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Heartbeat-Tag in Künzelsau

Am 01. April 2023 veranstaltet das Evangelische Jugendwerk (ejw) den sechsten 6. Jugendtag Heartbeat.

Der Beginn ist um 14 Uhr in der Johanneskirche in Künzelsau mit einem Jugendgottesdienst, den die Band „Grace“ und die Künzelsauer Trainees mitgestalten werden. Danach gibt es über 30 Workshops für die Jugendlichen zur Auswahl (mit Anmeldung, man kann aber auch spontan vorbeikommen und schauen, in welchem Workshop noch Platz ist).

Es gibt unter anderem einen Escape-Room, Jugger (Teste die neue aufregende, actiongeladene und mittelalterlich
anmutende Mannschaftssportart, bei der man sich mit gepolsterten Waffen „bekämpft“ und trotzdem Fairplay angesagt ist.), die Herrstellung veganer Brotaufstriche, eine Nähwerkstatt, ein Krimidinner, ein Filmworkshop, Tonen, Klettern, Graffiti).

DJ Faith

Nach dem Abendessen, das der Foodtruck vom Evangelischen Jugendwerk Öhringen vorbereiten wird, wird DJ Faith in der Pausenhalle der Georg Wagner Schule (Gebäude am Fluss / Schulstraße) für gute Laune bei der abschließenden Party sorgen.

Eintrit: 7 Euro (Abendessen inklusive / nur Getränke müssen / können noch extra gekauft werden).

Für die Workshops sollte man sich im Vorfeld bis zum 28. März anmelden: https://ejoe-ejkuen.amosweb.de/reg/anmeldung/36188/start.

Hier gibt es die Liste mit allen Workshops: Jugendtag Heartbeat (elk-wue.de)

Wer spontan kommt, kann nur sehr begrenzt aus den Workshops auswählen, wo noch Plätze frei sind. Manche Workshops dauern 3 Stunden, die meisten nur 90 Minuten. Von den 90-minütigen Workshops kann man zwei besuchen.

Zeitplan:

13.30 Uhr: Ankommen und Anmeldung
14.00 – 15.00 Uhr: Jugendgottesdienst in der Johanneskirche
15.00 – 16.30 Uhr: 1. Workshoprunde
16.45 – 18.15 Uhr: Zweite Workshoprunde
18.15 – 19.00 Uhr: Pause und Abendessen mit dem Foodtruck des EJÖ
19.15 – 20.30 Uhr: Party mit DJ Faith




„Ein guter Tag für Hohenlohe“

Am Montag, den 27. März 2023, gab der Kreistag des Hohenlohekreises in seiner Sitzung in der Stadthalle in Niedernhall grünes Licht für die Prüfung einer möglichen Reaktivierung der Kochertalbahn.

Von Waldenburg über Kupferzell und Gaisbach bis Künzelsau

Das Fachbüro TTK stellte dabei die Ergebnisse der durch den Hohenlohekreis und den Landkreis Schwäbisch Hall in Auftrag gegebenen neuen Machbarkeitsstudie für eine Elektrifizierung der Hohenlohebahn im Abschnitt zwischen Öhringen-Cappel und Schwäbisch Hall-Hessental sowie eine Reaktivierung der Kochertalbahn von Waldenburg über Kupferzell und Gaisbach bis Künzelsau vom Fachbüro TTK vor.

