete Schadstoffbelastungen, die sie nie so richtig bekamen. Der Betreiber versucht abzuwiegeln und verwiesen darauf, dass die Anlage nicht gesundheitsbedenklich sei. Konkreter wurde es nicht. Jedoch ist bekannt, dass bei Teerverbrennung krebserregende Stoffe entstehen. Inwieweit hier der Betreiber dafür garantieren kann, dass diese nicht in die Luft geblasen werden – auch hier blieb er die Antwort schudig. Die BI-ler wenden sich unter anderem an die Bürgermeister in Kupferzell und Künzelsau, fordern den Stopp der Anlage, es gibt Unterschriftenaktionen, unter anderem in Künzelsau, Ende März war eine große Demo in Kupferzell geplant. In den Gemeinderatssitzungen wird NovoRock zum immer kritischeren Thema.

Die Bürger:innen schauen immer genauer hin, wie ihre Bürgermeister agieren

Die Bürger-innen schauen dieses Mal noch genauer hin, wie hier ihre Bürgermeister agieren – unter anderem deshalb, weil man weiß, dass das Regierungspräsidium in Stuttgart das Projekt begrüßt und sich freuen würde über einen Standort. Auch mit der Absegnung des XXL-Netzbooster-Booster-Projekts in Kupfezrell machte sich insbesonders der Kupferzeller Bürgermeister Spieles beliebt in Stuttgart. Wäre das für ihn nun das zweite Stuttgarter Schulterklopferle gewesen? Doch dieses Mal dreht sich der Wind – in den Gemeinderatssitzungen und auch auf offener Flur. Es wäre noch ein weiteres Projekt gewesen, dass dem Hohenlohekreis und dem Haller Kreis eigentlich nicht wirklich gut zu Gesicht gestanden hätte  – sind doch die Hohenloher und Haller dem Naturschutz verbunden und möchten gesund leben – auch die Bürgermeister mit ihren jungen Familien.

NovoRock spürt den Gegenwind und nimmt nun letzten Endes Abstand von seinem Projekt.

 




„Frauen sind bereit zu führen “ – IOC, United Nations, EU – Die neue Lady-League

Kirsty Coventry brach vergangene Woche gleich mehrere Rekorde. Die 41-Jährige aus Simbabwe wurde bei der 144. IOC-Generalversammlung in einem griechischen Ferienresort zur Nachfolgerin des Deutschen Thomas Bach gewählt. Coventry ist damit nicht nur die erste Frau und zweifache Mutter, sondern auch das erste IOC-Mitglied aus Afrika, das die olympische Dachorganisation in seiner 136-jährigen Geschichte anführen wird.

Kirsty Coventry wurde zur neuen IOC-Präsidentin gewählt. Zum ersten Mal steht eine Frau an der Spitze der Organisation.

Sie setzte sich überraschenderweise gegen 6 Mitbewerber durch

Bach (71), der zuletzt scharf kritisiert wurde, konnte nach zwölf Jahren und zwei Amtszeiten nach den Regeln der olympischen Charta nicht mehr wiedergewählt werden. Coventry setzte sich gegen sechs Mitbewerber durch, allesamt Männer. Als Mitfavoriten galten zuvor der britische Leichtathletik-Weltverbandschef Sebastian Coe (68) und der Spanier Juan Antonio Samaranch jr. (65), Sohn eines früheren IOC-Präsidenten. Coventry stand überraschenderweise schon nach dem ersten Wahlgang als neue Präsidentin fest.

Der bisherige IOC-Chef Thomas Bach.

Bachs Wunschkandidatin

Beim Votum hinter verschlossenen Türen erhielt Coventry am Ende die notwendige absolute Mehrheit der Stimmen. Die Sportministerin von Simbabwe war vorab als Bachs Wunschkandidatin gehandelt worden. Es wird damit gerechnet, dass sie die sportpolitischen Linien des Unterfranken weitgehend fortsetzen wird. „Wir sind verschiedene Menschen mit unterschiedlichen Stilen“, sagte Coventry vor ihrer Wahl.

