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Brief mit hoch explosivem Inhalt

Offenes Schreiben von  Ärzten und Bürgerinitiative an Neth und Neumann
// Harsche Kritik an Krankenhauspolitik und Kommunikation
// Neumann nimmt Stellung und sieht „akutstationäre Betten“ als mögliche Variante

Die niedergelassenen Ärzte aus dem Kochertal und die Bürgerinitiative (BI) sind sauer: Aus der Zeitung erfuhren sie von der Projektgruppe „medizinische Versorgung“. Ursprünglich hieß es von Seiten des Bürgermeisters Stefan Neumann und des Landrats Dr. Matthias Neth, man wolle die Ärzte und die BI mit ins Boot nehmen bei der weiteren Planung Krankenhaus Künzelsau. Die Frage ist nur: Wann?

Laut einem  offenen Brief von der BI und 35 niedergelassenen Ärzten aus dem Kochertal, der heute die Redaktion GSCHWÄTZ erreicht hat (den kompletten Brief sehen Sie unterhalb von diesem Artikel), habe „Die Bürgerinitiative in der Vergangenheit mehrfach Terminanfragen an Landrat Dr. Neth gestellt“. Ohne Erfolg, auch die Ärzte seien bislang von allen Gesprächen außen vor geblieben. Das stößt bei der BI und den Ärzten auf Unverständnis, „da die beste Beratung, die Kreis und Stadt nutzen können, direkt vor ihnen“ sitze.

Des Weiteren sei für die Ärzte und der BI „völlig unklar“, dass in dieser neuen Projektgruppe nur noch über „ambulante Notfallversorgung“ gesprochen werde, da die „Sicherstellung des ambulanten Versorgung nicht Sache des Landkreises“ sei, sondern alleine Sache der kassenärztlichen Vereinigung. Und diese sei gewährleistet. „Allen Beteiligten und der Bevölkerung geht es um die Sicherstellung der akutstationären Versorgung.“ Sprich:  Ein Krankenhaus mit Betten für einen stationären Aufenthalt über mehrere Tage.

Laut dem Brief hatte die Hohenloher Krankenhaus GmbH bis 2011 „positive Betriebsergebnisse zu verzeichnen“. Dabei war „die Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Fachärzten und Belegärzten wesentlich am Erfolg beteiligt. Danach folgten „Managementprobleme, die bis heute anhalten“.

Einen Ausweg aus dieser „derzeit angeblich schwierigen Situation“ sehen die Ärzte und die BI durch „Managementverbesserung, der Wiederherstellung des Vertrauens zu den niedergelassenen Ärzten sowie durch die Verbesserung der Kooperation und Abstimmung zwischen den beiden zu erhaltenden Betriebsteilen [Öhringen und Künzelsau]. So wäre es sinnvoll, dass etwa Patienten aus Öhringen die Stroke Unit (Anm. der Redaktion: Schlaganfalleinheit) in Künzelsau mitnutzen würden. „Die Einbindung weiterer niedergelassener Ärzte als Belegärzte würde ebenfalls schnell die Auslastung und damit das Ergebnis verbessern. Hier rechnen alle Beteiligten mit der Professionalität des neuen HK-Geschäftsführers Schopf.“

Die von der vom Landratsamt und der Stadt Künzelsau initiierte Projektgruppe favorisierte Lösung für Künzelsau, eine, so Stefan Neumann gegenüber GSCHWÄTZ nach der damals ersten Sitzung,  eine „Praxisklinik für ambulante Operationen“ ist für die BI und die Ärzte für keine Lösung, da es für niedergelassenen Ärzte notwendig sei, „auch in Zukunft am Krankenhaus Künzelsau nicht nur ambulante, „sondern auch stationäre Operationen durchführen zu können“. Andernfalls werde es für die Fachärzte noch schwieriger, Nachfolger für ihre Praxen zu finden. Somit drohe auch der ambulanten Versorgung in Künzelsau langfristig das Aus.

