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Advent am Schloss vom 30. November bis 04. Dezember 2022

In der Adventszeit verwandelt sich der Künzelsauer Schlossplatz in einen Weihnachtstraum. Von Mittwoch, 30. November bis Sonntag, 4. Dezember 2022 feiert Künzelsau wieder „Advent am Schloss“ auf dem Schlossplatz. An fünf Tagen wird die Vorweihnachtszeit eingeläutet.

Kreative Weihnachtsgetränke und Speisen

Gastronomen und Vereine bieten kreative Weihnachtsgetränke und Speisen an und laden zum Verweilen und Genießen ein. Ein buntes weihnachtliches Bühnenprogramm – gestaltet unter anderem von Kindergärten, Chören und Bands – runden den „Advent am Schloss“ ab. Nicht nur am Wochenende, sondern auch unter der Woche nach Feierabend sind alle eingeladen, den Tag und Abend gemütlich ausklingen zu lassen. Bürgermeister Stefan Neumann eröffnet den Markt am Mittwoch, 30. November um 19 Uhr.

Kunsthandwerkermarkt

Am Freitag ab 16 Uhr sowie am Samstag und Sonntag jeweils ab 11 Uhr findet auf dem Vorhof des Schlossgymnasiums ein Kunsthandwerkermarkt statt. Zahlreiche Kunsthandwerker mit unterschiedlichem Angebot an selbstgemachten, kreativen und weihnachtlichen Produkten werden den Markt bereichern.

Öffnungszeiten

Mittwoch, 30.11.2022: 16 – 21 Uhr

Donnerstag, 01.12.2022: 16 – 21 Uhr

Freitag, 02.12.2022: 16 – 22 Uhr

Samstag, 03.12.2022: 11 – 22 Uhr

Sonntag, 04.12.2022: 11 – 18 Uhr

Weitere weihnachtliche Aktionen in Künzelsau

Am Samstag, den 03. Dezember findet um 11 Uhr Origami-Falten in der Stadtbücherei statt. Renate Weber faltet mit allen Interessierten Flatterkraniche, die zu Weihnachtssternen werden.

Quelle: Stadtverwaltung Künzelsau / Foto Linke

Weihnachtspäckchenkonvoi

In der Zeit von 3. bis 17. November 2022 wird das Künzelsauer Rathaus wieder Sammelstelle für Weihnachtsgeschenke. Der Weihnachtspäckchenkonvoi bringt Geschenke für bedürftige Kinder in entlegene und ländliche Gegenden in Osteuropa. Dabei steht ein Grundgedanke im Mittelpunkt: Kinder helfen Kindern. Der Weihnachtspäckchenkonvoi hat bereits seit 2001 Tradition. Vor der Adventszeit werden Weihnachtspäckchen gesammelt, um Not leidenden Kindern zu Weihnachten eine besondere Freude zu machen und ihnen zu zeigen, dass sie nicht vergessen sind.

Die Stadtverwaltung Künzelsau unterstützt die Aktion des „Round Table“, „Ladies´ Circle“, „Old Tablers“ und des „Tangent Club“ und bietet das Künzelsauer Rathaus als Sammelstelle an.

Weihnachtlich geschmückte Innenstadt

Künzelsaus Innenstadt leuchtet wieder festlich für die Adventszeit und ist weihnachtlich geschmückt. Der städtische Bauhof sorgt in der Künzelsauer Innenstadt mit einer tollen Weihnachtsbeleuchtung und geschmückten Weihnachtsbäumen wieder für ein gemütliches Ambiente. Der Aktion der Werbegemeinschaft Künzelsau „Kinder schmücken Weihnachtsbäume“ ist es zu verdanken, dass ab Ende November in der Hauptstraße außerdem zirka 40 Weihnachtsbäume mit von Künzelsauer Kindern gebasteltem Schmuck zu bestaunen sind.

Die Weihnachtsbeleuchtung wird in diesem Jahr aufgrund der Energieeinsparverordnung etwas reduziert, dennoch erstrahlt die Innenstadt wieder festlich. Auch die Fenster des Alten Rathauses werden wieder mit Fensterbildern, die die Künzelsauer Kindertageseinrichtungen gebastelt haben, geschmückt. Auf eine Beleuchtung wird in diesem Jahr aber verzichtet.

WinterLounge: Treffpunkt am Alten Rathaus in der Adventszeit

Winter-Weihnachtlich bleibt es in der Künzelsauer Innenstadt auch nach dem Advent am Schloss: In der Zeit von 5. bis 30. Dezember 2022 öffnet die WinterLounge direkt am Alten Rathaus – ein Treffpunkt während der Advent- und Weihnachtszeit. Die Werbegemeinschaft Künzelsau bietet neben Glühwein und Punsch auch abwechslungsreiche regionale Speisen an.

Adventsmusizieren

Auch das Adventmusizieren der Jugendmusikschule findet wieder an einigen Nachmittagen in der Innenstadt statt, um musikalisch für weihnachtliche Stimmung zu sorgen. Verschiedene Ensembles spielen oder singen in den Künzelsauer Geschäften und in der Innenstadt weihnachtliche Lieder und stimmen so auf das bevorstehende Weihnachtsfest ein.

Advent am Schloss. Quelle: Archiv/Stadtverwaltung Künzelsau / Foto Linke

Weihnachtsgewinnspiel Werbegemeinschaft

Ab dem ersten Advent sind die Stempelkarten für das Weihnachtsgewinnspiel in allen Geschäften der Künzelsauer Werbegemeinschaft erhältlich. Bei Einkäufen können bis zum 24. Dezember 2022 drei verschiedene Stempel auf der Karte gesammelt und in den Geschäften der Künzelsauer Werbegemeinschaft abgegeben werden. Auch die Sammlung und Abgabe mehrerer Stempelkarten ist möglich. Zu gewinnen sind Gutscheine der Werbegemeinschaft im Wert von insgesamt 10.000 Euro. Es werden einmal 1.000 Euro, zweimal 750 Euro und einmal 500 Euro als Hauptgewinne ausgelost.

