1

Jagst: Bis zu 100.000 Euro Strafe für Stand-up-Paddler und Kanufahrer

Auch dieses Jahr zeichnet sich das Wetter im Hohenlohekreis durch teilweise wochenlang anhaltende Trockenheit aus – unterbrochen von sturzbacharteigen Regenfällen. Darunter leiden nicht nur die Menschen, sondern auch Tiere und Pflanzen. Mit Sorge schaut Alexander Ulshöfer derzeit auf die Jagst, die wieder äußerst niedrige Pegelstände aufweist – anstatt 40cm sind es derzeit lediglich 30cm. Der Vorsitzende des Fischereivereins Gommersdorf kritisiert dabei auch den unbedachten Umgang mit der Jagst – obwohl es hierzu insbesondere in Dürrezeiten klare Vorschriften in der Jagstverordnung gibt – bei Zuwiderhandlungen drohen hier Bußgelder von bis zu 100.000 Euro. GSCHWÄTZ-Herausgeberin Dr. Sandra Hartmann hat mit Alexander Ulshöfer an der Jagst in Gommersdorf gesprochen. Hier geht es direkt zum Video:

Jagst zu wenig Wasser – Gefahr durch SUPs und Kanus

Viele kennen weder die Verordnung noch die damit verbundenen Strafen

In der Regel hat die Jagst einen Wasserpegel von rund 40cm. Wird dieser Pegel unterschritten darf man eigentlich weder Kanu fahren noch Stand-up-Paddling betreiben. Bootsfahrer dürfen gar erst bei einer Pegelhöhe von 60cm auf die Jagst. Das Problem ist: Viele kennen die Verordnung nicht oder kümmern sich nicht darum. Ulshöfer wünscht sich daher wesentlich mehr Kontrollen, damit die Menschen aufgeklärt und auch abgeschreckt werden.

Den Pegelstand kann man auch selbst ganz leicht nachschauen, entweder mit der App „Mein Pegel“ oder im Internet auf der Seite der Hochwasservorhersagezentrale.

Anhaltende Dürre, weniger Wasser, weniger Sauerstoff im Wasser, Stress für Tiere und Pflanzen

Die anhaltende Dürrezeit bereitet dem Fischereiverein generell Sorge, da dadurch zu wenig Sauerstoff im Wasser ist. Sie warten derzeit jeden Tag schon auf Meldungen von toten Fischen. Solch ein Wetter bedeute für einen so kleinen Fluss wie die Jagst „eine kleine Naturkatastrophe“, sagt Ulshöfer und blickt damit Sorge auf die Jagst in Gommersdorf. „Die Fische sind durch sehr hohe Temperaturen und einem niedrigen Pegel sowieso schon gestresst. Die Pflanzenwelt genauso, Seerosen Teichrosen, Muscheln. Da kann man auch viel zerstören, etwa Muscheln mit dem Paddel verletzten und umdrehen, man kann dadurch im Flachwasser einfach sehr viel Schaden anrichten.“

„Das machen wir schon immer“

Als Fischereiverein dürfen sie zwar Menschen darauf hinweisen, aber nicht wegschicken. Das fällt lediglich in die Zuständigkeit des Ordnungsamtes. „Ich habe schon viele Menschen gefragt und private Menschen sagen: „Nein, das ist mir neu oder: Das machen wir schon immer.“

Das Problem dabei aber sei: Früher habe es diese extremen Wetterereignisse nicht so häufig gegeben wie jetzt – mit extremen Trockenperioden und dann wieder heftigsten Zwischenschauern. Doch auch der Deutsche Wetterdienst hat bereits betont, dass der Klimawandel dazu führt, dass Baden-Württemberg derartige Wetterlagen nun vermutlich dauerhaft haben wird (wir berichteten).

 




CONGRATULATIONS – Gute Wahl, Öhringen – „Er ist ein Politiker mit einem wirklich sozialen Herzen“

Künzelsaus Bürgermeister Stefan Neumann gratuliert Patrick Wegener zur Wahl zum Oberbürgermeister von Öhringen
„Mit großer Mehrheit haben die Bürgerinnen und Bürger von Öhringen Patrick Wegener zu ihrem neuen Oberbürgermeister gewählt.

Parick Wegener, vormaliger Landtagskandidat der SPD. Foto: Hompepage Patrick Wegener

Als Bürgermeister der Kreisstadt Künzelsau gratuliere ich ihm herzlich zu diesem klaren Vertrauensbeweis und wünsche ihm viel Energie, gute Entscheidungen und das nötige Händchen Glück für seine neue ultraspannende Aufgabe. Mit so viel Rückenwind kann er mutig gestalten und seine Ideen für Öhringen gemeinsam mit dem Gemeinderat verwirklichen. Ich freue mich auf eine gute und kollegiale Zusammenarbeit im Hohenlohekreis. Gleichzeitig danke ich Thilo Michler für 16 Jahre engagierten Einsatz an der Spitze der Großen Kreisstadt Öhringen. Ohne Zweifel hat er viel Gutes für die Stadt gemacht, sie weiterentwickelt und viele Weichen für die Zukunft gestellt. Sein Engagement verdient Anerkennung und Respekt – persönlich wünsche ich ihm alles Gute für die Zukunft.“

