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Nachts in der Bibliothek

Für Freitag, den 17. März 2023, laden die Bibliotheken unter dem Motto „grenzenlos!“ zur „Nacht der Bibliotheken“ ein. In Nordrhein-Westfalen findet sie bereits zum zehnten Mal statt, dieses Jahr nun zum ersten Mal in Baden-Württemberg sowie in Südtirol und Dänemark. Die Stadtbücherei Künzelsau öffnet ihre Türen von 17 bis 21 Uhr. Auch das Kulturhaus Würth mit der Bibliothek Frau Holle hat bis 21 Uhr geöffnet und lädt bis in den späten Abend zum Lesen und Stöbern ein.

Spätebends lesen und stöbern

Das Motto „grenzenlos!“ darf jede teilnehmende Bücherei für sich interpretieren. Grenzenlos ist die Bibliothek als der Ort, an dem Menschen aller Kulturen und Interessen unabhängig von Gehalt oder Bildung willkommen sind. Die Bibliothek bietet ihnen grenzenlose Möglichkeiten: Hier können sie sich informieren, lernen, kulturelle Angebote nutzen, sich fortbilden, Neues ausprobieren und miteinander ins Gespräch kommen.

Unser Universum ist grenzenlos

Was liegt beim Motto „grenzenlos“ näher, als in der Heimatstadt von Alexander Gerst die Nacht der Bibliotheken unter das eigene Motto Universum zu stellen? In der Stadtbücherei gibt es viele Sachbücher, aber auch Erzählungen zum Universum und dem Planeten Erde.

In der Nacht der Bibliotheken werden Lesungen, Origami-Falten, Filmvorführungen zum Thema Universum und viel Zeit zum Lesen angeboten.

Programm: Nacht der Bibliotheken

In Kooperation mit der Bibliothek Frau Holle können Besuchende zwischen dem Alten Rathaus und der Bibliothek Frau Holle in der Schnurgasse wechseln und einige Rätsel speziell zu den Häusern lösen.

Im Bürgerraum im zweiten Obergeschoss werden Filme vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) gezeigt.

17–19 Uhr: Offenes Origamifalten – Ishibashikugeln und Raketen

17.30–18.30 Uhr: Kinderlesung – der kleine Major Tom: SOS im Venusnebel (für Kinder ab acht Jahren oder in Begleitung der Eltern)

18–19.30 Uhr: psst, Lesezeit: Stöbern & Lesen

19.30–20.30 Uhr: Erwachsenenlesung – Wildis Streng liest Kurzgeschichten

20.30–21 Uhr: psst, Lesezeit: Stöbern & Lesen

Alle Interessierten sind herzlich willkommen. Eine Anmeldung zu den beiden Lesungen und zum Origami-Falten ist erwünscht unter stadtbuecherei@kuenzelsau.de oder 07940 9811611.

 

 




„Geld für Waffen, aber keins für Krankenhäuser“

Am Donnerstag, den 16. März 2023, streiken auch in Öhringen Menschen, diem im Gesundheitswesen im öffentlichen Dienst tätig sind, in Öhringen. Sie fordern höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen.

Auch in Heilbronn, Crailsheim und Stuttgart gingen und gehen Mitarbeitende diese Woche auf die Straße.

Auch am Standort Öhringen nicht wirklich rosig

Das Gesundheitswesen war bereits vor der Coronapandemie finanziell stark angeschlagen. Unter dem baden-württembergischen Gesundheitsminister Manfred Lucha gab es vor fünf Jahren zahlreiche Schließungen von kleineren Krankenhäusern, darunter auch das Krankenhaus in Künzelsau, das aus Kostengründen 2018 wegen roter Zahlen geschlossen wurde. Der finanzielle Gürtel im Gesundheitswesen sollte noch enger geschnallt werden. Im Gegenzug wurde versprochen, an diesem Standort eine ambulante Notfallversorgung zu etablieren und ein medizinisches Gesundheitszentrum in dem ehemaligen Krankenhausgebäude aufzubauen. Das medizinische Gesundheitszentrum in Künzelsau wurde mittlerweile ad acta gelegt. Stattdessen hat sich der Kreistag dazu entschieden, das ehemalige Krankenhausgebäude abzureißen. Auch der Rettungsdienst fährt mit viel zu wenig Personal schon seit Jahren am Limit.

