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„Insbesondere bei der Blutgruppe 0 mit Rhesusfaktor negativ ist besondere Aufmerksamkeit geboten“

Im November berichteten wir über eine Frau, die im Diak in Schwäbisch Hall lag und eine bestimmte Blutkonserve, diese war aber nicht vorrätig.

Daraufhin haben wir das Diak angeafragt, wie es grundsätzlich aktuell um den Bedarf an Blutkonserven bestellt hat.

Markus Wagner, PRessesprecher von Diakoneo in Neuendettelsau, zu diesem Verband gehört das Diak mittlerweile, hat unsere kleine Presseanfrage beantwortet.

GSCHWÄTZ: Ist es korrekt, dass seit Corona weniger Blut gespendet wird?

Diakoneo betreibt eine eigene Blutspendezentrale

Wagner: Das Diakoneo Diak Klinikum Schwäbisch Hall betreibt selbst eine Blutspendezentrale, um den Bedarf an Blutplasma und roten Blutkörperchen im eigenen Haus zu decken. Nur bei Bedarf kaufen wir zusätzlich Produkte zu. Weil wir 2020 feststellen mussten, dass sich der Zukauf schwieriger gestaltet, haben wir durch Aktivierung unserer Stammblutspender und durch Werbung die Zahl der Vollblutspenden in unserer Blutspendezentrale um rund 26 Prozent erhöhen können. Dieses Niveau haben wir 2021 halten können.

GSCHWÄTZ: Wie hoch ist der derzeitige Bedarf an Blutkonserven im Verhältnis zu dem, was vor Ort verfügbar ist?

Wagner: Dank unserer hauseigenen Blutspendezentrale können wir den Bedarf an Blutprodukten zu einem großen Teil selbst decken. Durch Zukäufe ist die Versorgung gesichert.

GSCHWÄTZ: Gibt es bestimmte Blutgruppen, bei denen es besonders an Blutkonserven mangelt?

Wagner: Insbesondere bei der Blutgruppe 0 mit Rhesusfaktor negativ ist besondere Aufmerksamkeit geboten. Lediglich sechs Prozent der Menschen in Deutschland haben diese Blutgruppe. Gleichzeitig ist sie besonders gut geeignet, weil auch Menschen mit anderen Blutgruppen damit versorgt werden können, ohne Antikörper zu bilden. Insbesondere in akuten Notfällen wird deshalb auf solche Blutprodukte zurückgegriffen, wenn der Status des Patienten unbekannt ist.

GSCHWÄTZ: Was passiert, wenn das Diak Blutspenden für bestimmte Blutgruppen nicht vorrätig hat und wie oft kommt so etwas vor?

Wagner: Blutspendedienste und Krankenhäuser in Deutschland helfen sich aus, falls lokal akuter Bedarf besteht. Die Vorräte unserer Blutspendezentrale werden ausschließlich im Diak Klinikum eingesetzt. Selbstverständlich helfen auch wir in Notfällen den umliegenden Krankenhäusern mit Blutprodukten aus – so wie uns im Akutfall geholfen wird.  Notwendig ist das nur in ausgesprochen seltenen Fällen.

GSCHWÄTZ: Auch im Diak kann man ja Blut spenden. Wie läuft so etwas ab?

Wagner: Am Diakoneo Diak Klinikum Schwäbisch Hall findet Blutspende ausschließlich mit Terminvergabe statt. Der Vorteil: Sie sind individuell vereinbar auch zu Zeiten möglich, die bei Blutspendeaktionen kaum bedacht werden können. Termine und Details finden Sie hier: https://www.diak-klinikum.de/laboratoriumsmedizin/blutspendezentrale

GSCHWÄTZ: Welche Krankheitsbilder oder vielleicht auch Unfallopfer brauchen am meisten Blutspenden (damit die Menschen besser nachvollziehe können, wofür die Blutspenden eingesetzt werden)?