Christmas-Shopping

Viele Einzelhändler der Werbegemeinschaft Künzelsau laden an diesen Abenden ihre Kunden bis in die späten Abendstunden ein: zum Bummeln, Einkaufen, aber auch zum Probieren. Das Christmas-Shopping am 9. und 16. Dezember 2022 bietet die optimale Gelegenheit, Weihnachtsgeschenke in Künzelsau zu besorgen. Bereits zum zweiten Mal findet das Christmas-Shopping an zwei Tagen statt. So können Kurzentschlossene auch noch kurz vor den Weihnachtsfeiertagen Besorgungen erledigen. Die teilnehmenden Geschäfte locken mit verlängerten Öffnungszeiten bis 22 Uhr in die Stadt.

Christmas Ride

Am 10. Dezember laden die Harley Davidson Freunde Hohenlohe zum Christmas Ride ein. Die Biker verkleiden sich als Engel und Nikoläuse und fahren gegen 11 Uhr durch die Innenstadt. Der Christmas Ride for Kids ist eine Veranstaltung für einen guten Zweck, es wird Geld für die Klinikclowns im Diak Klinikum Schwäbisch Hall gesammelt.

Benefizkonzert Jugendmusikschule

Am Sonntag, 11. Dezember 2022 um 17 Uhr veranstaltet die Jugendmusikschule Künzelsau ein Benefizkonzert für die „Deutsche Kinderkrebshilfe“ in der Johanneskirche Künzelsau. Verschiedene Ensembles und Solisten der Jugendmusikschule spielen Werke aus verschiedenen Epochen und Stilrichtungen. Passend zur Adventszeit erklingen natürlich auch Weihnachtslieder.

Die „Deutsche Kinderkrebshilfe“ engagiert sich für die Bekämpfung von Krebserkrankungen von Kindern. Dabei werden Projekte wie der Auf- und Ausbau von Kinderkrebszentren, Spezialstationen, Entwicklung neuer Therapien, Unterstützung der kliniknahen und klinischen Forschung in der Kinderonkologie und die Einrichtung von Elternhäusern und -wohnungen in Kliniknähe gefördert. Sogleich unterstützt die „Deutsche Kinderkrebshilfe“ die Nachsorgekliniken, die sich auf die Ausrichtung von Kuren für krebskranke Kinder, Jugendlicher sowie deren Familien spezialisiert haben. Ebenfalls wird die Förderung der Lehre auf dem Gebiet der Kinderkrebsforschung und -bekämpfung unterstützt. Über eine Spende zu Gunsten der „Deutschen Kinderkrebshilfe“ würden freut sich die Jugendmusikschule sehr.

Familientheater

Das Landestheater Dinkelsbühl spielt am Freitag, 16. Dezember 2022 um 16 Uhr das Theaterstück „Das tapfere Schneiderlein“ in der Stadthalle. Sieben Fliegen auf einmal hat das Schneiderlein auf seinem Marmeladenbrot erlegt. Daraufhin fertigt es sich einen Gürtel mit der Aufschrift „Sieben auf einen Streich“ an und spaziert damit stolz durch die Straßen. So hört auch der König von diesem ganz besonderen Schneiderlein. An seinen Hof bestellt, verspricht er ihm nicht nur das halbe Königreich, sondern auch die Hand der wunderschönen Königstochter – wenn es nur die Aufgaben meistert, die ihm gestellt werden. Riesen und Einhörner müssen besiegt werden, doch zum Glück hat das Schneiderlein so einige Tricks auf Lager…

Nach der Vorstellung gemütlicher Abschluss für alle Zuschauer bei Punsch, Waffeln und weiteren Leckereien von Schülerinnen und Schülern der Georg-Wagner-Schule. Für alle Zuschauer ab vier Jahren. Der Eintritt kostet drei Euro. Karten können reserviert werden bei der Stadtverwaltung Künzelsau, Renate Kilb, 07940 129-121, mailto:renate.kilb@kuenzelsau.de

Engelesblasen – gelebte Tradition und stimmungsvoller Treffpunkt

Das Engelesblasen vom Turm der Johanneskirche in Künzelsau ist ein schöner und stimmungsvoller Weihnachtsbrauch, der nach der Pause im vergangenen Jahr, nun wieder stattfinden soll: An Heiligabend spielen die Turmbläser um 19 Uhr die beliebte Weise „Ehre sei Gott in der Höhe“ und um 24 Uhr erklingt der Choral „Stille Nacht, heilige Nacht“ hoch über den Dächern von Künzelsau. An Silvester wird das alte Jahr um 19 Uhr mit der Schwab’schen Melodie „Lobt den Herrn“ verabschiedet. Eine schöne Gelegenheit das neue Jahr in Besinnlichkeit und Ruhe zu beginnen ist das Engelesblasen am 1. Januar 2023. Alle, die an Heiligabend und Silvester das Engelesblasen also nicht hören und sehen konnten, haben an Neujahr um 19 Uhr das letzte Mal in der Weihnachtszeit die Möglichkeit dazu.

Zu den Fotos:

Weihnachtsmarkt „Advent am Schloss“, weihnachtlich geschmückte Innenstadt mit Altem Rathaus. Fotos Olivier Schniepp, Foto Linke GmbH.