Künzelsaus Bürgermeister Stefan Neumann. Foto: Christian Holzknecht

Thilo Michler (Mitte)
Foto: GSCHWÄTZ/Archiv

In Öhringen, der mit über 25.000 Einwohnerinnen und Einwohnern größten Stadt im Hohenlohekreis, ist am Sonntag ein neuer Oberbürgermeister gewählt worden. Der 30-jährige Patrick Wegener (parteilos) hat sich bei der Wahl überraschend deutlich durchgesetzt. Er kam auf 66,9 Prozent der Stimmen. Amtsinhaber Thilo Michler (parteilos) erhielt 30,4 Prozent der Stimmen. Er muss damit nach 16 Jahren im Amt seinen Platz im Rathaus räumen. „Das ist Demokratie“, sagte er nach der Wahl dem SWR. Peter Lohnert (parteilos) erzielte 2,6 Prozent.

Damit wird in Zukunft Patrick Wegener die Geschicke der Stadt als Oberbürgermeister leiten. „Die Menschen interessiert, was in den nächsten acht bis 16 Jahren passiert. Darum ging es bei mir in meinem Wahlkampf und das wurde belohnt“, sagte Wegener direkt nach der Bekanntgabe des Ergebnisses dem SWR. Er geht davon aus, dass es für ihn ein langer Wahlabend wird, auch weil viele Freunde und Bekannte da seien.

Wegener ist SPD-Mitglied, kandidierte aber als überparteilicher Bewerber. „Öhringen braucht eine pragmatische Politik, die Probleme löst. Parteipolitik ist da fehl am Platz. In der Kommunalpolitik geht es darum, durch Sachthemen den Alltag der Menschen zu verbessern – nicht um Parteizugehörigkeit“, sagt Wegener im Vorfeld der Wahl.

Der 30-Jährige ist in Öhringen aufgewachsen und hat Politik studiert. Er arbeitet als Leiter des Europabüros der Kommunen in Brüssel und ist Lehrbeauftragter an der Hochschule für öffentliche Verwaltung. Seit mehreren Jahren ist er im Gemeinderat und Kreistag für die SPD aktiv. Zur Ehrung des neuen Oberbürgermeisters spielte am Sonntag die Stadtkapelle vor dem Rathaus.

Aufgrund eines ausführlichen GSCHWÄTZ-Interviews, das Dr. Sandra Hartmann mit ihm bereits 2021 geführt hat, können wir nur sagen, dass Patrick Wegener ein sehr vertrauenswürdiger und engagierter Mensch ist mit einer sehr sozialen und fairen Einstellung. Er möchte wirklich etwas Gutes bewirken in der Politik“, sagt GSCHWÄTZ-Herausgeberin Dr. Sandra Hartmann.

Dr. Sandra Hartmann. Foto: GSCHWÄTZ/Archiv




Warum ist die CDU so leise?

Vergangene Woche sollten die neuen Richter für das Bundesverfassungsgericht von der neuen Bundesregierung bestimmt werden.

Richterwahl verhindert

In der Unions-Fraktion hatte es Vorbehalte gegen die SPD-Kandidatin Frauke Brosius-Gersdorf gegeben. Spahn erklärte, es sei ein Fehler gewesen, dass dabei der Eindruck entstanden sei, ein Plagiatsverdacht sei die zentrale Kritik an der Kandidatin gewesen. Beide Seiten hätten einen Anteil daran, dass man am Freitag keine Lösung mehr habe finden können. Die Koalitionsfraktionen seien „nicht gut gewappnet“ gewesen gegen eine von außen kommende Emotionalisierung und Polarisierung. Man dürfe aber auch nicht zulassen, dass der Einsatz von Unionspolitikern für Lebensschutz als „rechts oder gar rechtsextrem diffamiert“ werde.

Sie hat eine liberale Haltung zu Schwangerschaftsabbrüchen

Etliche Unions-Politiker hatten ihren Widerstand gegen Brosius-Gersdorf mit deren liberalen Haltung zum Schwangerschaftsabbruch begründet. Weil keine Zweidrittel-Mehrheit mehr für Brosius-Gersdorf sicher war, waren alle drei Richterwahlen am Freitag abgesagt worden. Danach gab es scharfe Kritik an Spahn, der als Fraktionschef für die Beschaffung von Stimmen und Mehrheiten zuständig ist.

535572461.jpg

Brosius-Gersdorf selbst will sich einem Medienbericht zufolge am Dienstag öffentlich äußern. Sie wolle ihre Positionen mit einer Stellungnahme erklären, berichtete das Nachrichtenportal Politico. Die Stellungnahme soll demnach schriftlich verbreitet werden. Brosius-Gersdorf will demnach auf Vorwürfe ihrer Kritiker eingehen und Irritationen ausräumen. Die Rechtsprofessorin hält dabei weiter an ihrer Kandidatur fest, wie es weiter heißt.

