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Jetzt bewerben für 50 neue Bauplätze in Michelbach am Wald

50 Bauplätze werden in Michelbach am Wald erschlossen. Bewerbungsstart für Einfamilienhäuser ab 3. Februar.

bei Schnee und Temperaturen um den Gefrierpunkt setzte Oberbürgermeister Thilo Michler im Beisein von Anwohnern, Vertretern der Stadtverwaltung, Gemeinde- und Ortschaftsräten, sowie Baufirmen und Erschließungsträgern, am Montag, den 30. Januar 2023, zum Spatenstich im Neubaugebiet Göckes I im Öhringer Teilort Michelbach am Wald an. „Nach einem langen und nicht einfachen Planungsprozess mit diversen Änderungen und Ergänzungen, freue ich mich sehr, heute mit Ihnen diesen Spatenstich zu feiern. 50 Bauplätze werden nun in beeindruckender Lage mit weitem Blick auf Öhringen und das Hohenloher Land erschlossen. Ich wünsche allen Firmen ein zügiges und sicheres Vorankommen und danke allen Anwohnern für ihre Geduld mit der Baustelle“, sagte Oberbürgermeister Thilo Michler.

kein einfacher Planungsprozess

Gerade eine Woche vorher, am 24. Januar, hatte der Öhringer Gemeinderat die Bauplatzpreise für die 40 städtischen Bauplätze mit einer zehnprozentigen Erhöhung festgesetzt und den Vergaberichtlinien für das rund 2,6 Hektar große Neubaugebiet zugestimmt. 275 Euro kostet nun der Quadratmeter für die städtischen 25 Einfamilien- und zehn Doppelhausbauplätze. 385 Euro pro Quadratmeter wurden für die zwei Mehrfamilienhaus- und drei Ketten- und Leanhausbauplätze beschlossen. Die restlichen zehn Bauplätze sind in Privatbesitz, werden aber vom Erschließungsträger zugleich für die Bebauung vorbereitet.

275 Euro pro Quadratmeter

Am 3. Februar startet der Bewerbungszeitraum für die städtischen Einfamilien- und Doppelhausbauplätze. Ab dem 17. Februar kann man sich für Ketten-, Lean- und Mehrfamilienhäuser bewerben. Alle Informationen zum Baugebiet und zur Bewerbung sind auf der städtischen Homepage unter www.oehringen.de/stadt/bauen-und-wohnen/ hinterlegt. Auch Baugemeinschaften für Doppelhäuser können Bewerbungsunterlagen ab 3. Februar einreichen.

Fertigstellung für Herbst 2023 geplant

OB Thilo Michler und Erschließungsträger Bernd Willibald vom Ingenieurbüro IFK aus Mosbach betonten die besonderen geografischen Umstände des Baugebietes, die für Planungsmehraufwand gesorgt hatten. Der Planungsprozess für ein kleineres Gebiet begann schon im Sommer 2019. Ab Mitte des Jahres 2020 wurde wegen der Anbindung an die Kreisstraße 2387 neu gedacht. Vor allem beim Umgang mit Wasser brachte die erhöhte Lage Herausforderungen mit sich. So wird eine Druckerhöhungsanlage gebaut. Zusätzlich wird Starkregen in einem neuen Feuerlöschteich und durch gut 50 verpflichtende Zisternen mit je 3000 Litern Fassungsvermögen auf jedem Grundstück aufgefangen und dort gleichzeitig ökologisch sinnvoll als Gieß- und WC-Spülwasser genutzt. Rund zwei Kilometer Schmutz- und Regenwasserleitungen inklusive Regenwasserableitung zum Regenrückhaltebecken werden verbaut. Die Erschließungskosten für die Firma Wolf und Müller belaufen sich auf 4,65 Millionen Euro. Die Ausschreibung der Arbeiten erfolgte Mitte 2022. Seit Oktober 2022 ist der Bebauungsplan rechtskräftig. Aufgrund der hohen Auslastung, konnten die Firmen erst jetzt mit den Arbeiten beginnen. Fertigstellung ist für Herbst/Ende 2023 geplant.

Zeitplan

Neu ist, dass die Zufahrt zum Baugebiet durch eine verbreiterte Straßenführung mit Querungshilfe (Mittelinsel) und neuer Linksabbiegespur vereinfacht wird. Hinzu kommt ein neuer Gehweg entlang der Hauptstraße nach Westen zur Bushaltestelle „Michelbach Siedlung“ (an der Einmündung Sonnenbergstraße).

Zeitplan

Öffentliche Ausschreibung der Einzel- und Doppelhausbauplätze zur Einzelvergabe und Vergabe an Baugemeinschaften 

  • Beginn der Bewerbungsphase: Freitag, 03.02.2023
  • Ende der Bewerbungsphase: Freitag, 24.03.2023, 12 Uhr
  • Anschließend Prüfung der Bewerbungen
  • Nichtöffentliche Losung der Bauplätze in KW 13-14/2023
  • Vergabe der Bauplätze im Gemeinderat: Dienstag, 25.04.2023
  • Anschließend Mitteilung der Ergebnisse an Teilnehmer

Konzeptvergabe (2 Mehrfamilienhausbauplätze-, 1 Ketten-/Leanhausbaufeld)

  • Beginn der Ausschreibung: Freitag, 17.02.2023
  • Abgabe Konzeptvorschläge: Freitag, 05.05.2023, 12 Uhr
  • Anschließend Vorprüfung durch die Stadt
  • Sitzung des Bewertungsgremiums: Montag, 19.06.2023
  • Vergabe der Bauplätze im Gemeinderat: Dienstag, 25.07.2023
  • Anschließend Mitteilung der Ergebnisse an Teilnehmer

Quelle: Stadtverwaltung Öhringen




Helau, Alaaf und Duldeldidü…Fasching is coming

Fasching is coming…auch in den Hohenlohekreis. Anbei veröffentlichen wir einen kleinen Überblick über Faschingsveranstaltungen – ohne Gewähr auf Vollständigkeit:




„Hier hatten wir die Fokus auf der Haselmaus und die Gelbbauchunke“

„Hier bei uns im Windpark hatten wir den Fokus auf die Haselmaus und die Gelbbachunke“, erklärt Markus Pubantz todernst dem schmunzelnd dreinschauenden Moderator von der Heute-Show. Die ZDF-Heute-Show war zu Besuch in Niedernhall, genauer gesagt, bei dem Bürgerwindpark Hohenlohe und lies sich die über 50 Aktenordner zeigen, die die GmbH mittlerweile zur Antragstellung  und Genehmigung eines neues Windkraftrades braucht.

