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Emotionale Fotografie – Die spirituelle Kraft der Inspiration.

Fotografieren hat sehr viel mit persönlicher Inspiration zu tun, denn es schult den Blick auch für einfachste Dinge und vermag, zu uns selbst zu finden. Normalerweise suchen wir das perfekte Motiv und das perfekte Licht, um alles gekonnt in Szene zu setzen. Viele denken, sie brauchen eine hochwertige Kamera und bestes Equipment, um gelungene Fotos zu erstellen. Das Streben nach Perfektion wirkt sich aber oft äußerst kontraproduktiv auf das Ergebnis, d.h. unsere Fotos, aus.

Auf dieser anregenden (Foto-)Wanderung erfahren wir, was es braucht, um uns selbst wieder näher zu kommen. So gelingt es, loszulassen, uns vom Alltagsstress und seinen negativen Begleiterscheinungen zu entschleunigen. Ganz besondere Bilder können entstehen: Bilder, die dem Betrachter unter die Haut gehen und Emotionen wecken!

Lass los – und Du wirst Dich finden!
Sei mutig – und spüre Dein eigenes Selbst!

Termin: Samstag, 22. Oktober 2022, 9.30 Uhr bis ca. 17 Uhr
Start und Ziel: Kloster Schöntal
Vorkenntnisse in der Fotografie nicht erforderlich.
Für alle Digitalkamera-Typen UND Smartphone-Kameras geeignet!
Weitere Infos und Anmeldung: https://art-efact.de/die-spirituelle-kraft-der-inspiration-22-oktober/

Pressemitteilung ArteFACT Grafik | Fotografie | Training, Simone V. Weis-Heigold

 

 

 




Holt sich Künzelsaub den SWR1-Hitmach-Pokal?

Acht Tage – 16 Städte: Die SWR1 Moderatoren Ingo Lege und Corvin Tondera-Klein sind während der Abstimmungsphase zur SWR1 Hitparade in Baden-Württemberg unterwegs. Von Montag, 10. bis Freitag, 14. und von Montag, 17. bis Mittwoch, 19. Oktober erhalten beide Moderatoren täglich eine „Hitmach“-Aufgabe, die sich um einen der größten Hits aller Zeiten dreht. Diese gilt es, in den jeweiligen Städten zu lösen. Dabei sind sie auf die Hilfe von SWR1 Hörer:innen vor Ort angewiesen. Die Stadt, die mehr „Hithelfer:innen“ auf die Beine stellt, holt den Tagessieg. Jede:r ist gefragt.

Jeden Tag ein Stadtduell

Am Mittwoch, den 19. Oktober 2022 steht das Duell Künzelsau gegen Gernsbach an. Wer sich beim „Hitmach-Duell“ beteiligt und mit seiner Stadt den Tagessieg davonträgt, hat die Chance, zwei Tickets für die Hitparaden-Finalparty am Freitag, den 28. Oktober 2022, in der Stuttgarter Schleyerhalle zu ergattern.

Quellen: Stadtverwaltung Künzelsau; SWR 1




Das Leitbild einer Justizvollzugsanstalt

Die Justizvollzugsanstalt in Schwäbisch Hall hat ca. 442 Plätze und über 200 Mitarbeiter. So eine Anstalt muss professionell geleitet und geführt werden. Hier
in Hall managt Mathias Rössle diese „kleine Stadt“.

Im aktuellen Hohenlohe Plus Podcast wird besprochen, welche Arten der Haft es in der JVA Schwäbisch Hall gibt, was für ein Leitbild diese verfolgt, wie sicher
eine moderne JVA gegen Ausbrüche ist und warum Arbeit für die Insassen so wichtig ist.

Der Hohenlohe Plus Podcast steht auf der Webseite des Vereins unter Hohenlohe Plus und auf den gängigen PodcastKanälen wie Amazon, Apple und Spotify zum Hören bereit.

Für mehr Informationen besuchen Sie gerne die Website https://www.hohenlohe.plus oder schreiben eine email an: info@hohenlohe.plus.

Pressemitteilung Hohenlohe Plus

 




Wie im Film: Glastür stoppt Schuhdieb

Ein 30-Jähriger wurde am Freitagabend, 14. Oktober 2022, festgenommen, nachdem er versuchte zwei Paar Schuhe aus einem Geschäft in Öhringen zu entwenden. Der Mann begab sich gegen 17 Uhr in den Sportladen in der Poststraße und nahm die Schuhe an sich. Als er versuchte diese zu entwenden, schöpfte ein Mitarbeiter Verdacht und wollte in die Tasche des Mannes schauen. Hierbei versuchte dieser zu fliehen, sprang über ein Geländer vom ersten Obergeschoss auf die Treppe und rannte anschließend gegen die Glasschiebetür am Ausgang. Diese wurde zuvor durch eine Mitarbeiterin verschlossen. Der Versuch die Tür einzutreten misslang.

