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Vorschulkinder pflanzen Buchen

Im Rahmen der Baumpflanzaktion zum Kreisjubiläum wurden am Dienstag, den 18. April 2023, in der Gemeinde Mulfingen Speierlinge und Buchen gepflanzt.

Mit Namensschild

Die Vorschulkinder der Kindertagesstätte Mulfingen pflanzten gemeinsam mit den Forstwirten von Mulfingen einen großen Jubiläums-Speierling und eine Buche von der vergangenen Buchenausstellung. Jedes Kind durfte außerdem selbst einen kleinen Speierling pflanzen und daran ein mitgebrachtes Namensschild befestigen.

Fingerspiel

Ein Liedvortrag und ein passendes Fingerspiel der Kinder rundete die gemeinsame Aktion des Hohenloher Forstamts mit der Gemeinde Mulfingen ab. Alle Städte und Gemeinden im Hohenlohekreis werden in diesem Jahr noch einen heimischen Speierling als Symbol für das bisher Erreichte und für zukünftige neue Aufgaben pflanzen.




Das Who ist who der Hohenloher Prominenz traf sich zu einem ganz speziellen Ereignis

Es ist nicht genug Platz, um alle zu erwähnen, die am Freitag, den 21. April 2022, ins Gaisbacher Carmen-Würth-Forum in Künzelsau-Gaisbach der Einladung des Hohenlohekreises gefolgt sind, um den 50. Geburtstag des Hohenlohekreises zu feiern. Allein 7 Seiten persönliche Begrüßungen kündigte Landrat Dr. Matthias Neth zu Beginn seiner Festrede an.

GSCHWÄTZ-Reporter Matthias Lauterer war vor Ort. Anbei veröffentlichen wir eine erste Bildergalerie:

 

Ganz entspannt plaudert Kraft Fürst zu Hohenlohe-Öhringen aus der Geschichte. Foto: GSCHWÄTZ

Turnweltmeister Eberhard Gienger. Foto: GSCHWÄTZ

Der ehemalige Landrat Jahn (links) mit dem Fürsten. Foto: GSCHWÄTZ

Lars Walter (3.v.l) im Gespräch mit Landrat Dr. Matthias Neth

Gerhard Sturm (links). Foto: GSCHWÄTZ

Wolfgang Freiherr von Stetten (l.).

Leiter der Oberfeuerwehren. Foto: GSCHWÄTZ

Der Fürst (links) mit Carmen und Reinhold Würth. Foto: GSCHWÄTZ

Ursula und Albert Berner. Foto: GSCHWÄTZ

Thomas Strobl. Foto: GSCHWÄTZ

Weltmeisterlich: Kunstradfahrer Serafin Schefold & Max Hanselmann

Turner der KTV Hohenlohe. Foto: GSCHWÄTZ

Carmen und Reinhold Würth. Foto: GSCHWÄTZ

 




Psychische Gewalt mit Abstand häufigste Form von Gewalt gegen Kinder

Beim Thema Gewalt gegen Kinder denken viele zuerst an Schläge oder sexuellen Missbrauch. Doch die häufigste Form ist emotionale Misshandlung – die gravierende Folgen haben kann, wie eine Studie zeigt.
Am Eingang einer Arztpraxis warf er den Mitarbeiterinnen Handküsse zu

Am Eingang einer Arztpraxis warf er den Mitarbeiterinnen Handküsse zu, dem Arzt setzte er sich schon nach wenigen Behandlungen unaufgefordert auf den Schoß – der sechsjährige Lasse fiel schon früh durch ungewöhnliches Verhalten auf. Was manche vielleicht als besonders herzlich oder kindlich-süß empfinden, macht dem Psychiater Lars Otto White von der Uni Leipzig jedoch Sorgen.

Vernachlässigung

„In dem Fall haben wir eine Bindungsstörung infolge einer chronischen emotionalen Misshandlung diagnostiziert.“ Ausgelöst wurde sie in Lasses Fall durch verschiedene Probleme: den Vater, der nach der Trennung von der Mutter den Kontakt zum Sohn vernachlässigte. Und auch durch die wiederholte Drohung der überforderten Mutter, ihren Sohn „ins Heim zu stecken“, wenn er über die Stränge schlug.