Gelbbauchunke.

Bürokratiewahnsinn schlechthin

Wobei Pubantz das alles noch sehr locker sieht. „Die Gelbbauchunke ist aber auch wirklich putzig“, bemerkt er in dem Video über die Froschlurchart. „Jedes Projekt beinhaltet eben eigene Herausforderungen.“

Gießen für die Lurche

„Wir haben hier über 20 Gelbbauchunkentümpel erschaffen.“ Das sei einer der Auflagen, die in den Genehmigungen drinstehe. Diese gelte es auch zu gießen von den Betreibern, damit sie nicht austrocknen – im Sommer täglich, ansonsten reicht das zweimal wöchentlich. Den Gelbbauchunken geht es bei uns gut.“

Strom geht in die Schweiz

In dem Heute-Show-Beitrag geht es darüber hinaus um die deutschen Stromnetze, die noch größtenteils von 1990 sind und um autarke Stromdörfer, etwa in Bayern, die mehr Strom produzieren, als sie brauchen. Der Überschuss geht in die Schweiz als derzeit Höchstbietenden für diesen Strom. „Wie Deutschland den Ausbau der Erneuerbaren Energien verkackt“, lautet der sehr deutliche Titel des TV-Beitrages der Heute-Show.

Markus Pubantz (rechts) erklärt im Windpark in Niedernhall der Heute-Show, wie viele Aktenordner mittlerweile zusammenkommen, um ein Windrad genehmigt zu bekommen.

 




„Deutlich gestiegene Zinsen und Baukosten machen es derzeit gerade jungen Familien schwerer, sich den Wunsch von der eigenen Traumimmobilie zu erfüllen“

Die Sparkasse Hohenlohekreis hat am 24. Januar 2023 eine Bilanz Ihres Geschäftsjahres 2022 veröffentlicht. Dabei verweist die Sparkasse auf der Problem der hohen Inflation infolgedessen Erspartes an Wert verliert. Dadurch würden Kund:innen mehr nach alternativen Anlagemöglichkeiten wie Werpapieren Ausschau halten.

Inflation frisst Sparguthaben auf

Die Sparkasse selbst konnte 2022 sich über 6 Prozent mehr Kundeneinlagen freuen. Die Einlagen der Sparer:innen stiegen inflationsbedingt allerdings nur um 2 Prozent. Dieser Trend dürfte sich aufgrund der anhaltenden Inflation fortsetzen.

Der Nettoabsatz an Wertpapieren ist auf fast 55 Mio. Euro gestiegen. „Die konjunkturellen Unsicherheiten boten auch immer wieder gute Einstiegschancen an den Kapitalmärkten. Wir konnten Zuflüsse über alle Wertpapierarten hinweg feststellen. Besonders gefragt waren strukturierte Anleihen und Fondslösungen“, sagt Sparkassenchef Bernd Kaufmann.

Steigende Zinsen lassen Nachfrage nach Finanzierungen von Häuslebauern sinken

Die dynamische Kreditnachfrage der Vorjahre setzte sich in 2022 weiter fort, so dass erstmals die Marke von 1,5 Mrd. Euro beim Kundenkreditvolumen überschritten werden konnte. Im Firmenkundengeschäft waren speziell kurzfristige Finanzierungen gefragt, da
die wiederkehrenden Lieferengpässe bei Rohstoffen und Vorprodukten viele Unternehmen veranlasste ihre Lagerbestände vorsorglich zu erhöhen. Die Ausleihungen für den privaten Wohnungsbau konnten erneut um über 9 Prozent gesteigert werden. Bei den Neuzusagen für private Baufinanzierungen hat die Dynamik im Jahresverlauf hingegen nachgelassen. Deutlich gestiegene Zinsen und Baukosten machen es derzeit gerade jungen Familien schwerer, sich den Wunsch von der eigenen Traumimmobilie zu erfüllen.

Frühzeitiges Bausparen gefragt

Die gestiegenen Bauzinsen rückten für viele Kundinnen und Kunden die Vorteile des frühzeitigen Bausparens stärker ins Blickfeld. Vorstandsvorsitzender Kaufmann erläutert dazu: „Unsere Beraterinnen und Berater haben unsere Kunden intensiv über frühzeitige
Zinssicherungsstrategie beraten und passgenaue Lösungen für sie entwickelt.“

Internationales Geschäft auf Wachstumskurs

Im fünften Jahr der Zusammenarbeit mit der S-International Baden-Württemberg Nord zeigte sich das Internationale Geschäft sehr dynamisch. „Durch unser gemeinsames Kompetenzzentrum mit mittlerweile fünfzehn weiteren Sparkassen haben wir hier ein sehr
erfahrenes und kompetentes Expertenteam. Unsere Lösungen für das Zins-, Währungs- und Rohstoffmanagement wissen viele unserer mittelständischen Kunden zu schätzen. Das gilt gerade in so volatilen Phasen, wie wir sie in 2022 an den Zins- und Währungsmärkten erlebt haben“, erklärt Kaufmann.

Jahresüberschuss von gut 2 Millionen Euro

Der Jahresüberschuss wird voraussichtlich gut 2 Mio. Euro betragen.

