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Solarmodule gestohlen

Unbekannte verschafften sich in der Nacht auf Samstag Zutritt zu einem Solarpark in Künzelsau-Nagelsberg und entwendeten mehrere Solarmodule.

Dabei hebelten die Täter zwischen Freitag, 18 Uhr, und Samstag, 9.30 Uhr, ein Tor auf, um ins Innere des umzäunten Geländes zu gelangen. Anschließend lösten sie rund 100 Solarmodule und entwendeten diese. Der geschätzte Schaden beläuft sich auf circa 20.000 Euro.

Zeugen, die Hinweise zu den Tätern oder der Tat geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 07940 9400 beim Polizeirevier Künzelsau zu melden.




„2022 war kein einfaches Jahr – es war ein sehr warmes Jahr“

Pressemitteilung

 

Gemeinderat Künzelsau am 28. Februar 2023

„Unsere Stadt wächst und deshalb müssen wir investieren – zuerst bei den Kindern“

Neuer Gemeinderat

Die Sitzung des Gemeinderats Künzelsau am 28. Februar 2023 beginnt mit der Verpflichtung des neuen Mitgliedes Gerold Traub. Er rückt für den ausgeschiedenen Stadtrat Michael Sanwald nach. Das Gremium hat keine Hinderungsgründe dafür festgestellt. Bürgermeister Stefan Neumann verpflichtet den neuen Stadtrat per Handschlag für sein Ehrenamt.

Künzelsau hat aktuell über 16.000 Einwohner:innen

„Künzelsau entwickelt sich gut, hat aktuell über 16.000 Einwohner“, deshalb, so Bürgermeister Stefan Neumann, „müssen wir auch die Infrastruktur anpassen.“ Damit für die Einwohner:innen sowie die in der Wirtschaft dringend benötigten Mitarbeitenden ausreichend Wohnraum und Kinderbetreuungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen, muss und will die Stadtverwaltung die Rahmenbedingungen schaffen. So liegt der Schwerpunkt der Gemeinderatssitzung auf der Fragestellung, welcher Bedarf im Kindergarten- und Schulbereich in Gaisbach in den kommenden Jahren besteht und wie dafür ausreichend Raum zur Verfügung gestellt werden kann. Auch in Taläcker müssen Betreuungsplätze geschaffen und die Grundschule erweitert werden. Seit geraumer Zeit arbeiten Stadtverwaltung und Gemeinderat an entsprechenden Planungen.

Mehr Kinder, mehr Betreuungsplätze nötig

Grundschule in Gaisbach. Foto: Stadtverwaltung Künzelsau

Kindergarten in Gaisbach. Foto: Stadtverwaltung Künzelsau

Martin Joos, zuständiger Projektmanager bei der Stadtverwaltung Künzelsau, stellt die aktuelle Betreuungssituation und Prognosen für die kommenden Jahre im Kindergarten- und Schulbereich in Gaisbach vor. Aufgrund der steigenden Einwohnerzahlen wird auch der Platzbedarf größer – aber auch die formalen Anforderungen und die Erwartungen der Familien an die Betreuungssituation nehmen zu. Eine weitere Herausforderung wird es werden, die bestehenden Kindergarten-Gebäude entweder zu sanieren oder neu zu bauen.

Zusammen mit den drei Bestandsgruppen werden im Planbereich Gaisbach nach einer für den Zeitraum bis 2032 angelegten Prognose insgesamt 18 bis 19 Gruppen gebraucht. Die fehlenden 15 Gruppen könnten in den kommenden Jahren nacheinander im Bereich der bestehenden Grundschule und Mehrzweckhalle (Zentralbereich) in Gaisbach geschaffen werden durch: eine Interimskrippe 2023, das Erweitern und Sanieren des Bestands-Kindergartens Gaisbach I in den Jahren 2023 bis 2025, den Bau einer neuen Einrichtung Gaisbach II 2027/28 und schließlich im Jahr 2032 durch den Bau eines Kindergartens Gaisbach III – dann könnte auch die Interimslösung wieder entfallen.

Zentrale Mensa in Gaisbach

Die Grundschule Gaisbach wird nach Berechnungen aller Voraussicht nach von einem Zug auf eine Dreizügigkeit wachsen müssen.