 




Vom Lager Künzelsau nach Mäusdorf

Eine gewisse Nervosität ist im Haus der Familie Schuh in Künzelsau-Garnberg zu spüren gewesen, als dort vor kurzem ein äußerst seltenes Jubiläum begangen worden ist. Hildegard und Alfred Schuh feierten am 18. Oktober 2022 ihre Gnadenhochzeit. Das heißt, dass sie seit 70 Jahren verheiratet sind. Natürlich hatte sich an dem Tag auch Besuch angemeldet. Zwei Mitarbeiterinnen der Stadtverwaltung, Alwina Neubauer und Delia Unger, überbrachten Glückwünsche und ein Geschenk von Bürgermeister Stefan Neumann, der zu seinem Bedauern nicht dabei sein konnte. Ebenfalls überreicht wurde die Glückwunsch-Urkunde von Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Per Post sind auch die Glückwünsche des Bundespräsidenten in Garnberg angekommen.

Beim Tanz im Gasthaus Adler kennengelernt.

Im Vorfeld hatte sich Hildegard Schuh schon Sorgen gemacht, dass sie möglicherweise ihre Erinnerung im Stich lassen könnte, wenn sie etwas von früher erzählen soll. Dabei kann sie sich noch ganz genau daran erinnern, wie sie ihren Alfred Anfang der 50er Jahre kennengelernt hat. Das war beim Tanz im Gasthaus Adler, wo das Jubelpaar jetzt im engsten Familienkreis die Gnadenhochzeit feierte. Ein fescher junger Mann war damals aus Mäusdorf nach Garnberg herübergekommen. Und er hat die junge Garnbergerin für sich eingenommen.

Von Mäusdorf nach Garnberg

Wenig später heirateten die beiden im Jahr 1952 und bauten 1954 ein Haus in der Hofstraße, in das sie 1955 einziehen konnten. Hier wohnt das betagte Paar bis heute. Ihr Sohn Eberhard, der ebenfalls im Haus wohnt, umsorgt seine inzwischen gebrechlichen Eltern. Nach Hohenlohe ist Alfred Schuh erst als 18-Jähriger gekommen. Er gehört zu den vielen Heimatvertriebenen, die in Künzelsau einen Neuanfang machen mussten.

Alfred gehört zu den vielen Heimatvertriebenen

Der Weg hierher führte ihn quer durch Osteuropa. Geboren wurde Schuh am Schwarzen Meer in Teplitz in Bessarabien. 1940 wurde er mit seiner Familie ins Deutsche Reich umgesiedelt und kam über ein Sammellager bei Belgrad zunächst über Graz in ein Umsiedlungslager im sächsischen Kreis Oschatz. Im Juli 1941 folgte dann die Ansiedlung in Westpreußen beim Bromberg, wo die Familie bis zur Flucht vor der anrückenden russischen Armee 1945 lebte. Über Mecklenburg kam Alfred Schuh schließlich 1946 ins Lager Künzelsau. Genauso wenig wie seine Frau hätte er gedacht, dass es in Europa nochmals einen Krieg gibt. „Man hat gedacht, in der heutigen Zeit macht das keiner mehr“, sagt Alfred Schuh kopfschüttelnd.

Nach drei Jahren Lehre und zwei Jahren als Geselle in der Molkerei Mäusdorf, wechselte er dann zu Strickereien in Künzelsau, bevor er bei Ziehl-Abegg 30 Jahre bis zur Rente arbeitete. Dort war er dann Versandleiter. Seine Frau Hildegard arbeitete in Haushalten und kümmerte sich um die Kinder. 1953 wurde Tochter Gisela geboren, 1957 Sohn Günter, 1958 Tochter Gerlinde und 1960 schließlich Eberhard.

Das hochbetagte Paar lebt auch im hohen Alter noch in der eigenen Wohnung. Alfred Schuh hat sich nach einem schlimmen Sturz in der Wohnung den Oberschenkel gebrochen und ist nach langem Krankenhausaufenthalt und Reha glücklicherweise wieder auf die Beine gekommen und konnte nach Hause zurückkehren zu seiner Frau, die ihren linken Arm nur noch schwer bewegen kann.

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau

Zum Foto: Hildegard und Alfred Schuh konnten ihre Gnadenhochzeit in Garnberg feiern. Mitarbeiterinnen der Stadtverwaltung haben gratuliert. Foto Rainer Lang.

 




Jeder Tropfen zählt – künftig im ganzen Hohenlohekreis

Als erster Landkreis in Baden-Württemberg sammelt der Hohenlohekreis künftig Altspeiseöle und -fette in privaten Haushalten. Der Kreistag hat bei seiner heutigen Sitzung in Waldenburg hierfür die nötigen Beschlüsse gefasst. So soll es künftig allen Bürgerinnen und Bürgern im Kreis ermöglicht werden, an dem neuen Sammelsystem teilzunehmen. „Wir wollen mit der kleinteiligen Sammlung von Altspeiseölen und -fetten dazu beitragen, dass diese wertvolle Ressource nicht einfach in den Küchenabflüssen verschwindet, sondern für die Bio-Kraftstoff-Produktion genutzt wird“, freut sich Landrat Dr. Matthias Neth. Vorausgegangen waren Pilotprojekte in der Großen Kreisstadt Öhringen und der Gemeinde Dörzbach im Jagsttal. Durch eine Kooperation mit der Firma „Jeder Tropfen zählt“ konnten so wertvolle Erkenntnisse gewonnen werden.

