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Jeder Tropfen zählt – künftig im ganzen Hohenlohekreis

Als erster Landkreis in Baden-Württemberg sammelt der Hohenlohekreis künftig Altspeiseöle und -fette in privaten Haushalten. Der Kreistag hat bei seiner heutigen Sitzung in Waldenburg hierfür die nötigen Beschlüsse gefasst. So soll es künftig allen Bürgerinnen und Bürgern im Kreis ermöglicht werden, an dem neuen Sammelsystem teilzunehmen. „Wir wollen mit der kleinteiligen Sammlung von Altspeiseölen und -fetten dazu beitragen, dass diese wertvolle Ressource nicht einfach in den Küchenabflüssen verschwindet, sondern für die Bio-Kraftstoff-Produktion genutzt wird“, freut sich Landrat Dr. Matthias Neth. Vorausgegangen waren Pilotprojekte in der Großen Kreisstadt Öhringen und der Gemeinde Dörzbach im Jagsttal. Durch eine Kooperation mit der Firma „Jeder Tropfen zählt“ konnten so wertvolle Erkenntnisse gewonnen werden.

„Jeder Tropfen zählt“ wird von der Bevölkerung bereits angenommen – Roswitha Heigold stellt Fett aus der Fritteuse zur Verfügung. Foto: GSCHWÄTZ

„Die positiven Rückmeldungen und die Ergebnisse in den Pilotgemeinden waren so enorm, dass für uns die kreisweite Sammlung der logische nächste Schritt ist“, erklärt der Geschäftsführer der Abfallwirtschaft Sebastian Damm. „Uns erreichen seit der Einführung immer wieder Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern anderer Gemeinden aus dem Hohenlohekreis, die ebenfalls am Projekt teilnehmen wollen.“ Nun könne man diese Möglichkeit endlich bieten.

Synthetischer Kraftstoff aus Altfett

Das Konzept der Sammlung ist so einfach wie genial: Alle Haushalte der teilnehmenden Städte und Gemeinden erhalten eine luftdicht verschließbare Sammelflasche. Darin sammeln die Bürgerinnen und Bürger übrig gebliebene Bratfette sowie Ölreste aus Konserven. Volle Sammelflaschen können rund um die Uhr an zentral gelegenen Sammelautomaten abgegeben werden und man erhält im Austausch eine saubere, leere Flasche für die weitere Sammlung zurück. Aus dem abgegebenen Altfett und Speiseöl kann dann synthetischer Bio-Kraftstoff hergestellt werden.

Belastung des Kanalsystems

Nach wie vor können große Mengen Altfett und Speiseöl – beispielsweise aus Fritteusen – auch auf den Recyclinghöfen im Landkreis abgegeben werden. Kleine Mengen Fettreste, die beispielsweise beim Braten oder durch den Konsum von Konserven anfallen, können zwar ebenfalls dort abgegeben werden, in der gängigen Praxis verschwinden sie aber meist in den Küchenabflüssen. Dort kommt es deshalb nicht selten zu Verstopfungen und das Kanalsystem wird belastet. Auch eine Entsorgung über die Restmülltonne ist nicht ideal: Die wertvolle Ressource geht bei der Müllverbrennung verloren, anstatt als Bio-Kraftstoff wiederverwendet zu werden.

Ein bisschen Geduld müssen die Bürgerinnen und Bürger aber noch mitbringen, bevor im ganzen Kreis mit der Sammlung begonnen werden kann. „Zunächst müssen wir den Auftrag für die Sammlung im gesamten Kreis ausschreiben“, erklärt Sebastian Damm den weiteren Ablauf. „Und auch nach der Vergabe wird die Einführung nicht im ganzen Kreis zeitgleich ablaufen können.“ Insbesondere die Verteilung der Sammelflaschen an alle Haushalte müsse für jede Gemeinde gut geplant sein, um die Teilnahme für die Bürgerinnen und Bürger so einfach wie möglich zu gestalten. „Über den zeitlichen Ablauf der Einführung wird die Abfallwirtschaft Hohenlohekreis zu gegebener Zeit informieren.“

Pressemitteilung LRA Hohenlohekreis

GSCHWÄTZ hat mit dem Initiator des Pilotprojekts in Öhringen, Roland Weisser zum Start des Pilotprojekts in Öhringen gesprochen. Ein weiterer Bericht erschien während des Projekts.