Merz steht weiter hinter dem stark angezählten Jens Spahn

Mittlerweile reihen sich etliche Pleiten und Pannen aus Jens Spahns politischer Liste. Rücktrittsforderungen wurden spätestens seit den mehrere Millionen schweren Corona-Maskendeals immer lauter. Doch die CDU und Bundeskanzler Friedrich Merz stehen nach wie vor hinter dem Fraktionsvorsitzenden der CDU/CSU, wie er etwa unlängst im ARD-Sommerinterview betont. Auch Jens Spahn sitzt weiter im Politikersattel, wie wenn ihn das alles nichts angehen würde.

Was sagt das über eine Partei aus, die anscheinend den 1950er Jahren mit all ihren Geklüngel-Attitüden noch immer nicht entsprungen ist?

Als Gesundheitsminister in der Corona-Pandemie gab Spahn Milliarden für Schutzmasken aus – an Bekannte und befreundete Unternehmer. Ein Sonderbericht dazu belastet ihn schwer. Dieser wurde zunächst gar nicht und dann nur stark geschwärzt veröffentlicht. Manche Medien bekamen den Bericht dann unter der Hand von Informanten ungeschwärzt. Darin steht schwarz auf weiß ein deutliches Fehlverhalten von Jens Spahn zu dieser Zeit. Ob aus Überforderung oder einem Allmachtsdenken oder aber um Freunden etwas „Gutes“ damit zu tun – man weiß es nicht. Fest steht: Spahn hat massive Fehler in seinem Amt gemacht. Konsequenzen muss er obwohlauch der öffentliche Druck immer mehr stark, scheinbar nicht befürchten.

Warum ist die CDU so leise?

Dadurch riecht das Ganze nach einer großen Klüngelei und man fragt sich: Warum ist die CDU so leise? Gibt es hier etwa noch  mehr aufzuklären und aufzudecken? Stecken noch ganze andere von seinen Kameraden in dem Coronasumpf mit drin? Oder ist es einfach noch das Denken von vor 70 Jahren, als Politiker eine so große Immunität genossen, dass sie sich fast alles halben erlauben können? Wie laut muss der Aufschrei sein, bevor Jens Spahn seinen Platz räumt?

Die Opposition fordert nun einen Untersuchungsausschuss. aber ganz ehrlich: Es gab einen Sonderbericht, der alles belegt und aufzeigt. Es gab keine Konsequenzen. Selbst wenn der Untersuchungsausschuss sich an die Arbeit machen dürfte und dasselbe herauskäme – würde es dann eine Konsequenz für Jens Spahn geben oder würde man auch dann noch darüber gnädig hinwegsehen, weil eigentlich ist der Jens ja ein ganz toller. Bester Mann. Zumindest für die CDU.

Ein Kommentar von Dr. Sandra Hartmann

 

 




3 Tage dreht sich alles nur um eines – Künzelsau feiert sein „Fest der Feste“

Nach 2 Jahren Pause geht es ab Freitag, den 18. Juli 2025, 17 Uhr, wieder rund in der Kreisstadt des Hohenlohekreises. Künzelsau ruft zum „Fest der Feste“. Zehntausende Besucher:innen werden erwartet. An drei Tagen gibt es nicht nur ordentlich etwas auf die ohren von diversen lokalen Bands, sondern auch diverse Auftritte von lokalen und regionalen Vereinen. Hier geht es zum ausführlichen Programm der Stadt Künzelsau.

GSCHWÄTZ präsentiert einen Flashmob mit 120 Schüler:innen

Auch GSCHWÄTZ ist vor Ort mit einem noch nie dagewesenen Highlight- Am Unteren Markt führen 120 Schüler:innen aus 5 Schulen (Ganerben-Gymnasium, Schlossgymnasium, Georg-Wagner-Realschule, Freie Schule Anne-Sophie  sowie die Georg-Fahrbach-Schule aus Ingelfingen) einen Flashmob am Unteren Markt unmittelbar nach der Sportlerehrung auf. E

in Höhepunkt und ein bislang in dieser Form noch nie dagewesenes Gemeinschaftsprojekt. „Als wir vor einem halben Jahre die Idee zu diesem Flashmob hatten, hätten wir nicht gedacht, dass wir so viel Unterstützung für dieses Projekt von Seiten der Stadt, von unserem Hauptsponsor JAKO, den Schulen und den Jazztänzerinnen aus Ingelfingen bekommen würden – und insbesondere von so vielen motivierten Schüler:innen, die diesen Flashmob am Samstag präsentieren werden. Wir freuen uns sehr darauf“, sagt GSCHWÄTZ-Herausgeberin Dr. Sandra Hartmann

Video: Das letzte Stadtfest vor Corona (2019)

Künzelsauer Stadtfest – Programm am Freitag und Samstag

 

Künzelsauer Stadtfest – Programm am Sonntag.

Bus-Shuttle-Möglichkeiten

 




P. Diddy kommt mit einer milden Strafe angesichts der unglaublichen Taten davon – Ohrfeige für jedes Opfer von häuslicher Gewalt

Nach einem vielbeachteten Prozess wurde Rapper Sean „Diddy“ Combs nur in den schwächsten Anklagepunkten schuldig gesprochen. Nun wird in den USA über die Bedeutung des Urteils für die MeToo-Bewegung diskutiert.