Zugverkehr mit Busverkehr verzahnen

Christian von Stetten, Vorsitzender der Bürgerinitiative Wir bauen die neue Kochertalbahn e. V., begrüßt die positiven Signale: „Heute ist ein guter Tag für Hohenlohe“, sagt er in einer Pressemitteilung im Namen der Bürgerinitiative. Die Studienergebnisse zur Hohenlohebahn sprächen eindeutig für den überfälligen Lückenschluss durch die Elektrifizierung zwischen den Bahnhöfen Öhringen-Cappel und Schwäbisch Hall-Hessental. Weiter heißt es: „Besonders erfreulich sind für uns Mitglieder des Fördervereins die Untersuchungsergebnisse zur Reaktivierung der Kochertalbahn von Waldenburg über Kupferzell und Gaisbach bis Künzelsau.“

Damit könne ein verkehrspolitischer Fehler der Vergangenheit korrigiert werden. Beim Start des damaligen Nahverkehrsmodells Hohenlohe vor 44 Jahren sei, so von Stetten, versäumt worden, den damals existierenden Zugverkehr der Kochertalbahn in den neu geschaffenen Busverkehrsplan zu integrieren.

Jahrhundertprojekt

„Der Bau der Kochertalbahn im Jahr 1892 war im 19. Jahrhundert ein Jahrhundertprojekt. Im 20. Jahrhundert war die Stilllegung der Kochertalbahn – zumindest rückblickend – ein Jahrhundertfehler“, urteilt der Bundestagsabgeordnete der CDU. Im 21. Jahrhundert nun hätten der Hohenlohekreis und die beteiligten Gemeinden durch die mögliche Reaktivierung erneut ein Jahrhundertprojekt vor sich, „welches die Mitglieder der Bürgerinitiative Wir bauen die Kochertalbahn e.V. weiterhin gerne aktiv unterstützen“.

Machbarkeitsstudie

Im Jahr 2020 hat der Förderverein eine erste Machbarkeitsstudie veröffentlicht, die man hier hier einsehen kann und auf der die heute vorgestellte und sehr ausführlich berechnete Machbarkeitsstudie aufbauen konnte.

“Wichtig ist aus unserer Sicht: Die beiden Machbarkeitsstudien aus dem Jahr 2020 und 2023 kommen zum selben Ergebnis: die Reaktivierung der Kochertalbahn ist technisch und finanziell machbar.”

Kontakt:

info@kochertal-bahn.de

https://www.kochertal-bahn.de/

Bürgerinitiative: Wir bauen die neue Kochertalbahn e.V.
Amrichshäuser Straße 10, 74653 Künzelsau

Die Kochertalbahn war laut Klaus Föhl bis in die 70er Jahre eine der rentabelsten Nebenbahnen in Baden-Württemberg. Foto: www.fohl/kochertalbahn.de




Niedernhall sucht ne App…äh…

Die Stadtverwaltung Niedernhall sucht derzeit aktiv nach einem eine/n Apotheker:in zur Neugründung beziehungsweise Wiedereröffnung der bisherigen Morsteinapotheke im Herzen des Kocherstädtchens.

Seit 31. Januar 2023 hat die Morsteinapotheke, die es ebenfalls in Ingelfingen gibt, nicht mehr geöffnet. Bislang konnte kein Nachfolger gefunden werden.

Daher hat der Niedernhaller Gemeinderat in seiner Sitzung am 20. März 2023 entschieden, dass die Stadt Niedernhall regional sowie deutschlandweit Stellenanzeigen auf der Suche nach einer/einem Apotheker:in schaltet, der/die bereit wäre, wieder eine Apotheke in Niedernhall zu betreiben.




Über Stock und Stein

Am Sonntag, den 02. April 2023, um 13 Uhr, weihen SVM Bikers die neuen Mountainbikestrecken im Künzelsauer Stadtwald ein, mit Rahmenprogramm, Snacks und Getränken.

Jede/r Besucher:in, ob mit oder ohne Mountainbike, ist herzlich willkommen.




Ukraine-Krieg: 600 Tier- & 880 Pflanzenarten in Gefahr




Im Zuhörerbereich hat die gesamte Führungsspitze der Freiwilligen Feuerwehr von Künzelsau Platz genommen,

Im Zuhörerbereich hat die gesamte Führungsspitze der Freiwilligen Feuerwehr von Künzelsau Platz genommen, als Künzelsaus Bürgermeister Stefan Neumann die Gemeinderatssitzung am 21. März 2023 eröffnet. Auf der Tagesordnung stehen neben der Bestellung des Stadtbrandmeisters, der Abteilungskommandanten und deren Stellvertretern auch die Wahl von Schöffen und wieder drängend die räumliche Situation in den städtischen Kindergärten und Schulen.

