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Sofa, Plastikpool und Mülleimer entzünden sich

Auf drei Balkonen und in einem Altkleidercontainer kam es am Wochenende zu Bränden in Künzelsau und Öhringen. Am Silvesterabend landete eine Feuerwerksrakete auf dem Balkon einer Wohnung in der Öhringer Lindenallee.

Hierdurch entzündete sich gegen 21:45 Uhr ein dort stehendes Sofa, das durch die Feuerwehr gelöscht wurde. Es wurden die Fassade sowie ein Fenster- und Türenelement beschädigt. Der entstandene Sachschaden wird auf rund 15.000 Euro geschätzt. Auf einem Balkon in der Öhringer Faustinastraße entzündete sich gegen 0.30 Uhr ein Mülleimer. Dieser geriet vermutlich aufgrund einer Rakete in Brand.

Es entstand geringer Sachschaden. Auf einem Balkon in Künzelsau entzündete wohl eine abgeschossene Rakete ein Feuer. Der Brand brach in der Silvesternacht gegen 0 Uhr aus, weil sich ein Plastikpool und ein Wasserschlauch entzündeten. Das Feuer konnte gelöscht werden, bevor es zu einem Sachschaden am Gebäude kam.

Ebenfalls in Künzelsau brannte bereits am Freitag ein Altkleidercontainer.

Unbekannte verursachten gegen 19.30 Uhr vermutlich durch das Einwerfen von Knallfröschen den Brand des Containers in der Mainzer Straße. Die darin befindlichen Kleidungsstücke wurden zerstört. Die Höhe des Sachschadens ist unbekannt. Bei den Bränden wurden keine Personen verletzt.

Künzelsau: Feuerwerkskörper in Apotheke geworfen

Das Polizeirevier Künzelsau sucht Zeugen, nachdem ein Unbekannter am Freitagabend einen Feuerwerkskörper in eine Apotheke in Künzelsau warf. Der Täter befand sich gegen 18 Uhr zu Fuß in der Keltergasse und warf den Böller im Vorbeigehen durch die Glasschiebetüre auf den dortigen Teppichboden. Durch eine Angestellte wurde der noch glühende Feuerwerkskörper nach draußen vor den Eingang befördert. Sodass niemand verletzt wurde. Es entstand Sachschaden von rund 500 Euro. Zeugen, die Hinwiese zur Tat oder dem Täter geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 07940 9400 beim Polizeirevier Künzelsau zu melden.

 




Hohenlohe auf der diesjährigen CMT vertreten

Wer schon im Januar 2023 Urlaubsideen und Inspiration sammeln möchte, ist auf der CMT in Stuttgart, der weltweit größten Publikumsmesse für Tourismus und Freizeit, genau richtig. Neben über 1000 weiteren Ausstellern, ist die Region Hohenlohe auch in diesem Jahr wieder mit einem Gemeinschaftsstand vertreten. Zu finden ist dieser in Halle 6 mit der Standnummer 6F71.

Gemeinsam mit Schwäbisch Hall, Crailsheim und Öhringen sowie den Gemeinden der „Hohenloher Perlen“

Die Städte Schwäbisch Hall und Crailsheim sowie die Stadt Öhringen und die Gemeinden der Hohenloher Perlen (Bretzfeld, Öhringen, Pfedelbach und Zweiflingen) präsentieren in diesem Jahr erneut ihre zahlreichen Museen und diversen Veranstaltungen. Auch Naturliebhaber kommen bei einem Besuch auf ihre Kosten. In und um Hohenlohe laden zahlreiche Rad- und Wanderwege zum Entdecken, Bestaunen und Erleben ein.

Besonderes Reiseziel für Radbegeisterte: der Kocher-Jagst-Radweg

Ein besonders beliebtes Reiseziel für Radbegeisterte ist der Kocher-Jagst-Radweg. Entlang der beiden Zwillingsflüsse entdecken Reisende urige Dörfer und vielseitige Kulturlandschaften. Zudem haben Tourismusgemeinschaften Hohenlohe + Schwäbisch Hall Tourismus e. V. sowie der Touristikgemeinschaft Hohenlohe e. V. einige Tipps für Reisende im Hohenloher Land parat. Daneben wird auf der CMT traditionsgemäß das jährlich erscheinende Gästemagazin „guck mal“ sowie weiteres Informationsmaterial für Gäste aus nah und fern vorgestellt.




„Hoffentlich wieder mehr Hebammen“

Die Mitglieder des Vereins „Guter Anfang“ freuen sich über gute Botschaften aus Stuttgart. Der Grund: Das Regierungspräsidium hat die Projektförderung zur Verbesserung der Hebammenversorgung im Landkreis Schwäbisch Hall bewilligt.

Zeitraum: 1,5 Jahre

„Als Verein ‚Guter Anfang e.V.‘ freuen wir uns gemeinsam mit unseren Kollegen und Kollegen über 100 000 Euro zur Förderung und Erprobung neuer Modellprojekte.“

Auch im Hohenlohekreis klagen viele Schwangere bereits seit Jahren über immer weniger Hebammen (wir berichteten). Das Problem: Der Beruf wird durch Veränderungen in der deutschen Gesundheitspolitik in den vergangenen Jahren immer unattraktiver (wir berichteten).