„Jeder Tropfen zählt“ wird von der Bevölkerung bereits angenommen – Roswitha Heigold stellt Fett aus der Fritteuse zur Verfügung. Foto: GSCHWÄTZ

„Die positiven Rückmeldungen und die Ergebnisse in den Pilotgemeinden waren so enorm, dass für uns die kreisweite Sammlung der logische nächste Schritt ist“, erklärt der Geschäftsführer der Abfallwirtschaft Sebastian Damm. „Uns erreichen seit der Einführung immer wieder Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern anderer Gemeinden aus dem Hohenlohekreis, die ebenfalls am Projekt teilnehmen wollen.“ Nun könne man diese Möglichkeit endlich bieten.

Synthetischer Kraftstoff aus Altfett

Das Konzept der Sammlung ist so einfach wie genial: Alle Haushalte der teilnehmenden Städte und Gemeinden erhalten eine luftdicht verschließbare Sammelflasche. Darin sammeln die Bürgerinnen und Bürger übrig gebliebene Bratfette sowie Ölreste aus Konserven. Volle Sammelflaschen können rund um die Uhr an zentral gelegenen Sammelautomaten abgegeben werden und man erhält im Austausch eine saubere, leere Flasche für die weitere Sammlung zurück. Aus dem abgegebenen Altfett und Speiseöl kann dann synthetischer Bio-Kraftstoff hergestellt werden.

Belastung des Kanalsystems

Nach wie vor können große Mengen Altfett und Speiseöl – beispielsweise aus Fritteusen – auch auf den Recyclinghöfen im Landkreis abgegeben werden. Kleine Mengen Fettreste, die beispielsweise beim Braten oder durch den Konsum von Konserven anfallen, können zwar ebenfalls dort abgegeben werden, in der gängigen Praxis verschwinden sie aber meist in den Küchenabflüssen. Dort kommt es deshalb nicht selten zu Verstopfungen und das Kanalsystem wird belastet. Auch eine Entsorgung über die Restmülltonne ist nicht ideal: Die wertvolle Ressource geht bei der Müllverbrennung verloren, anstatt als Bio-Kraftstoff wiederverwendet zu werden.

Ein bisschen Geduld müssen die Bürgerinnen und Bürger aber noch mitbringen, bevor im ganzen Kreis mit der Sammlung begonnen werden kann. „Zunächst müssen wir den Auftrag für die Sammlung im gesamten Kreis ausschreiben“, erklärt Sebastian Damm den weiteren Ablauf. „Und auch nach der Vergabe wird die Einführung nicht im ganzen Kreis zeitgleich ablaufen können.“ Insbesondere die Verteilung der Sammelflaschen an alle Haushalte müsse für jede Gemeinde gut geplant sein, um die Teilnahme für die Bürgerinnen und Bürger so einfach wie möglich zu gestalten. „Über den zeitlichen Ablauf der Einführung wird die Abfallwirtschaft Hohenlohekreis zu gegebener Zeit informieren.“

Pressemitteilung LRA Hohenlohekreis

GSCHWÄTZ hat mit dem Initiator des Pilotprojekts in Öhringen, Roland Weisser zum Start des Pilotprojekts in Öhringen gesprochen. Ein weiterer Bericht erschien während des Projekts.




Gedenkfeier am Volkstrauertag am Sonntag, 13. November 2022

Die Stadtverwaltung Künzelsau lädt ein zur Gedenkfeier anlässlich des Volkstrauertages am Sonntag, 13. November 2022, um 11Uhr, auf dem Friedhof in Künzelsau.

Bürgermeister Stefan Neumann, Martin Gawel, Pastoralreferent der Katholischen Kirchengemeinde St. Paulus und Pfarrer Hartmut Soland von der Evangelischen Kirchengemeinde werden sprechen und einen Kranz am Ehrenmal niederlegen. Die Gedenkfeier wird musikalisch umrahmt von der Stadtkapelle Künzelsau sowie von Mitgliedern verschiedener Männerchöre unter der Leitung von Susanne Koch. Die Öffentlichkeit ist hierzu herzlich eingeladen.

Pressemitteilung Stadt Künzelsau




Gedenken an die NS-Opfer im Hohenlohekreis

Titelblatt der Dokumentation “Spuren, Wege, Erinnerung“. Gestaltung: Andrea Renner, Weldingsfelden.

Am Dienstag, 15. November 2022, findet von 17 bis 20 Uhr im Bürgerzentrum in Berlichingen (Kilian-Nuss-Straße 6, 74214 Schöntal-Berlichingen), der „11. Tag der Heimatgeschichte im Hohenlohekreis“ statt, veranstaltet vom Hohenlohekreis in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Schöntal. Im Mittelpunkt steht die Dokumentation „Spuren, Wege, Erinnerung. Orte des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus im Hohenlohekreis“, die im Herbst 2021 als Buch erschienen ist und nun einem größeren Publikum vorgestellt wird.

31 lokale Gedenkorte

Die Publikation behandelt in kurzen Artikeln 31 Gedenkorte, die mit den Schicksalen von NS-Opfern verbunden sind, darunter offizielle Gedenkstätten, aber auch bislang kaum bekannte Orte. Thematisiert werden unter anderem die Deportation und Ermordung von jüdischen Menschen, Behinderten und Angehörigen der Minderheit der Sinti und Roma, die Hinrichtung von Zwangsarbeitern und die Misshandlung von politischen Gegnern. An der Aufarbeitung waren 15 Autorinnen und Autoren beteiligt, deren Beiträge größtenteils in ehrenamtlichem Engagement entstanden sind. Die Drucklegung wurde von der Stiftung des Hohenlohekreises, der Landeszentrale für politische Bildung und dem Verein „Gegen Vergessen – Für Demokratie“ finanziell unterstützt.

