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„Es freut uns, wenn wir mit unserer Localboxx den lokalen Selbst- und Direktvermarktern helfen können“

Corona-Lockdown 2020: Innerhalb kürzester Zeit wurden alle Auftritte der Bands von Sarah Hank-Paidar aus Neuenstein und ihrem Mann abgesagt. Die beiden betreiben eine Musikschule in Öhringen. Ein Plan B musste her. Anstatt den Kopf in den Sand zu stecken, hat die 44-Jährige Mutter von zwei Kindern aus Öhringen fieberhaft nach neuen Wegen gesucht. Irgendetwas regionales wollte die Musiklehrerin machen, anderen, die in einer ähnlichen Situation sind wie sie helfen. Vielleicht eine CD veröffentlichen? Kurz bevor auch die Cafés und Kneipen im Zuge des Corona-Lockdowns schließen mussten, traf sie sich ein letztes Mal mit ihren Freundinnen auf einen Café und räsonierte über ihre Pläne. Ihre langjährige Freundin Stefanie Hornung aus Öhringen, ebenfalls Mutter von zwei Kindern und zu dieser Zeit noch voll berufstätig bei einem anderen Arbeitgeber, brachte ihre Ideen mit ein. Heraus kam: Localboxx.

Sarah (links) und Stefanie haben Localboxx vor zwei Jahren gegründet. Foto: GSCHWÄTZ

Nach nur zwei Tagen stand das Konzept

Nach nur zwei Tagen stand das Konzept. Die Firma wurde zunächst als GbR angemeldet, jede von ihnen nahm 5.000 Euro in die Hand und los ging es im Herbst 2020. Die Idee: Die Frauen stellen Geschenkpakete mit Produkten von lokalen Anbietern zusammen und verkaufen diese. Den oft kleinen Eigenproduktionen im Hohenlohekreis sei damit geholfen, so die Frauen – und auch den Firmen mit originellen Geschenken für ihre Kunden und Mitarbeiter:innen. Zirka 95 Prozent der Kunden von Sarah und Steffi sind derezit Firmen aus der Region, nicht selten global player, aber auch Inhaber von kleineren Geschäften, von der Zahnarztpraxis bis zum Einzelhandelsgeschäft.

Mit den ganz Großen im Geschäft

Sarah schickte nach der Gründung eine selbst gestaltete Power-Point-Präsentation an Firmen im Hohenlohekreis, wenig später hatten sie die ersten größeren Bestellungen. „Wir rechneten am Anfang mit 30 bis 40 Paketen, wenn es gut läuft“, erinnert sich Stefanie. Im ersten Jahr waren es gleich 3.000. Man bedenke dabei: Der Gründungsmonat war dabei nicht Januar, sondern November 2020. Zwei Jahre später sind sie bereits bei rund 8.000 verkauften Boxen. Tendenz steigend.

Angefangen haben sie in Mamas Gästezimmer

Dann die Frage: „Wo machen wir das eigentlich?“ Bei Stefanies Mama im Gästezimmer packten sie die ersten Kisten. „Dieser Raum wurde dann schnell erweitert auf ihre ganze Wohnung“, erinnert sich Sarah lachend. Seid September 2022 findet man die Frauen einem angemieteten Raum zentral gelegen in der Innenstadt von Öhringen, in der Karlsvorstadt 49. Kunden können hier problemlos und kostenfrei parken und die Frauen sowie ihre mittlerweile 13 Packhelfer:innen, die auf Abruf arbeiten, haben genug Platz, um alles im wahrsten Sinne „einzutüten“. An Weihnachten haben sie das meiste Geschäft.

Am Anfang war die CD

Anfangs hatten sie drei verschiedene Boxen im Programm: eine mit einer CD von regionalen Liedermachern, die zweite mit CD und einem Essensgutschein für ein Restaurant in Öhringen, das dritte mit drei regionalen Produkten, etwa einem Stollen, Marmelade und Honig. Rund 200 ganz unterschiedliche regionale, teilweise sehr kreative Produkte haben sie mittlerweile im Sortiment, unter anderem selbst gemachte Nudeln aus Orendelsall, Schokoladengewürzsalz, „Lückenfüller-Müsliriegel, „Brain“-Müsli ohne Zuckerzusatz, BubenLohe-Kichererbsen, Hohenloher Chips. Was derzeit eher nicht mehr so angesagt ist: Alkohol und Fleischprodukte. Auch hier spürt man einen Wandel im Zeitgeist zu einem gesünderen, bewussteren Konsum.

„Es freut uns, wenn wir mit unserer Localboxx den lokalen Selbst- und Direktvermarktern helfen und jemandem mitteilen können: Wir haben heute 1.000 von deinen Marmeladengläsern verkauft“, erzählt Sarah mit leuchtenden Augen.