Die Folgen der Zinswende werden auch im Jahr 2023 die Entwicklung der Sparkasse prägen. Dazu Kaufmann: „Unsere Sparkasse ist für das veränderte Zinsumfeld gut aufgestellt. Wir blicken deshalb recht optimistisch nach vorne.“ Und weiter: „Im Sinne unserer Kund:innen hoffen wir, dass sich der zarte konjunkturelle Hoffnungsschimmer verfestigt und auch eine nachhaltige Rückkehr zu wieder deutlich niedrigeren Inflationsraten im Jahresverlauf 2023 gelingt.“ Die Sparkasse Hohenlohekreis beschäftigt derzeit 308 Mitarbeiter:innen.




„Unvorstellbar und unfassbar für uns alle“

Die Nachricht am 25. Januar 2023 brach vielen Hohenloher:innen das Herz. Der schwer herzkranke Marcel aus Niedernhall (20) (wir berichteten) ist verstorben. Besonders bitter: Der Verein Lächelwerk hat kurz zuvor die benötigte Spendensumme für die lebensnotwendige Therapie in den USA zusammenbekommen. Dr. Sandra Hartmann hat mit dem Vereinsvorsitzenden, Alex Göbel
gesprochen.

Alex Göbel ist der Vereinsvorsitzende von Lächelwerk. Foto: Lächelwerk

Marcel mit seinem Vater Damir Klisan und seiner Mutter Manuela kurz vor Weihnachten 2022. Foto: GSCHWÄTZ

„Wir haben die Summe für Marcels Therapie um 08.40 Uhr in die USA überwiesen, um 08.42 Uhr stirbt der Junge.“
„Wir haben die Summe für Marcels Therapie um 08.40 Uhr in die USA überwiesen, um 08.42 Uhr stirbt der Junge. Das ist doch nicht normal. Es wären doch nur noch ein paar Meter für Marcel gewesen.“ Göbel kann es selbst noch gar nicht richtig fassen, was geschehen ist. 241,326 Euro steht aktuell auf dem Spendenaufruf bei betterplace.de. Und: Erfolgreich finanziert. „Es bricht uns das Herz, Euch von Marcels Tod berichten zu müssen.“ So meldet sich der Verein Lächelwerk aus Schmallenberg über facebook nach Marcelsl plötzlichem und unerwarteten Tod zu Wort. „Marcel ist heute Morgen im Krankenhaus verstorben. Dieser junge Mann, dieser lebensfrohe Mensch, war so voller Hoffnung. Voller Hoffnung auf sein neues Leben. Seine Kraft aber hat nicht mehr gereicht. So kurz vor seinem Ziel, der Therapie in den USA.

Marcel Klisan kam mit einem der schwersten Herzfehler überhaupt auf die Welt. Foto: GSCHWÄTZ

„Wir sind geschockt“
Wir sind geschockt, betäubt. Doch wir müssen Euch diese furchtbare Nachricht mitteilen, weil Ihr mit Euren Spenden so sehr versucht habt Marcel zu helfen. Wir wären dankbar, wenn wir Eure Spenden für die Unterstützung von Marcels Familie sowie weitere Herzkinder einsetzen dürfen. Doch Spenderinnen und Spender, die Ihre Spende zurückhaben möchten, melden sich bitte unter info@laechelwerk.de (bitte mit vollständigem Namen / Summe / Überweisungsdatum). Wir veranlassen alles Weitere. Wir bitten Euch nur darum, uns etwas Zeit dafür zu geben. Wir sprechen Marcels Familie unser tiefstes Mitgefühl aus. Es zerreißt uns, dass Ihr nun so leiden müsst. Wir wünschten, wir könnten Euch den Schmerz nehmen. Marcel, wo auch immer Du nun bist. Es ist furchtbar, was passiert ist. Du bleibst in unseren Herzen als witziger, lieber Mensch, der viel zu früh gehen musste. Ruhe in Frieden. ❤️

Spendenaufruf auf betterplace.de

Schwere Lymphentzündung

Marcel starb in der Uniklinik Tübingen, nachdem er wegen einer schweren Lymphentzündung in den Beinen ins Krankenhaus kam. Sein Zustand habe sich, so Göbel, innerhalb von Stunden komplett gedreht. Das sei für alle Beteiligten, auch für die Ärzte in den Vereinigten Staaten „Unvorstellbar und unfassbar“ gewesen.

„Wenn jemand sein Geld wiederhaben möchte, ist das kein Problem“

Zahlreiche Hohenloher:innen, auch ortsansässige Firmen, haben für Marcel in den vergangenen Wochen gespendet. „Wenn jemand sein Geld wieder haben möchte, ist das kein Problem“, sagt Göbel. „Das, was nicht zurückgefordert wird, wird an andere herzkranke Kinder gehen.“ In zwei Wochen fliegt ein junges Mädchen zu derselben Therapie in die USA, wie es auch für Marcel angedacht war.

Ein weiteres Mädchen muss wegen einer Zweitbehandlung ebenfalls in die Staaten. Hier fehlt noch fast der komplette Behandlungsbetrag von rund 70.000 Euro plus Unterkunft und Flüge. Viele betroffene Familien trauen sich laut Göbel vor lauter Scham, dass sie das finanziell nicht alleine stemmen können, nicht in die Öffentlichkeit. Marcels Familie fiel dies ebenfalls nicht leicht, aber sie wussten: Alleine bekommen wir diese enorme Therapiesumme nicht zusammen.

„Du darfst fallen. Du darfst krank sein.“

„Wenn so ein Kind erkrankt, erkrankt das ganze familiäre System“, weiß Göbel, der selbst vor einigen Jahren an Krebs erkrankt ist. Den Verein Lächelwerk hat er gemeinsam mit seiner Frau 2017 gegründet. „Wir unterstützen hauptsächlich schwer chronisch erkrankte und an Krebs erkrankte Kinder.“ Mit zwei Kindern haben sie angefangen. Derzeit betreuen sie 126 Kinder. „Alle Erkrankten haben ein Problem: Wenn sich dein Leben komplett auf den Kopf stellt und du psychisch und finanziell komplett herunterfährst, fängt dich keiner auf. Das Einkommen fällt weg. Der Lebensmut fällt weg.“ Wir sind da, um den Betroffenen zu sagen: „Du darfst fallen. Du darfst krank sein. Wir sind für euch da und kümmern uns.“ Das Problem im heutigen Gesundheitssystem: Man bekomme Standardbehandlungen, aber Medikamente und Behandlungen, die teuer, aber von großem Nutzen sind, fielen oft raus aus dem Leistungskatalog.