Eine Jury aus zwölf New Yorker Geschworenen sprach Combs vom Vorwurf des Menschenhandels und der Verschwörung zur organisierten Kriminalität frei . Diese Anklagepunkte hätten eine lebenslange Haftstrafe nach sich gezogen. Er wurde in zwei Fällen der Beförderung zum Zweck der Prostitution für schuldig befunden.

13 Stunden hatten die acht Männer und vier Frauen beraten. Als sie dann ihr Urteil verkündeten, reagierten Sean „Diddy“ Combs, seine Familie und seine Verteidiger geradezu euphorisch. Combs, dem eine lebenslange Haft drohte, faltete seine Hände wie zum Gebet und dankte den Geschworenen. Dann sank er vor seinem Stuhl auf die Knie.

Später, vor dem Gerichtsgebäude, feierte auch sein Verteidiger-Team um Star-Anwalt Marc Agnifilo den Freispruch für Combs in den wichtigsten Anklagepunkten. „Heute ist ein großartiger Tag!“, jubelte Combs‘ Verteidiger, „heute gab es einen Sieg, den größten aller Siege für Sean Combs und unser Team.“

Nicht nachvollziehbar

„Nicht schuldig“ im gravierendsten Anklagepunkt Organisierte Kriminalität. Die Geschworenen konnten offensichtlich nicht nachvollziehen, dass der Rapper – wie ein Mafia-Pate – Chef einer kriminellen Organisation gewesen sei.

Ebenfalls „nicht schuldig“ in den beiden Anklagepunkten bezüglich Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung. Auch hier sahen es die Geschworenen nicht als zweifelsfrei erwiesen an, dass Combs seine beiden Ex-Freundinnen zu tagelangen Sex-Orgien mit anderen Männern nötigte.

„Geschadet haben ihnen ihre Textnachrichten und Mails“, vermutet Rechtsexpertin Terry Austin im ARD-Interview. „Die klangen, als sei doch einiges einvernehmlich geschehen. Jedenfalls sahen die Geschworenen keine Nötigung zum Sex.“

Was passiert, wenn er wieder frei kommt, mit denen, die gegen ihn ausgesagt haben?

Schuldig gesprochen wurde Combs nur in weniger schwerwiegenden Anklagepunkten – wegen des „Transports von Prostituierten“, die er aus allen Landesteilen zu seinen Sex-Orgien einfliegen ließ, was in den USA strafbar ist.

Der Anwalt der Hauptzeugin der Anklage, Combs Ex-Freundin Cassie Ventura, hatte Mühe, seine Enttäuschung zu verbergen. Natürlich hätte sich die Anklage einen Schuldspruch in den schwerwiegenderen Anklagepunkten gewünscht, sagte Doug Wigdor. Aber: „Cassie hat diese Untersuchung ins Rollen gebracht. Und jetzt ist Sean Combs ein verurteilter Straftäter. Und ihm droht eine erhebliche Haftstrafe.“

Sean Combs
Strafmaß zu einem späteren Zeitpunkt

In einem Brief, aus dem US-Medien zitieren, fordert die Staatsanwaltschaft vier bis fünf Jahre Gefängnis. Die Verteidigung erwartet sogar weniger als zwei Jahre. Über das Strafmaß muss nun der Richter in den kommenden drei Monaten entscheiden.

Eine wichtige Entscheidung traf er aber noch am Abend, was die freudige Stimmung von Combs trübte: Seinen Antrag, bis zur Verkündung des Strafmaßes gegen Kaution auf freien Fuß zu kommen, lehnte der Richter ab. Ausschlaggebend dafür war ein Brief von Ventura, die den Richter warnte, Combs sei eine Gefahr für sie und alle, die gegen ihn ausgesagt haben.

Was das Urteil für die MeToo-Bewegung bedeutet, wurde in den US-Medien kontrovers diskutiert. Viele sprachen von einem Rückschlag, so auch die frühere Staatsanwältin Annemarie McAvoy im ARD-Interview: „Als die MeToo-Bewegung sehr stark war, galt die Regel: Allen Frauen sollte geglaubt werden.“ Dieses Mal hätten die Geschworenen zumindest Zweifel gehabt. „Und wenn Zweifel bestehen, dann kann es keinen Schuldspruch geben.“

Dem widersprach die Rechtsanwältin Gloria Allred, eine der führenden Köpfe der MeToo-Bewegung im Sender CNN: „Manche meinen, die MeToo-Bewegung sei tot. Das finde ich überhaupt nicht.“ Der Erfolg von MeToo hänge nicht von Strafverfahren allein ab, sondern auch von Zivilprozessen und außergerichtlichen Einigungen. „Frauen wehren sich und verlangen Rechenschaft.“

Selbst wenn Combs diesen Strafprozess mit einer geringen Strafe überstehen sollte, drohen ihm noch Dutzende Zivilprozesse: Mehr als 120 Männer und Frauen haben den Rapper wegen mutmaßlicher Sexualstraftaten verklagt.