Dass es auch am Öhringer Standort mit seinem verbliebenen Krankenhaus und den Mitarbeitenden auch nicht wirklich so rosig aussieht, zeigt die Kundgebung von ver.di, die für Donnerstag, den 16. März 2023, auf dem Markplatz anberaumt ist.

Geld für Waffen, aber keins für Krankenhäuser

Währenddessen zeigen diverse Mitarbeitende im Gesundheitswesen hinter vorgehaltener Hand kein Verständnis dahingehend, dass die Bundesregierung Milliarden in den Ukrainekrieg, in Waffen und Panzer investiert, aber letztendlich schon seit Jahren behaupte, für das Gesundheitswesen seien die finanziellen Ressourcen begrenzt.
Ver.di ruft bundesweit zu Streiks auf
Bundesweit gibt es Warnstreiks im Gesundheitswesen im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes. Auch in Baden-Württemberg wird in dieser Woche in rund 30 Kliniken gestreikt. Heute fanden unter anderem Arbeitsniederlegungen im Universitätsklinikum Mannheim, in Krankenhäusern in der Ortenau, Crailsheim, Buchen, Mosbach und Heilbronn, in Waldshut, in Ruit, Ludwigsburg, Schorndorf, Markgröningen und Winnenden statt. In den Kliniken in Aalen, Ehingen, Blaubeuren und Langenau wurde heute den zweiten Tag gestreikt. Außerdem gab es auch in Verwaltung und Kitas Warnstreiks in Aalen und Laupheim sowie in Ravensburg beim Landratsamt und der Stadt. Morgen wird außer in vielen Krankenhäusern auch in Ulm und in Karlsruhe im Nahverkehr gestreikt. Insgesamt sind heute über 2.300 Beschäftigte im Ausstand.

Hanna Binder, stellvertretende ver.di Landesbezirksleiterin: „Pflegekräfte, Therapeutinnen und Therapeuten, Beschäftigte in der Verwaltung und Laboren, Reinigungskräfte sowie viele andere Berufsgruppen in den Krankenhäusern haben keine Spitzengehälter. Sie alle leiden seit Jahren unter den extremen Belastungen durch den chronischen Personalmangel und jetzt auch noch finanziell durch die Inflation. Genau für sie brauchen wir einen hohen Mindestbetrag. Denn wer überproportional belastet ist muss überproportional gestärkt aus dieser Tarifrunde hervorgehen.“

Warnstreiks nach ver.di Bezirken in den nächsten Tagen:

Stuttgart:
Montag, 13.3 und Dienstag, 14.3: Klinikum Ludwigsburg-Bietigheim, Orthopädische Klinik Markgröningen sowie Rems-Murr-Kliniken Winnenden und Schorndorf.

Fils-Neckar-Alb:
Dienstag, 14.3.: medius Klinik Ruit, Kundgebung um 10 Uhr vor der Klinik.

Mittelbaden-Nordschwarzwald:
14.3. Warnstreik bei den Werkstätten der VBK und AVG und beim Bauhof.
15.3. Warnstreik im Nahverkehr bei der VBK und AVG in Karlsruhe.
15.3. Warnstreiks Klinikum Mittelbaden, Städtisches Klinikum Karlsruhe, ViDia-Kliniken, AWO, Kliniken Landkreis Karlsruhe. Demos, dann Kundgebung auf dem Marktplatz Karlsruhe um 10 Uhr.
16.3.: Warnstreik Städtisches Klinikum Karlsruhe.

Heilbronn-Neckar-Franken
14.03.: Krankenhaus Crailsheim; SLK Kliniken; Neckar-Odenwald-Kliniken, Krankenhaus und Heime Main-Tauber, Neckar-Odenwald-Kliniken.
09:00 Uhr jeweils Versammlung vor dem Krankenhaus in Mosbach und Crailsheim, in Crailsheim Demo zum Rathaus und Kundgebung am Rathaus.
15.03.: Krankenhaus Crailsheim, SLK Kliniken Heilbronn (alle Standorte), Richard-Drautz-Stift, Krankenhaus und Heime Main-Tauber, Neckar-Odenwald-Kliniken. 09:00 Uhr Versammlung aller Streikenden am Parkplatz Freibad Gesundbrunnen, anschließend Demo um das Klinikum am Gesundbrunnen bis zum Kiliansplatz. Rednerin: Irene Gölz, ver.di Landesfachbereichsleiterin Gesundheit.
16.3. Warnstreik Stadt Weinsberg: 8:00 Marktplatz Kundgebung.
16.3. Warnstreik Stadt Öhringen: 10:00 Marktplatz Kundgebung.

