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Blick hinter die Kulissen

Um sein 50-jähriges Bestehen gebührend mit allen Bürger:innen, lädt das Landratsamt Hohenlohekreis zu einem Tag der offenen Tür ein. Am Sonntag, den 16. Juli 2023, von 10 bis 17 Uhr haben die Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, hinter die Kulissen des Landkreises zu schauen und an zahlreichen Aktivitäten teilzunehmen. Die Veranstaltung findet im Landratsamt, Allee 17, in Künzelsau sowie auf der Außenfläche rund um die Gebäude A, B und D des Landratsamtes statt.

„Wir freuen uns auf einen tollen Tag mit der Bevölkerung“

Landrat Dr. Matthias Neth zeigt sich begeistert und betont: „Wir freuen uns auf einen tollen Tag mit der Bevölkerung. Über 26 Bereiche präsentieren ihre Arbeit und laden bei spannenden Aktionen ein, dass man ins Gespräch kommt.“ Der Tag der offenen Tür bietet den Besucher:innen eine Vielzahl von Möglichkeiten den Landkreis sowie seine vielfältigen Aufgabenfelder und Bereiche kennenzulernen.

„Knack‘ die Kreiskass“

Dabei werden sowohl Mitmachaktionen wie „Knack die Kreiskass’“ oder eine Körpergrößenmessung angeboten, aber auch Informationsstände, an denen man sich über aktuelle Projekte, Aufgaben oder beispielsweise auch die richtige Abfalltrennung informieren kann.

Kinderschminken, Glücksrad, Hüpfburg

Ein abwechslungsreiches Kinderprogramm mit Bastelaktionen, Schminken, einem Glücksrad und einer Hüpfburg sorgt für Begeisterung bei den jüngsten Besuchern. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, den Tag bei einer Kutschrundfahrt zu genießen oder wer etwas mehr PS mag schaut bei den großen Fahrzeugen der Blaulichtorganisationen und dem Bagger oder LKW des Straßenbauamtes vorbei.

Jonglage-Theater

Auf der Bühne erwartet die Gäste ein buntes Programm mit Musik, Tanz und Jonglage-Theater. Die offizielle Begrüßung durch Landrat Dr. Matthias Neth ist um 10.15 Uhr.

Zudem besteht die Möglichkeit, tolle Preise zu gewinnen. Besucher:innen können an den Aktionen der Ämter Stempel sammeln und damit an einer Verlosung teilnehmen. Die Gewinner:innen werden zeitnah ausgelost. Ein Rundgang durchs Gebäude bzw. gesamte Gelände ist ausgeschildert.

Iranische Speisen

Der Hohenlohekreis ist auch ein bedeutender Arbeitgeber in der Region und bietet interessante berufliche Perspektiven in verschiedenen Fachbereichen. Am Tag der offenen Tür haben Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, sich über die verschiedenen Arbeitsbereiche des Landkreises zu informieren und mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ins Gespräch zu kommen. Vorgestellt werden nicht nur die Tätigkeiten der Ämter, sondern auch mögliche Einstiegs- und Aufstiegsmöglichkeiten sowie Benefits für die Mitarbeitenden.

Für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt. Es gibt eine vielfältige Auswahl an kulinarischen Genüssen darunter iranische Speisen, badische Backwaren, eine Vielfalt an Knödel und erfrischendes Landeis.

Parkplätze

Die Straße „Allee“ wird am Sonntag, 16. Juli 2023, aufgrund der Veranstaltungen gesperrt sein. Der Parkplatz vor dem Kaufland ist über die Seestraße erreichbar. Bezüglich Parkmöglichkeiten wird auf die öffentlichen Parkplätze verwiesen.

 

 

 




Diak in Schwäbisch Hall gehört zu den besten deutschlandweit

Das Diakoneo Diak Klinikum Schwäbisch Hall hat gleich in zwei Fachgebieten die Experten des Instituts überzeugt. Sowohl die Klinik für Gefäßchirurgie mit Chefarzt Prof. Dr. med. Claus-Georg Schmedt als auch die Klinik für Plastische, Ästhetische und Handchirurgie mit Chefarzt Dr. med. Florian Schober, haben bei der Auswertung fachlicher und „emotionaler“ Kriterien hohe Punktzahlen erreicht.

Krankenhauslandschaft im Umbruch

Das F.A.Z.-Institut hatte Experte beauftragt, Krankenhäuser in Deutschland anhand der jährlichen Qualitätsberichte, aber auch anhand von Patientenbewertungen einzuordnen. Ausgewertet worden sind „Gesamtzufriedenheit“, „medizinische Versorgung“, „Pflege“ und „Organisation“. Das Diak Klinikum ist mit Bewertungen von fast 76 und 85 Punkten im oberen Feld des Rankings gelandet.

„Unsere Mitarbeitenden leisten außergewöhnliches, um die gute Versorgung unserer Patienten sicherzustellen“

Die Experten weisen ausdrücklich auf die besonderen Umstände im Gesundheitswesen hin. Die Krankenhauslandschaft sei im Umbruch. Die Häuser kämpften mit Personalausfällen und dadurch bedingt Verschiebungen von medizinischen Eingriffen. „Gerade deshalb ist diese Auszeichnung für uns ein besonderes Lob“, sagt Christoph Rieß, Geschäftsführer des Diak Klinikums in Schwäbisch Hall. „Unsere Mitarbeitenden leisten Außergewöhnliches, um die gute Versorgung unserer Patienten sicherzustellen.“

Die Auszeichnung sei Ergebnis ihrer exzellenten Arbeit. „Deshalb setzen wir uns auch auf politischer Ebene dafür ein, dass diese Leistung entsprechend gewürdigt wird“, so Rieß, der darauf drängt, die offenen Fragen der Gesundheitsreform schnellstmöglich zu lösen um den Mitarbeitenden die bestmöglichen Arbeitsbedingungen zu ermöglichen. „Am meisten hilft uns handfeste Unterstützung, und die möglichst schnell“, so Rieß.