Lediglich drei Projektförderungen in ganz Baden-Württemberg

Der Unterstützungszeitraum beträgt eineinhalb Jahre zur Förderung lokaler Gesundheitszentren (LGZ) mit dem Schwerpunkt geburtshilflicher Versorgung. Die finanzielle Förderung zur Erprobung von neuen Modellprojekten wurde im Sommer dieses Jahres vom Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration ausgeschrieben, um die Versorgung von Familien rund um die Geburt zu verbessern. Es gibt im ganzen Land Baden-Württemberg laut dem Verein „Guter Anfang“ lediglich drei dieser Projektförderungen. Nun auch im Landkreis Schwäbisch Hall.

„Bedingungen für Hebammen sollen verbessert werden“

Die erste Vorsitzende Melanie Bendl sagt dazu: „Ich freue mich sehr, dass unser Verein diese Projektförderung erhält und dass wir dadurch helfen können, die Bedingungen für die Arbeit der Hebammen im Landkreis zu verbessern. Es wird hier vor Ort – und besonders für Familien – hoffentlich wieder mehr Hebammen-Arbeit als bisher stattfinden können.“

 Aufbaue einer Hebammenzentrale in SHA

Der Verein Guter Anfang e.V. verfolgt den Zweck, die Hebammenversorgung im Landkreis Schwäbisch Hall zu verbessern. Die Verantwortlichen initiierten bereits erfolgreich Projekte, wie den Aufbau der Hebammenzentrale SHA, die offene Hebammensprechstunde und das Hebammencafé. Durch die bestätigte Förderung können neue Projekte initiiert und etabliert werden, welche die Versorgung junger Familien verbessern und die interdisziplinäre Zusammenarbeit stärken. Konkret wird unter dem Titel ‚Geburtshilfe neu denken‘ in den kommenden eineinhalb Jahren ein interdisziplinäres Netzwerk aufgebaut werden. Geplant sind monatliche Treffen interessierter Gruppen unter dem Motto ‚Update rund um die Geburt SHA‘ und vierteljährliche Treffen mit der Fachgruppe unter dem thematischen Dach ‚Forum rund um die Geburt SHA‘.

Zentrale Anlaufstelle für die Hebammenversorgung

Lisa Kunz, Hebamme und zweite Vorsitzende des Vereines ‚Guter Anfang‘, dazu: „Zum Start des Projektes im Jahr 2023 konzentrieren wir uns auf die Arbeit der Hebammen, welche unmittelbar die Schwangerschaft und die Geburt betreffen. Wir versprechen uns dadurch, als zentrale Anlaufstelle für die Hebammenversorgung im außerklinischen Bereich, auch gerade für neu zugezogenen Familien, noch bekannter zu werden und neue Menschengruppen erreichen zu können.“ Ein klares Projektziel ist dafür der Einzug in die Räume eines Hebammenzentrums in Schwäbisch Hall noch im Jahr 2024.

Spenden

Der Verein Guter Anfang setzt sich für eine Verbesserung der Versorgung mit Hebammenhilfe und somit für einen guten Start der Frauen und Familien in eine neue Lebensphase ein. Der Förderverein ist auf Gelder aus Spenden und Sponsoring angewiesen. Nur so kann er bestehen und zukunftsweisend arbeiten. Da die Projekte eine finanzielle Planungssicherheit benötigen, freuen sich die Vertreter des Vereins über jede Spende und längerfristige Unterstützung sehr. Die Hebammenzentrale Schwäbisch Hall, das Hebammencafé, die Hebammensprechstunde und die interdisziplinäre Vernetzung sind Angebote und Projekte des übergeordneten Vereins ‚Guter Anfang e.V.‘. Dabei stellt die Hebammenzentrale das Kernprojekt dar und wird deshalb auch durch ein eigenes Logo gekennzeichnet.

Kontakt

Mehr Informationen unter: http://www.hebammenzentrale-sh.de/verein/ / IBAN: DE80 6225 0030 0002 2862 31 / BIC: SOLADES1SHA / Sparkasse Schwäbisch Hall-Crailsheim / Kontonummer 2286231 / BLZ: 62250030 Kontakt: Montag & Donnerstag 9 bis 12 Uhr / mobil 0151 644 17 464 / E-Mail: info@hebammenzentrale-sha.de; Für Informationen, Anregungen und Fragen zum Projekt steht die Projektleitung gerne unter einer neuen Kontaktmöglichkeit per Mail projektleitung@hebammenzentrale-sha.de zur Verfügung.