Gedenkfeier am Volkstrauertag am Sonntag, 13. November 2022

Die Stadtverwaltung Künzelsau lädt ein zur Gedenkfeier anlässlich des Volkstrauertages am Sonntag, 13. November 2022, um 11Uhr, auf dem Friedhof in Künzelsau.

Bürgermeister Stefan Neumann, Martin Gawel, Pastoralreferent der Katholischen Kirchengemeinde St. Paulus und Pfarrer Hartmut Soland von der Evangelischen Kirchengemeinde werden sprechen und einen Kranz am Ehrenmal niederlegen. Die Gedenkfeier wird musikalisch umrahmt von der Stadtkapelle Künzelsau sowie von Mitgliedern verschiedener Männerchöre unter der Leitung von Susanne Koch. Die Öffentlichkeit ist hierzu herzlich eingeladen.

Pressemitteilung Stadt Künzelsau




Gedenken an die NS-Opfer im Hohenlohekreis

Titelblatt der Dokumentation “Spuren, Wege, Erinnerung“. Gestaltung: Andrea Renner, Weldingsfelden.

Am Dienstag, 15. November 2022, findet von 17 bis 20 Uhr im Bürgerzentrum in Berlichingen (Kilian-Nuss-Straße 6, 74214 Schöntal-Berlichingen), der „11. Tag der Heimatgeschichte im Hohenlohekreis“ statt, veranstaltet vom Hohenlohekreis in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Schöntal. Im Mittelpunkt steht die Dokumentation „Spuren, Wege, Erinnerung. Orte des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus im Hohenlohekreis“, die im Herbst 2021 als Buch erschienen ist und nun einem größeren Publikum vorgestellt wird.

31 lokale Gedenkorte

Die Publikation behandelt in kurzen Artikeln 31 Gedenkorte, die mit den Schicksalen von NS-Opfern verbunden sind, darunter offizielle Gedenkstätten, aber auch bislang kaum bekannte Orte. Thematisiert werden unter anderem die Deportation und Ermordung von jüdischen Menschen, Behinderten und Angehörigen der Minderheit der Sinti und Roma, die Hinrichtung von Zwangsarbeitern und die Misshandlung von politischen Gegnern. An der Aufarbeitung waren 15 Autorinnen und Autoren beteiligt, deren Beiträge größtenteils in ehrenamtlichem Engagement entstanden sind. Die Drucklegung wurde von der Stiftung des Hohenlohekreises, der Landeszentrale für politische Bildung und dem Verein „Gegen Vergessen – Für Demokratie“ finanziell unterstützt.

Das Buch bietet einen Überblick über die Gedenklandschaft im Hohenlohekreis und regt dazu an, die Orte selbst zu erkunden und der Opfer zu gedenken. Damit eignet es sich auch sehr gut für die Verwendung im Schulunterricht, da die Auswirkungen des NS-Terrors Kindern und Jugendlichen nähergebracht und besser veranschaulicht werden können.

Im Rahmen der Veranstaltung werden nach einführenden Worten zum Gesamtprojekt in drei Vorträgen einzelne Gedenkorte vorgestellt, außerdem wird die neu erarbeitete Online-Präsentation der Gedenkorte-Dokumentation vorgestellt, die künftig im Geoinformationsportal HOKis verfügbar sein wird.

Presseinfornmation LRA Hohenlohekreis

 




Zulassungsstelle am 18. November 2022 geschlossen

Am Freitag, 18. November 2022, ist die Zulassungsstelle im Landratsamt Hohenlohekreis ganztägig geschlossen. An diesem Tag wird das Kfz-Zulassungsprogramm umfassend erneuert und aktualisiert. Aufgrund der Umstellung kann es in den darauffolgenden Tagen zu Verzögerungen in der Bearbeitung kommen. Das Landratsamt empfiehlt daher in der ersten Woche nach Verfahrensumstellung nur dringende, unaufschiebbare Vorgänge vornehmen zu lassen. Außerdem stehen aufgrund der Umstellung von 14. bis 20. November keine Online-Dienste zur Verfügung. Es sind in diesem Zeitraum keine Abmeldungen, Zulassungen und Umschreibungen von Fahrzeugen online möglich.

An den anderen Wochentagen sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Zulassungsstelle wie gewohnt für die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger da. Die regulären Öffnungszeiten sind: Montag bis Mittwoch 7:30-15:30 Uhr durchgehend, Donnerstag 7:30-12:30 Uhr und 14:00-17:30 Uhr sowie Freitag 7:30-12:00 Uhr.