Verpflichtet mit Handschlag und Urkunden: Stadtbrandmeister, Abteilungskommandanten und ihre Stellvertreter im Sitzungssaal im Rathaus. Foto Stadtverwaltung Künzelsau.

Abteilungskommandanten aller Ortsteile

Der Gemeinderat stimmt der Bestellung von Thomas Böhret zum Stadtbrandmeister und Martin Färber zum stellvertretenden Stadtbrandmeister zu. Weiter stimmt der Gemeinderat den Bestellungen folgender Abteilungskommandanten und deren Stellvertreter zu: Abteilung Künzelsau/Stadt Stephan Klein und Werner Hannemann; Abteilung Amrichshausen Philipp Burkert und Jens Haag; Abteilung Belsenberg Sascha Lell und Christian Rapp; Abteilung Gaisbach Martin Färber und Stefan Maurer; Abteilung Kocherstetten Joachim Bader und Mike Braun; Abteilung Laßbach Klaus Beck und Simon Stier; Abteilung Morsbach Martin Wolf und Max Gässler; Abteilung Nitzenhausen Johannes Seebach und Markus Röger; Abteilung Steinbach Felix Bittner und Matthias Mack. Bürgermeister Stefan Neumann verpflichtet alle per Handschlag für ihr Ehrenamt und bedankt sich für das große Engagement.

Wer wird Schöffe?

Mit einstimmigem Beschluss legt der Gemeinderat fest, folgende Bewerberinnen und Bewerber in die Vorschlagsliste für die Schöffenwahl aufzunehmen: Tobias Biermann, Astrid Verena Böhret, Monika Chef, Daniel Franz, Friederike Höhn, Ramona Klüglein, Arno Krumrein, Matthias Lauterer, Matthias Maier, Stefan Schach, Günter Straub, Edwin Weber-Sieb, alle wohnhaft in Künzelsau und Stadtteilen.

Neubau Grundschule Amrichshausen

Martin Joos, zuständiger Projektleiter bei der Stadtverwaltung Künzelsau, steigt in den Tagesordnungspunkt mit einer Zusammenfassung der Eindrücke ein, die sich Gemeinderatsmitglieder bei der Besichtigung von Betreuungseinrichtungen in modularer Holz-/Holzhybridbauweise in Künzelsau und anderen Städten wie Ulm-Lehr, Ödheim und Neuenstadt holen konnten. Er skizziert das weitere Prozedere zum Neubau der Grundschule in Amrichshausen, deren Fertigstellung bis Ende 2025 angepeilt wird. Auch die Erweiterungen der Grundschule in Taläcker sowie der Kindergärten Taläcker II und Gaisbach sollen in den kommenden Jahren umgesetzt werden. Nach groben Kostenschätzungen liegen die Baukosten für diese vier Maßnahmen bei knapp 15 Millionen Euro, ohne Außenanlagen und Möblierung. Die Aussichten auf Fördermittel seien momentan sehr gut. Martin Joos empfiehlt möglichst viele Doppelnutzungen der Räume, beispielsweise Kindergarten und Schule könnten gemeinsam eine Mensa nutzen.

Der Kindergarten Taläcker II wird um drei Gruppen erweitert.

Auch die Grundschule Taläcker hat zu wenig Platz und soll mit einem Anbau erweitert werden. Fotos Stadtverwaltung Künzelsau.

