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Engelesblasen an Heiligabend und Silvester in Künzelsau

Das Engelesblasen vom Turm der Johanneskirche in Künzelsau ist ein schöner und stimmungsvoller Weihnachtsbrauch, der nach der Pause im vergangenen Jahr, nun wieder stattfinden soll: An Heiligabend spielen die Turmbläser um 19 Uhr die beliebte Weise „Ehre sei Gott in der Höhe“ und um 24 Uhr erklingt der Choral „Stille Nacht, heilige Nacht“ hoch über den Dächern von Künzelsau. An Silvester wird das alte Jahr um 19 Uhr mit der Schwab’schen Melodie „Lobt den Herrn“ verabschiedet. Eine schöne Gelegenheit das neue Jahr in Besinnlichkeit und Ruhe zu beginnen ist das Engelesblasen am 1. Januar 2023. Alle, die an Heiligabend und Silvester das Engelesblasen nicht hören und sehen konnten, haben an Neujahr um 19 Uhr das letzte Mal in der Weihnachtszeit die Möglichkeit dazu.

Die Hauptstraße ab dem Alten Rathaus ist über die Zeit der Veranstaltungen gesperrt. Die Umleitung für den Verkehr ist über die Konsul-Uebele-Straße Richtung Kocherbrücke und für Verkehrsteilnehmenden über die Schnurgasse, Schloßplatz auf den Wertwiesen ausgeschildert. Die Bushaltestelle Bären ist über den Zeitraum der Veranstaltungen an die Sparkasse verlegt.

Zu den Fotos:

Zum Engelesblasen kommen die Menschen in die Künzelsauer Innenstadt.

Die Bläser spielen vom Turm der Johanneskirche und Laternen werden geschwenkt. Fotos: Stadtverwaltung Künzelsau/Rolf Hartbrich.

 




Advent, Advent, der Wald, der brennt

Advent, Advent,

der Wald, der brennt.

Erst, einer, dann zwei, dann drei, dann vier,

dann steht bald niemand mehr hier.

 

All überall auf den Tannenspitzen

sah man einst eine bunte Vogelschar sitzen.

Und wenn der fünfte Wald brennt,

habt ihr die Erdenrettung verpennt.

 

Macht hoch die Tür,

die Tor macht weit.

Es kommt der Gesundheitsretter Karl Lauterbach zu de Leit‘.

Erzählt, was er erzählen muss,

damit ein jeder versteht, was hier vorgehen muss.

 

Freiheit & Frieden im ganzen Land

gibt es nicht mehr, ist abgebrannt.

Wie der Wald, der einst mal war

und dazu eine bunte fröhliche Menschenschar.

 

*In Gedenken an die bislang offiziell 6.595 Toten in der ukrainischen Zivilbevölkerung während des Ukrainekrieges, davon  rund 415 Kinder (laut dem UN-Hochkommissariat für Menschenrechte, 21.11.2022), den rund 6.500 gestorbenen Gastarbeiterin Toten während des Stadionbaus in Katar, den 43 Millionen Hektar Tropischen Regenwaldes, die in den vergangenen Jahren vo Menschen zerstört wurden , den rund 6,6 Millionen Coronatoten weltweit.

 

 




Wenn man sich derzeit für die Rettung der Natur einsetzt, riskiert man Gefängnis

Nach den Reichsbürgern:innen, sind nun sogar Klimaaktivisten vor Razzien nicht gefeit. Vor wenigen Tagen hat die Polizei bundesweit an elf Orten, unter anderem in Mannheim, Wohnungen von Aktivisten der so genannten letzten Generation durchsucht.

Klimaschützer oder kriminelle Vereinigung?

Nach den Hausdurchsuchungen bei Aktivisten der „Letzten Generation“ hat Martin Schirdewan die Klimaschützer verteidigt. Der Linken-Chef warnte davor, zivilen Ungehorsam mit organisierter Kriminalität gleichzusetzen.

Nach den Razzien gegen die „Letzte Generation“ hat Linken-Chef Martin Schirdewan die Klimaaktivisten in Schutz genommen. „Der Klimawandel ist in vollem Gang und wir nähern uns dem ‚point of no return‘“, sagte Schirdewan der Deutschen Presse-Agentur. „In dem Kontext finde ich es bizarr, wenn jungen Leuten, die sich auf Straßen festkleben, deshalb die Bildung einer kriminellen Vereinigung unterstellt wird.“

Dabei denkt man schnell an die nur kurz vorher durchgeführten Razzien bei Reichsbürgern, bei welchen auch an mehreren Orten Wohnungen durchsucht und unter anderem Schusswaffen beschlagnahmt wurden.

Der Vorwurf gegen die Klimaaktivist:innen lautet: „Bildung einer kriminellen Vereinigung“.

Was steckt dahinter?

Zurückzuführen sind die Durchsuchungen laut der Tagesschau auf mehrere Aktionen der Gruppe „Letzte Generation“ aus dem April und Mai 2022. Klimaaktivisten hatten mehrfach zumindest versucht, den Ölfluss des Brandenburgischen Raffineriebetriebs PCK Schwedt zu unterbrechen, indem sie angeblich Ventile zugedreht und sich an Anlagen der Raffinerie festgeklebt oder festgekettet hatten.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen dieser konkreten Taten gegen mehrere Personen wegen der Störung öffentlicher Betriebe, Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch.

Darüber hinaus steht der Verdacht der Gründung einer kriminellen Vereinigung in Raum. Beziehungsweise der Mitgliedschaft in einer solchen. Dabei geht es also nicht darum, wer welche Taten konkret begangen hat. Für die Strafbarkeit reicht die gemeinsame Gründung oder die Mitgliedschaft in der Vereinigung.

Eine kriminelle Vereinigung liegt laut Gesetz (§ 129 Strafgesetzbuch) dann vor, wenn sich mindestens drei Personen für eine gewisse, längere Dauer zusammentun, um gemeinsam bestimmte Straftaten zu begehen. Der Zweck der Vereinigung muss also darauf gerichtet sein, Straftaten zu begehen. Und: Dieser Zweck darf nicht von untergeordneter Bedeutung sein.