Die Solidarität der Gemeinschaft

Die Familie Klisan hat das Geld durch Spenden zusammenbekommen. Die Solidarität der Gemeinschaft hat sie getragen. Jeder hat mit ihnen gelitten und gehofft. „Die gemeinnützige Arbeit wichtiger als je zuvor, da überall immer mehr eingespart wird“, sagt Göbel. Jeden Tag setzt er sich mit dem Tod auseinander, jeden Tag versucht er zu retten, was möglich ist. Aus eigener Erfahrung weiß er: „Du kannst weitermachen oder stehenbleiben.“ Mittlerweile ist Lächelwerk ein Vier-Mann-Team mit diversen Ehrenamtlichen. „Wir sind eine Organisation zum Anfassen“, betont Göbel. Sie seien Rund-um-die Uhr für die Familien, die sie betreuen, da. Auch jetzt hat er der Familie Klisan gesagt: „Zieht euch zurück. Nehmt euch die Zeit der Trauer. Wir stellen uns für euch der Flut an Anfragen, die jetzt vermutlich kommen wird.“

Text: Dr. Sandra Hartmann

Video: Marcel, Spendenaufruf, aufgenommen kurz vor Weihnachten 2022. Quelle: GSCHWÄTZ/Archiv

WDR-Beitrag über den Verein Lächelwerk und Marcel: Krebshilfe in Schmallenberg: Interview mit „Lächelwerk“-Gründer Alex Göbel – Westfalen-Lippe – Nachrichten – WDR




Holzpellets oder Wärmepumpe?

Die Vortragsreihe „Zukunft Klima“ von der Stadtverwaltung Künzelsau startet mit einem Vortrag von Professor Ekkehard Laqua am Donnerstag, den 09. Februar 2023. Dabei es geht um Energieeinsparpotenziale im Einfamilienhaus.

Energieeinsparpotenziale im privaten Einfamilienhaus

Die Energiekosten sind in den letzten Monaten deutlich angestiegen und die Auswirkungen sind in vielen Bereichen zu spüren. Energie zu sparen zahlt sich daher aus und schützt zudem das Klima. Welche Potenziale gibt es im privaten Einfamilienhaus, Energie einzusparen und sinnvoll einzusetzen?

Holzpellets oder Wärmepumpe?

Der Vortrag „Energieeinsparpotenziale im privaten Einfamilienhaus“ von Professor Dr.-Ing. Ekkehard Laqua greift dieses Thema auf. Anhand ausgewählter Sanierungsbeispiele wird aufgezeigt, wie viel Energie eingespart werden kann. Wie kann ein Sanierungsfahrplan aussehen? Wie können regenerative Energien eingebunden werden? Wie unterscheiden sich verschiedene Heizsysteme (wie Holzpellets oder Wärmepumpe)? All dies sind Themen an diesem Abend.

Professor Dr.-Ing. Ekkehard Laqua lehrt an der Hochschule Heilbronn, Campus Künzelsau – Reinhold-Würth-Hochschule und ist Leiter des Studiengangs Wirtschaftsingenieurswesen – Energiemanagement.

Vortrag im Rathaus

Der Vortrag „Energieeinsparpotenziale im privaten Einfamilienhaus“ findet am Donnerstag, 9. Februar 2023 um 19.30 Uhr im Großen Sitzungssaal im Künzelsauer Rathaus, Stuttgarter Straße 7, statt. Einlass ist ab 19 Uhr. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Ansprechpartner bei der Stadtverwaltung Künzelsau ist Rafaela van Dorp, E-Mail rafaela.vandorp@kuenzelsau.de oder Telefon 07940 129-102.

„Zukunft Klima“

2023 dreht sich in Künzelsau alles um die „Zukunft Klima“. Klimapositiv soll die Stadtverwaltung Künzelsau arbeiten. Das hat der Gemeinderat als Ziel bis 2030 vorgegeben. Parallel dazu soll die gesamte Stadt Künzelsau weiter den Weg zur klimaneutralen Kommune gehen. Über das ganze Jahr 2023 gibt es verschiedene Veranstaltungen und Aktionen zum Jahresthema, unter anderem eine gemeinsame Vortragsreihe von Klimabeirat und Stadtverwaltung Künzelsau. Interessierte können sich umfassend zu verschiedenen Themen aus dem Bereich Klimaschutz informieren und mit Experten ins Gespräch kommen.

Quelle: Stadtverwaltung Künzelsau

Weitere Klima-Termine

Donnerstag, 20. April 2023: Künzelsau auf dem Weg zur Klimaneutralität: Wie kann dies umgesetzt werden? Maren Krämer und Maximilian Scholze, Hochschule Heilbronn, Campus Künzelsau – Reinhold-Würth-Hochschule

Donnerstag, 11. Mai 2023: Klimaneutral, saisonal, regional und gesund einkaufen; Joachim Schröder, Leiter Klima-Zentrum Hohenlohekreis und weitere Referenten

Donnerstag, 28. September 2023: Wasserstoff – Energieträger der Zukunft; Dr. Harald Drück, Universität Stuttgart und Vorsitzender Klimabeirat Künzelsau

Donnerstag, 12. Oktober 2023: Nachhaltige und klimapositive Gebäude, Dr. Stephan Anders, Abteilungsleiter Netzwerk und Beratung, Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen

Donnerstag, 9. November 2023: Ökobilanz – mein persönlicher CO2-Fußabdruck Prof. Dr.-Ing. Anke Ostertag und Dipl.-Ing. (FH) Anke Stier, Hochschule Heilbronn, Campus Künzelsau – Reinhold-Würth-Hochschule

 




Rasant kleiner werdende Gletscher und steigende Meeresspiegel

Schon eine halbe Stunde bevor sich der Haupteingang des Künzelsauer Rathauses am 13. Januar 2023 zum Neujahrsempfang öffnet, stellen sich die Gäste zum Einlass an. Der Empfang ist ausgebucht. War der Neujahrsempfang bislang in der Stadthalle, fand er in diesem Jahr im Rathaus statt. Seinen Vortrag hielt Sven Plöger im Großen Sitzungssaal.