Wagner: Der Bedarf für Blutspenden hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verändert. Durch Fortschritte in der OP-Technik werden deutlich weniger Blutkonserven bei klassischen chirurgischen Eingriffen benötigt. Zudem hat haben sich die Behandlungsmöglichkeiten bei akutem Blutmangel zum Beispiel nach einem Unfall verfeinert. Stattdessen steigt der Bedarf an Blutprodukten in der Onkologie. Neue Behandlungsmethoden zum Beispiel in der Chemotherapie machen eine gleichzeitige Gabe solcher Produkte notwendig. Bei bestimmten Krebsarten erhöhen Transfusionen mit roten Blutkörperchen die Lebensqualität deutlich. Meist müssen bei diesen Patienten auch sogenannte Blutplättchen gegeben werden. Diese Konzentrate sind nur wenige Tage haltbar. Deshalb ist eine termingerechte Steuerung der Blutspenden viel wichtiger geworden. Unsere Stammspender, die wir bei Bedarf auch aktiv um eine Spende bitten, helfen uns dabei sehr.

Text: Dr. Sandra Hartmann




„Zieht euch warm an….es wird heiß!“

„Künzelsau auf dem Weg zur Klimaneutralität – unter diesem Titel lade ich Sie herzlich zum Neujahrsempfang in das Künzelsauer Rathaus am 13. Januar 2023 um 19 Uhr ein“, so Bürgermeister Stefan Neumann. „Das gesamte Team der Stadtverwaltung Künzelsau freut sich auf die Einwohner:innen Künzelsaus – ob frisch hierher gezogen oder alteingesessen.“ Anbei veröffentlichen wir die Pressemitteilung der Stadt Künzelsau in voller Länge:

Bis 2030 klimapositiv

Der Meteorologe Sven Plöger konnte für einen Vortrag zum Thema Klima gewonnen werden, denn Klima ist auch das ausgerufene Thema für das kommende Jahr aus der Strategie 2030. Klimaschutz ist wichtig. Und: Klimaschutz darf nicht aufgeschoben werden. Daher hat sich die Stadtverwaltung Künzelsau ein klares Ziel gesetzt: bis 2030 klimapositiv zu arbeiten.

„Zieht euch warm an, es wird heiß!“

In seinem Vortrag zum gleichnamigen Buch gibt Sven Plöger einen Überblick über den Zustand unseres Planeten und erläutert, wo wir in Sachen Klima stehen, um am Ende aufzuzeigen, welche Ideen und Rahmenbedingungen gegen die Klimaerwärmung umgesetzt werden müssen.

Trockenheit, Waldbrände, Waldschäden

Trockenheit, Waldschäden und Waldbrände, dann wieder Platzregen mit Hagel und Sturmböen – auch die Coronakrise kann nicht verdecken, dass sich unser Klima immer schneller verändert. Um das 1,5-Grad-Ziel noch zu erreichen, müsste die Einsparung an CO²-Emissionen jährlich so groß sein wie durch den Shutdown. Genau das aber wäre möglich! Dazu müssen wir die Gier, die im jetzigen System steckt, in den Umbau der Wirtschaft lenken. Damit der Wohlstand bleibt, muss der Green Deal kommen. Der Diplom-Meteorologe Sven Plöger zeigt verständlich, wie unser Klimasystem funktioniert, wie man skeptischen Stimmen begegnet und dass die aktuelle Krise eine echte Chance ist, Weichen für unsere Zukunft und die unserer Kinder zu stellen.

Buntes Programm drumherum

Einlass ins Rathaus ist ab 18 Uhr, Beginn um 19 Uhr. Neben der Begrüßung durch Bürgermeister Stefan Neumann und dem Vortrag von Sven Plöger gibt es ein vielseitiges Rahmenprogramm auf allen Ebenen des Rathauses: Die städtischen Ämter präsentieren sich und ihre Aufgaben, Klaus Hub stellt unter dem Titel „Kunst trifft Klima“ Gemälde aus, eine Kooperation von Georg-Wagner-Schule, Ganerben-Gymnasium und Würth IT präsentiert ein interaktives Stadtmuseums-Projekt und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt ist mit einem EnMAP Satelliten-Modell vor Ort. Der Abend wird musikalisch umrahmt vom Gitarren-Duo Ralph Hanl & Uwe Saußele, die Bewirtung übernimmt die Catering-AG der Georg-Wagner-Schule.