Durch die große Zahl von Krippen-, Kindergarten- und Schulkindern ergibt sich der Bedarf für eine zentrale Mensa, die ebenfalls im Bereich der jetzigen Grundschule gebaut werden könnte. Ob in dem Zentralbereich Gaisbach außerdem ein Familienzentrum entstehen und an die geplanten Einrichtungen angeschlossen werden sollen, bedarf es noch weitere Beratungen im Gemeinderat.

Wie diese verschiedenen Nutzungen im Zentralbereich optimal positioniert und untergebracht werden können kann ein Städtebaulicher Wettbewerb im Ergebnis darstellen und sollte schnell durchgeführt werden, so schließt Martin Joos die Zusammenfassung von Bestand, Bedarf und Entwicklungsmöglichkeiten.

„Das hängt auch von den weiteren wirtschaftlichen Entwicklungen ab“

Im Gesamtblick auf diese Mammutaufgabe, die die Stadtverwaltung personell und finanziell herausfordert, lobt ein Fraktionssprecher die vorausschauende Planung, die bei Bedarf schnell angepasst und umgesetzt werden kann. Drei Fraktionssprechende mahnen eine defensivere Planung an. Es sollen keine Raumüberkapazitäten entstehen und die Finanzierung müsse sichergestellt sein. Schließlich sind auch Investitionen im Betreuungsbereich in Taläcker und in der Kernstadt erforderlich. Stadtkämmerer Ulrich Walter sagt dazu: „Unsere Stadt wächst und deshalb müssen wir investieren – zuerst bei den Kindern. Die hier angesprochenen Projekte für die nächsten vier Jahren haben wir finanziert. Niemand kann sagen, wie sich alles wirtschaftlich weiterentwickelt. Was Herr Joos vorgestellt hat, damit können wir uns auf den Weg machen. Was nach den genannten vier Jahren passiert, müssen wir sehen. Das hängt auch von den wirtschaftlichen Entwicklungen ab.“ Natürlich, so ergänzt Bürgermeister Stefan Neumann, werden für die Maßnahmen Fördermittel beantragt.

Für den Zentralbereich – den Standort der Grundschule, der Mehrzweckhalle und des Sportplatzes in Gaisbach – wird ein Städtebaulicher Wettbewerb über die Nutzung durchgeführt. Grundlage für den Wettbewerb sind die Raumprogramme für einen Neubau einer bis zu dreizügigen Grundschule in Gaisbach, der Rückbau der bestehenden Reinhold-Würth-Grundschule, der Neubau einer mindestens sechsgruppigen Kindertagesstätte auf dem Grundstück der Reinhold-Würth-Schule sowie der Neubau einer zentralen Mensa. Auch die Entscheidung des Gemeinderates, ob im Zentralbereich ein Familienzentrum und mit welchem Aufgabenumfang entstehen soll, muss in den städtebaulichen Wettbewerb mit einfließen.

12.000 Pflanzen gepflanzt

„2022 war kein einfaches Jahr – es war ein sehr warmes Jahr“, so beginnt Stadtförster Stephan Römer seinen Bericht über den Stadtwald. „12.000 Pflanzen wurden gesetzt“, das rechnet er zum positiven Teil, wie auch die Tatsache, dass nicht nur Holz produziert und aktiver Naturschutz betrieben, sondern auch andere Dienstleistungen im Stadtwald erbracht werden. So wurden mittlerweile 14 Hektar Waldrefugien ausgewiesen, die auch dem Ökokonto der Stadt angerechnet werden. Der Stadtwald diene der Erholung und demnächst werde die Mountainbike-Strecke fertig, die mit großem Engagement des Sportverein Morsbach und Mitteln aus dem Bürgerbudget entsteht. 2023 sollen weitere 5.300 Pflanzen gesetzt werden.

Mountainbikestrecke bald fertig

Nächste Sitzung

Am Dienstag, 21. März 2023 um 18 Uhr findet die nächste öffentliche Gemeinderatssitzung im Künzelsauer Rathaus statt.




Grauzonen im Netz

Am Mittwoch, den 15. März 2023 um 19 Uhr lädt der Förderverein der Georg-Fahrbach-Schule e.V. alle Interessierten zu einem Medienkompetenz-Infoabend mit dem Thema: „Grauzonen im Netz“ in die Mensa der Georg-Fahrbach-Schule nach Ingelfignen ein.