Im Rathaus werden die Gäste bis zur Begrüßung durch Bürgermeister Stefan Neumann und dem Vortrag des Meteorologen Sven Plöger auf allen Etagen von einem ideenreichen und interessanten Mitmachangebot unterhalten: Glücksrad, Dartspiel, Kapla-Bausteine, Virtual-Reality-Brille, Klima-Quiz, Kinovorführungen und mehr, haben allesamt ein Ziel gemeinsam: den Gästen auf unterhaltsame Art die Themen und Aufgaben der Stadtverwaltung nahe zu bringen – immer unter dem Themenschwerpunkt Klima. „Aus unserer Strategie 2023 heraus haben wir dieses Jahr 2023 unter das Motto ‚Zukunft Klima‘ gestellt“, so Bürgermeister Stefan Neumann bei der Begrüßung. Gekommen sind die Ehrenbürger Ursula und Albert Berner, die Bundestabgeordneten Christian von Stetten, Harald Ebner, Valentin Abel, Stadträtinnen und Stadträte, Ortsvorsteher, zahlreiche Vertreter von Wirtschaft, Banken und Kirchen, Künzelsauer Einwohnerinnen und Einwohner, Gäste von außerhalb und die vielen Mitwirkenden – darunter Joachim Schröder vom Klimazentrum, Volker Schmid und Tobias Bohnhardt vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), das Team von Würth IT und der Georg-Wagner-Schule.

Volles Haus im Großen Sitzungssaal im Rathaus in Künzelsau. Foto: Stadtverwaltung Künzelsau

Mit Hoffnung und Optimismus ins neue Jahr starten

„Wir begrüßen gemeinsam das neue Jahr und wollen es mit dem Gefühl der Hoffnung und des Optimismus beginnen. Denn: Zum Optimismus gibt es keine Alternative“, so eröffnet Bürgermeister Stefan Neumann den Abend. Generell könne Kunst, wie auch die in der aktuellen Ausstellung im Rathaus „Kunst trifft Klima“ des Künstlers Klaus Hub, „ein Hebel sein, Bewusstsein für das Klima zu schärfen und zu schaffen, hierüber ins Gespräch zu kommen und so selber ins Tun zu kommen.“ Die Stadt, die Stadtgesellschaft, wolle ihren Teil zum besseren Umgang mit den Ressourcen beitragen.

Besucher:innen beim Neujahrsempfang. Foto: Stadtverwaltung Künzelsau

Grenzen der Leistungsfähigkeit erreicht

Kommunen sind auf die Unterstützung von Bundes- und Landespolitik angewiesen. Neben dem Strategiethema „Zukunft Klima“, das der Künzelsauer Gemeinderat für das Jahr 2023 definiert hat, existieren noch weitere herausfordernde Themen für die Städte und Gemeinden, an die Stefan Neumann erinnert: die Folgen der Corona-Pandemie, die Versorgung von immer mehr geflüchteten Menschen und generell zu wenig Wohnraum, immer höhere Vorgaben, den Ausbau von Bevölkerungs- und Katastrophenschutz, die Aufrechterhaltung von Infrastruktur bei unsicherer Energieversorgung, die Sicherung des sozialen Friedens und vieles mehr. „Wir alle treten an, um unserer Verantwortung gerecht zu werden, wir treten für Staat und Gesellschaft ein“, so Bürgermeister Stefan Neumann und mit einem Appell an die Politik bekräftigt er, „dass wir die Grenze der Leistungsfähigkeit des Staates, unserer Städte und Gemeinden erreicht haben.“ Viele Leistungsversprechen ließen sich schon heute nicht mehr erfüllen. Es brauche jedoch einen handlungsfähigen Staat und leistungsstarke Städte und Gemeinden.

Sven Plöger trägt sich ins Goldene Buch der Stadt Künzelsau ein. Foto: Stadtverwaltung Künzelsau

„Wir können dem aber nicht mehr mit immer neuen Aufgaben, Rechtsansprüchen und Standards entgegentreten. Für die Legitimation von staatlichem Handeln, benötigt es Vertrauen in den Staat und die Demokratie. Die Leistungsfähigkeit ist ein wichtiger, sogar elementarer Vertrauensfaktor.“ Es brauche mehr als bloße Aufgabenkritik. Aus diesem Grund haben Gemeinde- und Städtetag gemeinsam mit dem Landkreistag und weiteren Verbänden einen „Zukunftskonvent“ gefordert. Das sollte keine Arbeitsgruppe in den Ministerien, sondern ein vom Ministerpräsidenten und dem Landtag gesteuertes Gremium sein. „Wir benötigen einen echten Ermutigungs- und Entfesselungsakt, der uns aus dem überregulierten Gesetzesrahmen befreit.“ Das gelte auch für den Bund. Dem Ländle stehe es aber gut zu Gesicht, mutig voranzugehen. „Mutig voran geht stets die Kommunalpolitik in unserer Stadt“, sagt Stefan Neumann und nennt markante Zeichen, die gesetzt werden wie beispielsweise der gebührenfreie Kindergarten oder das Energiepolitische Arbeitsprogramm der Stadt.