Mittlerweile ein Vollzeitjob für beide

So gut sie sich verstehen, so unterschiedlich sind die Frauen. Dadurch herrschte von Beginn automatisch eine klare Aufgabenteilung, bei der jede sich mit ihren Stärken einbrachte: Die 50-jährige Diplombetriebswirtin Stefanie ist zuständig für die Verwaltung, Buchhaltung, Logistik sowie für die Verpackung, Grafik & Design. Die lustigen „Werbe-Packvideos“ gestaltet inzwischen eine Agentur für sie. Das einprägsame Logo hat Stefanie selbst entworfen. Localboxx ist mittlerweile zu einem Vollzeitjob für beide Frauen geworden. Stefanie hat ihr Arbeitsverhältnis zu ihrem früheren Arbeitgeber daher gekündigt, während Sarah nur noch einmal wöchentlich in der Musikschule tätig ist. Sarah wiederum ist zuständig für die Produkte, die in die Box kommen, für die Kundenakquise, das Marketing sowie die Mitarbeiter:innen.

„Vom Einkauf übers Verpacken bis zum Versenden, wir können alles für unsere Kunden machen“, betonen die Unternehmer:innen.

In diesem Jahr möchten sie auch den Online-Bestellbereich auf ihrer Internetseite www.localboxx.de und den Privatkundenbereich weiter ausbauen. Unterjährig möchten sie noch mehr anbieten für Anlässe wie Jubilarien, Geburtstage, Hochzeiten und Geburten. Sie sind dankbar für die Hohenloher Firmen und Unternehmer, von denen sie von Anfang an so gut unterstützt wurden durch zahlreiche Bestellungen und freuen sich auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit in diesem Bereich. Mittlerweile haben sie sich selbst zu einer GmbH umfirmiert.

Kontakt und weitere Informationen zu Localboxx

Localboxx GmbH

KArlsvorstadt 59

74013 Öhringen

Tel.: 07941/645 49 00

Mail: info@localboxx.de

Kosten einer Box

Die Boxen gib es in zwei verschiedenen Größen. Die Medium-Boxen fängt an bei zirka 20 Euro.

 

 




Landratsamt sucht ehrenamtliche Familienpaten in Öhringen und Umgebung

Unterstützung für Familien mit kleinen Kindern

Ehrenamtliche Familienpaten in Öhringen und Umgebung gesucht

„Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen“, sagt schon ein bekanntes Sprichwort. Was aber heißt das für Familien, wenn keine Großeltern, Geschwister, Verwandte oder Freunde in der Nähe sind, die ab und zu einige Betreuungsaufgaben übernehmen und helfen, schwierige Situationen zu meistern – wenn also familiäre und gewachsene Netzwerke nicht vorhanden sind?

Orientierung an den Bedürfnissen der jeweiligen Familie

Familien in dieser Situation zu begleiten und zu unterstützen ist das Ziel einer Familienpatenschaft, die sehr individuell vereinbart wird. Sie orientiert sich einerseits an den Bedürfnissen der Familien und andererseits an den Möglichkeiten und Wünschen der Familienpaten. Ehrenamtliche Familienpaten schenken Kindern Zeit und Aufmerksamkeit. Zu den möglichen Aufgaben gehören Vorlesen, Spaziergänge und Besuche auf dem Spielplatz oder gemeinsames Spielen und Basteln.

Die künftigen Familienpaten werden intensiv und umfassend auf Ihre Aufgabe in der Familie vorbereitet. Während der Patenschaft werden sie professionell begleitet und erhalten Hilfe beim Organisieren und Gestalten der Patenschaft. Das Hilfeangebot „Ehrenamtliche Familienpaten“ ist ein niederschwelliges Angebot im Bereich der „Frühen Hilfen“ des Hohenlohekreises.

Wer sich für eine Tätigkeit als Familienpatin oder -pate interessiert, kann sich gerne unverbindlich informieren:

Landratsamt Hohenlohekreis

Stuttgarter Str. 5, 74653 Künzelsau

Esther Herdtweck

Tel: 07940/18-1439

Esther.Herdtweck@Hohenlohekreis.de




„Kunst trifft Klima“: Rundgang durch Kunstausstellung

Für den Neujahrsempfang der Stadtverwaltung Künzelsau am 13. Januar 2023 hat Klaus Hub rund 80 seiner Gemälde zum Thema Klimawandel im Rathaus ausgestellt. In seinen Gemälden und Objekten nähert er sich den Themenfeldern Natur, Naturschutz und natürliche Ressourcen auf unterschiedliche Art und Weise. Bis Ende Januar sind die Gemälde noch im Rathausfoyer zu sehen. Am Freitag, 20. Januar bietet Klaus Hub um 16 Uhr dort einen kostenlosen Rundgang durch die Ausstellung an. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Ein Hohenloher Urgewächs

Klaus Hub wurde 1964 in Künzelsau geboren, ist in Morsbach aufgewachsen und hat hier eine Familie gegründet. Aufgewachsen in einer intakten Natur, beschäftigt sich Klaus Hub seit Jahren mit dem Klimawandel. Mit seinen Bildern möchte er zum Nachdenken anregen und ein Bewusstsein für den Umgang mit unserer Umwelt schaffen.

Quelle: Stadtverwaltung Künzelsau

Foto Carmen Schniepp, Foto Linke GmbH.