Die Ärzteschaft und die BI hoffen daher auf zeitnahe Gespräche mit dem Landratsamt und der Stadt Künzelsau, so dass nicht noch länger „wertvolle Zeit verstreicht“ und am Ende nur „Strohhalm der Abwrackprämie“ bleibt. Ungewöhnlich deutlich ziehen sie auch die Konsequenzen: Ohne eine akutstationäre Versorgung werden die „niedergelassenen Ärzte heute und in Zukunft alle anderen Modelle NICHT unterstützen“.

Künzelsaus Bürgermeister Stefan Neumann äußerte sich auf Anfrage von GSCHWÄTZ wie folgt zu dem Vorwurf, dass bislang die Bi und die Ärzte nicht in die Planungen mit einbezogen wurden: „Wir mussten jetzt erstmal den politischen Prozess starten und dafür haben wir unsere Gemeinderats- und Kreistagsvertreter zusammengebracht. Es war erstmal wichtig, sagen zu können: Welche Prozesse werden beleuchtet? Welche Gruppen werden mit einbezogen?“ Man wolle die BI ins Boot holen, die Belegärzte und die Kreisärzteschaft. Neumann: „Das läuft aber dann nicht im Rahmen der Projektgruppe ab, sondern in gesonderten Gesprächen“.

Zum Thema akutstationäre Versorgung als für die Ärzte als einzig mögliche Option für die Zukunft meinte Bürgermeister Neumann auf Anfrage von GSCHWÄTZ: „Einer der Varianten wird schon sein, dass es akutstationäre Betten gibt.“

Landrat Dr. Matthias Neth hingegen verwies in seiner Stellungnahme an GSCHWÄTZ zu dem offenen Brief:
„Vergangene Woche habe ich der BI mitgeteilt, dass ein Fachunternehmen, welches die Projektgruppe mit seiner Expertise unterstützt, sich bezüglich weiterer Gespräche und Terminabstimmung mit der BI und den niedergelassenen Ärzten in Verbindung setzen wird. Eine Reaktion auf diese E-Mail ist seitens der BI bislang nicht erfolgt.“

Die Bürgerinitiative reagierte prompt auf Neths Aussage und verwies auf ein Schreiben, dass der Landrat an Dr. Andreas Eckle, den Sprecher der BI, geschickt hat., nachdem Eckle wegen einem Treffen nachgefragt hatte. Darin heißt es: „Lieber Herr Eckle,
besten Dank für Ihre Mail. Wie Sie sicherlich wissen, hat sich eine Projektgruppe gegründet, die aus Vertretern der Stadt und dem Kreis besteht. Wir wollen in dieser Projektgruppe auch Ideen von Impuslgebern einfließen lassen. Dazu wird unser Beraterbüro mit Impulsgebern sprechen und sich natürlich auch mit der BI bzw. Ihnen persönlich auszutauschen. Somit werden sich die Berater bei Ihnen melden, dies wird zeitnah erfolgen.“ Aus diesem Schreiben Neths war für die BI nicht ersichtlich, dass der Landrat noch auf eine Antwort gewartet hatte.




Terror, Hochwasser, Großbrände: Warn-App Nina gibt Auskunft

Pressemitteilung des Landratsamtes Hohenlohekreis:

„In Gefahrenlagen hat die Information der Bevölkerung höchste Priorität. Der Hohenlohekreis setzt dabei auf verschiedene Wege, um die Bürgerinnen und Bürger zu erreichen. Auf der Startseite der Landkreisseite www.hohenlohekreis.de werden in einer Not- oder Krisenlage stets aktuelle Informationen veröffentlicht und auch an die Medien weitergeleitet. Bei besonderen Situationen wird für die Bürgerinnen und Bürger auch ein Bürgertelefon beim Landratsamt eingerichtet.
Seit Herbst vergangenen Jahres gibt es in Baden-Württemberg nun die Möglichkeit, mit der Warn-App NINA (Notfall-Informations- und Nachrichten App vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe) standortbezogen oder für festgelegte Orte wichtige Warnmeldungen des Bevölkerungsschutzes zu empfangen. Auch das Landratsamt Hohenlohekreis als untere Katastrophenschutzbehörde kann allen Bürgerinnen und Bürgern die Installation nur empfehlen. „Wenn Gefahr droht, muss es immer sehr schnell gehen. Die moderne Technik mit Smartphone und Tablet bietet hervorragende Möglichkeiten, große Teile der Bevölkerung rasch zu erreichen“, betont Landrat Dr. Matthias Neth. Für die Bevölkerung ist das satellitenbasierte System kostenlos. Es muss lediglich die App heruntergeladen werden.