Das Diakoneo ist mit über 11.000 Mitarbeitenden und einer Gesamtleistung von ca. 800 Millionen Euro ein diakonisches Sozial- und Gesundheitsunternehmen. Als eines der größten diakonischen Unternehmen in Deutschland bietet das Diakoneo rund 190.000 Menschen umfassende Leistungen in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Pflege, Wohnen, Assistenz, Arbeit und Spiritualität. Mehr Informationen unter: www.diakoneo.de




Krappenstecherfest und buntes Festprogramm bei Continental, ehemals Hornschuch

Am Samstag, den 01. Juli 2023, und Sonntag, den 02. Juli 2023, lädt die Gemeinde Weißbach zum 12. Krappenstecherfest ein und Continental zum 125-jährigen Standortjubiläum. Zum ersten Mal lässt sich der Weltkonzern hinter die Kulissen schauen und öffnet seine Pforten für Besucher:innen mit einem bunten Programm für jedes Alter.

Hier geht es direkt zum Programm:

Programmheft_Krappenstecher_2023_2023-06-06.indd (gemeinde-weissbach.de)

Am Samstagabend spielt ab 10 Uhr Shadows Revenge. Morgen gibt s von der Jugendfeuerwehr von 12 bis 16 Uhr eine Spielstraße. Nachmittag spielt die Band The Sunlights. Ein Flohmarkt, organisiert von der evangelischen Kirchengemeinde, lädt zum Bummeln ein.

Am Sonntag hat Continental, ehemals Hornschuch, von 10 bis 17 Uhr Tag der offenen Tür. Hier wartet ebenfalls ein buntes Programm auf die Besucher:innen. Gabelstaper-, und Feuerwehrspiele, Kickboxen, Ponyreiten – für die jüngeren Besucher:innen bietet das Unernehmen ein reichhaltiges Programm. Die größeren dürfen gespannt sein auf Werksführungen, Ausstellungen und Präsentationen.




Beste Golfer:innen in Baden-Württemberg

Die Spannung und schließlich Freude bei der Siegerehrung des Bundeswettbewerbs Jugend trainiert für Olympia konnte auf dem Golfplatz Hetzenhof nicht übertroffen werden. Das Golfteam der Freien Schule Anne-Sophie, nach dem Gewinn der Ausscheidungswettkämpfe als viertbeste Mannschaft angereist, stand plötzlich auf dem „obersten Treppchen“ und wurde als beste Golfmannschaft der Schulen in Baden-Württemberg ausgezeichnet. Die Überraschung war perfekt und Julia Strecker, Gregor Angrick und Tassilo Hohenlohe feierten ihren bisher größten Erfolg.

Im Wettkampf IV waren neben den Künzelsauern die Favoriten aus St. Leon Rot, Königsfeld und Wiesloch am Start. Schon auf der ersten Bahn überraschten die Spielführerin Julia Strecker mit ihren Teamkollegen Gregor Angrick und Tassilo Hohenlohe. Sie erreichten hier, wie an sieben weiteren Bahnen die Idealpunktzahl. Ihr Coach Wolfgang Schiele war von den hervorragenden Schlägen auf dem bisher noch unbekannten Platz sehr angetan. „Es hat alles gepasst und die Jugendlichen sind in ihrem Heimatverein, dem Golfclub Heilbronn-Hohenlohe bestens ausgebildet,“ war sein klares Fazit.

Bei der Siegerehrung erhielt die FSAS-Mannschaft die von der Kultusministerin Theresa Schopper unterschriebene Urkunde und wurde in das „Team Baden-Württemberg“ mit der dazu passenden Sportjacke ausgezeichnet.

Quelle: Freie Schule Anne Sophie

Foto: Wolfgang Schiele

Bildunterschrift: Siegerehrung für die beste Golfmannschaft Baden-Württembergs

 




Künzelsau feiert das Fest der Feste

Das Highlight im Künzelsauer Sommer kündigt sich an: von Freitag, den 14. Juli 2023, bis Sonntag, den 16. Juli 2023, findet das Künzelsauer Stadtfest statt.

Los geht es beim traditionellen Fassanstich mit Bürgermeister Stefan Neumann am Freitag, den 14. Juli um 17 Uhr auf der Bühne am Unteren Markt. Tausende Besucher:innen werden wieder über das Wochenende erwartet. Drei Tage herrscht ausgelassene Stimmung und gibt es gemütliches Beisammensein in der Innenstadt. Auf fünf Bühnen – vom Oberen Bach durch die Hauptstraße bis zum Unteren Markt – können die Gäste Musik hören, tanzen und sich kulinarisch von den Vereinen verwöhnen lassen. Das Fest steht ganz im Zeichen der Vereine. Seit Monaten tüfteln die rund 30 Vereine und Gruppen an ihrem Cateringangebot und mobilisieren Mitglieder, um das Stadtfest gemeinsam mit der Stadtverwaltung Künzelsau alle zwei Jahre auf die Beine zu stellen. Erfrischende Getränke, Kaffee und Kuchen, Deftiges von Tornadokartoffeln, Burgern über Currywurst und Pommes dürfen beim Stadtfest nicht fehlen.