Südbaden Schwarzwald
14.3. 12.30 Uhr Kundgebung Klinikum Hochrhein, Waldshut.
14./15.3. Warnstreik Ortenau Kliniken Lahr und Wolfach.
14.3. 14.00 Kundgebung am Standort Lahr, 14:30 Demo bis Rathaus Lahr.
15.3. Warnstreik Kreiskrankenhaus Emmendingen und bei der Landkreisverwaltung, der Arbeitsagentur und der Stadtverwaltung, 12.00 Uhr Kundgebung Marktplatz Emmendingen.

Rhein-Neckar:
Die ganze Woche jeweils mittags kurze Warnstreiks im GRN Gesundheitszentrum in Schwetzingen, Sinsheim, Eberbach und Weinheim.
Dienstag 14.03. Warnstreik Universitätsklinikum Mannheim.
9:00 Uhr Streikversammlung Gewerkschaftshaus und 11:00 Uhr Demo in Stadt.
Mittwoch 15.03. Warnstreik Universitätsklinikum Mannheim. 12:30 Uhr Streikversammlung vor Klinikum.

Ulm-Oberschwaben
Montag 13.3. und Dienstag 13.3. Warnstreik in Aalen (Ostalbklinikum) sowie ADK Klinikum Ehingen, Blaubeuren, Langenau (Alb-Donau-Kreis) mit zentraler Aktion in Ehingen.
Dienstag 14.3. Warnstreik in Aalen mit Kitas.
Mittwoch 15. 3. Warnstreik im öffentlichen Dienst in Schwäbisch Gmünd und beim Bauhof Ellwangen sowie im Nahverkehr in Ulm.
Mittwoch, 15.03.: St. Anna Virngrundklinik Ellwangen, Kundgebung um 8.30 Uhr auf Marktplatz Ellwangen.
Donnerstag, 16.03.: St. Anna Virngrundklinik Ellwangen, Kundgebung um 8.30 Uhr vor Haupteingang Klinikum.
Mittwoch, 15.03.: Stauferklinikum Mutlangen. Treffpunkt 10 Uhr Bahnhof Schwäbisch Gmünd, dann Demo.
16.03. Stauferklinikum Mutlangen. Treffpunkt 10 Uhr Bahnhof Schwäbisch Gmünd, dann Demo.

Anhebung der Lähne und Gehälter um über 10 Prozent

ver.di fordert für die rund 2,5 Millionen Beschäftigten des öffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen eine Anhebung der Einkommen um 10,5 Prozent, mindestens aber 500 Euro monatlich bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Ausbildungsvergütungen und Praktikantenentgelte sollen um 200 Euro monatlich angehoben werden. Das Ergebnis soll später zeit- und wirkungsgleich auf Beamt:innen, Richter:innen, Soldat:innen und Soldaten sowie Versorgungsempfänger:innen übertragen werden. ver.di führt die Tarifverhandlungen gemeinsam mit der GdP, der GEW, der IG BAU und dem dbb beamtenbund und tarifunion. Die erste von drei verabredeten Verhandlungsrunden war am 24. Januar in Potsdam, die zweite Runde am 22. und 23. Februar 2023. Die dritte und letzte verabredete ist vom 27. bis voraussichtlich 29. März 2023.

In Baden-Württemberg arbeiten nach Zahlen des Statistischen Landesamtes von 2022 rund 236.000 Tarifbeschäftigte bei den Kommunen. Etwa 67 Prozent der Beschäftigten sind Frauen, die Teilzeitquote beträgt rund 44 Prozent (insgesamt inklusive Beamt:innen). Außerdem haben die bundesweiten Verhandlungen unter anderem Auswirkungen auf den Verlauf der Tarifrunde von rund 10.000 Beschäftigten bei der Agentur für Arbeit und über 3.000 Beschäftigten bei der Deutschen Rentenversicherung im Land.




Achtklässler:innen wünschen sich vom Bürgermeister einen besseren öffentlichen Nahverkehr und einen Airsoft-Park

Zwei Tage lang ist das Künzelsauer Rathaus zum wiederholten Male zum Klassenzimmer geworden. Im Großen Sitzungssaal, in dem sich sonst die Gemeinderät:innen und Gemeinderäte über kommunalpolitische Fragen die Köpfe heiß reden, haben sich knapp 80 Schüler:innen der achten Klassen des Ganerben-Gymnasiums mit der Praxis in der Kommunalpolitik beschäftigt. Veranstaltet hat den Aktionstag „Schule trifft Rathaus“ die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg (LpB) in Zusammenarbeit mit der Stadt Künzelsau. Höhepunkt für die Jugendlichen war das Gespräch mit Bürgermeister Stefan Neumann.