Das eigentliche Problem ist: Was passiert, wenn P. Diddy wieder auf freiem Fuß ist? Wird er sich rächen an allen, die gegen ihn ausgesagt haben? Viele Opfer von häuslicher Gewalt haben den Prozess mitverfolgt und sind schockiert über diese Entscheidung der Jury, denn das Urteil hat durch seine weltweite Beachtung auch weltweiten Vorbildcharakter. Wenn nun ein Man, in dessen Haus derart schlimme Dinge geschehen sind, nach nur 2 Jahren wieder aus dem Gefängnis frei käme, werden andere Gerichte ähnlich urteilen, die in den kommenden Jahren anstehen. Und damit wird auch deutlich: Gewaltschutz für Frauen gibt es de facto nicht.




Zwischen Dürre und schwallartigen tropischen Regenschauern

Vergangene Woche war es mal wieder soweit, was wir bereits des Öfteren in den vergangenen Monaten erlebt haben: zuerst sprang fas Thermometer auf fast 35 Grad, kann sackte es am nächsten Tag auf 17 Grad ab und halbierte sich damit in Rekordgeschwindigkeit. Kommende Woche sollen sich wieder Temperaturen an der 40-Grad-Marke anzeichnen.

Zwischen Dürre und schwallartigen tropischen Regenschauern

Der Klimawandel ist sichtbar geworden – mit Wetterextremen. Laut dem Deutschen Wetterdienst Standort Stuttgart betrifft das auch Baden-Württemberg und zwar mit zunehmenden Extremwetterlagen – zwischen lang anhaltender Trockenheit und Dürre, wie wie es in diesem Jahr erleben und dann wieder wolkenbruchähnlichen Regengüssen wie in den Tropen.

Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter? Die Unterteilung werde mehr und mehr obsolet, da es mittlerweile auch im Januar bis zu 17 Grad warm werden kann oder der Herbst noch mit Temperaturen von 25 Grad aufwarte.

Verändertes Bauverhalten

Diese Wetterveränderungen fordern ein verändertes Bauverhalten. „Es sollte darauf geachtet werden, dass es genug Schattenplätze auf dem Grundstück gibt, idealerweise durch Bäume, diese seien bessere Schattenspender als jede Hausmauer“. Immer mehr Häuslebauer gestalten ihre Terrasse bewusst auf der Nordseite oder überdachen sie, um im Sommer ein kühlcs Plätzchen zu haben. Am besten eignet sich dafür eine Überdachung aus Ziegeln, quasi eine Erweiterung des Daches, da ein Ziegeldach wesentlich kühler ist als eine Glas-Überdachung.

Fest eingebaute Klimaanlagen im Haus

Immer mehr Häuslebauer entscheiden sich zudem für fest eingebaute Klimatisierungsgeräte im Haus oder bauen direkt eine Heizung mit Kühlfunktion ein. Es gibt verschiedene Arten von Wärmepumpen, die zum Kühlen geeignet sind, darunter Luft-Wasser-Wärmepumpen und Erdwärmepumpen. 

Funktionsweise:
  • Aktive Kühlung:

    Die Wärmepumpe kehrt ihren Kältekreislauf um und entzieht der Raumluft aktiv Wärme, ähnlich einer Klimaanlage. 

  • Passive Kühlung:

    Bei passiver Kühlung wird die Wärme aus dem Haus über die Wärmepumpe an das Erdreich oder Grundwasser abgegeben, ohne dass der Kompressor der Wärmepumpe aktiv wird. 

Geeignete Heizsysteme:
  • Fußbodenheizungen:

    Diese sind besonders gut für die Kühlung geeignet, da sie eine große Fläche zur Temperaturregulierung bieten. 

  • Wand- und Deckenheizungen:

    Auch diese können zur Kühlung genutzt werden und bieten eine gute Alternative zu herkömmlichen Heizkörpern. 

  • Gebläsekonvektoren:

    Diese können anstelle von Heizkörpern verwendet werden und sind auch für die Kühlung geeignet. 

Vorteile der Kühlung mit Wärmepumpe:
  • Energieeffizienz:

    Wärmepumpen sind in der Regel energieeffizienter als herkömmliche Klimaanlagen. 

  • Geringe Betriebskosten:

    Sowohl aktive als auch passive Kühlung mit einer Wärmepumpe können zu niedrigen Betriebskosten führen. 

  • Kompaktes System:

    Die Kühlung erfolgt oft über die vorhandenen Heizflächen, sodass keine zusätzlichen Geräte oder Lüftungsöffnungen benötigt werden. 

  • Zugluftfreie Kühlung:

    Im Vergleich zu Klimaanlagen ist die Kühlung mit einer Wärmepumpe oft zugluftfreier und gleichmäßiger. 

Nachteile der Kühlung mit Wärmepumpe:
  • Kühleffekt nicht so stark:

    Der Kühleffekt kann bei der aktiven Kühlung nicht so stark sein wie bei einer Klimaanlage. 

  • Bedingungen müssen stimmen:

    Für die passive Kühlung ist ein geeignetes Heizsystem (z.B. Fußbodenheizung) und eine Wärmepumpe mit Erd- oder Grundwasseranschluss erforderlich. 

  • Gefahr der Kondenswasserbildung:

    Bei der aktiven Kühlung kann es bei zu niedrigen Temperaturen zur Kondenswasserbildung kommen. 