Schwerwiegendste Folgen

Lasses Beispiel ist dabei kein Einzelfall. Laut einer vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanzierten Studie, an der White beteiligt war, ist emotionale Gewalt die häufigste Form der Misshandlung von Kindern und Jugendlichen. „Unsere beiden wichtigsten Erkenntnisse sind, dass emotionale Misshandlung nicht nur am öftesten vorkam in unserer Stichprobe, sondern auch die schwerwiegendsten Folgen für die psychische Gesundheit der Kinder hatte.“

Hohe Dunkelziffer

Für die Untersuchung befragten White und seine Kollegen fast 800 Kinder und Jugendliche in ausführlichen Interviews. Der Kontakt kam unter anderem über Jugendämter zustande. Mehr als 300 von ihnen berichteten von Misshandlungen, davon fast 250 von emotionaler Gewalt.

Jeder zehnte schon einmal Opfer von psychische Gewalt

Wie viele Menschen insgesamt in Deutschland betroffen sind, lässt sich nur schwer sagen, da die Dunkelziffer hoch ist. UNICEF, das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, geht davon aus, dass emotionale Gewalt oder Vernachlässigung die verbreitetste Form ist und jedes dritte Kind weltweit davon betroffen ist. Der Psychiater Udo Dannlowski von der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Uniklinikum Münster hält das auch in Deutschland für realistisch, auch aus seiner Berufserfahrung: „Sehr viele Patienten, die wir bei uns behandeln, kommen wegen Problemen, die durch emotionale Misshandlung mitbedingt wurden.“

Wo fängt emotionale Gewalt an?

White und andere Experten halten diese Zahl jedoch für Deutschland für zu hoch. Er geht davon aus, dass in Deutschland bis zu zehn Prozent aller Menschen irgendwann einmal Opfer von psychischer Gewalt werden. Iris-Tatjana Kolassa von der Universität Ulm gibt zu bedenken, dass bei körperlicher Gewalt in der Regel auch psychische Gewalt im Spiel sei. „Von daher ist der Einfluss der verschiedenen Gewaltformen nicht immer scharf zu trennen. Aber man sollte emotionale Gewalt auf keinen Fall unterschätzen.“

Laut Innenministerin Faeser wurden 2021 im Durchschnitt 49 Kinder in Deutschland täglich Opfer sexualisierter Gewalt.

Wenn Kinder zum Partnerersatz werden

Aber wo fängt psychische Gewalt an? Während Schläge oder sexueller Missbrauch – auch juristisch – recht klar definiert sind, ist die Grenze zu psychischer Gewalt oft fließend. White nennt deshalb lieber Beispiele als abstrakte Definitionen: „Ein klassischer Fall ist eine Rollenumkehr, also wenn beispielsweise die Kinder sich darum kümmern müssen, dass Frühstück auf den Tisch kommt, oder dass sie pünktlich in der Schule sind. Oder wenn Kinder alleinstehenden Eltern als Partnerersatz dienen müssen.“

Drohungen, Einschüchterungen, Vernachlässigung

Ein anderes Beispiel seien Drohungen der Eltern, das Kind „wegzugeben“, wenn es sich nicht wie gewünscht verhält. Aber auch „beleidigende Beschimpfungen, die auf den Selbstwert des Kindes abzielen“ zählt White zu emotionaler Gewalt. Vernachlässigung sei dann gegeben, wenn dauerhaft elementare Bedürfnisse des Kindes zum Beispiel nach Nähe oder Anerkennung ignoriert würden.

Eltern sollten Quelle von Trost und Sicherheit sein

„Generell wird es bei Kindern und Jugendlichen immer dann problematisch, wenn die Eltern, die eigentlich eine Quelle von Trost und Sicherheit sein sollen, diese Funktion nicht mehr wahrnehmen können und stattdessen zu einer Quelle der Angst und der Bedrohung werden“, erklärt White. Auch die Zeit spiele eine Rolle und wie oft solche Misshandlungen erlebt werden.

Die Forschung spricht von der sogenannten Traumalast: „Traumatische Erfahrungen können sich im Laufe des Lebens aufsummieren“, sagt Psychologin Kolassa. Wenn missbräuchliches Verhalten wiederholt oder dauerhaft stattfindet, steige die Wahrscheinlichkeit für eine psychische Erkrankung – gerade bei Kindern.

Posttraumatische Belastungsstörungen

Die Folgen können laut der Leipziger Studie gravierend sein und laut White genauso schlimme oder sogar schlimmere Folgen haben als körperliche Gewalt. Bei jüngeren Kindern zwischen drei und acht Jahren führte emotionale Misshandlung dabei vor allem zu einer Störung des Sozialverhaltens (Verhaltensauffälligkeiten), bei den älteren eher zu Depressionen und Angststörungen.

Auch posttraumatische Belastungsstörungen – wie sie sonst etwa Soldaten nach Kriegseinsätzen entwickeln – können die Folge sein. Diese Probleme können die Betroffenen danach ein Leben lang begleiten und zum Beispiel das Selbstwertgefühl oder die Fähigkeit, Beziehungen einzugehen, negativ beeinflussen.