Spenden

Bei der Stadtkasse sind insgesamt 750 Euro vom Kaufmännischen Verein Künzelsau für 20 städtische Schulen und Kindergärten eingegangen, die sich an der Aktion Weihnachtsbaumschmücken in der Künzelsauer Innenstadt beteiligt haben. Die Raiffeisenbank Hohenloher Land eG hat 321,30 Euro für ein Hochbeet des Kindergartens Nagelsberger Weg und 214,20 Euro für ein Insektenhotel des Kindergartens Karlspflege gespendet. Tausend Euro spendete eine Privatperson für die Kulturarbeit der Stadtverwaltung. Bürgermeister Stefan Neumann bedankt sich bei den Spenderinnen und Spendern. Der Gemeinderat stimmt der Annahme und Weiterleitung der Spenden durch einstimmigen Beschluss zu.

Bürgerfragestunde

Die Möglichkeit, Informationen aus erster Hand zu bekommen, wird in der Bürgerfragestunde zu Beginn der Sitzung rege genutzt. Kritisch hinterfragt ein Einwohner die Nutzung von landwirtschaftlichen Flächen für Freiflächen-Photovoltaikanlagen und das Anlegen von Ausgleichsflächen, Punktegutschriften in Ökokonten dafür. Die geplante Anlage in Wolfsölden liege zu dicht an der bestehenden Bebauung, bedauert eine Einwohnerin.

Gemeinderäte fordern mehr Grünflächen anstatt versiegelte Flächen

Am Ende der Tagesordnung nutzen Stadträtinnen und Stadträte die Gelegenheit sich über den aktuellen Stand verschiedener Projekte zu informieren. So wird die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED angesprochen.

Aufgrund stetig steigender Temperaturen solle das Ziel mehr Grün und weniger versiegelte Flächen in der Stadt sein, so die Auffassung mehrere Räte. Künftig sollten in Bebauungsplänen nicht nur Stellplätze für Pkws, sondern auch Bäume und Grünflächen festgeschrieben sein.

Weiter wird angeregt, die Grundstückeigentümer zu motivieren, ihre Schottergärten in biologisch vielfältige Gärten umzuwandeln. Aktionen für Eigentümer von Schottergärten, so Bürgermeister Stefan Neumann, könne die Stadtverwaltung zurzeit nicht bewältigen. „Dafür haben wir leider jetzt kein Personal.“ Deshalb geht der Appell aus der Gemeinderatssitzung an die Gartenbesitzer: „Werden Sie selbst aktiv und wandeln Sie Ihre Gärten um. Es gibt viele Möglichkeiten, auch grüne pflegeleichte Gärten zu gestalten. Sie nehmen damit direkt Einfluss aufs Klima.“

Baugebiet Belsenberg in Warteschleife: Streuobstwiesen versus Wohnbebauung

Das Baugebiet am Südhang in Belsenberg ist bereits seit 2022 größtenteils erschlossen. Es fehlt noch die Flutmulde oberhalb der Bauplätze, damit das Hangwasser nicht die Grundstücke flutet. Eigentlich könnte der Bau der ersten Eigenheime dort schon in vollem Gang sein oder zumindest jetzt im Frühjahr beginnen. Warum geht es nicht vorwärts, ist die Frage von Stadträtinnen und -räten. Weil Streuobstwiesen ab einer Größe von 1.500 Quadratmetern seit Juli 2020 per Gesetz unter Schutz gestellt und zu erhalten sind, musste beim Landratsamt Hohenlohekreis ein Antrag auf Genehmigung zur Umwandlung von Streuobstwiese in ein Baugebiet beantragt werden. Diese Genehmigung wurde am 18. August 2021 auch erteilt, somit konnten die Erschließungsarbeiten, nachdem dort vorhandene Reptilien vergrämt wurden, starten.