Tausende Besucher:innen erwartet

„Zum Fest der Feste lade ich Sie alle herzlich ein“, so Bürgermeister Stefan Neumann. „Nach der langen Pause kann ich das Stadtfestwochende kaum erwarten und freue mich auf die ausgelassene Stimmung und das Gewusel in der Stadt. Die Anwohnerinnen und Anwohnern bitten wir schon im Voraus für Verständnis der ein oder anderen Einschränkung.“

Sponsoren

So ein Fest ist nur dank der Sponsoren möglich: Adolf Würth GmbH & Co. KG, Albert Berner Deutschland GmbH, Christian Bürkert GmbH & Co. KG., GEMÜ Gebr. Müller Apparatebau GmbH & Co. KG, Sparkasse Hohenlohekreis, Volksbank Hohenlohe eG und ZIEHL-ABEGG SE.

Veranstaltungszeiten

Freitag, 14. Juli 2023 von 17 bis 2 Uhr

Samstag, 15. Juli 2023 von 11 bis 2 Uhr

Sonntag, 16. Juli 2023 von 10 bis 18 Uhr

Buntes Bühnenprogramm

Auf den fünf Bühnen gibt es Showvorführen von Tanz- und Rope-Skipping- Gruppen, Märchenerzähler und Kindertheater für die kleinen Gäste, Poetryslam und eine jede Menge Live-Musik für jeden Geschmack. Rund 35 Bands, Solokünstler und Musikkapellen aus der Region sorgen auf den Bühnen am Unteren Markt, am Alten Rathaus, in der oberen Hauptstraße, in der Stuttgarter Straße sowie am Oberen Bach für beste Stimmung. Stammgäste wie die TETs, Lazy Monkeys, New Discovery und Annâweech sowie Newcomer-Bands treten beim Stadtfest auf. Die Bühne am Oberen Bach wird durch den Jugendkulturverein Kokolores bespielt, die am Stadtfestwochenende 30-jähriges Bestehen mit einem vielseitigen Programm feiern. Das ausführliche Bühnenprogramm ist zu finden unter http://www.kuenzelsau.de/stadtfest .

Spiel-Parcours, Kletterwand, Fechttool, Ritt auf eienr Tigerente, Ritter spielen auf Schloss Stetten

Rahmenprogramm bietet eine große Auswahl Nicht nur kulinarisch haben die Vereine einiges zu bieten – sie sorgen auch für ein attraktives Rahmenprogramm. Das ganze Wochenende über können sich Gäste an der Kletterwand vom Deutschen Alpenverein ausprobieren, sich am Fechttool am Stand von FC Würth Künzelsau testen, beim Stand von Kokolores auf einer Tigerente reiten oder sich als Ritter und Burgfräulein beim Stand von Schloß Stetten fotografieren lassen. Am Freitag kommen Jugendliche beim Spiel-Parcours am Jugendzentrum auf ihre Kosten. Am Samstag und Sonntag wird auf dem Vorplatz der Volksbank eine Hüpfburg aufgebaut. Am Stand des Vereins StadtGeschichte gib es eine Ausstellung und ein Quiz zum 20-jährigen Vereinsjubiläum sowie eine Tischkegelbahn.

Lese-Sing-Show, Papierschöpfen, Origamifalten

Am Samstag und Sonntag findet „Café im Takt“ von der Jugendmusikschule und Volkhochschule Künzelsau rund um das Hermann-Lenz-Haus statt, wo wieder verschiedene Ensembles für musikalische Umrahmung sorgen. Am Samstag um 16 Uhr sowie Sonntag um 14 Uhr wird die Lese-Sing-Show „Dachs und Rakete. Ein Haus voller Freunde“ mit Kinderbuchautor Jörg Isermeyer im Kulturhaus Würth aufgeführt. Zum 925-jährigen Stadtjubiläum werden im und beim Alten Rathaus angeboten: Am Samstag ab 14 Uhr Papierschöpfen und um 18 Uhr ein Vortrag von Stefan Kraut; am Sonntag ab 15 Uhr Origami-Falten.

Chor

Traditionell findet am Sonntagmorgen um 10 Uhr ein ökumenischer Gottesdienst auf der Bühne am Alten Rathaus statt. Ab 11 Uhr lädt Kokolores zum Weißwurstfrühstück am Oberen Bach ein. Ebenfalls am Sonntag findet im Landratsamt Hohenlohekreis, Allee 17, ein Tag der Offenen Tür von 10 bis 17 statt. Eine Spielstraße gibt es sonntags rund um die Johanneskirche, ein Chorkonzert mit Künzelsauer Chören im Hof des Schlossgymnasiums.

Nachhaltigkeit

Die Vereine bieten in diesem Jahr überwiegend Essen auf die Hand oder auch in Mehrwegbehältern an, damit so wenig Verpackungsmüll wie möglich entsteht. Nach dem Motto „Einmal ohne, bitte“ dürfen Gäste auch eigene Essensbehälter mitbringen und sich an den Ständen mit leckerem Essen befüllen lassen.

Shuttlebus und Bergbahn

Die Künzelsauer Bergbahn fährt ab Freitag, 17 Uhr bis Sonntag, 20 Uhr für alle Besucher:innen kostenlos, wie gewohnt im 15-Minuten-Takt. Die Betriebszeit wird in der Nacht von Freitag und Samstag auf 2 Uhr verlängert.

Am Freitag und Samstag wird ein Shuttlebus eingerichtet, der die Besucher:innen und Besucher des Stadtfests aus der Umgebung in die Kernstadt und wieder nach Hause bringt. Zwischen 19 und 21 Uhr fahren die Busse aus Richtung Kupferzell, Garnberg, Nitzenhausen und Forchtenberg und ab 23 Uhr wieder zurück. Die Haltestelle in der Künzelsauer Kernstadt befindet sich in der Austraße. Bei den Rückfahrten werden alle Haltestellen nur zum Ausstieg bedient. Der Shuttlebus kann in diesem Jahr kostenlos dank der Sponsoren angeboten werden:

Sponsoren

Gemü-Linie (Linie 1: Richtung Kupferzell) . frigoclim-Linie (Linie 2: Richtung Garnberg) . Würth-Linie (Linie 3: Richtung Nitzenhausen) . Volksbank-Linie (Linie 4: Richtung Forchtenberg) Der genaue Fahrplan ist auf http://www.kuenzelsau.de/stadtfest zu finden.