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Wärmepumpen mit Kühlfunktion eine interessante Alternative zu Klimaanlagen darstellen, insbesondere wenn bereits eine Flächenheizung vorhanden ist. Es ist jedoch wichtig, die spezifischen Gegebenheiten des Gebäudes und die individuellen Bedürfnisse zu berücksichtigen, um die beste Lösung zu finden. 

 




„Das System verlangt Wohlwollen gegenüber dem Täter“

David ist 15, modelt neben der Schule, tritt als Kinderdarsteller in dem Musical Tarzan in Stuttgart auf. Am 25. Mai 2023 beendet der Jugendliche aus Metzingen (Baden-Württemberg) sein Leben. Er erhängt sich in einer Jugendhilfereinrichtung an einem Feuermelder.

„Das System hat versagt“

„Man hätte reagieren sollen, bevor David in die kriminelle Schiene abgerutscht ist“, sagt Davids Mutter Ghenet Yebio heute rückblickend. Sie ist mit Davids tragischer Geschichte an die Öffentlichkeit gegangen, hat ein Buch geschrieben, um Fehler in unserem Gesellschaftssystem und die schweren Auswirkungen von jahrelangem emotionalem und körperlichem Missbrauch aufzuzeigen.

Wenn Kinder sich die Liebe von ihren Eltern „verdienen“ müssen

Davis war ein Musterschüler, Musicaldarsteller in Stuttgart, ein guter Schachspieler und Sportler. Aber er war auch, so Ghenet, ein „nicht geliebtes Kind von einem Elternteil“. Die Liebe habe sich David stets verdienen müssen, erzählt Ghenet. Spielte er nicht so mit, wie der Vater es wollte, wurde er mit Nichtbeachtung gestraft, mit abwertenden Sätzen, seine kleine Schwester wurde Zeuge, wie David brutal geschlagen wurde. Nach der Trennung der Eltern bekommt die Schwester die volle Aufmerksamkeit des Vaters, David hat dagegen teilweise zeitweise gar keinen Kontakt zu ihm. Es ist eine Achterbahnfahrt-Beziehung ohne Konstante.

Mit 13 Jahren greift er das erste Mal zu Drogen

David wurde lauter, auffällig, er hat sich geritzt, findet neue Freunde aus der kleinkriminellen Szene. Mit 13 Jahren greift er das erste mal zu Drogen und soll diese auch verkaufen. Die Krux: Er bekommt weniger, als er verkaufen kann. Am Ende hat er Schulden bei seinen Händlern. Er versucht, das Geld anderweitig zu besorgen und zockt mit einem Freund einen anderen Jugendlichen an einem Bankautomaten um 60 Euro ab. Sie werden geschnappt, er kommt in U-Haft. In einer Jugendhilfeeinreichtung erhängt er sich schließlich.

Davids Mutter kritisiert das aktuelle Familienrechtssystem in Deutschland

„Damals kamen mir diese zwei Jahre unendlich lange vor, rückblickend ging alles rasend schnell“, sagt Ghenet Yebio. Sie hat versucht, als Mutter ihre Kinder zu beschützen. Das sei jedoch nur bedingt möglich in einem Familienrechtssystem, dass verlangt, dass die Kinder auch zu Elternteilen weiterhin Kontakt haben, die ihnen nicht gut tun.

Sein Selbstwert war wackelig

David wirkte nach außen wie ein fröhlicher, tougher Jugendlicher, innerlich war er schon damals ein gebrochener Mensch, der sich nach der bedingungslosen Liebe beider Elternteile gesehnt hatte. Sein Selbstwert war dementsprechend wackelig.

„Man hätte einmal fragen müssen: Was ist los? Was ist das Problem? Nicht das Kind ist das Problem, sondern das System, aus welchem das System kommt“, sagt Ghenet. Denn: „Niemand wird als Krimineller geborgen.“ Beratungsstellen wurden aufgesucht, das Jugendamt miteingebunden. Doch das alles half nicht. Denn es sei nicht hinter die Kulissen geblickt, der Junge nicht einmal alleine befragt worden, sondern stets gemeinsam mit dem Täter. David selbst habe der Mut gefehlt, bei öffentlichen Gesprächsterminen Dinge klarer zu benennen, was ihn verletzt hat, wer und wie es ihm damit geht. Oft habe er gesagt: „Mama, sag du es“. Das ist auch der Titel des Buches, das Ghenet geschrieben hat über David, sein Leben und seinen selbst gewählten Tod.

Davids Vater ging vor Gericht wegen Davids Erbe

Nur wenige Tage nach dem Tod von David sei Davids Vater im Rahmen der Beerdigungsvorbereitungen mit einer Flasche Sekt dazugestoßen und habe gemeint: „Das Leben muss weitergehen.“ Und es ging weiter. Davids Vater ging vor Gericht wegen Davids Erbe. Sein Sohn hatte sich etwas dazuverdient als Musicaldarsteller in Stuttgart. Dieses Geld forderte er nun zur Hälfte ein. Zudem konnte er nicht verstehen, dass Davids jüngere Schwester erst einmal Zeit brauchte, um um ihren Bruder zu trauern und ging vor Gericht, weil er sie öfter sehen wollte. Ein Jahr lang zog sich das mehrere tausend Euro teure Verfahren, Mutter und Tochter wurde die Trauerzeit genommen. Es wurden Sachverständige und Verfahrensbeistände geladen. Nach einem Jahr dann die Entscheidung: Die kleine Schwester darf künftig alleine entscheiden, wann sie zu ihrem Vater geht.