NABU legt Widerspruch ein

Der NABU Baden-Württemberg legte jedoch im April 2022 Widerspruch gegen die vom Landratsamt erteilte Genehmigung ein. Ähnlich ging es wohl vielen Gemeinden in Baden-Württemberg. Daraufhin zog das Landratsamt Hohenlohekreis im Dezember 2022 seine Genehmigung zurück, so dass die Bäume zur Vorbereitung der Bauplätze über den Winter nicht gefällt werden konnten. Die Stadtverwaltung wird nun einen neuen Antrag auf Genehmigung stellen, allerdings muss gutachterlich eine Neubewertung des Streuobstbestandes erfolgen – der Auftrag dafür ist vergeben – und der Bedarf für die fünf Bauplätze muss nachgewiesen werden. Roswitha Deptner, stellvertretende Leiterin des Stadtbauamts, ist deshalb in Abstimmungsgesprächen mit dem Landratsamt Hohenlohekreis. „Es liegt nicht an der Stadtverwaltung, auch nicht am Landratsamt, das uns sehr wohlwollend in dieser Angelegenheit begleitet“, so Roswitha Deptner. „Wir hoffen im April mehr darüber berichten zu können.“

Nächste Sitzung am 18. April

Am Dienstag, 18. April 2023 um 18 Uhr findet die nächste öffentliche Gemeinderatssitzung im Künzelsauer Rathaus statt.




„Altes bewahren, neues beginnen“

Als Kristin Walter, Bürgermeisterkandidatin für Krautheim, von unserer Redaktion gefragt wurde, an welchem ihrer Lieblingsorte in Krautheim wir das Interview mit ihr führen sollen, war für sie gleich klar: an der Burg sollte es sein. Denn die Burg stehe sinnbildlich für ihren Leitspruch: „Altes bewahren und neues beginnen.“

Kultur, Vereine und die gelebten Werte in Krautheim

Die dreifache Mutter arbeitet seit 2,5 Jahren im Rathaus in Krautheim, derzeit noch unter Andreas Köhler. Der aktuelle Rathauschef hat im Januar 2023 seinen Rücktritt erklärt. Da habe Kristin Walter, so berichtet sie es, für sich entschlossen: „Ich packe das an, durch meine Erfahrung, die ich im Laufe der Jahre sammeln konnte, möchte ich gemeinsam mit den Krautheimern Neues beginnen und altes weiterführen.“ Das Alte, darunter versteht die Verwaltungsangestellte und gelernte Wirtschaftsfachwirtin, insbesondere die Kultur, Vereine – wie Lemia, die Blaskapellen, der TSV, die Burg oder der Reitverein – und die gelebten Werte in dem Jagsttalstädtchen.

Beim Regierungspräsidium Stuttgart

Bevor sie in Krautheim gearbeitet hat, war sievon 2015 bis 2020 stellvertretende Leiterin der Ausländerbehörde beim Regierungspräsidium Stuttgart, Außenstelle Wertheim. Hier war sie für die Bewilligung der verschiedenen Förderprogramme für Flüchtlinge zuständig.

Mehr Bürgernähe

Der Wunsch nach mehr Bürgernähe und damit direktem Kontakt mit den Menschen führte sie schließlich ins Rathaus nach Krautheim. „Mein Wunsch war es, in verschiedenster Art und Weise für die Bürger:innen tätig zu sein. Aktuell arbeitet die 42-Jährige hier als Kassenverwalterin und Marktmeisterin.

In der Verwaltung digitaler werden

Unter anderem die Herbstmesse nach Corona beziehungsweise mit einem angepasstem Coronakonzept hat sie organisiert, eine der Höhepunkte im Jahr in Krautheim. Sie möchte as Bürgermeisterin Krautheim auch in der Verwaltung in die Moderne führen, digitaler werden, vernetzter, auch mit den Vereinen, die sich mit ihren Ehrenamtlichen so sehr engagieren. „Corona hat schmerzhaft gezeigt, wie wichtig dieser Bereich ist.“

Geänderte Öffnungszeiten, mehr Bürgernähe, eine „bürgerfreundliche Kommunikation und offene Rathaustären sind mir wichtig“.