Straßensperrung

Bereits ab Donnerstagabend, den 13. Juli 2023 ist das Festgelände in der Künzelsauer Innenstadt ab 18 Uhr für den Aufbau gesperrt. Der Wochenmarkt am 14. Juli findet auf den Wertwiesen statt. Die Sperrung bleibt bis Sonntagnacht, 24 Uhr, bestehen. Als Festgelände sind die Stuttgarter Straße ab Allee-Kreuzung, die Komburgstraße ab Kreuzung Oberer Bach bis Comburg-Apotheke, der Obere Bach, die Hauptstraße, die Schnurgasse und Scharfengasse zwischen Hauptstraße und Burggasse, die Schlossgasse, sowie der Kirchplatz unmittelbar vor dem Hermann-Lenz-Haus vorgesehen. In der Keltergasse gilt absolutes Parkverbot.

Die Oberamteistraße ab der Einfahrt Konsul-Uebele-Straße Richtung Keltergasse wird zusätzlich ab Freitag, 14. Juli ab 16 Uhr bis Sonntag, 16. Juli, 24 Uhr gesperrt.

Die Haltestelle „Bären“ wird in die Austraße verlegt.

Die Stadtverwaltung sorgt in enger Zusammenarbeit mit der Polizei, der Feuerwehr, einer externen Securityfirma und dem Deutschen Roten Kreuz für die notwendige Sicherheit über das Stadtfestwochenende.

Fotos: Olivier Schniepp, Foto Linke GmbH.

 

 

 




400.000 Euro für Unicef

Im Rahmen einer weltweiten Aktionswoche unterstützte die Würth-Gruppe das UN-Kinderhilfswerk UNICEF und spendete zugunsten eines Hilfsprogrammes, das Kindern in Sri Lanka Zugang zu qualitativ hochwertiger Bildung und psychosoziale Unterstützung ermöglicht.

Weltweite Aktionswoche ermöglicht Spende

 

Zum sechsten Mal übergab Würth einen Spendenscheck an UNICEF. Anlässlich der weltweit durchgeführten RW WORKOUT-Woche, bei der Innen- und Außendienst zusammenarbeiten, wurden vom Unternehmen insgesamt 400.000 Euro zusammengetragen.

 

„Kinder sollen ihre Fähigkeiten voll entfalten können. Dafür benötigen sie uneingeschränkten Zugang zu Bildung. Mit der Spende für Schulen in Sri Lanka möchten wir einen Beitrag dazu leisten, Kindern einen regelmäßigen Schulbesuch zu ermöglichen sowie Schulmaterialien und Mahlzeiten für sie bereit zu stellen“, so Bettina Würth, Vorsitzende des Beirats der Würth-Gruppe und Mitglied des Vorstands von UNICEF Deutschland, über das Engagement des Unternehmens.

 

Sri Lanka – Bildung und psychosoziale Unterstützung

 

Die Spende kommt dem UNICEF-Programm „Kinder im Zentrum der Krise: Bildung und psychosoziale Unterstützung in Sri Lanka“ zugute. Das Land leidet neben der Wirtschafts- und Energiekrise auch unter häufig auftretenden Naturkatastrophen, was die Grundbedürfnisse vieler Familien und insbesondere der Kinder bedroht. Hinzu kommt, dass der Großteil der Schulen im Jahr 2022 geschlossen blieb. Der fehlende Zugang zu Schulbildung und die wirtschaftliche Krise bedrohen außerdem die psychische Gesundheit der Kinder.

 

Dank der Spende erhalten Kinder Lernmaterialien wie Stifte, Hefte und Arbeitsblätter. Zudem werden Schulen insbesondere in armen Gegenden darin unterstützt regelmäßige Mahlzeiten anzubieten. Einen weiteren Schwerpunkt legt das Programm in enger Zusammenarbeit mit dem Bildungsministerium auf qualitativ hochwertige Bildung durch Schulungen und Weiterbildungsmaßnahmen für Lehrkräfte. Die Spende kommt außerdem der psychischen Gesundheit und psychosozialen Unterstützung der Kinder zugute. Die Maßnahmen sollen Kindern helfen, in Zeiten der Krise wieder Mut zu fassen und nach vorne zu schauen.

 

Georg Graf Waldersee, Vorstandsvorsitzender UNICEF Deutschland, sagte: „Wir möchten uns aufrichtig bei der Würth-Gruppe für ihre großzügige Unterstützung bedanken. Bereits im sechsten Jahr in Folge haben zahlreiche engagierte Mitarbeiter im Rahmen der Aktionswoche außergewöhnlichen Einsatz gezeigt und damit einen bedeutenden Beitrag geleistet, um Kindern durch Bildung Chancen zu eröffnen. In einem von Krisen geplagten Land wie Sri Lanka ist es von enormer Bedeutung, den Kindern und jungen Menschen zuverlässigen Zugang zu hochwertigen Bildungsangeboten zu gewährleisten, um ihnen Wege aus der Armut zu ebnen und ihr mentales Wohlbefinden zu stärken. Dank der herausragenden Initiative von Würth ist UNICEF in der Lage, die Bildungsprogramme vor Ort auszuweiten und den Kindern dabei zu helfen, die erforderlichen Fähigkeiten für ihr zukünftiges Leben zu entwickeln.“

 

Über die RW WORKOUT-Woche

 

Die RW WORKOUT-Woche ist seit über 30 Jahren fester Bestandteil der Zusammenarbeit zwischen Innen- und Außendienst in den Gesellschaften der Würth-Gruppe. Bei dieser Mitreiseaktion begleitet der Innendienst den Außendienst bei seinen täglichen Kundenbesuchen. Das fördert nicht nur die Zusammenarbeit, sondern sorgt auch dafür, dass Außendienst und Kunden Verbesserungsvorschläge und Ideen im persönlichen Gespräch an den Innendienst weitergeben können. Insgesamt wurden innerhalb der RW WORKOUT-Woche weltweit über 8.300 Mitreisen realisiert.

 

Über die Würth-Gruppe

 

Die Würth-Gruppe ist Weltmarktführer in der Entwicklung, der Herstellung und dem Vertrieb von Montage- und Befestigungsmaterial. Darüber hinaus sind Handels- und Produktionsunternehmen, die sogenannten Allied Companies, in angrenzenden Geschäftsfeldern aktiv, wie etwa im Elektrogroßhandel, in den Bereichen Elektronik sowie Finanzdienstleistungen. In 80 Ländern beschäftigt der Konzern weltweit mehr als 85.000 Mitarbeitende in über 400 Gesellschaften mit über 2.500 Niederlassungen. Der Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2022 einen Umsatz von 19,9 Milliarden Euro. Mit über 7.600 Mitarbeitenden ist die Adolf Würth GmbH & Co. KG in Künzelsau größtes Einzelunternehmen der Würth-Gruppe.

Quelle: Würth




„Wir nehmen keine neuen Patient:innen auf“

Die GSCHWÄTZ social media Kanäle liefen heiß, als wir am Montag, den 26. Juni 2023, den Bericht von der Kreistagssitzung in der Stadthalle in Ingelfingen veröffentlichten. Dabei verwies Landrat Dr. Matthias Neth mit Hinblick auf das Ärztehaus und das neue medizinische Versorgungszentrum auf eine gute medizinische Versorgung in Künzelsau. Die dafür hinzugezogene Beratungsfirma PricewaterhouseCoopers (PwC) kam zu demselben Ergebnis. Nicht so diverse Bürger:innen.

Realitätsfremd

Laut Reiner Böttcher ist diese Analyse „realitätsfremd“. „Hier knirscht und rumort es an ganz vielen Stellen“, heißt es unter anderem von einer Einwohner:in diesbezüglich gegenüber GSCHWÄTZ, die nicht mit Namen genannt werden möchte.

Auch die Analyse von PwC halte sie für „Steuerverschwendung“. Tatsächlich hat ein Kreisrat in der laufende Sitzung nach den Kosten hierfür gefragt, allerdings keine konkrete Antwort erhalten.

Ärzte fallen wegen Krankheit selbst aus oder gehen in Rente

Bürger:innen berichten unter anderem von dem Frauenarzt Dr. Tischler, der durch Krankheit bereits seit Anfang des Jahres nicht mehr praktiziere. Zudem sei es ungewiss, ob er überhaupt wieder zurückkomme in die Praxis. Derzeit werden nur Notfälle und Schwangerschaften behandelt. Hierfür käme ein Arzt aus dem Öhringer Krankenhaus.  „Mir kann keiner erzählen, dass die Frauen hier gut versorgt sind“, sagt eine Betroffene. Auf der Suche nach einem neuen Frauenarzt habe sie stets dieselbe Antwort erhalten: „Wir nehmen keine neuen Patientinnen auf.“

Fahrten bis nach Heilbronn

Bei HNO-Ärzten, Internist, Augenarzt, Orthopäde, Hautarzt, Physiotherapie und Radiologie schaue es ähnlich aus, ergänzt GSCHWÄTZ-Leserin Tatjana Fuchs die Liste. Eine Leserin betont, wie schwierig es sei, einen Kinderpsychologen zu bekommen. Für Fachärzte müsse man von Künzelsau bis nach Heilbronn fahren, sind die Erfahrungen von Michaela Fischer-Foidl. Sarina Knobloch teilt diese Erfahrungen: „Wenn es nicht so traurig wäre, müsste man ja glatt lachen. Wenn ich mit meinen Kind bis nach Öhringen fahren muss zum Chirurgen, weil der eine voll bis unter der Decke ist, man wenn Wochenende ist bis nach Kirchberg fahren muss zum Notdienst, ist das toll abgedeckt? Was machen Leute die kein Auto mehr fahren können? Die nicht gut mobil sind? Was machen diese Menschen? Hier ist es eine reinste Katastrophe überhaupt Arzttermine zu bekommen, weil alle Ärzte überfüllt sind. Von Medikamenten wollen wir erstmal gar nicht anfangen.“
Derzeitige Wartezeit zehn Monate

Bei der schon seit Jahren am Limit fahrenden Kinderarztpraxis in Künzelsau beträgt die derzeitige Wartezeit für Vorsorgeuntersuchungen zehn Monate. Das sei kein Vorwurf an die Praxen, betonen Bürgerinnen immer wieder, sondern an der hiesigen Politik, die Gesundheitsvorsorge auf dem Land nur noch mit Wirtschaftlichkeit bewertet und dementsprechend unterstützt oder eben nicht. Dabei sei Gesundheitspolitik eine soziale Aufgabe.

Entspricht nicht der Realität

Unser Leser Stephan Klein meint dazu: „Hier werden Meinungen vorgesetzt, die der Realität nicht entsprechen. Jeder, der krank ist und einen Facharzt benötigt, weiß das. Meine Lebensgefährtin hatte Brustkrebs und kann ein Lied davon singen.“ Und kommt zu dem Ergebnis: „Kein Wunder das keiner mehr die Altparteien wählt.“

Barbara Pierro kommt zu dem Ergebnis: „Klar für den Landrat sieht es gut aus, für das normale Fußvolk, (ohne privater Krankenversicherung) eben nicht.

Karl Lauterbach betont in diesem TikTok-Video nochmal, dass sehr viele Krankenhäuser in den nächsten Jahren Insolvenz anmelden werden:




Durch Ehemann ausgelöster Polizeieinsatz: Säugling wird beim Stillen der Mutter entrissen

Entreißt man einer Mutter einen Säugling mit einem Großangebot an Polizisten, will dieser Vorgang gut überlegt, wohl durchdacht und sicher begründet sein. Im Fall von Margarethe Katz steht dieser Polizeieingriff in Königshain, der im Oktober 2022 erfolgte (wir berichteten), auf immer wackligeren Füßen, wie unsere Recherchen ergaben. Ein vehementer Vater löste wohl eine Kettenreaktion aus, die einer vermeintlichen Kindeswohlgefährdung entgegenwirken sollte, jedoch letztendlich eine Kindeswohlgefährdung aller Wahrscheinlichkeit nach erst auslöste.

Sie scheint aus der Schublade, in der sie der Kindsvater gesteckt hat, nicht mehr herauszukommen

Beginnen wir jedoch nochmal kurz von vorne. Margarethe Katz hat sich im Januar 2022 von ihrem Partner aus einer toxischen Beziehung gelöst. Das gemeinsame Mädchen sollte zunächst im Nestmodell und dann im Wechselmodell wochenweise mal von dem einen, mal von dem anderen Erziehungsberechtigen großgezogen werden. Der Expartner hält sich nach kurzer Zeit nicht mehr daran, erzählt sowohl der Schule als auch dem Jugendamt, Margarethe Katz sei psychisch labil, er erziehe die Tochter alleine. Hier beginnt die unglaubliche Geschichte der Margarethe Katz, die ein Jurastudium abgeschlossen hat, Anfang 30 ist und eigentlich nur ein neues Leben beginnen wollte: Trotz mehrerer Gutachten, die belegen, dass sie geistig völlig gesund ist, verliert sie im April 2022 Teile des Sorgerecht um ihre Tochter. Sie scheint, so wirken zumindest die Gerichtsdokumente aus Augsburg, aus der Schublade, in der sie der Kindsvater (KV) zu Beginn an gesteckt hat, nicht mehr herauszukommen.

Der Kindsvater beansprucht auch das Sorgerecht für den Sohn, als dieser noch nicht einmal geboren war

Die Tochter lebt nun seit Ende Dezember 2022 beim Vater, der Kontakt zur Mutter ist abgebrochen. Kurz vor der Trennung wird Margarethe Katz schwanger von ihrem Exmann. Sie sagt es ihm. Seine Reaktion: Er setzt Bedingungen, unter denen Margarethe den gemeinsamen Sohn behalten dürfe, äußert aber zugleich bereits in der Schwangerschaft gegenüber jedermann schon immer bestehende Zweifel an der geistigen Gesundheit seiner Frau hat und dass er um Leib und Leben von seiner Frau und seinem Jungen bange. Auch in diesem Fall scheint allein die, so Margarethes Eindruck, „Vehemenz“ ihres Expartners auszureichen, jeden Beteiligten an den Gerichtsverfahren auch ohne Beweise davon zu überzeugen, dass er die Wahrheit sagt. Ihre Beweise wie Gegengutachten scheinen hingegen wirkungslos zu verpuffen.

Noch-Ehemann zeigt sie wegen Kindesentführung an

Die Richterin spricht dem Kindsvater rund zwei Wochen nach der Geburt das Sorgerecht zu. Das Kind sei dem Vater zu übergeben, weil die Mutter ihm dieses vorenthalte und er sich „ernsthafte Sorgen“ mache. Für Margarethe Katz als Juristin ein unglaublicher Vorgang, der sich wie ein Albtraum anfühlt. Als ihr Sohn geboren wurde, sucht sie daher zunächst Schutz bei Carola Wilcke in Görlitz, bis alles rechtlich geklärt ist. Wilcke ist Gründerin der Löwenmamas, der Selbsthilfegruppe des Müttervereins MIA Deutschland. Margarethes Noch-Ehemann derweil zeigt sie wegen Kindesentführung an.  Beim Gericht und Jugendamt fürchtet er abermals um Leib und Leben bezüglich seiner Frau und seinem Kind. Diese glauben ihm abermals. Die Richterin erlässt einen so genannten Herausgabebeschluss, als Reaktion auf die Beschwere der Kindsmutter auf den Beschluss zum Sorgerechtsbezug. Das bedeutet: Der Säugling sei unverzüglich dem Kindsvater aus der Wohnung in Augsburg auszuhändigen. Dies aber war noch nicht der Höhepunkt in diesem grotesk anmutenden Theaterstück. Eine derartige Übergabe eines Säuglings, der seiner bislang einzigen Bezugsperson von jetzt auf nachher entzogen werden soll, bedarf höchstes Fingerspitzengefühl, um kein Trauma auszulösen, das weiß jeder Hobbypsychologe.

In der Regel, so das betreffende Gericht in Augsburg auf GSCHWÄTZ Nachfrage, wäre ein Gerichtsvollzieher dafür zuständig, das Kind zu holen. Idealerweise wäre zumindest der Vater bei der Übergabe dabei, so ein Psychologe. Nichts von alldem geschah.

Der Kindsvater will seinen kleinen Sohn von der Polizei holen lassen, kann sich aber selbst nicht um das Kind kümmern.