Ob Gefahrstoffausbreitung, Trinkwasserverunreinigung oder auftretender Brandrauch bei Großbränden: über NINA erhalten die Nutzer schnelle und zielgerichtete Warnungen und Informationen zu dem Geschehen. Daneben sind die Warnungen des Deutschen Wetterdienstes und die Hochwasserinformationen des länderübergreifenden Hochwasserportals in die App integriert. Die App bietet die Möglichkeit, in ganz Deutschland gezielt vor Gefahrenlagen zu warnen und die Bevölkerung mit konkreten Verhaltenshinweisen und Notfalltipps zu versorgen. Alle Meldungen können als Push-Nachrichten empfangen und mit einem durchdringenden Warnton versehen werden.

Das Landratsamt sowie jede Kommune im Hohenlohekreis melden bei Gefahrenlagen je nach Warnstufe die Warnungen an die landesweit zuständigen Stellen der Feuerwehr Reutlingen oder an das Lagezentrum im Innenministerium, damit diese sofort in das NINA-System eingespielt werden können. Bürgerinnen und Bürger erhalten damit schnell und effizient Warnmeldungen aus einer Hand. „Bereits bei der Trinkwasserverunreinigung Ende vergangenen November, von welcher gleich drei Gemeinden im Hohenlohekreis betroffen waren, haben wir die Bevölkerung über die Situationen so informieren können“, berichtet Neth über die ersten Erfahrungen des einfachen und schnellen Meldeverfahrens. Die Warn-App-NINA des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe wird über das Modulare Warnsystem (MoWaS) des Bundes mit Informationen versorgt. Über MoWaS können alle angeschlossenen Warnmedien und –mittel zeitgleich ausgelöst werden. Dazu gehören neben der WarnApp NINA unter anderem auch Rundfunk- und Fernsehanstalten sowie weitere Presseorgane und das Internet.

Die Warn-App NINA steht im Internet auf der Homepage des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe oder in den App-Stores kostenlos zum Download bereit. Weitere Informationen zu NINA gibt es unter www.bbk.bund.de/NINA. Auch auf der Internet-Seite des Landratsamtes Hohenlohekreis www.hohenlohekeis.de ist der Link zu finden unter „Bürgerservice – Linkportal – Baden-Württemberg“.

Für interessierte Bürgerinnen und Bürger liegen beim Landratsamt Hohenlohekreis kostenlose Informationsmaterialien des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (z.B. Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen, Empfehlungen bei Unwetter) aus.“

Foto: Warn-App Nina. Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.




4 Monate Vollsperrung

Hiermit veröffentlichen wir folgende Pressemitteilung des Landratsamtes, die uns am 15. Februar 2017 erreicht hat:
Die Landesstraße L 1051 wird zwischen Kemmeten und der B 19 bei Gaisbach saniert und ab dem 27. Februar bis voraussichtlich 30. Juni 2017 für den Gesamtverkehr gesperrt. Die überörtliche Umleitung erfolgt ab Kirchensall über die K 2370 nach Mangoldsall und weiter über die L 1036 und der B 19 nach Gaisbach und umgekehrt. Der Verkehr aus Niedernhall wird über Künzelsau, B 19 nach Gaisbach umgeleitet. Die Zufahrt nach Kemmeten und zum Schnaihof erfolgt aus Richtung Niedernhall und Neufels über die L 1051. Die Anfahrt der Sportanlage Ballenwasen ist von der Taläckerstraße (Goldberg) über ein Provisorium zwischen Schützenhaus und Tennisplatz möglich. Die Baumaßnahme wird vom Straßenbauamt des Hohenlohekreises durchgeführt. Sie wird über eine Länge von einem Kilometer auf 6,50 Meter verbreitert, dabei werden 2 Abbiegespuren angelegt. Für den Streckenabschnitt werden ca. 1,6 Millionen Euro investiert.
Foto: Niedernhall Stadteingang. auf www.hohenlohekreis.de