Im Gefängnis

Ermittelt werde gegen elf Personen wegen Störung öffentlicher Betriebe, so die Staatsanwaltschaft. Geprüft werde auch der Verdacht der Bildung einer kriminellen Vereinigung. Zu Festnahmen sei es nicht gekommen. Fünf der Mitglieder, bei denen es Durchsuchungen gegeben habe, säßen derzeit in Gefängnissen im sogenannten präventiven Gewahrsam, um weitere Taten zu verhindern.

Zum Teil auch Hunde bei den Durchsuchungen eingesetzt worden

Die Klimaaktivisten berichteten zuvor auf Twitter, dass es von fünf Uhr an Hausdurchsuchungen gegeben habe. Elektronische Geräte wie Laptops und Handys seien konfisziert worden, ebenso Plakate. Betroffen seien Wohnungen und andere Räume in Bayern, Baden-Württemberg, Brandenburg, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen. Laut Aimée van Baalen von der „Letzten Generation“ seien bei der Razzia zum Teil auch Hunde eingesetzt worden.

„Das ist beängstigend, wenn die Polizei deinen Kleiderschrank durchwühlt“

Carla Hinrichs, Sprecherin der Gruppe, twitterte am Dienstagvormittag: „Ja, das ist beängstigend, wenn die Polizei deinen Kleiderschrank durchwühlt. Aber denkt ihr ernsthaft, dass wir jetzt aufhören werden?“ In einem weiteren Tweet der Gruppe heißt es: „Die Regierung führt uns in den Klimakollaps, in die unwiederbringliche Zerstörung unserer Lebensgrundlagen und der unserer Kinder. Wir weisen darauf hin. Und wir werden das auch unverändert weiter machen. Denn wir sind die letzte Generation, die das tun kann.“

„Versuche, uns mundtot zu machen“

Die Bildung einer kriminellen Vereinigung könne, so die Staatsanwaltschaft gegenüber der Süddeutschen Zeitung, dadurch gegeben sein, wenn sich Beschuldigte wiederholt zu Straftaten verabredeten. Die Gruppe erwiderte: „Seit einem Jahr sehen wir Einschüchterungsversuche, Versuche unser Handeln zu unterbinden, Versuche uns mundtot zu machen. Wir wurden beschimpft, verurteilt, ins Gefängnis gesperrt. Mit den Ermittlungen wegen der Bildung einer kriminellen Vereinigung erreicht dies ein neues Niveau.“ Das eigentliche Problem sei vielmehr das Handeln der Regierung in der Klimakrise: „Das ist Rechtsbruch. Das ist verfassungswidrig. Das ist kriminell.“ Unterstützung kam bei Twitter von anderen Umweltinitiativen wie Fridays for Future, Extinction Rebellion und Attac, die die Durchsuchungen verurteilten.




DANKE an Euch, liebe Leser:innen, für Eure Unterstützung & Nächstenliebe in dieser Zeit

Vor nicht mal drei Wochen starteten wir von der Redaktion GSCHWÄTZ einen Aufruf an unsere Leser:innen. Wir haben 10 neue oder gebrauchte Roller für geflüchtete Kinder aus der Ukraine gesucht. Marina Wiegel, die ehrenamtlich bereits seit Monaten intensiv geflüchtete Frauen und Kinder betreut, hat uns anlässlich Weihnachten gefragt, ob wir hier unterstützend tätig sein können, damit die Kinder im wahrsten Sinne etwas Bewegendes bekomme würden.  Das haben wir gerne getan und haben uns sehr gefreut, wie schnell die zehn Roller durch unsere engagierten Leser:innen zusammengekommen sind.

Tina Ströbele und Kerstin Gogolin aus Niedernhall, Manuela Hilkert von DS Immobilien aus Öhringen, Theresa Leitz aus Ingelfingen sowie Matthias Lauterer und Dr. Sandra Hartmann von der Redaktion GSCHWÄTZ spendeten die Roller. Bei der Übergabe am Donnerstag, den 15. Dezember 2022, in der Redaktion GSCHWÄTZ mit Mamas der Kinder sowie mit den ehrenamtliche Helferinnen Christa Marks und Marina Wiegel, strahlten die Kinder nicht nur um die Wette, sondern drehten gleich ein paar Proberunden.

 




„Ja, Thomas. Oder soll ich Sven zu Dir sagen?“

Selbstgefällig, ichzentriert und kritikunfähig: So präsentiert sich Gottschalk schon seit Jahren im deutschen Fernsehen, insbesondere bei der Show Wetten, dass…Nach Jahren abgesetzt, nun wieder als Comeback in den deutschen Fernsehabend zurückgekehrt. Nun fällt auf, was eigentlich schon immer da war: Die Überheblichkeit Gottschalks gegenüber manchen Gästen, insbesondere die des weiblichen Geschlechts.

Bereits im Vorfeld hat  er fast abfällig über deutsche Stars wie Lena Meyer-Landrut gelästert, die er nicht bei sich auf der Couch sitzen haben möchte, sondern internationaler und größer müsse es schon sein. So war denn auch unter anderem Robbie Williams zu Gast.

Ist doch alles halb so wild, oder Tommy?

Den Auftritt beim RTL Jahresrückblick am 11. Dezember 2022 musste Sarah Connor wegen eines Infekts absagen, was Gottschalk mi den Worten quittierte, dass es heute auch gute Nachrichten zu verkünden gäbe, nämlich, dass Sarah Connor nicht kommen könne. Solche Peinlichkeiten hat der blone Talkhüne schon immer gebracht und selten ein Fettnäpfchen ausgelassen. Peinlich berührt und mit Fremdschämeffekt überzogen saß der Zuschauer hilflos vor dem Fernseher. Doch immer schien man dem Mann mit dem blonden Lockenkopf und den Grübchen alles zu verzeihen. Vermeintlich.