Jetzt direkt anmelden

Der Eintritt ist frei, aber eine Anmeldung zum Neujahrsempfang ist erforderlich: ganz einfach über den Link www.eveeno.com/kuenzelsauerneujahrsempfang2023 oder per Telefon 07940 129-121.

 




Ehrenamtliche Mitarbeiter:innen gesucht

Künzelsau: Hospizdienst bietet ab Frühjahr 2023 wieder eine Ausbildung zur/m ehrenamtlichen Mitarbeitenden an. Jetzt anmelden.

Der Hospizdienst Kocher-Jagst sucht Menschen, die für zirka zwei bis vier Stunden wöchentlich Menschen, die sich an ihrem Lebensende befinden, begleiten – zu Hause, im Krankenhaus oder Pflegeheim. Die Angehörigen sollen dabei zumindest für ein paar Stunden wöchentlich entlastet werden und der Sterbende soll jemanden an seiner Seite wissen, der einfühlsam ist und ihm oder ihr schöne Stunden bereitet. Gemeinsam reden, lesen, Musik hören, essen, zuhören da sein. All das ist möglich. Im Zentrum steht bei dieser ehrenamtlichen Tätigkeit die Wünsche der zu Betreuenden.

Vor kurzem haben wir über Ehrenamtliche berichtet, die uns einen Einblick in ihre Arbeit gegeben haben. Hier geht es zum Artikel:https://www.gschwaetz.de/2022/12/13/manchmal-wird-es-einfach-nicht-mehr-gut/

Info und Kontakt

Am 22. und 23. April 2023 veranstaltet der Hospizdienst Kocher-Jagst für alle Interessent:innen ein Orientierungswochenende (Unkostenbeitrag für jede/n Teilnehmer:in für Essen/Trinken/Unterlagen von 40 Euro). Danach startet die Ausbildung. Sie findet über den Sommer 14-tägig immer mittwochs für zwei bis drei Stunden statt und endet mit einem Abschlusswochenende sowie einem Entsendungsgottesdienst im Herbst 2023. Themen während der Ausbildung sind unter anderem: Wahrnehmung, Selbstwahrnehmung, Palliativmedizin, Seelsorge, palliative Symptome. Patientenverfügung. Auch ein Besuch im Krematorium ist geplant. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Info und Anmeldung: 07940/93 950 12. Mail: c.landwehr@hospizdienst-kocher-jagst.de oder: stumpf@hospizdienst-kocher-jagst.de




Ab sofort geöffnet




Engelesblasen an Heiligabend und Silvester in Künzelsau

Das Engelesblasen vom Turm der Johanneskirche in Künzelsau ist ein schöner und stimmungsvoller Weihnachtsbrauch, der nach der Pause im vergangenen Jahr, nun wieder stattfinden soll: An Heiligabend spielen die Turmbläser um 19 Uhr die beliebte Weise „Ehre sei Gott in der Höhe“ und um 24 Uhr erklingt der Choral „Stille Nacht, heilige Nacht“ hoch über den Dächern von Künzelsau. An Silvester wird das alte Jahr um 19 Uhr mit der Schwab’schen Melodie „Lobt den Herrn“ verabschiedet. Eine schöne Gelegenheit das neue Jahr in Besinnlichkeit und Ruhe zu beginnen ist das Engelesblasen am 1. Januar 2023. Alle, die an Heiligabend und Silvester das Engelesblasen nicht hören und sehen konnten, haben an Neujahr um 19 Uhr das letzte Mal in der Weihnachtszeit die Möglichkeit dazu.