Schädigung von Hirnstrukturen

Dannlowski weist zudem darauf hin, dass psychische Gewalt auch Hirnstrukturen schädigen kann – gerade bei Kindern. „Der Hippocampus – der wichtig für unsere Emotionsregulation und die Gedächtnisbildung ist – besitzt besonders viele Rezeptoren für das Stresshormon Cortisol. Und wenn Kinder dauerhaft Stress empfinden, kann das toxische Folgen haben für dieses Hirnareal.“ Es könne dann beispielsweise sein, dass der Hippocampus nicht mehr gut wächst und kleiner bleibt. Auch eine erhöhte Reaktivität der Amygdala, des Angst- oder Alarmzentrums im Hirn, könne die Folge sein.

Emotionaler Missbrauch erfährt viel zu wenig Beachtung in der Gesellschaft

Angesichts der Studienergebnisse wünscht sich White vor allem eins: mehr Aufmerksamkeit für das Thema. Das gelte einerseits für die breite Öffentlichkeit: Denn während Schläge und sexueller Missbrauch sehr oft thematisiert werden und es zahlreiche Hilfsangebote gibt, findet psychische oder emotionale Gewalt wenig öffentliche Beachtung, etwa in Medienberichten oder Beratungsstellen für Eltern.

Dannlowski wünscht sich zudem mehr Initiative seitens der Politik. Es könnte zum Beispiel mehr Aufklärung geben an Schulen oder in Geburtsvorbereitungskursen von Hebammen. Denn viele unterschätzen den Schaden, den emotionaler Missbrauch anrichten kann. „Wir brauchen einfach viel mehr Bewusstsein dafür, was ein guter Umgang mit Kindern ist und was nicht.“




Landgericht Heilbronn: Angeklagte wegen zahlreicher bewaffneter Einbrüche vor Gericht

Vor dem Landgericht Heilbronn vor der Großen  Jugendkammer beginnt am Dienstag, der 25. April 2023, 09 Uhr,  derProfess gegen mehrere Angeklgate wegen Diebstahls mit Waffen.

Dem 1978 geborenen J.K., geb. 1978 und dem 2002 geborenen J.M.K., geb. 2002 wird zur Last gelegt, ihren Lebensunterhalt im Zeitraum von Mai bis November 2022 durch überregional begangene Einbrüche mit Tatorten in Gaildorf, Weikersheim, Braunsbach, Fahrenbach, Mosbach, Bad Friedrichshall, Gundelsheim, Neudenau, Oberrot, Hardheim, Dorfprozelten, Wassertrüdingen, Urbach, Winterbach, Auenwald, Ingelfingen, Untermünkheim, Forchtenberg, Sulzbach und Michelfeld bestritten zu haben.

23 Diebstahlsdelikte

Insgesamt sind in dem Verfahren 23 solcher Diebstahlsdelikte angeklagt, bei welchen jeweils zwei versuchte und zwei vollendete Taten sich dadurch hervorgehoben haben sollen, dass die Angeklagten eine geladene Schreckschusspistole mit sich geführt hätten. Insbesondere Vereinsgebäude, Kirchen und Waschanlagen seien angegangen worden. Die Gesamtbeute belaufe sich auf Elektrogeräte, Kupfer, Bargeld und sonstige verwertbare Gegenstände im Gesamtwert von rund 45.000 Euro, wobei die Angeklagten mutwillig Sachschäden in einer Größenordnung von  rund 165.000 Euro angerichtet haben sollen.

Die Angeklagten befinden sich seit dem 11. November 2022 in Untersuchungshaft.

Prozessauftakt am Dienstag, 25. April 2023, 09:00 Uhr

Fortsetzungstermine:

Freitag, 12. Mai 2023, 08:30 Uhr

Mittwoch, 17. Mai 2023, 08:30 Uhr

Dienstag, 6. Juni 2023, 08:30 Uhr

Donnerstag, 15. Juni 2023, 09:00 Uhr

Freitag, 23. Juni 2023, 09:00 Uhr

Dienstag, 27. Juni 2023, 10:00 Uhr

Montag, 17. Juli 2023, 14:30 Uhr

Mittwoch, 19. Juli 2023, 09:00 Uhr

Freitag, 21. Juli 2023, 09:00 Uhr

Freitag, 28. Juli 2023, 09:00 Uhr

Donnerstag, 10. August 2023, 09:00 Uhr

Die Kammer hat die Angeklagten, ihre Verteidiger*innen, 65 Zeug*innen und einen Sachverständigen geladen.