Nun aber erntet Gottschalk einen digitalen Shitstorm nach dem anderen wegen seine Fauxpässe. Vermutlich weil man mittlerweile weiß, dass es keine Fauxpässe sind von diesem versierten Moderator, sondern bewusste Angriffe unter der Gürtellinie. Vermutlich weil sich das Denken geändert hat, dass es eben nicht mehr akzeptiert wird, wenn jemand dermaßen despektierlich mit jemandem oder über jemanden redet. Das Anstand und Respekt wieder stärker gewünscht werden, besonders von öffentlichen Vorbildern. Aber vermutlich gab es auch in der Vergangenheit schon einige Zuschauer:innen, die Zuhause auf der Couch saßen und nur noch kopfschüttelnd diese vermeintlichen Gags von Gottschalk hinnahmen. In digitalen Zeiten nun haben die Zuschauer:innen die Möglichkeit, direkt und unmittelbar Feedback zu derartigen Klogriffen zu geben und haben das auch in scharfer Weise getan.

Gottschalk scheint die Kritik an seiner Person indes nichts anzuhaben. Als er unlängst den RTL Jahresrückblick moderierte, revanchierte sich Fußballerin Alexandra Popp für ihre Fußballerkollegin Giulia Gwinn, die Gottschalk bei Wetten, dass…? wiederholt Guiliana genannt hat. Als er beim Jahresrückblick gegenüber deren Kollegin Popp scherzhaft erklärte, bei seiner Moderation rollten Sportler […] schon immer mit den Augen„, versetzte seine Gesprächspartnerin: „[Ja,] aus Gründen.“

Auf die Frage, ob Gwinn seinen Patzer verwunden habe, antwortete Popp nur :“Ja, so gerade eben, Thomas. Oder sollte ich Sven sagen?“ Gottschalk lässt den Seitenhieb an sich abgleiten und äußert sich nicht weiter zum zurückliegenden Fauxpas.

So ist Gottschalk mittlerweile zu einem Stellvertreter einer ganzen Rasse von alten weißen Männern geworden, die selbstgenügsam auf ihrer Couch sitzen und das weibliche Geschlecht immernoch als aufgepimptes  Schoßhündchen betrachten, die dankbar sein dürfen, für eine kurze zeit neben ihnen sitzen zu dürfen. Aber es beginnt sich etwas zu verändern. Sarah Connor und Alexandra Popp haben den Anfang gemacht und den Mut gehabt, sich gegen Gottschalks Klatsche öffentlich und kritisch zu äußern. Nicht böse, ganz charmant, mit dem dezenten Hinweis, dass so ein Verhalten einfach gar nicht gehe. Das weiß eigentlich auch jeder, der bis drei zählen kann.

Ein Kommentar von Dr. Sandra Hartmann




Botschaft des Friedens

Am Montag, den 12. Dezember 2022, überreichten Ingo Kuhbach, Dekan des katholischen Dekanats Hohenlohe, und Marion Klammer, Vorstandsreferentin der Pfadfinder Öhringen, im Rahmen der Kreistagssitzung in Kupferzell das Friedenslicht aus Bethlehem an Landrat Dr. Matthias Neth.

„Frieden beginnt mit Dir“

Unter dem Motto „Frieden beginnt mit dir“ wurde das Friedenslicht 2022 von Bethlehem bis in den Hohenlohekreis gebracht. Es wird dort von den Pfadfinderinnen und Pfadfindern der Deutschen Pfadfindergesellschaft St. Georg (DPSG), Bezirk Hohenlohe, verteilt.

„Zeichen für Zusammenhalt“

„Es ist mir ein besonderes Anliegen, dass wir mit dem Friedenslicht wieder ein Zeichen für Frieden und Zusammenhalt setzten“, sagte Landrat Dr. Matthias Neth bei der Übergabe. „Ganz besonders in dieser schwierigen Zeit der Krisen ist das Friedenslicht für uns alle auch ein Symbol der Hoffnung und der Völkerverständigung.“

Wie in den vergangenen Jahren leuchtet das Friedenslicht wieder an der Bürgertheke im Hauptgebäude des Landratsamtes für die Besucher:innen. Das brennende Licht kann von dort aus weiterverbreitet werden.

Aktion Friedenslicht

Die Aktion Friedenslicht gibt es seit 1986. Jedes Jahr entzündet ein Kind das Friedenslicht an der Flamme der Geburtsgrotte Christi in Bethlehem. Die Idee, ein Licht aus Bethlehem als Botschafter des Friedens durch die Länder reisen und die Geburt Jesu verkünden zu lassen, entstand im oberösterreichischen Landesstudio des Österreichischen Rundfunks. Als Symbol für Frieden, Wärme, Solidarität und Mitgefühl soll das Licht an alle „Menschen guten Willens“ weitergegeben werden. Wer das Licht empfängt, kann selbst die Kerzen von Freunden und Bekannten entzünden, damit an vielen Orten ein Schimmer des Friedens erleuchten wird, auf den die Menschen in der Weihnachtszeit besonders hoffen.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises

 

 




Zuschuss von 3,5 Millionen vom Hohenlohekreis für das Öhringer Krankenhaus, aber nur wenn…

Hohenlohekreis steht zur Hohenloher Krankenhaus gGmbH

Zuschuss für das Öhringer Krankenhaus wird aber an Erwartungen geknüpft

Der Hohenlohekreis unterstützt die Hohenloher Krankenhaus gGmbH mit einem freiwilligen Trägerzuschuss in Höhe von 3,5 Mio. €. Dieser Beschluss wurde in der Kreistagssitzung am 12.12.2022 in Kupferzell mit großer Mehrheit getroffen. Das geht aus einer aktuellen Pressemitteilung des Landratsamtes hervor, die wir an dieser Stelle veröffentlichen.

„Wir können auf die Menschen vertrauen“

Landrat Dr. Matthias Neth sieht in dem Zuschuss hierin ein starkes Signal für die Mitarbeiter:innen: „Der Kreistag hat mit der Entscheidung für den freiwilligen Zuschuss gezeigt, dass wir ganz besonders wertschätzen, was im Krankenhaus und in den Seniorenbetreuungen tagtäglich geleistet wird. Wir können auf diese Einrichtungen und die Menschen, die dort wirken, vertrauen.“

Im Bereich der Gesundheitsversorgung in Künzelsau hingegen liegen die Umsetzungen hinter den Erwartungen des Kreistags. Der Zuschuss wurde daher an die konkrete Erwartung geknüpft, dass sich auch dort zeitnah positive Entwicklungen abzeichnen. Hierzu gehört die Inbetriebnahme des Hospizes St. Elisabeth Künzelsau im 1. Quartal 2024 unter der Voraussetzung, dass alle baurechtlichen Genehmigungen zeitnah vorliegen und keine Lieferengpässe am Baumarkt auftreten. Vom 2018 durch die BBT-Gruppe im Kreistag vorgestellten Nachnutzungskonzept für das ehemalige Krankenhausgebäude Künzelsau konnten bisher nur wenige Teile umgesetzt werden. Der Hohenlohekreis erwartet daher von der BBT-Gruppe auch, dass dem Kreistag bis Sommer 2023 ein realistisches, für sie umsetzbares Konzept vorgelegt wird.