Klimawandel als „Menschheitsherausforderung“

Eine Stadt brauche engagierte Einwohnerinnen und Einwohner und eine aktive Wirtschaft, so Stefan Neumann. „Der Klimawandel gehört, wie die Armuts- und Elendsbekämpfung, die Artenvielfalt und viele andere Themen mehr zu den großen Menschheitsherausforderungen“, fährt Stefan Neumann fort. Die globalen Verflechtungen müssten gemeinsam genutzt werden. „Gemeinsame Interessen können nur gemeinsam für die Menschheit gelöst werden. Wir befinden uns gerade in einer Phase, wo Aufrüstung und lokale Kriege, eskalierende Konflikte immer Gefahr laufen, zum Weltkrieg zu mutieren. Wir brauchen keinen Rückfall in die Konflikte der letzten beiden Jahrhunderte. Jeder kann an seiner Stelle einen Teil zu einer besseren Welt beitragen“, hält Stefan Neumann fest und fordert auf: „Fokussieren wir das Gute, fokussieren wir gemeinsame Themen und Herausforderungen. Vergessen wir nicht, dass der Klimawandel und die Klimafolgenanpassung die ganze Welt betreffen. Eine Veränderung im Bewusstsein und im Tun muss aber auch und insbesondere bei uns selbst beginnen.“

Rasant kleiner werdende Gletscher

Dass der Klimawandel in vollem Gange ist, zeigt der Meteorologe Sven Plöger eindrucksvoll mit Daten und Beispielen aus Forschung und Wissenschaft in seinem Vortrag auf. Humorvoll aber bestimmt nimmt er die Gäste des Abends mit durch Klima-Statistiken und -Prognosen: „Wenn jetzt noch jemand nicht sieht, dass es wärmer wird, muss er zum Optiker. Die Klimakrise ist ein Thema, das wir nicht ignorieren können.“ Eindrucksvolle Bilder vom rasant kleiner werdenden Grindelwald-Gletscher und dem Feldsturz, der der Stieregghütte in den Schweizer Alpen buchstäblich den Boden geraubt hat, machen betroffen und deutlich, wovon der bekannte Meteorologe spricht. „Der Klimawandel ist ein schleichender Prozess, der aber schon jetzt dramatische Auswirkungen in den Bergen hat. Wenn das Eis dort taut, zerfallen die Berge. Wenn die Gletscher weg sind“, so Sven Plöger, „können sie kein Wasser mehr liefern.“ Die Folge werde sein, dass die Flusspegel weiter sinken. Das hat Auswirkungen auf die Trinkwasserversorgung, die Schifffahrt und die Kühlung von Atomkraftwerken, die in Frankreich zeitweise deshalb sogar abgestellt werden mussten. Deshalb seien die Erneuerbaren Energien der Weg, Investitionen in diesem Bereich nicht nur sinnvoll und notwendig, sondern auch in finanzieller Hinsicht dringend. „Jeder nicht vernünftig in Klimaschutz gesteckte Euro muss mit zwei bis elf Euro zurückgezahlt werden.“

„2019, wo wir so viel über Umweltschutz gesprochen haben, haben wir gleichzeitig so viele Flugreisen und Kreuzfahrten gemacht und SUVs gekauft, wie noch nie zuvor“

Es bestehen Chancen, wenn die Gesellschaft Dinge tut. Um das 1,5-Grad-Ziel noch zu erreichen, müsste die Einsparung an CO₂-Emissionen jährlich so groß sein wie durch den Shutdown. Das wäre möglich, aber dazu müssen alle ihr Verhalten ändern, so Plöger. „Fast alle wissen, was wir tun könnten und tun es nicht. Kaufen Sie Ratgeber. Lesen Sie diese und machen Sie dann.“ Wie schwer das fällt, macht er mit verschiedenen Beispielen deutlich, möchte dabei nicht beschimpfen, aber zum Nachdenken anregen. „2019, wo wir so viel über Umweltschutz gesprochen haben, haben wir gleichzeitig so viele Flugreisen und Kreuzfahrten gemacht und SUVs gekauft, wie noch nie zuvor.“ Mit Blick auf die Treibhausgase liege Deutschland im weltweiten Vergleich auf Platz sechs von 194 Ländern – in absteigender Reihenfolge hinter China, USA, Indien, Russland und Japan.

Der Waldmacher

Begeistert berichtet Plöger über Tony Rinaudo den Waldmacher, der 2018 den „alternativen Nobelpreis“ bekommen hat. In Äthiopien und auch in anderen Ländern hat der Australier mit dem Grundwasser verbundene Pflanzen von überflüssigen Ästen befreit und mit Hilfe eines Entwicklungshilfeprojektes dafür gesorgt, dass Mensch und Tier nicht an die Pflanzen gehen (Brennholz, Futter) und so für das Entstehen ganzer Waldgebiete gesorgt.

Schließlich spricht sich Sven Plöger für ein Engagement zum Wohl der Gesellschaft – beispielsweise ein Soziales Jahr – aus. „Wenn jeder Mensch ein Jahr seines Lebens für die Gesellschaft, die Allgemeinheit einsetzen würde, wäre das eine persönliche Bereicherung. Es würden aber auch Dinge passieren, die uns allen – der Gesellschaft – guttun. Denn: Dieser Planet braucht uns nicht – wir aber ihn!“

Auch das DLR war da

Auf allen Stockwerken im Künzelsauer Rathaus war parallel zu Plögers Vortrag etwas geboten. Die Kooperation von den Schülerinnen und Schülern zweier städtischen Schulen – Georg-Wagner-Schule, Ganerben-Gymnasium -, den Auszubildenden von Würth IT und Tobias Bohnhardt, dem Leiter des DLR_School_Lab Berlin, präsentierten, wie sie eine interaktive Weltraumausstellung im Stadtmuseum gestalten. Am Satelliten-Modell EnMAP erläuterte Volker Schmid vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), wie damit eine hochauflösende Erdbeobachtung möglich ist. Die Catering-AG der Georg-Wagner-Schule sorgte fürs leibliche Wohl, Uwe Saußele und Ralph Hanl für die musikalische Umrahmung. „Wir haben uns als Team der Stadtverwaltung hervorragend präsentiert und unseren Gästen einen gelungenen Abend mit interessanten Gesprächen bereitet“, bedankt sich Bürgermeister Stefan Neumann.

Quelle: Stadtverwaltung Künzelsau

Zu den Fotos:

Sven Plöger trägt sich in das Goldene Buch der Stadt ein. Bürgermeister Stefan Neumann – links im Bild.