 

Verantwortliche Vertreterinnen des Vereins Guter Anfang e.V. beim Tag der Hebammen 2022 in Schwäbisch Hall. Erste von rechts Melanie Bendl / Hebamme und 1. Vorsitzende; Zweite von rechts Lisa Kunz / Hebamme und 2. Vorsitzende. Foto: privat

Foto: privat




Nur wenn man altes loslässt, kann etwas neues erblühen

An Silvester lassen viele das vergangene Jahr noch einmal Revue passieren, denken an die wunderbaren Weihnachtsmärkte, etwa in Forchtenberg oder Niedernhall, die man erst so richtig „nach“ Corona zu schätzen weiß und die in diesem Jahr wieder ohne Maske begangen werden durften. Die Kunst und Kultur durfte in unseren Alltag zurückkehren, ob in Form der Burgfestspiele in Jagsthausen mit der überaus lustigen Komödie Ladies Night oder in Form des Würth Open Airs in Gaisbach mit einem überragend ehrlichen und authentischen Wincent Weiss.

Wincent Weiss beim Würth Open ai am 24. Juni 2022. Foto: GSCHWÄTZ

Würth wächst weiter – wär hätte das gedacht? Der Bau einer Kita direkt neben der Freien Schule Anne Sophie auf den Taläckern schreitet voran. Ziehl-Abegg in Künzelsau wächst ebenso rapide. Beide Firmen schütten in diesem und im nächsten Jahre hohe Inflationsprämien an ihre Mitarbeiter:innen aus. Doch nicht alle haben dieses Glück.

Gebeutelt von schwindelerregender Inflation

Viele Menschen auch im Hohenlohekreis sind gebeutelt von den schwindelerregenden Energie- und Lebensmittelpreisen auch hierzulande, immer mehr drängen sich vor den Tafelläden. Die Inflation frisst das Geld scheinbar in Sekundenschnelle auf. Hinzu kommen zahlreiche Flüchtlingsfrauen mit ihren Kindern aus dem kriegsgebeutelten Ukraine zu uns und erbeten Hilfe.

Ankunft von Flüchtlingen in der Unterkunft im ehemaligen Krankenhaus in Künzelsau. Foto: GSCHWÄTZ/Archiv

Ehrenamtliche versuchen ihr möglichstes und sind nach Monaten irgendwann am Ende ihrer Kräfte. Die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr nun soll eine Zeit der Ruhe, des Innehaltens, der Stille sein, um neuen Kraft für das neue Jahr zu schöpfen. Neuen Mut und Energie zu tanken, um mit Freude auf die bevorstehende Zeit zu blicken.

Symbolfoto. Quelle: adobe stock

Was habt ihr für Ziele für 2023? Worauf freut ihr euch? Lasst Vergangenes vergangen sein, lass Wunden, die man euch vielleicht zugeführt hat, heilen, vergebt und vergesst, was war und was euch vielleicht geschadet und verletzt hat. Wendet euch 2023 Menschen zu, die es gut mit euch meinen und meint auch ihr es gut mit euer Umwelt. Seid bereit für Neues und Veränderung. Denn nur wenn man altes loslässt, kann neues erblühen.

Und vergesst nicht zu danken für alles, was euch im Leben bislang positives widerfahren ist.

DANKE an euch für Eure Treue und Euren Glauben an einen kritischen und mutigen Lokaljournalismus.

Winterliche Grüße sendet Euch

Dr. Sandra Hartmann

im Namen des gesamten GSCHWÄTZ-Redaktionsteams




Die größte Liebesgeschichte aller Zeiten in Künzelsau …mit überraschendem Ende

Die Württembergische Landesbühne bringt gleich zu Beginn des neuen Jahres ein Klassiker von William Shakespeare auf die Bühne der Künzelsauer Stadthalle. Am Dienstag, 10. Januar 2023 zeigt die Junge WLB die Tragödie Romeo und Julia.

Erbitterte Fehde zwischen zwei Clans

Die Clans der Familien Montague und Capulet stehen sich im erbitterten Streit gegenüber: Sie liefern sich Straßenschlachten und immer wieder fließt Blut. Auf einem Fest der Capulets verliebt sich der junge Romeo Montague unsterblich in die schöne Julia Capulet, die von ihrer Mutter bereits einem anderen versprochen ist. Dem Zorn der Familien zum Trotz entschließen sich die Verliebten, heimlich zu heiraten. Kurz darauf gibt es bei einer Messerstecherei wieder zwei Leichen: Der Fürst verbannt daraufhin Romeo. Mit Hilfe von Pater Lorenzo schmieden Romeo und Julia einen Plan, wie sie ihrem Schicksal entkommen können.

modern bearbeitet mit hoffnungsvollem Ende

Der niederländische Autor und Dramaturg Tom Blokdijk hat eine moderne Bearbeitung geschrieben, die zwar den Konflikt verschärft, aber dennoch hoffnungsvoller endet als das Original.

Das Theaterstück ist für alle Zuschauer ab 14 Jahren geeignet.

Kontakt und Reservierungen: Renate Kilb, Telefon 07940 129-121 oder E-Mail renate.kilb@kuenzelsau.de.

Die Vorstellung beginnt um 10.30 Uhr. Einlass in die Stadthalle ist um 9.30 Uhr, in den Saal um zirka 10 Uhr.