Das Buch bietet einen Überblick über die Gedenklandschaft im Hohenlohekreis und regt dazu an, die Orte selbst zu erkunden und der Opfer zu gedenken. Damit eignet es sich auch sehr gut für die Verwendung im Schulunterricht, da die Auswirkungen des NS-Terrors Kindern und Jugendlichen nähergebracht und besser veranschaulicht werden können.

Im Rahmen der Veranstaltung werden nach einführenden Worten zum Gesamtprojekt in drei Vorträgen einzelne Gedenkorte vorgestellt, außerdem wird die neu erarbeitete Online-Präsentation der Gedenkorte-Dokumentation vorgestellt, die künftig im Geoinformationsportal HOKis verfügbar sein wird.

Presseinfornmation LRA Hohenlohekreis

 




Zulassungsstelle am 18. November 2022 geschlossen

Am Freitag, 18. November 2022, ist die Zulassungsstelle im Landratsamt Hohenlohekreis ganztägig geschlossen. An diesem Tag wird das Kfz-Zulassungsprogramm umfassend erneuert und aktualisiert. Aufgrund der Umstellung kann es in den darauffolgenden Tagen zu Verzögerungen in der Bearbeitung kommen. Das Landratsamt empfiehlt daher in der ersten Woche nach Verfahrensumstellung nur dringende, unaufschiebbare Vorgänge vornehmen zu lassen. Außerdem stehen aufgrund der Umstellung von 14. bis 20. November keine Online-Dienste zur Verfügung. Es sind in diesem Zeitraum keine Abmeldungen, Zulassungen und Umschreibungen von Fahrzeugen online möglich.

An den anderen Wochentagen sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Zulassungsstelle wie gewohnt für die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger da. Die regulären Öffnungszeiten sind: Montag bis Mittwoch 7:30-15:30 Uhr durchgehend, Donnerstag 7:30-12:30 Uhr und 14:00-17:30 Uhr sowie Freitag 7:30-12:00 Uhr.

Pressemitteilung LRA Hohenlohekreis




Viel zu tun für den neuen Stadteingang

Ausnahmsweise mittwochs, am 9. November 2022, tagt der Künzelsauer Gemeinderat um 18:00 im großen Sitzungssaal des Rathauses. Wichtigstes Thema wird der neue Stadteingang sein.

Nachdem sich sowohl Kreistag als auch Gemeinderat über die Zusammenarbeit geeinigt haben, können jetzt Nägel mit Köpfen gemacht werden. Die Planungshoheit liegt bei der Stadt – also ist die Stadt jetzt am Zug und muss die Grundlagen zur Planung schaffen. Einerseits für das neue Kreishaus, andererseits für die Entwicklung des gesamten Quartiers, angefangen bei den Straßen – es soll beispielsweise eine neue Stadtachse von der Bergbahn zur Innenstadt entstehen – bis hin zur Festlegung von Rahmenbedingungen für Neubauten. Auch die Trasse der im Übrigen noch immer in den Sternen stehenden Kochertalbahn ist im Entwurf des Bebauungsplans enthalten.

Aktueller Stand des Bebauungsplanentwurfs „Neuer Stadteingang“. Foto: Sitzungsunterlagen.

Ein Vorentwurf für einen Bebauungsplan wurde bereits erstellt – die Verwaltung beantragt, dass der Gemeinderat die weiteren Schritte, die zur Erstellung eines gültigen Bebauungsplans notwendig sind, beauftragt. Diese Schritte umfassen beispielsweise die Beteiligung der Öffentlichkeit an der Bauleitplanung nach § 3 Abs. 1 BauGB (Baugesetzbuch) und die Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange nach § 4 Abs. 1 BauGB.

Zeitplan für das Projekt

Die Koordination der unterschiedlichen und miteinander vernetzten Maßnahmen innerhalb des Projekts soll der Gemeinderat in die Hände der CPM GmbH, Gesellschaft für Projektmanagement aus 71063 Sindelfingen, legen. Deren Geschäftsführer Dirk Haecker wird den bisher erarbeiteten Terminplan ausführlich
erläutern und für Fragen zur Verfügung stehen. Nach diesem Terminplan soll das in der Regie der Stadt Künzelsau zu bauende Parkhaus Ende Juli 2025 fertiggestellt sein, der Bau des Kreishauses kann frühestens nach Erteilung der Baugenehmigung, geplant für Februar 2024, beginnen. Mit einer Bauzeit von zwei bis drei Jahren ist zu rechnen. Das Ende der verkehrlichen Erschließung plant Haecker bis Ende September 2027 ein. Die Maßnahmen zur Einbindung der Kochertalbahn werden im Zeitplan nicht genannt.

Altlasten

Und zudem befinden sich auf dem Gebiet Altlasten aus einem ehemaligen Industriestandort der Firma Stahl. Um die Baumaßnahmen wie geplant umsetzen zu können, müssen diese Altlasten beseitigt und fachgerecht entsorgt werden. Es handelt sich dabei um leichtflüchtige halogenierte Kohlenwasserstoffe und PCB.  „Die Planungen und Ausschreibungsvorbereitungen durch das Ingenieurbüro CDM Smith sowie die Abstimmungen mit und Genehmigungen durch das Landratsamt werden in den Jahren 2022/23 abgearbeitet, damit die Umsetzung der Bodensanierung im Zeitraum Januar bis Mai 2024 erfolgen kann (tatsächliche Bauzeit 8-12 Wochen). Zum jetzigen Zeitpunkt geht die Stadtverwaltung von einem Bruttoinvestitionsvolumen von rund 2,0 Mio. € für die Bodensanierung aus“, teilt die Stadtverwaltung mit.