Bindungsintoleranz steht im Raum

Was Ghenet bis heute nicht verstehen kann: „Es wurden Anträge vor Gericht zugelassen, die schlichtweg gelogen waren“, wie etwa der Antrag des Vaters, er habe seine Tochter seit Monaten nicht gesehen. Bindungsintoleranz stünde hier im Raum. Er forderte ein Gutachten, dass die Psyche der Mutter bewertet. Dabei hätte man einfach in den WhatsApp-Verlauf zwischen der Tochter und ihrem Vater sehen müssen und hätte gesehen, dass sie ständig im Kontakt waren und sich gesehen hatten.

„David war von Tag 1 an nicht gewollt“

Bereits bei David wurden die Eltern und ihre Handlungen zu wenig in den Blick genommen.  „Man hat nur David als Problem gesehen. Aber David war von Tag eins nicht gewollt. „Ich kann dieses Kind nicht lieben“, habe Davids Vater gesagt.  David sei aufgewachsen mit dem Gefühl und Wissen: „Ich will dich nicht.“ – ein nicht geliebtes Kind von einem Elternteil.

seelischer Missbrauch wandelt sich in körperlichen Missbrauch

„Es war seelischer Missbrauch, der dann aber auch zu einem körperlichen Missbrauch wurde“, erzählt Ghenet. Denn als David irgendwann einmal gesagt hat: Es ist mir egal, was du sagst“, ging es zu körperlichem Missbrauch über. Der Vater schlug seinen Sohn etwa mit der Faust in den Bauch und ins Gesicht. Zeugin war Davids kleine Schwester.

Wenn Menschen noch immer emotionale Gewalt als nicht so beachtenswert einstufen, lautet Ghenets Antwort: „Ich sage es mal so: David ist tot.“ „Der Unterschied ist: „Körperliche Gewalt ist sichtbar. Seelische Gewalt erlaubt noch ein Lächeln nach außen. Dadurch ist sie gefährlicher.“

„Das System verlangt Wohlwollen gegenüber dem Täter“

Ghenet hat versucht, David nach der Trennung vor eben dieser Gewalt zu schützen, doch sie ging weiter. „Als Mutter musste ich als Exfrau handeln, als Mutter muss ich mein Kind schützen. Aber dieses Schützen wird vom System als Gegen-den-Vater-arbeiten benannt.“ Das System verlange Wohlverhalten gegenüber dem Täter. Man möchte dem Kind den Vater auch nicht wegnehmen.“ Ich hätte gerne deutlicher gesagt zu meinem Kind: „Es ist falsch, wie er sich dir gegenüber verhält“, anstatt zu sagen: „Es ist ok, es ist in Ordnung. Du weißt doch, wie er es meint.“ Rückblickend würde sie das heute nicht mehr machen, sondern ihr Kind vielmehr in seinen Gefühlen bestärken. Denn: Nicht jedes Elternteil ist gut für ein Kind.

Nach der Trennung hätte es eigentlich bergauf gehen müssen

Nach der Trennung hätte es eigentlich bergauf gehen müssen. „Die erste Trennung ist zunächst räumlich, das bedeutet aber nicht automatisch eine emotionale Trennung“ erklärt Ghenet. Der emotionale Missbrauch finde weiterhin statt. „Man verliert Freunde, ist finanziell abhängig, ist gebrochen. Der Täter weiß das. David hat sich das Leben genommen, weil er kein Licht mehr gesehen hat. Er hat zu viel Dunkles erlebt.“ Das System habe versagt, aber darüber hinaus habe ihm auch die Grundsäule des Lebens gefehlt: die bedingungslose Liebe beider Elternteile. „Meine Liebe hat offensichtlich nicht ausgereicht“, resümiert Ghenet heute. Das System  habe ihm das Gefühl gegeben: „Du bist falsch.“ Sein Vater hat ihm gezeigt: „Du bist falsch.“

Ghenet ist sich sicher, dass alles anders ausgegangen wäre, wenn ein völliger Kontaktabbruch zu dem toxischen Elternteil von offizieller Seite angeordnet worden wäre.

„Du bist falsch“

Davids kleiner Schwester wurde vom System nur deswegen besser geschützt als David, aber, „weil ich jetzt lauter wurde, deutlicher, und nicht mehr wohlwollend gehandelt habe, sondern die Dinge beim Namen genannt habe, weil ich damit an die Öffentlichkeit gegangen bin. Trotzdem hat es ein Jahr – eigentlich das Trauerjahr nach Davids Tod – gedauert, tausende von Euro und ein Leben gekostet. Ich habe letztendlich nicht um David trauern können, ich habe mein zweites Kind beschützt.“

„Rückwirkend hätte  ich meinem Sohn in aller Deutlichkeit sagen müssen: Ja, das was du spürst, ist richtig. Ich wiederum hätte nicht gezwungen werden dürfen, den Vater zu idealisieren.“

Toxische Strukturen vor Gericht erkennen: Ghenet fordert unter anderem bessere Schulungen für Gerichtsmitarbeiter und eine Vorabprüfungen von Anträgen, die bei Familiengerichten eingereicht werden, bevor sie überhaupt zugelassen werden.

