1

50 Dinge…

50 Dinge, die man 2023 im Hohenlohekreis getan haben sollte laut dem Landratsamt des Hohenlohekreises

Fotoaktion des Landratsamtes

Der Hohenlohekreis feiert in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen. Ein Grund mehr, die Schönheit und Vielfalt unserer Region zu betonen und zu zeigen, wie lebenswert unser Kreis ist.

Doch dies soll nicht nur betont, sondern vor allem gelebt werden. In Zusammenarbeit mit den Städten und Gemeinden hat das Landratsamt Hohenlohekreis daher eine Liste von 50 Dingen zusammengestellt, die man im Jubiläumsjahr getan haben sollte – natürlich beispielhaft und ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Das Landratsamt freut sich auch über Fotos oder kurze Videos, die zeigen, wie Sie eine oder mehrere der „Aufgaben“ erledigen. Diese können gerne über 50Dinge@hohenlohekreis.de eingesendet werden. Die besten Motive erhalten am Jahresende einen kleinen Preis, außerdem werden die schönsten Beispiele online veröffentlicht.

Die 50 Dinge sind auch im Internet unter www.hohenlohekreis.de zu finden.

Quelle: Landratsamt des Hohenlohekreises




Hohenloher Hilfsgüter für das Kinderkrankenhaus im ukrainischen Odessa

Im Rahmen eines deutsch-polnischen Projekts sind an Weihnachten 2022 Hohenloher Hilfsgüter im Kinderkrankenhaus in Odessa/Ukraine angekommen. Das geht aus einer aktuellen Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises hervor.

Der Hohenlohekreis hat damit zusammen mit seinen Kooperationspartnern auf ein Hilfsgesuch des Krankenhauses reagiert. Ein Hilfstransport mit Medikamenten und medizinischen Materialien hat am 25. November Hohenlohe verlassen und wurde von der Spedition Kircher zum Partnerlandkreis Kędzierzyn-Koźle gebracht. Dieser übernahm die Zwischenlagerung der gemeinsamen Hilfsgüter und die Vorbereitung für den Weitertransport über die Grenze durch eine ukrainische Spedition.

Aufgrund der angespannten Kriegslage in Odessa gestaltete sich der Weitertransport schwieriger als erwartet. Auf der einen Seite konnte eine temperaturkontrollierte Lagerung der Medikamente wegen der Stromausfälle zunächst nicht garantiert werden. Auf der anderen Seite war die ukrainische Spedition in ihrer Geschäftstätigkeit stark beeinträchtigt. Auch konnten nur kleine Transporter Lieferungen in die Ukraine bringen.

An Heilig Abend war es jedoch soweit: Der erste Teil der Hilfslieferung, d. h. die am dringendsten benötigten Hilfsgüter, konnten erfolgreich nach Odessa transportiert werden. Da im Transporter nicht mehr genug Platz war, lagern weitere Paletten mit medizinischem Hilfsmaterial noch in Polen. Sie werden aber sobald wie möglich nach Odessa folgen.

Landrat Paweł Masełko und sein Stellvertreter Józef Gisman teilten mit: „In den Krisenregionen der Ukraine fehlt es an allem, umso dankbarer sind wir, dass ein Zeichen der wahren Freundschaft gesetzt wurde.“ Auch Landrat Dr. Matthias Neth sagte: „Wir möchten uns ganz herzlich beim Partnerkreis Kędzierzyn-Koźle sowie allen weiteren Unterstützern des Hilfstransports bedanken. Dieser Transport setzt ein bedeutendes Zeichen der gelebten europäischen Solidarität und der zentralen europäischen Werte, die der Hohenlohekreis gemeinsam mit seinen Kreispartnern verkörpert. Eine Kreispartnerschaft zeigt ihre Bedeutung gerade auch in einer Krise. Der Krieg in der Ukraine zeigt, dass wir alle mehr Europa brauchen – und das wollen wir als Hohenlohekreis auch leben!“