Quelle: Stadtverwaltung Künzelsau

 




„Für die Rettung unseres Planeten bekommen wir keine zweite Chance“

Am 9. Dezember 2022 hat die Weltnaturschutzunion (IUCN) die neueste Aktualisierung der Roten Liste der bedrohten Tier- und Pflanzenarten vorgestellt. Insgesamt werden derzeit mehr als 150.000 Arten erfasst und von diesen sind mehr als 42.100 Arten in Bedrohungskategorien eingestuft worden. Neben einer nun vom Aussterben bedrohten karibischen Korallenart wurden beim aktuellen Update auch andere Meeresbewohner als bedroht eingestuft. So gelten fortan fast die Hälfte aller Arten von Abalone-Meeresschnecken als bedroht. Das geht aus einem aktuellen Bericht des WWF hervor.
Unser Meer: Tiere enden als „Beifang“ oder schwimmen durch vermüllte Meere

Die neueste Aktualisierung der Roten Liste zeigt eine Vielzahl von Bedrohungen für Meeresarten auf. Über 1.550 der 17.903 untersuchten Meerestiere und -pflanzen sind bedroht. Für mindestens 41 Prozent der bedrohten Meeresarten ist insbesondere die Klimakrise einer der Faktoren, der sie schwinden lässt. Doch sie ist nur eine von zahlreichen Bedrohungen für das Ökosystem unserer Ozeane.

Dugongs

Dugong © vkilikov / Shutterstock / WWF
Dugong © vkilikov / Shutterstock / WWF

Vor der ostafrikanischen Küste gibt es heute weniger als 250 ausgewachsene Dugong-Exemplare und vor Neukaledonien weniger als 900. In Ostafrika landen die Seekühe häufig als Beifang in Fischereigeräten, in Neukaledonien werden sie gewildert. Zudem werden die sanften Tiere durch Boote verletzt. Hinzu kommt, dass die Seegrasbestände, die als Nahrungsgrundlage für Dugongs essenziell sind, unter anderem durch Grundschleppnetzfischerei sowie Meeresverschmutzung massiv geschädigt werden. In anderen Bereichen des Indischen und Pazifischen Ozeans gibt es noch etwas größere Bestände von Dugongs, doch auch insgesamt gilt die Art als gefährdet.

Auch in Deutschland gefährdete Arten

Bedrohte Arten finden sich längst nicht nur in Regionen wie der Antarktis oder in Regenwäldern. Auch in unseren Breiten sind die Bedingungen teils problematisch. Hier gibt es eine vom WWF vorgestellte Übersicht zu den Gewinnern und Verlierern in der Tierwelt 2022.

Fische in der Oder und bestimmte Insekten: Zu den Verlierern des Jahres in der Tierwelt gehören aus Sicht der Umweltstiftung WWF auch Bestände in Deutschland. Das geht aus der Jahresendbilanz der Organisation hervor.

Mit gefährdeten Tieren aus anderen Weltregionen stehen die ausgewählten Verlierer demnach stellvertretend für das Schicksal Tausender Arten. Mehr als 42 100 Tier- und Pflanzenarten stünden mittlerweile als bedroht auf der Roten Liste. Der WWF benennt aber auch Gewinner – und somit etwa Beispiele für erfolgreichen Schutz.

„Für die Rettung unseres Planeten bekommen wir keine zweite Chance“

Der WWF hob hervor, dass im Fall einer weiter schnell wachsenden Naturzerstörung auch wir Menschen zu den großen Verlierern gehörten. Hoffnung mache das vor Weihnachten verabschiedete Abkommen zur Artenvielfalt beim Weltnaturgipfel im kanadischen Montreal. „Die Umsetzung muss jetzt klappen. Für die Rettung unseres Planeten bekommen wir keine zweite Chance“, bekräftige WWF-Vorstand Christoph Heinrich.

Hier folgt eine Liste der größten Verlierer und Gewinner

Verlierer: Rentier

Aus einer Million Tieren habe die weltweit größte Population wildlebender Rentiere in der Taimyr-Region in der russischen Arktis im Jahr 2000 noch bestanden. Inzwischen sei es noch ein Viertel davon. Insbesondere die Klimakrise und Wilderei bedrohten die Tiere, hieß es von der Stiftung.

Verlierer: Schwebfliege

Die wichtigen Bestäuber seien in Europa durch Landnutzungswandel, Pestizide und die Klimakrise gefährdet. Rund 315 von 890 Arten in Europa seien bedroht, hieß es unter Berufung auf die Rote Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN).

Verlierer: Breitmaulnashorn

Für diese Tieren mit ihren gefragten Hörnern seien vor allem Wilderer die Gefahr: In Afrika seien die Bestände in den vergangenen neun Jahren von 20.600 auf knapp 16.000 gesunken.

Wildgänse fliegen über die weite Landschaft des Oderbruchs im Osten von Brandenburg. | ZB

21.12.2022

Nach WeltnaturgipfelDeutschlands Lücken beim Artenschutz

Um einen Großteil der Landschaft ist es in Deutschland laut Experten schlecht bestellt.

Verlierer: Kaiserpinguin

Schritte für den besseren Schutz seien 2022 ausgeblieben, kritisiert der WWF. „Bei den derzeitigen Treibhausgasemissionen drohen zwischen 80 und 100 Prozent aller bekannten Kaiserpinguin-Kolonien bis 2100 nahezu zu verschwinden.“

Verlierer: Oderfische und Störe

Oderfische und Störe zählt der WWF zu den großen Verlierern 2022. Die „menschengemachte Katastrophe“ vom Sommer sei auch ein Rückschlag gewesen für die Wiederansiedlung des Baltischen Störs, weil Tausende Jungfische verendeten.