Weitere Themen

Auf der Tagesordnung der öffentlichen Sitzung stehen weiterhin die Verabschiedung eines Aufstellungsbeschlusses für einen Bebauungsplan nach § 13b BauGB – „Wohnen am Wartberg“ in Künzelsau, ein vorhabenbezogener Bebauungsplan und örtliche Bauvorschriften für eine „Freiflächenphotovoltaikanlage Belsenberg“sowie Gebührenanpassungen.

Text: Matthias Lauterer

 

 




„Ich habe drei Tage den Dalai-Lama begleiten dürfen“

Viele prominente Freunde und Weggefährten waren am 7. November 2022 ins Carmen-Würth-Forum gekommen, um Harald Unkelbach zu ehren, der an diesem Abend das Bundesverdienstkreuz aus den Händen von Landrat Dr.Matthias Neth entgegennehmen durfte und aus seinem Amt als Vorsitzender der Würth-Stiftung verabschiedet wurde.

Landrat Dr. Matthias Neth überreicht das Bundesverdienstkreuz an Harald Unkelbach. Foto: Ufuk Arslan

Im Mittelpunkt des Abends stand nicht der Unternehmensmanager Unkelbach, sondern die vielen Facetten der Persönlichkeit Harald Unkelbach. Wenn Prof. Dr. h. c. mult. Reinhold Würth von gemeinsamen Schachabenden erzählt und davon, dass Unkelbach meist gewinnt, aber sich über Niederlagen ärgert, dann ist das eine Facette von Harald Unkelbach, der so viele Facetten aufweist. So erinnert sich Laudator Prof. Dr. Bernd Engler, Präsident der Stiftung Weltethos, an die Studienzeit Unkelbachs und bescheinigt ihm „das Zeug zu einem veritablen Revoluzzer, damals in den späten 60ern“. Auch als Kleinkünstler oder in der Theaterszene sei Unkelbach bekannt gewesen. Letzendlich habe er sich aber doch für die Mathematik entschieden.

Formeln, Logik und Prozesse – aber Sinn für die Kunst

„Ein Mensch der Formeln, der Logik und der Prozesse“, sei Unkelbach, stellt Maria Würth fest. „Aber er hat trotzdem einen Sinn für die Kunst, dem bei einer Sinfonie das  Herz aufgeht“. Und Kunst, das ist für Unkelbach nicht nur die Musik, sondern vor allem die Literatur: „Literatur und Musik sind ein ungeheurer Schatz“, sagt er. 12.000 Bücher dürften es gewesen sein, die er gelesen hat.

Das Rampenlicht scheint ihm nicht so zu liegen

Unkelbach steht an diesem Abend im Rampenlicht. Ganz wohl scheint er sich damit nicht zu fühlen. Immer, wenn er von Erfolgen spricht, stellt er seinen Anteil zurück und dankt denen, die beigetragen haben: Einerseits natürlich Reinhold und Carmen Würth, die die Stiftung ins Leben gerufen haben und damit die Voraussetzungen für die Arbeit geschaffen haben, andererseits seinen Mitarbeitern, die ihn in seinen vielen Aufgaben unterstützt haben. Besonders deutlich wird das bei seinen Dankesworten zur Verleihung des Bundesverdienstkreuzes: „Auszeichnungen sind ein äußerliches Zeichen der Anerkennung“. Diese Auszeichnung will er verstanden wissen „als Auszeichnung für alle, die mich in all den Jahren unterstützt haben“.

Große Persönlichkeiten kennengelernt

Besonders dankbar ist Unkelbach für Begegnungen mit Persönlichkeiten: „Ich habe drei Tage den Dalai-Lama begleiten dürfen“, berichtet er, aber auch Christo und Jeanne-Claude oder den amerikanischen Komponisten Philipp Glass nennt er.

Viele alte Weggefährten sind gekommen

Gekommen waren sie alle, die Menschen aus vielen Arbeitsbereichen, mit denen er in über 30 Jahren bei Würth oder in anderen Funktionen, beispielsweise der IHK, zusammengearbeitet hat. Man kann sie gar nicht alle aufzählen, so viele waren es. Selbst Maria Würth mußte nach der Begrüßung direkt einen Schluck Wasser trinken. Unternehmer waren gekommen, beispielsweise Albert Berner und Dieter Schwarz, aber auch Politiker wie der Bundestagsabgeordnete Christian von Stetten, der ehemalige Abgeordnete Eberhard Gienger oder die Landtagsabgeordneten Arnulf von Eyb und Anton Baron.

Arnulf von Eyb, Anton Baron, Christian von Stetten und Eberhard Gienger (v.l.) Foto: GSCHWÄTZ

Fotografiert werden möchte Dieter Schwarz nicht: „Wissen Sie, jeder weiß, dass ich da bin, aber keiner kennt mich“. Er scheint es zu mögen, nicht als einer der reichsten Menschen Deutschlands erkannt zu werden: „Ich kann mich in Heilbronn bewegen“, ist ihm wichtig.

Auch Künzelsaus Altbürgermeister Volker Lenz (r.) war gekommen. Foto: GSCHWÄTZ

Noch lange nach dem Ende des Festaktes trafen sich alte Bekannte zum Gespräch. Foto: GSCHWÄTZ

Text: Matthias Lauterer




Stabwechsel im Vorstand der Stiftung Würth

„Ich freue mich sehr auf die Arbeit bei der Stiftung Würth, denn sie gehört zu den bedeutendsten zivilgesellschaftlichen Akteuren im Land. Was mich besonders reizt, ist die hohe internationale Reputation der Stiftung“, so Johannes Schmalzl. Der gebürtige Unterfranke war vor seiner Tätigkeit bei der IHK Region Stuttgart bis 2016 Regierungspräsident des Regierungsbezirks Stuttgart.

„Stiftungen wie die Stiftung Würth sind indes mehr als die Summe ihrer Teile, sprich mehr als die Preise, die sie ausloben und verleihen! Stiftungen und ihr Wirken sind die Garanten dafür, dass eine Gesellschaft eine Wertegemeinschaft ist und bleibt, eine Gesellschaft in der die uns verbindenden kulturellen Werte in ihrer Vielfalt gelebt werden können. Für dieses Bekenntnis zu einer wertebasierten und zugleich offenen Gesellschaft danken wir Ihnen, lieber Herr Unkelbach, vor allem aber auch den Stiftern der Stiftung, dem Ehepaar Würth“, betonte Prof. Bernd Engler, Präsident der Stiftung Weltethos, in seiner Festrede.

In einer Gesprächsrunde, moderiert von Bernadette Schoog, blickt Harald Unkelbach an seine Anfänge im Unternehmen Würth vor 43 Jahren. „Arbeit war für mich nie ungeliebte Pflicht, immer Herausforderung, die ich mit Freude und Elan angegangen bin.“ Sein Amt als Mitglied der Geschäftsleitung der Adolf Würth GmbH & Co. KG gibt er zum Jahreswechsel ab.

Verdienstkreuz am Bande für Harald Unkelbach

Landrat Dr. Matthias Neth überreicht das Bundesverdienstkreuz an Harald Unkelbach. Foto: Ufuk Arslan

Bei der Feierstunde erhielt Harald Unkelbach für sein vorbildliches gesellschaftliches Wirken sowie für seinen außerordentlichen Einsatz in zahlreichen Ämtern und sein herausragendes Engagement in der Region Heilbronn-Franken das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Die Ordensverleihung nahm im Auftrag des Bundespräsidenten der Landrat des Hohenlohekreises Dr. Matthias Neth vor.

Prof. Dr. h. c. mult. Reinhold Würth, Vorsitzender des Stiftungsaufsichtsrats der Würth-Gruppe, dankte Harald Unkelbach in seiner Schlussrede mit den Worten: „In besonderem Maße gebührt unser Dank Harald Unkelbach. Ohne seine großen Verdienste, seinen unermüdlichen Einsatz, seine Weltoffenheit und seine Zielorientierung wäre es nicht möglich gewesen, diese Mitverantwortung für die Menschen, für die Region und für die Gemeinschaft Wirklichkeit werden zu lassen.“

Zur Person Harald Unkelbach

Nach dem Studium der Mathematik, Physik, BWL und VWL und seiner Promotion führten Forschungsaufenthalte Harald Unkelbach an die Stanford University Kalifornien und das Westfield College in London geführt. Danach war er vier Jahre als Unternehmensberater für Betriebsorganisation, Logistik und Informationstechnologie tätig.

1979 trat Harald Unkelbach als Geschäftsführer in die Adolf Würth GmbH & Co.KG mit Sitz in Künzelsau ein. Seither trieb er die Entwicklung der Würth-Gruppe maßgeblich voran. So zeichnete Unkelbach verantwortlich für den Aufbau der IT und der Logistikstrukturen, nicht nur bei der Adolf Würth GmbH & Co. KG, sondern auch innerhalb der gesamten Würth-Gruppe. Dem lebenslangen Lernen fühlte sich der weltoffene und weitsichtige Manager schon immer verpflichtet. Nach Gründung der Akademie Würth im Jahr 1990 übernahm er die Leitung, die er bis 2020 innehatte. Für sein Engagement im Bereich Bildung und für den Aufbau eines internationalen MBA Programmes wurde dem gebürtigen Hessen im November 2013 die Ehrendoktorwürde der US-amerikanischen University of Louisville verliehen. 20007 war er zum Professor für Management und International Business berufen worden.

Neben seiner beruflichen Tätigkeit engagiert sich Unkelbach stark ehrenamtlich und für die regionale Entwicklung, schwerpunktmäßig in den Bereichen Bildung und Kultur. Im Februar 2013 wählte ihn die Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer Heilbronn-Franken zu ihrem Präsidenten. Von 2016 bis 2021 fungierte er als Vizepräsident der BWIHK Baden-Württemberg, von 2018 bis 2021 war er Mitglied des Vorstands des DIHK. Für seine Verdienste für die Duale Hochschule Baden-Württemberg wurde er 2021 zum Ehrensenator ernannt. Seit Gründung des Fechtclubs Würth Künzelsau ist er Präsident des Clubs.

Unkelbach ist verheiratet und Vater von vier Kindern.

Zur Person Johannes Schmalzl

Johannes Schmalzl wurde 1965 geboren und wuchs in der Region auf. Er studierte Rechts- und Wirtschaftswissenschaften in Würzburg, Bonn und Lausanne (Schweiz). Nach seinem Referendariat, das er auch an der Deutschen Botschaft in Tallinn (Estland) absolvierte, trat er in den baden-württembergischen Staatsdienst ein.

Die ersten zehn Berufsjahre verbrachte er in der Justiz, im Justizministerium sowie im Staatsministerium/Vertretung des Landes Baden-Württemberg beim Bund in Bonn und Berlin. 2005 wurde er zum Präsidenten des Landesamts für Verfassungsschutz ernannt, 2008 zum Regierungspräsidenten des Regierungsbezirks Stuttgart. Gerade in dieser Funktion war er der Region Hohenlohe sehr verbunden. 2016 wechselte Johannes Schmalzl als Ministerialdirektor und Chef der Abteilung Bundesimmobilien, Bundesvermögen und Beteiligungsverwaltung in das Bundesministerium der Finanzen nach Berlin.