Schüler:innen wissen so einiges über Kommunalpolitik

Als „ganz besonders Format“ bezeichnete es Vera Kira Wettengel vom LpB-Team, direkt im Rathaus sitzen zu können. Das sei was anderes als in der Schule, wo die Aktionstage normalerweise stattfinden, fügte die studierte Verwaltungsfachfrau hinzu. Mit Politikwissenschaftlerin Vera Schapitz moderierte sie einen der beiden Aktionstage. Beide zeigten sich beeindruckt, dass die jungen Leute ein solides Wissen über Kommunalpolitik mitgebracht hatten.

Was muss eine Kommune anbieten, was ist freiwillig?

Gemeinschaftskunde-Lehrerin Michelle Kinbacher bestätigte, dass dem Bildungsplan gemäß das Thema in der achten Klasse behandelt wird. Jedenfalls haben die Jugendlichen schnell unterscheiden können, welche Aufgaben zu den Pflichten der Kommune gehören und welche freiwillig sind. Dass eine Bücherei oder ein Schwimmbad nicht gebaut werden müssen, aber Standesamt und Müllabfuhr da sein müssen, war allen klar.

Auf Traumreise für eine Traumstadt gehen

Aber dass sie dazu die Erklärung lieferten, dass die Müllentsorgung nicht jede Gemeinde allein regeln müsse, sondern dies auch der Landkreis übernehmen könne, fanden die Moderatorinnen bemerkenswert. Ihr Ziel ist es nicht nur, das im Unterricht erworbene Wissen zu festigen, sondern den Jugendlichen auch Wege aufzuzeigen, wie sie ihre Gemeinde mitgestalten können. Schließlich haben nach ihren Worten kommunalpolitische Entscheidungen unmittelbare Auswirkungen auf das Alltagsleben. Dennoch würden viele besser über die große Politik Bescheid wissen.

Wunsch: besserer öffentlicher Nahverkehr

Lina Heussler und Fareeha Mirza hätten nicht gedacht, dass so viele Leute im Gemeinderat sitzen. Genauso wie Dragos Scripariu und Hanne Gotthardt fanden sie es spannend, auf „Traumreise“ zu gehen, um eigene Ideen zu entwickeln für eine Gemeinde nach ihren Vorstellungen. Daraus wurden vier Vorschläge als Grundlage für das Gespräch mit dem Bürgermeister ausgewählt. Ganz oben standen ein besserer öffentlicher Nahverkehr sowie ein Einkaufszentrum mit besonderen Läden. Auch ein öffentlicher Park mit Hundetreff sowie ein Airsoft-Park wurden vorgeschlagen.

Heruntergekommener Wertwiesenpark?

Stefan Neumann fand einige Anknüpfungspunkte, wenn er auch den Airsoft-Park eher als Privatsache ansieht. Die Klage über den etwas heruntergekommenen Zustand der Wertwiesen von Loana Messow und Leni Hirsch konnte er zwar nicht so recht nachvollziehen, versprach aber, die Sache zu prüfen. Der von den Schülerinnen vorgeschlagene Hundetreff liegt zwar auch im Interesse der Stadtverwaltung, ist aber aus Gründen des Gewässerschutzes, direkt am Kocher nicht möglich, wie Neumann betonte. Weitere Ideen der Schülerinnen zu den Wertwiesen, wie mehr Liegen, Flächen zum Chillen und Grillen und abwechslungsreiche Spielplätze, wurden sehr positiv aufgenommen.

Mindestens 10 Jahre müssen die Einwohner:innen noch die auf Reaktivierung der Kochertalbahn warten

Der Bürgermeister versteht den Wunsch nach mehr Läden für junge Leute. Die Stadtverwaltung tue ihr Möglichstes, um für alle Altersgruppen attraktive Geschäfte anzusiedeln, aber da sei die Verwaltung auf die Eigentümer angewiesen, betonte er gegenüber den Schüler:innen, die erstaunlich gut informiert waren über die Planungen für neue Geschäfte. Beim öffentlichen Nahverkehr seien die Pläne für die Reaktivierung der Kochertalbahn zwar schon recht weit gediehen, die Umsetzung dauere jedoch mindestens zehn Jahre.