Mindestens 22.000 Euro für vier Übernachtungen?

Ein Ticket für das weltweit einzigartige, von einem Milliardär initiierten Weltwirtschaftsforums in Davos kostete die Wirtschaftsteilnehmer:innen in diesem Jahr mittlerweile rund 250.000 Euro. Teilweise haben Milliardäre daher ihren Besuch in diesem Jahr abgesagt. Die Preise lagen vor Corona noch bei rund 70.000 Euro. Politiker:inen und Presse haben auf Einladung freien Eintritt. Hier liegt bereits das Problem: Es ist ein Treffen eines kleinen Kreises der Mächtigen und Reichen, der über den grundsätzlichen weltweiten Wirtschaftskurs berät. Die Stimmen des Großteils der Welt sind hier nicht vertreten. Es handelt sich dabei aber lediglich um Diskussionen, Workshops, Vier-Augen-Gespräche. Es wird hier nichts entschieden. Man kann jedoch herauslesen, wohin es für die führenden Wirtschaftsnationen gehen soll.

Es ging wie immer um eines: Wachstum

In einer Diskussionsrunde mit Wirtschaftsminister Robert Habeck ging es immer wieder um „more trade, more investments, more green trade, more green investments“. Interessant, dass Robert Habeck sich hier für grüne Projekt einsetzte, hatte die grün regierte Bundesregierung doch erst am vergangenen Wochenende gemeinsam mit der Polizei und dem Energieriesen RWE das kleine Dorf Lützerath räumen lassen für ein neues Braunkohlewerk, das definitiv alles andere als „grün“ ist (wir berichteten).

Weniger Gas-Abhängigkeit von Russland. Auch stand schnell der Schuldige für alle derzeitigen Krisen fest: Russland und die vorangegangene Bundesregierung. Man wolle zudem nicht wirtschaftlich in Europa abgehängt werden von China und den Vereinigten Staaten. Es geht wie immer um eines: Wachstum. Obwohl der Klimawandel deutlich aufgezeigt hat, dass man langsam am Ende des globalen Wachstums angekommen ist. Habeck bewies hier feinstes Deutsch-Englisch:

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck diskutiert beim Weltwirtschaftsforum in Davos – YouTube

Klimaaktivistinnen Luisa Neubauer und Greta Thunberg vor Ort

Der amerikanische Präsident Joe Biden wird in diesem Jahr nicht teilnehmen, dafür die Klimaaktivistinnen Luisa Neubauer und Greta Thunberg, die sich dafür einsetzen, dass die führenden Nationen mehr für den Klimaschutz tun. Hier treffen sich WWF-Manager, Coca-Cola-Manager, Goldman-Sachsmanager, um sich mit führende Politiker:innen über den weiteren Wirtschaftskurs auszutauschen und natürlich – um darauf Einfluss zu nehmen.

Fünf Tage lang, noch bis Freitag, den 20. Januar 2023, tagen die Reichten und Mächtigen aus der Wirtschaft und der politischen Elite noch, um sich auszutauschen über Wirtschaftskrisen wie die derzeit drohende Rezension, Wirtschaftswachstum, den Klimawandel, Corona und auch die soziale Ungleichheit, die es in immer mehr Ländern gibt.

Mehr Empathiefähigkeit entwickeln

Um sich einzufühlen in das Leben von ärmeren Menschen oder in Menschen, die extreme Situationen durchstehen mussten, wie etwas ukrainische Flüchtlinge (nur unweit des Davoser Treffens in teuren Hotels befinden sich auch Flüchtlingsunterkünfte), gibt es in Davos auch Workshops, um zu erleben, wie es ist, mit Essensrationen umgehen zu müssen, Gefangenschaft, Flucht & Folterandrohungen. Die Reichen sollen sich dadurch später besser in diese Menschen einfühlen können. Es klingt schon fast ein wenig zynisch. Brauchen manche Menschen für Empathiefähigkeit erstmal einen Workshop?

Horrende Übernachtungskosten

Der Spiegel hatte unter anderem von horrenden Übernachtungskosten berichtet. Für vier Übernachtungen soll man unter 22.000 Euro nichts finden. Aktuell findet man Übernachtungspreise, die etwas moderater sind und sich bei rund 1.000 Euro pro Nacht für eine Zwei-Sterne-Pension bewegen. Auch wenn die Bundesregierung kein Wort darüber verliert, so ist doch klar, dass dieses Meet-and-Greet in Davos den deutschen Steuerzahler hinsichtlich der Kosten für die deutsche Delegation sich sicher im sechsstelligen Bereich bewegt.