Die Hauptstraße ab dem Alten Rathaus ist über die Zeit der Veranstaltungen gesperrt. Die Umleitung für den Verkehr ist über die Konsul-Uebele-Straße Richtung Kocherbrücke und für Verkehrsteilnehmenden über die Schnurgasse, Schloßplatz auf den Wertwiesen ausgeschildert. Die Bushaltestelle Bären ist über den Zeitraum der Veranstaltungen an die Sparkasse verlegt.

Zu den Fotos:

Zum Engelesblasen kommen die Menschen in die Künzelsauer Innenstadt.

Die Bläser spielen vom Turm der Johanneskirche und Laternen werden geschwenkt. Fotos: Stadtverwaltung Künzelsau/Rolf Hartbrich.

 




Advent, Advent, der Wald, der brennt

Advent, Advent,

der Wald, der brennt.

Erst, einer, dann zwei, dann drei, dann vier,

dann steht bald niemand mehr hier.

 

All überall auf den Tannenspitzen

sah man einst eine bunte Vogelschar sitzen.

Und wenn der fünfte Wald brennt,

habt ihr die Erdenrettung verpennt.

 

Macht hoch die Tür,

die Tor macht weit.

Es kommt der Gesundheitsretter Karl Lauterbach zu de Leit‘.

Erzählt, was er erzählen muss,

damit ein jeder versteht, was hier vorgehen muss.

 

Freiheit & Frieden im ganzen Land

gibt es nicht mehr, ist abgebrannt.

Wie der Wald, der einst mal war

und dazu eine bunte fröhliche Menschenschar.

 

*In Gedenken an die bislang offiziell 6.595 Toten in der ukrainischen Zivilbevölkerung während des Ukrainekrieges, davon  rund 415 Kinder (laut dem UN-Hochkommissariat für Menschenrechte, 21.11.2022), den rund 6.500 gestorbenen Gastarbeiterin Toten während des Stadionbaus in Katar, den 43 Millionen Hektar Tropischen Regenwaldes, die in den vergangenen Jahren vo Menschen zerstört wurden , den rund 6,6 Millionen Coronatoten weltweit.

 

 




Wenn man sich derzeit für die Rettung der Natur einsetzt, riskiert man Gefängnis

Nach den Reichsbürgern:innen, sind nun sogar Klimaaktivisten vor Razzien nicht gefeit. Vor wenigen Tagen hat die Polizei bundesweit an elf Orten, unter anderem in Mannheim, Wohnungen von Aktivisten der so genannten letzten Generation durchsucht.

Klimaschützer oder kriminelle Vereinigung?

Nach den Hausdurchsuchungen bei Aktivisten der „Letzten Generation“ hat Martin Schirdewan die Klimaschützer verteidigt. Der Linken-Chef warnte davor, zivilen Ungehorsam mit organisierter Kriminalität gleichzusetzen.

Nach den Razzien gegen die „Letzte Generation“ hat Linken-Chef Martin Schirdewan die Klimaaktivisten in Schutz genommen. „Der Klimawandel ist in vollem Gang und wir nähern uns dem ‚point of no return‘“, sagte Schirdewan der Deutschen Presse-Agentur. „In dem Kontext finde ich es bizarr, wenn jungen Leuten, die sich auf Straßen festkleben, deshalb die Bildung einer kriminellen Vereinigung unterstellt wird.“

Dabei denkt man schnell an die nur kurz vorher durchgeführten Razzien bei Reichsbürgern, bei welchen auch an mehreren Orten Wohnungen durchsucht und unter anderem Schusswaffen beschlagnahmt wurden.

Der Vorwurf gegen die Klimaaktivist:innen lautet: „Bildung einer kriminellen Vereinigung“.

Was steckt dahinter?

Zurückzuführen sind die Durchsuchungen laut der Tagesschau auf mehrere Aktionen der Gruppe „Letzte Generation“ aus dem April und Mai 2022. Klimaaktivisten hatten mehrfach zumindest versucht, den Ölfluss des Brandenburgischen Raffineriebetriebs PCK Schwedt zu unterbrechen, indem sie angeblich Ventile zugedreht und sich an Anlagen der Raffinerie festgeklebt oder festgekettet hatten.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen dieser konkreten Taten gegen mehrere Personen wegen der Störung öffentlicher Betriebe, Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch.