Rahmenbedingungen haben sich laut der BBT-Gruppe geändert

BBT-Regionalleiter Thomas Wigant verwies in der Kreistagssitzung auf die gemeinsame Aufgabe, die Gesundheitsversorgung für die Menschen im Hohenlohekreis sicherzustellen. „Die Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen haben sich den vergangenen drei bis vier Jahren massiv verändert. Aus diesen Entwicklungen haben wir für die weitere Konkretion unserer Projekte gelernt und arbeiten intensiv daran, auch für den Standort Künzelsau tragfähige Konzepte vorlegen zu können.“

Öhringer Krankenhaus habe sich sehr gut entwickelt

Das Krankenhaus Öhringen hat sich laut dem Landratsamt des Hohenlohekreises positiv entwickelt, seit die BBT-Gruppe im Jahr 2018 als Mehrheitsgesellschafter bei der Hohenloher Krankenhaus gGmbH eingestiegen ist. Vor allem während der schwierigen Phasen in der Corona-Pandemie hat sich das Öhringer Krankenhaus als immer leistungsfähig behauptet. Auch Chefarztpositionen konnten trotz der schwierigen Situation auf dem Ärztemarkt mit sehr guten Kräften nachbesetzt werden. Der Neubau des Krankenhauses Öhringen sei schnell auf den Weg gebracht worden und liege im Kosten- und Zeitplan. Das sehen diverse Kritiker:innen jedoch anders.

Abschließend betonte das Landratsamt: „Jedoch stehen alle Krankenhäuser in Baden-Württemberg durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie, enorm gestiegene Energie- und Sachkosten, Personalengpässe und schwierige Strukturvorgaben unter großem wirtschaftlichem Druck. Die genannten Rahmenbedingungen belasteten auch das Hohenloher Krankenhaus in diesem Jahr sehr, so dass die BBT-Gruppe den Landkreis um den genannten Zuschuss gebeten hat.“

 




Baustelle Sudentenhalde verharrt nun erstmal in Winterstarre

Die Bauarbeiten sind in den letzten Wochen in der Sudetenhalde am Südhang von Künzelsau laut der Stadtverwaltung Künzelsau gut vorangekommen. Das geht aus einer aktuellen Pressemitteilung hervor, die wir hiermit veröffentlichen.

Anfang Dezember 2022 wurde deshalb den Anliegern der Einbau der Asphalt-Tragschicht noch bis Weihnachten angekündigt. Das hätte auch fast geklappt. „Aber, weil es jetzt so kalt geworden ist, müssen wir die Baustelle leider über den Winter stilllegen“, sagt Simone Mitsch von den städtischen KünWerken.

„Wir bedanken uns für die aufgebrachte Geduld“

Für den Einbau von Beton sind fünf Grad plus und für Asphalt-Arbeiten null Grad Celsius Voraussetzung. Deshalb werden die Bauarbeiten bis Weihnachten das Herrichten eines winterfesten Provisoriums beinhalten, so dass zumindest der Winterdienst räumen und streuen kann. Die weiteren Bauarbeiten zur Fertigstellung werden dann erst im neuen Jahr fortgesetzt. „Dafür bitten wir um Verständnis bei den Anwohnenden. Wir bedanken uns für die bisher aufgebrachte Geduld und das Verständnis der direkt von der Baumaßnahme betroffenen Einwohnerinnen und Einwohner – aber auch bei allen anderen, die durch die Baumaßnahme doch einige Umstände zu ertragen hatten. Die Anlieger werden rechtzeitig informiert, wenn es wieder weitergeht“, so Simone Mitsch, die auch sehr gerne den Asphalt noch vor Weihnachten eingebaut und lediglich die Restarbeiten im neuen Jahr gemacht hätte.

Straßenbeleuchtung soll noch dieses Jahr in Betrieb genommen werden

Bislang wurden laut der Stadt die Abwasser- und Wasserleitungen verlegt und Hausanschlüsse umgebunden. Im nördlichen Teil der Sudetenhalde wurde auch die Gasleitung der Netze BW bereits verlegt. In der dritten Oktober-Woche haben hier die Arbeiten zur Kabelverlegung begonnen. Bei den Kabelarbeiten wurden Leitungen für Strom (Netze BW), Breitband und Straßenbeleuchtung neu verlegt. Die Bestandsleitungen von Vodafone und Telekom mussten umgelegt werden. Gleich im Anschluss daran wurde mit dem Straßenbau begonnen. Dies bedeutete leider eine weitere Einschränkung für die Grundstückseigentümerinnen, -eigentümer und Anwohnenden, da währenddessen die Zufahrten zu den Privatgrundstücken nicht mehr möglich war. Auch im südlichen Teil der Sudetenhalde sind mittlerweile die Tiefbaumaßnahmen größtenteils abgeschlossen. In den letzten Wochen hat die Baufirma Wolff & Müller zusätzlich zu den beiden bisher tätigen Baukolonnen noch eine dritte eingesetzt. „Alle am Bau Beteiligten zeigten vollen Einsatz“, so die Stadtverwaltung. Die Mitarbeiter der Elektrowerkstatt werden noch vor Weihnachten die Straßenbeleuchtung teils in neuem Glanz, teils noch in altem Bestand in Betrieb nehmen.

Parken nur auf privaten Flächen

„Wir bitten die Anwohner über die Winterpause nur innerhalb der privaten Flächen zu parken, so dass der Winterdienst uneingeschränkt stattfinden kann“, so Simone Mitsch. Die im Winterdienst eingesetzten Fahrzeuge benötigen eine Gasse von mindestens drei Meter Breite innerhalb der asphaltierten Flächen.