Ein sehr moderner kritischer Film über das Treffen der Reichen und Mächtigen, die „angeblich die Welt besser machen möchten“, hat der Standard unlängst produziert: Vor Ort in Davos: Wo Welten aufeinandertreffen – Wirtschaft – derStandard.de › Wirtschaft




„Ich wollte nicht warten, bis der Krieg vorbei ist“ – Wie Mariia Kosa um ihr Studium kämpft

Die 19-jährige Mariia Kosa floh mit ihrer Familie aus der Ukraine. In einem Flüchtlingsheim bei Hamburg fanden sie Schutz. Mariia Kosa studiert in ihrem Heimatland Internationale Logistik und Zoll. Dass das geliebte Studium von jetzt auf gleich auf Eis lag, wollte die junge Frau nicht hinnehmen: „Ich habe alles versucht, um mein Studium in Deutschland fortzusetzen. Ich wollte nicht warten, bis der Krieg vorbei ist.“

Keinen Stillstand zulassen

Mariia Kosa fing an zu recherchieren – deutschlandweit suchte sie nach passenden Hochschulen und Unis, schrieb Hunderte Bewerbungen. Doch positive Rückmeldungen blieben aus. Bis die Hochschule Heilbronn (HHN) ins Spiel kam. Kosa bewarb sich für einen Studienplatz im Bachelor-Studiengang Business Engineering Logistics, kurz BEL. „Professorin Annett Großmann, die an der HHN Logistik lehrt, hatte sich sofort bei mir zurückgemeldet und sie veränderte damit einfach alles.“

„Wir unterstützen frau Kosa, wo wir nur können“

Der Einschreibung folgten Hürden, aber die HHN wollte ihr die Chance geben, sich in Heilbronn ein neues Leben aufzubauen. Unter der Auflage, einen Deutschkurs zu belegen, kann Mariia Kosa ins erste BEL-Semester einsteigen. „Wir unterstützen Frau Kosa, wo wir nur können. Beispielsweise übersetzen wir ihr Vorlesungsskripte ins Englische und helfen, wann immer sie uns braucht. Furchtbar genug, was gerade auf ihren Schultern lastet“, sagt Professorin Großmann mitfühlend. Mariia Kosa sei sehr fleißig und lerne Erfolg versprechend Deutsch, erzählt sie weiter.

Ein Wunsch dominiert

Nebenher arbeitet Mariia Kosa im International Office der HHN, um Geld zu verdienen. Sie wünscht sich, später noch einen Master zu absolvieren, um dann einen Job zu finden, bei dem sie ihr Know-how aus der Ukraine und Deutschland kombinieren kann. „Das Studium, die Arbeit, der Deutschkurs – alles unter einen Hut zu bekommen, ist schon hart. Manchmal habe ich kaum Zeit fürs Mittagessen. Aber ich schaffe das und gebe nicht auf.“

Mit ihrer Zielstrebigkeit und einer riesen Portion Mut erfüllt sich Mariia Kosa den Traum, ihren Werdegang nicht außer Acht zu lassen. Dennoch findet sie ganz klare Worte, wenn sie an ihren „Hauptwunsch“ für die Zukunft denkt: „Der Krieg, der uns so viele Leben kostet, soll bitte aufhören. Das ist der größte Wunsch, den ich habe.“

Hochschule Heilbronn

Mit rund 8.000 Studierenden ist die Hochschule Heilbronn (HHN) eine der größten Hochschulen für Angewandte Wissenschaften in Baden-Württemberg. Ihr Kompetenz-Schwerpunkt liegt in den Bereichen Technik, Wirtschaft und Informatik. An ihren vier Standorten in Heilbronn, Heilbronn-Sontheim, Künzelsau und Schwäbisch Hall bietet die HHN mehr als 60 zukunftsorientierte Bachelor- und Masterstudiengänge an, darunter auch berufsbegleitende Angebote. Die HHN bietet daneben noch weitere Studienmodelle an und pflegt enge Kooperationen mit Unternehmen aus der Region. Sie ist dadurch in Lehre, Forschung und Praxis sehr gut vernetzt. Das hauseigene Gründungszentrum unterstützt Studierende sowie Forschende zudem beim Lebensziel Unternehmertum.

Quelle: Hochschule Heilbronn

 

 

 




50 Dinge…

50 Dinge, die wir jeder/m Besucher:in des Hohenlohekreises ans Herz legen würden bei einem Besuch:

1 | Besuch Weinfässle von Fritz Müller in Ingelfingen-Criesbach und Spaziergang durch die Weinberge

Kochertaler Genießertour.
Foto: GSCHWÄTZ/Archiv

2 | Unverpackt-Laden in Simprechtshausen

Neuer Unverpackt-Laden in Simprechtshausen. Foto: GSCHWÄTZ

Öffnungszeiten: Do & Fr 10 – 18 Uhr, Sa 10 – 14 Uhr

3 | Hofladen der Familie Frank in Garnberg (Vollsortiment)

Nudeln und Reis kann man im Hofladen Frank in Garnberg einfach in eigene Glasbehälter abfüllen lassen. Foto: GSCHWÄTZ

4 | Klima- & Kunst-Ausstellung im Rathaus in Künzelsau von Klaus Hub

Auch mit der Flüchtlingsbewegung und der Verantwortung des Westens daran beschäftigt sich Klaus Hub. Foto: GSCHWÄTZ/Ausstellung in der Sparkasse