 




Vom dicken Waldemar und Franz von Hahn

Die Freunde aus Mullewapp flitzen von Abenteuer zu Abenteuer – begleitet von mitreißender Musik und spannend bis zur letzten Speiche! Am 25. April 2023 gibt es in der Künzelsauer Stadthalle ein Wiedersehen mit Johnny Mauser, dem dicken Waldemar und Franz von Hahn. Weil es auf dem Hof so langweilig ist, schnappen sie sich ihr Freundschaftsrad und erleben eine Menge neuer Abenteuer: Der fiese Fuchs hat die Gänseprinzessin gefangen. Dann braucht Tante Milli dringend Hilfe, Söhnchen Hugo hängt am Gipfelkreuz fest. Und dann gibt es da noch die echt nicht netten Piraten.

Söhnchen Hugo hängt am Gipfelkreuz fest

Das Theater ist für alle Zuschauer ab vier Jahren geeignet. In der Stadthalle Künzelsau gibt es am 25. April 2023 zwei Vorstellungen: um 10.30 und 16 Uhr. Ab 15 Uhr gibt es eine Bewirtung durch eine Klasse der Georg-Wagner-Schule. Einlass in die Stadthalle ist jeweils eine Stunde vor Beginn, Einlass in den Saal zirka 30 Minuten vor Beginn. Der Eintritt kostet drei Euro. Dieser günstige Eintrittspreis ist dank der Unterstützung durch die Albert Berner-Stiftung möglich. Karten gibt es bei der Stadtverwaltung Künzelsau unter www.kuenzelsau.de/veranstaltungen oder an der Tageskasse.

Foto: Judith Gawol

 




„Ländärzt:in“ werden: 423 Bewerbungen für 75 Medizin-Studienplätze eingegangen

Insgesamt 423 junge Menschen haben sich bis Ende März 2023 auf einen von 75 Medizin-Studienplätzen beworben, die vom Land Baden-Württemberg im Rahmen der Landarztquote vergeben werden – und damit deutlich mehr als im vergangenen Jahr (356 Bewerbungen). Das geht aus einem Schreiben des Regierungspräsidiums Stuttgart hervor.

Nur 75 Plätze zu vergeben

Das Regierungspräsidium Stuttgart, landesweit zuständig für die Landarztquote, hat die schriftlichen Bewerbungen ausgewertet und lädt nun im zweiten Schritt des Auswahlverfahrens die 160 Personen mit den meisten Punkten zu einem persönlichen Auswahlgespräch für Mai ein. Anschließend erhalten die besten Bewerber:innen einen der 75 Studienplätze.

Ärztliche Versorgung der Zukunft

„Unsere neue Kampagne ‚The Ländarzt – werde Hausärztin oder Hausarzt in Baden-Württemberg‘ zeigt Wirkung und bestätigt, dass wir mit der Landarztquote einen wichtigen Baustein für die Zukunft der hausärztlichen Versorgung etabliert haben. Ich freue mich über das große Interesse und drücke allen Bewerber:innen im weiteren Auswahlverfahren die Daumen. Wer in diesem Durchgang keinen der 75 Plätze bekommt oder 2023 die Frist verpasst hat, kann sich im kommenden Jahr – vom 1. bis zum 31. März 2024 – erneut bewerben“, erklärte Gesundheitsminister Manne Lucha.

Lust auf Landarzt

„Die Vielzahl der Bewerbungen zeigt, dass es für junge Menschen attraktiv ist, nach dem Studium als Hausärztin oder Hausarzt in einem Bedarfsgebiet tätig zu sein. Viele Bewerberinnen und Bewerber bringen sehr gute Referenzen mit und konnten in der ersten Stufe des Auswahlverfahrens überzeugen. Dies verspricht eine hohe Qualität der persönlichen Auswahlgespräche und ermöglicht uns, qualifizierte zukünftige Landärzt:innen für Baden-Württemberg gewinnen zu können“, ergänzte Regierungspräsidentin Susanne Bay.

Mehr Bewerbungen von Frauen

Von den 423 Bewerbungen kommen 185 (44 Prozent) von Männern und 238 (56 Prozent) von Frauen. 96 Bewerberinnen und Bewerber haben bereits eine Ausbildung in einem Gesundheitsberuf. Am stärksten vertreten sind auch in diesem Jahr wieder: (Kinder-)Krankenschwester beziehungsweise (Kinder-)Krankenpfleger, Notfallsanitäterin beziehungsweise Notfallsanitäter und Physiotherapeutin beziehungsweise Physiotherapeut. Die Bewerberinnen und Bewerber sind vorwiegend zwischen 19 und 25 Jahren alt, wobei der jüngste Bewerber 17 Jahre alt ist und die älteste Bewerberin 51 Jahre.