„Ich sehe dies als Chance, Schranken niederzureißen

Die zweifache Mutter verspricht mehr Offenheit und will die IOC-Mitglieder stärker einbinden als dies in den vergangenen Jahren unter Bach der Fall war. „Frauen sind bereit zu führen. Ich sehe dies als Chance, Schranken niederzureißen“, hatte Coventry zu ihrer Bewerbung gesagt.

Baerbock bald in New York

Viel Kritik musste sich Anna-Lena Baerbock anhören. Nach der Bundestagswahl soll die ehemalige deutsche Außenministerin Präsidentin der UN-Generalversammlung werden.

Manche nennen es das „Zentrum der Welt“: das UN-Hochhaus am Ufer des East River in New York. Der holzgetäfelte Kuppelsaal ist bekannt aus den internationalen Nachrichten. Über allem prangt als Emblem der Vereinten Nationen die Weltkarte, umrankt von Olivenzweigen. Hierhin zieht es also Noch-Außenministerin Annalena Baerbock.

Internationaler Top-Job

Die Grünen-Politikerin hat sich selbst einen internationalen Topjob verschafft, so muss man es nennen. Nicht auf die feine Art, sondern höchst machtbewusst – und kurz bevor die Macht weg ist. Seitdem schwappen Wellen des Aufruhrs und laute Lästereien durch die sonst so verschwiegene Welt der Diplomatie.

Denn der Job war eigentlich schon vergeben. Die erfahrene Karrierediplomatin Helga Schmid sollte neue Vorsitzende der UN-Generalversammlung werden. Es wäre der glanzvolle Abschluss einer langen Laufbahn gewesen. Zuletzt war Schmid Generalsekretärin der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) – und wurde auch in dieser Rolle von Baerbock immer wieder gelobt: Schmid habe wesentlichen Anteil, dass die OSZE in den vergangenen Jahren, trotz der Blockadehaltung Russlands, weiterarbeiten konnte.

Ein Teil der massiven Ablehnung Baerbocks kommt aus Russland

Ein Teil der massiven Ablehnung Baerbocks kommt nun, fast schon erwartbar, aus Russland. Stimmung gegen sie wird massiv auf Social Media gemacht. Sie sei ungeeignet, heißt es. Ein vorgeschobenes Argument: Baerbock dürfe den Vorsitz nicht übernehmen, da ihr Großvater bei der Wehrmacht war. In Wirklichkeit dürfte die Sorge sein, dass Baerbock die Generalversammlung nutzt, um im Ukraine-Krieg Stellung zu beziehen und sich intensiv für eine regelbasierte Weltordnung einzusetzen.

Erste Glückwünsche zur angestrebten Präsidentschaft kommen dagegen von demokratischen Verbündeten wie Kanada. Unter Außenminister-Kollegen – auf die Baerbock dann in den Vereinten Nationen treffen wird – gilt sie als erfahren und zugewandt. Nach dreieinhalb Amtsjahren ist sie eine der dienstältesten Diplomatinnen in diesem Kreis, da viele andere Staaten noch mehr Wechsel in ihren Kabinetten erleben.

Meist das Ende der Laufbahn

Viel Gelegenheit für politisches Agieren bringt die neue Rolle allerdings nicht: Eine große Eröffnungsrede im Kuppelsaal dürfte Baerbock, wenn sie gewählt wird, im September 2025 vor der Weltöffentlichkeit halten. Danach ist der Job der Präsidentin eher zeremoniell. Sie kann vermitteln und reagieren, etwa wenn Delegationen aus Protest den Saal verlassen, Diktatoren ihre Redezeit überziehen – oder wenn, wie es die Legende will, ein wütender Sowjetführer mit seinem Schuh auf den Tisch haut.

Noch etwas ist auffällig: Baerbock bemerkt zwar zurecht, dass viele Staaten in den vergangenen Jahren ihre ehemaligen Außenminister nach New York schickten. Aber die Präsidentschaft dort war meist das Ende einer Laufbahn. Manche kehrten für die ehrenvolle Aufgabe gar aus dem Ruhestand zurück. Der aktuelle Vorsitzende, der Kameruner Philémon Yang, ist 77 Jahre alt.