Der 30-Jährige bedrohte einen Mitarbeiter und schlug um sich, traf jedoch niemanden. Anschließend rannte er aus dem Geschäft davon. Zwei Passanten gelang es den Flüchtenden am Marktplatz in Öhringen zu überwältigen und bis zum Eintreffen der Polizei festzuhalten. Verletzt wurde hierbei niemand. Der Dieb muss nun mit einer Anzeige rechnen.

Pressemitteilung Polizei Heilbronn




Kabeltrommeln entwendet – Täter flüchtig

Drei Unbekannte stahlen am Sonntag, 16. Oktober 2022, mehrere Kabelrollen von einer Baustelle in Künzelsau-Gaisbach. Die Täter fuhren gegen 12.15 Uhr mit einem blauen Seat Alhambra auf das Gelände in der Schliffenstraße. Ein Zeuge beobachtete wie drei Männer die Rollen von einem Lagerplatz in den Kofferraum des Fahrzeuges luden und davonfuhren. Die Täter konnten entkommen.

Die Ermittlungen dauern an. Zeugen, die Hinweise zur Tat oder den Tätern geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 07940 9400 beim Polizeirevier Künzelsau zu melden.

Pressemitteilung Polizei Heilbronn




Radfahrer nach Sturz schwer verletzt

Ein 34-Jähriger wurde am Mittwoch, 12. Oktober 2022,  nach einem Unfall bei Künzelsau mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht. Der Mann war mit seinem Fahrrad gegen 16.30 Uhr auf dem Rad- und Fußweg von Haag kommend in Richtung Künzelsau unterwegs, als er einen aufgestellten Poller mit dem Lenkrad touchierte. Hierdurch stürzte er zu Boden und wurde schwer verletzt. Am Fahrrad entstand Sachschaden von rund 1.800 Euro.

Pressemitteilung Polizei Heilbronn




Viele Gäste kommen mit dem Flugzeug

Nur selten kann ein Flugsportverein ein solches Jubiläum feiern, wie es die Flugsportgruppe Kochertal e.V. am Sonntag, 16. Oktober 2022, feiern konnte. Der KASY wurde 50. Der KASY, das ist nicht etwa ein langjähriges verdientes Mitglied, und trotzdem ist er so etwas wie die treue Seele des Vereins: Der KASY ist ein Motorsegler, der seit nunmehr 50 Jahren unermüdlich Flugschüler zum Pilotenschein bringt und auch den Piloten des Vereins für Flüge zur Verfügung steht.

Der KASY hat sich für seinen Geburtstag auf Hochglanz herausgeputzt. Foto: GSCHWÄTZ

Gleich hebt sie ab: Bettina wollte schon lange einmal mit einem so kleinen Flugzeug fliegen. Foto: GSCHWÄTZ

Ursprünglich wurde der KASY, genauer: der Motorsegler vom Typ Scheibe  Typ SF 25 mit der Kennung D-KASY, von den drei Flugsportvereinen Öhringen, Ingelfingen und Künzelsau gemeinsam erworben. Die Öhringer verkauften später ihren Anteil und seit der Vereinigung der Vereine aus Künzelsau und Ingelfingen gehört er zur Flugsportgruppe Kochertal e.V. und hat seine Heimat auf dem Flugplatz in Hermuthausen. Ein Boxermotor mit etwa 40kW bringt den KASY auf eine gemütliche Reisegeschwindigkeit von 120 – 130 km/h. „Ein angenehmer Spazierflug, wenn man in Ruhe das Hohenloher Land beschauen will“, sagt Frederic Wystup, der Vorsitzende der Fliegergruppe. „Nach wie vor ist das eines einfachsten Schulflugzeuge, die es gibt“, sagt er. Der KASY sagt nichts dazu, er hat an diesem Sonntag genug zu tun: Einen Fluggast, der seine Heimat einmal von oben sehen möchte, nach dem anderen bringt er nach oben. Unermüdlich. „Gütmütig“, nennt Wystup den KASY , „und günstig“.

So wie Bettina aus Künzelsau: Sie hat im GSCHWÄTZ von der Gelegenheit gelesen, einmal in so einem kleinen Flugzeug mitzufliegen. „Und ein Weißwurstfrühstück ist immer was Gutes“, lacht sie. „Ich bin noch nie mit so einem kleinen Flieger geflogen, das ist schon ein Traum von mir“. Ein wenig aufgeregt sei sie, „ich hab Puls“ – und dabei greift sie unwillkürlich ans Handgelenk. Die Vorfreude ist ihr anzusehen.