Mobbing im Netz

Die neuen Medien bestimmen immer mehr unseren Alltag, aber vor allem die Welt der Kinder und Jugendlichen. Von jedem Ort kann man kommunizieren. Leider hat diese digitale Welt auch Schattenseiten, die von Cybermobbing über jugendgefährdende Inhalte bis hin zur Onlinesucht reichen können. Auch wenn unsere Kinder heutzutage mit den Medien als sogenannte „digital natives“ aufwachsen, haben sie doch Nachholbedarf im sinnvollen und kritischen Umgang mit Handy, Internet und Co.

In seinen Vortrag gibt der Medienpädagogische Berater des Kreismedienzentrums Hohenlohe, Alexander Kranich, Einblicke in diese Welt von WhatsApp, YouTube und Fortnite.

Dieser Vortrag ist kostenfrei, über eine kleine Spende am Ausgang, zur Unterstützung des Fördervereins, würde sich der Förderverein sehr freuen.

Um Anmeldung wird gebeten:

per Mail:                      foerderverein-gfs-Ingelfingen@web.de

oder

telefonisch:                 07940 / 982270

(Sekretariat Schule)

 

 

 

 




Thilo Michler: „Mit jedem Baum für ein Kind ein Zeichen für die Zukunft zu setzen und die Freude der Familien zu sehen ist immer herzerwärmend“

Am 04. März 2022  wurden in fünf Öhringer Teilorten 22 Bäume für die dort im Jahr 2022 geborenen Kinder gepflanzt. Letztes Jahr wurden in Öhringen 243 Kinder mit Öhringer Hauptwohnsitz geboren. Davon leben 22 in den fünf an der Geburtsbaumaktion teilnehmenden Ortsteilen: Verrenberg (neun Kinder), Obermaßholderbach (drei Kinder), Schwöllbronn und Unterohrn (fünf Kinder), Möglingen (drei Kinder) und Ohrnberg (zwei Kinder).

Eingravierte Namen

Vom städtischen Bauhof wurden Walnussbäume gesetzt. Oberbürgermeister Thilo Michler und Timo Stiller vom Bauhof waren mit den jeweiligen Ortsvorstehern in jedem der fünf Teilorte bei der Baumpflanzung dabei. „Die Geburtsbaumpflanzung ist eine meiner Lieblingsaktionen im Jahr. Mit jedem Baum für ein Kind ein Zeichen für die Zukunft zu setzen und die Freude der Familien zu sehen ist immer herzerwärmend“, freut sich der OB. Jeder Baum bekommt ein Metall-Namensschildchen mit eingraviertem Namen des Kindes und dessen Geburtsdatum. So übernehmen die Kinder eine Art Patenschaft für den Baum und können sich in den Folgejahren um „ihren“ Baum kümmern.

Bislang 330 Bäume gepflanzt worden

Seit der Einführung der Aktion im Jahr 2011 sind insgesamt 330 Bäume gepflanzt worden, davon 219 in den Teilorten. Zur LAGA wurden 2015 einmalig für Kinder aus der Öhringer Kernstadt mit Jahrgang 2014 an der Rollschuhbahn in der Cappelaue 111 Geburtsbäume gepflanzt. Die Geburtsbaumaktion wurde 2010 von Oberbürgermeister Thilo Michler initiiert. Alle Teilorte sind dazu eingeladen worden. Final bereit erklärt haben sich damals Ohrnberg, Schwöllbronn mit Unterohrn, Büttelbronn mit Ober- und Untermaßholderbach sowie Möglingen. Im Jahr 2022 kam Verrenberg dazu.

Ab dem Jahr 2023 fallen die Ortsteile Büttelbronn und Untermaßholderbach wegen Platzmangel weg.

Geburtsbaumaktion in Verrenberg. Foto: privat

 




Herrliche Ausblicke ins Kochertal

Peter Frenz vom Verein Natur- und Landsschaftsführer Hohenlohe e.V. (www.nlfh.de) läd am Sonntag, den 26. März 2023, zu einer Ein- und Ausblicke – Radtour ein.

Die Tour eröffnet neue Blickwinkel zur Haller Landheg. Von Gailenkichen, über Kupfer, Einweiler nach Rückertshausen zeigt er interessierten Radlern bei mehreren Haltepunkten die noch gut sichtbaren Reste der Haller Landheg. Auf dem Rückweg über das Kocheneck kommen die eilnehmer:innen durch Arnsdorf, Rückertsbronn über Schönenberg bis zum Eichelhof wieder zurück nach Wackershofen und haben herrliche Ausblicke ins Kochertal und bis zum Haller Tor.