„Bedingt verteidigungsfähig“

Eine, die ebenfalls nach einer Bundestagswahl einen internationalen Tob-Job, ergatterte – mit Unterstützung der damaligen Bundeskanzlerin Angela Merkel, wird gemunkelt – ist Ursula von der Leyen. Auch die siebenfache Mutter war als Verteidigungsministerin – ähnlich wie Baerbock – stets in der Kritik gestanden, wenn es etwa darum ging, dass die Bundeswehr, wie der Spiegel damals prominent titelte, lediglich „bedingt verteidigungsfähig“ sei. Dabei machte von der Leyen nur darauf aufmerksam und forderte Änderungen. In der Presse-Öffentlichkeit wurde es aber so dargestellt, wie wenn sie der Grund dafür wäre.

Europa braucht neue Partner und Verbündete wie China und Indien, fordert von der Leyen

Als EU-Kommissionspräsidentin lenkt sie nun seit 2019 sehr erfolgreich die Geschicke der EU, nie laut, nie polternd, aber vorausschauend und umsichtig. In ihrer letzten großen Rede bei der Münchner Sicherheitskonferenz in diesem Jahr betonte sie angesichts der zahlreichen Krisenherde und Konflikte, dass man sich als Europa neu aufstellen müsse – einig und stark. Sie warb zudem um Offenheit für neue Partnerschaften mit Blick auf China und Indien.

In Europa und Amerika ist derzeit – betrachtet man die Ergebnisse der letzten Wahlen ein massiver Rechtsruck zu beobachten. Patriarchale Strukturen scheinen ein Come-Back zu erleben. gleichzeitig aber gibt es eine starke feministische Strömung, die mehr matriarchale Strukturen fordern – sprich: weg vom hegemonialen Alleinherrscher, hin sich einem paritätischen sozialen Staatswesen und Miteinander auf der Welt.

Wenig Länder mit weiblicher Führung

Derzeit haben 26 der 193 Länder auf der Welt und damit knapp 13 Prozent aller Staaten ein weibliches Staatsoberhaupt (Stand: 2022), unter anderem China, Island und Sri Lanka.




Du musst wissen, wer Zahide ist

„Du musst wissen, wer Zahide ist. You, you know my name. Lange Haare, 14 Jahre“, rappt die 14-jährige Berlinerin Zahide selbstbewusst in die Kameras. Es gibt davon unzählige Videoclips, an verschiedenen Orten wie in Berlin oder Paris gedreht, die alle viral derzeit durch die Decke gehen.

Angefangen mit beeindruckenden Tanzvideos

Zahide ist die wohl jüngste und erfolgreichste Deutsch-Rapperin Deutschlands. Sie hat mittlerweile an die 10 Millionen Follower au all ihren sozialen Plattformen und erreicht mit ihren kurzen Clips mindestens ebenso viele Menschen. Angefangen hat sie talentierte Schülerin mit beeindruckenden Tanz-Videos, nun steht sie bei dem größten Plattenlabel, Universal, unter Vertrag. Als Vorschuss soll sie 1 Million Euro bekommen haben.

Im Internet wird Zahide unter anderem als „Hure“ beschimpft

In ihren Videos sieht man sie mit einem Ferrari in Paris, ihre braunen Haare, die bis zum Po reichen, sind ihr Markenzeichen. Frech und selbstbewusst präsentiert sie sich und lässt sich auch von ihren zahlreichen Hatern, die sie neben ihren Fans durch ihre für manche provokanten Songs produziert hat, nicht unterkriegen, sondern thematisiert diese Hate Speech, die vor allem junge Frauen in sozialen Kanälen zu spüren bekommen, in ihren Songtexten.