Kosten von über 1,7 Millionen Euro

Bis zur Fertigstellung werden erneuert: zirka 370 Meter Kanal inklusive zwölf Schächte; zirka 400 Meter Wasserleitung inklusive zehn Schächte; zirka 400 Meter Breitbandleerrohre; zirka 400 Meter Straßenbeleuchtungskabel inklusive 18 Straßenbeleuchtungsmasten sowie rund 45 Hausanschlüsse Kanal (im öffentlichen Bereich), Wasserleitung und Breitband (im öffentlichen und privaten Bereich). Zudem werden 45 Stromanschlüsse der Netze BW erneuert und teilweise Gasleitungsanschlüsse verlegt. Telekom und Vodafone legten die bestehenden Versorgungsleitungen um. Der Straßenbau wird auf der Gesamtlänge von zirka 400 Metern komplett erneuert.

Der Gemeinderat hat die Tief-und Straßenbauarbeiten der Sanierung der rund 400 Meter langen Sudetenhalde für die Bruttoangebotssumme von 1, 73 Millionen Euro im Dezember 2021 an die Firma Wolff & Müller aus Waldenburg vergeben.

Sudentenhalde im Winterschlaf. Foto: Stadt Künzelsau

Zum Foto:

Winterruhe auf der Baustelle in der Sudetenhalde. Bis Weihnachten wird ein winterfestes Provisorium geschaffen, damit der Winterdienst stattfinden kann. Foto Simone Mitsch, Stadtverwaltung Künzelsau.

 

 

Freundlich grüßt

Elke Sturm

Stadtverwaltung Künzelsau
Stuttgarter Straße 7
74653 KünzelsauTelefon 07940 129-122
elke.sturm@kuenzelsau.de
www.kuenzelsau.de

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Bitte prüfen Sie der Umwelt zuliebe, ob ein Ausdruck der elektronischen Nachricht erforderlich ist!

 

Pressemitteilung online:

https://kuenzelsau.de/,Lde/rathaus+und+buergertheke/pressemitteilungen/sudetenhalde_+winter+auf+der+baustelle+_13_12_2022_

 

 

Freundlich grüßt

 

Elke Sturm

 

 

 

Stadtverwaltung Künzelsau

Stuttgarter Straße 7

74653 Künzelsau

 

Telefon 07940 129-122

mailto:elke.sturm@kuenzelsau.de

http://www.kuenzelsau.de

 

 

 

 

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Bitte prüfen Sie der Umwelt zuliebe, ob ein Ausdruck der elektronischen Nachricht erforderlich ist!

Von: Sturm, Elke Stadt Kuenzelsau <elke.sturm@kuenzelsau.de>

Gesendet: Dienstag, 13. Dezember 2022 19:53

An: redaktion@krieger-verlag.de

Cc: Asum, Laura <laura.asum@kuenzelsau.de>; Mitsch, Simone <simone.mitsch@kuenzelsau.de>

Betreff: Nach Redaktionsschluss für „Künzelsau aktuell“: Winter auf der Baustelle in der Sudetenhalde

 

Liebe Frau Müller,

 

liebes Redaktions-Team,

 

wieder kommt eine PM von mir nach Redaktionsschluss bei Ihnen an. Ich hoffe, Sie finden dennoch Platz für diese Info in der kommenden Ausgabe von „Künzelsau aktuell“.

 

Ich wünsche gutes Gelingen für die letzte Ausgabe des Jahres und wünsche Ihnen frohe Weihnachten und einen guten Start im neuen Jahr.

 

Viele Grüße nach Blaufelden

 

Elke Sturm

++++

 

Pressemitteilung

 

Asphalt-Einbau und Restarbeiten aufgrund der Witterung leider erst 2023

Winter auf der Baustelle in der Sudetenhalde

Die Bauarbeiten sind in den letzten Wochen in der Sudetenhalde am Südhang von Künzelsau gut vorangekommen. Anfang Dezember wurde deshalb den Anliegern der Einbau der Asphalt-Tragschicht noch bis Weihnachten angekündigt. Das hätte auch fast geklappt. „Aber, weil es jetzt so kalt geworden ist, müssen wir die Baustelle leider über den Winter stilllegen“, sagt Simone Mitsch von den städtischen KünWerken. Für den Einbau von Beton sind fünf Grad plus und für Asphalt-Arbeiten null Grad Celsius Voraussetzung. Deshalb werden die Bauarbeiten bis Weihnachten das Herrichten eines winterfesten Provisoriums beinhalten, so dass zumindest der Winterdienst räumen und streuen kann. Die weiteren Bauarbeiten zur Fertigstellung werden dann erst im neuen Jahr fortgesetzt. „Dafür bitten wir um Verständnis bei den Anwohnenden. Wir bedanken uns für die bisher aufgebrachte Geduld und das Verständnis der direkt von der Baumaßnahme betroffenen Einwohnerinnen und Einwohner – aber auch bei allen anderen, die durch die Baumaßnahme doch einige Umstände zu ertragen hatten. Die Anlieger werden rechtzeitig informiert, wenn es wieder weitergeht“, so Simone Mitsch, die auch sehr gerne den Asphalt noch vor Weihnachten eingebaut und lediglich die Restarbeiten im neuen Jahr gemacht hätte.

 

Schon viel gemacht bisher

Die Abwasser- und Wasserleitungen wurden bereits verlegt und Hausanschlüsse umgebunden. Im nördlichen Teil der Sudetenhalde wurde auch die Gasleitung der Netze BW bereits verlegt. In der dritten Oktober-Woche haben hier die Arbeiten zur Kabelverlegung begonnen. Bei den Kabelarbeiten wurden Leitungen für Strom (Netze BW), Breitband und Straßenbeleuchtung neu verlegt. Die Bestandsleitungen der Vodafone und Telekom mussten umgelegt werden. Gleich im Anschluss daran wurde mit dem Straßenbau begonnen. Dies bedeutete leider eine weitere Einschränkung für die Grundstückseigentümerinnen, -eigentümer und Anwohnenden, da währenddessen die Zufahrten zu den Privatgrundstücken nicht mehr möglich war. Auch im südlichen Teil der Sudetenhalde sind mittlerweile die Tiefbaumaßnahmen größtenteils abgeschlossen. In den letzten Wochen hat die Baufirma Wolff & Müller zusätzlich zu den beiden bisher tätigen Baukolonen noch eine dritte eingesetzt. Alle am Bau Beteiligten zeigten vollen Einsatz. Die Mitarbeiter der Elektrowerkstatt werden noch vor Weihnachten die Straßenbeleuchtung teils in neuem Glanz, teils noch in altem Bestand in Betrieb nehmen.