5 | Im Railhofer See baden

Railhofer See
Foto: GSCHWÄTZ/Kähny

6 | ins kleine, aber feine Prestige-Filmtheater in Künzelsau gehen

Symbolbild Kino. Foto: Pixabay

7 | Auf den Spuren Sophie Scholls Forchtenberg erkunden

Der Hans und Sophie Scholl-Pfad führt durch Forchtenberg auf den Lebensspuren der Geschwister. Foto: GSCHWÄTZ

8 | Würth-Museum Schwäbisch Hall

Kunstobjekt aus der Würthsammlung. Quelle: GSCHWÄTZ

9 | Eis laufen in Bad Mergentheim

Hohenloher Straßen im Winter. Foto: GSCHWÄTZ

10 | Ruine Forchtenberg und Ruine Ingelfingen

Alte Mauern aus dem 13. Jahrhundert – die Ruine Lichteneck in Ingelfingen. Foto: Sylvia Bendel

11 | Besuch der Gaufer Hütte in den Weinbergen Ingelfingens, lecker Essen und traumhaft schöne Aussicht

Kochertaler Genießertour 2018. Foto: GSCHWÄTZ

12 | Frühstück im Milchmädchen, Weißbach

13 | Weihnachtsmarkt in Waldenburg & Niedernhall

Weihnachtsplätzchen dürfen auf dem Weihnachtsmarkt nicht fehlen.
Foto: GSCHWÄTZ

14 | Erlebnispfad Taläcker

Naturerlebnispfad. Symbolfoto. Quelle: unsplash/Garrett Parker

15 | Kletterpark in Weinsberg

16 | Weinprobe im neuen Wein-Feinkostgeschäft in Künzelsau in der Haupstraße der Firma Würth oder Online-Weinprobe beim Weingut Gaufer in Ingelfingen (Weinpakete werden vorab dafür nach Hause geliefert)

17 | Bethehemrundweg am 24.12. durch Hermuthausen

Weihnachten. Symbolfoto. Quelle: adobe stock

18 | Tierheim Waldenburg mit einer Futterspende unterstützen

Foto: GSCHWÄTZ/Archiv/Tierheim Waldenburg

19 | Kloster Schöntal

Symbolfoto. GSCHWÄTZ/Archiv/Klosterapotheke in Kloster Schöntal.

20 | Theater in Hermuthausen (im März 2023 geht es wieder los)

21 | Localboxx in Öhringen einen Besuch abstatten und etwas lokales kaufen und verschenken

22 | Kochertaler Genießertour

Kochertaler Genießertour 2018. Foto: GSCHWÄTZ

23 | Irgendwo ein Bäumchen pflanzen

Quelle: adobe stock

24 | Theater: Besuch der Burgfestspiele in Jagsthausen vor einer beeindruckenden Kulisse

Burgfestspiele Jagsthausen. Foto: BFS

25 | Besuch einer kulturellen Veranstaltung im Carmen-Würth-Forum

Carmen-Würth-Forum in Gaisbach. Foto: GSCHWÄTZ/Archiv

26 | Freilandmuseum Wackershofen

Mit diesen Utensilien wurde früher gekocht. Links: Ein Waffeleisen. Foto: GSCHWÄTZ

27 | Mustang-Jeans-Museum Künzelsau

Mustang Outlet in Künzelsau. Foto: GSCHWÄTZ/Archiv

28 | Freibad in Langenburg mit beheiztem Becken und viiiiel Platz auf den Liegewiesen

29 | Besuch des Waldfriedhofs bei Schloss Stetten

Auf dem Waldfriedhof Schöntal können Urnen 60 Jahre im Boden bleiben. Foto: Bauernverband Schwäbisch Hall – Hohenlohe – Rems e.V.

30 | Yoga-Kurs im Gesundheitszentrum in Schloss Stetten

Yoga. Foto: adobe stock

31 | Kurpark & Minigolf in Ingelfingen

Dr. Sandra Hartmann im Videointerview mit Bürgermeisterkandidat Klaus Schmitt im Kurpark in Ingelfingen. Screenshot: GSCHWÄTZ

32 | Besuch des Pfedelbacher Schlosses

33 | Bowling in Schwäbisch Hall

34 | Tripsdrill – der wohl am liebevollsten gestaltete Freizeitpark Deutschlands

35 | Natur-Erlebnis-Pfad in Künzelsau

Eine Mitmachstation.

36 | Besuch eines der zahlreichen Maislabyrinthe, unter anderem in Garnberg

Aussichtsturm im Maislabyrinth beim Erlebnisbauernhof Renz 2019. Foto: GSCHWÄTZ

37 | Spende an die Tafelläden in der Region, unter anderem in Öhringen und Künzelsau

Tafelladen in Künzelsau – vor der Öffnung. Foto: privat

38 | Naturkundemuseum in Stuttgart

39 | Haus der Illusionen in Stuttgart

40 | Besuch in der Galerie Reichert in Kupferzell

Frau Dietz vom Badischen Backheisle (links im Bild), Herr Reichert sowie Frau Weis-Heigold. Foto: GSCHWÄTZ

41 | Fasching in Assamstadt

Fasching
Foto: Unsplash/rawpixel

42 | Konzert der Stadtkapelle Ingelfingen (Kirchenkonzert am 26. März 2023)

Die Stadtkapelle spielt am Alten Rathaus. Foto: GSCHWÄTZ

43 | LEMIA-Fasching in Krautheim

Foto: GSCHWÄTZ/Fasching Lemia/Archiv

44 | Dörzbach: Besuch der Kapelle Sankt Wendel

45 | Hohebach: Baden in der Jagst

Jagst in Gommersdorf. Foto: GSCHWÄTZ

46 | Besuch der von Carmen Würth initiierten Bibliothek Frau Holle in Künzelsau

Carmen Würth auf dem Moitarbeiterfest 2022. Foto: WÜRTH / Andi Schmid

47 | Selbst hergestellter Honig kaufen in Dörrenzimmern bei Familie Küffner oder in Altdorf bei Familie Maderner

Selbst gemachter Honig.
Foto: privat

48 | Besuch der Wallfahrtskirche Neusaß

49 | Besuch des Marionettentheaters Pendel in Hermuthausen

Detlef Schmelz und Marlene Gmelin vom Marionettentheater Pendel in Hermuthausen

Detlef Schmelz und Marlene Gmelin vom Marionettentheater Pendel in Hermuthausen.
Foto: GSCHWÄTZ/Archiv

50 | Wanderwege durch die Wälder Forchtenbergs

 

 

 

 




50 Dinge…

50 Dinge, die man 2023 im Hohenlohekreis getan haben sollte laut dem Landratsamt des Hohenlohekreises

Fotoaktion des Landratsamtes

Der Hohenlohekreis feiert in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen. Ein Grund mehr, die Schönheit und Vielfalt unserer Region zu betonen und zu zeigen, wie lebenswert unser Kreis ist.

Doch dies soll nicht nur betont, sondern vor allem gelebt werden. In Zusammenarbeit mit den Städten und Gemeinden hat das Landratsamt Hohenlohekreis daher eine Liste von 50 Dingen zusammengestellt, die man im Jubiläumsjahr getan haben sollte – natürlich beispielhaft und ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Das Landratsamt freut sich auch über Fotos oder kurze Videos, die zeigen, wie Sie eine oder mehrere der „Aufgaben“ erledigen. Diese können gerne über 50Dinge@hohenlohekreis.de eingesendet werden. Die besten Motive erhalten am Jahresende einen kleinen Preis, außerdem werden die schönsten Beispiele online veröffentlicht.

Die 50 Dinge sind auch im Internet unter www.hohenlohekreis.de zu finden.

Quelle: Landratsamt des Hohenlohekreises




Hohenloher Hilfsgüter für das Kinderkrankenhaus im ukrainischen Odessa

Im Rahmen eines deutsch-polnischen Projekts sind an Weihnachten 2022 Hohenloher Hilfsgüter im Kinderkrankenhaus in Odessa/Ukraine angekommen. Das geht aus einer aktuellen Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises hervor.

Der Hohenlohekreis hat damit zusammen mit seinen Kooperationspartnern auf ein Hilfsgesuch des Krankenhauses reagiert. Ein Hilfstransport mit Medikamenten und medizinischen Materialien hat am 25. November Hohenlohe verlassen und wurde von der Spedition Kircher zum Partnerlandkreis Kędzierzyn-Koźle gebracht. Dieser übernahm die Zwischenlagerung der gemeinsamen Hilfsgüter und die Vorbereitung für den Weitertransport über die Grenze durch eine ukrainische Spedition.

Aufgrund der angespannten Kriegslage in Odessa gestaltete sich der Weitertransport schwieriger als erwartet. Auf der einen Seite konnte eine temperaturkontrollierte Lagerung der Medikamente wegen der Stromausfälle zunächst nicht garantiert werden. Auf der anderen Seite war die ukrainische Spedition in ihrer Geschäftstätigkeit stark beeinträchtigt. Auch konnten nur kleine Transporter Lieferungen in die Ukraine bringen.

An Heilig Abend war es jedoch soweit: Der erste Teil der Hilfslieferung, d. h. die am dringendsten benötigten Hilfsgüter, konnten erfolgreich nach Odessa transportiert werden. Da im Transporter nicht mehr genug Platz war, lagern weitere Paletten mit medizinischem Hilfsmaterial noch in Polen. Sie werden aber sobald wie möglich nach Odessa folgen.

Landrat Paweł Masełko und sein Stellvertreter Józef Gisman teilten mit: „In den Krisenregionen der Ukraine fehlt es an allem, umso dankbarer sind wir, dass ein Zeichen der wahren Freundschaft gesetzt wurde.“ Auch Landrat Dr. Matthias Neth sagte: „Wir möchten uns ganz herzlich beim Partnerkreis Kędzierzyn-Koźle sowie allen weiteren Unterstützern des Hilfstransports bedanken. Dieser Transport setzt ein bedeutendes Zeichen der gelebten europäischen Solidarität und der zentralen europäischen Werte, die der Hohenlohekreis gemeinsam mit seinen Kreispartnern verkörpert. Eine Kreispartnerschaft zeigt ihre Bedeutung gerade auch in einer Krise. Der Krieg in der Ukraine zeigt, dass wir alle mehr Europa brauchen – und das wollen wir als Hohenlohekreis auch leben!“

Hintergrund

Gefördert wurde das Projekt aus dem „Kleinprojektefonds kommunale Entwicklungspolitik“ von ENGAGEMENT GLOBAL mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Weitere finanzielle Unterstützung kam von der Stiftung Würth sowie von der Brüderstiftung Peter Friedhofen. Tatkräftige Unterstützung für die Durchführung des medizinischen Hilfstransportes erhielt der Hohenlohekreis zudem von der Spedition Kircher. Der Inhaber der Spedition, Peter Kircher, stellte den Lastwagen, Sprit und seine Zeit als Fahrer kostenlos zur Verfügung, um schnelle unbürokratische Hilfe zu gewährleisten. Auch die logistische Unterstützung der BBT-Gruppe mit der Zentralapotheke im Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim, die für die Bestellung und zwischenzeitliche Lagerung der medizinischen Hilfsmaterialien und Medikamente in Hohenlohe verantwortlich war, führte zum Erfolg der Hilfssendung. Die Bereitstellung weiterer Mittel sowie die Koordination des Projekts erfolgte über den Bereich Kreispartnerschaften des Amts für Wirtschaftsförderung und Tourismus – im engen Austausch mit Kędzierzyn-Koźle.

Entgegennahme der Hilfsgüter vom Personal des Kinderkrankenhauses.

 

  • Landrat Paweł Masełko, die Projektinitiatorin Agnieszka Kossakowska und stellvertretender Landrat Józef Gisman (von links) mit den Hilfsgütern im Zwischenlager in Kędzierzyn-Koźle.




Bad Friedrichshall: Masseur angeklagt wegen siebenfacher Vergewaltigung

Am Montag, den 16. Januar 2023, beginnt vor der Großen Strafkammer am Landgericht Heilbronn der Prozess gegen einen 62-jährigen Mann, der als selbstständiger Masseur in Bad Friedrichshall gearbeitet hat.

Ihm wird zur Last gelegt, als selbständiger Masseur in Bad Friedrichshall im Zeitraum von 2018 bis Juni 2022 insgesamt 13 Sexualdelikte begangen zu haben, darunter sieben Vergewaltigungen mit Handverkehr. Es geht um Übergriffe an Patientinnen, die für die Geschädigten überraschend während der Massagebehandlung erfolgt sein sollen.

Seit dem 14. Juli 2022 befindet sich der Angeklagte in Untersuchungshaft.

Die Hauptverhandlung ist grundsätzlich öffentlich. In derartigen Verfahren kommt es erfahrungsgemäß allerdings häufiger vor, dass die Öffentlichkeit für erhebliche Teile der Hauptverhandlung ausgeschlossen wird.

Prozessauftakt am Montag, 16. Januar 2023, 09:45 Uhr

Fortsetzungstermine:

 

Montag, 23. Januar 2023, 09:30 Uhr

Freitag, 3. Februar 2023, 09:00 Uhr

Freitag, 10. Februar 2023, 09:00 Uhr

Mittwoch, 15. Februar 2023, 09:00 Uhr

Freitag, 3. März 2023, 13:30 Uhr

Freitag, 24. März 2023, 09:00 Uhr

Freitag, 31. März 2023, 09:00 Uhr

Die Kammer hat den Angeklagten, seinen Verteidiger und sechs Zeug*innen geladen.

 

Immer wieder gab es auch in der jüngeren Vergangenheit Prozesse gegen Masseure wegen sexueller Übergriffe:

Prozesse – Hamburg – Masseur wegen sexueller Übergriffe vor Gericht – Panorama – SZ.de (sueddeutsche.de)

Berlin: Masseur wegen sexueller Übergriffe auf 18 Frauen vor Gericht – DER SPIEGEL




Droht Ingelfingen eine Klage?

Der Verwaltungsgerichtshof in Stuttgart hat die Wahl der Gemeinderäte von Tauberbischofsheim für unwirksam erklärt. Die Stadt Tauberbischofsheim und das Land Baden-Württemberg gingen in n Berufung. Ohne Erfolg. Der Verwaltungsgerichtshof hat das Urteil 2022 bestätigt. Der Grund ist die unechte Teilortswahl, die noch immer in Tauberbischhofsheim gepflegt wird. Das trifft nur noch auf vereinzelte Städte und Gemeinden in Baden-Württemberg zu. Auch Ingelfingen droht aus diesem Grund nun eine Klage.

Um dies zu verhindern, lud Ingelfingens Bürgermeister Michael Bauer nun die Ortschaftsräte der Teilorte zu einem treffen ein und erläuterte das möglicherweise auch für Ingelfingen wegweisende Urteil.