Probleme gebe es auch anderswo: Mit Blick auf IUCN-Daten schreibt der WWF, dass der Schwertstör seit diesem Jahr weltweit, der Jangtse-Stör in freier Wildbahn und der Glattdick als in der EU ausgestorben gelte.

Gewinner: Tiger

In mehreren Ländern erholten sich die Bestände, hieß es. Besondere Erfolge verzeichne Nepal. Aber auch in Bhutan, Russland, China und Indien erholten sich Bestände gut.

Gewinner: Bestimmte Haie und Rochen

Kürzlich sei ein besserer Schutz einiger Arten beschlossen worden, um Bestände nicht durch internationalen Handel zu gefährden. Das sei eine wichtige Entscheidung gewesen, denn ein Drittel der über 1200 Hai- und Rochenarten sei bedroht. Die mit Abstand größte Bedrohung sei die Überfischung.

Gewinner: Buckelwal in Australien

Er sei wegen wieder deutlich gewachsener Zahlen von der dortigen Liste bedrohter Arten gestrichen worden. Es brauche dennoch mehr Schutz angesichts von Gefahren wie Fischerei, Schifffahrt und Umweltverschmutzung, forderte der WWF.

Gewinner: Unechte Karettschildkröte

Die Bestände erholten sich, berichtet die Stiftung. In den USA und auf den Kapverden seien in letzter Zeit so viele Nester gefunden worden wie seit Jahrzehnten nicht mehr.




Frieden erlangt man nicht durch Waffen

Über 2,2 Milliarden Euro hat die Bundesregierung bislang mit diversen Lieferungen für den Krieg in die Ukraine bislang investiert (wir berichteten). Eine unglaubliche Summe, betrachtet man zeitgleich die Geizhals-Mentalität hinsichtlich des maroden Gesundheits- und Sozialsystems in der Bundesrepublik. Man fragt sich: Wie viel Geld möchte die grüne (!) Bundesregierung – wohlgemerkt unter der Federführung einer Friedenspartei – hier noch im wahrsten Sinne verschießen lassen?

Frieden erlangt man nicht durch Krieg.

Es ist ganz einfach: Frieden erlangt man nicht durch Krieg. Auch wenn viele jetzt mit den Augen rollen werden und auf den vermeintlich unberechenbaren Bösen Buben Wladimir Putin verweisen werden, so ist doch kaum bestreitbar, dass da mehr als nur ein großes Macht-Ego im Spiel ist. Auch Wolodymyr Selenskyj scheint mit seinen inszenierten Reden und seinem ebenfalls Nicht-Abrücken-Wollen von seiner Ganz-oder-gar-nicht-Einstellung keinen Millimeter von seinen Positionen abzurücken. Hin zu kommt ein scheinbar viel zu schwacher und dennoch völlig von sich überzeugter deutscher Kanzler, dem nicht wirklich viel dazu einfällt außer immer mehr Waffen zu liefern.

Wer denkt eigentlich noch an das Volk?

Inkompetenz, Egoismus und scheinbar keinerlei Verhandlungsbereitschaft auf allen Seiten lassen einen das Gefühl nicht los werden, dass hier keiner der oberen Regierungsvertreter noch an das ukrainische und russische Volk denkt, deren Heimat gerade niedergebombt werden. Täglich sterben Menschen, Männer, Frauen, Kinder. Täglich gibt es weniger Häuser und immer mehr Ruinen. Täglich verlieren Menschen alles, was sie hatten. Täglich flüchten Menschen.

Kapitulation, Dritter Weltkrieg oder Verhandlungen

Was also bleibt am Ende des Tages? Das, was schon immer Kriege beendet hat: entweder die vollständige Kapitulation eines der Staaten, eine Ausweitung des Krieges auf weitere Länder, was einem Dritten Weltkrieg gleich komme oder aber – und das wäre die vernünftigste Lösung – die Verhandlungsbereitschaft beider Seiten nimmt wieder zu, jeder geht Kompromisse ein und der Krieg würde beendet werden können. Die Ukraine und die westlichen Staaten scheinen auf die Kapitulation Russlands zu hoffen beziehungsweise dass Russland erkennt, dass sie die Ukraine nicht zum Aufgeben zwingen kann. So fordert denn auch Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg Deutschland und die anderen Bündnisstaaten auf, weitere Waffen und Munition an die Ukraine zu liefern. „Es mag paradox klingen, aber militärische Unterstützung für die Ukraine ist der schnellste Weg zum Frieden“, sagte der Norweger der Deutschen Presse-Agentur zum Jahreswechsel. Hintergrund sei, dass Russlands Präsident Wladimir Putin davon überzeugt werden müsse, dass er sein Ziel, die Kontrolle über die Ukraine zu übernehmen, nicht erreichen werde. Dann könne es eine friedliche Verhandlungslösung geben, die ein Überleben der Ukraine als unabhängiger demokratischer Staat gewährleiste.