 

Aktionen in allen Fluren und auf allen Ebenen im Rathaus haben die Besuchenden zum Mitmachen eingeladen.

Fotos Olivier Schnipp, Foto Linke GmbH




Die Bundesregierung hat beschlossen, dass es Corona ab diesem Winter nicht mehr gibt

Die Bundesregierung hat beschlossen, dass es Corona seit diesem Herbst und Winter in Deutschland nicht mehr gibt. So können wieder  alle Kinder ohne Masken im Unterricht sitzen, home schooling gibt es nicht mehr, Lockdowns ebenso wenig. Im Nah- und Fernverkehr droht ebenfalls das baldige Aus der Gesichtsbedeckungen. Lediglich ein Besuch in der Arztpraxis erinnert einen daran, dass es ja mal so etwas wie FFP2-Maskenpflicht gab.

Sorgen, Ängste, Überforderung, Panik

Corona gibt es nicht mehr, könnte man angesichts der politischen Lockerungen glauben. Fast alle Coronaverordnungen wurden ad acta gelegt. Auch Reisen geht wieder so problemlos wie früher. Und doch scheinen wir kränker zu sein als jemals zuvor. Laut einer aktuellen Studie hat der deutsche Bundesbürger im Durchschnitt 2022 fünf Tage wegen Krankheit mehr gefehlt als die Jahre zuvor. Vor allem Erkältungs- und Grippeerkrankungen, aber auch psychische Erkrankungen seien hierfür die Gründe. Kein Wunder, nach Jahren der Coronapandemie, des Klimawandels und nun des Krieges in Europa plagen die Menschen Sorgen, Nöte, Ängste und das wirkt sich auf auf den Körper aus und wenn es sich „nur“ in Form eines geschwächten Immunsystems bemerkbar macht.

Schwächelndes Immunsystem

Aber man braucht sie auch nicht zu wundern, wenn man durch jahrelanges Masketragen jegliche natürliche Immunität gegen jedwede Virenform verloren hat. Das merken Kinder, die mittlerweile häufiger krank sind wie vor Corona – und Erwachsene gleichermaßen. Man ist im wahrsten Sinne „anfälliger“ geworden für alles alle möglichen Erreger.

Das merken vor allem auch  die immer überfüllteren Arztpraxen insbesondere bei uns auf dem Land. Man könnte durch den Wegfall sämtlicher Coronaverordnungen tatsächlich geneigt sein zu glauben, dass es Corona nicht mehr gibt. Aber das stimmt leider nicht. Das Virus hat sic schon zu weit verbreitet und ist zu häufig mutiert, als das es jemals wieder aus unserer Gesellschaft verschwindet. Wir werden damit leben müssen. Das ist die Wahrheit. Aber dieser jahrelange Verordnungswahn, die Überbelastung von Teilen der Bevölkerung über einen längeren Zeitraum, finanzielle Nöte aufgrund der Lockdowns und der politischen Panikmache hat zu weiteren Krankheiten bei vielen Menschen geführt, zu Burn-out, Isolation, Depression.

Es wäre daher schön, wenn man nun genauso gut hinschauen würde, wie die Gesellschaft wieder „gesundet“, wie man sie stärkt, anstatt weiter zu fordern. Dazu gehört in allererster Linie ein starkes soziales Gesundheitssystem in Deutschland. Aber dafür haben wir ja auch schon seit Jahren kein Geld mehr. Dafür gibt’s wieder die nächsten Waffenlieferungen in Millionenhöhe für einen Krieg i Europa, bei dem es keinen Gewinner geben wird. Nur Verlierer. Noch mehr Tote, noch mehr Verletzte. Noch mehr Traumatisierte.

Fangen wir an, damit aufzuhören.

Und wieder sind es die Bürger:innen in den sozialen Medien, die zeigen, wie man die Welt ein kleines Stück besser machen kann, durch positive, stärkende Gedanken. Immer mehr davon werden veröffentlicht und geteilt im Internet, wie dieser hier, veröffentlicht am 23. Januar 2023:

Quelle: facebook/Soulharmony




Biosupermarkt soll nach Künzelsau kommen

In der nächsten Gemeinderatssitzung in Künzelsau am 31. Januar 2023 soll es unter anderem um den geplanten Abriss der Ziehl-Abegg-Gebäude in der Würzburger Straße dem dem Supermarkt Edeka und dem Elektronikfachgeschäft HEM gehen. Ein Biosupermarkt und ein weiterer Discounter (unweit davon befindet sich Lidl) sollen die Einkaufsmöglichkeiten in Künzelsau ergänzen. Zusätzlich sind an diesem Standort weitere Wohnungen geplant.

In der Satzungsvorlage zum Abriss der Ziehl-Abegg-Gebäude steht hierzu:

„Für die Kocherwiesen gibt es folgende Überlegungen: Ziel der Entwicklungsplanung ist es, den Standort Kocherwiesen als
Einzelhandelsstandort auch im Bereich der Grundversorgung zu sichern und auszubauen. Gleichzeitig sollen die innerhalb und nördlich des Plangebiets bestehenden Gewerbebetriebe weiterhin Berücksichtigung finden und zusätzliche gewerbliche Flächen
durch flächensparende Bauweisen generiert werden.