Hintergrund

Gefördert wurde das Projekt aus dem „Kleinprojektefonds kommunale Entwicklungspolitik“ von ENGAGEMENT GLOBAL mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Weitere finanzielle Unterstützung kam von der Stiftung Würth sowie von der Brüderstiftung Peter Friedhofen. Tatkräftige Unterstützung für die Durchführung des medizinischen Hilfstransportes erhielt der Hohenlohekreis zudem von der Spedition Kircher. Der Inhaber der Spedition, Peter Kircher, stellte den Lastwagen, Sprit und seine Zeit als Fahrer kostenlos zur Verfügung, um schnelle unbürokratische Hilfe zu gewährleisten. Auch die logistische Unterstützung der BBT-Gruppe mit der Zentralapotheke im Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim, die für die Bestellung und zwischenzeitliche Lagerung der medizinischen Hilfsmaterialien und Medikamente in Hohenlohe verantwortlich war, führte zum Erfolg der Hilfssendung. Die Bereitstellung weiterer Mittel sowie die Koordination des Projekts erfolgte über den Bereich Kreispartnerschaften des Amts für Wirtschaftsförderung und Tourismus – im engen Austausch mit Kędzierzyn-Koźle.

Entgegennahme der Hilfsgüter vom Personal des Kinderkrankenhauses.

 

  • Landrat Paweł Masełko, die Projektinitiatorin Agnieszka Kossakowska und stellvertretender Landrat Józef Gisman (von links) mit den Hilfsgütern im Zwischenlager in Kędzierzyn-Koźle.




Bad Friedrichshall: Masseur angeklagt wegen siebenfacher Vergewaltigung

Am Montag, den 16. Januar 2023, beginnt vor der Großen Strafkammer am Landgericht Heilbronn der Prozess gegen einen 62-jährigen Mann, der als selbstständiger Masseur in Bad Friedrichshall gearbeitet hat.

Ihm wird zur Last gelegt, als selbständiger Masseur in Bad Friedrichshall im Zeitraum von 2018 bis Juni 2022 insgesamt 13 Sexualdelikte begangen zu haben, darunter sieben Vergewaltigungen mit Handverkehr. Es geht um Übergriffe an Patientinnen, die für die Geschädigten überraschend während der Massagebehandlung erfolgt sein sollen.

Seit dem 14. Juli 2022 befindet sich der Angeklagte in Untersuchungshaft.

Die Hauptverhandlung ist grundsätzlich öffentlich. In derartigen Verfahren kommt es erfahrungsgemäß allerdings häufiger vor, dass die Öffentlichkeit für erhebliche Teile der Hauptverhandlung ausgeschlossen wird.

Prozessauftakt am Montag, 16. Januar 2023, 09:45 Uhr

Fortsetzungstermine:

 

Montag, 23. Januar 2023, 09:30 Uhr

Freitag, 3. Februar 2023, 09:00 Uhr

Freitag, 10. Februar 2023, 09:00 Uhr

Mittwoch, 15. Februar 2023, 09:00 Uhr

Freitag, 3. März 2023, 13:30 Uhr

Freitag, 24. März 2023, 09:00 Uhr

Freitag, 31. März 2023, 09:00 Uhr

Die Kammer hat den Angeklagten, seinen Verteidiger und sechs Zeug*innen geladen.

 

Immer wieder gab es auch in der jüngeren Vergangenheit Prozesse gegen Masseure wegen sexueller Übergriffe:

Prozesse – Hamburg – Masseur wegen sexueller Übergriffe vor Gericht – Panorama – SZ.de (sueddeutsche.de)

Berlin: Masseur wegen sexueller Übergriffe auf 18 Frauen vor Gericht – DER SPIEGEL




Droht Ingelfingen eine Klage?

Der Verwaltungsgerichtshof in Stuttgart hat die Wahl der Gemeinderäte von Tauberbischofsheim für unwirksam erklärt. Die Stadt Tauberbischofsheim und das Land Baden-Württemberg gingen in n Berufung. Ohne Erfolg. Der Verwaltungsgerichtshof hat das Urteil 2022 bestätigt. Der Grund ist die unechte Teilortswahl, die noch immer in Tauberbischhofsheim gepflegt wird. Das trifft nur noch auf vereinzelte Städte und Gemeinden in Baden-Württemberg zu. Auch Ingelfingen droht aus diesem Grund nun eine Klage.

Um dies zu verhindern, lud Ingelfingens Bürgermeister Michael Bauer nun die Ortschaftsräte der Teilorte zu einem treffen ein und erläuterte das möglicherweise auch für Ingelfingen wegweisende Urteil.

Die Klägerin – Bürgerin eines Stadtteils der Stadt Tauberbischofsheim – hatte nach der Gemeinderatswahl am 26.05.2019 Einspruch gegen die Wahl erhoben und diesen u.a. damit begründet, dass die Wahl nach dem System der sog. unechten Teilortswahl verfassungswidrig sei. Dadurch, dass jeder der sechs Ortsteile von Tauberbischofsheim jeweils über einen garantierten Sitz im Gemeinderat unabhängig von deren Einwohnerzahl verfüge, sei eine Stimme eines Bürgers aus einem kleineren Ortsteil mehr wert als die eines Bürgers aus einem größeren Ortsteil, dies verstoße gegen den Grundsatz der Gleichheit der Wahl. Das zuständige Landratsamt wies den Einspruch zurück, woraufhin die Klägerin Klage vor dem Verwaltungsgericht Stuttgart erhoben hat. Das Verwaltungsgericht gab der Klage mit Urteil vom 04.08.2021 (Az. 7 K 5004/19) statt, da die Klägerin in ihrem Recht auf eine dem Gesetz entsprechende Repräsentation ihres Stadtteils verletzt sei und verpflichtete den Beklagten zur Ungültigerklärung der Wahl. Die Berufung hat es wegen grundsätzlicher Bedeutung zugelassen. Gegen das stattgebende Urteil haben das Land Baden-Württemberg (vertreten durch das Landratsamt Main-Tauber-Kreis) sowie die Stadt Tauberbischofsheim Berufung eingelegt. Sie halten die unechte Teilortswahl für grundsätzlich verfassungsgemäß und die konkrete Sitzverteilung für den Gemeinderat von Tauberbischofsheim für rechtmäßig.

Unechte Teilortswahl: Jeder Teilort verfügt über einen Sitz im Gemeinderat, unabhängig von der Größe des Teilortes

Der VGH hat die Berufung zurückgewiesen. Wie schon das Verwaltungsgericht ging der 1. Senat des VGH davon aus, dass die Klägerin ein subjektives (eigenes) Recht auf entsprechende Repräsentation ihres Wohnbezirks im Gemeinderat hat. Dabei hat der Senat keine grundsätzlichen Bedenken im Hinblick auf die Verfassungsmäßigkeit der unechten Teilortswahl, jedoch muss die Sitzverteilung den gesetzlichen Vorgaben der Gemeindeordnung entsprechen. Nach der Gemeindeordnung (§ 27 Abs. 2 Satz 4 GemO) sind hierfür die „örtlichen Verhältnisse“ und der „Bevölkerungsanteil“ zu berücksichtigen. Über- oder Unterrepräsentationen müssen durch sachliche Gründe gerechtfertigt werden können. Dabei ist immer der Einzelfall zu betrachten.

Kleinere Teilorte wie Stachenhausen könnten dadurch künftig eventuell keinen Vertreter mehr im Gemeinderat haben

Im vorliegenden Fall haben weder das beklagte Land noch die beigeladene Stadt Tauberbischofsheim ausreichend dargelegt, wieso in den Stadtteilen Impfingen eine gemessen am Bevölkerungsanteil bestehende Unterrepräsentation von ca.  38 % gerechtfertigt wäre, wohingegen der viel kleinere Teilort Dienstadt gemessen am Bevölkerungsanteil zu ca. 57 % überrepräsentiert ist. Die ursprünglich in den 1970er Jahren geschlossenen Eingliederungsvereinbarungen der Stadt Tauberbischofsheim mit den sechs Teilorten, die diesen jeweils einen Sitz im Gemeinderat garantierten, können seit der Neuregelung der Sitzverteilung 1999 nicht mehr herangezogen werden, da diese Eingliederungsvereinbarungen mit der Änderung der Hauptsatzung 1999 ihre Verbindlichkeit verloren haben.

Stachenhausen und Dörrenzimmern

In Ingelfingen sieht die Verteilung ähnlich ungleich aus, betrachtet man allein die beiden Teilorte Stachenhausen und Dörrenzimmern. Stachenhausen hat laut der Internetseite des Stadt Ingelfingen 220 Einwohner:innen, Dörrenzimmern mehr als doppelt so viele. Dennoch haben derzeit beide Teilorte jeweils nur einen Stellvertreter im Gemeinderat. Dörrenzimmerns Einwohner:innen werden dadurch aktuell schlechter repräsentiert als Stachenhausens Einwohner:innen.

In einer der nächsten Gemeinderatssitzungen soll eine mögliche Reform des Wahlrechts auf der Agenda stehen. Sollte Ingelfignen – wonach es derzeit aussieht – sich den neuen Gegebenheiten anpassen, dann könnten etwa Stachenhausen und Dörrenzimmern zu einer Teilortwahlgemeinde zusammengelegt werden, die gemeinsam zwei Vertreter:innen im Gemeinderat stellen dürfen. Dann könnte es aber sein, dass zwei Verteter:innen aus Dörrenzimmern und kein Vertreter mehr von Stachenhausen im Gemeinderat sitzen, weil Stachenhausen nicht so viele Wählerstimmen hat wie Dörrenzimmern.

 




Suchhubschrauber gestern Nacht über Künzelsau

Am Samstag, den 14. Januar 2023, flog ein Suchhubschrauber von Stuttgart über Künzelsau ein Waldgebiet ab. Der Grund, so ein Sprecher des Polizeipräsidiums Heilbronn gegenüber GSCHWÄTZ um 21.30 Uhr, sei die Suche nach einer „jüngeren Person“, die man in einem bestimmten Waldgebiet vermutet habe.

Die Suche blieb erfolglos. Der Hubschrauber flog wieder zurück nach Stuttgart. Es gäbe nun, so der Sprecher, „Hinweise auf andere Hinwendungsorte“, wo die vermisste Person sich möglicherweise aufhalten könne. Ob die vermisste Person jünger als 18 Jahre alt sind, darüber wollte der Sprecher keine Aussage machen. Es bestehe in jedem Fall keine Lebensgefahr. Die Person sei auch keine Gefahr für die Öffentlichkeit.




„Das Wetter wird extremer“

Am Freitag, den 13. Januar 2023, lud die Stadt Künzelsau zur Einwohnerversammlung in die Stadthalle in Künzelsau. In diesem Jahr durften die Besucher:innen dem aus dem Fernsehen bekannten Meteorologen Sven Plöger lauschen. Dieser schrieb unter anderem den Spiegel-Bestseller: „Zieht euch warm an. Es wird heiß. Den Klimawandel verstehen und aus der Krise für die Welt von morgen lernen.“

Immer mehr extreme Wettereignisse – eine Laune der Natur? Wohl kaum

Die Coronakrise zieht Plöger bereits in seinem Buch als Vergleich zur Klimakrise hinzu. Doch der Vergleich hinke, da die Coronakrise zeitlich überschaubar war. „Wir haben es beim Klima mit einem fundamentalen Wandel zu tun, dem wir nur durch eine Transformation in vielen Bereichen unserer Gesellschaft erfolgreich begegnen können. So langsam der Klimawandel beginnt, so lange wird er dauern – wohl weit über unser Lebensende und das unserer Kinder hinaus.“ Sprich: Bei der Coronakrise waren mehr Menschen bereit, sofort mitzuwirken, weil die Konsequenzen, wenn sie es nicht taten, auch eventuell sofort da waren (Erkrankung). Beim Klimawandel spüren wir diese Konsequenzen selbst nur, wenn wir etwa extreme Wetterereignisse miterleben. Und selbst dann halten diese Ereignisse viele Menschen immernoch „für eine Laune der Natur“ und nicht für ein menschengemachtes Problem, obwohl alle Studien in den vergangenen Jahrzehnten eindeutig dagegen sprechen.

Doch warum schieben dennoch immernoch viele Menschen diese Verantwortung weit von sich? Plöger: „Weil uns diese Erkenntnis nicht passt, da sie Handeln verlangt, sind wir empfänglich für Aussagen, die uns von der Verantwortung gegenüber der Umwelt befreien.“

„Das Wetter wird extremer“

„Das Wetter wird extremer“, prophezeit Plöger. „Wir fangen gerade erst an, den Luftzug des Klima-Asteroiden zu spüren.“

„Wenn wir einsehen, dass wir durch die zu große Einmischung in weltweite Ökosysteme die Sicherheit unserer Gemeinschaftsgüter und damit viele Bereiche von unserer Gesundheit bis hin zu einem für uns notwendigen Rahmen stabilen Klima gefährden, wächst auch die Bereitschaft, wirtschafts- und sozialpolitische Fehler unseres Systems ernsthaft zu korrigieren.“

Erneuerbare Energien Schlüssel zum Erfolg

Fazit: „Wir müssen mit aller Kraft versuchen, eine Überbelastung des Systems zu vermeiden. Für ihn sind die Erneuerbaren Energien der Schlüssel zum Erfolg, um das Ökosystem nicht überzustrapazieren und aufhören, weiteren Raubbau an der Natur zu betreiben, etwa durch Fracking (Förderung von Öl aus den Tiefen unserer Weltmeere). Das geht nur mi einem weniger anstatt eine mehr an allem. Treibhausemissionen müssen zurückgefahren werden.

Wasserspeichersysteme, um große Dürren durchzustehen

Konkrete Handlungsfolgen sieht Plöger in der Änderung unseres bisherigen Lebens, aber auch in einer Anpassung an extreme Wetterlage durch Warnsysteme, Wasserspeichersysteme, um große Dürren durchzustehen und mehr Grün- und Wasserflächen, um in den Städten im Sommer für erträgliche Temperaturen zu sorgen.




Der Wald als C02-Senker

In der Kundenhalle der Sparkasse Hohenlohekreis in Künzelsau ist vom 11. Januar bis 8. Februar 2023 die Ausstellung Rotbuche zu sehen. Die Ausstellung ist Teil des Hohenloher Waldprogramms 2022/2023, welches das Forstamt initiiert hat, um
unsere vorherrschende und prägende Laubbaumart in den Blickpunkt zu rücken. In Exponaten und Stationen zum Anfassen und Ausprobieren wird die Rotbuche in all ihren Facetten für Jung und Alt erlebbar und wird in größtmöglicher Bandbreite und
dem täglichen Nutzen für jedermann präsentiert.

Die Ausstellung ist in drei Bereiche gegliedert:

– Ökologie der Baumart und Wald als CO2 Senke
– Portrait der Buche
– die Holzverwendung (vom Furnierstamm, über Möbel zum Brennholz)

Klimawandel

Mit einem Blick ins Jahr 2100 wagt die Ausstellung einen Ausblick in die Zukunft und beleuchtet die wahrscheinliche Entwicklung der Rotbuche im Hohenlohekreis im Klimawandel. Die Sparkasse Hohenlohekreis stellt dem Forstamt des Hohenlohekreises sehr gerne ihre Räumlichkeiten für die Wanderausstellung zur Verfügung.

Nachhaltigkeit und Klimaschutz sind für die Sparkassen wichtige Themen. Sie engagieren sich für das Gelingen der Energiewende, die Erreichung der Klimaziele und den Erhalt einer intakten Umwelt. Dabei ist es den Sparkassen ein besonderes Anliegen, auch Kund:innen und Kunden, Unternehmen und Institutionen vor Ort bei der ökologischen Weiterentwicklung der Region zu begleiten.

Die Ausstellung ist auch gut für Kindergärten ab Vorschulalter, sowie Schulklassen geeignet. In einem Mitmachheft sind die Inhalte der Ausstellung für Kinder pädagogisch aufbereitet. Bei Interesse eines Besuchs mit Schulklassen und Kindergartengruppen kann man per Email einen Termin in der Sparkasse vereinbaren (Email: unternehmenskommunikation@spk-hohenlohekreis.de).
Die Ausstellung ist während der Öffnungszeiten der Sparkasse Hohenlohekreis zu besichtigen.

Quelle: Sparkasse Hohenlohekreis

Werner Siller, Mitglied des Vorstands der Sparkasse Hohenlohekreis und Christine Neuweiler vom
Forstamt des Hohenlohekreises bei der Übergabe eines Rotbuchensprößlings




Würth: Knapp 20 Milliarden Umsatz erwirtschaftet

Würth-Gruppe schließt Geschäftsjahr 2022 mit 19,95 Milliarden Euro Umsatz ab. Das geht aus einer aktuellen Pressemitteilung des Schraubenherstellers hervor, die wir an dieser Stelle veröffentlichen.

Künzelsau. Die Würth-Gruppe, Weltmarktführer in der Entwicklung, der Herstellung und dem Vertrieb von Montage- und Befestigungsmaterial, hat im Geschäftsjahr 2022 erneut ihre Wettbewerbskraft und Stabilität bewiesen: Der weltweit tätige Konzern mit Sitz in Künzelsau erzielte weitere Rekordmarken. Mit 19,95 Milliarden Euro liegt der Umsatz gemäß vorläufigem Konzernabschluss deutlich über dem Vorjahr (2021: 17,06 Milliarden Euro). Das entspricht einem Plus von 16,9 Prozent, währungsbereinigt sind es 15,1 Prozent. Das Betriebsergebnis stieg von 1.270 Millionen Euro im Jahr 2021 auf 1.500 Millionen Euro.

Plus 16,9 Prozent

„Wir bewegen uns in schwierigen wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen: Der Krieg in der Ukraine, die Material- und Lieferengpässe sowie Preissteigerungen sind nach wie vor herausfordernd. Mein Dank gilt deshalb unseren über vier Millionen Kundinnen und Kunden weltweit für ihr Vertrauen in unsere Leistungen sowie unseren Lieferanten für die partnerschaftliche Zusammenarbeit. Gleichzeitig können wir in Krisenzeiten auf die Stärke unserer Unternehmenskultur, den Zusammenhalt aller Mitarbeitenden und selbstverständlich den Rückhalt eines Familienunternehmens bauen – das gibt uns die nötige Stabilität“, sagt Robert Friedmann, Sprecher der Konzernführung der Würth-Gruppe.

„Wir bewegen uns in schwierigen wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen“

Der Umsatz der Würth-Gruppe in Deutschland stieg auf 7,85 Milliarden Euro (2021: 6,94 Milliarden Euro). Die Würth Gesellschaften im Ausland schnitten mit 12,10 Milliarden Euro (2021: 10,12 Milliarden Euro) ab.

Besonders erfolgreich war der Geschäftsbereich Elektrogroßhandel mit einem Wachstum von 25,0 Prozent. Serviceführerschaft, eine sehr hohe Produktverfügbarkeit gepaart mit einer überdurchschnittlichen Logistikkompetenz sind Gründe für diese sehr gute Entwicklung. Zusätzlich profitierte dieser Bereich vom Boom der erneuerbaren Energien. Auch die Elektronik-Gruppe mit ihren Bereichen passive elektronische Bauteile, Leiterplatten sowie elektronische und elektromechanische Lösungen zeigte mit einem Umsatzwachstum von 22,5 Prozent eine sehr robuste Geschäftsentwicklung. Überdurchschnittlich entwickelte sich auch die Division Industrie der Würth-Linie mit 20,1 Prozent Umsatzwachstum.

E-Business wächst rapide

Der Umsatz im Bereich E-Business wuchs um 21,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, was einem Anteil von 20,7 Prozent am Gesamtumsatz entspricht.

Würth-Gruppe beschäftigt 85.637 Mitarbeitende

Die Würth-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2022 insgesamt 2.454 neue Beschäftigte hinzugewonnen. Aktuell arbeiten im Konzern 85.637 Personen, davon 43.297 im Vertrieb. In Deutschland beschäftigt das Unternehmen 26.113 Mitarbeitende.

Zuversicht für 2023 trotz Krisen, Auflösung der Materialengpässe in Sicht

Die Materialknappheit in der Industrie hat sich laut ifo Institut entspannt. Es zeichnet sich eine Auflösung der Engpässe in vielen Branchen ab. Am stärksten von der Knappheit betroffen sind nach wie vor der Maschinenbau und die Automobilindustrie. In der Baubranche werden Projekte storniert oder auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. Gründe hierfür sind steigende Baukosten und -zinsen. Friedmann sagt: „Die aktuellen Herausforderungen werden auch 2023 Thema sein. Es bleibt abzuwarten, wie sich das Konsumverhalten sowie die Energiepreise entwickeln und welche Auswirkung die gelockerte Null-Covid-Strategie Chinas auf die Lieferketten hat. Sich in diesen fragilen, voneinander abhängigen Rahmenbedingungen zu bewegen, wird auch 2023 zentrale Aufgabe sein. Trotz aller Krisen nehmen wir die Dynamik und die positive Stimmung aus dem vergangenen Jahr mit, behalten unseren Optimismus bei und handeln mit Bedacht.“

Die Bilanzpressekonferenz der Würth-Gruppe findet am Donnerstag, 04.05.2023, in digitaler Form statt.

Über die Würth-Gruppe

Die Würth-Gruppe ist laut eigenen Angaben Weltmarktführer in der Entwicklung, der Herstellung und dem Vertrieb von Montage- und Befestigungsmaterial. Darüber hinaus sind Handels- und Produktionsunternehmen, die sogenannten Allied Companies, in angrenzenden Geschäftsfeldern aktiv, wie etwa im Elektrogroßhandel, in den Bereichen Elektronik sowie Finanzdienstleistungen. In über 80 Ländern beschäftigt der Konzern weltweit mehr als 85.000 Mitarbeitende in über 400 Gesellschaften mit über 2.500 Niederlassungen. Der Konzern erzielte gemäß vorläufigem Abschluss




„Vergiss nie: Du bist mehr als dein Zeugnis“

Margot Wicharz aus Unterginsbach erinnert sich noch heute, nach über 50 Jahren, an einen Satz aus ihrer Grundschulzeit, der sie stets daran erinnerte, „fleißig, aber langsam“ zu sein. Auch später in der Ausbildung hatte sie stets Angst, zu langsam zu sein. Das berichtete sie uns im Gespräch über ihre Depression (wir berichteten). Ein vermeintlicher harmloser Satz in einem Zeugnis, der dein Sein bestimmt oder schlimmstenfalls eine selbst erfüllende Prophezeihung auslöst. Nach dem Motto: Der Lehrer sieht mich so, also bin ich auch so.