2017 wurde Johannes Schmalzl zum Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Region Stuttgart bestellt. Schwerpunkte seiner Tätigkeit waren die berufliche Aus- und Weiterbildung, die Digitalisierung sowie die Organisation von Corona-Hilfsprogrammen für Unternehmen. Für die Landesregierung koordinierte er die Corona-Impfkampagne in den Unternehmen.

Johannes Schmalzl ist in vielfältiger Weise ehrenamtlich engagiert. Er ist u.a. Präsident der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie VWA, Vorstand des Kuratoriums der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart und Mitglied im Aufsichtsrat der Hochschule für Kirchenmusik. Außerdem ist er Ehrenvorsitzender des Landesverbandes des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, in dem er sich lange als Landesvorsitzender engagierte. In der Stiftung Würth arbeitet er bereits seit 2016 ehrenamtlich im Vorstand mit.

Schmalzl ist verheiratet und Vater von drei Kindern.

Über die Stiftung Würth

Im Jahr 1987 von Prof. Dr. h. c. mult. Reinhold und Carmen Würth als Stiftung des bürgerlichen Rechts mit Sitz in Künzelsau gegründet, verfolgt die Stiftung Würth gemeinnützige und mildtätige Zwecke. Sie fördert zahlreiche Projekte in den Bereichen Kunst und Kultur, Forschung und Wissenschaft, Bildung und Erziehung sowie Integration – schwerpunktmäßig in der Region Heilbronn-Franken, dem Stammsitz des Unternehmens Würth. Unterstützt werden die Aktivitäten durch die Gesellschaften der Würth-Gruppe in Deutschland, insbesondere durch die Adolf Würth GmbH & Co. KG.

Pressemitteilung Würth




Hetze gegen Klimaprotestler:innen

Am 27. Oktober 2022 titelte die Süddeutsche Zeitung: „Polizei setzt Klimaaktivisten fest.“ der RBB schreibt am 07. November 2022: „In Gewahrsam kommen Aktivisten eigentlich nur, wenn die Beamten feststellen, dass dieselbe Person zum Beispiel bereits am Vortag Straßen blockierte.“

Ankleben am Boden

Es spielt keine Rolle, ob man derzeit in den Süden nach München schaut oder nach Berlin, man sieht die stets gleichen Bilder: Klimaaktivisten demonstrieren derzeit teilweise mit radikalen Methoden wie das Ankleben am Boden und fordern ein sofortiges Umsteuern in der aktuellen Klimapolitik: wesentlich weniger CO“-Emissionen, bedeutend mehr Erneuerbare Energien, ein Ende der Konsumgesellschaft und den Fokus auf eine grünere Erde.

Die Polizei flext dann entweder die Protestler vom Boden gegen ihren Willen weg, verhängt Bußgelder oder nimmt sie in Gewahrsam.

Die ganzen Schreihälse auf den digitalen Gassen

Unlängst stand sogar im Raum, dass Klimaaktivisten eine Notarzteinsatz wenn nicht verhindert, so doch verzögert hätten. Dies wurde jedoch von einer Notärztin in einem späteren Zeitungsbericht widerlegt. Doch da waren schon die ganzen Schreihälse auf den digitalen Gassen, um Stimmung zu machen gegen die vermeintlich Grünen Radikalen auf den Straßen.

Anti-Klima-Stimmung

Die Stimmung im Ländle kippt. Die Klimaaktivisten stehen mittlerweile in der Beliebtheitsskala scheinbar direkt hinter den Nazis und Querdenkern. Und das, obwohl sie sich nur für positive Dinge einsetzen: Für die Umwelt, die Natur, die Erhaltung von Pflanzen und Tieren.

Polizei fährt Geschütze gegen sie auf wie bei NS-Aufmärschen

Die Polizei fährt derweil Geschütze gegen sie auf wie bei NS-Aufmärschen. Bußgelder werden an die Protestler verhängt, wenn sie zum „Wiederholungstäter“ werden. Sprich: Mehr als einmal für die grünen Belange auf die Straßen gehen oder die Klimaprotestler kommen in Gewahrsam. Der Bundestagsabgeordnete Alexander Dobrind (CSU) fordert „deutliche härtere Strafen“ gegen Klimaaktivisten.

Klimaaktivisten = Extremisten?

Befeuert wird das Ganze durch ein Staatswesen, das hinter dem harten Durchgreifen der Polizei steht, wenn nicht sogar, diese hierzu möglicherweise anweist. Immerhin ist die Polizei letzten Endes die Exekutive des Staates. Das ist umso bitterer, als das sich dieses Vorgehen eigentlich gegen genau die Wähler richtet, die der aktuellen GRÜNEN-Regierung an die Macht geholfen haben. In einem von MrWissen2go veröffentlichten Video auf youtube (Video siehe oben) fragt der Moderator ernsthaft, ob diese Klimaaktivisten Extremisten seien. Wenn man sich durch google klickt, fällt einem auf, das eben dieses Video auch auf der ARD- und ZDF-Seite abrufbar sein. Also den öffentlich-rechtlichen Nachrichtensendern, die nicht selten als das verlängerte Sprachrohr der aktuellen Politik dienen.

Die GRÜNEN vergessen, dass sie auch einst Klimaprotestler waren

Die GRÜNEN waren einst die Partei, die ebenfalls auf die Straße ging für eben dieselben Belange. Nun gehören sie dem Establishment an und scheinen weit weg von den Protestlern auf den Straßen zu sein. Der Ukraine-Krieg scheint über allem zu herrschen. Für die ebenso wichtigen grünen Themen scheint keine Zeit zu sein. Wo wohl die grünen Protestler bei den nächsten Bundestagswahlen ihr Kreuz machen werden?

Ein Kommentar von Dr. Sandra Hartmann