Unter anderem ist geplant, einen Lebensmittel-Discounter und einen Biosupermarkt anzusiedeln. Des Weiteren werden Flächen für das Deutsche Rote Kreuz (DRK) benötigt. In die planerischen Überlegungen ist auch die Endhaltestelle für die Kochertalbahn
einbezogen worden. Zur Ergänzung des Bahnhaltepunktes ist auch ein Parkhaus geplant,
das den Park-and-Ride-Verkehr aus dem Umland aufnehmen kann. Der Bedarf nach Wohnraum ist in Künzelsau ungebrochen. Im Stadtzentrum ist aufgrund der beengten Lage im Kochertal die Ausweisung von Neubaugebieten kaum noch
möglich. Daher soll Wohnraum durch Innenentwicklung bereitgestellt werden. Das derzeitige Konzept wurde Ende 2022 dem Regionalverband vorgestellt. Im Februar 2023 lädt die Stadtverwaltung Vertreter des Regionalverbandes nach Künzelsau ein, um
die weiteren Entwicklungsmöglichkeiten zu erörtern. Bis die endgültige Planung im Bereich der Kocherwiesen vorliegt, muss also noch ein Zeitbedarf von mindestens 2-3 Jahren in Anspruch genommen werden.“

Nachdem in der Gemeinderatssitzung vom 20.12.2022 wurde gefordert, dass die Gebäude erst abgerissen werden sollen, wenn klar ist, wie es dort weitergeht. Die Stadtverwaltung rät jedoch davon ab, zu warten, da „die Richtlinien für die Beseitigung von Abfall, Schadstoffen und Baustoffen bis zum Sommer 2023 aktualisiert werden, was gleichzeitig eine
Verschärfung der Grenzwerte bedeuten wird.“ Sprich: Der Abriss könnte erheblich teurer werden. „Wenn die Stadt Künzelsau bis dahin nicht mit dem Abbruch begonnen hat, muss erneut eine Schadstoffuntersuchung auf Grundlage der neuen Richtlinien durch
das Ingenieurbüro CDM Smith Consult durchgeführt werden. Dies bedeutet zusätzliche Kosten sowohl für die erneute Schadstoffuntersuchung mit Änderung der Ausschreibungsunterlagen als auch für den späteren Abbruch mit Beseitigung
(höhere Entsorgungskosten aufgrund gestiegener Entsorgungsanforderungen).“

Des Weiteren muss die Stadt Künzelsau die Verkehrssicherheit gewährleisten, sollten die Hallen weiterhin bestehen bleiben. Das Problem: „Hier gab es in der jüngsten Vergangenheit mehrfach Einbrüche mit Sachbeschädigungen und Personenschaden. Für die Überwachung muss eigenes und externes Personal eingesetzt werden, was zusätzliche Kosten verursacht. Die
durch die Einbrüche entstandenen Schäden müssen wiederum mit eigenem Personal und Fremdfirmen beseitigt und die Anlage erneut gesichert werden. Es gab auch bereits Verletzungen der Einbrecher durch Sturz, für die die Stadt
Künzelsau u. U. wiederum haftbar gemacht werden können. Die Stadtverwaltung schlägt daher vor, die Ausschreibung für den Abbruch der Hallen jetzt an den Markt zu bringen und voraussichtlich ab Mai 2023 mit den Abbrucharbeiten zu beginnen.“




„Wir wollen ä bissle die Welt retten“

Nun ist er da, der erste Unverpacktladen im Hohenlohekreis: In Mulfingn-Simprechtshausen betreibt Familie Schmitt seit Dezember 2022 ein Ladengeschäft namens Zweidwerds in einem schicken grau gehaltenen, frisch umgebauten kleinen Hallengebäude, das zu ihrem landwirtschaftlichen Anwesen gehört.

Müsli, Körner, Nudeln zum Selber befüllen. Foto: GSCHWÄTZ

Alles ist hier neu gemacht, mit viel Holz und witzigen Details. So warten auf die Kunden bereits kleine Einkaufswägen am Eingang.  Die Holztheke ist elektrisch absenkbar, mit EC-Karte kann man bei Herr Schmitt auch problemlos bezahlen. Im Inneren fällt der Blick erst einmal auf das gemütliche kleine Café, das durch Raumteiler abgetrennt ist vom eigentlichen Markt. Hier können Besucher:innen eine heiße Schokolade trinken, einen von Frau Schmitt selbst gebackenen Kuchen essen und eine atemberaubende Aussicht genießen.

Unverpackte Geschirrspültabs und andere Putzutensilien. Foto: GSCHWÄTZ

Weiter geht’s zu den Verkaufsprodukten. Diese stehen in Holzregalen und wurden teilweise von einem Schreiner individuell für den Laden gefertigt. Wer keine Behälter mitbringt, kann hier kostenlos auf gespülte Einweggläser zurückgreifen. Es gibt zum Beispiel Nudeln, Getreide, Müsli, getrocknetes Obst oder Tee zum Selber Abpacken0. Wer keine eigenen Behältnisse dabei hat, kann auch saubere, wiederverwertete Einweggläser von Familie Schmitt kostenfrei zurückgreifen.

Bereits in Gläsern fertig verpackt von veganen Marken wie Zwergenwiese warten verschiedenste Brotaufstriche, Chips, Dips, exotische Senfsorten und diverse Drogerieartikel wie Seife am Stück, Bambuszahnbürsten oder unverpackte Putztabs darauf, gekauft zu werden. Frische Backwaren soll es ebenfalls bald noch auf Bestellung geben. Nur frisches Obst und Gemüse gibt es nicht.

Cracker von einer Manufaktur ums Eck. Foto: GSCHWÄTZ

Bambustücher zum Einpacken von Vesperbroten. Foto: GSCHWÄTZ

Getrocknetes Obst. Foto: GSCHWÄTZ

Veganer Brotaufstrich von Zwergenwiese. Foto: GSCHWÄTZ

Auch Klarspüler und Seife kann man sich hier abfüllen lassen. Auch ein Softeisautomat steht bereit.

Der Um- und Ausbau hat rund eine halbe Million Euro gekostet. Aber es habe sich in jedem Fall gelohnt, sagt Schmitt, denn: „Plastikmüll gibt es zuhauf und wir wollen ä bissle die Welt retten.“

Blockseife in verschiedenen Duftnoten. Foto: GSCHWÄTZ

Öl und Essig zum Selber Abfüllen: Foto: GSCHWÄTZ

Zeidwerds – Unverpacktladen

Lausenweg 7/1

Mulfingen-Simprechtshausen

Instagram: zeidwerds

Telefon: 07938/88 25 52

Geöffnet Donnerstags und Freitags 10 bis 18 Uhr, Samstags 10 bis 14 Uhr

Der Unverpackt-Laden von aussen. Foto: GSCHWÄTZ

Café mit wunderschöner Aussicht. Foo: GSCHWÄTZ