Darüber hinaus steht der Verdacht der Gründung einer kriminellen Vereinigung in Raum. Beziehungsweise der Mitgliedschaft in einer solchen. Dabei geht es also nicht darum, wer welche Taten konkret begangen hat. Für die Strafbarkeit reicht die gemeinsame Gründung oder die Mitgliedschaft in der Vereinigung.

Eine kriminelle Vereinigung liegt laut Gesetz (§ 129 Strafgesetzbuch) dann vor, wenn sich mindestens drei Personen für eine gewisse, längere Dauer zusammentun, um gemeinsam bestimmte Straftaten zu begehen. Der Zweck der Vereinigung muss also darauf gerichtet sein, Straftaten zu begehen. Und: Dieser Zweck darf nicht von untergeordneter Bedeutung sein.

Im Gefängnis

Ermittelt werde gegen elf Personen wegen Störung öffentlicher Betriebe, so die Staatsanwaltschaft. Geprüft werde auch der Verdacht der Bildung einer kriminellen Vereinigung. Zu Festnahmen sei es nicht gekommen. Fünf der Mitglieder, bei denen es Durchsuchungen gegeben habe, säßen derzeit in Gefängnissen im sogenannten präventiven Gewahrsam, um weitere Taten zu verhindern.

Zum Teil auch Hunde bei den Durchsuchungen eingesetzt worden

Die Klimaaktivisten berichteten zuvor auf Twitter, dass es von fünf Uhr an Hausdurchsuchungen gegeben habe. Elektronische Geräte wie Laptops und Handys seien konfisziert worden, ebenso Plakate. Betroffen seien Wohnungen und andere Räume in Bayern, Baden-Württemberg, Brandenburg, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen. Laut Aimée van Baalen von der „Letzten Generation“ seien bei der Razzia zum Teil auch Hunde eingesetzt worden.

„Das ist beängstigend, wenn die Polizei deinen Kleiderschrank durchwühlt“

Carla Hinrichs, Sprecherin der Gruppe, twitterte am Dienstagvormittag: „Ja, das ist beängstigend, wenn die Polizei deinen Kleiderschrank durchwühlt. Aber denkt ihr ernsthaft, dass wir jetzt aufhören werden?“ In einem weiteren Tweet der Gruppe heißt es: „Die Regierung führt uns in den Klimakollaps, in die unwiederbringliche Zerstörung unserer Lebensgrundlagen und der unserer Kinder. Wir weisen darauf hin. Und wir werden das auch unverändert weiter machen. Denn wir sind die letzte Generation, die das tun kann.“

„Versuche, uns mundtot zu machen“

Die Bildung einer kriminellen Vereinigung könne, so die Staatsanwaltschaft gegenüber der Süddeutschen Zeitung, dadurch gegeben sein, wenn sich Beschuldigte wiederholt zu Straftaten verabredeten. Die Gruppe erwiderte: „Seit einem Jahr sehen wir Einschüchterungsversuche, Versuche unser Handeln zu unterbinden, Versuche uns mundtot zu machen. Wir wurden beschimpft, verurteilt, ins Gefängnis gesperrt. Mit den Ermittlungen wegen der Bildung einer kriminellen Vereinigung erreicht dies ein neues Niveau.“ Das eigentliche Problem sei vielmehr das Handeln der Regierung in der Klimakrise: „Das ist Rechtsbruch. Das ist verfassungswidrig. Das ist kriminell.“ Unterstützung kam bei Twitter von anderen Umweltinitiativen wie Fridays for Future, Extinction Rebellion und Attac, die die Durchsuchungen verurteilten.