Investorensuche für das ZG-Areal nicht einfach

Sie weiß: „Die Stadtentwicklung brennt den Bürger:innen unter den Nägeln.“ Etwa das derzeit brach liegende ZG-Areal im Herzen Krautheims, das auch ihr Mitbewerber Marcel (Koppe) bemängelt hat. „Leider macht es die derzeitige Situation der Investorensuche nicht leicht“, sagt sie. Auch sie ist unzufrieden mit der Situation. Es habe eine Anfrage eines Drogeriemarktes gegeben, die sehr gut in das Innenstadtkonzept gepasst hätte. Dieser Investor sei aber wieder abgesprungen. Es habe auch verschiedenste Konzepte von der Stadt gegeben, die aber nicht umsetzbar waren. Walter würde hier „komplett neue Wege in der Ideenfindung gehen, etwa in Form einer Ausschreibung“.

Leerstände von Läden in der Innenstadt verhindern

En weiteres Problem: Auch Krautheims Einwohnerschaft altert, unter anderem die Ladenbesitzer: So findet auch nicht jeder von ihnen einen Nachfolger, wenn er oder sie in den Ruhestand geht. Leerstände bleiben nicht aus. Kristin Walter möchte hier generell mehr werben für die Stadt Krautheim, unter anderem über die sozialen Medien, um auch neue Ideen in der Stadt ankommen zu lassen, vorstellbar wären hier etwa ein Bio-Laden, eine Eventlocation oder ähnliches. Wichtig sei für die Start-up-Betreiber:innen, dass „wenn man neues erschafft, rentabel wirtschaften kann“. Sprich: Die Preise für Immobilien oder die Mieten müssen zu den Einnahmen, die hier erzielt werden können, passen.

Ausbau der Kinderbetreuung

Kristin Walter lebt derzeit in Gerichtstetten, einem Ortsteil von Hardheim. Sie war mit ihren drei Kindern (20, 12 und 8 Jahre) immer berufstätig. Daher sei es ihr auch ein besonderes Anliegen, dies auch anderen Müttern möglich machen zu können, die das möchten. Der Ausbau der Kindergarten- und Schulbetreuung in Krautheim sei wichtig, um den Frauen diese Möglichkeiten geben zu können. „Für Kinder unter einem Jahr gibt es derzeit keine Ganztagesbetreuung als Ergänzung zu den bisherigen Angeboten“, erklärt sie. Ab 2026 gäbe es für Eltern an Grundschulen einen Rechtsanspruch auf eine Ganztagesbetreuung. Den Ausbau hierfür möchte sie für Krautheim schon vorher angehen. Gelebte Werte wie Familienfreundlichkeit machen Krautheim als Stadt attraktiver und locken mehr junge Familien an. Dieser Zuzug und damit auch der Zuzug von Kaufkraft sei immens wichtig, damit sich eine Stadt weiterentwickeln könne.

Familien, Vereine, Kultur, Stadtentwicklung, Wirtschaft. Das sind die Schwerpunkte, die Kristin Walter sich im Wahlkampf gesetzt hat und die sie umsetzen möchte, wenn sie am 07. Mai 2023 von den Krautheimern gewählt werden würde.

Kristin Walter bewirbt sich als neue Bürgermeisterin in Krautheim. Foto: GSCHWÄTZ

 




Die Luft, die ich atme

Die Galerie Reichert in Kupferzell in der Künzelsauer Straße 1 präsentiert ab Freitag, den 24. März 2023, bis Sonntag, den 26. 2023 in der Galerie Reichert den Künstler Manfred Bretter. Bretter wird nicht nur seine herausragenden Gemälde präsentieren, sondern die Gäste auch mit Live Musik verwöhnen. An allen drei Tagen gibt es Livemusik von Roberto ab 18 bis 14 Uhr. Die Galerie ist am Samstag und Sonntag ab 14 Uhr geöffnet, am Freitag ab 18 Uhr. Für das leibliche Wohl ist ebenfalls bestens gesorgt.

Manfred Bretter

Der Künstler Manfred Bretter wurde 1959 in Remseck bei Stuttgart geboren. Er lebt und arbeitet als freischaffender Künstler in Vellberg-Großaltdorf. Manfred Bretters Arbeiten hängen bei Sammlern aus Deutschland (Stuttgart, Hamburg, Berlin, München, Tegernsee), Österreich, der Schweiz, Frankreich, USA , Canada …, um nur einige zu nennen. 

So beschreibt der Künstler auf seiner Internetseite seine Kunst:

„Meine Kunst reflektiert meine spirituelle Persönlichkeit. Von meiner Geburt, an konnte ich in eine Welt blicken, die für viele verschlossen scheint. Ich spüre die Tiere, die Erde, die Bäume und die Pflanzen und ganz besonders aber auch die Menschen. Oft sehe ich abstrakte Bilder Ihrer selbst. Dann spüre ich Ihr Wesen, Ihre Ängste und Stärken. Meine Kunst ist nicht Kommerziell ausgelegt. Ich werde durch Erzählungen, Begegnungen, Erfahrungen und Wahrnehmungen inspiriert und motiviert und sehe meist zuerst das Schöne. Die Luft die ich atme, das Wasser das ich trinke, die Gespräche, die Musik, dass Laufen, dass Sehen, dass Bleiben und dass Stehen, verbinden mich mit der Atmosphäre und der Situation. Das ist dann ein vibrieren durch meinen Körper und Geist. Eine feine Sensibilität durchdringt dabei mein offenes Wesen und führt mich direkt tief in den Kern meiner Seele. Die bewusste Wahrnehmung reflektiert und durchflutet mich in Bildern, die ich dann mit mir herumtrage bis ich die Selben so erlebt gemalt, aufgeschrieben oder erzählt habe. Danach fühle ich mich gut und frei.“

 




„Ich möchte zeigen, wie schön Krautheim ist“

Unlängst wurde Marcel Koppe von der Polizei Künzelsau nominiert für den Zivilicouragepreis. Der Grund: Der 38-Jährige hat einen Mann, der per Haftbefehl gesucht wurde, so lange in Krautheim festgehalten, bis die Polizei eintraf und ihn festnehmen konnte. In eben diesem eigentlich so beschaulichen Jagsttalstädtchen kandidiert Koppe nun für das Amt des Bürgermeisters.

Nominiert für den Zivilcouragepreis

Als der amtierende Bürgermeister Andreas Köhler seinen Rückrit verkündete, haben Rathausmitarbeite, Freunde und Familie ihm motiviert, für dieses Amt zu kandieren, erzählt Marcel Koppe.  Die Wahl in Krautheim ist am 07. Mai 2023. Neben Koppe tritt derzeit noch Kristin Walter an, die im Rathaus arbeitet.

Bereits jetzt hängen überall in blau gehaltene Plakate des Unteroffiziers. Auf seinen Flyern wirbt der zweifache Familienvater mit „Verstand, Weitsicht und Stärke“. „Gehen wir gemeinsam den Weg in die Zukunft von Krautheim“, schreibt er dort.

Wahlheimat Krautheim

Er stehe für „Bürgernähe, Kompetenz und Loyalität, betont er. Im GSCHWÄTZ-Interview mit Dr. Sandra Hartmann verrät er, warum er sich bewusst für seine Wahlheimat Krautheim entschieden hat: „Wir sind 2016 von Bad Mergentheim nach Krautheim gezogen, weil wir für unsere Kinder eine ländliche Umgebung wollten. Hier hatten wir auch schon Freunde. Krautheim ist klein und übersichtlich, aber hat doch alles, was man braucht“ sagt er. Er sehe, wie viel Potenzial in Krautheim stecke. Und das Ehepaar Koppe war vor allem eines: Begeistert von der Offenheit, Freundlichkeit und Herzlichkeit der Einwohner:innen.