Stattdessen, so belegen es dementsprechende Unterlagen und Protokolle nach Recherchen der Hohenloher Medien, hat der KV mit Nachdruck die Polizei aufgefordert, das Kind von der Mutter zu holen. Der KV hingegen ging, so zeigen Polizeiprotokolle, zunächst am 05. Oktober 2023 zur Wache in Augsburg und forderte die Polizei „unter Androhung seines Rechtsanwaltes auf, sein Kind von der Mutter zu holen. Darüber hinaus betonte er, dass er selbst nicht in der Lage sei, sich um das Kind zu kümmern. Daher müsse es dann an Dritte übergeben werden.“ Als die Mutter von ihrer Fahndung über den WhatsApp Aufruf des Kindsvaters erfuhr, stellte sie sich sogar bei der Polizei in Erlangen vor, dass sie und ihr Kind bester Gesundheit waren. Der erste Polizist, bei dem der Vater das genannte Vorgehen forderte, ging nicht auf diese Forderung ein, sondern besprach sich mit dem Jugendamt und kam zu dem Schluss, dass das nicht die primäre Aufgabe der Polizei sei, dass man lediglich dabei helfen könne, die Mutter ausfindig zu machen. Gesagt, getan. Die Polizei macht die Mutter schließlich bei Carola Wilcke ausfindig. Wieder forderte der KV, dieses Mal bei einem anderen Polizisten und unter Zuhilfenahme von seiner Anwaltskanzlei, mit einem Polizeieinsatz seinen frisch geborenen Sohn von der Mutter zu trennen. Dieses Mal gab es einen Polizisten, der diesen Polizeieinsatz dann tatsächlich Ende Oktober 2022 auslöste. Es bestand zu diesem Zeitpunkt keine Gefahr für Leib und Leben – weder für die Kindsmutter, noch für den Säugling.

Höchste Traumatisierung eines Säuglings

Es gab lediglich einen Vater, der anscheinend so überzeugend bei allen Ämtern und Behörden auftrat, dass dadurch am Ende ein Säugling seiner Mutter beim Stillen entrissen und fremden Personen übergeben wurde. Damit verlor der Säugling binnen Sekunden die einzige Bezugsperson, die er hatte. Der Vater war bei dem Polizeieinsatz nicht dabei, geschweige denn, dass der Säuglings ihn gekannt hätte. Allein dieser Vorgang stellt eine höchste Traumatisierung eines Säuglings dar und beweist, dass es dem Kindsvater eben nicht um das Wohl seines Kindes ging beziehungsweise dass er vielleicht auch kein Gespür dafür hat, was ein Baby braucht. Es ist erschreckend, dass eine einzelne Person aufgrund von kruden Behauptungen eine solche Kettenreaktion auslösen kann in einem Rechtsstaat in Deutschland und dass nicht mal zu diesem Zeitpunkt erkannt wurde, dass hier eine akute Kindeswohlgefährdung des Vaters unter Zuhilfenahme des Staates stattfand. Die Anzeige wegen Kindsentführung, die der KV zusätzlich noch gegen die Kindsmutter gestellt hat, wurde mittlerweile fallengelassen.

Margarethe Katz hat seit geraumer Zeit ihre beiden Kinder nicht mehr gesehen. Beide leben nach Sorgerechtsbeschlüssen beim Vater. Aber Margarethe Katz kämpft weiter für und um ihre Kinder. Anfang Juli 2023 gibt es den nächsten Gerichtstermin. Dabei geht es um ihre Tochter. Und sie kämpft für ein Rechtssystem in Deutschland, dass so etwas, wie ihr widerfahren ist, nicht noch einmal mehr passieren kann.

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Vollbremsung für die Kochertalbahn

Antrag über den Start weiterer Planungsschritte zur Kochertal- und Hohenlohebahn wird von der Tagesordnung genommen.

Auf der Tagesordnung der Kreistagssitzung vom 26. Juni 2023 in der Stadthalle in Ingelfingen sollte beschlossen werden, dass sich der Kreis mit rund 1.5 Millionen Euro an den Kosten für die „Standardisierte Bewertung“ der Kochertalbahn und der Hohenlohebahn beteiligt. Das Thema wurde im Kreistag schon mehrmals besprochen, es war klar, dass nach der positiven Machbarkeitsstudie der beiden Strecken jetzt Geld für erste Planungsmassnahmen in die Hand zu nehmen ist, wenn man das Projekt fortführen will.

Überraschend nimmt jedoch Landrat Dr. Matthias Neth den Punkt von der Tagesordnung. Ein Kreisrat hatte wegen der angeblich zu späten Bereitstellung der Vorlage angedroht, bei Abstimmung den Rechtsweg vor dem Verwaltungsgericht gehen zu wollen, um die Rechtmäßigkeit des Beschlusses festzustellen.

Neth sieht sich und die Verwaltung im Recht, trotzdem räumt er ein: “Ein Verfahren vor dem Verwaltungsgericht kann lange dauern“ Während des Verfahrens wären die Aktivitäten zur Kochertalbahn lahmgelegt, schlimmer noch: Bei einer Verzögerung könnten Fördertöpfe, die angezapft werden sollen, zwischenzeitlich bereits ausgeschöpft sein. Die wirtschaftliche Tragfähigkeit des Projekts müßte dann völlig neu beurteilt werden.

Aus diesem Grund wurde das Thema nicht behandelt. Einmütigkeit scheint es nicht zu geben, viele Fragen zu diesem Themenkomplex seien an ihn herangetragen worden, berichtet Neth:“Es gibt viele offene Fragen, wir müssen nun politisch entscheiden, ob wir diese Fragen beantworten sollen“.

Neth nennt den Namen des Kreisrats nicht, der -so Neth- sein gutes Recht wahrnimmt. Er betont, dass er keine politischen Ziele mit seiner Ankündigung verfolgt, wie etwa eine Verzögerungs- und letztendlich Verhinderungstaktik bei diesem Thema, sondern „das Streben nach Rechtsschutz und Rechtssicherheit ist legitim“. Er erkennt an, dass der betreffende Kreisrat offen und früh kommuniziert habe. Die Verwaltung habe aber die Aufgabe, unnötige Verzögerungen zu vermeiden, daher werde jetzt eine Sondersitzung vor der Sommerpause wegen der Kochertalbahn einberufen. Die Unterlagen sind bereits zugestellt, es kann dann nicht nicht mehr zu einer ähnlichen Situation kommen.

Eine Aussprache zu diesem Thema sollte es nicht geben, trotzdem meldet sich Weissbachs Bürgermeister Rainer Züfle zu Wort und gibt sich als „der betreffende Kreisrat“ zu erkennen. Er habe eine andere Rechtsauffassung als Landrat und als die Verwaltung, es gehe immerhin um einen Beschlußantrag über rund 1,6 Millionen. „Ich habe daher von meinem Recht Gebrauch gemacht“, sagt er „und ich stehe dazu mit meinem Namen.

Als sich Christian von Stetten, bekanntlich ein Förderer und Befürworter der Kochertalbahn, mit „Ich möchte dem Kollegen sagen, was ich davon halte“ zu Wort meldet, entgegnet Züfle in recht harscher Weise, dass es keine Aussprache in der Sache gebe. Landrat Neth bricht das aufkommende Streitgespräch ab – und verweist auf die Sondersitzung. Eine angespannte Stimmung bleibt.

Hintergrund: Derzeit würde es für die Kochertalbahn rund 90 Prozent Fördermittel von Bund und Ländern geben. Die Weichen stehen hier auf Grün. Aber es gibt noch andere Wettbewerber. Die Befürchtung steht im Raum, wenn man jetzt nicht Nägel mit Köpfen macht, bekommen die Zuschläge andere Kreise. Daher hofft der Kreistag nun bei der Sondersitzung in die nächsten planerischen Schritte einsteigen zu können.

Text: Matthias Lauterer

Rainer Züfle in der Kreistagssitzung in Ingelfingen am 26. Juni 2023. Foto: GSCHWÄTZ

Christian von Stetten in der Kreistagssitzung in Ingelfingen am 26. Juni 2023. Foto: GSCHWÄTZ




„Das Angebot kann sich sehen lassen“

Gleich der erste Tagesordnungspunkt der Kreistagssitzung in der Stadthalle in Ingelfingen am Montag, den 26. Juni 2023, hatte es in sich. Es ging um die Gesundheitspolitik und insbesondere um das sei Jahren sehr emotionale Thema: Krankenhäuser – die langersehnte Fertigstellung des Neubaus in Öhringen und das fehlende Krankenhaus in Künzelsau und die Frage: Was gibt es derzeit noch an ärztlicher Versorgung in Künzelsau? Konnte die BBT-Gruppe die Versprechungen wahr machen und eine ordentliche ambulante Gesundheitsversorgung in der Kreisstadt etablieren, quasi als Notersatz für die vorzeitige Schließung des Krankenhauses – so wie es damals versprochen wurde?

Hospiz in Künzelsau

„Wir brauchen eine ehrliche Bestandsaufnahme“, sagt Hohenlohes Landrat Dr. Matthias Neth bezüglich der Gesundheitsversorgung in und rund um Künzelsau gleich zu Beginn. Es werde nicht gesehen, was bereits alles gut laufe. Darum habe der Hohenlohekreises nun (mal wieder) PriceWaterhouseCoopers (PwC) beauftragt, die am Ende ihrer Analyse ebenso feststellten: Es gab bereits vor 2019 ein breites ambulantes Versorgungsangebot in Künzelsau.“ Nun gäbe es neben dem Ärztehaus Medikün mit den eigenständig arbeitenden Arztpraxen noch die psychiatrische Tagesklinik im ehemalgien Klinikgebäude sowie ein medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) und ab 2025 – ein Hospiz mit acht Plätzen Das sei mehr als manch ein andere ambulante Versorgung in anderen Städten. Sprich: Die Einwohner:innen in und rund um Künzelsau können zufrieden sein.

Das MVZ soll Kassensitze in Künzelsau nicht abwandern lassen

Das MVZ habe den Vorteil, dass man Kassensitze, die eventuell bei der Schließung von Arztpraxen abwandern könnten, in Künzelsau halten könne. In einem MVZ arbeiten Ärzte nicht mehr in eigenständigen Praxen, sondern sind Angestellte der BBT-Gruppe. Dadurch ergäben sich ganz neue Möglichkeiten, so Neth, etwa die Möglichkeit der Teilzeitarbeit bei Ärzten und bezahlter Urlaub.

Stadt Künzelsau kauft Krankenhausareal

Das ehemalige Krankenhausareal werde nach intensiven, sehr guten Gesprächen mit der Stadt, betont Neth immer wieder, nun an die Stadt Künzelsau übergehen – zu welchem Kaufpreis, dazu wollte sich der Landrat bislang nicht äußern.

Abriss ungewiss

Was die Stadt dann damit mache, ob es das ehemalige Krankenhausgebäude abreißen lässt oder darin das neue Hospiz beherbergt, diese Möglichkeiten lies der Landrat der Stadt offen, betonte aber, dass alle Mietverträge trotz Eigentümerwechsels erst einmal weiterhin Bestand hätten, etwa die Mietverträge mit den bestehenden Arztpraxen im Ärztehaus wie auch die Flüchtlingsunterbringung des Hohenlohekreises sowie die psychiatrische Tagesklinik. Bei letztem waren sich sowohl der Hohenlohekreis als auch die Stadt Künzelsau einig, dass man diese in jedem Fall in Künzelsau halten wolle.