DANKE an Euch, liebe Leser:innen, für Eure Unterstützung & Nächstenliebe in dieser Zeit

Vor nicht mal drei Wochen starteten wir von der Redaktion GSCHWÄTZ einen Aufruf an unsere Leser:innen. Wir haben 10 neue oder gebrauchte Roller für geflüchtete Kinder aus der Ukraine gesucht. Marina Wiegel, die ehrenamtlich bereits seit Monaten intensiv geflüchtete Frauen und Kinder betreut, hat uns anlässlich Weihnachten gefragt, ob wir hier unterstützend tätig sein können, damit die Kinder im wahrsten Sinne etwas Bewegendes bekomme würden.  Das haben wir gerne getan und haben uns sehr gefreut, wie schnell die zehn Roller durch unsere engagierten Leser:innen zusammengekommen sind.

Tina Ströbele und Kerstin Gogolin aus Niedernhall, Manuela Hilkert von DS Immobilien aus Öhringen, Theresa Leitz aus Ingelfingen sowie Matthias Lauterer und Dr. Sandra Hartmann von der Redaktion GSCHWÄTZ spendeten die Roller. Bei der Übergabe am Donnerstag, den 15. Dezember 2022, in der Redaktion GSCHWÄTZ mit Mamas der Kinder sowie mit den ehrenamtliche Helferinnen Christa Marks und Marina Wiegel, strahlten die Kinder nicht nur um die Wette, sondern drehten gleich ein paar Proberunden.

 




„Ja, Thomas. Oder soll ich Sven zu Dir sagen?“

Selbstgefällig, ichzentriert und kritikunfähig: So präsentiert sich Gottschalk schon seit Jahren im deutschen Fernsehen, insbesondere bei der Show Wetten, dass…Nach Jahren abgesetzt, nun wieder als Comeback in den deutschen Fernsehabend zurückgekehrt. Nun fällt auf, was eigentlich schon immer da war: Die Überheblichkeit Gottschalks gegenüber manchen Gästen, insbesondere die des weiblichen Geschlechts.

Bereits im Vorfeld hat  er fast abfällig über deutsche Stars wie Lena Meyer-Landrut gelästert, die er nicht bei sich auf der Couch sitzen haben möchte, sondern internationaler und größer müsse es schon sein. So war denn auch unter anderem Robbie Williams zu Gast.

Ist doch alles halb so wild, oder Tommy?

Den Auftritt beim RTL Jahresrückblick am 11. Dezember 2022 musste Sarah Connor wegen eines Infekts absagen, was Gottschalk mi den Worten quittierte, dass es heute auch gute Nachrichten zu verkünden gäbe, nämlich, dass Sarah Connor nicht kommen könne. Solche Peinlichkeiten hat der blone Talkhüne schon immer gebracht und selten ein Fettnäpfchen ausgelassen. Peinlich berührt und mit Fremdschämeffekt überzogen saß der Zuschauer hilflos vor dem Fernseher. Doch immer schien man dem Mann mit dem blonden Lockenkopf und den Grübchen alles zu verzeihen. Vermeintlich.

Nun aber erntet Gottschalk einen digitalen Shitstorm nach dem anderen wegen seine Fauxpässe. Vermutlich weil man mittlerweile weiß, dass es keine Fauxpässe sind von diesem versierten Moderator, sondern bewusste Angriffe unter der Gürtellinie. Vermutlich weil sich das Denken geändert hat, dass es eben nicht mehr akzeptiert wird, wenn jemand dermaßen despektierlich mit jemandem oder über jemanden redet. Das Anstand und Respekt wieder stärker gewünscht werden, besonders von öffentlichen Vorbildern. Aber vermutlich gab es auch in der Vergangenheit schon einige Zuschauer:innen, die Zuhause auf der Couch saßen und nur noch kopfschüttelnd diese vermeintlichen Gags von Gottschalk hinnahmen. In digitalen Zeiten nun haben die Zuschauer:innen die Möglichkeit, direkt und unmittelbar Feedback zu derartigen Klogriffen zu geben und haben das auch in scharfer Weise getan.

