1

Wir suchen Dich!

Wir suchen dich! Du wohnst im Hohenlohekreis und bist öfter mal auf dem ein oder anderen Event? Du fotografierst gerne oder drehst mit Deinem Handy kurze Videosequenzen? Vielleicht hast du auch Lust zu schreiben.

GSCHWÄTZ sucht Leserreporter für öffentliche Veranstaltungen, Feste und Veranstaltungen. Das Ganze machst Du auch nicht kostenlos. Für jeden Einsatz erhältst Du 50 Euro.

Interesse? Dann melde dich bei uns und erzähle uns etwas von dir: info@gschwaetz.de; WhatsApp: 0172/68 78 474.




Übernachten in einer riesigen Seifenblase mitten im Wald

Man sieht sie derzeit immer häufiger im Wald aufpoppen – Bubble Tents – der neue deutschlandweite Trend, wenn es ums Glamping geht – also um das etwas hochwertigere oder andersartige Zelten. Dr. Sandra Hartmann durfte ein neues Bubble Tent testen und fuhr dafür in ein Naherholungsgebiet nach Ingolstadt.

Beeindruckend große Seifenblase

Die Bubble schaut von Weitem aus wie eine beeindruckend große Seifenblase. Kommt man näher, stellt man fest, dass es sich bei dem Bubble Tent um Weichplastik handelt, das beständig mit Luft gefüllt wird. Sprich: Zieht man den Stecker, würde es vermutlich sehr schnell in sich zusammensacken.

Tagsüber wie eine Sauna, abends eingekuschelt mit einer Heizdecke

Es gibt mehrere Bubble-Tent-Standorte in Deutschland. Je schattiger der Standort, umso besser. Denn sonst läuft man Gefahr, sich tagsüber in einer Sauna aufzuhalten. Sobald die direkte Sonneneinstrahlung weg ist, kühlt sich das Tent aber auch sehr schnell wieder ab. Abends kann es durchaus sein, dass man dafür eine Heizdecke braucht, auch in den Sommermonaten wie Juni. Aber damit kommt man dann sehr kuschlig-bequem durch die Nacht.

Morgens wird man von Vogelgezwitscher geweckt

Das Besondere des Tents ist dann auch wirklich die Nacht. Denn: Nachts sieht man das Weichplastik der Bubble nicht mehr und man hat wirklich das Gefühl, direkt unter dem Sternenhimmel umringt von Bäumen zu liegen. Man hört nur das leise Brummen des Luftgenerators. Morgens wird man – ungelogen – geweckt von Vogelgezwitscher. Man sollte daher die Nacht und auch den Morgen nutzen, in dem großen Doppelbett noch etwas länger liegen- und wachzubleiben, um der Natur zu lauschen und durch das bereitstehende Teleskop, nachts den Sternen noch etwas näher zu kommen.

Den Sternen noch etwas näher kommen

In Ingolstadt gibt es neben dem Bubble Tent noch eine selbst gezimmerte Campingküche aus Holz. Ein junges Paar vermietet das Tent für rund 200 Euro die Nacht. Hat man Fragen oder benötigt man noch irgendetwas, sind sie sofort zur Stelle. Service wird hier groß geschrieben. Back to basic heißt es hier, aber mit Stil, alles gehalten in Naturtönen mit möglichst wenig Eingriffen in die Natur. Es gibt hier Elektrizität in Form von 2 Steckdosen (für die Solardusche sowie eine Gefrierbox), aber kein fließend Wasser. Das wird mittels händischer Pumpe selbst befördert, was aber kein Problem ist. Ein Trocken-WC steht ebenfalls bereit – mit einem Eimer Sägespänen zum Darüberschütten daneben, das den Geruch neutralisiert. Mit einer Campingherdplatte kann man sich sein Essen warm machen (wenn man denn weiß, wie man Gaskartuschen wechseln kann, aber zum Glück gibt es ja Mister Google und die Besitzer:innen des Tents, die einem mit Rat und Rat zur Seite stehen ;-)) und am ebenfalls selbstgebauten Bartresen essen oder nicht weit entfernt am Baggersee mit seinen diversen gastronomischen Angeboten.

Wer gerne mal auf eine besondere Art die Natur erleben möchte, wird hier auf seine Kosten kommen.