Sicherung der medizinischen Versorgung im ländlichen Raum

Viele Hausärzt:innen der sogenannten Babyboomer-Generation gehen in den kommenden Jahren in den Ruhestand und verlassen somit die hausärztliche Versorgung im Land. Um die flächendeckende Sicherstellung der medizinischen Versorgung zu unterstützen, hat die Landesregierung deshalb 2021 die Landarztquote eingeführt. Als Hausärzte/innen in unterversorgten oder von Unterversorgung bedrohten Gebieten leisten die künftigen Mediziner:innen einen wichtigen Beitrag zur Versorgung und Attraktivität Baden-Württembergs. Das Berufsbild in der hausärztlichen Versorgung ist vielseitig, denn es kann eine Spezialisierung in den Bereichen Allgemeinmedizin, Innere Medizin oder Pädiatrie, also Kinder- und Jugendmedizin, erfolgen. Der spätere Einsatzort wird vor Festlegung durch das zuständige Regierungspräsidium Stuttgart gemeinsam mit den angehenden Hausärztinnen und Hausärzten besprochen. Dabei werden nach Möglichkeit auch Ortswünsche und die persönlichen Lebensverhältnisse berücksichtigt, beispielsweise Betreuungspflichten.

Von der Bewerbung zum Studienplatz

Die Vergabe der Studienplätze ist weder von der Abi-Note noch von einer besonders langen Wartezeit abhängig. Im Rahmen des zweistufigen Auswahlverfahrens werden zunächst für die folgenden Kriterien bis zu 100 Punkte vergeben:

  • das Ergebnis im Test für medizinische Studiengänge (TMS),
  • eine abgeschlossene Ausbildung und/oder Tätigkeit in einem medizinnahen Beruf,
  • ein abgeleisteter 12-monatiger Freiwilligendienst mit Patientenkontakt,
  • eine zweijährige ehrenamtliche Tätigkeit mit Patientenkontakt.

Mindestens 150 Bewerber:innen mit den meisten Punkten erreichen die zweite Stufe und werden zu den Auswahlgesprächen eingeladen. Eine fachkundige Auswahlkommission aus Hochschullehrerinnen und Hochschullehrern, Vertreterinnen und Vertretern der hausärztlichen Versorgung sowie Personen mit ärztlicher Sachkunde bewertet bei den Gesprächen die persönliche Eignung und Motivation der Bewerberinnen und Bewerber für eine hausärztliche Tätigkeit. Dabei werden bis zu 100 weitere Punkte vergeben.

5 baden-württembergische Medizinfakultäten

Die 75 Bewerber:innen mit den höchsten Gesamtpunktzahlen aus beiden Auswahlstufen erhalten einen Studienplatz an einer der fünf baden-württembergischen Medizinfakultäten in Freiburg, Heidelberg, Mannheim, Tübingen und Ulm. Nach erfolgreicher Immatrikulation an den Universitäten können die Studierenden ab dem Wintersemester 2023/2024 ihr Medizinstudium beginnen.

Landarztquote – was dahintersteckt

2023 wurden die 75 Studienplätze der Landarztquote zum dritten Mal ausgeschrieben. Vom 1. bis 31. März 2023 konnten sich Interessierte für einen Studienplatz im Rahmen der Landarztquote bewerben.

Die Landarztquote ist eine Vorabquote im Rahmen der Zulassung zum Studium der Humanmedizin und beruht auf dem Gesetz zur Unterstützung der Sicherstellung der hausärztlichen Versorgung in Bereichen des öffentlichen Bedarfs in Baden-Württemberg (Landarztgesetz). Jährlich können bis zu 75 Studienplätze an Bewerber:innen vergeben werden, die sich im Gegenzug nach dem Studium und der Facharztweiterbildung für mindestens zehn Jahre verpflichten, als Landärztin oder Landarzt zu arbeiten. Anfang Februar bereits die Kampagne „The Ländarzt – werde Hausärztin oder Hausarzt in Baden-Württemberg, die über das Berufsbild informieren und dafür begeistern soll.

Sinnvoll wäre es anhand der großen Bewerberanzahl hier sicherlich, wesentlich mehr als 75 Studienplätze anzubieten.

Weitere Informationen sowie ein Video mit Einblicken in das Programm und das Berufsbild finden Sie unter www.ländarzt.de.




Es geht steil bergauf

Das deutsche Industrieunternehmen Ziehl-Abegg hat seine Jahreszahlen für 2022 veröffentlicht. Mit einem Umsatz von 873 Millionen Euro hat das Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr (716 Mio. Euro) um rund 22 Prozent zugelegt.