Zum Sterben zu früh: Erstes Treffen der Projektgruppe Krankenhaus Künzelsau

Dabei wurde nicht, wie von den Bürgern des Kocher- und Jagsttals sowie der Bürgerinitiative erhofft, über ein Konzept zur Erhaltung des stationären Krankenhauses in Künzelsau gesprochen. Im Gegenteil: Landrat Neth schwor seine Getreuen darauf ein: Künzelsau muss geschlossen werden, damit Öhringen überlebt. Gegenstimmen? Keine.

Hintergrund: Das Landratsamt möchte in jedem Fall die Gelder für den Krankenhausstrukturfonds vom Land für Öhringen bekommen. Diese Gelder fließen aber nur, wenn Künzelsau als stationäres Krankenhaus geschlossen wird. Umgekehrt kann das Öhringer Krankenhaus aber ebenfalls nur überleben, wenn es Mittel aus dem Strukturfonds bekommt (siehe Pressemitteilung: „Der Erhalt und Ausbau des Öhringer Krankenhauses ist nur mit Mitteln aus dem Krankenhausstrukturfond möglich.“).

Die Bürgerinitiative (BI) war bei dem ersten Treffen der Projektgruppe nicht involviert. Gegenüber GSCHWÄTZ hat Bürgermeister Stefan Neumann den Ausschluss der Bürgerinitiative dahingehend begründet, dass „viele sensible Daten ausgetauscht werden, auch im Hinblick mit möglichen Partnern“. Dabei hätte das Wissen des BI-Sprechers Dr. Andreas Eckle, der 1986 als Chefarzt in Künzelsau eingestellt wurde und 25 Jahre für das Hohenlohe Krankenhaus gearbeitet hat, sicher gut getan, um noch einmal den Standort Künzelsau und dessen Möglichkeiten unter die Lupe zu nehmen. Aber das scheint nicht gewollt.

Wann genau die Bürgerinitiative in den Entscheidungsprozess mit einbezogen wird, ist unklar. Die Bürger dürfen laut Pressemitteilung bei „einer Veranstaltung“ „im Frühjahr“  ihre „Anregungen“ einbringen. Zur Sommerpause soll die Entscheidung fallen. Aber alles hört sich danach an, als ob schon alles GSCHWÄTZt ist. Vom Land vorgegeben, vom Landrat und den Kreisräten umgesetzt. Bürgernähe und Transparenz, Einbeziehung der Öffentlichkeit, um mit den Worten von Landrat Neth zu sprechen, sieht anders aus.

Bleibt nur zu hoffen, dass sich die Kreisräte gegen den Strukturfonds entscheiden. Ansonsten muss ein Krankenhaus sterben. Und genau diese Krankenhäuser werden wir in spätestens zehn Jahren aufgrund der demografischen Entwicklung dringender als je zuvor brauchen.

Fotos: Alle aktuellen Kreisräte aus dem Kocher- und Jagsttal (21 von 39 Kreisräten sind im Kocher- und Jagsttal ansässig). Quelle: www.hohenlohekreis.de

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Inhalt der offiziellen Pressemitteilung der Stadt Künzelsau und des Landratsamtes Hohenlohekreis vom 16.02.2017:

„Deutschlandweit befindet sich die Krankenhauslandschaft im Umbruch, was unter anderem auch zu einer stärkeren Zentrenbildung bei allen Kliniken führt. Auch für den Hohenlohekreis ist die gesamthafte Betrachtung der Gesundheitsversorgung von großer Bedeutung, um ein zukunftsfähiges Angebot im Kreis zu erhalten.
Landrat Dr. Matthias Neth betont: „Der Kreistag steht zu seiner Verantwortung für die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung im Hohenlohekreis. Im Herbst vergangenen Jahres hat er daher mehrheitlich beschlossen, dass der akutstationäre Betrieb der Hohenloher Krankenhaus gGmbH am Standort Öhringen konzentriert wird. Der Standort Künzelsau soll dabei zu einem Medizin-Zentrum werden.“ Im Rahmen dieses neuen medizinischen Konzepts wurde daher beim Sozialministerium ein Antrag auf Investitionsförderung gestellt.
Für den Standort Künzelsau wurde jetzt gemeinsam von Landrat Dr. Matthias Neth und dem Bürgermeister der Stadt Künzelsau, Stefan Neumann, die Entwicklung eines eigenen Konzeptes gestartet. Dabei ging die Initiative von Bürgermeister Neumann in der letzten Sitzung des Kreistages aus.
Unter Berücksichtigung der Vorgaben des Krankenhausstrukturfonds (KHSFV) sollen verschiedene Interessenvertreter einbezogen werden. Es ist geplant, dass das Konzept bis spätestens zur Mitte des Jahres vorliegt, um in die Beratungen des Kreistags einfließen zu können.
„Ganz klar ist“, so Bürgermeister Neumann, „dass wir die niedergelassenen Ärzte und die Bürgerinitiative mit einbinden.“
Landrat Dr. Matthias Neth unterstreicht: „Mir ist es besonders wichtig, dass an beiden Standorten eine nachhaltige, qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung erhalten bleibt. Dies können wir aber nur durch Strukturveränderungen erreichen.“
Der Stadt Künzelsau ist es immens wichtig, dass insbesondere die Notfallversorgung und ambulante Operationen am Standort Künzelsau sichergestellt werden können – eingebunden in ein tragfähiges Gesamtkonzept in Künzelsau. Der Erhalt und Ausbau des Öhringer Krankenhauses ist nur mit Mitteln aus dem Krankenhausstrukturfond möglich. Es ist auch sinnvoll, diese einzusetzen. „Jetzt müssen wir schnell und präzise klären und mit einem Konzept definieren, was am Standort Künzelsau unter den genannten Vorzeichen in Zukunft realistisch möglich ist“, so Bürgermeister Stefan Neumann. „Unverzichtbar sind aus meiner Sicht die Notfallversorgung und die Möglichkeit von Fachärzten ambulant zu operieren – beispielsweise in Form einer Praxisklinik. Es geht darum, das Bestmögliche für Künzelsau in
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einem sinnigen Gesamtkonzept zu erreichen. Davon hängt die Entwicklung der Stadt Künzelsau und der gesamten Region ab und beeinflusst die wirtschaftliche Entwicklung nachhaltig.“
Dazu wurde eine Projektgruppe unter der Leitung des Landrats und des Bürgermeisters ins Leben gerufen. Ziel der Projektgruppe ist, den Prozess praxisnah, realisierbar und zukunftsfähig zu gestalten. An dieser Projektgruppe nehmen Vertreter der Fraktionen des Kreistags des Hohenlohekreises und des Gemeinderats Künzelsau sowie der Geschäftsführer der Hohenloher Krankenhaus gGmbH teil. Zusätzlich wird ein Fachunternehmen die Projektgruppe mit seiner Expertise unterstützen.
Information, Transparenz und das Miteinbeziehen der Bevölkerung sind dabei ebenfalls ein wichtiges Anliegen. Die Bürgerinnen und Bürger erhalten die Möglichkeit unter Berücksichtigung der Vorgaben des KHSFV im Rahmen einer Veranstaltung im Frühjahr 2017 Anregungen zum Konzept für das Hohenloher Krankenhaus, insbesondere für Künzelsau, einzubringen.
Die Bevölkerung wird über die Ergebnisse, Impulse und Ideen und das erarbeitete Standortkonzept der Hohenloher Krankenhaus gGmbH voraussichtlich noch vor der Sommerpause informiert werden.“




MAKE the Kocher- & Jagsttal GREAT AGAIN

Anhand eines ausgeklügelten 10-Punkte-Plans stellt unsere Chefredakteurin Dr. Sandra Hartmann in dem folgenden Video unseren 10-Punkte-Plan zur Welteroberung vor:

Kocher- und Jagsttal first! (selbstverständlich kopiert von Donald Trump)
ACHTUNG: Satire!




Künzelsau: Ideen für frei werdenden Platz neben Rathaus gesucht

Die Abrissbirne schwebt schon fast über dem Landratsamt. Die Pläne eines Neubaus nehmen Gestalt an. Auf der großen freien Fläche direkt neben dem Kaufland, die derzeit als Parkplatz genutzt wird, soll es hinkommen und Platz für ca. 450 Mitarbeiter des Landratsamts bieten.

Kosten soll der reine Neubau rund 54 Millionen Euro, zuzüglich Grunderwerb und abzüglich zirka 4,75 Millionen Erlös durch den Verkauf des maroden Gebäudes. Die Kosten sind immens, „aber  immer noch weniger, als das alte Gebäude zu renovieren und zu sanieren“, betont Landrat Dr. Matthias Neth in einem Gespräch mit der GSCHWÄTZ-Redaktion.

In dem jetzigen Gebäude wurde an Ostern 2016 Asbest gefunden. „Wir hatten noch Glück“, so Neth. „Wäre der Asbest bereits in der Luft gemessen worden, hätten wir in dem Gebäude nicht mehr arbeiten können. Es hätte sofort geräumt werden müssen.“
Das alte Gebäude soll abgerissen werden. „Es bietet für die Stadt Künzelsau viel Potenzial, um den Platz für die Stadt sinnvoll zu nutzen“, so Neth.

LESER-AUFRUF: Das alte Gebäude soll abgerissen werden: Habt ihr Ideen, wie man diesen dann frei werdenden Platz neben dem Rathaus nutzen könnte? Vielleicht auch in Verbindung mit der never ending story des PEKA-Areals? Kleine Erholungsinseln mit Park und Wasser oder doch lieber Wohnungen? Schreibt uns, liebe Leser. Wir veröffentlichen in unserem monatlichen Magazin die besten Vorschläge.

Fotos: Das neue Landratsamt soll direkt neben dem Kaufland auf dem jetzigen Parkplatz gebaut werden. Das alte Landratsamt-Gebäude soll abgerissen werden.




Krankenhaus Künzelsau – Entscheidung am Montag

Am Montag, den 23. Januar 2017, 15.30 Uhr, in der Stadthalle in Neuenstein, entscheidet der Kreistag über das weitere Vorgehen, was das Krankenhaus Künzelsau betrifft.

Es ist eine öffentliche Sitzung, die Bevölkerung ist herzlich eingeladen.

Worum geht es genau? Die Kreisräte nehmen entweder das Eckpunkte-Papier an, das von der SLK-Gesundheitsholding auf dem Tisch liegt. In dem Eckpunkte-Papier soll es in Künzelsau kein stationäres Krankenhaus mehr geben, sondern ein ambulantes Versorungszentrum. Damit würde das Ende des Krankenhauses eingeleitet werden. „Bis der Neubau steht, würde das Krankenhaus aber weiterlaufen“, so Landrat Dr. Matthias Neth in einem Gespräch mit der GSCHWÄTZ-Redaktion. Das könne noch Jahre dauern.