„Ich möchte auch anderen zeigen, wie schön Krautheim ist“

„Ich möchte auch anderen zeigen, wie schön Krautheim ist, eine kleine Oase schaffen für ältere Mitbürger:innen, mehr Wohnraum anbieten, eine Eisdiele wäre für die Innenstadt sicherlich eine Bereicherung, die in die Jahre gekommenen Spielplätze zu neuem Leben erwecken und alles familienfreundlicher gestalten. Einen Jugendgemeinderat wäre beispielsweise eine tolle Idee“, sagt er. Die Jugend habe in jedem Fall Interesse daran, wie er in persönlichen Gesprächen bereits erfahren hat.

Freundliche und hilfsbereite Einwohner:innen

Als sie 2016 hierhergezogen sind, war ihr neue Nachbarschaft gleich sehr hilfsbereit, stets freundlich und gut gelaunt. Das zeichne die Menschen hier aus. Die Koppes sind froh, Krautheim als Heimat ausgewählt zu haben. Seine Frau Christine, die als Sachbearbeiterin in einer Physiotherapiepraxis vor Ort arbeitet, beschreibt ihren Ehemann als „sehr loyal, ein Organisationstalent. Und: Wenn er etwas sagt, dann hält er auch sein Wort“.

Der Wahlkampf hat für Marcel Koppe bereits begonnen, er sprach bereits mit einigen Ortsgruppen, war unter anderem bereits bei der Jugend Altkrautheim, in Oberginsbach und Horrenbach. Auch mit Landwirten aus der Region habe er sich unterhalten, wo bei ihnen der Schuh zwicke und wie die Stadt hier künftig unterstützen könne.

 

In der Innenstadtentwicklung sieht Koppe noch Luft nach oben. Das seit geraumer Zeit brach liegende ZG-Areal (wir berichteten) mitten im Herzen Krautheims gehöre angegangen. Hier lägen Millionen brach. 2020 habe die Stadt das Areal für 1,4 Millionen Euro gekauft, seitdem sei nicht viel außer dem Abriss der Gebäude passiert. Investoren seien zwischenzeitlich abgesprungen. Hier gelte es, dieses Areal so schnell wie möglich neu zu gestalten.

Offene Türen im Rathaus

Darüber hinaus stehe der gelernte Schreiner für mehr Bürgernähe. Mit ihm werde es wieder Offene Türen im Rathaus geben. Zudem möchte er die Krautheimer Herbstmesse, die seit Corona „lediglich halblebendig stattgefunden hat, wieder zu neuem Leben erwecken“.

Weitere Informationen & Kontakt:

Instagram: marcel_koppe_fuer_krautheim

Facebook: Marcel Koppe für Krautheim

Kontakt: 0176/77 88 7306

Mail: marcel-koppe-krautheim@web.de

 

 




Feuerwehren befreien einen im Fahrerhaus eingeklemmten Mann nach Unfall aus Lkw

Gegen 15.45 Uhr ereignete sich am Dienstagmittag, den 21. März 2023, ein Lkw-Unfall auf der A6 zwischen den Anschlussstellen Schwäbisch Hall und Kupferzell (Richtung Nürnberg).

Ein 58-jähriger Faher eines Zwölf-Tonners fuhr vermutlich aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit auf einen vor ihm fahrenden Sattelzug Volvo auf. Hierbei wurde der 58-Jährige in seinem Führerhaus eingeklemmt und musste durch die Feuerwehren Öhringen und Neuenstein aus seinem Führerhaus befreit werden.

Der Verletzte wurde mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht werden. Der Fahrer des Sattelzuges blieb unverletzt. An den beiden Lkw entstand ein Sachschaden in Höhe von etwa 35.000 Euro. Die A6 musste während der Unfallaufnahme in Richtung Nürnberg bis in die Abendstunden gesperrt werden.