Pressemitteilung LRA Hohenlohekreis




Viel zu tun für den neuen Stadteingang

Ausnahmsweise mittwochs, am 9. November 2022, tagt der Künzelsauer Gemeinderat um 18:00 im großen Sitzungssaal des Rathauses. Wichtigstes Thema wird der neue Stadteingang sein.

Nachdem sich sowohl Kreistag als auch Gemeinderat über die Zusammenarbeit geeinigt haben, können jetzt Nägel mit Köpfen gemacht werden. Die Planungshoheit liegt bei der Stadt – also ist die Stadt jetzt am Zug und muss die Grundlagen zur Planung schaffen. Einerseits für das neue Kreishaus, andererseits für die Entwicklung des gesamten Quartiers, angefangen bei den Straßen – es soll beispielsweise eine neue Stadtachse von der Bergbahn zur Innenstadt entstehen – bis hin zur Festlegung von Rahmenbedingungen für Neubauten. Auch die Trasse der im Übrigen noch immer in den Sternen stehenden Kochertalbahn ist im Entwurf des Bebauungsplans enthalten.

Aktueller Stand des Bebauungsplanentwurfs „Neuer Stadteingang“. Foto: Sitzungsunterlagen.

Ein Vorentwurf für einen Bebauungsplan wurde bereits erstellt – die Verwaltung beantragt, dass der Gemeinderat die weiteren Schritte, die zur Erstellung eines gültigen Bebauungsplans notwendig sind, beauftragt. Diese Schritte umfassen beispielsweise die Beteiligung der Öffentlichkeit an der Bauleitplanung nach § 3 Abs. 1 BauGB (Baugesetzbuch) und die Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange nach § 4 Abs. 1 BauGB.

Zeitplan für das Projekt

Die Koordination der unterschiedlichen und miteinander vernetzten Maßnahmen innerhalb des Projekts soll der Gemeinderat in die Hände der CPM GmbH, Gesellschaft für Projektmanagement aus 71063 Sindelfingen, legen. Deren Geschäftsführer Dirk Haecker wird den bisher erarbeiteten Terminplan ausführlich
erläutern und für Fragen zur Verfügung stehen. Nach diesem Terminplan soll das in der Regie der Stadt Künzelsau zu bauende Parkhaus Ende Juli 2025 fertiggestellt sein, der Bau des Kreishauses kann frühestens nach Erteilung der Baugenehmigung, geplant für Februar 2024, beginnen. Mit einer Bauzeit von zwei bis drei Jahren ist zu rechnen. Das Ende der verkehrlichen Erschließung plant Haecker bis Ende September 2027 ein. Die Maßnahmen zur Einbindung der Kochertalbahn werden im Zeitplan nicht genannt.

Altlasten

Und zudem befinden sich auf dem Gebiet Altlasten aus einem ehemaligen Industriestandort der Firma Stahl. Um die Baumaßnahmen wie geplant umsetzen zu können, müssen diese Altlasten beseitigt und fachgerecht entsorgt werden. Es handelt sich dabei um leichtflüchtige halogenierte Kohlenwasserstoffe und PCB.  „Die Planungen und Ausschreibungsvorbereitungen durch das Ingenieurbüro CDM Smith sowie die Abstimmungen mit und Genehmigungen durch das Landratsamt werden in den Jahren 2022/23 abgearbeitet, damit die Umsetzung der Bodensanierung im Zeitraum Januar bis Mai 2024 erfolgen kann (tatsächliche Bauzeit 8-12 Wochen). Zum jetzigen Zeitpunkt geht die Stadtverwaltung von einem Bruttoinvestitionsvolumen von rund 2,0 Mio. € für die Bodensanierung aus“, teilt die Stadtverwaltung mit.

Weitere Themen

Auf der Tagesordnung der öffentlichen Sitzung stehen weiterhin die Verabschiedung eines Aufstellungsbeschlusses für einen Bebauungsplan nach § 13b BauGB – „Wohnen am Wartberg“ in Künzelsau, ein vorhabenbezogener Bebauungsplan und örtliche Bauvorschriften für eine „Freiflächenphotovoltaikanlage Belsenberg“sowie Gebührenanpassungen.