Renovierung der Sporthalle des Ganerben-Gymnasiums

Neumann bezeichnete die Mobilität als einen der zentralen Schwerpunkte für Künzelsau. So soll ein Rufbussystem, das gegenwärtig erprobt wird, künftig für flexiblere und bessere Anbindungen sorgen. Dazu soll der Citybus umfunktioniert werden, für den die Stadtverwaltung schon jetzt 130.000 Euro im Jahr ausgibt. Insgesamt sei Nahverkehr zu 90 Prozent Schülerverkehr, betonte Neumann.

Durch Zufall Bürgermeister in Künzelsau geworden

Abhilfe versprochen hat er bei der Sporthalle des Ganerben-Gymnasiums, die 2025 saniert werden soll. Denn nach Auskunft der Schülerinnen und Schüler ist das Dach schon jetzt undicht. „Ganz wichtige Sachen machen wir natürlich zeitnaher schon“, bekräftigte er. Der Bürgermeister stellte sich auch ganz persönlichen Fragen. Zum Beispiel, wie er auf die Idee gekommen sei, Bürgermeister zu werden. Da habe der Zufall eine große Rolle gespielt, räumte Neumann ein.

Schwierig, wenn man sich von Mitarbeitenden trennen müsse

Weiter wollten seine Gäste wissen, wie es denn sei, im Rathaus zu arbeiten, warum manche Entscheidungen länger als andere dauern, wie er persönlich zum Naturschutz stehe und was für ihn am schwierigsten sei. Die schwersten Entscheidungen seien immer diejenigen, wenn man sich von Mitarbeiterinnen oder -mitarbeiten trennen müsse, räumte Neumann ein. Als Julia Knobel vom Hauptamt nach der persönlich geprägten Gesprächsrunde die jungen Gäste im Rathaus fragte, ob sie es gut finden würden, wenn es von Seiten der Stadtverwaltung mindestens einmal im Jahr eine Umfrage an Schulen geben würde, gab es einhellige Zustimmung. Bürgermeister Neumann fand es toll, dass seine Gäste so viele Ideen hatten.

Fotos: Stad Künzelsau/Rainer Lang




Landespolizeiorchester spielt auf

Am Samstag, den 25. März 2023, lädt das Landespolizeiorchester zu einem Benefizkonzert in die Stadthalle nach Neuenstein ein. Das Konzert beginn um 19.30 Uhr. Einlass ist um 18.30 Uhr.

Das Landespolizeiorchester spielt zu Gunsten des Vereins „Sicher im Hohenlohekreis e.V.“.

Die Karten kosten im Vorverkauf 18 Uhr. An der Abendkasse 21 Euro. Kinder unter 14 Jahren haben freien Eintritt.

Karten gibt es beim Mobiz in Öhringen, Bahnhofstraße 1, beim Nahverkehr Hohenlohekreis im Kundencenter in Künzelsau, Bahnhofstraße 8, bei der Raiffeisenbank Hohenloher Land, in der Geschäftsstelle Neuenstein, Hintere Straße 15 und per Mail: karten@stadtkapelle-neuenstein.de




Solarmodule gestohlen

Unbekannte verschafften sich in der Nacht auf Samstag Zutritt zu einem Solarpark in Künzelsau-Nagelsberg und entwendeten mehrere Solarmodule.

Dabei hebelten die Täter zwischen Freitag, 18 Uhr, und Samstag, 9.30 Uhr, ein Tor auf, um ins Innere des umzäunten Geländes zu gelangen. Anschließend lösten sie rund 100 Solarmodule und entwendeten diese. Der geschätzte Schaden beläuft sich auf circa 20.000 Euro.

Zeugen, die Hinweise zu den Tätern oder der Tat geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 07940 9400 beim Polizeirevier Künzelsau zu melden.




„2022 war kein einfaches Jahr – es war ein sehr warmes Jahr“

Pressemitteilung

 

Gemeinderat Künzelsau am 28. Februar 2023

„Unsere Stadt wächst und deshalb müssen wir investieren – zuerst bei den Kindern“

Neuer Gemeinderat

Die Sitzung des Gemeinderats Künzelsau am 28. Februar 2023 beginnt mit der Verpflichtung des neuen Mitgliedes Gerold Traub. Er rückt für den ausgeschiedenen Stadtrat Michael Sanwald nach. Das Gremium hat keine Hinderungsgründe dafür festgestellt. Bürgermeister Stefan Neumann verpflichtet den neuen Stadtrat per Handschlag für sein Ehrenamt.