Schon jetzt liegt vieles in Schutt und Asche

Falls Russland dies nicht erkennt, wird der Krieg noch eine Weile dauern und noch eine Menge Leid verursachen. Bis dahin wird die Ukraine eventuell in großen Teilen in Schutt und Asche gelegt sein. Wie viele Menschen werden danach völlig traumatisiert sein? Wie viele werden noch sterben? Der humanitäre Tribut, den dieser Krieg bereits jetzt verursacht hat, ist bereits jetzt schon unermesslich hoch.

Ein Kommentar von Dr. Sandra Hartmann




60.000 Schuss Munition, 13 Bergpanzer, 50 Bunkerfäuste, 350 Zünder, 10 Tonnen AdBlue, 240.000 Wintermützen

 

Im Rahmen des Haushaltsverfahrens 2022 wurden die Mittel für die Ertüchtigungsinitiative auf insgesamt 2 Milliarden Euro für das Jahr 2022 erhöht. Die zusätzlichen Mittel sollen vornehmlich der Unterstützung der Ukraine zugutekommen. Zugleich werden sie zur Finanzierung der gestiegenen deutschen Pflichtbeiträge an die Europäische Friedensfazilität (EPF) eingesetzt, aus deren Mitteln wiederum Kosten der EU-Mitgliedstaaten für Unterstützungsleistungen an die Ukraine erstattet werden können.

Gelieferte militärische Unterstützungsleistungen:

(Änderungen im Vergleich zur Vorwoche in fett)

  • 13 Bergepanzer 2* (vorher: 12)
  • 78 Grenzschutzfahrzeuge* (vorher: 65)
  • 35 Krankenkraftwagen* (vorher: 34)
  • 6 Gabelstapler* (vorher: 4)
  • Weitere Flugkörper IRIS-T*
  • 60.000 Schuss Munition 40mm Granatwerfer* (vorher: 30.000)
  • 18.500 Schuss 155 mm Artilleriemunition (vorher: 13.500)
  • 18 LKW 8×8 mit Wechselladesystem
  • 50 Allschutz-Transport-Fahrzeuge Dingo
  • 12 Schwerlastsattelzüge M1070 Oshkosh*
  • 3 Brückenlegepanzer BIBER*
  • 10 Überwasserdrohnen*
  • 14.000 Schlafsäcke
  • Mi-24 Ersatzteile*
  • Munition für Mehrfachraketenwerfer MARS II
  • Ersatzteile schweres Maschinengewehr M2
  • 30 MG3 für Bergepanzer
  • 116 Feldheizgeräte*
  • 28 Drohnenabwehrsensoren und -jammer
  • 20 Bandbreitenerweiterungen für elektronische Drohnenabwehrgeräte*
  • 18 Aufklärungsdrohnen*
  • 17 schwere und mittlere Brückensysteme*
  • 5 Mehrfachraketenwerfer MARS II mit Munition
  • 14 Panzerhaubitzen 2000 (gemeinsames Projekt mit den Niederlanden)
  • Luftverteidigungssystem Iris-T SLM*
  • 200 Zelte
  • 195 Stromerzeuger
  • 116.000 Kälteschutzjacken
  • 80.000 Kälteschutzhosen
  • 240.000 Wintermützen
  • 100.000 Erste-Hilfe Kits*
  • 405.000 Rationen Einpersonenpackungen (EPa)
  • 30 Flakpanzer GEPARD inklusive circa 6.000 Schuss Flakpanzermunition*
  • 67 Kühlschränke für Sanitätsmaterial
  • Artillerieortungsradar COBRA*
  • 4.000 Schuss Flakpanzerübungsmunition
  • 54 M113 gepanzerte Truppentransporter mit Bewaffnung (Systeme aus Dänemark, Umrüstung durch Deutschland finanziert)*
  • 53.000 Schuss Flakpanzermunition
  • 20 Laserzielbeleuchter*
  • 3.000 Patronen „Panzerfaust 3“ zuzüglich 900 Griffstücke
  • 14.900 Panzerabwehrminen
  • 500 Fliegerabwehrraketen STINGER
  • 2.700 Fliegerfäuste STRELA
  • 22 Millionen Schuss Handwaffenmunition
  • 50 Bunkerfäuste
  • 100 Maschinengewehre MG3 mit 500 Ersatzrohren und Verschlüssen
  • 100.000 Handgranaten
  • 5.300 Sprengladungen
  • 100.000 Meter Sprengschnur und 100.000 Sprengkapseln
  • 350.000 Zünder
  • 10 Antidrohnenkanonen*
  • 100 Auto-Injektoren
  • 28.000 Gefechtshelme
  • 15 Paletten Bekleidung
  • 280 Kraftfahrzeuge (Lkw, Kleinbusse, Geländewagen)
  • 6 Paletten Material für Kampfmittelbeseitigung
  • 125 Doppelfernrohre
  • 1.200 Krankenhausbetten
  • 18 Paletten Sanitätsmaterial, 60 OP-Leuchten
  • Schutzbekleidung, OP-Masken
  • 600 Schießbrillen
  • 1 Radiofrequenzsystem
  • 3.000 Feldfernsprecher mit 5.000 Rollen Feldkabel und Trageausstattung
  • 1 Feldlazarett (gemeinsames Projekt mit Estland)*
  • 353 Nachtsichtbrillen
  • 4 elektronische Drohnenabwehrgeräte*
  • 165 Ferngläser
  • Sanitätsmaterial (unter anderem Rucksäcke, Verbandspäckchen)
  • 38 Laserentfernungsmesser
  • Kraftstoff Diesel und Benzin (laufende Lieferung)
  • 10 Tonnen AdBlue*
  • 500 Stück Wundauflagen zur Blutstillung
  • MiG-29 Ersatzteile*
  • 30 sondergeschützte Fahrzeuge*
  • 65 Pick-up*
  • 7.944 Panzerabwehrhandwaffen RGW 90 Matador*
  • 6 Lkw Fahrzeugdekontaminationspunkt HEP 70 inklusive Material zur Dekontaminierung
  • 10 Fahrzeuge HMMWV (8x Bodenradarträger, 2x Jammer/Drohnenträger)*
  • 7 Störsender*
  • 8 mobile Bodenradare und Wärmebildgeräte*
  • 4 mobile und geschützte Minenräumgeräte*
  • 8 elektronische Drohnenabwehrgeräte*
  • 1 Hochfrequenzgerät inkl. Ausstattung*