Treffpunkt ist um 10 Uhr am Museumsparkplatz Wackershofen.

Die Tour ist ca. 50 km, relativ eben und dauert ca. 3,5 – 4 Std. Radwanderausrüstung, Fahrradhelm, Vesper. Teilnahmebeitrag: 10 Euro. Anmeldung bis 24. März 2023 bei peter.frenz@nlfh.de oder übers Handy: 0157 8822 5962
 

Mit freundlichem Gruß




93-Jähriger Autofahrer fuhr einem Fahrradfahrer von hinten auf

Nach Polizeiangaben fuhr ein 93-jähriger Autofahrer einem 57-jährigen Radfahrer am Sonntag, den 12. März 2023,von hinten auf. Der Radfahrer erlag noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen. Wie es zu dem Unfall kam, war zunächst unklar.

Nach Angaben der Polizei wurde der Radfahrer beim Aufprall über den Mercedes des Seniors geschleudert. Der Autofahrer blieb unverletzt. Ein Gutachter soll nun den Hergang klären.

Beide Männer waren am Sonntagmorgen gegen 09 Uhr in gleicher Richtung auf der Landesstraße zwischen Öhringen und Pfedelbach unterwegs. Die Straße musste zur Unfallaufnahme gut vier Stunden lang in beide Richtungen gesperrt werden.

Nach Angaben der Polizei entstand beim Unfall ein Sachschaden von 8.000 Euro.




Pfedelbacher wehren sich erneut gegen Flüchtlingsheim

Servus TV war zu Besuch in Pfedelbach, weil sich Anwohner:innen besorgt zeigen über rund 100 Flüchtlinge und Asylbewerber:innen, überwiegend Männer, die bald in ein neues Flüchtlingsheim einziehen sollen. Besonders brisant: Die Unterkunft diente bislang als Unterkunft für Senior:innen.

Unterschriftenaktion

Im Sommer sollen die neuen Einwohner:innen einziehen. Viele Pfedelbacher:innen sind darüber alles andere als erfreut. Rund 1.500 von rund 9.000 Einwohner:innen haben bislang ein Bürgerbegehren unterzeichnet gegen die geplante Asylbewerberunterkunft mitten Im Ort. Pfedelbach tritt damit in die Fußstapfen von Lörrach und Greifswald, die sich ebenfalls auf dieselbe Weise gegen eine derartige Unterkunft gewehrt haben.

„Ich habe überhaupt nichts gegen Ausländer“

Manuela Fauser und ihr Mann wohnen direkt neben der geplanten Asylbewerberunterkunft. Manuela Fauser betont gleich zu Beginn des Filmbeitrages: „Ich habe überhaupt nichts gegen Ausländer. Ich war selbst 20 Jahre mit einem Türken zusammen.“ Aber sie habe Bedenken „mit der Masse“ und den vielen vor allem jungen Männern.

„Das war herzergreifend“

Der Verteilungsschlüssel des Landes Baden-Württemberg hierzu ist aber eindeutig: Pfedelbach soll mindestens 111 Flüchtlinge, wenn nicht sogar 160 aufnehmen.

Bislang haben Senioren im Löwengraben gewohnt. Diese mussten ihr Domizil im Herbst 2022 nun verlassen. Nachbar Manfred Fauser hat dafür kein Verständnis: „Ich begreife das nicht. Die alten Leute wurden auseinandergerissen nach jahrelanger Freundschaft. Das war herzergreifend.“ In dem Pflegeheim wohnten bis dato 73 Menschen. Nun sollen hier deutlich mehr Flüchtlinge untergebracht werden.