Künzelsau hat aktuell über 16.000 Einwohner:innen

„Künzelsau entwickelt sich gut, hat aktuell über 16.000 Einwohner“, deshalb, so Bürgermeister Stefan Neumann, „müssen wir auch die Infrastruktur anpassen.“ Damit für die Einwohner:innen sowie die in der Wirtschaft dringend benötigten Mitarbeitenden ausreichend Wohnraum und Kinderbetreuungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen, muss und will die Stadtverwaltung die Rahmenbedingungen schaffen. So liegt der Schwerpunkt der Gemeinderatssitzung auf der Fragestellung, welcher Bedarf im Kindergarten- und Schulbereich in Gaisbach in den kommenden Jahren besteht und wie dafür ausreichend Raum zur Verfügung gestellt werden kann. Auch in Taläcker müssen Betreuungsplätze geschaffen und die Grundschule erweitert werden. Seit geraumer Zeit arbeiten Stadtverwaltung und Gemeinderat an entsprechenden Planungen.

Mehr Kinder, mehr Betreuungsplätze nötig

Grundschule in Gaisbach. Foto: Stadtverwaltung Künzelsau

Kindergarten in Gaisbach. Foto: Stadtverwaltung Künzelsau

Martin Joos, zuständiger Projektmanager bei der Stadtverwaltung Künzelsau, stellt die aktuelle Betreuungssituation und Prognosen für die kommenden Jahre im Kindergarten- und Schulbereich in Gaisbach vor. Aufgrund der steigenden Einwohnerzahlen wird auch der Platzbedarf größer – aber auch die formalen Anforderungen und die Erwartungen der Familien an die Betreuungssituation nehmen zu. Eine weitere Herausforderung wird es werden, die bestehenden Kindergarten-Gebäude entweder zu sanieren oder neu zu bauen.

Zusammen mit den drei Bestandsgruppen werden im Planbereich Gaisbach nach einer für den Zeitraum bis 2032 angelegten Prognose insgesamt 18 bis 19 Gruppen gebraucht. Die fehlenden 15 Gruppen könnten in den kommenden Jahren nacheinander im Bereich der bestehenden Grundschule und Mehrzweckhalle (Zentralbereich) in Gaisbach geschaffen werden durch: eine Interimskrippe 2023, das Erweitern und Sanieren des Bestands-Kindergartens Gaisbach I in den Jahren 2023 bis 2025, den Bau einer neuen Einrichtung Gaisbach II 2027/28 und schließlich im Jahr 2032 durch den Bau eines Kindergartens Gaisbach III – dann könnte auch die Interimslösung wieder entfallen.

Zentrale Mensa in Gaisbach

Die Grundschule Gaisbach wird nach Berechnungen aller Voraussicht nach von einem Zug auf eine Dreizügigkeit wachsen müssen.

Durch die große Zahl von Krippen-, Kindergarten- und Schulkindern ergibt sich der Bedarf für eine zentrale Mensa, die ebenfalls im Bereich der jetzigen Grundschule gebaut werden könnte. Ob in dem Zentralbereich Gaisbach außerdem ein Familienzentrum entstehen und an die geplanten Einrichtungen angeschlossen werden sollen, bedarf es noch weitere Beratungen im Gemeinderat.

Wie diese verschiedenen Nutzungen im Zentralbereich optimal positioniert und untergebracht werden können kann ein Städtebaulicher Wettbewerb im Ergebnis darstellen und sollte schnell durchgeführt werden, so schließt Martin Joos die Zusammenfassung von Bestand, Bedarf und Entwicklungsmöglichkeiten.

„Das hängt auch von den weiteren wirtschaftlichen Entwicklungen ab“

Im Gesamtblick auf diese Mammutaufgabe, die die Stadtverwaltung personell und finanziell herausfordert, lobt ein Fraktionssprecher die vorausschauende Planung, die bei Bedarf schnell angepasst und umgesetzt werden kann. Drei Fraktionssprechende mahnen eine defensivere Planung an. Es sollen keine Raumüberkapazitäten entstehen und die Finanzierung müsse sichergestellt sein. Schließlich sind auch Investitionen im Betreuungsbereich in Taläcker und in der Kernstadt erforderlich. Stadtkämmerer Ulrich Walter sagt dazu: „Unsere Stadt wächst und deshalb müssen wir investieren – zuerst bei den Kindern. Die hier angesprochenen Projekte für die nächsten vier Jahren haben wir finanziert. Niemand kann sagen, wie sich alles wirtschaftlich weiterentwickelt. Was Herr Joos vorgestellt hat, damit können wir uns auf den Weg machen. Was nach den genannten vier Jahren passiert, müssen wir sehen. Das hängt auch von den wirtschaftlichen Entwicklungen ab.“ Natürlich, so ergänzt Bürgermeister Stefan Neumann, werden für die Maßnahmen Fördermittel beantragt.

