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Wieder Streik

Erneuter Warnstreik der SWEG

Die Gewerkschaft ver.di hat für Donnerstag, den 04.05.2023, ihre Mitglieder bei der Südwestdeutschen Landesverkehrs-GmbH (SWEG) und bei der SWEG Schienenwege GmbH zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Es ist deshalb im gesamten Verkehrsgebiet der SWEG mit Fahrtausfällen sowohl im Bus- als auch im Bahnverkehr der SWEG zu rechnen.

Auch die Standorte Dörzbach und Lauda von dem Warnstreik betroffen.

Betroffen wären demnach folgende Buslinien im Main-Tauber-Kreis:

851, 930, 933, 934, 937, 942, 943, 945, Stadtbus Bad Mergentheim (956, 957, 958) sowie ggf. die Regiobuslinie 19 und möglicherweise auch 15.

Detaillierte Informationen zu den Fahrtausfällen werden zu gegebener Zeit auf der SWEG-Website veröffentlicht. Auskünfte erteilt auch die SWEG-Servicezentrale unter Telefon 07821/9960770 oder info@sweg.de.

Weitere Infos finden Sie unter https://www.sweg.de/de/

 




„Hier versagt ein ganzes System“

Anette W. und ihre elfjährige Tochter sind vor wenigen Wochen untergetaucht. Seitdem leben sie irgendwo versteckt in Deutschland. Am Dienstag, den 02. Mai 2023, hat der MDR einen Filmbeitrag veröffentlicht, der unter die Haut geht und bei welchem man kaum glauben kann, dass sich dieses Kindesdrama in Deutschland derzeit abspielt. Anbei veröffentlichen wir den Filmbeitrag in verschriftlichter Form:

30 Tage Ordnungshaft für die Mutter

Der Grund: Laut einem Gerichtsbeschluss soll die Mutter 30 Tage in eine so genannte „Ordnungshaft“. Ihre Tochter soll beim Vater leben. Wenn sich die Tochter weiterhin weigert, sei eine Aufnahme in eine „qualifizierte Einrichtung“ angedacht. Dies könnte etwa ein Kinderheim oder eine psychiatrische Einrichtung sein.

Drohende Heimunterbringung

Die Mutter versteht die Welt nicht mehr: „Ich soll ins Gefängnis gehen, weil meine Tochter bei mir leben möchte. Das ist eine Absurdität, die ich nicht fassen kann.“ Die Tochter sagt: „Ich habe solche Angst, dass ich meine Mama nie wiedersehen darf. Ich würde sie so vermissen.“ Der Gerichtsbeschluss stammt vom Oberlandesgericht Celle. Das finale Ende dieses Sorgerechtsstreites ist laut dem MDR nicht mehr anfechtbar.

Nicht mehr anfechtbares Gerichtsurteil

2018 hat sich Anette W. von ihrem Mann getrennt. Wegen der Töchter, die damals drei und sechs waren, kommt es immer wieder zum Streit. Verfahren vor dem Familiengericht. Verfahren vor dem Familiengericht werden geführt. Um beiden Eltern dieselben Rechte einzuräumen, sollen die beiden wöchentlich zwischen den Elternteilen wechseln. Als die Mädchen das nicht mehr wollen, werden sie laut Gerichtsbeschluss aus dem Jahr 2020 zum Vater „umplatziert“. Angeblich würde die Mutter die Kinder gegen den Vater beeinflussen.

Polizisten nehmen der Mutter die Kinder weg

„Beide Kinder wurden mir von jeweils einem Polizisten entrissen, weggetragen. Die Mädchen haben geschriehen. Das war ein Wahnsinn“, erinnert sich die Mutter. „Es ist wie ein Überfall.“ Danach dürfen die Kinder die Mutter wochenlang nicht sehen. Dann nur unter strenger Aufsicht. Dann nur alle 14 Tage zu Besuch. Aus den Gerichtsakten geht hervor, dass die Mädchen „eine enge Bindung zur Mutter“ haben, „ihr Zuhause bei Mama sehen und dahin zurückwollen“. In den Gerichtsakten findet sich auch, dass der Vater als Alleinerziehender offenbar an seine Grenzen gelangt ist. Die Mädchen wirken bei ihm „heruntergewirtschaftet“.

Die Mädchen laufen vom Vater davon

Ein Gerichtsgutachten geht allerdings davon aus, dass der Wille der Kinder „nicht echt“ sei. Denn „die Mutter hätte „manipulative Tendenzen“, die kindeswohlgefährdend“ seien. Dabei hatte der Gutachter die Mutter nie getroffen. Die Mutter hat ihr Recht in Anspruch genommen, nicht am Gutachten teilzunehmen. Wegen dieser kindeswohlgefährdenden Einstufung sollte die Mutter nur noch begleitete Umgänge mit ihren Mädchen haben dürfen. Auch das Sorgerecht soll ihr entzogen werden.

Sorgerechtsentzug

Ostern 2021: Die Mädchen hauen das erste Mal vom Vater ab und laufen zur Mutter. Sie wollen nicht mehr zurück. Auf Antrag des Vaters erlässt das Gerichts einen „Herausgabebeschluss“ des Amtsgerichts Hannovers. Danach dürfen die Kinder auch durch „unmittelbaren Zwang“ und mit „polizeilichen Vollzugsorganen“ herausgeholt und vom Vater zurückgebracht werden. „Dann kamen sie mit sechs Polizisten, zwei Menschen vom Jugendamt und einem Gerichtsvollzieher, waren hoch aggressiv, beide Kinder haben sich bei mir ins Bett gekrochen, haben sich gewehrt und gesagt, dass sie nicht zum Vater, sondern bei der Mama bleiben möchten.“

Filmaufnehmen zeigen Polizisten bei der „Herausgabe“ eines 13-Jährigen an seinen Vater

Wie eine derartige „Herausgabe aussieht, zeigen frühere MDR-Aufnahmen. Hier wird ein 13-Jähriger von Polizisten aus der Wohnung der Mutter herausgenommen. Der Junge wehrt sich und sagt immer wieder: Ich will das nicht.“ Trotzdem wird er von seiner Mutter getrennt. Dabei hat sie ihn weder vernachlässigt noch misshandelt. Der Grund für die Herausnahme: Der Junge lehnte den Kontakt zum Vater ab. Der Junge wurde in ein Heim gebracht, um dann später beim Vater zu leben.

Leben in ständiger Angst

Sommer, 2021. Die ältere, damals neunjährige Tochter, läuft wieder vom Vater weg. Diesmal ohne ihre kleine Schwester. Seitdem leben die beiden in ständiger Angst, wieder gewaltsam voneinander getrennt zu werden, denn die Mutter hat kein Sorgerecht mehr für ihre Tochter.

„Wenn es klingelt oder ich ein Geräusch an der Tür höre, habe ich immer Angst und denke: Jetzt holen sie mich wieder von meiner Mama weg“, so die Tochter.

Mittlerweile sieben Polizeieinsätze

Die Mutter berichtet, dass die Tochter mittlerweile schon sieben Polizeieinsätze erlebt hat, wovon sie dreimal auch tatsächlich von der Mutter getrennt wurde. Noch ein weiteres Mal muss einfach nicht sein. Das kann jeder normale Mensch nachvollziehen, dass das ein Kind schädigt. Ich verstehe auch nicht, was diesen Kindern und insbesondere Mädchen, vermittelt werden soll, dass ihr Wille mit aller Macht zu brechen ist und so vollkommen bedeutungslos ist.“

Das Vorgehen von Gericht und Behörden hat bei Fachleuten und Kinderschutzexperten für Empörung gesorgt. Die gewaltsame Trennung von Kindern von ihren Hauptbindungspersonen sollte immer das letzte Mittel sein, um eine akute Kindeswohlgefährdung abzuwenden.

Ist das noch Liebe?

„Das niemand der Verfahrensbeteiligten jemals gesagt hat: Moment mal, ein Vater, der bereit ist, den Willen seines Kindes so massiv brechen zu lassen und sogar Polizeigewalt gegen das Kind verordnen zu lassen, das hat doch nichts mit Liebe oder einer gesunden Bindung zu tun. Es geht nur darum, den Staat zum Erfüllungshilfen von den Machtansprüchen des Vaters zu machen, sagt Sonja Howard vom Betroffenenrat Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung.

Ein weitere Punkt: Warum möchten die Mädchen nicht beim Vater leben? Gab es Vorkommnisse, wodurch die Mädchen vielleicht sogar vor dem Vater zu schützen sind?

Mutter habe das Kind rechtswidrig entführt

Die Mutter soll nun ihre Haftstrafe antreten, da sie ihre Tochter nicht „herausgibt“ an den Vater. Die Richter schreiben, die Mutter hätte das Kind „rechtswidrig entführt“. Das stimmt so nicht. Das Kind ist selbst zur Mutter geflohen. Stattdessen hat die Mutter den Vater immer wieder per Mail angeschrieben, er möge doch bitte Kontakt zu seiner Tochter herstellen, da sich ansonsten die Bindung weiter verschlechtern könnte.

Selbst das Jugendamt appelliert mittlerweile an den Vater

Selbst das Jugendamt forderte den Vater schon vor einem Jahr auf, „darüber nachzudenken“, ob das Mädchen künftig iim mütterlichen Haushalt leben dürfe. Ohne Erfolg. Auch die vom Gericht eingesetzte Verfahrensbeiständin setzte sich dafür ein, dass das Mädchen so bald als möglich wieder eine Schule besuchen kann, was derzeit angesichts des unsicheren Aufenthaltsortes nicht möglich sei, da das Kind Angst habe, von der Schule abgeholt und zum Vater gebracht zu werden. Auch sie attestiert dem Vater keinerlei Gesprächsbereitschaft. Sonja Howards Fazit: Das Kind hat Angst, zur Schule zu gehen, solange sie keine Garantie bekommt, mit Polizeigewalt herausgerissen zu werden. Das ist eine völlig legitime Furcht. Und dass sowohl der Vater als auch der Staat nicht hingehen und dem Kind die Angst nehmen und ihr versichern: Du bist sicher, wenn du in die Schule gehst, dann ist es der Staat und der Vater, die hier dem Kind eine gesunde Entwicklung verwehren und eben nicht die Mutter.“

2 Jahre Kontaktverbot zu ihre Töchtern droht nun der Mutter

Das Problem für Mutter und Kind: Wenn sie von der Polizei aufgegriffen werden, muss die Mutter nicht nur ins Gefängnis, sondern es wird ihr auch laut Gerichtsbeschluss für die nächsten zwei Jahre jedweder Kontakt zu den Töchtern verboten. „Es ist zwar blöd, dass wir jetzt kein Zuhause mehr haben, aber ich bin trotzdem froh, dass ich mit meiner Mama zusammen sein kann. Ich lebe lieber so, als zu meinem Vater zurückzugehen.“

Fatal: Es werden Urteile gemacht, die nicht von einer höheren Stelle korrigiert werden können

Der Fall sorgt bundesweit für Schlagzeilen. Die Soziologin Christina Mundlos hat ein Buch mit dem Titel geschrieben: „Mütter klagen an. Institutionelle Gewalt gegen Mütter und Kinder im Familiengericht“. Zudem hat sie Dienstaufsichtsbeschwerden gegen die Richter gestellt und eine Petition ins Leben gerufen, die den Titel trägt: „Stoppen Sie Kindeswohlgefährdungen durch das Oberlandesgericht Celle.“ Ich fordere mit meiner Petition eine Untersuchungskommission zur Untersuchung von Kindeswohlgefährdung am OLG Celle und eine Aufarbeitung vieler anderer Fälle.“ Die Soziologin hat ihre Recherchen an das  Justizministerium Niedersachsen weitergeleitet. Auf MDR-Nachfrage heißt es dort, dass man wegen der Unabhängigkeit der Richter keine Maßnahmen oder Evaluierungen einleiten werde.“ Das Problem: Im Familienrecht gibt es keine übergeordnete Instanz wie etwa den Bundesgerichtshof, die Urteile korrigieren könnte.

Tanja Meyer, frauenpolitische Sprecherin der Grünen in Niedersachsen, will nun unabhängige Anlaufstellen für Betroffene schaffen. „Das, was ich von der Familie weiß, erschüttert mich zutiefst, weil am Ende ein ganzes System hier versagt hat.“

Quelle: MDR

Link zum Filmbeitrag: Familienrecht: Wenn der Streit um das Sorgerecht eskaliert | MDR.DE

Zurück zu den LÖW:INNEN.

 




Zum ersten, zum zweiten und zum dritten…

Zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten, so klingt es im Rathausfoyer, wenn die Stadtverwaltung Künzelsau zur traditionellen Fundsachenversteigerung einlädt.

Am Samstag, den 06. Mai 2023 um 12 Uhr kommt im Foyer des Rathauses Künzelsau unter den Hammer, was im Fundbüro nicht abgeholt wurde. Wie auch schon vor der Corona-Pause werden die Fundstücke von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Bürgerbüros präsentiert.

Gegenstände des alltäglichen Gebrauchs aber auch einige Kuriositäten können wieder zum kleinen Preis ergattert werden. Unter den Fundstücken befinden sich zahlreiche Kleidungsstücke aber auch Fahrräder. Interessenten und Mitbieter sind herzlich willkommen.

 




Vom Fernsehen direkt auf die Bühne nach Jagsthausen

Schauspieler Marc Schöttner tanzt und singt im Sommer als „Tony Manero“ in „Saturday Night Fever“ (von Robert Stigwood und Bill Oakes / In der neuen Version von Ryan McBryde / Deutsche Dialoge von Anja Hauptmann) durch den Burghof. Einem breiten Publikum ist er aus der ARD-Telenovela „Rote Rosen“ bekannt, für die er bis vor kurzem noch regelmäßig als „Philipp Durant“ vor der Kamera stand. Nun bringt er ab Samstag, den 10. Juni 2023 Discofeeling der 70er Jahre mit den legendären Hits der Bee Gees in den Burghof. Parallel dazu wird im Burghof bereits die Tribüne und Bühne aufgebaut, Schneiderei und Technik arbeiten auf Hochtouren und die ersten Probenstarts stehen kurz bevor.

Veraltete Männer-Frauen-Bilder

Marc Schöttner freut sich auf den Sommer 2023: „Ich freue mich darauf das Lebensbild der Jugend in Brooklyn, New York, der 1970er Jahre abbilden zu können und in die Discowelt jener Zeit mit viel Tanz eintauchen zu dürfen. Ebenso freue ich mich darauf veraltete Männer-Frauen Bilder abbilden zu können und damit vielleicht das Publikum zum Nachdenken zu bewegen.“

„Alles was zählt“

Marc Schöttner, 1986 in Wiesbaden geboren, absolvierte sein Schauspielstudium an der Hochschule für Musik und Theater in Rostock und unterbrach dieses für seine Rolle als „Lukas“ in der beliebten Fernsehserie „Alles was zählt“. Nach Abschluss seines Studiums und einer Weiterbildung in New York bei Susan Batson arbeitete Schöttner für zwei Jahre am Theater und gewann für seine Rolle als „Leonardos“ in Federico García Lorcas „Bluthochzeit“ den Nachwuchspreis für die beste Rolleninterpretation.

ARD-Telenovela

Schöttner ist bekannt für seine Auftritte in verschiedenen Fernsehserien und Filmen. Er spielte die Rolle des „Philip Durant“ in der ARD-Telenovela „Rote Rosen“ und war auch in anderen Serien wie „SOKO Stuttgart“, „Familie Dr. Kleist“ und „Rosamunde Pilcher“ zu sehen. Seit 2018 arbeitet er auch international und hatte Auftritte in US-Produktionen wie „Quantico“, „Hunters“ und „High Maintenance“. Neben seiner Schauspielkarriere engagiert sich Marc Schöttner auch für soziale Projekte und setzt sich für die Rechte von Kindern und Jugendlichen ein.

Umschwärmte Traumfrau

1976: Tony Manero, ein junger Italo-Amerikaner, arbeitet in einem Farbenladen in der New Yorker Vorstadt Brooklyn. Um seinem tristen Arbeitsalltag zu entfliehen, verbringt er jeden Samstagabend in der Disco „2001 Odyssey“. Der 19-Jährige träumt davon, Brooklyn zu verlassen und wünscht sich ein besseres Leben an der Seite eines schönen Mädchens. Vorerst jedoch kann er seine Sehnsüchte nur auf der Tanzfläche – als umjubelter Disco-King – ausleben. Seine große Chance sieht Tony in dem Tanzwettbewerb des „2001 Odyssey“. Doch bevor er sich auf dem Siegerpodest feiern lassen kann, muss er noch seine umschwärmte Traumfrau überzeugen, sich mit ihm aufs Parkett zu wagen … Ein Musical über Sehnsüchte, Freundschaft und die Suche nach Anerkennung mit den legendären Hits der Bee Gees!

Burgfestspiele bedankt sich bei seinen großen Sponsoren

Die Burgfestspiele Jagsthausen möchten sich auf diesem Wege für die große Unterstützung des Landes Baden-Württemberg, des Landkreises Heilbronn und der Gemeinde Jagsthausen bedanken. Ein aufrichtiger Dank gilt dem Hauptsponsor Adolf Würth GmbH & Co. KG, dem Sponsor ZEAG Energie AG, dem Förderverein „Freunde der Burgfestspiele Jagsthausen e. V.“, der SV SparkassenVersicherung, dem Deutschen Bühnenverein und der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien mit dem Förderprogramm „Neustart Kultur“.

Karten für alle Stücke gibt es online unter www.burgfestspiele-jagsthausen.de, per Mail unter info@burgfestspiele-jagsthausen.de, telefonisch unter 07943 912345 oder persönlich im TicketCenter.

 Quelle: Burgfestspiele Jagsthausen

 




Bus-Streik morgen

Hauptsächlich betroffen sind die Bereiche Krautheim, Boxberg, Lauda, Bad Mergentheim sowie Tauberbischofsheim (hier ggfs. Zubringerbusse auf andere Linien bzw. den Zug).

      Ganztägiger Warnstreik bei der SWEG am 26.04.2023

Die Gewerkschaft ver.di hat für Mittwoch, 26. April 2023, ihre Mitglieder bei der Südwestdeutschen Landesverkehrs-GmbH (SWEG)

und bei der SWEG Schienenwege GmbH zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Es ist deshalb im gesamten Verkehrsgebiet der SWEG

mit Fahrtausfällen sowohl im Bus- als auch im Bahnverkehr der SWEG zu rechnen.

Laut Mitteilung von ver.di sind auch die Standorte Dörzbach und Lauda von dem Warnstreik betroffen.

Betroffen wären demnach folgende Buslinien im Main-Tauber-Kreis:

851, 930, 933, 934, 937, 942, 943, 945, Stadtbus Bad Mergentheim (956, 957, 958) sowie ggf. die Regiobuslinie 19.

Die Linie 857 Leibenstadt-Adelsheim-Osterburken ist nicht von dem Warnstreik betroffen.

Detaillierte Informationen zu den Fahrtausfällen werden zu gegebener Zeit auf der SWEG-Website veröffentlicht. Auskünfte erteilt auch die SWEG-Servicezentrale unter Telefon 07821/9960770 oder info@sweg.de.

Mit Verspätungen und Beeinträchtigungen aufgrund hohen Verkehrsaufkommen auf den Straßen muss gerechnet werden.

Weitere Infos finden Sie unter https://www.sweg.de/de/ und https://bawue.verdi.de/presse/pressemitteilungen/++co++fb4d3ea0-e27e-11ed-aa74-001a4a160100

sowie auf unserer Homepage unter https://www.vgmt.de/




„Charme der Kleinheit“

Beim großen Festakt im Carmen Würth Forum am Freitag, den 21. April 2023, stellt Landrat Dr. Matthias Neth stellt den „Charme der Kleinheit“ des Hohenlohekreises in den Vordergrund seiner Betrachtung: „Wir können gestalten, weil sich jeder kennt. Wenn wir die Kleinheit als Chance sehen, dann kanns weitergehen.“

Man ist unter sich. Und das ist gut so.

Man spürt es an diesem Abend, der ein reines Schaulaufen zu sein scheint von Hohenloher:innen, die sich über die vergangenen Jahrzehnte einen Namen gemacht haben, dass jeder sich kennt, früher oder immernoch zwar teilweise Konkurrent ist, etwa im Wirtschaftslebem, aber dass man sich eben doch nach allen den Jahren und Jahrzehnten gemeinsam, schätzt. Man ist unter sich. Und das ist gut so.

Wer ist besser?

Wer erinnert sich nicht an das legendäre Interview von Albert Berner in der Heilbronner Stimme, als er sich mokierte, dass Reinhold Würth eben einfach nur die besseren Mitarbeiter hatte und deswegen wirtschaftlich an ihm vorbeizog – obwohl man hier sagen muss, auch die Familie Berner kann doch rundum zufrieden sein mit dem von ihnen Erreichten.

Legendärer Brandbrief

Wer erinnert sich nicht an den legendären öffentlichen Brandbrief von Reinhold Würth, als er vorrechnete, wie viel Geld es seine Firma kostet, wenn jeder Außendienstler während der Dienstzeit tankt und nicht davor oder danach.

Wer erinnert sich nicht an die jahrelangen rechtlichen Auseinandersetzungen um Steuerzahlungen zwischen der Firma Würth und der Stadt Künzelsau, bei denen am Ende Würth gewann.

Dieser Abend war zugleich auch ein Abschiednehmen von Althergebrachtem, ein wenig von unserem Landrat, der bald in das nächste Amt zur Sparkasse nach Stuttgart wechselt, aber viel mehr noch von den Grande Herren und auch den dazugehörigen Grande Damen, die den Grande Herren stets den Rücken freigehalten haben und sich für die sozialen Bereiche massiv eingesetzt haben – wie eine Carmen Würth und eine Ursula Berner. Der Hohenlohekreis wäre nicht halb so sozial aufgestellt ohne diese Frauen.

Junge Unternehmer

Die Hauptstraße der Kleinstadt Künzelsau würde heute sicher anders ausschauen ohne einen Reinhold Würth und eine Firma Würth im Hintergrund. Studenten, die das ländliche Gegend noch jung halten, die eine Pizzeria einfordern, coole Geschäfte von jungen Unternehmern. ein Nachtleben. Auch dadurch erstickt Künzelsau nicht im Kleinstadtmief. Es geht weiter mit einer jüngeren Generation. Bei den Berners und den Würths hat längst die nächste beziehungsweise übernächste Generation das Zepter in der Hand, junge Bürgermeister prägen die Städte und Gemeinden im Hohenlohekreis zusehends.

Geschäftsführer:innen, nicht mehr nur Geschäftsführer

Es gibt Geschäftsführerinnen, nicht mehr nur Geschäftsführer, auch wenn diese immernoch rar gesäht sind im Hohenlohekreis. Es liegt Veränderung in der Luft. Und das ist gut so.

Text: Dr. Sandra Hartmann

 

 




Vorschulkinder pflanzen Buchen

Im Rahmen der Baumpflanzaktion zum Kreisjubiläum wurden am Dienstag, den 18. April 2023, in der Gemeinde Mulfingen Speierlinge und Buchen gepflanzt.

Mit Namensschild

Die Vorschulkinder der Kindertagesstätte Mulfingen pflanzten gemeinsam mit den Forstwirten von Mulfingen einen großen Jubiläums-Speierling und eine Buche von der vergangenen Buchenausstellung. Jedes Kind durfte außerdem selbst einen kleinen Speierling pflanzen und daran ein mitgebrachtes Namensschild befestigen.

Fingerspiel

Ein Liedvortrag und ein passendes Fingerspiel der Kinder rundete die gemeinsame Aktion des Hohenloher Forstamts mit der Gemeinde Mulfingen ab. Alle Städte und Gemeinden im Hohenlohekreis werden in diesem Jahr noch einen heimischen Speierling als Symbol für das bisher Erreichte und für zukünftige neue Aufgaben pflanzen.




Das Who ist who der Hohenloher Prominenz traf sich zu einem ganz speziellen Ereignis

Es ist nicht genug Platz, um alle zu erwähnen, die am Freitag, den 21. April 2022, ins Gaisbacher Carmen-Würth-Forum in Künzelsau-Gaisbach der Einladung des Hohenlohekreises gefolgt sind, um den 50. Geburtstag des Hohenlohekreises zu feiern. Allein 7 Seiten persönliche Begrüßungen kündigte Landrat Dr. Matthias Neth zu Beginn seiner Festrede an.

GSCHWÄTZ-Reporter Matthias Lauterer war vor Ort. Anbei veröffentlichen wir eine erste Bildergalerie:

 

Ganz entspannt plaudert Kraft Fürst zu Hohenlohe-Öhringen aus der Geschichte. Foto: GSCHWÄTZ

Turnweltmeister Eberhard Gienger. Foto: GSCHWÄTZ

Der ehemalige Landrat Jahn (links) mit dem Fürsten. Foto: GSCHWÄTZ

Lars Walter (3.v.l) im Gespräch mit Landrat Dr. Matthias Neth

Gerhard Sturm (links). Foto: GSCHWÄTZ

Wolfgang Freiherr von Stetten (l.).

Leiter der Oberfeuerwehren. Foto: GSCHWÄTZ

Der Fürst (links) mit Carmen und Reinhold Würth. Foto: GSCHWÄTZ

Ursula und Albert Berner. Foto: GSCHWÄTZ

Thomas Strobl. Foto: GSCHWÄTZ

Weltmeisterlich: Kunstradfahrer Serafin Schefold & Max Hanselmann

Turner der KTV Hohenlohe. Foto: GSCHWÄTZ

Carmen und Reinhold Würth. Foto: GSCHWÄTZ

 




Psychische Gewalt mit Abstand häufigste Form von Gewalt gegen Kinder

Beim Thema Gewalt gegen Kinder denken viele zuerst an Schläge oder sexuellen Missbrauch. Doch die häufigste Form ist emotionale Misshandlung – die gravierende Folgen haben kann, wie eine Studie zeigt.
Am Eingang einer Arztpraxis warf er den Mitarbeiterinnen Handküsse zu

Am Eingang einer Arztpraxis warf er den Mitarbeiterinnen Handküsse zu, dem Arzt setzte er sich schon nach wenigen Behandlungen unaufgefordert auf den Schoß – der sechsjährige Lasse fiel schon früh durch ungewöhnliches Verhalten auf. Was manche vielleicht als besonders herzlich oder kindlich-süß empfinden, macht dem Psychiater Lars Otto White von der Uni Leipzig jedoch Sorgen.

Vernachlässigung

„In dem Fall haben wir eine Bindungsstörung infolge einer chronischen emotionalen Misshandlung diagnostiziert.“ Ausgelöst wurde sie in Lasses Fall durch verschiedene Probleme: den Vater, der nach der Trennung von der Mutter den Kontakt zum Sohn vernachlässigte. Und auch durch die wiederholte Drohung der überforderten Mutter, ihren Sohn „ins Heim zu stecken“, wenn er über die Stränge schlug.

Schwerwiegendste Folgen

Lasses Beispiel ist dabei kein Einzelfall. Laut einer vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanzierten Studie, an der White beteiligt war, ist emotionale Gewalt die häufigste Form der Misshandlung von Kindern und Jugendlichen. „Unsere beiden wichtigsten Erkenntnisse sind, dass emotionale Misshandlung nicht nur am öftesten vorkam in unserer Stichprobe, sondern auch die schwerwiegendsten Folgen für die psychische Gesundheit der Kinder hatte.“

Hohe Dunkelziffer

Für die Untersuchung befragten White und seine Kollegen fast 800 Kinder und Jugendliche in ausführlichen Interviews. Der Kontakt kam unter anderem über Jugendämter zustande. Mehr als 300 von ihnen berichteten von Misshandlungen, davon fast 250 von emotionaler Gewalt.

Jeder zehnte schon einmal Opfer von psychische Gewalt

Wie viele Menschen insgesamt in Deutschland betroffen sind, lässt sich nur schwer sagen, da die Dunkelziffer hoch ist. UNICEF, das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, geht davon aus, dass emotionale Gewalt oder Vernachlässigung die verbreitetste Form ist und jedes dritte Kind weltweit davon betroffen ist. Der Psychiater Udo Dannlowski von der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Uniklinikum Münster hält das auch in Deutschland für realistisch, auch aus seiner Berufserfahrung: „Sehr viele Patienten, die wir bei uns behandeln, kommen wegen Problemen, die durch emotionale Misshandlung mitbedingt wurden.“

Wo fängt emotionale Gewalt an?

White und andere Experten halten diese Zahl jedoch für Deutschland für zu hoch. Er geht davon aus, dass in Deutschland bis zu zehn Prozent aller Menschen irgendwann einmal Opfer von psychischer Gewalt werden. Iris-Tatjana Kolassa von der Universität Ulm gibt zu bedenken, dass bei körperlicher Gewalt in der Regel auch psychische Gewalt im Spiel sei. „Von daher ist der Einfluss der verschiedenen Gewaltformen nicht immer scharf zu trennen. Aber man sollte emotionale Gewalt auf keinen Fall unterschätzen.“

Laut Innenministerin Faeser wurden 2021 im Durchschnitt 49 Kinder in Deutschland täglich Opfer sexualisierter Gewalt.

Wenn Kinder zum Partnerersatz werden

Aber wo fängt psychische Gewalt an? Während Schläge oder sexueller Missbrauch – auch juristisch – recht klar definiert sind, ist die Grenze zu psychischer Gewalt oft fließend. White nennt deshalb lieber Beispiele als abstrakte Definitionen: „Ein klassischer Fall ist eine Rollenumkehr, also wenn beispielsweise die Kinder sich darum kümmern müssen, dass Frühstück auf den Tisch kommt, oder dass sie pünktlich in der Schule sind. Oder wenn Kinder alleinstehenden Eltern als Partnerersatz dienen müssen.“

Drohungen, Einschüchterungen, Vernachlässigung

Ein anderes Beispiel seien Drohungen der Eltern, das Kind „wegzugeben“, wenn es sich nicht wie gewünscht verhält. Aber auch „beleidigende Beschimpfungen, die auf den Selbstwert des Kindes abzielen“ zählt White zu emotionaler Gewalt. Vernachlässigung sei dann gegeben, wenn dauerhaft elementare Bedürfnisse des Kindes zum Beispiel nach Nähe oder Anerkennung ignoriert würden.

Eltern sollten Quelle von Trost und Sicherheit sein

„Generell wird es bei Kindern und Jugendlichen immer dann problematisch, wenn die Eltern, die eigentlich eine Quelle von Trost und Sicherheit sein sollen, diese Funktion nicht mehr wahrnehmen können und stattdessen zu einer Quelle der Angst und der Bedrohung werden“, erklärt White. Auch die Zeit spiele eine Rolle und wie oft solche Misshandlungen erlebt werden.

Die Forschung spricht von der sogenannten Traumalast: „Traumatische Erfahrungen können sich im Laufe des Lebens aufsummieren“, sagt Psychologin Kolassa. Wenn missbräuchliches Verhalten wiederholt oder dauerhaft stattfindet, steige die Wahrscheinlichkeit für eine psychische Erkrankung – gerade bei Kindern.

Posttraumatische Belastungsstörungen

Die Folgen können laut der Leipziger Studie gravierend sein und laut White genauso schlimme oder sogar schlimmere Folgen haben als körperliche Gewalt. Bei jüngeren Kindern zwischen drei und acht Jahren führte emotionale Misshandlung dabei vor allem zu einer Störung des Sozialverhaltens (Verhaltensauffälligkeiten), bei den älteren eher zu Depressionen und Angststörungen.

Auch posttraumatische Belastungsstörungen – wie sie sonst etwa Soldaten nach Kriegseinsätzen entwickeln – können die Folge sein. Diese Probleme können die Betroffenen danach ein Leben lang begleiten und zum Beispiel das Selbstwertgefühl oder die Fähigkeit, Beziehungen einzugehen, negativ beeinflussen.

Schädigung von Hirnstrukturen

Dannlowski weist zudem darauf hin, dass psychische Gewalt auch Hirnstrukturen schädigen kann – gerade bei Kindern. „Der Hippocampus – der wichtig für unsere Emotionsregulation und die Gedächtnisbildung ist – besitzt besonders viele Rezeptoren für das Stresshormon Cortisol. Und wenn Kinder dauerhaft Stress empfinden, kann das toxische Folgen haben für dieses Hirnareal.“ Es könne dann beispielsweise sein, dass der Hippocampus nicht mehr gut wächst und kleiner bleibt. Auch eine erhöhte Reaktivität der Amygdala, des Angst- oder Alarmzentrums im Hirn, könne die Folge sein.

Emotionaler Missbrauch erfährt viel zu wenig Beachtung in der Gesellschaft

Angesichts der Studienergebnisse wünscht sich White vor allem eins: mehr Aufmerksamkeit für das Thema. Das gelte einerseits für die breite Öffentlichkeit: Denn während Schläge und sexueller Missbrauch sehr oft thematisiert werden und es zahlreiche Hilfsangebote gibt, findet psychische oder emotionale Gewalt wenig öffentliche Beachtung, etwa in Medienberichten oder Beratungsstellen für Eltern.

Dannlowski wünscht sich zudem mehr Initiative seitens der Politik. Es könnte zum Beispiel mehr Aufklärung geben an Schulen oder in Geburtsvorbereitungskursen von Hebammen. Denn viele unterschätzen den Schaden, den emotionaler Missbrauch anrichten kann. „Wir brauchen einfach viel mehr Bewusstsein dafür, was ein guter Umgang mit Kindern ist und was nicht.“




Landgericht Heilbronn: Angeklagte wegen zahlreicher bewaffneter Einbrüche vor Gericht

Vor dem Landgericht Heilbronn vor der Großen  Jugendkammer beginnt am Dienstag, der 25. April 2023, 09 Uhr,  derProfess gegen mehrere Angeklgate wegen Diebstahls mit Waffen.

Dem 1978 geborenen J.K., geb. 1978 und dem 2002 geborenen J.M.K., geb. 2002 wird zur Last gelegt, ihren Lebensunterhalt im Zeitraum von Mai bis November 2022 durch überregional begangene Einbrüche mit Tatorten in Gaildorf, Weikersheim, Braunsbach, Fahrenbach, Mosbach, Bad Friedrichshall, Gundelsheim, Neudenau, Oberrot, Hardheim, Dorfprozelten, Wassertrüdingen, Urbach, Winterbach, Auenwald, Ingelfingen, Untermünkheim, Forchtenberg, Sulzbach und Michelfeld bestritten zu haben.

23 Diebstahlsdelikte

Insgesamt sind in dem Verfahren 23 solcher Diebstahlsdelikte angeklagt, bei welchen jeweils zwei versuchte und zwei vollendete Taten sich dadurch hervorgehoben haben sollen, dass die Angeklagten eine geladene Schreckschusspistole mit sich geführt hätten. Insbesondere Vereinsgebäude, Kirchen und Waschanlagen seien angegangen worden. Die Gesamtbeute belaufe sich auf Elektrogeräte, Kupfer, Bargeld und sonstige verwertbare Gegenstände im Gesamtwert von rund 45.000 Euro, wobei die Angeklagten mutwillig Sachschäden in einer Größenordnung von  rund 165.000 Euro angerichtet haben sollen.

Die Angeklagten befinden sich seit dem 11. November 2022 in Untersuchungshaft.

Prozessauftakt am Dienstag, 25. April 2023, 09:00 Uhr

Fortsetzungstermine:

Freitag, 12. Mai 2023, 08:30 Uhr

Mittwoch, 17. Mai 2023, 08:30 Uhr

Dienstag, 6. Juni 2023, 08:30 Uhr

Donnerstag, 15. Juni 2023, 09:00 Uhr

Freitag, 23. Juni 2023, 09:00 Uhr

Dienstag, 27. Juni 2023, 10:00 Uhr

Montag, 17. Juli 2023, 14:30 Uhr

Mittwoch, 19. Juli 2023, 09:00 Uhr

Freitag, 21. Juli 2023, 09:00 Uhr

Freitag, 28. Juli 2023, 09:00 Uhr

Donnerstag, 10. August 2023, 09:00 Uhr

Die Kammer hat die Angeklagten, ihre Verteidiger*innen, 65 Zeug*innen und einen Sachverständigen geladen.