Militärische Unterstützungsleistungen in Vorbereitung/Durchführung:

(Aus Sicherheitserwägungen sieht die Bundesregierung bis zur erfolgten Übergabe von weiteren Details insbesondere zu Modalitäten und Zeitpunkten der Lieferungen ab.)

  • 26 Wechselladesysteme 15t
  • 50 Feldheizgeräte*
  • 18 Radhaubitzen RCH 155*
  • 100 Drohnenabwehrsensoren und -jammer*
  • 2 Hangar-Zelte*
  • 7 LKW 8×6 mit Wechselladesystem*
  • 7 Flakpanzer GEPARD*
  • 14 ferngesteuerte Kettenfahrzeuge für Unterstützungsaufgaben*
  • 10 mobile und geschützte Minenräumgeräte*
  • Flugkörper für Iris-T SLM*
  • 42 Minenräumpanzer*
  • 3 mobile, ferngesteuerte und geschützte Minenräumgeräte*
  • 5 mobile Aufklärungssysteme (auf Kfz)
  • 435 Grenzschutzfahrzeuge*
  • 1.100 Schuss Artilleriemunition 155 mm*
  • 156.000 Schuss Munition 40mm Granatwerfer*
  • 5 Pionierpanzer Dachs
  • 17 LKW 8×8 mit Wechselladesystem
  • 3 schwere und mittlere Brückensysteme*
  • 16 Panzerhaubitzen Zuzana 2* (gemeinsames Projekt mit Dänemark und Norwegen)
  • 1 Krankenkraftwagen*
  • 90 Schwerlastsattelzüge*
  • 3 Luftverteidigungssysteme IRIS-T SLM*
  • 12 Frequenzscanner/Frequenzjammer*
  • Feldlazarett (Rolle 2)*
  • 20 Raketenwerfer 70mm auf Pick-up trucks mit 2.000 Raketen*
  • 20 Bandbreitenerweiterungen für elektronische Drohnenabwehrgeräte*
  • Bergepanzer 2*
  • 14 Sattelzugmaschinen und 14 Sattelauflieger*
  • 2 Zugmaschinen und 4 Auflieger*
  • 22 Aufklärungsdrohnen*
  • 10 geschützte Kfz*
  • Fahrzeugdekontaminationspunkt
  • 5.032 Panzerabwehrhandwaffen*
  • 200 LKW Nutzfahrzeuge*
  • 13 Brückenlegepanzer BIBER*

Gesamtwert: Über 2,2 Milliarden Euro

Der Gesamtwert der im Zeitraum vom 1. Januar 2022  bis zum 19. Dezember 2022 von der Bundesregierung erteilten Einzelgenehmigungen für die Ausfuhr von Rüstungsgütern beträgt 2.255.473.391 Euro. Dieser Genehmigungswert beinhaltet die oben in der Liste aufgeführten Güter, soweit ihre Ausfuhr genehmigungspflichtig nach Außenwirtschaftsrecht ist. Das ist nicht bei allen oben genannten Gütern der Fall. Um die Abwicklung bestimmter Lieferungen zu beschleunigen, hat die Bundesregierung zudem Verfahrenserleichterungen zum Beispiel für Schutzgüter geschaffen. Auch diese Lieferungen sind im Genehmigungswert nicht enthalten. Die Wertangaben für gebrauchtes Material aus Bundeswehrbeständen beruhen zudem auf Zeitwerten, die bedeutend unterhalb der jeweiligen Neu- oder Wiederbeschaffungswerte liegen können. Im Genehmigungswert enthalten sind die Güter unabhängig davon, wie ihre Beschaffung und Lieferung finanziert wurden. Aus Sicherheitserwägungen sieht die Bundesregierung bis zur erfolgten Übergabe auch hier von der Nennung weiterer Details ab.