„Die Akzeptanz in der Bevölkerung ist einfach nicht mehr da“

Bürgermeister Thorsten Kunkel kann die Bedenken der Bürger:innen nachvollziehen: „Es sind viele junge Männer, die hier untergebracht werden sollen. Da sind Bedenken da, dass hier nachts Party gemacht wird. 110 Leute in diesem engen Umfeld“, da sei die Sorge da, dass sich auch das Ortsbild verändere. „Die Akzeptanz in der Bevölkerung ist einfach nicht mehr da, weil man einen unbegrenzten Zustrom feststellen kann. Es entsteht nicht wirklich der Eindruck, dass der Bund die Lage noch im Griff hat. Die Politik in Berlin duckt sich weg und wir auf der kommunalen Ebene kriegen’s auf die Mütze.“

Wenn aus Angst Hass entsteht

Gefährlich werde es, wenn aus Angst Hass entsteht. 2016 sollten schon einmal Flüchtlinge in Pfedelbach untergebracht werden. Damals legten Brandstifter Feuer in der hierfür vorgesehen Unterkunft. Ein Brandanschlag, bei dem das Gebäude gänzlich ausbrannte. Seit dem Wiederaufbau wohnen hier 40 Flüchtlinge. Wer das Feuer gelegt hat, das konnte die Polizei bis heute nicht ermitteln.

Link zum Video:

9. März – Guten Abend Deutschland – ServusTV




Frau klagt gegen Biontec

Ein Zivilprozess gegen den Impfhersteller Biontech wegen eines angeblichen Impfschadens ist verschoben worden. Die Verhandlung sollte am 15. März 2023 vor dem Frankfurter Landgericht statfinden. Nunn soll der Prozess am 28. April starten.

Eine Frau aus Rhein-Pfalz-Kreis wegen eines angeblichen Impfschadens durch den Corona-Impfstoff der Firma BioNTech. Beklagter ist der Mainzer Hersteller des Impfstoffs.

Nach Angaben einer Sprecherin des Gerichts in Frankenthal gibt die Klägerin aus der Vorderpfalz an, nach der zweiten Impfung mit dem Corona-Impfstoff von Biontech eine Embolie erlitten zu haben. Da die Ursache für diese Embolie nicht ermittelt werden konnte, mache die Klägerin die Impfung dafür verantwortlich.

Der Fall soll am 28. März vor der Zivilkammer des Landgerichts Frankenthal verhandelt werden. Demnach ist angeordnet worden, dass die Klägerin persönlich vor Gericht erscheinen muss. Wahrscheinlich werde das Gericht versuchen, eine gütliche Einigung, sprich einen Vergleich, zwischen der Klägerin und dem Hersteller des Corona-Impfstoffs herbeizuführen.

Wie sehr die Klägerin aus dem Rhein-Pfalz-Kreis angibt, gesundheitlich beeinträchtigt zu sein, darüber macht das Gericht noch keine Angaben. Die Frau fordert jedenfalls sowohl Schadenersatz als auch Schmerzensgeld vom beklagten Impfstoff-Hersteller in Mainz.

Vor dem Landgericht Frankfurt beginnt am 15. März der erste Schadenersatz-Prozess gegen Biontech, berichtete die Tageszeitung „Welt am Sonntag“. Dort klagt eine Frau, weil sie nach der Impfung einen Herzschaden erlitten habe.




Schüsse in Forchtenberg-Sindringen

In der Nacht auf Mittwoch, den 08. März 2023, feuerte ein 41-Jähriger zweimal eine Schreckschusspistole in Forchtenberg-Sindringen ab. Dies teilte die Polizei am Mittwoch mit.

Ein Zeuge meldete gegen 02.30 Uhr, dass er von seiner Wohnung in der Römerstraße aus mehrere Schüsse und laute Musik hörte. Bei einer Überprüfung durch die Polizei konnte der 41-jährige Verursacher angetroffen werden.

Er stand augenscheinlich unter erheblichem Alkoholeinfluss und teilte mit, dass er zuvor zwei Schüsse aus seiner Schreckschusswaffe abgegeben hatte.

Die Waffe wurde daraufhin sichergestellt. Der Mann muss nun mit einer Anzeige rechnen.




Kaffee-Ausstellung in der Wilhelma Stuttgart

Im tropischen Nutzpflanzenschauhaus der Wilhelma können die Besucher*innen ganzjährig vielfältige exotische Pflanzen bestaunen, ohne deren Produkte unser Speiseplan um einiges ärmer wäre: Leckere Früchte wie Ananas, Papayas oder Guaven, exotische Gewürze wie Zimt, Vanille oder Kardamom und süße Köstlichkeiten wie Kokos oder Schokolade. Zusätzlich steht in den nächsten Wochen im Maurischen Landhaus eine Pflanze im Mittelpunkt, aus deren Früchte eines der beliebtesten Genussmittel gewonnen wird: der Kaffee.

Dominanz großer Konzerne

Was bei uns aus der Kaffeemaschine läuft, wird zu 99 Prozent aus Arabica-Kaffee oder Robusta-Kaffee hergestellt und weltweit in vielen Sorten in den tropischen Regionen Afrikas, Asiens und Südamerikas angebaut. Die unterschiedlichen Varietäten wurden durch Züchtungen gewonnen und sind oft an die regionalen Verhältnisse angepasst. Die Kaffeepflanze braucht ein ausgeglichenes Klima ohne große Temperaturextreme, große Hitze verträgt sie ebenso wenig wie Temperaturen unter 18 Grad. In den tropischen Gewächshäusern der Wilhelma werden hierfür mit moderner Klimatechnik optimale Bedingungen geschaffen.

Erhalt und Schutz seltener Kulturpfanzen auch bei Kaffee

Wie bei vielen landwirtschaftlichen Produkten dominieren große Konzerne mit einigen Hochleistungssorten den internationalen Kaffeemarkt. Daneben gibt es aber eine Vielzahl kleinbäuerlicher Betriebe, die ihre eigenen, oft raren Varietäten anpflanzen. Da die Wilhelma auch den Erhalt und den Schutz seltener Kulturpflanzen als ihre Aufgabe begreift, reifte vor einigen Jahren die Idee, diese Kaffeebauern um Proben ihres Saatguts zu bitten, um eine Erhaltungssammlung seltener Kaffeepflanzen aufzubauen. Die Resonanz war groß: Inzwischen beinhaltet die Sammlung rund 120 Kaffee-Sorten, die in speziell temperierten Gewächshäusern stehen, in denen sie vor Schädlingen und Krankheiten geschützt sind. Auch die Kaffeebauern profitieren davon: Falls durch Naturkatastrophen oder Krankheiten ihre Pflanzen verloren gehen, können sie auf die Reservepopulationen der Wilhelma zurückgreifen.

Kleinbäuerliche Betriebe fördern

Die Internationale Erhaltungssammlung für Kaffee-Varietäten, wie sie offiziell heißt, befindet sich hinter den Kulissen und ist normalerweise nicht für die Besucher:innen zugänglich. Erstmals wird aktuell eine Auswahl von 40 Pflanzen verschiedener Varietäten im Maurischen Landhaus ausgestellt. „Wir wollen unseren Besucher:innen zeigen, welche Rolle die Wilhelma auch beim Erhalt seltener Kultursorten spielt und wie vielfältig und farbenfroh sich die unterschiedlichen Kaffeekirschen besonders im Februar und März präsentieren“, erläutert Gärtnerin Fenja Baumgärtner, die sich um die Erhaltungssammlung kümmert. Darüber hinaus werden einige besondere Pflanzen aus der Sammlung im Detail vorgestellt und die verschiedenen Stadien der Kaffeeherstellung präsentiert.

Foto: Wilhelma/Inga Dauter


Was bislang nicht jedem bewusst und bekannt ist, dass die Wilhelma mittlerweile weit mehr als ein Zoo ist, in dem die Besucher:innen exotische Tiere sehen können. Mehrere hunderttausend Euro fließen jährlich in diverse Artenschutzprojekte weltweit.
Artenschutzprojekte vor Ort und weltweit
So zahlt jede/r Besucher:in, der das möchte, am Eingang einen so genannten Artenschutz-Euro. Dieser Euro fließt zu 100 Prozent in völlig unterschiedliche Projekte, etwa in Wildkräuterwiesen für Schmetterlinge und Wildbienen. Gemeinsam mit dem BUND-Kreisverband Stuttgart haben wir auf ausgewählten Wiesen in der Stadt bunte Oasen für Schmetterlinge geschaffen. Das Angebot an Blüten und Nahrungspflanzen für die Raupen gilt es zu steigern,  damit die Schmetterlinge sich hier das ganze Jahr über wohl fühlen und  entwickeln können. Dazu wird beispielsweise der Einsatz von Jauche und Dünger eingestellt, das Mulchen durch Mähen ersetzt, der Mahd-Rhythmus an die Bedürfnisse der Tagfalter angepasst – etwa statt zwölf nur noch zweimal im Jahr geschnitten – und die Vielfalt an Wiesenblumen und Wildkräutern durch zusätzliche Aussaaten erhöht. Das Projekt wurde von der Fachjury der UN-Dekade für biologische Vielfalt ausgezeichnet.

Schutz der Meeresschildkröte

In Kenia fördert die Wilhelma seit 2017 die Aktionsgemeinschaft Artenschutz bei ihrem Engagement für die Meeresschildkröten. Dank der Einführung des Artenschutz-Euro im Jahr 2019 ist eine jährliche Unterstützung in Höhe von 10.000 Euro möglich. Bislang (Stand Juli 2022) konnten knapp 45.000 Euro für den Schutz der bedrohten Meeresbewohner bereitgestellt werden. Das ermöglicht der kenianischen NGO Bahari Hai, die im Ungwana-Bay-Gebiet arbeitet, Niststrände und die Gelege von insgesamt fünf verschiedenen Meeresschildkrötenarten zu sichern.

Nashorn-Kampagne

Bereits seit 2005, mit dem Start der EAZA-Nashorn-Kampagne, unterstützt die Wilhelma den Nashornschutz in Indonesien mit bis dahin 75.000 €. Zwischen 2019 und 2022 wurden zusätzlich 100.000 € investiert, um als Strategischer Partner der International Rhino Foundation (IRF) Teil der Sumatran Rhino Rescue Alliance zu werden. Dieser gemeinsame Rettungsversuch von IUCN, WFF, National Geographic und der IRF soll die Art des Sumatranashorns, von dem weniger als 80 Tiere übrig sind, vor dem endgültigen Aussterben bewahren. Unsere Unterstützung floss dabei in den Ausbau einer Zucht- und Forschungsstation im Way Kambas Nationalpark auf Sumatra, in der im Frühjahr 2022 ein Nashornkalb geboren wurde.

Auswilderungsprojekte

Vor in Stuttgart engagiert sich die Wilhelma, um die Populationen von bedrohten Tierarten zu erhöhen, wie etwa die der Säbelanthilope.

2016 startete im Tschad ein Auswilderungsprojekt, das die Oryx in ihre ursprüngliche Heimat zurückbringen soll. In dem Naturschutzgebiet Ouadi Rimé-Ouadi Achim wurden Tiere aus nordamerikanischen und europäischen Zoos in die Wildbahn entlassen, um frei von Jagd und Verfolgung eine stabile Population aufzubauen.

Die Wilhelma ist mit ihrer kleinen Antilopenherde Teil des EEP und konnte sich schon mehrfach über Nachwuchs bei dieser stark bedrohten Art freuen.

Von der Wilhelma in die freie Wildbahn

Von der Wilhelma in die Wildbahn – diesen Weg gingen schon Steinböcke, Gänsegeier, Moorenten und Seeadler im Rahmen von Auswilderungs- bzw. Wiederansiedlungsprojekten. Dem Rückgang der Bestände in der Natur entgegenzuwirken, ist ein aktiver Beitrag zum Artenschutz. Jedoch können nur dann Tiere aus Zoobeständen in ihrer Heimat wieder ausgewildert werden, wenn der neue Lebensraum genügend Nahrung und Schutz vor etwa Wilderei bietet. Dazu müssen Naturreservate oder Schutzzonen eingerichtet werden, in denen die Tiere eine sichere Heimat finden.

Gänsegeier. Foto: Wilhelma

Damit diese Reservate entstehen und vor allem auch erhalten werden können, fördert die Wilhelma zahlreiche Projekte rund um den Globus. So konnte der Zoologisch-Botanische Garten beispielswiese umgerechnet 115.000 US-Dollar für den Kauf von Regenwaldflächen im mittelamerikanischen Belize beisteuern. Auf Borneo wird die Renaturierung des ehemaligen Holzeinschlaggebietes am Lamandau-River-Gebiet ermöglicht. Aus Setzlingen entsteht in wenigen Jahren ein junger Wald, der den dort heimischen Orang-Utans Nahrung und Obdach bieten wird. Spenden fließen auch nach Südafrika, wo der Verein VulPro verletzte Geier aufnimmt und wieder auswildert.

Die Wilhelma hat ganzjährig geöffnet. Weitere Informationen, Öffnungszeiten und Preise: http://www.wilhelma.de