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Krautheim hat gewählt und das Ergebnis überrascht nicht

Die Bürgerschaft und der Gemeinderat gratulieren dem neuen Krautheimer Bürgermeister Andreas Insam.

Das Ergebnis der Bürgermeisterwahl:

68,62 Prozent aller Stimmen (1.474) entfielen auf Andreas Insam. 57,91 Prozent der Bürger:innen machten von ihrem Wahlrecht Gebrauch. Marcel Koppe erhielt 339 Stimmen, Kristin Walter 318 und Markus Schmitt 12.

Andreas Insam war bislang Kämmerer bei der Stadt Öhringen. Öhringens Oberbürgermeister Thilo Michler wie auch Krautheims abgedankter Bürgermeister Andreas Köhler befanden sich unter den Gratulanten am Sonntagabend, den 07. Mai 2023, im Eugen-Seitz-Bürgerhaus in Krautheim.

Damit dürften Öhringen und Krautheim automatisch ein Stückchen näher zusammenrücken.

Ergebnis der Bürgermeisterwahlen in Krautheim am 07. Mai 2023. Quelle: Screenshot www.krautheim.de




Der Countdown läuft, für manche steht der Sieger bereits fest

Das HZ-Walhforum vergangene Woche im Eugen-Seitz-Haus in Krautheim, bei der sich alle vier Bürgermeisterkandidat:innen präsentierten, sorgte hinter den Kulissen für reichlich Gesprächsstoff. Denn: Bei manchen Besucher:innen erweckte es den Eindruck einer ungleich gewichteten Wahlkampagne.

Quereinsteiger haben es generell schwer bei Bürgermeisterwahlen im Hohenlohekreis. Besonders, wenn sie gegen einen amtierenden Bürgermeister antreten. So gut wie aussichtslos ist da das Unterfangen, noch dazu, wenn man keine Verwaltungsvorerfahrung im Rathaus vorzeigen kann. Denn das gehört erstaunlicherweise für viele Bürger:innen zu einem „Must-have“, will man Bürgermeister:in werden.

Dabei bringen Quereinsteiger viel mehr mit: andere Blickweisen, Unvoreingenommenheit, mitunter unternehmerisches Denken. In dieses Amt kann man hineinwachsen, auch ganz ohne Verwaltungslaufbahn. Frischer Wind täte auch dem Hohenlohekreis an dieser Stelle sicher gut.

In Ingelfingen gelang es dem Unternehmer Klaus Schmitt vor einem Jahr fast, Bürgermeister Michael Bauer vom Thron zu stoßen. Man sieht also: Auch bei den Bürger:innen findet allmählich ein Umdenken statt, auch hier spüren immer mehr den Wunsch nach Veränderung. Genug positive Beispiele gibt es in Deutschland ebenfalls für Quereinsteiger. Dass jemand aufgrund seines Quereinstiges überfordert mit dem Amt gewesen wäre, hört man dagegen eher selten bis gar nicht.

In Krautheim gibt es vier Kandidaten. Wenn gleich zu Beginn unterschieden wird in einem Wahlkampf zwischen denjenigen, die Verwaltungsvorerfahrung haben und denjenigen, die diese Vorerfahrung nicht mitbringen, ist das immer ein schlechtes Zeichen. Tritt dann die lokale Promigarde auch noch an für den Kandidaten mit der vermeintlich größten Verwaltungserfahrung, ist klar, wohin der Weg führen soll: Alte Muster sollen beibehalten werden, der Tradition sei man schließlich verpflichtet.

So steht einem „Weiter so“, wie es unter Andreas Köhler gelebt wurde, kaum mehr etwas im Wege.

Ein Kommentar von Dr. Sandra Hartmann

Die vier Kandidat:innen für Krautheim – hier nochmal im Überblick mit den Links zu den jeweiligen Seiten:

Marcel Koppe, Unteroffizier

Kristin Walter, arbeitet der derzeit in der Verwaltung im Rathaus Krautheim

Markus Schmitt, gelernter Maschinenbaumeister, derzeit selbstständig

und

Andreas Insam. Verwaltungsfachmann, derzeit Amtsleiter der Stadtkämmerei Öhringen

 

 




Eine Rekordzahl jagt die nächste

Joachim Kaltmaier, Mitglied der Geschäftsführung, spricht gleich zu Beginn seiner Rede von einem „sehr erfreulichen Konzernabschluss“ bei der diesjährigen Bilanzpressekonferenz, die in digitaler Form am Donnerstag, den 04. Mai 2023, abgehalten wurde. Ein Zahlenrekord jagte dabei den nächsten. „Die Familie Würth trägt einen wichtigen Anteil am Erfolg des Unternehmens“, betont Robert Friedmann, Sprecher der Konzernführung der Würth-Gruppe.

Nach 15 Jahren Abschied

Nach 15 Jahren verlässt Joachim Kaltmaier das Unternehmen. Er dankt der Familie Würth für das Vertrauen, „das Sie mir die vergangenen 15 Jahre geschenkt haben.“ Sein Dank richtet er auch an alle Mitarbeitenden der Würth-Gruppe.

Rekord über Rekord

Würth-Gruppe mit zweistelligem Umsatzplus erneut auf Rekordkurs + + + automatisierte Logistikprozesse sichern weiteres Unternehmenswachstum + + +

> Umsatz wächst auf 19,9 Milliarden Euro
> Betriebsergebnis steigt auf 1,6 Milliarden Euro
> Hohes Eigenkapital schafft Stabilität in herausfordernden Zeiten

> über 53 Millionen Aufträge verließen das Haus

> über 4 Millionen Kunden weltweit

> Monat März 2023: Rekord im Umsatz und Betriebsergebnis

> Rund 3.000 Mitarbeitende sollen in diesem Jahr eingestellt werden

> Investitionen von 800 Millionen Euro für 2023 geplant

Die Bilanzpressekonferenz von Würth am Donnerstag, den 04. Mai 2023, war geprägt von Erfolgsnachrichten. So verzeichnete die Die Würth-Gruppe, laut eigenen Angaben Weltmarktführer in der Entwicklung, der Herstellung und dem Vertrieb von Montage- und Befestigungsmaterial, im Geschäftsjahr 2022 trotz des anhaltenden Ukrainekrieges erneut ein zweistelliges Umsatzwachstum. Der Umsatz liegt mit 19,9 Milliarden Euro deutlich über dem Vorjahr (2021: 17,1 Milliarden Euro). Das entspricht einem Plus von 16,8 Prozent, währungsbereinigt sind es 15,1 Prozent. Die Nettoverschuldung betrug 2022 987 Millionen. In diesem Jahr rechnet Würth lediglich mit einem Umsatzwachstum im „mittleren einstelligen Bereich“. Die Konjunktur verändere sich, die Nachfragesituation nehme ab, auch dadurch, dass die Kunden selbst ihre Lager wieder kleiner machen und weniger auf Bestand halten, erklärt Robert Friedmann. Zudem gäbe es geringere Baubeauftragungen im privaten Bereich.

Erfolgsrezept trotz weltweiter Krisen

Warum es trotz der bisherigen Rekordzahlen „nur“ für ein Rating on A+ reichte, erklärte Kaltmaier damit, dass man, um ein besseres Rating zu erzielen, die Investitionen deutlich zurückfahren und weniger Waren auf Bestand halten müsse, aber das war in den vergangenen Jahren angesichts der weltweiten Krisen das Erfolgsrezept. Hier arbeitet die Konzernführung sehr eng mit der Beratungsagentur Standard & Poors zusammen.

Betriebsergebnis: 1,6 Milliarden Euro

Prozent. Mit 1,6 Milliarden Euro erzielt der Konzern auch beim Betriebsergebnis eine neue Rekordmarke (2021: 1,3 Milliarden Euro). „Wir haben in den vergangenen beiden Jahren ein Umsatzplus von über 5,5 Milliarden Euro
erwirtschaftet. Das ist in unserer über 75-jährigen Unternehmensgeschichte eine beachtliche Leistung
– bedenkt man die Vielzahl an Unabwägbarkeiten, die uns seit Beginn der Corona-Pandemie 2020
und jetzt mit dem Krieg in der Ukraine einiges abverlangen. Gerade in diesen schwierigen Zeiten
schätzen unsere Kunden unsere zuverlässige Lieferfähigkeit und Serviceführerschaft“, resümiert
Robert Friedmann, Sprecher der Konzernführung der Würth-Gruppe. Der Konzern konnte weiterhin trotz Lieferketten-Engpässe souverän ihre Kunden beliefern, dadurch dass sie noch mehr Waren auf Lager legten, so Kaltmaier. So wurden im Jahr 2022 72 Prozent mehr Waren auf Lager gelegt als noch 2020.

Auch im Ausland erfolgreich

Nach wie vor ist Deutschland mit einem Umsatzanteil von 39,4 Prozent der wichtigste Einzelmarkt
der Würth-Gruppe. Die deutschen Gesellschaften erzielten ein Umsatzplus von 13,1 Prozent. Die
Stabilität der einzelnen Geschäftsmodelle und die sehr hohe Produktverfügbarkeit sind Gründe für
die positive Entwicklung. Besonders erfolgreich schnitten der Elektrogroßhandel (+24,8 Prozent)
sowie die Würth Elektronik Gruppe (+22,0 Prozent) ab. Die Division Holz erzielte mit 21,4 Prozent
das größte Wachstum unter den Divisionen der Würth-Linie, gefolgt von der Industrie mit 20,9
Prozent. Die Adolf Würth GmbH & Co. KG, Keimzelle und größte Einzelgesellschaft des Konzerns,
steigerte ihren Umsatz inklusive konzerninterner Umsätze um 10,5 Prozent. Auch die Gesellschaften
außerhalb Deutschlands verbuchten mit einem Umsatzplus von 19,4 Prozent ein erfolgreiches
Geschäftsjahr. Leistungsträger sind Amerika, Süd- und Osteuropa.

Digitaler Handel boomt

E-Business: Kunden setzen weiterhin auf digitale Warenbeschaffung
Neben den weltweit über 43.000 Mitarbeitenden im Vertrieb und den mehr als 2.500
Niederlassungen zählt der Bereich E-Business zu den strategischen Wachstumsfeldern der WürthGruppe. Während der Corona-Pandemie wurde die Warenbeschaffung über digitale Kanäle für
unsere Kunden fester Bestandteil ihrer Bestellroutine. Dieser Trend spiegelt sich im Umsatz wider: Das
E-Business erzielte konzernweit einen Umsatz von 4,1 Milliarden Euro. Der Umsatzanteil lag auf
einem neuen Höchstwert von 20,7 Prozent.

Roboter in der Logistik: Würth setzt zunehmend auf Automatisierung

Das kontinuierliche Wachstum der Würth-Gruppe setzt voraus, dass die Prozessstrukturen
mitwachsen. Strategie des Konzerns ist es daher, das ganze Potential an Digitalisierung und
Automatisierung vollumfänglich auszuschöpfen, um auch gesellschaftlichen Herausforderungen wie
dem demografischen Wandel und dem Fachkräftemangel zu begegnen. „Unsere Roboter in der
Logistik erhöhen einerseits die Produktivität. Andererseits entlasten sie unsere Mitarbeitenden bei
körperlich anstrengenden Tätigkeiten. Über automatisierte Prozesse können wir unsere Kunden
schnell und zuverlässig beliefern. Sie schätzen die Qualität unserer Produkte, dasselbe erwarten sie
zurecht von der Verfügbarkeit der bestellten Ware“, sagt Friedmann. „Wir sprechen heute von Lieferzeiten in Stunden gemessen“, sagt Reinhold Würth. Und erinnert sich dabei auch zurück an die Zeit, als er selbst am Anfang noch die Waren nach Niedernhall ausgeliefert hat. Auch wenn Reinhold Würth immer mehr auf Robotertechnik setzt, betont er: „Der Mensch ist das Zentrum des Unternehmens.“ 1,3 Milliarden Euro hat das Unternehmen 2022 in die Robotertechnik investiert, unter anderem in die 450 Lager. Unter anderem gibt es automatisierte Verpackungsmaschinen und Palettierroboter mit Vakuumgreifern, die wie bei einem Tetris-Spiel die Paletten sinnvoll beladen.

Die zunehmende Automatisierung soll aber nicht dazu führen, dass die Zahl der Mitarbeitenden reduziert wird. Auch bei Würth herrsche Fachkräftemangel und jede/r Mitarbeitende werde gebraucht, um dem schneller werdenden logistischen Märkten (sprich: heute bestellt, Stunden später geliefert) gerecht zu werden.

75 Prozent soll automatisiert werden

Wichtige Bausteine für die stetige Versorgungssicherheit und damit Entlastung unserer Kunden auch
in herausfordernden Zeiten waren einerseits die Anmietung von zusätzlichen Palettenplätzen, allein
bei der Adolf Würth GmbH & Co. KG waren es über 60.000. Andererseits setzte Würth auf den
Aufbau von Personal und erhöhte seinen Warenbestandswert innerhalb der letzten beiden Jahre um
über 70 Prozent – und das in Zeiten, in denen viele andere Unternehmen abgebaut haben.
Friedmann betont: „Das Familienunternehmen hat dabei einen ganz entscheidenden Part: Es gibt den
nötigen Handlungs- sowie Entscheidungsfreiraum und damit Stabilität für solche Entscheidungen.“
Würth schafft weltweites Wissens- und Realisierungsnetzwerk in der Logistik
Experten aus unterschiedlichen Ländern der Würth-Gruppe bilden ein sogenanntes „Inno.LogGremium“ (Innovationen in der Logistik) und tauschen sich regelmäßig über neue Technologien sowie
standardisierte Automatisierungslösungen im Bereich der Logistik aus. Ziel ist es, diese allen Würth
Gesellschaften verfügbar zu machen. „Der Vorteil ist, dass nicht jede unserer über 400
Gesellschaften Lösungen für Logistikthemen finden muss. Das Gremium evaluiert favorisierte
Technologien und teilt diese mit allen Würth Gesellschaften. Das spart Zeit sowie Kosten und schafft
wertvolle Synergien“, erklärt Friedmann.

Die Würth-Gruppe hat sich zur strategischen Weiterentwicklung der Logistik als Ziel gesetzt, in den
umsatzstärksten Gesellschaften bis zum Jahr 2030 einen Automatisierungsgrad von 75 Prozent zu
erreichen. Friedmann unterstreicht: „Dabei geht es nicht darum, den Menschen zu ersetzen. Im
Gegenteil: Wir halten an unseren knapp 12.000 Logistik-Mitarbeitenden fest und bauen Personal
auf. Vielmehr geht es uns um ein perfektes Ineinandergreifen von Mitarbeitenden, Robotern,
Arbeitsplatzgesundheit und Unternehmenswachstum, um die Zukunft der Würth-Gruppe zu sichern.“

Über 2.000 neue Mitarbeiter:innen

Die Würth-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2022 insgesamt 2.454 neue Beschäftigte hinzugewonnen.
Im Konzern arbeiten 85.637 Personen, davon 43.297 im Vertrieb. In Deutschland beschäftigt das
Unternehmen 26.113 Mitarbeitende.

Das Eigenkapital des Konzerns erhöhte sich im vergangenen Geschäftsjahr um 16,0 Prozent auf 7,9
Milliarden Euro. Mit diesem Plus von 1,1 Milliarden Euro konnte die Eigenkapitalquote auf 46,0
Prozent gesteigert werden (2021: 45,2 Prozent). Die gute Eigenkapitalausstattung ist seit Jahren
Basis einer konstant hohen finanziellen Stabilität, was gerade in schwierigen Zeiten Vertrauen schafft.
Die Ratingagentur S&P Global bestätigte 2022 das Rating der Würth-Gruppe mit A/outlook stable.

Ökologischer und sozialer Fußbabdruck

Neben dem Geschäftsbericht veröffentlicht die Würth-Gruppe dieses Jahr erstmals einen
Nachhaltigkeitsbericht. Unter dem Titel „Go“ legt das Unternehmen seine ökologischen und sozialen
Kennzahlen transparent dar. Der Bericht ist online unter www.wuerth.com abrufbar.

Gedämpfter Optimismus für 2023

Nach wie vor wirken sich der Ukrainekrieg, gestörte Lieferketten und die hohe Inflation negativ auf
die deutsche Wirtschaft aus. Laut dem ifo-Institut hat sich zwar die Stimmung in den Unternehmen
verbessert, dennoch fehle es der Konjunktur an Dynamik.
Das Handelsblatt Research Institute (HRI) geht davon aus, dass sich die Auswirkungen der Zinswende
der Europäischen Zentralbank ab Sommer zeigen werden. Viele Branchen würden davon berührt,
so auch der für die Würth-Gruppe wichtige Bereich Bau. Das HRI rechnet nach 2022 auch dieses
Jahr mit einem weiteren Rückgang der Investitionen um etwa fünf Prozent.
In den ersten drei Monaten des Jahres 2023 erwirtschaftete die Würth-Gruppe ein Umsatzplus von
9,3 Prozent, währungsbereinigt sind es 9,5 Prozent. Nachdem im Vorjahr das Wachstum noch auf
einer breiten Basis stand, sowohl in regionaler Hinsicht als auch bezogen auf die Geschäftseinheiten,
zeigen sich im laufenden Jahr unterschiedliche Entwicklungen: Die Würth-Gruppe in Deutschland
wächst in den ersten drei Monaten mit 12,8 Prozent. Auch Süd- und Osteuropa wachsen zweistellig
im Umsatz. In diesen drei Regionen schlagen sich die starken Wachstumsraten im Elektrogroßhandel
nieder, der wiederum vom Boom im Bereich regenerativer Energien profitiert. Dieser
Geschäftsbereich kann nach drei Monaten ein Umsatzwachstum von rund 23 Prozent aufweisen.
Die Zahl der Mitarbeitenden stieg seit Ende Dezember 2022 um 951 Kolleg:innen.

Friedmann sagt: „Trotz der vielen wirtschaftlichen und politischen Unabwägbarkeiten blicken wir
vorsichtig optimistisch auf das Jahr 2023. Wir rechnen mit einem mittleren einstelligen prozentualen
Umsatzwachstum sowie einem Ergebnis auf Vorjahresniveau.“

Würth: Die Würth-Gruppe ist Weltmarktführer in der Entwicklung, der Herstellung und dem Vertrieb von Montage- und Befestigungsmaterial.
Darüber hinaus sind Handels- und Produktionsunternehmen, die sogenannten Allied Companies, in angrenzenden Geschäftsfeldern
aktiv, wie etwa im Elektrogroßhandel, in den Bereichen Elektronik sowie Finanzdienstleistungen. In 80 Ländern beschäftigt der
Konzern weltweit mehr als 85.000 Mitarbeitende in über 400 Gesellschaften mit über 2.500 Niederlassungen. Der Konzern erzielte
im Geschäftsjahr 2022 einen Umsatz von 19,9 Milliarden Euro. Mit 7.600 Mitarbeitenden ist die Adolf Würth GmbH & Co. KG in
Künzelsau größtes Einzelunternehmen der Würth-Gruppe.

Quelle: Würth




Sexuelle Dienstleistungen gegen Bezahlung

Die Kriminalpolizei Künzelsau ermittelt nach einer Auseinandersetzung zwischen einer jungen Frau und einem Mann am Donnerstagabend, den 27. April 2023, in Weißbach-Crispenhofen.

Beide Beteiligte machen unterschiedliche Angaben, weshalb nun nach einem Zeugen gesucht wird.

Laut der Polizei steht bislang fest, dass die Frau dem Mann gegen Bezahlung sexuelle Dienstleistungen angeboten haben soll. Zum weiteren Ablauf gehen die Schilderungen der beiden Parteien auseinander und es ist nicht ausgeschlossen, dass es zwischen den beiden Kontrahenten zu Straftaten gekommen ist, in deren Folge die Frau aus der Wohnung des Mannes gegen 22 Uhr flüchtete.

An der Ortsdurchgangsstraße soll die junge Frau durch einen Autofahrer mitgenommen worden sein, der die Frau in einer Gaststätte in Weißbach absetzte, von wo aus sie die Polizei verständigte. Der Mann ist ein wichtiger Zeuge im Ermittlungsverfahren und wird gebeten, sich bei der Kriminalpolizei in Künzelsau zu melden. Telefon: 07940/9400.




Wieder Streik

Erneuter Warnstreik der SWEG

Die Gewerkschaft ver.di hat für Donnerstag, den 04.05.2023, ihre Mitglieder bei der Südwestdeutschen Landesverkehrs-GmbH (SWEG) und bei der SWEG Schienenwege GmbH zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Es ist deshalb im gesamten Verkehrsgebiet der SWEG mit Fahrtausfällen sowohl im Bus- als auch im Bahnverkehr der SWEG zu rechnen.

Auch die Standorte Dörzbach und Lauda von dem Warnstreik betroffen.

Betroffen wären demnach folgende Buslinien im Main-Tauber-Kreis:

851, 930, 933, 934, 937, 942, 943, 945, Stadtbus Bad Mergentheim (956, 957, 958) sowie ggf. die Regiobuslinie 19 und möglicherweise auch 15.

Detaillierte Informationen zu den Fahrtausfällen werden zu gegebener Zeit auf der SWEG-Website veröffentlicht. Auskünfte erteilt auch die SWEG-Servicezentrale unter Telefon 07821/9960770 oder info@sweg.de.

Weitere Infos finden Sie unter https://www.sweg.de/de/

 




„Hier versagt ein ganzes System“

Anette W. und ihre elfjährige Tochter sind vor wenigen Wochen untergetaucht. Seitdem leben sie irgendwo versteckt in Deutschland. Am Dienstag, den 02. Mai 2023, hat der MDR einen Filmbeitrag veröffentlicht, der unter die Haut geht und bei welchem man kaum glauben kann, dass sich dieses Kindesdrama in Deutschland derzeit abspielt. Anbei veröffentlichen wir den Filmbeitrag in verschriftlichter Form:

30 Tage Ordnungshaft für die Mutter

Der Grund: Laut einem Gerichtsbeschluss soll die Mutter 30 Tage in eine so genannte „Ordnungshaft“. Ihre Tochter soll beim Vater leben. Wenn sich die Tochter weiterhin weigert, sei eine Aufnahme in eine „qualifizierte Einrichtung“ angedacht. Dies könnte etwa ein Kinderheim oder eine psychiatrische Einrichtung sein.

Drohende Heimunterbringung

Die Mutter versteht die Welt nicht mehr: „Ich soll ins Gefängnis gehen, weil meine Tochter bei mir leben möchte. Das ist eine Absurdität, die ich nicht fassen kann.“ Die Tochter sagt: „Ich habe solche Angst, dass ich meine Mama nie wiedersehen darf. Ich würde sie so vermissen.“ Der Gerichtsbeschluss stammt vom Oberlandesgericht Celle. Das finale Ende dieses Sorgerechtsstreites ist laut dem MDR nicht mehr anfechtbar.

Nicht mehr anfechtbares Gerichtsurteil

2018 hat sich Anette W. von ihrem Mann getrennt. Wegen der Töchter, die damals drei und sechs waren, kommt es immer wieder zum Streit. Verfahren vor dem Familiengericht. Verfahren vor dem Familiengericht werden geführt. Um beiden Eltern dieselben Rechte einzuräumen, sollen die beiden wöchentlich zwischen den Elternteilen wechseln. Als die Mädchen das nicht mehr wollen, werden sie laut Gerichtsbeschluss aus dem Jahr 2020 zum Vater „umplatziert“. Angeblich würde die Mutter die Kinder gegen den Vater beeinflussen.

Polizisten nehmen der Mutter die Kinder weg

„Beide Kinder wurden mir von jeweils einem Polizisten entrissen, weggetragen. Die Mädchen haben geschriehen. Das war ein Wahnsinn“, erinnert sich die Mutter. „Es ist wie ein Überfall.“ Danach dürfen die Kinder die Mutter wochenlang nicht sehen. Dann nur unter strenger Aufsicht. Dann nur alle 14 Tage zu Besuch. Aus den Gerichtsakten geht hervor, dass die Mädchen „eine enge Bindung zur Mutter“ haben, „ihr Zuhause bei Mama sehen und dahin zurückwollen“. In den Gerichtsakten findet sich auch, dass der Vater als Alleinerziehender offenbar an seine Grenzen gelangt ist. Die Mädchen wirken bei ihm „heruntergewirtschaftet“.

Die Mädchen laufen vom Vater davon

Ein Gerichtsgutachten geht allerdings davon aus, dass der Wille der Kinder „nicht echt“ sei. Denn „die Mutter hätte „manipulative Tendenzen“, die kindeswohlgefährdend“ seien. Dabei hatte der Gutachter die Mutter nie getroffen. Die Mutter hat ihr Recht in Anspruch genommen, nicht am Gutachten teilzunehmen. Wegen dieser kindeswohlgefährdenden Einstufung sollte die Mutter nur noch begleitete Umgänge mit ihren Mädchen haben dürfen. Auch das Sorgerecht soll ihr entzogen werden.

Sorgerechtsentzug

Ostern 2021: Die Mädchen hauen das erste Mal vom Vater ab und laufen zur Mutter. Sie wollen nicht mehr zurück. Auf Antrag des Vaters erlässt das Gerichts einen „Herausgabebeschluss“ des Amtsgerichts Hannovers. Danach dürfen die Kinder auch durch „unmittelbaren Zwang“ und mit „polizeilichen Vollzugsorganen“ herausgeholt und vom Vater zurückgebracht werden. „Dann kamen sie mit sechs Polizisten, zwei Menschen vom Jugendamt und einem Gerichtsvollzieher, waren hoch aggressiv, beide Kinder haben sich bei mir ins Bett gekrochen, haben sich gewehrt und gesagt, dass sie nicht zum Vater, sondern bei der Mama bleiben möchten.“

Filmaufnehmen zeigen Polizisten bei der „Herausgabe“ eines 13-Jährigen an seinen Vater

Wie eine derartige „Herausgabe aussieht, zeigen frühere MDR-Aufnahmen. Hier wird ein 13-Jähriger von Polizisten aus der Wohnung der Mutter herausgenommen. Der Junge wehrt sich und sagt immer wieder: Ich will das nicht.“ Trotzdem wird er von seiner Mutter getrennt. Dabei hat sie ihn weder vernachlässigt noch misshandelt. Der Grund für die Herausnahme: Der Junge lehnte den Kontakt zum Vater ab. Der Junge wurde in ein Heim gebracht, um dann später beim Vater zu leben.

Leben in ständiger Angst

Sommer, 2021. Die ältere, damals neunjährige Tochter, läuft wieder vom Vater weg. Diesmal ohne ihre kleine Schwester. Seitdem leben die beiden in ständiger Angst, wieder gewaltsam voneinander getrennt zu werden, denn die Mutter hat kein Sorgerecht mehr für ihre Tochter.

„Wenn es klingelt oder ich ein Geräusch an der Tür höre, habe ich immer Angst und denke: Jetzt holen sie mich wieder von meiner Mama weg“, so die Tochter.

Mittlerweile sieben Polizeieinsätze

Die Mutter berichtet, dass die Tochter mittlerweile schon sieben Polizeieinsätze erlebt hat, wovon sie dreimal auch tatsächlich von der Mutter getrennt wurde. Noch ein weiteres Mal muss einfach nicht sein. Das kann jeder normale Mensch nachvollziehen, dass das ein Kind schädigt. Ich verstehe auch nicht, was diesen Kindern und insbesondere Mädchen, vermittelt werden soll, dass ihr Wille mit aller Macht zu brechen ist und so vollkommen bedeutungslos ist.“

Das Vorgehen von Gericht und Behörden hat bei Fachleuten und Kinderschutzexperten für Empörung gesorgt. Die gewaltsame Trennung von Kindern von ihren Hauptbindungspersonen sollte immer das letzte Mittel sein, um eine akute Kindeswohlgefährdung abzuwenden.

Ist das noch Liebe?

„Das niemand der Verfahrensbeteiligten jemals gesagt hat: Moment mal, ein Vater, der bereit ist, den Willen seines Kindes so massiv brechen zu lassen und sogar Polizeigewalt gegen das Kind verordnen zu lassen, das hat doch nichts mit Liebe oder einer gesunden Bindung zu tun. Es geht nur darum, den Staat zum Erfüllungshilfen von den Machtansprüchen des Vaters zu machen, sagt Sonja Howard vom Betroffenenrat Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung.

Ein weitere Punkt: Warum möchten die Mädchen nicht beim Vater leben? Gab es Vorkommnisse, wodurch die Mädchen vielleicht sogar vor dem Vater zu schützen sind?

Mutter habe das Kind rechtswidrig entführt

Die Mutter soll nun ihre Haftstrafe antreten, da sie ihre Tochter nicht „herausgibt“ an den Vater. Die Richter schreiben, die Mutter hätte das Kind „rechtswidrig entführt“. Das stimmt so nicht. Das Kind ist selbst zur Mutter geflohen. Stattdessen hat die Mutter den Vater immer wieder per Mail angeschrieben, er möge doch bitte Kontakt zu seiner Tochter herstellen, da sich ansonsten die Bindung weiter verschlechtern könnte.

Selbst das Jugendamt appelliert mittlerweile an den Vater

Selbst das Jugendamt forderte den Vater schon vor einem Jahr auf, „darüber nachzudenken“, ob das Mädchen künftig iim mütterlichen Haushalt leben dürfe. Ohne Erfolg. Auch die vom Gericht eingesetzte Verfahrensbeiständin setzte sich dafür ein, dass das Mädchen so bald als möglich wieder eine Schule besuchen kann, was derzeit angesichts des unsicheren Aufenthaltsortes nicht möglich sei, da das Kind Angst habe, von der Schule abgeholt und zum Vater gebracht zu werden. Auch sie attestiert dem Vater keinerlei Gesprächsbereitschaft. Sonja Howards Fazit: Das Kind hat Angst, zur Schule zu gehen, solange sie keine Garantie bekommt, mit Polizeigewalt herausgerissen zu werden. Das ist eine völlig legitime Furcht. Und dass sowohl der Vater als auch der Staat nicht hingehen und dem Kind die Angst nehmen und ihr versichern: Du bist sicher, wenn du in die Schule gehst, dann ist es der Staat und der Vater, die hier dem Kind eine gesunde Entwicklung verwehren und eben nicht die Mutter.“

2 Jahre Kontaktverbot zu ihre Töchtern droht nun der Mutter

Das Problem für Mutter und Kind: Wenn sie von der Polizei aufgegriffen werden, muss die Mutter nicht nur ins Gefängnis, sondern es wird ihr auch laut Gerichtsbeschluss für die nächsten zwei Jahre jedweder Kontakt zu den Töchtern verboten. „Es ist zwar blöd, dass wir jetzt kein Zuhause mehr haben, aber ich bin trotzdem froh, dass ich mit meiner Mama zusammen sein kann. Ich lebe lieber so, als zu meinem Vater zurückzugehen.“

Fatal: Es werden Urteile gemacht, die nicht von einer höheren Stelle korrigiert werden können

Der Fall sorgt bundesweit für Schlagzeilen. Die Soziologin Christina Mundlos hat ein Buch mit dem Titel geschrieben: „Mütter klagen an. Institutionelle Gewalt gegen Mütter und Kinder im Familiengericht“. Zudem hat sie Dienstaufsichtsbeschwerden gegen die Richter gestellt und eine Petition ins Leben gerufen, die den Titel trägt: „Stoppen Sie Kindeswohlgefährdungen durch das Oberlandesgericht Celle.“ Ich fordere mit meiner Petition eine Untersuchungskommission zur Untersuchung von Kindeswohlgefährdung am OLG Celle und eine Aufarbeitung vieler anderer Fälle.“ Die Soziologin hat ihre Recherchen an das  Justizministerium Niedersachsen weitergeleitet. Auf MDR-Nachfrage heißt es dort, dass man wegen der Unabhängigkeit der Richter keine Maßnahmen oder Evaluierungen einleiten werde.“ Das Problem: Im Familienrecht gibt es keine übergeordnete Instanz wie etwa den Bundesgerichtshof, die Urteile korrigieren könnte.

Tanja Meyer, frauenpolitische Sprecherin der Grünen in Niedersachsen, will nun unabhängige Anlaufstellen für Betroffene schaffen. „Das, was ich von der Familie weiß, erschüttert mich zutiefst, weil am Ende ein ganzes System hier versagt hat.“

Quelle: MDR

Link zum Filmbeitrag: Familienrecht: Wenn der Streit um das Sorgerecht eskaliert | MDR.DE

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Zum ersten, zum zweiten und zum dritten…

Zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten, so klingt es im Rathausfoyer, wenn die Stadtverwaltung Künzelsau zur traditionellen Fundsachenversteigerung einlädt.

Am Samstag, den 06. Mai 2023 um 12 Uhr kommt im Foyer des Rathauses Künzelsau unter den Hammer, was im Fundbüro nicht abgeholt wurde. Wie auch schon vor der Corona-Pause werden die Fundstücke von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Bürgerbüros präsentiert.

Gegenstände des alltäglichen Gebrauchs aber auch einige Kuriositäten können wieder zum kleinen Preis ergattert werden. Unter den Fundstücken befinden sich zahlreiche Kleidungsstücke aber auch Fahrräder. Interessenten und Mitbieter sind herzlich willkommen.

 




Vom Fernsehen direkt auf die Bühne nach Jagsthausen

Schauspieler Marc Schöttner tanzt und singt im Sommer als „Tony Manero“ in „Saturday Night Fever“ (von Robert Stigwood und Bill Oakes / In der neuen Version von Ryan McBryde / Deutsche Dialoge von Anja Hauptmann) durch den Burghof. Einem breiten Publikum ist er aus der ARD-Telenovela „Rote Rosen“ bekannt, für die er bis vor kurzem noch regelmäßig als „Philipp Durant“ vor der Kamera stand. Nun bringt er ab Samstag, den 10. Juni 2023 Discofeeling der 70er Jahre mit den legendären Hits der Bee Gees in den Burghof. Parallel dazu wird im Burghof bereits die Tribüne und Bühne aufgebaut, Schneiderei und Technik arbeiten auf Hochtouren und die ersten Probenstarts stehen kurz bevor.

Veraltete Männer-Frauen-Bilder

Marc Schöttner freut sich auf den Sommer 2023: „Ich freue mich darauf das Lebensbild der Jugend in Brooklyn, New York, der 1970er Jahre abbilden zu können und in die Discowelt jener Zeit mit viel Tanz eintauchen zu dürfen. Ebenso freue ich mich darauf veraltete Männer-Frauen Bilder abbilden zu können und damit vielleicht das Publikum zum Nachdenken zu bewegen.“

„Alles was zählt“

Marc Schöttner, 1986 in Wiesbaden geboren, absolvierte sein Schauspielstudium an der Hochschule für Musik und Theater in Rostock und unterbrach dieses für seine Rolle als „Lukas“ in der beliebten Fernsehserie „Alles was zählt“. Nach Abschluss seines Studiums und einer Weiterbildung in New York bei Susan Batson arbeitete Schöttner für zwei Jahre am Theater und gewann für seine Rolle als „Leonardos“ in Federico García Lorcas „Bluthochzeit“ den Nachwuchspreis für die beste Rolleninterpretation.

ARD-Telenovela

Schöttner ist bekannt für seine Auftritte in verschiedenen Fernsehserien und Filmen. Er spielte die Rolle des „Philip Durant“ in der ARD-Telenovela „Rote Rosen“ und war auch in anderen Serien wie „SOKO Stuttgart“, „Familie Dr. Kleist“ und „Rosamunde Pilcher“ zu sehen. Seit 2018 arbeitet er auch international und hatte Auftritte in US-Produktionen wie „Quantico“, „Hunters“ und „High Maintenance“. Neben seiner Schauspielkarriere engagiert sich Marc Schöttner auch für soziale Projekte und setzt sich für die Rechte von Kindern und Jugendlichen ein.

Umschwärmte Traumfrau

1976: Tony Manero, ein junger Italo-Amerikaner, arbeitet in einem Farbenladen in der New Yorker Vorstadt Brooklyn. Um seinem tristen Arbeitsalltag zu entfliehen, verbringt er jeden Samstagabend in der Disco „2001 Odyssey“. Der 19-Jährige träumt davon, Brooklyn zu verlassen und wünscht sich ein besseres Leben an der Seite eines schönen Mädchens. Vorerst jedoch kann er seine Sehnsüchte nur auf der Tanzfläche – als umjubelter Disco-King – ausleben. Seine große Chance sieht Tony in dem Tanzwettbewerb des „2001 Odyssey“. Doch bevor er sich auf dem Siegerpodest feiern lassen kann, muss er noch seine umschwärmte Traumfrau überzeugen, sich mit ihm aufs Parkett zu wagen … Ein Musical über Sehnsüchte, Freundschaft und die Suche nach Anerkennung mit den legendären Hits der Bee Gees!

Burgfestspiele bedankt sich bei seinen großen Sponsoren

Die Burgfestspiele Jagsthausen möchten sich auf diesem Wege für die große Unterstützung des Landes Baden-Württemberg, des Landkreises Heilbronn und der Gemeinde Jagsthausen bedanken. Ein aufrichtiger Dank gilt dem Hauptsponsor Adolf Würth GmbH & Co. KG, dem Sponsor ZEAG Energie AG, dem Förderverein „Freunde der Burgfestspiele Jagsthausen e. V.“, der SV SparkassenVersicherung, dem Deutschen Bühnenverein und der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien mit dem Förderprogramm „Neustart Kultur“.

Karten für alle Stücke gibt es online unter www.burgfestspiele-jagsthausen.de, per Mail unter info@burgfestspiele-jagsthausen.de, telefonisch unter 07943 912345 oder persönlich im TicketCenter.

 Quelle: Burgfestspiele Jagsthausen

 




Bus-Streik morgen

Hauptsächlich betroffen sind die Bereiche Krautheim, Boxberg, Lauda, Bad Mergentheim sowie Tauberbischofsheim (hier ggfs. Zubringerbusse auf andere Linien bzw. den Zug).

      Ganztägiger Warnstreik bei der SWEG am 26.04.2023

Die Gewerkschaft ver.di hat für Mittwoch, 26. April 2023, ihre Mitglieder bei der Südwestdeutschen Landesverkehrs-GmbH (SWEG)

und bei der SWEG Schienenwege GmbH zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Es ist deshalb im gesamten Verkehrsgebiet der SWEG

mit Fahrtausfällen sowohl im Bus- als auch im Bahnverkehr der SWEG zu rechnen.

Laut Mitteilung von ver.di sind auch die Standorte Dörzbach und Lauda von dem Warnstreik betroffen.

Betroffen wären demnach folgende Buslinien im Main-Tauber-Kreis:

851, 930, 933, 934, 937, 942, 943, 945, Stadtbus Bad Mergentheim (956, 957, 958) sowie ggf. die Regiobuslinie 19.

Die Linie 857 Leibenstadt-Adelsheim-Osterburken ist nicht von dem Warnstreik betroffen.

Detaillierte Informationen zu den Fahrtausfällen werden zu gegebener Zeit auf der SWEG-Website veröffentlicht. Auskünfte erteilt auch die SWEG-Servicezentrale unter Telefon 07821/9960770 oder info@sweg.de.

Mit Verspätungen und Beeinträchtigungen aufgrund hohen Verkehrsaufkommen auf den Straßen muss gerechnet werden.

Weitere Infos finden Sie unter https://www.sweg.de/de/ und https://bawue.verdi.de/presse/pressemitteilungen/++co++fb4d3ea0-e27e-11ed-aa74-001a4a160100

sowie auf unserer Homepage unter https://www.vgmt.de/




„Charme der Kleinheit“

Beim großen Festakt im Carmen Würth Forum am Freitag, den 21. April 2023, stellt Landrat Dr. Matthias Neth stellt den „Charme der Kleinheit“ des Hohenlohekreises in den Vordergrund seiner Betrachtung: „Wir können gestalten, weil sich jeder kennt. Wenn wir die Kleinheit als Chance sehen, dann kanns weitergehen.“

Man ist unter sich. Und das ist gut so.

Man spürt es an diesem Abend, der ein reines Schaulaufen zu sein scheint von Hohenloher:innen, die sich über die vergangenen Jahrzehnte einen Namen gemacht haben, dass jeder sich kennt, früher oder immernoch zwar teilweise Konkurrent ist, etwa im Wirtschaftslebem, aber dass man sich eben doch nach allen den Jahren und Jahrzehnten gemeinsam, schätzt. Man ist unter sich. Und das ist gut so.

Wer ist besser?

Wer erinnert sich nicht an das legendäre Interview von Albert Berner in der Heilbronner Stimme, als er sich mokierte, dass Reinhold Würth eben einfach nur die besseren Mitarbeiter hatte und deswegen wirtschaftlich an ihm vorbeizog – obwohl man hier sagen muss, auch die Familie Berner kann doch rundum zufrieden sein mit dem von ihnen Erreichten.

Legendärer Brandbrief

Wer erinnert sich nicht an den legendären öffentlichen Brandbrief von Reinhold Würth, als er vorrechnete, wie viel Geld es seine Firma kostet, wenn jeder Außendienstler während der Dienstzeit tankt und nicht davor oder danach.

Wer erinnert sich nicht an die jahrelangen rechtlichen Auseinandersetzungen um Steuerzahlungen zwischen der Firma Würth und der Stadt Künzelsau, bei denen am Ende Würth gewann.

Dieser Abend war zugleich auch ein Abschiednehmen von Althergebrachtem, ein wenig von unserem Landrat, der bald in das nächste Amt zur Sparkasse nach Stuttgart wechselt, aber viel mehr noch von den Grande Herren und auch den dazugehörigen Grande Damen, die den Grande Herren stets den Rücken freigehalten haben und sich für die sozialen Bereiche massiv eingesetzt haben – wie eine Carmen Würth und eine Ursula Berner. Der Hohenlohekreis wäre nicht halb so sozial aufgestellt ohne diese Frauen.

Junge Unternehmer

Die Hauptstraße der Kleinstadt Künzelsau würde heute sicher anders ausschauen ohne einen Reinhold Würth und eine Firma Würth im Hintergrund. Studenten, die das ländliche Gegend noch jung halten, die eine Pizzeria einfordern, coole Geschäfte von jungen Unternehmern. ein Nachtleben. Auch dadurch erstickt Künzelsau nicht im Kleinstadtmief. Es geht weiter mit einer jüngeren Generation. Bei den Berners und den Würths hat längst die nächste beziehungsweise übernächste Generation das Zepter in der Hand, junge Bürgermeister prägen die Städte und Gemeinden im Hohenlohekreis zusehends.

Geschäftsführer:innen, nicht mehr nur Geschäftsführer

Es gibt Geschäftsführerinnen, nicht mehr nur Geschäftsführer, auch wenn diese immernoch rar gesäht sind im Hohenlohekreis. Es liegt Veränderung in der Luft. Und das ist gut so.

Text: Dr. Sandra Hartmann