 

„Wir bitten die Anwohner über die Winterpause nur innerhalb der privaten Flächen zu parken, so dass der Winterdienst uneingeschränkt stattfinden kann“, so Simone Mitsch. Die im Winterdienst eingesetzten Fahrzeuge benötigen eine Gasse von mindestens drei Meter Breite innerhalb der asphaltierten Flächen.

 

Zahlen, Daten, Fakten

Bis zur Fertigstellung werden erneuert: zirka 370 Meter Kanal inklusive zwölf Schächte; zirka 400 Meter Wasserleitung inklusive zehn Schächte; zirka 400 Meter Breitbandleerrohre; zirka 400 Meter Straßenbeleuchtungskabel inklusive 18 Straßenbeleuchtungsmasten sowie rund 45 Hausanschlüsse Kanal (im öffentlichen Bereich), Wasserleitung und Breitband (im öffentlichen und privaten Bereich). Zudem werden 45 Stromanschlüsse der Netze BW erneuert und teilweise Gasleitungsanschlüsse verlegt. Telekom und Vodafone legten die bestehenden Versorgungsleitungen um. Der Straßenbau wird auf der Gesamtlänge von zirka 400 Metern komplett erneuert.

 

Der Gemeinderat hat die Tief-und Straßenbauarbeiten der Sanierung der rund 400 Meter langen Sudetenhalde für die Bruttoangebotssumme von 1, 73 Millionen Euro im Dezember 2021 an die Firma Wolff & Müller aus Waldenburg vergeben.

 

Zum Foto:

Winterruhe auf der Baustelle in der Sudetenhalde. Bis Weihnachten wird ein winterfestes Provisorium geschaffen, damit der Winterdienst stattfinden kann. Foto Simone Mitsch, Stadtverwaltung Künzelsau.

 

Pressemitteilung online:

https://kuenzelsau.de/,Lde/rathaus+und+buergertheke/pressemitteilungen/sudetenhalde_+winter+auf+der+baustelle+_13_12_2022_

 

Freundlich grüßt

Elke Sturm

 

http://kuenzelsau.de/

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https://kuenzelsau.bewerbung.dvvbw.de/index?utf8=%E2%9C%93&scopes%5Bvacancy.type%5D%5B%5D=Vacancies%3A%3ADvvbwProfessional

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Carmen Würth: „Bei allen Krisen, die uns derzeit treffen, dürfen wir die Region nicht aus den Augen verlieren“

Stiftung Würth spendet 200.000 Euro an Tafeln in der Region

Die aktuellen Krisen stellen die Tafeln vor enorme Herausforderungen. Der immense Preisanstieg für Mieten, Transport und Energie treffen die Einrichtungen zum einen direkt. Zum anderen steigt die Zahl der Bedürftigen stark an, während Sach- und Lebensmittelspenden abnehmen. Die Stiftung Würth spendet deshalb auf Initiative von Carmen und Prof. Dr. h. c. mult. Reinhold Würth 200.000 Euro als Soforthilfe an die Tafeln in der Region, verteilt auf drei Jahre. Das geht aus einer Pressemitteilung des Unternehmens Würth hervor, die wir an dieser Stelle veröffentlichen:
Für Stiftungsgründerin Carmen Würth ist das Engagement eine Herzensangelegenheit: „Bei allen Krisen, die uns derzeit treffen, dürfen wir die Region nicht aus den Augen verlieren. Die Tafeln lindern hier viel Not und wir möchten mit unserer Spende dazu beitragen, dass sie diese schnelle und wirksame Hilfe aufrechterhalten können. Mein Dank gilt insbesondere den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. Ohne ihren Einsatz wäre die Unterstützung der bedürftigen Menschen gar nicht möglich.“
„Stiftungen können staatliches Handeln nie ersetzen, aber sinnvoll ergänzen und wichtige Impulse geben. Die Arbeit, die derzeit in den Tafelläden geleistet wird, verdient höchste Wertschätzung. Die Tafeln sind für viele Menschen ein Segen. Mit der Soforthilfe der Stiftung Würth wollen wir aber auch andere anstiften, die Arbeit in den örtlichen Tafeln zu unterstützen, mit Sach- und Geldspenden ebenso wie mit tatkräftigem Anpacken in den Tafelläden“, ergänzte Johannes Schmalzl, Vorsitzender des Vorstands der Stiftung Würth. Im Beisein von ehrenamtlichen Mitarbeitenden, Vorständen der Fördervereine der Tafeln sowie Vertretern der Politik und seiner Vorstandskollegen überreichte Johannes Schmalzl einen großzügigen Spendenscheck. Die Spendenübergaben erfolgten am Montag, 12. Dezember 2022, in der Tafel Bad Mergentheim sowie am Mittwoch, 14. Dezember 2022, in der Tafel Crailsheim.

Jeweils 100.000 Euro kommen den Tafeln im Main-Tauber-Kreis und dem Landkreis Schwäbisch Hall zugute. Unterstützt werden die Tafeln in Bad Mergentheim, Lauda-Königshofen, Tauberbischofsheim und Wertheim sowie die Tafel Crailsheim und das Sozialkaufhaus Hab & Gut der Erlacher Höhe in Schwäbisch Hall.

 

„Wir als Diakonisches Werk freuen uns außerordentlich über eine solch großzügige Spende. Das Geld kommt gerade richtig in einer Zeit, in der steigende Kosten für Unterhalt und Energie sowie rückläufige Warenzugänge die Tafelbetriebe geradezu ans Limit bringen. Die Stiftung Würth als wohltätiger Arm des gleichnamigen Konzerns zeigt uns damit, dass Würth für die Region nicht nur als Unternehmen und Arbeitgeber wertvoll ist, sondern auch Menschen im Main-Tauber-Kreis in den Blick nimmt, die nicht ohne soziale Hilfestellungen leben können. Dies ist so wertvoll wie wichtig – und mit einer Spendensumme von insgesamt 100.000 Euro auch beispiellos großzügig“, sagte Wolfgang Pempe, Geschäftsführer Diakonisches Werk im Main-Tauber-Kreis, bei der Spendenübergabe am Montag, 12. Dezember 2022, in der Tafel Bad Mergentheim.