Anzahl der Mitarbeiter stieg um fast 10 Prozent

Die Mitarbeiterzahl stieg global auf 5.100 (Vorjahr 4700) und in Deutschland auf 2800 (Vorjahr 2600). Trotz der Schließung des Standorts in Russland und einer insgesamt instabilen Lieferkette, welche die Produktionsplanung erschwerte, konnte Ziehl-Abegg seinen Erfolg fortsetzen und plant weitere Investitionen in neue Werke.

„Wir sind gut auf Spur“

„Wir sind gut auf Spur“, sagt Vorstandsvorsitzender Dr. Marc Wucherer. Das Umsatzwachstum ist einerseits auf die nicht vermeidbare notwendige Erhöhung der Verkaufspreise infolge stark gestiegener Einkaufspreise zurückzuführen; andererseits hat die zunehmende Nachfrage nach effizienten und langlebigen Elektromotoren und Ventilatoren den Umsatz getrieben. Investitionen in neue Produktionsstandorte machen das Unternehmen fit für die Zukunft: im Herbst 2022 startete der Neubau eines 50-Mio.-Euro-Werks in Lodz (Polen); zum Jahresstart 2023 wurde in den USA der Grundstein für ein neues Werk gelegt, in das rund 100 Mio. Euro investiert werden. „Wenn wir näher am Kunden produzieren, können wir schneller liefern und es entfällt ein langer Transport“, erklärt Firmenchef Wucherer den positiven Effekt eines globalen Produktionsnetzwerks auf den geringeren CO2-Fußabdruck der Produkte.

„Bestens gerüstet

Trends wie Digitalisierung, Ausbau der Windkraft, Lebensmittelproduktion sowie Gebäudebelüftung, Heizung und Klimatechnik werden die Nachfrage nach Ziehl-Abegg-Produkten in den kommenden Jahren weiter steigern. Dazu wird das steigende Interesse nach Wärmepumpen, den Bedarf an leisen und effizienten Ventilatoren weiter anheizen. Infolgedessen prognostizieren Experten zweistellige Wachstumsraten für die Branche weltweit. Um das Wachstumspotenzial trotz des schwierigen Arbeitsmarkts in Deutschland auszuschöpfen, setzt Ziehl-Abegg auf Automatisierung in allen bestehenden Werken und einen Ausbau der internationalen Produktionskapazitäten. Marc Wucherer: „Mit unseren innovativen Lösungen und der kontinuierlichen Erweiterung unseres Produktportfolios sind wir bestens gerüstet, um den steigenden Anforderungen gerecht zu werden und unsere Wettbewerbsposition weiter zu stärken.“

„Möglichkeiten für junge Menschen“

Ziehl-Abegg ist sich der demografischen Herausforderung und des Fachkräftemangels bewusst und investiert gezielt in den Nachwuchs, um auch langfristig erfolgreich am Markt bestehen zu können. „Die Möglichkeiten für junge Menschen, mit einer dualen Ausbildung oder einem dualen Studium ins Berufsleben zu starten, werden im Jahr 2023 qualitativ und quantitativ weiter ausgebaut“, unterstreicht Wucherer.

Idrizaj Granit nimmt in der Kunststofffertigung bei Ziehl-Abegg einen bionisch optimierten Radialventilator vom Band.

Die große Nachfrage beflügelt die Herstellung von Ventilatoren für Wärmepumpen: Markus Weiser montiert einen Axialventilator mit EC-Motor im Werk Kupferzell.

Kernkompetenz bei Ziehl-Abegg ist der langlebige und effiziente Elektromotor: Tobias Schmidt befestigt eine Treibscheibe an einer Aufzugsmaschine im Werk Kupferzell.

Quelle: Ziehl-Abegg/Rainer Grill

Über Ziehl-Abegg

 Ziehl-Abegg (Künzelsau, Baden-Württemberg, Deutschland) gehört laut eigenen Angaben zu den international führenden Unternehmen im Bereich der Luft-, Regel- und Antriebstechnik. Beispiele für Einsatzgebiete der Produkte sind Wärme- und Kälteanlagen oder Reinraum- und Agraranlagen. Ziehl-Abegg hat schon in den fünfziger Jahren die Basis für moderne Ventilatorenantriebe gesetzt: Außenläufermotoren, die auch noch heute weltweit Stand der Technik sind. Ein weiterer Bereich sind elektrische Motoren, die beispielsweise in Aufzügen, medizinischen Anwendungen (Computertomographen) oder Tiefsee-Unterwasserfahrzeugen für Antrieb sorgen.