„Selber machen, was geht, ist das Ziel.“

Manfred Ohr ist stolz auf das, was die vereinseigene Werkstatt alles kann. Foto: GSCHWÄTZ

Die einfache Bauweise macht es einfach, auch diesen Oldtimer zu warten: Der Rumpf besteht aus einem Stahlrohrgerüst, das mit Stoff bespannt sind, die Tragflächen sind aus Holz und ebenfalls mit Stoff bespannt. Herr der Wartungswerkstatt ist Manfred Ohr. „Der hat mir das Fliegen beigebracht“, sagt Wystup. Ohr zeigt voller Stolz die vereinseigene Werkstatt, in der nicht nur die Wartungsarbeiten durchgeführt werden, sondern auf größere Reparaturen möglich sind. Die vereinseigene LS8, ein modernes Segelflugzeug der Standardklasse mit 15m Spannweite, steht dort auseinandergebaut und wird bereits für die nächste Saison hergerichtet. „Wir können fast alles, was anfällt, selber machen“, weiß er. Der Verein verfügt über zertifizierte Mechaniker, die auch Arbeiten an den modernen Flugzeugen aus Kunststoff fachgerecht ausführen können: „Selber machen, was geht, ist das Ziel. Wartung, Reparaturen … es ist selten, dass wir was nach außen abgeben müssen“.
Bei so fachmännischer Pflege ist auch der KASY noch lange nicht am Ende, obwohl Wystup berichtet, dass man schon überlegt habe, ihn zu ersetzen. „Aber der Aufschrei im Verein war groß“.

„Segelfliegen ist nicht wirklich ein teures Hobby“

Nur durch diese Eigenleistung ist es dem Verein möglich, die Kosten für die rund 50 Mitglieder, davon 25 aktive Piloten und zwei aktive Pilotinnen, niedrig zu halten. „Segelfliegen ist nicht wirklich ein teures Hobby“, wirbt Wystup.

Das Fest wird gut frequentiert

„Weißwurstfrühstück ist immer gut“. Foto: GSCHWÄTZ

Immer wieder wird das Gespräch unterbrochen, weil ein Bekannter Wystup begrüßt. Die aufgestellten Bänke sind voll besetzt, das Weißwurstfrühstück wird gut angenommen. Nicht nur von Menschen aus den Orten der Umgebung: Alle paar Minuten landen Gäste mit dem Flugzeug. Meist sind es sogenannte Ultraleichtflugzeuge (ULF), in Deutschland fallen darunter Zweisitzer mit einem Gewicht bis zu 450 Kilogramm, ein Auto wiegt ungefähr das Dreifache.  Die Parkpositionen am Rand der Landebahn sind bald mit unterschiedlichsten Interpretationen des Konzepts ULF gut gefüllt. 

Viele Gäste kommen mit dem Flugzeug. Foto: GSCHWÄTZ

„Wenn man einmal zum Skifahren geht im Jahr, ist man mehr Geld los“

Schon mit 12 oder 13 Jahren kann mit der Flugausbildung beginnen, ab 14 Jahren ist bereits der erste Alleinflug möglich. Derzeit werden fünf Flugschüler im Verein ausgebildet, zwei davon sind Jugendliche unter 18 Jahren. Die anderen seien Ü40, so Wystup, „also ein Hobby für jede Altersklasse“. Die Kosten für eine Ausbildung seien überschaubar: Für einen Jugendlichen beziffert Wystup die Kosten bis zum Flugschein, „wenn er oder sie gut dabei ist“, mit rund 1.000 Euro – Erwachsene zahlen etwas mehr, da Jugendliche einen ermäßigten Vereinsbeitrag zahlen. „Wenn man einmal zum Skifahren geht im Jahr, ist man mehr Geld los“, rechnet er vor. Er weist aber auch auf die Zeit hin, die man investieren muss, wenn man „gut dabei“ sein will, der Zeitaufwand sei auf gar keinen Fall zu unterschätzen.