 

„In Zeiten, in denen steigende Energie- und Lebensmittelpreise dafür sorgen, dass immer mehr Menschen auf eine Versorgung mit Lebensmitteln in Tafelläden und Sozialkaufhäusern angewiesen sind, ist das überaus großzügige Engagement der Stiftung Würth ein Lichtblick: Es sichert ganz unmittelbar die Arbeit unserer sozialen Angebote und lenkt gleichzeitig den Blick der Öffentlichkeit auf die aktuelle Situation einkommensarmer Menschen, deren Not häufig nicht gesehen wird“, sagte André Frank, Geschäftsführer des diakonischen Sozialunternehmens Erlacher Höhe.

 

„Ich kann nicht beschreiben, wie froh wir über die unglaubliche Spende der Stiftung Würth sind in dieser schwierigen Zeit. Mit unserer ganzen Kraft versuchen wir der Armut und Vereinsamung etwas entgegenzusetzen und die Menschen besser zu vernetzen, auch mit unserem Tafel-Mobil. Diese Spende ist eine tolle Hilfe und ein großer Ansporn“, so Karin Coffey, Leiterin der Tafel Crailsheim. „Auch hier in der Region können Menschen ihre Mieten, Energie und Lebensmittel kaum noch bezahlen, oftmals, weil sie arbeitslos sind. Mit den Beschäftigungsmöglichkeiten bei der Tafel führen wir langzeitarbeitslose Menschen wieder an den 1. Arbeitsmarkt heran, und schaffen eine Grundlage für ihre eigene Versorgung“, so Aufbaugilde-Geschäftsführer Gerald Bürkert.

Die Stiftung Würth unterstützt bereits seit Sommer die beiden Tafeln im Hohenlohekreis in Künzelsau und in Öhringen mit insgesamt 100.000 Euro.

Karin Coffey, Leiterin der Tafel Crailsheim und Carmen Würth, Stiftungsgründerin, bei der Spendenübergabe. Foto: Würth

 

Karin Coffey, Leiterin der Tafel Crailsheim und Carmen Würth, Stiftungsgründerin, bei der Spendenübergabe.

Die Tafeln des Diakonischen Werks im Main-Tauber-Kreis
In die Beratungsstellen des Diakonischen Werks kommen viele bedürftige Menschen. Deshalb hat das Diakonische Werk in Zusammenarbeit mit Initiativen vor Ort und eigens dafür gegründeten Fördervereinen Tafelläden eingerichtet. 2006 entstanden die Tafelläden in Wertheim und Bad Mergentheim, 2008 in Lauda-Königshofen. 150 Ehrenamtliche unterstützen jeweils im Laden oder als Fahrerinnen und Fahrer – was jährlich etwa 25.000 Stunden ehrenamtlicher Arbeit entspricht.

Die Tafel Crailsheim – Aufbaugilde Heilbronn
Bereits seit Herbst 2005 bietet die Tafel Crailsheim gespendete Lebensmittel und Drogerieartikel für bedürftige Menschen an. Der Crailsheimer Tafelladen ist Montag bis Freitag täglich von 12-14 Uhr geöffnet und versorgt derzeit über 3.200 Bedürftige. Zu den Angeboten der Tafel Crailsheim gehören neben dem Tafelladen auch der Suppentreff, die Möbelhalle mit Entrümpelung, die Kleiderbörse, der Waschsalon und die Duschmöglichkeit.

Die Erlacher Höhe
Die Erlacher Höhe ist ein diakonisches Sozialunternehmen und bietet an 16 Standorten in Baden-Württembergs über 60 Angebote für benachteiligte Menschen. Im Sozialkaufhaus Hab & Gut der Erlacher Höhe in Schwäbisch Hall ist jeder willkommen, ohne über die Höhe seines Einkommens Auskunft geben zu müssen. Bis zu 100 Menschen werden hier werktäglich versorgt. Lebensmittel werden vorrangig an Menschen mit schmalem Geldbeutel abgegeben, Non-Food-Artikel können von allen Kundinnen und Kunden gekauft werden. Menschen, die lange ohne Arbeit waren, erfahren im Hab & Gut durch Beschäftigungs- und Qualifizierungsmaßnahmen neue Motivation und Lebenssinn und können so wieder auf dem Arbeitsmarkt Fuß fassen.

 

Die Stiftung Würth
Im Jahr 1987 von Prof. Dr. h. c. mult. Reinhold und Carmen Würth als Stiftung des bürgerlichen Rechts mit Sitz in Künzelsau gegründet, verfolgt die Stiftung Würth gemeinnützige und mildtätige Zwecke. Sie fördert zahlreiche Projekte in den Bereichen Kunst und Kultur, Forschung und Wissenschaft, Bildung und Erziehung sowie Integration – schwerpunktmäßig in der Region Heilbronn-Franken, dem Stammsitz des Unternehmens Würth. Unterstützt werden die Aktivitäten durch die Gesellschaften der Würth-Gruppe in Deutschland, insbesondere durch die Adolf Würth GmbH & Co. KG.




Das „vertrauliche“ Gespräch beim Friseur

Ob Gespräche beim Friseur der Vertraulichkeit unterliegen,  diese Frage tauchte bei einem Prozess am 14. Dezember 2022 vor dem Amtsgericht Künzelsau auf. Angeklagt war Andreas M., ein 52-jähriger Mann aus dem Kochertal, dem vorgeworfen wird, speziell bei zwei unangemeldeten Versammlungen, den sogenannten Montagsspaziergängen, in Künzelsau die Rolle des „faktischen Versammlungsleiters“ eingenommen zu haben. Gegen einen Strafbefehl hat er Rechtsmittel eingelegt, sodass es jetzt zur öffentlichen Hauptversammlung kommt.