Das High-Tech-Unternehmen besticht durch eine hohe Innovationskraft. Ziehl-Abegg (alle Angaben sind bezogen auf das Jahr 2022) beschäftigt 2.800 Mitarbeiter in süddeutschen Produktionswerken. Weltweit arbeiten für das Unternehmen 5.100 Mitarbeiter. Diese verteilen sich global auf 15 Produktionswerke, 30 Gesellschaften und 117 Vertriebsstandorte. Die rund 30.000 Artikel werden in mehr als 100 Ländern verkauft. Der Umsatz liegt bei 873 Mio. Euro.

Emil Ziehl hat die Firma 1910 in Berlin als Hersteller von Elektromotoren gegründet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Firmensitz nach Süddeutschland verlegt. Die Ziehl-Abegg SE ist nicht börsennotiert und befindet sich in Familienbesitz.

Weitere Informationen auf www.ziehl-abegg.de




+ + + Großeinsatz an Schule in Neuenstein + + +

Aktuell gibt es einen größere Polizeieinsatz in einer Gemeinschaftsschule in Neuenstein. Kurz nach 11 Uhr wurde von dort ein Alarm gemeldet. Die Polizei ist mit mehreren Einsatzkräften vor Ort und versucht, den Grund der Alarmauslösung herauszufinden.

Aktuelle Hinweise auf eine Gefährdung gibt es derzeit laut einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn nicht.

Dennoch bleiben die Einsatzkräfte weiterhin in Neuenstein. Sie sollen dafür sorgen, dass die Schülerinnen und Schüler das Gelände sicher verlassen können. Grund für den Alarm sei das Auslösen eines Notfalltasters in einem leer stehenden Klassenzimmer gewesen, so die Polizei.




Das bislang härteste Urteil gegen Klimaaktivisten der „Letzten Generation“

Sie blockierten im Zuge ihrer Klimaproteste in Heilbronn die Straßen. Dafür standen sie im Märt 2023 vor Gericht und wurden verurteilt. Nur wenige Stunden später saßen manche von ihnen erneut auf der Straße für eine Straßenblockade.

Nun fällte eine Richterin am Heilbronner Amtsgericht das laut der dpa bislang härteste Urteil gegen Klimaaktivisten der „Letzten Generation“. Am 17. April 2023 wurden zwei Männer und eine Frau zu Freiheitsstraßen wegen Nötigung im Straßenverkehr von fünf, vier und drei Monaten verurteilt.

Festklebeaktion in München.




Bundeskanzler Olaf Scholz & Ministerpräsident Winfried Kretschmann besuchen ebm-papst auf der Hannover Messe

Hoher Besuch bei ebm-papst zum Auftakt der Hannover Messe: Auch beim Besuch des Bundeskanzlers auf dem Stand von ebm-papst bei der Hannover Messe standen sie voll im Fokus: die Azubis des Weltmarktführers für Ventilatoren und Antriebstechnik. Im Namen des Projektteams von 17 Auszubildenden, das den gesamten Messeauftritt des Unternehmens aus Hohenlohe verantwortet, begrüßte Studentin Melanie Bildhoff Kanzler Olaf Scholz.

Kaffee holen und Büroklammern sortieren

Der SPD-Politiker war der Einladung der Nachwuchskräfte gefolgt, die als „Zukunftshelden“ unter dem Motto „We make the difference“ zeigen wollen, dass Ausbildung mehr ist als „Kaffee holen und Büroklammern sortieren“. Vielmehr gehe es darum, Verantwortung zu übernehmen.

„Großer Fan“

Olaf Scholz begrüßte im Blick auf Nachwuchs- und Fachkräftemangel die Initiative der Auszubildenden bei ebm-Papst. „Wer sich für eine Berufsausbildung entscheidet, macht genau das Richtige“, betonte der Kanzler. Dies gelte sowohl für Deutschland als auch für Indonesien, fügte er im Blick auf den indonesischen Präsidenten Joko Widodo hinzu, der ihn begleitete. Scholz bezeichnete sich als „großen Fan“ der dualen Berufsausbildung und zeigte sich beeindruckt davon, dass die Azubis gleich am Anfang ihrer Karriere bei ebm-papst so ein wichtiges Projekt übernehmen können.

„Wir wollen zeigen, dass junge Menschen Verantwortung übernehmen können“

CEO Klaus Geißdörfer, der bewusst im Hintergrund blieb, bekräftigte, dass ebm-papst „mächtig stolz darauf sein kann, was die jungen Menschen leisten“. Für ihn ist das Projekt „ein voller Erfolg. Das Unternehmen habe bewusst eine Vorreiterrolle übernommen. „Wir wollen zeigen, dass junge Menschen schon in der Lehre Verantwortung übernehmen können und mit ihren Idee die gesamte Mitarbeiterschaft inspirieren können“, fügte er hinzu.