Gottschalk scheint die Kritik an seiner Person indes nichts anzuhaben. Als er unlängst den RTL Jahresrückblick moderierte, revanchierte sich Fußballerin Alexandra Popp für ihre Fußballerkollegin Giulia Gwinn, die Gottschalk bei Wetten, dass…? wiederholt Guiliana genannt hat. Als er beim Jahresrückblick gegenüber deren Kollegin Popp scherzhaft erklärte, bei seiner Moderation rollten Sportler […] schon immer mit den Augen„, versetzte seine Gesprächspartnerin: „[Ja,] aus Gründen.“

Auf die Frage, ob Gwinn seinen Patzer verwunden habe, antwortete Popp nur :“Ja, so gerade eben, Thomas. Oder sollte ich Sven sagen?“ Gottschalk lässt den Seitenhieb an sich abgleiten und äußert sich nicht weiter zum zurückliegenden Fauxpas.

So ist Gottschalk mittlerweile zu einem Stellvertreter einer ganzen Rasse von alten weißen Männern geworden, die selbstgenügsam auf ihrer Couch sitzen und das weibliche Geschlecht immernoch als aufgepimptes  Schoßhündchen betrachten, die dankbar sein dürfen, für eine kurze zeit neben ihnen sitzen zu dürfen. Aber es beginnt sich etwas zu verändern. Sarah Connor und Alexandra Popp haben den Anfang gemacht und den Mut gehabt, sich gegen Gottschalks Klatsche öffentlich und kritisch zu äußern. Nicht böse, ganz charmant, mit dem dezenten Hinweis, dass so ein Verhalten einfach gar nicht gehe. Das weiß eigentlich auch jeder, der bis drei zählen kann.

Ein Kommentar von Dr. Sandra Hartmann




Botschaft des Friedens

Am Montag, den 12. Dezember 2022, überreichten Ingo Kuhbach, Dekan des katholischen Dekanats Hohenlohe, und Marion Klammer, Vorstandsreferentin der Pfadfinder Öhringen, im Rahmen der Kreistagssitzung in Kupferzell das Friedenslicht aus Bethlehem an Landrat Dr. Matthias Neth.

„Frieden beginnt mit Dir“

Unter dem Motto „Frieden beginnt mit dir“ wurde das Friedenslicht 2022 von Bethlehem bis in den Hohenlohekreis gebracht. Es wird dort von den Pfadfinderinnen und Pfadfindern der Deutschen Pfadfindergesellschaft St. Georg (DPSG), Bezirk Hohenlohe, verteilt.

„Zeichen für Zusammenhalt“

„Es ist mir ein besonderes Anliegen, dass wir mit dem Friedenslicht wieder ein Zeichen für Frieden und Zusammenhalt setzten“, sagte Landrat Dr. Matthias Neth bei der Übergabe. „Ganz besonders in dieser schwierigen Zeit der Krisen ist das Friedenslicht für uns alle auch ein Symbol der Hoffnung und der Völkerverständigung.“

Wie in den vergangenen Jahren leuchtet das Friedenslicht wieder an der Bürgertheke im Hauptgebäude des Landratsamtes für die Besucher:innen. Das brennende Licht kann von dort aus weiterverbreitet werden.

Aktion Friedenslicht

Die Aktion Friedenslicht gibt es seit 1986. Jedes Jahr entzündet ein Kind das Friedenslicht an der Flamme der Geburtsgrotte Christi in Bethlehem. Die Idee, ein Licht aus Bethlehem als Botschafter des Friedens durch die Länder reisen und die Geburt Jesu verkünden zu lassen, entstand im oberösterreichischen Landesstudio des Österreichischen Rundfunks. Als Symbol für Frieden, Wärme, Solidarität und Mitgefühl soll das Licht an alle „Menschen guten Willens“ weitergegeben werden. Wer das Licht empfängt, kann selbst die Kerzen von Freunden und Bekannten entzünden, damit an vielen Orten ein Schimmer des Friedens erleuchten wird, auf den die Menschen in der Weihnachtszeit besonders hoffen.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises