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„Da liegt der Typ scho widder. Hat der nix zum schaffe?“ – Kinopremiere eines Films aus Hohenlohe

2 Bäuerinnen wollen das kleine Zeitfenster nutzen und kurz in einem See baden, aber da treibt bereits ein nackter Mann auf dem Wasser und genießt den warmen Sommertag. „Da liegt der Typ scho widder. Hat der nix zum schaffe?“, fragt die eine Bäuerin. Die andere antwortet: „Wahrscheinlich verdient der sei Geld im Schlaf.“

Das Leben auf dem Land wird in Heimatfilmen oft idealisiert

Das Leben auf dem Land – oft in Heimatfilmen dargestellt als reine Idylle, nicht so bei Justine Bauer. In ihrem Coming-of-Age-Kinofilm „Milch ins Feuer“ (offizieller Kinostart: 07. August 2025) aus Hohenlohe spielen junge Bäuerinnen die Hauptrolle – und zwar völlig ungeschönt. die Laiendarstellerinnen sprechen in feinstem Hohenloher Dialekt, werden bei ihrer Arbeit gefilmt, statt einer Geburt eines Kälbchens (wie so oft in Filmen vom Land) sehen die Zuschauenden eine Kastrations eines Alpakas.

Kastration eines Alpakas anstatt die Geburt eines Kälbchens

Der Film ist nicht, wie üblich in Kinos, in 16:9 zu sehen, sondern in 4:3, eine bewusste Leinwandentscheidung der Regisseurin, damit nicht die „schöne Landschaft des Jagsttals“ die Hauptrolle spielt, sondern die Frauen im Film, erklärt Justine Bauer. Sie selbst kommt ebenfalls aus dem Hohenloher Land.

Städter versus „Landeier“

Kirchberg bildete sodenn die Auftakt ihrer großen Kinotour durch Deutschland. mit einem Film im Gepäck, der nicht nur Idylle zeigt, sondern Einblicke gibt in das wahre Land- und Landwirtschaftsleben, aber auch die andere Sicht darstellen möchte – nciht wie so oft die Städter, die auf „Landeier“ herabschauen, sondern auch die Menschen vom Land, die kofschüttetlnd über die Lebensweise der Städter sprechen.

Noch immer vorhandene starke patriarchale Strukturen

Es geht aber auch um noch immer vorhandene stark patriarchale Strukturen, die vielen gar nicht bewusst sind, weil sie dermaßen automatisiert verankert sind auf dem Land, wie etwa, wenn der Sohn nach wie vor völlig selbstverständlich den elterlichen Hof erbt und nicht die Tochter. Justine Bauer erklärt: „Ich möchte von Frauen erzählen, die stark sind im Patriachat. Aber egal, wie stark eine Frau ist, es gibt immer männliche Regeln.“ Das sei aber nicht nur auf dem Land sei: „Was ich auf jeden Fall mit dem Film zeigen möchte, ist, dass es überall auf der Welt solche Ungerechtigkeiten Frauen gegenüber gibt. Es gibt ja viele Dinge, bei denen Frauen benachteiligt werden, das ist nach wie vor ein universelles Problem.“

Trailer des Films: MILCH INS FEUER Trailer German Deutsch (2025)




„Mir fehlen die Worte“

Eine Viertklässlerin wird von einem Mitschüler an einer Grundschule im hohenlohischen Krautheim gewürgt. Die Familie des Mädchens wendet sich hilfesuchend an die Schule. Diese reagiert. Sie fordert den betreffenden Schüler auf, sich bei dem Kind zu entschuldigen. Dem Mädchen wird angeboten, in die Parallelklasse zu wechseln (wir berichteten).

Negative Konsequenzen für das Opfer

GSCHWÄTZ-Herausgeberin Dr. Sandra Hartmann sieht das Durchspielen derartiger Optionen kritisch. „Dem Mädchen wird damit im Prinzip eine Flucht vor einem gewaltbereiten Mitschüler angeboten. Das sind negative Konsequenzen für das Opfer. Damit wird das Kind eigentlich nochmal Opfer.“

Videokommentar von Dr. Sandra Hartmann: „What?“ – Viertklässlerin wird Opfer von Gewalt – Was dann folgt, sorgt für Stirnrunzeln

Täter müsste gezwungen werden, sich zurückzuziehen, nicht Opfer

Zusätzlich sieht die Journalistin die Gefahr, dass die Gewaltbereitschaft damit nicht aufhört, sondern dass die Chance hoch ist, dass der gewaltbereite Schüler sich dann einfach andere Opfer sucht. Ein Ende der Gewalt sei damit nicht in Sicht. „Es sollte doch eigentlich immer so sein, dass die Person, von der Gewalt ausgeht, die Konsequenzen bekommt und nicht Betroffene. Aber auch bei Partnerschaftsgewalt wird häufig mit dem Opfer darüber gesprochen, welche Möglichkeiten des  Rückzuges / Auszuges es gäbe, anstatt mit dem Täter diese Dinge zu besprechen. und, wen nötig, auch zu erzwingen.

Angemessene Maßnahmen

„Wir schauen nach Gewaltakten – sei es Mobbing, Vergewaltigung oder Femizid – leider nach wie vor zu sehr auf die von Gewalt Betroffenen – wie haben sie sich verhalten? Haben Sie provoziert? Hatten sie die falsche Kleidung an? Waren Sie zur falschen Zeit am falschen Ort? Das eigentliche Problem sind doch nicht die Opfer, sondern die Täter“, findet Hartmann. Auf sie müsse das Scheinwerferlicht gerichtet und über angemessene, abschreckende Maßnahmen gesprochen werden.




Ritueller, sexueller Missbrauch an Kindern: „Es ist einfacher zu sagen, das gibt es bei uns nicht“

Ein halbes Jahr tourte Liz Wieskerstrauch quer durch Deutschland und präsentierte in ausgewählten Kinos ihren neuen Dokumentarfilm BLINDER FLECK. Die vorletzte Station, bevor der Film in Österreich und der Schweiz vorgestellt wird, war nun in Weingarten. GSCHWÄTZ-Herausgeberin Dr. Sandra Hartmann moderierte durch den Abend.

Rituelle, sexuelle Gewalt an Kindern in Deutschland – Betroffene sprechen von Folter

Nichts für schwache Nerven

Diese Doku ist nichts für schwache Nerven. Die preisgekrönte Regisseurin interviewt darin Betroffene, die in ihrer Kindheit schwere rituelle, sexuelle Gewalt erfahren haben. Auch ein Buch hat Wieskerstrauch darüber geschrieben. Neben Betroffenen kommen auch zahlreiche Sachverständige und Psycholog:innen zu Wort.

Von den eigenen Eltern ausgeliefert

Nicht selten wurden Betroffene von ihre eigenen Eltern diesen Missbrauchsritualen ausgeliefert. Diese sind oft ebenfalls seit Jahrzehnten, wenn nicht sogar ihr Leben lang diesem System ausgeliefert. Manche von ihnen bleiben Zeit ihres Lebens Opfer, andere  werden irgendwann selbst zum Täter, um von der eigenen Ohnmachtserfahrung hauszukommen und in eine Machtposition zu gelangen.

Elektroschocks, Waterboarding und Vergewaltigungen vor zahlendem Publikum

Es geht um Elektroschocks im Intimbereich, um Waterboarding, um schwersten sexuellen Missbrauch, um Vergewaltigungen vor zahlendem Publikum, um ein Pädo-Netzwerk in Deutschland, das vermutlich größer ist als viele denken – und eine Gelddruckmaschine.

Betroffene spalten nicht selten aufgrund dieser Traumata ihre Persönlichkeit auf, um überleben zu können

Oft entwickeln Betroffene, deren ICH in der frühesten Kindheit noch nicht gänzlich ausgeprägt ist und denen schwerste Traumata immer und immer wieder von ihren engsten Vertrauenspersonen zugefügt wurden, eine dissoziative Persönlichkeitsstörung, früher als multiple Persönlichkeit bekannt. Das bedeutet, der Körper spaltet gewisse Persönlichkeitsanteile ab, etwa die, die sich noch genau an diese grausamen, kaum erträglichen Szenarien erinnern können. Das ist ein Schutzmechanismus, um weiterleben und im Alltag funktionieren zu können.

Ein großes Pädo-Netzwerk, das eine Gelddruckmaschine ist

Die Betroffenen haben es alle irgendwie aus diesem System herausgeschafft und sogar den Mut, darüber öffentlich zu sprechen. Ob sie keine Angst haben vor dem Täternetzwerk, fragt Dr. Sandra Hartmann Liz Wieskerstrauch nach dem Film. „Öffentlichkeit und Bekanntheit kann auch schützen vor diesem Täternetzwerk“, gibt Liz Wieskerstrauch zu bedenken. Warum es kaum Verurteilungen gibt in diesem Bereich, möchte ein Zuschauer wissen. Oft werde den Betroffenen nicht geglaubt, da die Geschichten derart unglaublich sind, dass sie viele gar nicht wahr haben möchten und dann lieber die Betroffenen als „verrückt“ abstempeln – zumal wenn diese an der dissoziativen Persönlichkeitsstörung leiden – eine Traumafolgestörung von eben diesem schwersten Missbrauch, aber eben auch ein Problem, wenn es um die Glaubwürdigkeit der Opfer geht.

Unglaublich: Tochter wird zum Täter umplatziert

Ein tragischer Fall wird ebenfalls in der Doku aufgegriffen. Ein junges Mädchen berichtet der Polizei in Deutschland von dem Missbrauch, den sie immer wieder erfährt, wenn sie am Wochenende bei ihre Papa ist. Sie berichtet von Männern in schwarzen Kutten. Ihr wird nicht geglaubt und wird umplatziert zu ihrem Vater, dem Täter, da der Mutter vorgeworfen wird, der Tochter derart abstruse Geschichten gegen den Vater eingeredet zu haben. Mutter und Tochter waren geschockt, hatten sie sich doch Hilfe versprochen. Die Mutter betont in der Doku: „Wenn ich wirklich den Vater hätte schlecht machen wollen, hätte ich doch nicht derartige Dinge erzählt, die sich zunächst auch für mich absolut unglaublich angehört haben.“

 




Familie kritisiert Schulleitung nach Mobbing-Vorwurf an Krautheimer Grundschule

Eine Viertklässlerin wurde nach eigenen Angaben von einem Mitschüler an der Grundschule in Krautheim gewürgt. Er hat sie derart heftig und lange in den Schwitzkasten genommen, dass sie keine Luft mehr bekam und ihre Freundinnen, die Zeuginnen dieser Szene wurden, Angst um sie hatten, dass sie ersticke. Die Eltern des Mädchens kritisieren nun die Schulleitung scharf bezüglich ihres Verhaltens nach dem Vorfall.

Jede:r vierte Schüler:in von Mobbing betroffen

Mobbing ist unter Kindern und Jugendlichen ein verbreitetes Phänomen – das zeigt nicht nur die PISA-Studie, sondern auch eine Umfrage der DAK aus dem Jahr 2024. Nach dieser sind 24 Prozent der befragten Schulkinder mindestens einmal im Monat von Mobbing betroffen. Angesichts dieser Zahlen überrascht es nicht, dass sich viele Kinder in Deutschland an ihrer Schule nicht wohlfühlen.

Mobbing hat viele Gesichter

Mobbing an Schulen hat viele Gesichter. Besonders häufig sind verbale und psychische Formen, es kommt aber auch zu physischer Gewalt. Eine Umfrage unter Lehrenden zur Gewaltbereitschaft unter Kindern und Jugendlichen aus dem Jahr 2022 zeigt ebenfalls, dass das Klima an Schulen teilweise als rau und gewaltbetont wahrgenommen wird. Anlass für Mobbing können zum Beispiel der Körper oder die Herkunft des Opfers sein. Damit ist Mobbing eine Form der Diskriminierung. Wichtig ist zu betonen, dass das Opfer in der Regel keine Schuld an seiner Situation trägt.

Täter-Opfer-Umkehr?

Die Familie des betroffenen Mädchens hatte sich nach dem Vorfall hilfesuchend an die Grundschule in Krautheim gewandt. Nach Angaben der Familie hat sich der Junge zwar entschuldigen müssen, aber ihrer Tochter sei als „Lösung“ wiederum vorgeschlagen worden, nicht an der bevorstehenden Schulübernachtung teilzunehmen sowie in die Parallelklasse zu wechseln. Der Familie des Mädchens ist nicht bekannt, dass dem Jungen, der sie gewürgt hatte, ähnliche „Lösungsvorschläge“ präsentiert worden seien.

Die Grundschule selbst wollte den Vorfall weder dementieren noch bestätigen

Dies sei für die Familie so enttäuschend gewesen,  das sie überlegt haben, ihre Tochter nun nach der vierten Klasse in der Gemeinschaftsschule in Mulfingen anzumelden. Auch Freundinnen des Mädchens würden auf diese Schule nach der vierten Klasse wechseln. Die Schule in Mulfingen nahm jedoch das Mädchen nicht auf. Laut Angaben der Eltern könne das daran liegen, dass derzeit schon sehr wenige Kinder die Grundschule in Krautheim besuchen und man Angst habe, dass die Schule schließen müsse, wenn noch mehr Kinder weggehen würden.

Die Grundschule indes wollte den Vorfall gegenüber GSCHWÄTZ weder bestätigen noch dementieren. In einer Antwort auf eine GSCHWÄTZ-Presseanfrage bezüglich des Mobbing-Vorfalles und der Grundschulzahlen verweist Rektor Zürn lediglich auf Folgendes:

„Vielen Dank für Ihre Anfrage. Grundsätzlich beantworten wir keine Presseanfragen zu Vorfällen zwischen Schülern und Schülerinnen in der Schule.“

Auch auf die Presseanfrage zu der Spekulation über eine drohende Schulschlie0ung bei zu geringen Schülerzahlen äußerte sich Herr Zürn nicht. Auf Nachfrage, wie denn die Schule generell hinsichtlich des Themas Mobbing aufgestellt ist, antwortet Rektor Zürn ausführlicher:

„Im sozial Curriculum der GWRS Krautheim ist Prävention, insbesondere Mobbing, sehr wichtig und wird sehr ernst genommen. Daher möchte ich Ihnen beispielhaft die Maßnahmen( Unterstützungssysteme/Projekte) unsere Schule nennen:

  • Streitschlichter
  • Mobbingintervention durch die Klassenlehrer: Mobbing was ist das? (Erläuterung: Schikanieren von Personen (körperliche/psychische Gewalt über einen längeren Zeitraum ))
  • Stärkung der Klassengemeinschaft (Projekttage externer Partner/ mit Schulsozialarbeit), sodass es nicht zu Mobbingvorfällen kommt.
  • Projekte zum Thema Cybermobbing gemeinsam mit dem Kreismedienzentrum
  • Polizei: Präventionsveranstaltung zum Thema Gewalt
  • Interaktives Jugendtheater Q- Rage: Stücke: „Total vernetzt und alles klar?“/ „Grenzbereiche“

Theaterstück: „Trau dich“ – BzGa

  • Schulsozialarbeiterin:
    • Gesprächsangebote
    • Konfliktberatung mit Schülerinnen und Schüler im Einzelgespräch
    • Gruppengespräch mit den Konfliktparteien
    • Mobbinginterventionsprojekte in den Klassen
    • Einzelgespräche zum Thema Mobbing
  • Externer Anbieter zum Thema Gewaltprävention: Projekt „Selbstbehauptungstraining gemeinsam stark“ (jährlich)
    • Inhalte:
      • Selbstbehauptung
      • Mobbing
      • Bedrohung – Wie löse ich diese Probleme und wie gehe ich damit um?“

Das betroffene Mädchen kommt im September nun in die fünfte Klasse der weiterführenden Schule in Krautheim und hofft, dass sich so ein Vorfall nicht noch einmal wiederholt.

 




Wow – was für eine Show

Am diesjährigen Stadtfest in Künzelsau präsentierten 120 Schüler:innen aus 5 Schulen einen Flashmob auf das Lied THE GREATEST SHOW. GSCHWÄTZ war der Organisator hinter dem Flashmob. Jedoch dankte GSCHWÄTZ-Herausgeberin Dr. Sandra Hartmann allen Beteiligten für ihre Mitwirkung, denn „das war eine beachtliche Gemeinschaftsleistung“.

GAMECHANGER-Kids begeistern die Zuschauer:innen

Die teilnehmenden Schulen waren das Ganerben-Gymnasium in Künzelsau, das Schlossgymnasium in Künzelsau, die Freie Schule Anne-Sophie, die Georg-Wagner-Realschule in Künzelsau und die Georg-Fahrbach-Schule in Ingelfingen sowie die Dancing Stars aus Ingelfingen. Choreografin des Tanzes war Isabelle Hartmann (11) von der Freien Schule Anne-Sophie.

Jako als Sponsor und die Stadtverwaltung Künzelsau, die diese Schüler-Aktion von Beginn an unterstützten, gebührt ebenfalls Dank. GAMECHANGER stand auf dem Rücken der T-Shirts, welche die Schüler:innen tragen. Dieses Wort hat auch eine symbolische Bedeutung, wie Dr. Sandra Hartmann nach dem Flashmob verriet:

„Setzt euch ein gegen Mobbing und für diejenigen, die nicht so mutig sind wie ihr“

„Ihr alle seid GAMECHANGER in eurem Leben, jeder von euch kann ein Spiel drehen – nicht nur auf dem Sportplatz, sondern auch im wahren Leben. Deshalb: Setzt euch ein gegen Mobbing, gebt anderen eine Stimme, die nicht so mutig sind wie ihr, setzt euch ein für Klimaschutz, für Dinge, die euch wichtig sind. Ihr könnt alles ändern. Denn ihr seid die Zukunft.“

Das Video gibt es auf dem INSTA-Kanal von gschwaetz zu sehen: @gschwatz.chatter:

(1) Instagram

Das Making of hierzu gibt es auf dem TikTok-Kanal gschwaetz.dasmagazin

#flashmob #künzelsau #drsandrahartmann #gamechanger #gamechangerfestival #tanz #stadtfest #hohenlohe #hohenlohekreis




„Ganz im Ernst“: Warum Reinhold Würth keine Mitarbeiter einstellt, die Golf spielen

Beim Handelskonzern Würth geht es aktuell wieder aufwärts und es wird sogar Personal aufgebaut. Einen bestimmten Schlag von Menschen stellt Firmenpatriarch Reinhold Würth aber ungern ein.

Bei Würth geht es derzeit wieder aufwärts

Der Weltmarktführer für Befestigungstechnologie, die Würth-Gruppe mit Stammsitz in Künzelsau (Hohenlohekreis, Baden-Württemberg), scheint die Durststrecke überstanden zu haben und blickt trotz der sehr herausfordernden ersten Jahreshälfte optimistisch in die Zukunft. Wie unsere Redaktion jüngst berichtete, baut der Handelskonzern, der traditionell als „Jobmotor“ der Region gilt, wieder Personal auf. In einem aktuellen Interview mit der Zeit sprach Firmenpatriarch Reinhold Würth unter anderem über die Einstellungspolitik in dem von ihm groß gemachten Konzern.

Wie Reinhold Würth im Gespräch mit der Zeit ausführt, müssen passende Bewerber für Führungspositionen bei Würth neben den fachlichen Kompetenzen Gefühle und Emotionen mitbringen und keine reinen „Führungstechniker“ sein. Zudem nennt der Unternehmer, der einen kleinen Schraubenfachhandel eigenhändig zum heutigen Weltkonzern ausgebaut hat, zwei weitere Kriterien. „Es kommt darauf an, wie viele Stellen der Bewerber oder die Bewerberin im Kontext seines Alters bereits innehatte“, erklärt Würth und führt aus, dass Menschen, die in wenigen Jahren bereits mehrere Jobs innehatten, auch beim Handelskonzern „ein Haar in der Suppe“ finden könnten. „Job-Hopper passen nicht zu uns.“

„Große Vorbehalte“ gegenüber Golfern




Wenn Kinder von Dingen berichten, die so schockierend sind, dass man wünscht, sie wären nicht wahr

Auch wenn viele nach wie vor wegschauen, es gibt sie auch in Deutschland: rituelle, sexuelle Gewalt an Kindern. Der Dokumentarfilm BLINDER FLECK (2025) von der renommierten Regisseurin Liz Wieskerstrauch geht unter die Haut. Betroffene erzählen von ihren schrecklichen Erfahrungen als Kinder – durch Angehörige und Fremde. Viele Betroffene haben aufgrund der furchtbaren Erfahrungen Persönlichkeitsanteile abgespalten („dissoziative Identitätsstörung“ / geteilte Persönlichkeiten). Auch das sieht man im Dokumentarfilm.

Rituelle, sexuelle Gewalt an Kindern – Kinopremiere Doku-Film BLINDER FLECK von Liz Wieskerstrauch

Ein halbes Jahr auf Kinotour quer durch Deutschland, um auf dieses Thema aufmerksam zu machen

Neben Betroffenen kommen auch Expert:innen und Psycholog:innen zu Wort. Ein halbes Jahr war Liz Wieskerstrauch auf Kinotour quer durch Deutschland, um auf das Thema aufmerksam zu machen. GSCHWÄTZ-Herausgeberin Dr. Sandra Hartmann moderierte in Weingarten die Veranstaltung. Es war fast die letzte Station auf ihrer Deutschlandreise, bevor es weitergeht nach Österreich und der Schweiz. Wir dürfen in diesem Video Ausschnitte des Kinofilms zeigen.

Regisseurin beantwortet Fragen zur Entstehung des Filmes

Sie sehen in diesem Video auch Liz Wieskerstrauch, wie sie nach dem Kinofilm Fragen beantwortet rund um das Thema rituelle Gewalt an Kindern.

Wer Interesse hat, zu diesem Thema mehr zu erfahren beziehungsweise Kontakt mit der Regisseurin aufnehmen möchte bezüglich des Dokumentarfilmes, kann sich bei der Redaktion GSCHWÄTZ melden (gschwaetz@gschwaetz.de / WhatsApp: 0172/68 78 474). #lizwieskerstrauch #weingarten #blinderfleck # höllenleben #kinder #trauma #dis #dissoziativeidentitätsstärung #abspaltung #psychologie #gesundheit #kinofilm #film #gschwaetz #drsandrahartmann




Bürgermeister Stefan Neumann: „Baden-Württemberg, Hohenlohe und Künzelsau sind Orte der Vielfalt. Dafür setzen wir uns weiterhin ein“

Nach einem erfolgreichen Stadtfest, bei dem mehrere tausend Menschen drei Tage lang friedlich und ausgelassen gefeiert haben, hisste Künzelsaus Bürgermeister Stefan Neumann am 21. Juli 2027 die neuen sommerlichen Fahnen der Stadt. Die Fahnen, gestaltet mit den Motiven „Sommer in Künzelsau“ und „Vielfalt stärkt“, symbolisieren die großartige und bunte Vielfalt unserer Gemeinschaft.
„Auch wenn der Himmel heute noch ein bisschen weint“
„Auch wenn der Himmel heute noch ein bisschen weint – wahrscheinlich, weil das Stadtfest vorbei ist – lassen wir uns unsere Freude und unseren Gemeinschaftssinn nicht nehmen“, so Bürgermeister Stefan Neumann. „Unsere neuen Fahnen sind ein sichtbares Zeichen dafür, dass Vielfalt unsere Stärke ist. Regen, Sonne oder Wolken – bei uns in Künzelsau gilt: Gemeinschaft und Zusammenhalt sind wetterfest!“
„Wie stark wir sind, wenn wir zusammenhalten“
Das Stadtfest hat gezeigt, wie stark wir sind, wenn wir gemeinsam feiern und zusammenhalten. Diese Werte wollen wir leben. Die Fahnen wehen nun bei den vielen weiteren Festlichkeiten im ,Sommer in der Stadt‘ und erinnern daran, dass Vielfalt unsere Gesellschaft bereichert – egal ob bei strahlendem Sonnenschein oder Regen. „Baden-Württemberg, Hohenlohe und Künzelsau sind Orte der Vielfalt und Großartigkeit. Dafür setzen wir uns weiterhin ein – bei jedem Wetter“, so Bürgermeister Neumann. „Die Stadt Künzelsau steht für Zusammenhalt, Toleranz und eine tolle Stadtgemeinschaft – denn nur gemeinsam sind wir stark.“
Auch andere Städte, Gemeinden und Unternehmen setzen derzeit ein Zeichen für Vielfalt und Gemeinschaft. Rewe in Lauffen am Neckar etwa hisst schon seit Wochen die Regenboggenfahne neben der Rewe-Fahne.
Derzeit gibt es in Deutschland große Diskussionen über das jüngste Verbot des Hissens der Regenbogenfahne am Deutschen Bundestag in Berlin, seitdem die CDU an der Regierung ist. Sie wird dafür von vielen Menschen scharf kritisiert und als „rückschrittlich im Denken“ bezeichnet.
Lesen Sie hierzu auch:
Verbot queerer Symbole: Kein Regenbogen am Bundestag | taz.de
Abgeordnete müssen Regenbogenfahne aus Bundestagsbüros entfernen | tagesschau.de



Die schönsten Ausflugsziele für einen unvergesslichen Sommer in Baden-Württemberg

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? Wir haben für Euch die TOP Reiseziele für Baden-Württemberg zusammengestellt. Wunderbare Orte, an denen ihr abschalten, entspannen und Neues entdecken könnt.

Baden Württemberg Reisetipps // entdecke die schönsten Orte

  1. Triberger Wasserfälle im Schwarzwald

Als die höchsten Wasserfälle Deutschlands bietet dieses Naturspektakel einen imposanten Anblick für alle Naturliebhaber.

  1. Titisee

Klares Wasser, idyllische Umgebung, umgeben von dichten Wäldern – ein Muss für alle Natur- und Wasserliebhaber

3. Schloss Hohenzollern auf der Schwäbischen Alb

Prächtige Zimmer, eine beeindruckende Aussicht und einen Einblick in die königliche Vergangenheit der Königsfamilie Hohenzollern – Kultur und Geschichte vereint – was will man mehr?

4. Heidelberg

Heidelberg ist eine der schönsten Städte Deutschlands und wohl eines der bekanntesten Touristenziele in Deutschland für Touristen  weltweit. Schmucke Altstadtgassen, gemütliche Cafés, Neckar-Bootstouren und ein Besuch im Schloss sind in jedem Fall immer eine Reise wert.

5. Bodensee

Atemberaubende Schönheit und ein malerisches Ufer. Segeln, Windsurfen und urige Rad- und Wanderwege. Konstanz und Lindau sind nur einen Steinwurf entfernt. Der Bodensee verspricht Entspannung, Abwechslung und aktive Urlaube. Darüber hinaus warten exquisite lokale Weine, die man in einer bezaubernden Naturkulisse trinken kann.

6. Blumeninsel Mainau

Gartenliebhaber und Naturliebhaber werden hier auf ihre Kosten kommen. Mit seinen Exotische Blumen und einem beeindruckenden Panoramablick auf den Bodensee ist die Insel Mainu eine unvergessliche Erfahrung voller Farben, Düfte und natürlicher Schönheit

7. Schlossplatz in Stuttgart

Beeindruckende historische Gebäude wie dem Neuen Schloss, der Stiftskirche und dem Königsbau warten hier auf die Besucher:innen. Der Schlossplatz in Stuttgart ist auch ein idealer Ausgangpunkt, um Stuttgart zu erkunden. Der Schlossgarten ist ebenfalls nur einen Steinwurf entfernt.

8. Luisenpark in Mannheim

Eine grüne Oase, die beeindruckt mit verschiedenen Themengärten, Abenteuerspielplätzen und Bootsfahrten auf dem See.

9. Residenzschloss Ludwigsburg

Hier wartete eines der größten Barockschlösser Deutschlands. Wer Einblick in den Prunk und das PRachtleben vergangenr Zeit haben möchte, ist hier genaz richtig.

Schloss Ludwigsburg ist eines der größten im Original erhaltenen barocken Bauwerke in Europa. Es bietet seinen Besuchern einen beeindruckenden Streifzug durch fürstliche Prunkräume aus zwei Jahrhunderten – vom Barock über das Rokoko bis zum Klassizismus.

10. Naherholungsgebiet Lichtentaler Allee in Baden-Baden

Die Lichtentaler Allee entstand im Jahr 1655, als vor dem historischen Theater eine Eichenallee gepflanzt wurde. Was einst ein von Wiesen und Feldern gesäumter Karrenweg war, ist heute eine der ersten Adressen unter den weltberühmten Flaniermeilen.

Erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde die Allee zu einem 3,5 km langen Boulevard vom Hotel „Badischer Hof“ bis zum Zisterzienserkloster in Lichtental. Heute ist sie weltberühmt, poetisch verehrt und überwältigend in ihrer Blüten- und Baumpracht. Mal ländliche Idylle, mal elegante Parade, aber immer ein sich ständig weiterentwickelndes Denkmal der Gartenkunst. Mit üppig blühenden Rhododendren und Azaleen, mit der prächtigen Lindenallee, die vom Kloster zum Hirtenhaus führt, mit Eichen, Tulpenbäumen, Kastanien, Platanen und Erlen.

Ein Spaziergang durch die Lichtentaler Allee ist zu jeder Jahreszeit ein wunderbares Naturschauspiel. Wenn sich im Frühjahr Krokusse, Narzissen und Wildtulpen wie ein bunter Teppich unter den Bäumen ausbreiten und im Frühsommer rote und violette Rhododendren zu blühen beginnen, zeigt sich der „grüne Salon“ Baden-Badens von seiner schönsten Seite.

Oder ist das Farbenspiel des Herbstes, wenn sich die Blätter in allen Schattierungen zwischen Gelb und Dunkelrot verfärben, faszinierender?

Der Winter ist still und geheimnisvoll. Wenn sich der Frost über die Klosterwiese legt und die Rosen in den Patronatsgärten unter den Tannenzweigen überwintern.

Auch die Lichtentaler Allee“ ist von den schönsten Bauwerken der Belle Epoque üppig umrahmt und verzaubert heute als stilvolle Kunst- und Kulturmeile mit den imposanten korinthischen Säulen der historischen Trinkhalle, dem schneeweißen, weltberühmten Kurhaus/Casino, dem neobarocken Theater im Stil der Opéra de Paris, dem Festspielhaus, dem zweitgrößten Konzert- und Opernhaus Europas, und dem über 760 Jahre alten Zisterzienserkloster Lichtenthal. Mit der Eröffnung des „Museum Frieder Burda“ im Oktober 2004 gab der New Yorker Stararchitekt Richard Meier der Allee ihren letzten, wunderschönen Schliff. Ein weiterer Höhepunkt in der langen und einzigartigen Geschichte der Lichtentaler Allee.

Die Lichtentaler Allee ist außerdem das ganze Jahr über Schauplatz zahlreicher hochkarätiger Open-Air-Veranstaltungen, wie zum Beispiel der Philharmonischen Parknacht.

Ob Sie joggen, spazieren gehen, Rad fahren oder einfach nur tief durchatmen, ein Spaziergang durch die berühmte Lichtentaler Allee lässt Herz und Seele aufleben. Lassen Sie sich von der Pracht der alten Bäume, den kunstvollen Brücken über die idyllische Oos, den prächtigen Hotels und den eleganten Villen entlang der Allee verzaubern. Der Charme dieser weltberühmten Flaniermeile hatte genügend Zeit, sich voll zu entfalten.

 




Jagst: Bis zu 100.000 Euro Strafe für Stand-up-Paddler und Kanufahrer

Auch dieses Jahr zeichnet sich das Wetter im Hohenlohekreis durch teilweise wochenlang anhaltende Trockenheit aus – unterbrochen von sturzbacharteigen Regenfällen. Darunter leiden nicht nur die Menschen, sondern auch Tiere und Pflanzen. Mit Sorge schaut Alexander Ulshöfer derzeit auf die Jagst, die wieder äußerst niedrige Pegelstände aufweist – anstatt 40cm sind es derzeit lediglich 30cm. Der Vorsitzende des Fischereivereins Gommersdorf kritisiert dabei auch den unbedachten Umgang mit der Jagst – obwohl es hierzu insbesondere in Dürrezeiten klare Vorschriften in der Jagstverordnung gibt – bei Zuwiderhandlungen drohen hier Bußgelder von bis zu 100.000 Euro. GSCHWÄTZ-Herausgeberin Dr. Sandra Hartmann hat mit Alexander Ulshöfer an der Jagst in Gommersdorf gesprochen. Hier geht es direkt zum Video:

Jagst zu wenig Wasser – Gefahr durch SUPs und Kanus

Viele kennen weder die Verordnung noch die damit verbundenen Strafen

In der Regel hat die Jagst einen Wasserpegel von rund 40cm. Wird dieser Pegel unterschritten darf man eigentlich weder Kanu fahren noch Stand-up-Paddling betreiben. Bootsfahrer dürfen gar erst bei einer Pegelhöhe von 60cm auf die Jagst. Das Problem ist: Viele kennen die Verordnung nicht oder kümmern sich nicht darum. Ulshöfer wünscht sich daher wesentlich mehr Kontrollen, damit die Menschen aufgeklärt und auch abgeschreckt werden.

Den Pegelstand kann man auch selbst ganz leicht nachschauen, entweder mit der App „Mein Pegel“ oder im Internet auf der Seite der Hochwasservorhersagezentrale.

Anhaltende Dürre, weniger Wasser, weniger Sauerstoff im Wasser, Stress für Tiere und Pflanzen

Die anhaltende Dürrezeit bereitet dem Fischereiverein generell Sorge, da dadurch zu wenig Sauerstoff im Wasser ist. Sie warten derzeit jeden Tag schon auf Meldungen von toten Fischen. Solch ein Wetter bedeute für einen so kleinen Fluss wie die Jagst „eine kleine Naturkatastrophe“, sagt Ulshöfer und blickt damit Sorge auf die Jagst in Gommersdorf. „Die Fische sind durch sehr hohe Temperaturen und einem niedrigen Pegel sowieso schon gestresst. Die Pflanzenwelt genauso, Seerosen Teichrosen, Muscheln. Da kann man auch viel zerstören, etwa Muscheln mit dem Paddel verletzten und umdrehen, man kann dadurch im Flachwasser einfach sehr viel Schaden anrichten.“

„Das machen wir schon immer“

Als Fischereiverein dürfen sie zwar Menschen darauf hinweisen, aber nicht wegschicken. Das fällt lediglich in die Zuständigkeit des Ordnungsamtes. „Ich habe schon viele Menschen gefragt und private Menschen sagen: „Nein, das ist mir neu oder: Das machen wir schon immer.“

Das Problem dabei aber sei: Früher habe es diese extremen Wetterereignisse nicht so häufig gegeben wie jetzt – mit extremen Trockenperioden und dann wieder heftigsten Zwischenschauern. Doch auch der Deutsche Wetterdienst hat bereits betont, dass der Klimawandel dazu führt, dass Baden-Württemberg derartige Wetterlagen nun vermutlich dauerhaft haben wird (wir berichteten).