Energieeinsparung im zweistelligen Bereich

Gemeinsam mit Melanie Bildhoff präsentierte Geißdörfer den prominenten Besuchern eine zukunftsweisende Neuentwicklung von ebm-papst in der Lüftungs- und Heizungstechnik. Der High-Speed-Turbo-Verdichter dreht sich mit 300.000 Umdrehungen pro Minute und sorgt für einen „extrem effizienten und nachhaltigen“ Einsatz in der Kältetechnik. Als „sehr gut“ würdigte Scholz die zukunftsweisende Innovation, mit der man Energie im zweistelligen Bereich einsparen kann.

Für die Auszubildenden war es ein besonderes Highlight, den Bundeskanzler persönlich zu begrüßen und ihr Projekt zu präsentieren.

„Es ist toll, dass wir unser gesamtes Projekt in den vergangenen Monaten alleine verantworten und umsetzen konnten bis zum Empfang des Kanzlers am Stand“, sagte Maximilian Chrzan, der mit Melanie Bildhoff und Kim Ziegler das Kernteam der Azubis bildete.

Dann kam Winfried Kretschmann

Am Nachmittag folgte mit Winfried Kretschmann der nächste prominente Politiker. Der baden-württembergische Ministerpräsident nahm sich fast eine Stunde Zeit für den Austausch mit den Auszubildenden und der Geschäftsführung. Er zeigte sich beeindruckt von der Innovationskraft des Unternehmens, sowohl im Blick auf die Nachwuchsförderung als auch auf zukunftsweisende technische Entwicklungen.

„Hier wird in Zukunft investiert“

„Hier wird in Zukunft investiert, in junge Menschen und in nachhaltige, innovative Zukunftstechnologien, die unser Land nach vorne bringen und einen großen Beitrag für den Klimaschutz leisten“, betonte Kretschmann am Montag bei seinem Besuch des ebm-papst-Standes auf der Hannover Messe. „Die Landesregierung begrüßt dieses große Engagement ganz besonders“, fügte der Grünen-Politiker hinzu.

Die federführenden Azubis im 17-köpfingen Team sind Melanie Bildhoff (22) und Kim Ziegler (20), die ein duales Studium absolvieren, und Maximilian Chrzan (19), der eine Ausbildung zum Industriekaufmann macht.

Von Hotelbuchungen und Produktauswahl über Anschreiben an Kunden bis zur Verhaltensschulung reichte das Spektrum bei der Organisation. Selbst Bundes- und Landespolitik hat der Nachwuchs in Eigenregie eingeladen – mit Erfolg. Neben Bundeskanzler Olaf Scholz und Ministerpräsident Winfried Kretschmann werden noch Vizekanzler Robert Habeck und Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut aus Baden-Württemberg den Stand der Auszubildenden besuchen.


Olaf Scholz und Joko Widodo mit den Azubis von ebm-papst und CEO Klaus Geißdörfer. Fotos: ebm papst

Melden Sie sich sehr gerne bei möglichen Fragen.

Herzliche Grüße

Zukunftsheldin
Melanie Bildhoff

Duale Studentin

Onlinemedien

Tel.:+49 1514 1903155
Melanie.Bildhoff@de.ebmpapst.com

i.V. Hauke Hannig
Vice President Communications & Global Affairs
Spokesperson ebm-papst Group

ebm-papst Mulfingen GmbH & Co. KG | Bachmühle 2 | 74673 Mulfingen | Deutschland

Phone: +49 (7938) 81 7105 | Fax: +49 (7938) 81 97105 | E-Mail: Hauke.Hannig@de.ebmpapst.com | Web: www.ebmpapst.com

 

 

 

ebm-papst Mulfingen GmbH & Co. KG
Sitz der Gesellschaft: Bachmühle 2, D-74673 Mulfingen
Kommanditgesellschaft Sitz Mulfingen: Amtsgericht Stuttgart HRA 590344
Komplementär: Elektrobau Mulfingen GmbH, Sitz Mulfingen, Amtsgericht Stuttgart HRB 590142, Vorsitzender des Aufsichtsrats: Prof. Dr. Reinhard Pöllath
Geschäftsführung: Dr. Klaus Geißdörfer (Vorsitzender), Raymond Engelbrecht, Dr. Sonja Fleischer, Hans Peter Fuchs, Thomas Nürnberger, Thomas Wagner