Die Klägerin – Bürgerin eines Stadtteils der Stadt Tauberbischofsheim – hatte nach der Gemeinderatswahl am 26.05.2019 Einspruch gegen die Wahl erhoben und diesen u.a. damit begründet, dass die Wahl nach dem System der sog. unechten Teilortswahl verfassungswidrig sei. Dadurch, dass jeder der sechs Ortsteile von Tauberbischofsheim jeweils über einen garantierten Sitz im Gemeinderat unabhängig von deren Einwohnerzahl verfüge, sei eine Stimme eines Bürgers aus einem kleineren Ortsteil mehr wert als die eines Bürgers aus einem größeren Ortsteil, dies verstoße gegen den Grundsatz der Gleichheit der Wahl. Das zuständige Landratsamt wies den Einspruch zurück, woraufhin die Klägerin Klage vor dem Verwaltungsgericht Stuttgart erhoben hat. Das Verwaltungsgericht gab der Klage mit Urteil vom 04.08.2021 (Az. 7 K 5004/19) statt, da die Klägerin in ihrem Recht auf eine dem Gesetz entsprechende Repräsentation ihres Stadtteils verletzt sei und verpflichtete den Beklagten zur Ungültigerklärung der Wahl. Die Berufung hat es wegen grundsätzlicher Bedeutung zugelassen. Gegen das stattgebende Urteil haben das Land Baden-Württemberg (vertreten durch das Landratsamt Main-Tauber-Kreis) sowie die Stadt Tauberbischofsheim Berufung eingelegt. Sie halten die unechte Teilortswahl für grundsätzlich verfassungsgemäß und die konkrete Sitzverteilung für den Gemeinderat von Tauberbischofsheim für rechtmäßig.

Unechte Teilortswahl: Jeder Teilort verfügt über einen Sitz im Gemeinderat, unabhängig von der Größe des Teilortes

Der VGH hat die Berufung zurückgewiesen. Wie schon das Verwaltungsgericht ging der 1. Senat des VGH davon aus, dass die Klägerin ein subjektives (eigenes) Recht auf entsprechende Repräsentation ihres Wohnbezirks im Gemeinderat hat. Dabei hat der Senat keine grundsätzlichen Bedenken im Hinblick auf die Verfassungsmäßigkeit der unechten Teilortswahl, jedoch muss die Sitzverteilung den gesetzlichen Vorgaben der Gemeindeordnung entsprechen. Nach der Gemeindeordnung (§ 27 Abs. 2 Satz 4 GemO) sind hierfür die „örtlichen Verhältnisse“ und der „Bevölkerungsanteil“ zu berücksichtigen. Über- oder Unterrepräsentationen müssen durch sachliche Gründe gerechtfertigt werden können. Dabei ist immer der Einzelfall zu betrachten.

Kleinere Teilorte wie Stachenhausen könnten dadurch künftig eventuell keinen Vertreter mehr im Gemeinderat haben

Im vorliegenden Fall haben weder das beklagte Land noch die beigeladene Stadt Tauberbischofsheim ausreichend dargelegt, wieso in den Stadtteilen Impfingen eine gemessen am Bevölkerungsanteil bestehende Unterrepräsentation von ca.  38 % gerechtfertigt wäre, wohingegen der viel kleinere Teilort Dienstadt gemessen am Bevölkerungsanteil zu ca. 57 % überrepräsentiert ist. Die ursprünglich in den 1970er Jahren geschlossenen Eingliederungsvereinbarungen der Stadt Tauberbischofsheim mit den sechs Teilorten, die diesen jeweils einen Sitz im Gemeinderat garantierten, können seit der Neuregelung der Sitzverteilung 1999 nicht mehr herangezogen werden, da diese Eingliederungsvereinbarungen mit der Änderung der Hauptsatzung 1999 ihre Verbindlichkeit verloren haben.

Stachenhausen und Dörrenzimmern

In Ingelfingen sieht die Verteilung ähnlich ungleich aus, betrachtet man allein die beiden Teilorte Stachenhausen und Dörrenzimmern. Stachenhausen hat laut der Internetseite des Stadt Ingelfingen 220 Einwohner:innen, Dörrenzimmern mehr als doppelt so viele. Dennoch haben derzeit beide Teilorte jeweils nur einen Stellvertreter im Gemeinderat. Dörrenzimmerns Einwohner:innen werden dadurch aktuell schlechter repräsentiert als Stachenhausens Einwohner:innen.

In einer der nächsten Gemeinderatssitzungen soll eine mögliche Reform des Wahlrechts auf der Agenda stehen. Sollte Ingelfignen – wonach es derzeit aussieht – sich den neuen Gegebenheiten anpassen, dann könnten etwa Stachenhausen und Dörrenzimmern zu einer Teilortwahlgemeinde zusammengelegt werden, die gemeinsam zwei Vertreter:innen im Gemeinderat stellen dürfen. Dann könnte es aber sein, dass zwei Verteter:innen aus Dörrenzimmern und kein Vertreter mehr von Stachenhausen im Gemeinderat sitzen, weil Stachenhausen nicht so viele Wählerstimmen hat wie Dörrenzimmern.