Kontakt: Bubble Tent Deutschland – Book a Bubble – Übernachtung buchen (book-a-bubble.de)

Text: Dr. Sandra Hartmann

So schaut das Tent von innen aus. Foto: GSCHWÄTZ

Am Tresen lässt es sich gemütlich Verweilen. Foto: GSCHWÄTZ

Lauschiges Plätzchen zum Abschalten. Foto: GSCHWÄTZ

Die Campingküche ist auch mit Tellern, Tassen, Gläsern, Wasser, einem Campingherd und einer Kühlbox ausgestattet. Foto: GSCHWÄTZ

Das Bubble Tent steht mitten im Naherholungsgebiet bei Ingolstadt. Foto: GSCHWÄTZ




Feuer unterm Hintern

Unsere Leser-Reporter Sabrina und Johannes Stock aus Ernsbach waren für uns unterwegs in den schnuckligen Gassen von Forchtenberg bei der Nacht der Keller am Freitag, den 02. Juni 2023. Hier gibt’s die ersten Bilder dieses beliebten Events:

Werde auch Du Leserreporter und lasse uns teilhaben an deinen lokalen Veranstaltungen, die du besuchst oder an denen du aktiv mitmachst. Wir freuen uns über Bilder und Videos, die wir veröffentlichen dürfen.

Schickt uns eure Fotos und Videos an: info@gschwaetz.de oder via WhatsApp: 0172/68 78 474.




Als Kuh verkleidet geht sie verbal radikal gegen Fleischesser vor

Raffaela Raab tötet in ihrem Video mit einer Spritzpistole ein „Burgertier“ in Form eines Menschen in Badehose, um es anschließend – vermeintlich – zu essen. In einem weiteren zieht sie einen in einem Kuhkostüm verkleideten Mann von einer Kuh weg. Das soll das Kälbchen suggerieren, da von seiner Mama weggenommen wird, damit Menschen die Milch bekommen, die eigentlich die Mutterkuh für ihr Kind produziert. Auch selbst steigt sie des Öfteren in der Öffentlichkeit in ein Kuhkostüm, um dem Fleischkonsum den Kampf anzusagen.

Tiere sind Lebewesen wie Menschen

Die 27-Jährige mit dem brauen Bubikopf und den großen Kulleraugen aus Wien stammende Ärztin, die in München studiert hat, möchte mit ihren Videos, in denen sie auch immer wieder mit ihr unbekannten Menschen auf der Straße und bekannten deutschen Social Media Stars diskutiert, zeigen, dass Tiere Lebewesen wie Menschen sind, die es nicht zu töten gilt.

Sie ha damit in kürzester Zeit eine hohe Reichweite erzielt, nennt sich dabei die „militante Veganerin“ und verbreitet mit ihren Videos im Netz zwiespältige Gefühle. Die einen sehen in ihr ein Vorbild für ein Leben ohne den Verzehr von tierischen Produkten, die anderen können über sie nur den Kopfschütteln oder spüren sogar eine innere Wut gegen sie und ihre Handlungen, wie es in diversen Kommentaren von ihren Followern (darunter anscheinend auch zahlreiche Kritiker) zum Ausdruck kommt.

Heftiges Video

In einem Video greift die studierte Ärztin etwa massiv eine Familie mit Kindern, warum sie „Mörder“ seien, Tiere quälen und dann sie und deren Produkte wie Milch genussvoll zu verzehren. Sie benutzt markige Wort, die aufrütteln sollen, aber Kinder evenuell verstören können. „Wenn du noch nicht vegan bist, bitte beende deine Gewalt an Tieren und lebe ab jetzt vegan.➡️ Schau dir hier das 8-Minuten Video „WARUM VEGAN?“, wiederholt sie oft und verweist dabei auf ein Video, dass zeigt, wie „Leichtenteile“ im Supermarkt verkauft werden, sprich: Fleisch. Es zeigt aufgehängte kleine Küken, eingepferchte Schweine, tote Kühe. $0 Millionen eScheine werden laut Raab in Gaskammern gesteckt und so getötet. Videosequenzen sind davon ebenfalls in dem Video zu sehen. Der „Holocaust der Tier“ sei das, so Raab und steht für diese Wortwahl umso mehr in der Kritik, weil sie damit den Massenmord an jüdischen Menschen unter Adolf Hitler gleichsetzt mit dem Massenmord von Tieren.

„Holocaust der Tiere“

Sie diskutiert mit Ukrainerinnen, dass nicht nur gegen Menschen Krieg geführt wird, sondern auch gegen Tiere. „Das sind auch Leute, nur mit anderen Kulturen und Sprachen, Tierleute. Die fühlen genauso wie die Menschenkinder und dann führen wir Kriege gegen sie. Vegan sein bedeutet, keinen Krieg zu führen.“ Ergo: „Wenn man gegen Krieg ist, muss man vegan sein und darf auch keinen Krieg gegen Tiere fühlen.“

„Tiere sind nicht zum essen da. Nur weil das jahrhundertelang so praktiziert wurde.“, Deshalb muss es nicht richtiger sein. „Wir sind nicht zivilisiert im Umgang mit Tieren“, lautet daher ihr Fazit. Wir schlitzen ihnen die Kehle auf. Nur weil das ein Löwe macht, müssen wir uns nicht auch so verhalten. Wenn jemand mit ihr über „Nutziere“ spricht, fragt sie, ob derjenige auch den Begriff Nutzmenschen kennt? Das bedeute nichts anderes, als Sklave für andere Menschen zu sein.

Wohl der Menschen steht eben nicht über allen anderen Lebewesen auf der Erde

Damit steht Raab, so der Stern in einem Artikel über sie,  für die Kritik am so genannten Speziesismus, zu dem Veganer wie Raffaela Raab all jene zählen, die das Wohl des Menschen über alle anderen Lebewesen auf der Erde stellen. „Als ich das verstanden habe, habe ich plötzlich überall Tierleichen und Mörder gesehen.“

Weitere Videos, etwa auf TikTok, dort hat Raab über eine halbe Million Follower, gibt es hier zu sehen:

Die Militante Veganerin (@diemilitanteveganerin3) | TikTok

 

 




Kinder, Kinder

Niedernhall ruft zum 12. Weltkinderfest in Hohenlohe.

Am 17. Juni 2023 lädt die Stadtverwaltung von 11.30 bis 16.30 Uhr Kinder mit ihren Familien auf das Schulgelände ein. Es locken Vorführungen, Spielstationen, Workshops und ein buntes Bühnenprogramm.

Auch GSCHWÄTZ wird vor Ort sein und für Euch darüber berichten.




Es geht down under

Am Wochenende wird es wieder voll in Forchtenbergs Gassen. Am 02. und 03. Juni 2023 lädt Forchtenberg zur Nacht der Keller ein.

An 13 Stationen können Besucher:innen Live-Musik genießen und oder tanzen, essen und trinken. Bekannte Bands wie keel alive spielen auf.




Auffahrunfall auf der B19

Bei einem Unfall am Dienstagvormittag, den 30. Mai 2023, auf der Bundesstraße B19 bei Kupferzell wurde eine 62-jährige Golf-Fahrerin leicht verletzt. Das berichtet die Polizei. Die Frau fuhr gegen 09 Uhr auf der B19 von Kupferzell in Richtung Künzelsau. Hier stockte der Verkehr, weshalb ein vor ihr fahrender 42-Jähriger mit seinem VW Caddy abbremsen musste.

Dies bemerkte die Frau wohl nicht mehr rechtzeitig und fuhr mit ihrem Golf auf den Caddy auf. Es entstand ein Sachschaden von rund 1.500 Euro. Die 62-Jährige wurde zur Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht. Ihr Auto wurde abgeschleppt.

Quelle: Polizeipräsidium Heilbronn




Tödlicher Verkehrsunfall in Oberkessach

Ein tödlicher Verkehrsunfall hat sich am Mittwochabed, den 31. Mai 2023, in Schöntal-Oberkessach ereignet.

Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei fuhr ein 42 Jahre alter Mann auf einem Traktor von Widdern-Unterkessach kommend auf die Kreisstraße 2380.

In der Nähe von Oberkessach wollte der Traktorfahrer nach links abbiegen. Ein 55-jähriger Mopedfahrer kam ihm aus Oberkessach kommend auf der Landstraße entgegen. Der 55-Jährige prallte gegen den Traktor. Er erlag an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen.

Die Polizei zog einen Sachverständigen zur Klärung des genauen Unfallhergangs hinzu.

Die Kreisstraße zwischen Unter- und Oberkessach war während der Unfallaufnahme für einige Stunden gesperrt.




Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Arabisch, Ukrainisch und Deutsch

Das Moderatorenteam des Sprachenstammtischs Café International lädt zum nächsten Sprachenstammtisch am Donnerstag, 1. Juni 2023 von18 bis 20 Uhr im Bistro-Café Oxn in Künzelsau ein. Seit Mai wird der Sprachenstammtisch an jedem ersten und dritten Donnerstag im Monat angeboten.

Im OXN

Die Moderator:innen sich über Sprachinteressierte und Muttersprachler, die sich bei einem Getränk zum Plaudern an den Tischen einfinden. Vom muttersprachlichen Team werden in der Regel folgende Sprachen angeboten: Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Arabisch, Ukrainisch und Deutsch.

Die nächsten Sprachenstammtische finden statt am 15. Juni, 6. und 20. Juli 2023.

 

Zum Foto:

Das Moderatorenteam des Sprachenstammtischs. Foto Stadtverwaltung Künzelsau.

 

 




Die Herren von Stetten und von Hohenlohe konnten sich mal so gar nicht leiden

Sie stehen für jahrhundertelangen Frieden in Künzelsau: die Burgfriedenssteine. Nach mehr als fünf Jahrhunderten hat sich Wolfgang von Stetten entschlossen, diese bedeutenden Zeugen der Vergangenheit nachbilden zu lassen, bevor der Anlass für ihre Aufstellung völlig in Vergessenheit gerät. Grund war nämlich der Burgfriedensvertrag. Vor 530 Jahren, am 10. Mai 1493, ist nämlich mit ihm eine der wichtigsten Vereinbarungen in der Geschichte von Künzelsau besiegelt worden ist. Daran waren die Herren von Schloss Stetten maßgeblich beteiligt. Den Bezirk, in dem dieser Frieden Gültigkeit hatte, markierten die so genannten Burgfriedenssteine. Nun sollen die Steine als dauerhafte Erinnerung mit Zustimmung der Stadt rekonstruiert und wieder aufgestellt werden.

Kampf zwischen den Grafen von Hohenlohe und den Herren von Stetten

Der Burgfriedensvertragsbezirk wurde festgelegt mit vier Burgfriedenssteinen, die jeweils die Wappen der Herren von Stetten, der Grafen von Hohenlohe, der Reichsstadt Hall und des Erzbischofs von Mainz trugen. Diese Steine sind in den Jahrhunderten verwittert oder abhandengekommen. Ein Stein steht noch auf dem Künzelsauer Friedhof, ein anderer in Schloss Stetten.

Künzelsau war ein Ganerbendorf

Die ersten zwei Sandsteinblöcke liegen schon bei Steinhauer Georg Stier in Hermuthausen bereit. An den vier Seiten werden die Wappen der damaligen Vertragspartner angebracht. Die Stadtverwaltung hat zugestimmt, dass die Grenzsteine nach Fertigstellung im Gedenkjahr dort aufgestellt werden, wo sie früher standen. Das war an den Zugangsstraßen nach Künzelsau – an der Gaisbacher, der Morsbacher und der Amrichshäuser Straße sowie am Zollstock. Der Startschuss für die historische Initiative ist in der Werkstatt von Stier gefallen im Beisein von Bürgermeister Stefan Neumann.

Künzelsau war ein Ganerbendorf, das heißt mehrere Eigentümer teilten sich sieben Anteile. Zunächst waren das die Herren von Künzelsau und die Herren von Bartenau. Im Laufe der Zeit kauften und erbten die Ritter von Stetten vier Anteile und waren damit lange größter Anteilseigner. Um die Macht gab es immer wieder Streit zwischen den Herren von Hohenlohe und den Rittern von Stetten.

Um die Macht gab es immer wieder Streit zwischen den Herren von Hohenlohe und den Rittern von Stetten.

Hohenlohe versuchte Rechte von Künzelsau in ihre Residenzstadt Ingelfingen zu ziehen. Dagegen wehrte sich Stetten mit den Bürgern von Künzelsau. So wurde Künzelsau auch in die Tierberger Fehde von 1474 bis 1491 zwischen den Grafen von Hohenlohe und den Rittern von Stetten einbezogen. In Künzelsau erschallte der Ruf „Hi Stetten“, aus Ingelfingen schallte es zurück „Hi Hohenlohe“. In diese Phase fiel der Verkauf des Anteils von Kilian von Stetten an den Erzbischof Berthold von Mainz. Für Wolfgang von Stetten „ein kluger Schachzug, denn man hatte einen guten Bundesgenossen gefunden“.

Künzelsau kriegsfrei

Der Erfolg war die Unterzeichnung eines Burgfriedensvertrages am 10. Mai 1493 in Amorbach durch Erzbischof Berthold von Mainz, Graf Krafft VI von Hohenlohe, den Bürgermeister der Reichsstadt Hall sowie acht Ritter von Stetten. Die wichtigste Regel war, dass sich die Ganerben verpflichteten, Künzelsau aus allen Streitigkeiten, Kriegen oder Fehden herauszuhalten, wenn eine der Parteien beteiligt war. Damit war Künzelsau über 300 Jahre frei von Kriegsbeteiligungen.

Quelle: Stadt Künzelsau

Zu den Fotos:

Ein alter Burgfriedensstein steht auf dem Friedhof in Künzelsau:

Steinmetz Georg Stier, links, fertigt die Burgfriedenssteine neu. Der Startschuss für die historische Initiative ist in seiner Werkstatt gefallen, im Beisein von Bürgermeister Stefan Neumann und Wolfgang von Stetten, rechts.

Steinmetz Georg Stier, links, fertigt die Burgfriedenssteine neu. Der Startschuss für die historische Initiative ist in seiner Werkstatt gefallen, im Beisein von Bürgermeister Stefan Neumann und Wolfgang von Stetten, rechts.