Auch heute noch wird unterschätzt, wie prägend die Fließtext-Beurteilungen für Kinder für ihr weiteres Leben sein können, die sie in der Grundschule in Deutschland erhalten. Besonders natürlich, wenn nicht nur positive Dinge drinstehen. Sätze wie „Antje war stets bemüht“ (siehe Zeugnis unten) erinnern dabei mehr an ein Arbeitszeugnis als an ein Kind, das da schon in relativ jungen Jahren bewertet wird.

„Ihre Merkfähigkeit erstreckt sich nur über eine kurze Zeit“

Das Zeugnis von Paula B. an einer Grund- und Hauptschule von Baden-Württemberg (siehe unten) ist geprägt von Negativformulierungen wie etwa: „Paula hat erhebliche Schwierigkeiten, im Unterricht bei der Sache zu bleiben und sie lenkt sich und andere ab. (…) Ihre Merkfähigkeit erstreckte sich meist nur über eine kurze Zeit. Paula arbeitete besonders bei schriftlichen Arbeiten häufig mit zu wenig Sorgfalt und Einsatzwillen.“

Manche Schulen auch im Hohenlohekreis sind abgerückt von Negativbewertungen und formulieren stattdessen psychologisch sinnvoller. Etwa:  „Otis hat die neue Herausforderung, nämlich ein gutes Tempo zu finden, sehr gut aufgenommen“ (siehe Zeugnis unten) anstatt: „Otis war sehr langsam.“

Laut diverser psychologischer Studien unterstützt positives Feedback Kinder, aber Erwachsene erheblich mehr in ihrer Motivation und ihren Leistungen als Kritik. Optimalerweise verpackt daher ein Lehrer Kritik immer als positive „Herausforderung“ für die Zukunft (siehe Schüler Otis). So verharren die Schüler:innen nicht in ihren „Defiziten“, sondern finden optimalereise einen guten Weg, damit umzugehen.

Wieder andere Schulen geben ihren Schüler:innen zusätzlich zu ihrem normalen Zeugnis das „wahre Zeugnis“, wie die Schule in Hilden. Darin steht: „Im letzten Jahr hast du viel gelernt und geschafft. Du bist ein tolles Koalakind und wir sind froh, dich in unserer Klasse zu haben. Vergiss nie: Du bist toll. Du bist einzigartig. Du bist mehr als dein Zeugnis.“

In der DDR ausgestelltes Grundschulzeugnis von Antje Kesting, 1986

Das Zeugnis aus der Grund- Hauptschule Werkt in Baden-Württemberg von Paula B.




Anton Baron an der AfD-Spitze im Stuttgarter Landtag

Anton Baron ist neuer Fraktionsvorsitzender der AfD im Landtag. Mit dem Politiker aus Hohenlohe findet in der Fraktion ein Generationenwechsel an der Spitze statt. Das berichtet der SWR.

Nach dem Rücktritt von Fraktionschef Bernd Gögel hat die baden-württembergische AfD-Fraktion am Dienstagmittag mit Anton Baron einen neuen Vorsitzenden gewählt. Der 35-Jährige setzte sich damit gegen seinen Gegenkandidaten und Co-Landesparteivorsitzenden Emil Sänze durch. Sänze war der Einzige, der im Vorfeld offen seine Kandidatur erklärt hatte. Baron bestätigte dem SWR am Mittag in Stuttgart seine Wahl.

Jüngere Abgeordnete hatten zuvor einen Generationenwechsel an der Fraktionsspitze gefordert. Mit Anton Baron findet dieser Generationenwechsel statt, den sich auch sein Vorgänger Bernd Gögel gewünscht hatte.

Gögel hatte wegen eines Strafbefehls aufgrund von Schwarzarbeitsvorwürfen Ende November seinen Rücktritt angekündigt. Gögel hatte erklärt, dass er so Schaden von der Fraktion abwenden wolle.

Anton Baron wohnt in Öhringen, zuvor hat er in Niedernhall und Amrichshausen gewohnt.