Text: Matthias Lauterer

 

 




„Ich habe drei Tage den Dalai-Lama begleiten dürfen“

Viele prominente Freunde und Weggefährten waren am 7. November 2022 ins Carmen-Würth-Forum gekommen, um Harald Unkelbach zu ehren, der an diesem Abend das Bundesverdienstkreuz aus den Händen von Landrat Dr.Matthias Neth entgegennehmen durfte und aus seinem Amt als Vorsitzender der Würth-Stiftung verabschiedet wurde.

Landrat Dr. Matthias Neth überreicht das Bundesverdienstkreuz an Harald Unkelbach. Foto: Ufuk Arslan

Im Mittelpunkt des Abends stand nicht der Unternehmensmanager Unkelbach, sondern die vielen Facetten der Persönlichkeit Harald Unkelbach. Wenn Prof. Dr. h. c. mult. Reinhold Würth von gemeinsamen Schachabenden erzählt und davon, dass Unkelbach meist gewinnt, aber sich über Niederlagen ärgert, dann ist das eine Facette von Harald Unkelbach, der so viele Facetten aufweist. So erinnert sich Laudator Prof. Dr. Bernd Engler, Präsident der Stiftung Weltethos, an die Studienzeit Unkelbachs und bescheinigt ihm „das Zeug zu einem veritablen Revoluzzer, damals in den späten 60ern“. Auch als Kleinkünstler oder in der Theaterszene sei Unkelbach bekannt gewesen. Letzendlich habe er sich aber doch für die Mathematik entschieden.

Formeln, Logik und Prozesse – aber Sinn für die Kunst

„Ein Mensch der Formeln, der Logik und der Prozesse“, sei Unkelbach, stellt Maria Würth fest. „Aber er hat trotzdem einen Sinn für die Kunst, dem bei einer Sinfonie das  Herz aufgeht“. Und Kunst, das ist für Unkelbach nicht nur die Musik, sondern vor allem die Literatur: „Literatur und Musik sind ein ungeheurer Schatz“, sagt er. 12.000 Bücher dürften es gewesen sein, die er gelesen hat.

Das Rampenlicht scheint ihm nicht so zu liegen

Unkelbach steht an diesem Abend im Rampenlicht. Ganz wohl scheint er sich damit nicht zu fühlen. Immer, wenn er von Erfolgen spricht, stellt er seinen Anteil zurück und dankt denen, die beigetragen haben: Einerseits natürlich Reinhold und Carmen Würth, die die Stiftung ins Leben gerufen haben und damit die Voraussetzungen für die Arbeit geschaffen haben, andererseits seinen Mitarbeitern, die ihn in seinen vielen Aufgaben unterstützt haben. Besonders deutlich wird das bei seinen Dankesworten zur Verleihung des Bundesverdienstkreuzes: „Auszeichnungen sind ein äußerliches Zeichen der Anerkennung“. Diese Auszeichnung will er verstanden wissen „als Auszeichnung für alle, die mich in all den Jahren unterstützt haben“.

Große Persönlichkeiten kennengelernt

Besonders dankbar ist Unkelbach für Begegnungen mit Persönlichkeiten: „Ich habe drei Tage den Dalai-Lama begleiten dürfen“, berichtet er, aber auch Christo und Jeanne-Claude oder den amerikanischen Komponisten Philipp Glass nennt er.

Viele alte Weggefährten sind gekommen

Gekommen waren sie alle, die Menschen aus vielen Arbeitsbereichen, mit denen er in über 30 Jahren bei Würth oder in anderen Funktionen, beispielsweise der IHK, zusammengearbeitet hat. Man kann sie gar nicht alle aufzählen, so viele waren es. Selbst Maria Würth mußte nach der Begrüßung direkt einen Schluck Wasser trinken. Unternehmer waren gekommen, beispielsweise Albert Berner und Dieter Schwarz, aber auch Politiker wie der Bundestagsabgeordnete Christian von Stetten, der ehemalige Abgeordnete Eberhard Gienger oder die Landtagsabgeordneten Arnulf von Eyb und Anton Baron.

Arnulf von Eyb, Anton Baron, Christian von Stetten und Eberhard Gienger (v.l.) Foto: GSCHWÄTZ

Fotografiert werden möchte Dieter Schwarz nicht: „Wissen Sie, jeder weiß, dass ich da bin, aber keiner kennt mich“. Er scheint es zu mögen, nicht als einer der reichsten Menschen Deutschlands erkannt zu werden: „Ich kann mich in Heilbronn bewegen“, ist ihm wichtig.

Auch Künzelsaus Altbürgermeister Volker Lenz (r.) war gekommen. Foto: GSCHWÄTZ

Noch lange nach dem Ende des Festaktes trafen sich alte Bekannte zum Gespräch. Foto: GSCHWÄTZ

Text: Matthias Lauterer




Stabwechsel im Vorstand der Stiftung Würth

„Ich freue mich sehr auf die Arbeit bei der Stiftung Würth, denn sie gehört zu den bedeutendsten zivilgesellschaftlichen Akteuren im Land. Was mich besonders reizt, ist die hohe internationale Reputation der Stiftung“, so Johannes Schmalzl. Der gebürtige Unterfranke war vor seiner Tätigkeit bei der IHK Region Stuttgart bis 2016 Regierungspräsident des Regierungsbezirks Stuttgart.

„Stiftungen wie die Stiftung Würth sind indes mehr als die Summe ihrer Teile, sprich mehr als die Preise, die sie ausloben und verleihen! Stiftungen und ihr Wirken sind die Garanten dafür, dass eine Gesellschaft eine Wertegemeinschaft ist und bleibt, eine Gesellschaft in der die uns verbindenden kulturellen Werte in ihrer Vielfalt gelebt werden können. Für dieses Bekenntnis zu einer wertebasierten und zugleich offenen Gesellschaft danken wir Ihnen, lieber Herr Unkelbach, vor allem aber auch den Stiftern der Stiftung, dem Ehepaar Würth“, betonte Prof. Bernd Engler, Präsident der Stiftung Weltethos, in seiner Festrede.

In einer Gesprächsrunde, moderiert von Bernadette Schoog, blickt Harald Unkelbach an seine Anfänge im Unternehmen Würth vor 43 Jahren. „Arbeit war für mich nie ungeliebte Pflicht, immer Herausforderung, die ich mit Freude und Elan angegangen bin.“ Sein Amt als Mitglied der Geschäftsleitung der Adolf Würth GmbH & Co. KG gibt er zum Jahreswechsel ab.

Verdienstkreuz am Bande für Harald Unkelbach

Landrat Dr. Matthias Neth überreicht das Bundesverdienstkreuz an Harald Unkelbach. Foto: Ufuk Arslan

Bei der Feierstunde erhielt Harald Unkelbach für sein vorbildliches gesellschaftliches Wirken sowie für seinen außerordentlichen Einsatz in zahlreichen Ämtern und sein herausragendes Engagement in der Region Heilbronn-Franken das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Die Ordensverleihung nahm im Auftrag des Bundespräsidenten der Landrat des Hohenlohekreises Dr. Matthias Neth vor.

Prof. Dr. h. c. mult. Reinhold Würth, Vorsitzender des Stiftungsaufsichtsrats der Würth-Gruppe, dankte Harald Unkelbach in seiner Schlussrede mit den Worten: „In besonderem Maße gebührt unser Dank Harald Unkelbach. Ohne seine großen Verdienste, seinen unermüdlichen Einsatz, seine Weltoffenheit und seine Zielorientierung wäre es nicht möglich gewesen, diese Mitverantwortung für die Menschen, für die Region und für die Gemeinschaft Wirklichkeit werden zu lassen.“

Zur Person Harald Unkelbach

Nach dem Studium der Mathematik, Physik, BWL und VWL und seiner Promotion führten Forschungsaufenthalte Harald Unkelbach an die Stanford University Kalifornien und das Westfield College in London geführt. Danach war er vier Jahre als Unternehmensberater für Betriebsorganisation, Logistik und Informationstechnologie tätig.

1979 trat Harald Unkelbach als Geschäftsführer in die Adolf Würth GmbH & Co.KG mit Sitz in Künzelsau ein. Seither trieb er die Entwicklung der Würth-Gruppe maßgeblich voran. So zeichnete Unkelbach verantwortlich für den Aufbau der IT und der Logistikstrukturen, nicht nur bei der Adolf Würth GmbH & Co. KG, sondern auch innerhalb der gesamten Würth-Gruppe. Dem lebenslangen Lernen fühlte sich der weltoffene und weitsichtige Manager schon immer verpflichtet. Nach Gründung der Akademie Würth im Jahr 1990 übernahm er die Leitung, die er bis 2020 innehatte. Für sein Engagement im Bereich Bildung und für den Aufbau eines internationalen MBA Programmes wurde dem gebürtigen Hessen im November 2013 die Ehrendoktorwürde der US-amerikanischen University of Louisville verliehen. 20007 war er zum Professor für Management und International Business berufen worden.

Neben seiner beruflichen Tätigkeit engagiert sich Unkelbach stark ehrenamtlich und für die regionale Entwicklung, schwerpunktmäßig in den Bereichen Bildung und Kultur. Im Februar 2013 wählte ihn die Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer Heilbronn-Franken zu ihrem Präsidenten. Von 2016 bis 2021 fungierte er als Vizepräsident der BWIHK Baden-Württemberg, von 2018 bis 2021 war er Mitglied des Vorstands des DIHK. Für seine Verdienste für die Duale Hochschule Baden-Württemberg wurde er 2021 zum Ehrensenator ernannt. Seit Gründung des Fechtclubs Würth Künzelsau ist er Präsident des Clubs.

Unkelbach ist verheiratet und Vater von vier Kindern.

Zur Person Johannes Schmalzl

Johannes Schmalzl wurde 1965 geboren und wuchs in der Region auf. Er studierte Rechts- und Wirtschaftswissenschaften in Würzburg, Bonn und Lausanne (Schweiz). Nach seinem Referendariat, das er auch an der Deutschen Botschaft in Tallinn (Estland) absolvierte, trat er in den baden-württembergischen Staatsdienst ein.

Die ersten zehn Berufsjahre verbrachte er in der Justiz, im Justizministerium sowie im Staatsministerium/Vertretung des Landes Baden-Württemberg beim Bund in Bonn und Berlin. 2005 wurde er zum Präsidenten des Landesamts für Verfassungsschutz ernannt, 2008 zum Regierungspräsidenten des Regierungsbezirks Stuttgart. Gerade in dieser Funktion war er der Region Hohenlohe sehr verbunden. 2016 wechselte Johannes Schmalzl als Ministerialdirektor und Chef der Abteilung Bundesimmobilien, Bundesvermögen und Beteiligungsverwaltung in das Bundesministerium der Finanzen nach Berlin.

2017 wurde Johannes Schmalzl zum Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Region Stuttgart bestellt. Schwerpunkte seiner Tätigkeit waren die berufliche Aus- und Weiterbildung, die Digitalisierung sowie die Organisation von Corona-Hilfsprogrammen für Unternehmen. Für die Landesregierung koordinierte er die Corona-Impfkampagne in den Unternehmen.

Johannes Schmalzl ist in vielfältiger Weise ehrenamtlich engagiert. Er ist u.a. Präsident der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie VWA, Vorstand des Kuratoriums der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart und Mitglied im Aufsichtsrat der Hochschule für Kirchenmusik. Außerdem ist er Ehrenvorsitzender des Landesverbandes des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, in dem er sich lange als Landesvorsitzender engagierte. In der Stiftung Würth arbeitet er bereits seit 2016 ehrenamtlich im Vorstand mit.

Schmalzl ist verheiratet und Vater von drei Kindern.

Über die Stiftung Würth

Im Jahr 1987 von Prof. Dr. h. c. mult. Reinhold und Carmen Würth als Stiftung des bürgerlichen Rechts mit Sitz in Künzelsau gegründet, verfolgt die Stiftung Würth gemeinnützige und mildtätige Zwecke. Sie fördert zahlreiche Projekte in den Bereichen Kunst und Kultur, Forschung und Wissenschaft, Bildung und Erziehung sowie Integration – schwerpunktmäßig in der Region Heilbronn-Franken, dem Stammsitz des Unternehmens Würth. Unterstützt werden die Aktivitäten durch die Gesellschaften der Würth-Gruppe in Deutschland, insbesondere durch die Adolf Würth GmbH & Co. KG.

Pressemitteilung Würth




Hetze gegen Klimaprotestler:innen

Am 27. Oktober 2022 titelte die Süddeutsche Zeitung: „Polizei setzt Klimaaktivisten fest.“ der RBB schreibt am 07. November 2022: „In Gewahrsam kommen Aktivisten eigentlich nur, wenn die Beamten feststellen, dass dieselbe Person zum Beispiel bereits am Vortag Straßen blockierte.“

Ankleben am Boden

Es spielt keine Rolle, ob man derzeit in den Süden nach München schaut oder nach Berlin, man sieht die stets gleichen Bilder: Klimaaktivisten demonstrieren derzeit teilweise mit radikalen Methoden wie das Ankleben am Boden und fordern ein sofortiges Umsteuern in der aktuellen Klimapolitik: wesentlich weniger CO“-Emissionen, bedeutend mehr Erneuerbare Energien, ein Ende der Konsumgesellschaft und den Fokus auf eine grünere Erde.

Die Polizei flext dann entweder die Protestler vom Boden gegen ihren Willen weg, verhängt Bußgelder oder nimmt sie in Gewahrsam.

Die ganzen Schreihälse auf den digitalen Gassen

Unlängst stand sogar im Raum, dass Klimaaktivisten eine Notarzteinsatz wenn nicht verhindert, so doch verzögert hätten. Dies wurde jedoch von einer Notärztin in einem späteren Zeitungsbericht widerlegt. Doch da waren schon die ganzen Schreihälse auf den digitalen Gassen, um Stimmung zu machen gegen die vermeintlich Grünen Radikalen auf den Straßen.

Anti-Klima-Stimmung

Die Stimmung im Ländle kippt. Die Klimaaktivisten stehen mittlerweile in der Beliebtheitsskala scheinbar direkt hinter den Nazis und Querdenkern. Und das, obwohl sie sich nur für positive Dinge einsetzen: Für die Umwelt, die Natur, die Erhaltung von Pflanzen und Tieren.

Polizei fährt Geschütze gegen sie auf wie bei NS-Aufmärschen

Die Polizei fährt derweil Geschütze gegen sie auf wie bei NS-Aufmärschen. Bußgelder werden an die Protestler verhängt, wenn sie zum „Wiederholungstäter“ werden. Sprich: Mehr als einmal für die grünen Belange auf die Straßen gehen oder die Klimaprotestler kommen in Gewahrsam. Der Bundestagsabgeordnete Alexander Dobrind (CSU) fordert „deutliche härtere Strafen“ gegen Klimaaktivisten.

Klimaaktivisten = Extremisten?

Befeuert wird das Ganze durch ein Staatswesen, das hinter dem harten Durchgreifen der Polizei steht, wenn nicht sogar, diese hierzu möglicherweise anweist. Immerhin ist die Polizei letzten Endes die Exekutive des Staates. Das ist umso bitterer, als das sich dieses Vorgehen eigentlich gegen genau die Wähler richtet, die der aktuellen GRÜNEN-Regierung an die Macht geholfen haben. In einem von MrWissen2go veröffentlichten Video auf youtube (Video siehe oben) fragt der Moderator ernsthaft, ob diese Klimaaktivisten Extremisten seien. Wenn man sich durch google klickt, fällt einem auf, das eben dieses Video auch auf der ARD- und ZDF-Seite abrufbar sein. Also den öffentlich-rechtlichen Nachrichtensendern, die nicht selten als das verlängerte Sprachrohr der aktuellen Politik dienen.

Die GRÜNEN vergessen, dass sie auch einst Klimaprotestler waren

Die GRÜNEN waren einst die Partei, die ebenfalls auf die Straße ging für eben dieselben Belange. Nun gehören sie dem Establishment an und scheinen weit weg von den Protestlern auf den Straßen zu sein. Der Ukraine-Krieg scheint über allem zu herrschen. Für die ebenso wichtigen grünen Themen scheint keine Zeit zu sein. Wo wohl die grünen Protestler bei den nächsten Bundestagswahlen ihr Kreuz machen werden?

Ein Kommentar von Dr. Sandra Hartmann

 




AfD Hohenlohe / Schwäbisch Hall wählt neues Vorstandsmitglied

Der Kreisverband Hohenlohe/Schwäbisch Hall der Alternative für Deutschland hat während der Mitgliederversammlung am 27. Oktober Bernd Weber zum stellvertretenden Sprecher nachgewählt. Weber setzt sich in seiner neuen Funktion dafür ein, dass „die AfD in der Mitte der Gesellschaft verankert ist“. Dies hat Weber nach seiner Wahl deutlich zum Ausdruck gebracht. Zudem liegt es ihm sehr am Herzen, dass „die rechtsstaatliche und zum Grundgesetz stehende AfD nicht länger stigmatisiert und ausgegrenzt wird.“