Für den Zentralbereich – den Standort der Grundschule, der Mehrzweckhalle und des Sportplatzes in Gaisbach – wird ein Städtebaulicher Wettbewerb über die Nutzung durchgeführt. Grundlage für den Wettbewerb sind die Raumprogramme für einen Neubau einer bis zu dreizügigen Grundschule in Gaisbach, der Rückbau der bestehenden Reinhold-Würth-Grundschule, der Neubau einer mindestens sechsgruppigen Kindertagesstätte auf dem Grundstück der Reinhold-Würth-Schule sowie der Neubau einer zentralen Mensa. Auch die Entscheidung des Gemeinderates, ob im Zentralbereich ein Familienzentrum und mit welchem Aufgabenumfang entstehen soll, muss in den städtebaulichen Wettbewerb mit einfließen.

12.000 Pflanzen gepflanzt

„2022 war kein einfaches Jahr – es war ein sehr warmes Jahr“, so beginnt Stadtförster Stephan Römer seinen Bericht über den Stadtwald. „12.000 Pflanzen wurden gesetzt“, das rechnet er zum positiven Teil, wie auch die Tatsache, dass nicht nur Holz produziert und aktiver Naturschutz betrieben, sondern auch andere Dienstleistungen im Stadtwald erbracht werden. So wurden mittlerweile 14 Hektar Waldrefugien ausgewiesen, die auch dem Ökokonto der Stadt angerechnet werden. Der Stadtwald diene der Erholung und demnächst werde die Mountainbike-Strecke fertig, die mit großem Engagement des Sportverein Morsbach und Mitteln aus dem Bürgerbudget entsteht. 2023 sollen weitere 5.300 Pflanzen gesetzt werden.

Mountainbikestrecke bald fertig

Nächste Sitzung

Am Dienstag, 21. März 2023 um 18 Uhr findet die nächste öffentliche Gemeinderatssitzung im Künzelsauer Rathaus statt.




Grauzonen im Netz

Am Mittwoch, den 15. März 2023 um 19 Uhr lädt der Förderverein der Georg-Fahrbach-Schule e.V. alle Interessierten zu einem Medienkompetenz-Infoabend mit dem Thema: „Grauzonen im Netz“ in die Mensa der Georg-Fahrbach-Schule nach Ingelfignen ein.

Mobbing im Netz

Die neuen Medien bestimmen immer mehr unseren Alltag, aber vor allem die Welt der Kinder und Jugendlichen. Von jedem Ort kann man kommunizieren. Leider hat diese digitale Welt auch Schattenseiten, die von Cybermobbing über jugendgefährdende Inhalte bis hin zur Onlinesucht reichen können. Auch wenn unsere Kinder heutzutage mit den Medien als sogenannte „digital natives“ aufwachsen, haben sie doch Nachholbedarf im sinnvollen und kritischen Umgang mit Handy, Internet und Co.

In seinen Vortrag gibt der Medienpädagogische Berater des Kreismedienzentrums Hohenlohe, Alexander Kranich, Einblicke in diese Welt von WhatsApp, YouTube und Fortnite.

Dieser Vortrag ist kostenfrei, über eine kleine Spende am Ausgang, zur Unterstützung des Fördervereins, würde sich der Förderverein sehr freuen.

Um Anmeldung wird gebeten:

per Mail:                      foerderverein-gfs-Ingelfingen@web.de

oder

telefonisch:                 07940 / 982270

(Sekretariat Schule)

 

 

 

 




Thilo Michler: „Mit jedem Baum für ein Kind ein Zeichen für die Zukunft zu setzen und die Freude der Familien zu sehen ist immer herzerwärmend“

Am 04. März 2022  wurden in fünf Öhringer Teilorten 22 Bäume für die dort im Jahr 2022 geborenen Kinder gepflanzt. Letztes Jahr wurden in Öhringen 243 Kinder mit Öhringer Hauptwohnsitz geboren. Davon leben 22 in den fünf an der Geburtsbaumaktion teilnehmenden Ortsteilen: Verrenberg (neun Kinder), Obermaßholderbach (drei Kinder), Schwöllbronn und Unterohrn (fünf Kinder), Möglingen (drei Kinder) und Ohrnberg (zwei Kinder).