Keine Angst vorm Rückwärtsgang: „Wir fliegen immer nur vorwärts“

Flieger, grüß mir die Sonne … Foto: GSCHWÄTZ

Generell ist der Verein immer auf der Suche nach neuen Mitgliedern, insbesondere jungen Mitgliedern: „Einfach vorbeikommen. Wenn jemand Zeit und Lust am Fliegen hat, ist er hier richtig“. Vor allem betont er, dass das Segelfliegen im Verein vom Teamgedanken bestimmt ist: „Bei uns ist Team alles – man muß mindestens zu viert sein, dann kann einer fliegen“. Und wenn Manfred Ohr sagt „wir fliegen immer nur vorwärts“, dann dürften auch die letzten Berührungsängste schnell verloren sein.

Text: Matthias Lauterer

 

 

 

 




Kein Teebeutel von Dr. Neth

Eine GSCHWÄTZ-Leserin hat uns unlängst auf die Bauzäune rund um das Landratsamt und was es damit auf sich hat, aufmerksam gemacht (wir berichteten). Sie sollten vermutlich den oder die nächsten Steinewerfer abschrecken. Denn der eigentliche Übeltäter wurde laut der Polizei bereits aus dem Verkehr gezogen und doch scheint man im Landratsamt besorgt über weitere Attacken gegen die Behörde. Die Angst geht um. Und diese Angst kostet die/den Steuerzahler:in bares Geld.

Die Angst der Behörde kostet die/den Steuerzahler:in viel Geld

Das Landratsamt konnte uns auf Nachfrage nicht sagen, wie viel diese Sicherheitsmaßnahmen, die nun durch den Steinewerfer ergriffen wurden, kosten. Unter anderem wurde das Security-Personal aufgestockt. Die Steine, die vor kurzem noch um das Gebäude herum lagen, wurden entfernt. Die Kfz-Zulassungsstelle an den Fenstern mit Holzplatten verbarrikadiert. Diese sollen mittelfristig durch Panzerglasfolie ersetzt werden. Wie viel das kosten wird, weiß die Behörde laut Schreiben gegenüber GSCHWÄTZ derzeit selbst nicht. Und doch sollte man als Behörde, die mit Steuergeldern arbeitet, diese Zahlen offenlegen können.

Es wäre natürlich anders im Fall höchster Alarmstufenbereitschaft, wenn das Landratsamt von einem wütenden Mob bedroht wird, wenn weitere Attacken drohen – und schnelles Handeln erforderlich wäre. aber ist dies der Fall? Laut den Aussagen der Polizei gegenüber GSCHWÄTZ eher nicht.

Die Angst beherrscht hier das Handeln. Aber Geld scheint ohnehin im Überfluss vorhanden zu sein im Hohenlohekreis. Für das Krankenhaus, das man aus Kostengründen schließen musste, nicht. Aber für das neue Kreishaus, das 60 bis 75 Millionen kosten soll – kein Problem. Kein Mensch fragt hier, inwieweit diese Kosten wieder reingespielt werden können, so wie das beim Krankenhaus gefragt wurde? Richtig. Nämlich gar nicht.

Nun also Panzerglas für ein Gebäude, das sowieso abgerissen werden soll in den kommenden Jahren. Unlängst bekam das Landratsamt eine Anfrage von Ehrenamtlichen, die das Sprachcafé im ehemaligen Krankenhausgebäude – nur einen Steinwurf vom Landratsamt entfernt, betreuen. In diesem Sprachcafé treffen sich zweimal wöchentlich engagierte ukrainische Flüchtlingsfrauen, um die deutsche Sprache so schnell wie möglich zu lernen.

Vorschlag zur „Eigenverantwortung“

Bei Keksen, Kaffee, Wasser und Tee lernen sie in Kleingruppen in der ehemaligen Kantine des Krankenhaus die deutsche Sprache mit den Ehrenamtlichen. Nun ist die Spendenkasse nach einem halben Jahr leer, um diese Nice-to-have-Willkommensdinge weiter zu finanzieren. Aus dem Landratsamt kam der Vorschlag „zur Eigenverantwortung“. Die Frauen sollten sich doch selbst an dem Tee und dem Kaffee beteiligen. Das sei in ihrer Kultur sowieso so üblich. Aber vergessen die Behörden da nicht etwas Entscheidendes: Diese Frauen leben nicht mehr zu Hause und begrüßen und als ihre Gäste. Diese Frauen haben alles verloren, sind geflüchtet, traumatisiert, kommen teilweise nur noch mit zerrissener Kleidung hier bei uns an, mit ihren ebenfalls traumatisierten Kindern, in der Regel ohne Mann. Ihr Startgeld im Hohenlohekreis: 100 Euro, Geld, das gebraucht wird für Windeln, neue Kleidung und Essen.