Mutig und selbstbewusst

So gibt es neben viel Applaus und Beifall gibt es auch diverse Kommentare unter ihren Clips, in denen sie unter anderem als Hure bezeichnet wird. Wie geht eine 14-Jährige damit um? In ihren öffentlichen Auftritten lässt sie sich davon nichts anmerken. Zahide ist damit Vorbild für zahlreiche junge Mädchen, sich nicht unterkriegen zu lassen und den Mut zu haben, in bislang männerdominierten Welten mitzubestimmen. Anfangs machten sich andere erfolgreiche Rapper und Influencer über sie lustig. Nun sprechen sie immer mehr über Zahide, um die Reichweite, die mit diesem Namen verbunden ist, mit für sich zu nutzen.

„Ich zeig dir, was ne Baby kann, in Paris im [Fer]Rari fahrn“, singt Zahide, während sie in einem Ferrari auf dem Beifahrersitz sitzt und sich durch Paris cruisen lässt. Auch das sollten noch viel mehr Frauen tun.

 




Von grün zu dunkelschwarz – AfD scharrt bereits mit den Hufen

Es müsste in den kommenden 365 Tagen ein Wunder geschehen, dass die Grünen ihr Regierungszepter verteidigen könnten, wenn in einem Jahr in Baden-Württemberg gewählt wird. Die Landtagswahlen stehen an und die Vorzeichen könnten farblich nicht dunkler sein.

Welche Partei in den einzelnen Landkreisen in Baden-Württemberg bei der Bundestagswahl 2025 gewann. Quelle: Staatsanzeiger

Die vorgezogene Bundestagswahl Anfang 2025 verdeutlicht, wie weit der Südwesten nach rechts gerückt ist. Die Mehrzahl der Stimmen bekam die CDU und die AfD. In den einzelnen Landkreisen gewann entweder CDU oder die AfD. Bei den Zweitstimmen kam die AfD teilweise auf über 30 Prozent (wir berichteten). Klimaschutz scheint hingegen aktuell keine große Rolle mehr zu spielen, die Grünen damit ebenso wenig. Baden-Württemberg war zwar noch nie ein rotes Land, aber ein derart desaströses Abschneiden gab es selbst für die SPD im Wirtschaftswunderländle selten.

Ergebnis der Landtagswahl in Baden-Württemberg 2021

Betrachtet man die Ergebnisse der Landtagswahl in Baden-Württemberg 2021 fällt auf, wie stark sich das Land verändert hat.

Damals erhielten die Grünen noch über 32 Prozent der Stimmen. Die AfD kam nicht mal auf 10 Prozent und selbst diese 10 Prozent sah man damals schon als kritisch an. Vier Jahre später kommt die AfD ohne Mühe auf das Doppelte – und in einem Jahr? kann viel passieren. Die AfD ist kein Tabu mehr, Menschen stehen öffentlich dazu, sie zu wählen. Ein öffentlicher Hitlergruß a la Elon Musk sorgt maximal noch für ein Achselzucken. Ein drohender großer Krieg in Europa? Die Bürger:innen scheinen sich seit der Coronapandemie mittlerweile so ziemlich alles hinzunehmen. Aber haben sie überhaupt eine Wahl?

Vom grünen Vorzeigeländ zum tiefschwarzen Rechtsaußen-Vertreter

Eins ist auch hier klar: Die Wähler:innen sind aufgrund der zahlreichen Krisenherde mehr als gefrustet, die Angst vor einem Krieg, der sich ausbreitet ist da, indes jagt im einstigen Wirtschaftswunderländle eine Firmenpleite die nächste.

Die AfD verspricht ein radikales Vorgehen bei Kriminalität, die laut der AfD besonders von Migrantenhand verübt wird. Die CDU verspricht das nächste Wirtschaftswunder. Die Hoffnung ist groß bei den Bürger:innen, das ein Regierungswechsel tatsächlich wahre Wunder bewirkt. Die Gefahr auch, dass das nicht so leicht klappt, wie man sich das denn wünscht.