Den Umgang der verantwortlichen politischen Kräfte mit den aktuellen Krisen kommentiert Weber folgendermaßen: „Hysterie und politische Horror- und Untergangsvisionen haben in einer den Menschen verpflichteten Politik nichts zu suchen. Faktenbasierte und tragfähige Entscheidungen in der Gesundheits-, Energie- und Sicherheitspolitik müssen dringend die links-grüne Zerstörungsorgie bezüglich der gewachsenen Gesellschafts-fundamente umkehren. Kommunal müssen die Interessen der Bürgerschaft im Mittelpunkt stehen und sie müssen vor utopistischen Weltveränderungs- und Weltrettungsutopien geschützt werden.“

Der Vorstand gratulierte Bernd Weber zu seiner Wahl.

Pressemitteilung AfD Hohenlohe / Schwäbisch-Hall




Holzrücken mit dem Pferd

Am Dienstag, 22. November 2022, lädt das Forstamt des Hohenlohekreises zu einer besonderen Veranstaltung in den Krautheimer Wald ein. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können die traditionelle Kunst des Holzrückens mit dem Pferd, also das Herausziehen gefällter und entasteter Bäume aus dem Wald durch Kaltblutpferde, hautnah erleben. Die alte Kulturtechnik ist auch heute noch fester Bestand der Forstwirtschaft. Boden- und bestandschonendes Holzrücken sind ein wichtiger Bestandteil bei der Arbeit im Wald. Der Einsatz von Pferden sowie Holzernte- oder Holzrückemaschinen mit spezieller bodenschützender Ausstattung leisten dazu einen wichtigen Beitrag. Expertin Christel Erz und Revierförster Ralph Heinzelmann erklären bei dem Termin gemeinsam, wie die Waldarbeit mit Pferden funktioniert und warum die traditionelle Herangehensweise heute immer noch eingesetzt wird.

Treffpunkt ist Krautheim

Treffpunkt ist um 10.30 Uhr am Gemeindewald Krautheim, östlich des Ortsteils Neunstetten. Eine detaillierte Karte zur Anfahrt ist auf www.hohenlohekreis.de/wald zu finden. Die Veranstaltung dauert etwa 90 Minuten. Unerlässlich für Besucherinnen und Besucher der Veranstaltung sind festes Schuhwerk, ein Schutzhelm sowie Signalweste.

Weitere Termine im Hohenloher Waldprogramm:

8. November bis 4. Dezember 2022: Wanderausstellung Die Rotbuche – Charakterbaum im Hohenlohekreis“. Ort: Rathaus Schöntal. Geöffnet wochentäglich von 8.30 bis 12 Uhr, Montag auch von 14 bis 16 Uhr sowie Donnerstag von 14 bis 18 Uhr. Keine Anmeldung erforderlich.

Freitag, 11. November 2022 und Samstag, 12. November 2022, jeweils 14–17 Uhr: Adventskranz binden. Mit Karin Bender und Leah Eckert. Ort: Bildungshaus Kloster Schöntal. Kosten: 10 Euro. Anmeldung bis Montag, 7. November 2022.

Freitag, 18. November 2022, 14–17 Uhr: Michels vorweihnachtliche Schnitzwerkstatt – komm‘ und werde Schnitz-Kid. Für Familien mit Kindern ab 6 Jahren. Mit Christine Neuweiler-Lieber und Leah Eckert. Ort: Kelter, Bretzfeld-Siebeneich. Kosten: 10 Euro. Anmeldung bis Dienstag, 15. November 2022.

Freitag, 25. November 2022, 14–17 Uhr: Michels vorweihnachtliche Schnitzwerkstatt – komm‘ und werde Schnitz-Kid. Für Familien mit Kindern ab 6 Jahren. Mit Christine Neuweiler-Lieber und Leah Eckert. Ort: Werkraum Grundschule, Dörzbach. Kosten: 10 Euro. Anmeldung bis Dienstag, 22. November 2022.

Zu diesen Veranstaltungen ist eine Anmeldung beim Forstamt notwendig, idealerweise bis spätestens drei Tage vor dem Termin, unter Telefon: 07940 18-1567 oder E-Mail: HWP@hohenlohekreis.de. Das komplette Programm und weitere Hinweise zu den Veranstaltungen sind auf www.hohenlohekreis.de/wald zu finden.

Pressemitteilung Landratsamt Hohenlohekreis