Eingravierte Namen

Vom städtischen Bauhof wurden Walnussbäume gesetzt. Oberbürgermeister Thilo Michler und Timo Stiller vom Bauhof waren mit den jeweiligen Ortsvorstehern in jedem der fünf Teilorte bei der Baumpflanzung dabei. „Die Geburtsbaumpflanzung ist eine meiner Lieblingsaktionen im Jahr. Mit jedem Baum für ein Kind ein Zeichen für die Zukunft zu setzen und die Freude der Familien zu sehen ist immer herzerwärmend“, freut sich der OB. Jeder Baum bekommt ein Metall-Namensschildchen mit eingraviertem Namen des Kindes und dessen Geburtsdatum. So übernehmen die Kinder eine Art Patenschaft für den Baum und können sich in den Folgejahren um „ihren“ Baum kümmern.

Bislang 330 Bäume gepflanzt worden

Seit der Einführung der Aktion im Jahr 2011 sind insgesamt 330 Bäume gepflanzt worden, davon 219 in den Teilorten. Zur LAGA wurden 2015 einmalig für Kinder aus der Öhringer Kernstadt mit Jahrgang 2014 an der Rollschuhbahn in der Cappelaue 111 Geburtsbäume gepflanzt. Die Geburtsbaumaktion wurde 2010 von Oberbürgermeister Thilo Michler initiiert. Alle Teilorte sind dazu eingeladen worden. Final bereit erklärt haben sich damals Ohrnberg, Schwöllbronn mit Unterohrn, Büttelbronn mit Ober- und Untermaßholderbach sowie Möglingen. Im Jahr 2022 kam Verrenberg dazu.

Ab dem Jahr 2023 fallen die Ortsteile Büttelbronn und Untermaßholderbach wegen Platzmangel weg.

Geburtsbaumaktion in Verrenberg. Foto: privat

 




Herrliche Ausblicke ins Kochertal

Peter Frenz vom Verein Natur- und Landsschaftsführer Hohenlohe e.V. (www.nlfh.de) läd am Sonntag, den 26. März 2023, zu einer Ein- und Ausblicke – Radtour ein.

Die Tour eröffnet neue Blickwinkel zur Haller Landheg. Von Gailenkichen, über Kupfer, Einweiler nach Rückertshausen zeigt er interessierten Radlern bei mehreren Haltepunkten die noch gut sichtbaren Reste der Haller Landheg. Auf dem Rückweg über das Kocheneck kommen die eilnehmer:innen durch Arnsdorf, Rückertsbronn über Schönenberg bis zum Eichelhof wieder zurück nach Wackershofen und haben herrliche Ausblicke ins Kochertal und bis zum Haller Tor.

Treffpunkt ist um 10 Uhr am Museumsparkplatz Wackershofen.

Die Tour ist ca. 50 km, relativ eben und dauert ca. 3,5 – 4 Std. Radwanderausrüstung, Fahrradhelm, Vesper. Teilnahmebeitrag: 10 Euro. Anmeldung bis 24. März 2023 bei peter.frenz@nlfh.de oder übers Handy: 0157 8822 5962
 

Mit freundlichem Gruß




93-Jähriger Autofahrer fuhr einem Fahrradfahrer von hinten auf

Nach Polizeiangaben fuhr ein 93-jähriger Autofahrer einem 57-jährigen Radfahrer am Sonntag, den 12. März 2023,von hinten auf. Der Radfahrer erlag noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen. Wie es zu dem Unfall kam, war zunächst unklar.

Nach Angaben der Polizei wurde der Radfahrer beim Aufprall über den Mercedes des Seniors geschleudert. Der Autofahrer blieb unverletzt. Ein Gutachter soll nun den Hergang klären.

Beide Männer waren am Sonntagmorgen gegen 09 Uhr in gleicher Richtung auf der Landesstraße zwischen Öhringen und Pfedelbach unterwegs. Die Straße musste zur Unfallaufnahme gut vier Stunden lang in beide Richtungen gesperrt werden.

Nach Angaben der Polizei entstand beim Unfall ein Sachschaden von 8.000 Euro.