Fast ein Jahr nach dem ersten Montagsspaziergang am 20. Dezember 2021 muss M. vor Gericht erscheinen. Er ist sichtlich nervös, wippt ständig auf dem freischwingenden Angeklagtenstuhl. Zur Person und zur Sache will er sich nicht äußern.

Zur Sache äußern sich mehrere Polizeibeamt:innen sowie ein Mitarbeiter S. des Landratsamts, der für das Versammlungsrecht zuständig ist. Er berichtet, dass keiner der Montagsspaziergänge in Künzelsau versammlungsrechtlich angemeldet gewesen sei, nicht einmal ein Anmeldeversuch habe stattgefunden. Er bestätigt, dass es andererseits auch keine Allgemeinverfügung gegeben habe, die derartige Demonstrationen generell untersagt hätte.

„Als Behörde habe ich nicht die technischen Möglichkeiten, das nachzuvollziehen“

S. war bei der ersten Veranstaltung in Zivil anwesend. Bereits vor Beginn des eigentlichen Spaziergangs sei ihm H. aufgefallen, da er von anderen Teilnehmern mit Worten wie „Da kommt der Chef“ begrüßt worden sei.  Außerdem habe sich der Zug in Bewegung gesetzt, als H. losgegangen sei.

Wie genau die Mobilisierung der Teilnehmer erfolgt sei, weiß S. nicht, er hat einen Ausdruck, möglicherweise aus einer einschlägigen Telegram-Gruppe mitgebracht. Genaueres weiss er aber nicht: „Als Behörde habe ich nicht die technischen Möglichkeiten, das nachzuvollziehen“, sagt er. Im Vorfeld, so antwortet er Rechtsanwältin Kerstin Baumann, H.s Verteidigerin, habe man keine Hinweise auf H. als möglichen Veranstalter gehabt.

Veranstaltung war offenbar gut organisiert

Von einer gut organisierten Veranstaltung berichten die Polizeibeamtin Z.: „Innerhalb von fünf Minuten hat sich die Straße gefüllt. Aus allen Seitengassen sind Personen gekommen“, erinnert sie sich. H. sei ihr aufgefallen, weil er ein Handzeichen gegeben habe, die Richtung angezeigt und ungefähr „Wir laufen in diese Richtung“ gerufen habe. Dieses Handzeichen und die Richtungsangabe bestätigt sie nochmals auf Rückfrage der Verteidigerin.
Im späteren Verlauf des Auflaufs sollte sie die Personalien von H. feststellen, er war auch anderen Personen als möglicher Versammlungsleiter aufgefallen. Einen Ausweis hatte er nicht dabei und wurde deshalb zur Personalienfeststellung aufs Revier gebracht. Z. berichtet, dass H. im Streifenwagen einen Anruf erhalten habe und Anweisungen zum Verhalten bei der Polizei entgegengenommen habe. Im Verlauf des Verfahrens stellt sich heraus, dass es sich bei dem Anrufer um M. gehandelt hat, der bei den Aufläufen auch immer in vorderster Front zu sehen war und der als Gegner der Coronamaßnahmen auch bekanntermaßen in Erscheinung getreten war.

Ob er deutlich Versammlungsleiter war, fragt die Anwältin. „Es war nicht so, dass er fackeltagend vorausgelaufen ist“. Z. bestätigt allerdings, dass er ihr mehrfach aufgefallen sei, mal ganz vorne im Zug, mal eher in der Mitte.

„Wir wußten ja gar nicht, was wir zu erwarten haben“

Neben den uniformierten Kräften waren auch Beamte in Zivil vor Ort, bestätigt der Beamte V., der selbst in Zivil mitgelaufen ist. „Wir wußten ja gar nicht, was uns erwartet“. Von möglichen Störern spricht er oder von möglichen Eingriffen in den Straßenverkehr. „Er war eine Art Magnetpunkt“, beschreibt er H. Das heißt, dass er immer wieder von anderen Teilnehmern aufgesucht und angesprochen wurde. Auch sei er vorne im Zug mitgelaufen. V. berichtet, dass S., der Mitarbeiter des Landratsamtes, den H. als möglichen Anführer genannt habe. Aufgrund dessen sollten die Personalien festgestellt werden, was nicht gelang: H. habe keinen Ausweis zeigen wollen, habe ihn ausgelacht und als „Stasi“ bezeichnet. Auch soll H. während der versuchten Maßnahme gefilmt oder die Beamten fotografiert haben. Erst später habe man H. dann doch noch aufs Revier gebracht und dort die Personalien festgestellt.

Eine Durchsuchung nach dieser ersten Veranstaltung sei nicht genehmigt worden. Aber H. habe sich auch auf weiteren Veranstaltungen exponiert, daher sei später eine Durchsuchung bei ihm genehmigt worden.  Über das Ergebnis dieser Durchsuchung wurde wenig gesprochen, der Beamte, der dazu befragt werden sollte, war wegen Krankheit nicht erschienen. Es wurde aber klar, dass sowohl Betäubungsmittel als auch Aufkleber gefunden wurden.

Fall beim Friseur geklärt?

Beim Friseur, so erzählt es W., ebenfalls ein Polizeibeamter, habe zufällig H. auf dem anderen Stuhl gesessen und dabei von den Aufläufen erzählt. Dabei habe er gehört, dass H. zur Frisörin ganz klar gesagt habe, dass er der Anführer der Spaziergänger sei. „Anführer hat er gesagt, das habe ich zweifelsfrei gehört“, entgegnet er Richterin Rührich. Und er bestätigt das nochmals auf Nachfrage der Verteidigerin.

Verteidigerin will Frisörin hören

Als Baumann darauf Wert legt, die Friseurin zu hören, ist klar, dass an diesem Tag kein Urteil zu erwarten ist. Außerdem will man den Durchsuchungsleiter ebenfalls noch anhören. Den – wohl nicht ganz uneigennützigen – Vorschlag  „bei Freispruch gehe ich alles mit, dann brauche ich das nicht“ vonseiten der Verteidigung wollen Richterin Rührich und Staatsanwalt Küttner nicht annehmen.

Mit einem Urteil wird im Januar gerechnet.

Text: Matthias Lauterer