Der zweite Teil des Videos-Interviews veröffentlichen wir in den kommenden Tagen.




Gibt es nächste Woche hitzefrei?

Während der Freitag einen Temperaturabsturz von 10 Grad mit sich bringt, soll es am Wochenende wieder an die 30 Grad geben. Das Wetter schien noch nie derartige Kapriolen zu schlagen. Besonders Menschen mit Kreislaufproblemen und schwachem Blutdruck haben hier zu kämpfen.

Anfang kommender Woche melden Wetterexperten derzeit bis zu 34 Grad. Manche Schulen überlegen daher derzeit, „hitzefrei“ zu geben, das heißt, die Schulen oder gegebenenfalls nur die Nachmittagsschule zu schließen.

Die Schüler:innen würde es in jedem Fall freuen. Bei heißen Temperaturen in sehr warmen Räumen fällt das Denken denn auch nochmal schwerer.

Übrigens, der heißeste Wert, der jemals in Deutschland gemessen wurde, seitdem es Wettermeldungen gibt, liegt bei 41,2 Grad. Gemessen wurde das am 25. Juli 2019 an den Stationen Duisburg‑Baerl und Tönisvorst in Nordrhein‑Westfalen.




Es wird wieder dreckig

Die Yankees laden wieder zu einem dreitätigen Fest nach Stachenhausen ein, zu welchem jedes Jahr zahlreiche Besucher:innen strömen. Auch dieses Mal wird es wieder dreckig, denn die so genannten Prospect Spiele warten auf die neuen Mitglieder beziehungsweise Anwärter:innen des Motorradclubs.

Yankees MC – Mofarennen Stachenhausen – Prospect Spiele




P. Diddy – von wilden Orgien, Macht und Missbrauch

Der Fall Harvey Weinstein läutete die MeToo-Debatte ein und man dachte, man wüsste nun alle dunklen Geheimnisse aus Hollywood. Doch nun gräbt sich noch etwas viel Unvorstellbareres ans Tageslicht. Geschichten über wilde Orgien, in welcher zahlreiche Hollywood-Eliten mitgespielt haben sollen – an der Spitze ein Rapper namens P. Diddy – früher bekannt unter (wie passend) Puff Daddy.

Es ist wohl der spektakulärste Gerichtsprozess aus dieser Riege der Top-Stars aller Zeiten – und gleichzeitig auch der schockierendste.

Spätestens als seine Exfreundin Cassie Ventura über Sex-Orgien berichtete und wie sie gezwungen wurde, mit anderen Männern vor seinen Augen Sex zu haben, war jedem klar: Das Unvorstellbare scheint nicht nur im Film möglich. Ventura sei darüber hinaus emotional unter Druck gesetzt und körperlich attackiert worden.

Zahlreiche weitere Zeugen stützen nun ihre Aussagen.

Eine weitere Exfreundin P. Diddys hat nun ausgesagt, dass sie trotz jahrelanger Misshandlungen durch den früheren Musik-Superstar eifersüchtig auf andere Frauen in seinem Umfeld gewesen sei.

Einmal habe sie beispielsweise drei Tage lang an einer von dem Musiker arrangierten Sex-Veranstaltung mit drei anderen Männern teilgenommen – und danach gesehen, dass Combs mit einer anderen Frau in den Urlaub gefahren sei, sagte die ehemalige Partnerin des Musikers unter dem Pseudonym Jane vor Gericht in New York, wie US-Medien übereinstimmend berichteten.

„Du lässt mich so ausgenutzt fühlen, und ich bereue alles“, habe die Frau dem Musiker danach geschrieben. Ein anderes Mal habe sie Combs dazu gezwungen, aus einem Urlaub mit einer anderen Frau zurückzukommen, indem sie ihm damit gedroht habe, ansonsten nicht mehr an einer seiner Sex-Partys teilzunehmen. In den vergangenen Prozess-Tagen hatte die Frau bereits von jahrelangen schweren sexuellen und körperlichen Misshandlungen berichtet.

Viele Menschen fragen sich an dieser Stelle: Warum haben diese Frau das teilweise über Jahre und Jahrzehnte mit sich machen lassen? DAs typische an machtmissbräuchlichen Beziehungen ist die Zuckerbrot- und Peitsche-Methode. Es gab ja auch nicht nur schlechte, sondern auch gute Zeiten und die Hoffnung, dass die guten Zeiten wiederkommen und vielleicht auch bleiben. Zudem kommt eine Angstbindung hinzu – Angst, die vermeintliche Liebe des Täters dann nicht mehr zu bekommen und Angst vor der Zerstörung des eigenen Lebens, da das soziale und finanzielle Leben nicht selten zu einem Großteil vom Täter abhängt.