Sprachcafé im ehemaligen Krankenhaus in Künzelsau. Foto: privat

Es wäre ein Zeichen des Willkommens gewesen, ein klitzekleines für das Landratsamt, aber ein großes für diese Frauen, diese Dinge kostenfrei bereitzustellen. Auch für die Ehrenamtlichen, die sich seit Monaten verausgaben und auch die Landratsamtmitarbeiter:innen dadurch massiv entlasten. Aber nein, das Landratsamt bleibt bei seiner Weigerung, 50 Euro im Monat bereitzustellen.

Es wäre auch ein schönes Zeichen für die Ehrenamtlichen gewesen

Aber Hauptsache, ein weiterer Security-Mann steht vor dem Eingang des Landratsamtes. Der Frust ist groß in der Bevölkerung. Das ist wahr. Aber manchmal hat man diesen Frust selbst verursacht.

Ein Kommentar von Dr. Sandra Hartmann

Nachdem das Landratsamt der Teebeutel-Aktion eine Absage erteilt hat, beteiligen sich nun diverse Schulen im Umkreis daran.

 




Schatz für später

Künzelsau-Taläcker: Am Donnerstag, den 06. Oktober 2022, kamen Reinhold Würth unter anderem mit seiner Frau Carmen sowie seiner Enkelin Maria Würth und Teilen der Geschäftsführung wie Norbert Heckmann, auch Hohenlohes Landrat Dr. Matthias Neth war mit von der Partie, zur Grundsteinlegung für das neue Gebäude des WÜRTHolino-Kindergartens direkt neben der Freien Schule Anne Sophie zusammen (wir berichteten). Dabei wurde auch eine Zeitkapsel vorbereitet für nachfolgende Generationen. Darin enthalten unter anderem und ein Eurostück der GSCHWÄTZ-Redaktion, gestiftet von unserer freien Mitarbeiterin Cora-Lee Pusker.

Für euch vor Ort | GSCHWÄTZ – das Magazin | Wir lieben unser Ländle | www.gschwaetz.de




Angst vor weiteren Angriffen

Das Landratsamt rüstet auf. Nachdem unlängst eine vermutlich verhaltensauffälliger Mann mit Steinwürfen Scheiben des Landratsamtes beschädigt hat (wir berichteten), stockte das Landratsamt nun die Zahl ihrer Security-Mitarbeiter von einem auf drei auf, von denen einer permanent den Außenbereich, insbesondere an der Zulassungsstelle, überwacht. Ein weiterer Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes ist im Bereich der Ausländerbehörde platziert. Das geht aus einer schriftlichen Antwort des Landratsamtes auf GSCHWÄTZ-Anfrage hervor.

Überdies traf das Landratsamt weitere Sicherheitsvorkehrungen, um künftigen Steinwürfen von Bürger:innen entgegenzuwirken:

„Als Sicherheitsmaßnahmen wurden zunächst die Steine im Innen- und Außenbereich entfernt und die Fenster in der Zulassungsstelle provisorisch mit Holz verbarrikadiert. Alle Fenster im Erdgeschoss werden zeitnah mit Panzerschutzglasfolie ausgestattet. Bis dies umgesetzt ist, werden Bauzäune im Erdgeschoss vor die Bereiche gestellt, in denen sich Fenster befinden. Des Weiteren werden die Arbeitsplätze in der Zulassungsstelle mit Alarmknöpfen ausgestattet.“

Zur Höhe der Kosten können noch keine Aussagen getroffen werden.

Es ist nicht das erste Mal, dass das Landratsamt ins Visier von Bürger:innen geraten ist. In den vergangenen Monaten gab es insgesamt zehn Anschläge, so die Polizei auf GSCHWÄTZ-Nachfrage, neun auf verschiedene Gebäude des Landratsamtes und einen auf ein Fahrzeug. Für alle „Anschläge“ konnte jedoch ein und derselbe Verursacher festgestellt werden. Diese Person befindet sich nun im Gewahrsam der Behörden.

Das Landratsamt befürchtet möglicherweise Nachahmungstäter. Dennoch muss man sagen, dass löchrige, mannshohe Bauzäune nicht wirklich Steinewerfer abhalten können, auch wenn sie dafür Steine vom Nachbargrundstück nehmen müssen.

Text: Dr. Sandra Hartmann

Das LAndratsamt hat mannshohe Bauzäune gemietet und um das Gebäude herum aufstellen lassen. Foto: GSCHWÄTZ

 

Die Scheiben der Zulassungsstelle wurden vorübergehend mit Holz verbarrikadiert. Mittelfristig kommt Panzerglasschutzfolie darauf. Foto: GSCHWÄTZ

Landratsamt stockt nach Steinschlägen ihr Security-Team auf. Foto: GSCHWÄTZ