* Es handelt sich um eine aus Mitteln der Ertüchtigungsinitiative finanzierte Lieferungen der Industrie. Mit den Lieferungen sind teilweise Instandsetzungsmaßnahmen verbunden oder die Produktion dauert noch an; zudem erfolgen teilweise noch Ausbildungsleistungen.

 

 




Hilfe für Auszeithaus Hohenlohe e.V.

Die Stiftung des Hohenlohekreis fördert das Projekt des privaten Vereins „Auszeithaus Hohenlohe e.V.“ mit 2.000 Euro. Im Rahmen des Projektes wurde das ehemalige Dorfgemeinschaftshaus in Forchtenberg-Wohlmuthausen zum Auszeithaus umgestaltet. Die Spendenübergabe fand im November 2022 statt.

Seit Juni dieses Jahres hat das Auszeithaus Hohenlohe seine Türen für Gäste geöffnet. Der Aufenthalt dort soll der Stärkung von psychischer Widerstandskraft, der Neuorientierung und Entscheidungsfindung sowie der Burnout-Prophylaxe dienen. Es bietet Menschen in vielfältigen Belastungssituationen eine begleitete Auszeit.

Weitere Informationen unter www.auszeithaus-hohenlohe.de.

Kreiskämmerer Michael Schellmann (zweiter von rechts) und Daniela Walter von der Stiftung des Hohenlohekreises (zweite von links) übergaben die Spende der Stiftung an Pfarrer Klaus Kempter, Anita Rappold-Mayer, Herbert Arnold (alle Vorstandsmitglieder Auszeithaus Hohenlohe e.V., v.l.n.r.) sowie die Leiterin des Auszeithauses Tanja Grathwohl (rechts).




Wegen Inflation im Limit

Sie müssen sowieso schon jeden Cent zweimal umdrehen, aber explodierende Lebenshaltungskosten bringen sie jetzt endgültig ans Limit: Im Hohenlohekreis arbeiten rund 4.400 Menschen zum Niedriglohn. Und das, obwohl sie einen Vollzeitjob haben. Darauf weist die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hin. Die NGG Heilbronn beruft sich hierbei auf eine Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Danach liegen 10 Prozent aller Vollzeitbeschäftigten im Hohenlohekreis beim Einkommen unter der amtlichen Niedriglohnschwelle von derzeit 2.344 Euro brutto im Monat.

„In Restaurants, Hotels, Bäckereien und Metzgereien arbeiten besonders viele Menschen zu Mini-Löhnen

„In Restaurants, Hotels, Bäckereien und Metzgereien arbeiten besonders viele Menschen zu Mini-Löhnen. Die rasant steigenden Preise für Energie und Lebensmittel treffen sie mit voller Wucht“, sagt Burkhard Siebert. Für den Geschäftsführer der NGG-Region Heilbronn ist es deshalb jetzt nötig, „Lohn-Täler anzuheben“. Ziel sei es, möglichst viele Beschäftigte im Hohenlohekreis von einem „kräftigen Lohn-Plus“ profitieren zu lassen. „Wenn das neue Jahr eine ‚Lohn-Headline‘ hat, dann: ‚10 Prozent plus X‘“, so Siebert.

„Ziel ist es, die Einstiegslöhne auf 13 Euro anzuheben“

Die NGG habe sich deshalb für 2023 vorgenommen, eine kräftige und dauerhafte Erhöhung der Löhne durchzusetzen – bei Tarifverhandlungen für ganze Branchen genauso wie bei Haustarifverträgen mit einzelnen Betrieben. „Denn die Verbraucherpreise werden oben bleiben. Ziel ist es deshalb, die Einstiegslöhne auf mindestens 13 Euro pro Stunde anzuheben“, macht NGG-Geschäftsführer Burkhard Siebert klar.

Überall wird es teurer

Neben notwendigen, dauerhaft höheren Löhnen und Gehältern werde sich die NGG Heilbronn zusätzlich auch für die kurzfristig wirksame Inflationsausgleichsprämie stark machen. „Bis zu 3.000 Euro ohne Steuern und ohne Abgaben sind ein gutes und zusätzliches Instrument, das die Bundesregierung den Unternehmen an die Hand gegeben hat, um Beschäftigten über die ‚Klippen der Krise‘ zu helfen“, so Siebert.

„Vom Einkauf im Supermarkt bis zum Haarschnitt beim Friseur – überall wird es teurer. So teuer, dass sich gerade Geringverdiener viele Dinge des täglichen Bedarfs nicht mehr leisten können“, warnt Siebert. Eine Bäckereifachverkäuferin habe schon in normalen Zeiten Schwierigkeiten, mit ihrem Geld bis zum Monatsende klarzukommen. „Deshalb brauchen Geringverdiener gerade jetzt einen ‚Extra-Lohn-Schub‘. Denn der Job muss auch in der Krise dafür sorgen, dass es nicht am Nötigsten zum Leben hapert. Eine Vollzeitarbeit darf nicht zum Risikofaktor fürs Portemonnaie werden“, sagt Burkhard Siebert.