Die CDU steht nun gewaltig unter Druck

Der neue Kanzler Friedrich Merz steht daher  nun  gewaltig unter Druck, schnell Ergebnisse zu liefern. Falls das nicht klappt, die Wirtchaft auch nach einem Jahr noch vor sich hindümpelt und der Krieg sich weiter ausbreiten sollte, wird auch die CDU den Frust der Wähler:innen abbekommen – mit einem Nicht-Kreuz bei den nächsten Landtagswahlen auch in Baden-Württemberg. Der Gewinner dürfte auch hier die AfD sein und damit immer schneller an das Ziel kommen, irgendwann selbst die Regierungsgeschicke zu lenken. Schon lange nicht mehr stand Baden-Württemberg so weit politisch rechtsaußen wie aktuell.




Laut Selenskyj plant Russland 2026 Angriff auf Polen und Litauen

Moskau soll seine Streitkräfte laut Geheimdienstinformationen Kiews derzeit massiv aufstocken, um einen Angriff auf Polen und Litauen vorzubereiten. Das berichtet der Nachrichtensenders ntv. Der ukrainische Präsident Selenskyj nennt eine Zahl von 150.000 Mann. Einen Friedenswillen spricht er Putin ab.

Russland stockt 2025 seine Armee massiv auf

Kiew sorgt sich um einen Angriff Russlands auf Polen und Litauen. Der russische Machthaber Wladimir Putin soll die russische Armee um 150.000 Soldaten aufstocken, die von belarussischem Territorium aus angreifen könnten. Das berichtet die ukrainische Nachrichtenagentur Unian mit Verweis auf ein Video-Interview des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj mit der britischen Zeitung „Guardian“. Der ukrainische Geheimdienst habe ihm gesagt, „dass die Russen ihre Armee im Jahr 2025 um 12 bis 15 Divisionen aufstocken werden, und wir gehen davon aus, dass dies etwa 150.000 zusätzliche Soldaten sein werden“, wird Selenskyj zitiert. Dabei sollen auch nordkoreanische Truppen zum Einsatz kommen.

„Sie werden in Polen und Litauen beginnen“

Selenskyj gehe davon aus, dass diese 150.000 Soldaten auf dem Territorium von Belarus eine Ausbildung absolvieren werden. Die Wahrscheinlichkeit dafür sei hoch. Die heutige Unterstützung der Ukraine diene ausschließlich dem Schutz ganz Europas, erklärt der ukrainische Präsident zudem.

Falls russische mit belarussischen Truppen im Sommer oder Herbst 2025 trainieren und anschließend ausgebildet seien, glaube Selenskyj, dass sie eine groß angelegte Invasion starten könnten. „Sie werden in Polen, in Litauen beginnen können. Sie werden in der Lage sein, damit zu beginnen“, ist Selenskyj überzeugt.

Selenskyj bezweifelt, dass Russland Frieden möchte

Zudem ist Selenskyj überzeugt, dass der russische Präsident Wladimir Putin nicht an einem Frieden mit der Ukraine interessiert sei und stellt die rhetorische Frage: „Sagen Sie mir, wenn Putin Frieden will, ein Ende des Krieges will und zum Dialog bereit ist, warum stockt ein Land, das derzeit wegen der Sanktionen sehr große wirtschaftliche Probleme hat, seine Streitkräfte um 150.000 Mann auf und wird sie in Russland und Belarus ausbilden? Warum? Für den Dialog? Ich denke, die Antwort ist nein. Auf keinen Fall für den Dialog“, glaubt Selenskyj.

Mit Blick auf die jüngsten russischen Luftangriffe auf Kiew mit mindestens einem Todesopfer sagte Selenskyj, dass sich Putin „nicht auf einen Frieden vorbereitet – er fährt fort, Ukrainer zu töten und Städte zu zerstören“. Zuvor hatte Selenskyj gesagt, er sei bei möglichen Friedensverhandlungen bereit, von den ukrainischen Truppen kontrollierte Landesteile in der russischen Region Kursk gegen ukrainische Gebiete zu tauschen, die derzeit von Russland gehalten würden. Diesen ins Gespräch gebrachten Gebietstausch weist der stellvertretende Chef des russischen Sicherheitsrats, Dmitri Medwedew, jedoch entschieden zurück.