Zweite Möglichkeit: Die Kreisräte lehnen das Eckpunkte-Papier ab und stellen einen Antrag zur Loslösung von dem großen Bruder Heilbronn. Und dann? Ein neuer großer Bruder? Das Diak Schwäbisch Hall oder doch Reinhold Würth als neuer Rettungsanker? Landrath Neth hält sich bedeckt, er betont aber: „Wir unterliegen nunmal vollständig dem Wettberb. Deshalb fragen wir: Was ist die sinnvollste Lösung? Darüber werden wir offen mit der Bevölkerung sprechen.“




Stellungnahme des Landrats zu unserem Feuerwehr-Artikel

Das Landratsamt möchte gerne Stellung nehmen zu unserem Artikel „Demonstration Feuerwehr Künzelsau zum Erhalt des Künzelsauer Krankenhauses“ vom 02. Januar 2017. Wir veröffentlichen nun die Darstellung des Landratsamtes, die sich auf folgenden Absatz in unserem Artikel bezieht:

Absatz: „Die Antwort des Landratsamtes kam postwendend, nur rund eine Woche später: Die Feuerwehr solle das künftig unterlassen, die Feuerwehr wolle schließlich noch weiterhin Gelder vom Landratsamt bekommen – auch hinsichtlich einer neuen Atemschutzwerkstatt. Offensichtlich betrachtet es das Landratsamt und damit auch der Landrat als Affront, wenn sich die hiesige Feuerwehr offiziell für ihr Krankenhaus vor Ort einsetzt.“

Stellungnahme von Landrat Dr. Matthias Neth am 13.01.2017:

Diese Aussagen sind nicht Meinung des Landratsamtes und des Landrats.
Von Seiten der Hausspitze des Landratsamts Hohenlohekreis wurden keine solchen Aussagen getätigt. Insbesondere wurde von keinem offiziellen Repräsentanten des Landratsamtes gesagt, dass „die Feuerwehr das künftig unterlassen solle“ oder „die Feuerwehr wolle schließlich noch weiterhin Gelder vom Landratsamt bekommen – auch hinsichtlich einer neuen Atemschutzwerkstatt“.

Die Förderung der Wiederherstellung und Erweiterung der Atemschutzwerkstatt in Künzelsau richtet sich nach dem Bedarf und wurde in der letzten Kreistagssitzung am 12.12.2016 beschlossen. In der Bürgermeisterdienstversammlung am 30.11.2016 hatte man sich darauf verständigt, den Punkt auf die Tagesordnung der Kreistagssitzung zu nehmen.“

Anm. der GSCHWÄTZ-Redaktion: Die Demonstration der Feuerwehr war am 07. Dezember 2016 – unmittelbar vor der Kreistagssitzung, in der das weitere Vorgehen in Bezug auf der Atemschutzwerkstatt beschlossen wurde, die beim Hochwasser zerstört wurde. Uns liegen nach wie vor Quellen-Aussagen vor, dass diese besagten Sätze so gefallen sind. Die Hausspitze des Landratsamtes möchte  sich nun offiziell von diesen Sätzen distanzieren.

Was ist eine Atemschutzwerkstatt? In der Atemschutzwerkstatt werden die Atemschutzgeräte nach einem Einsatz gereinigt, desinfiziert, geprüft, gewartet und bei Bedarf repariert. Die Feuerwehrler bekommen für diese Arbeit eine Entlohnung.




Maulkorb für Künzelsau

Am Freitag, 23. Dezember 2016, war in der Hohenloher Zeitung eine größere Berichterstattung zum Thema Hohenloher Krankenhaus zu lesen, unter anderem ein Kommentar von Iris Baars-Werner auf Seite 1.

Sie lesen nun einen Gegen-Kommentar von Dr. Sandra Hartmann.

Frau Baars-Werner sieht in Ihrem Kommentar quasi kopfschüttelnd von ihrem Heilbronner Redaktionsbüro auf die Hohenloher Geschehnisse herunter. Ihr ist völlig unverständlich, wie Bundestagsabgeordnete wie von Stetten und Annette Sawade den Künzelsauer Bürgern noch Hoffnung machen können auf ein Fortbestehen der Künzelsauer Klinik und fordert endlich klare Worte. Aber wie sagt man so schön: Die Hoffnung stirbt zuletzt. Es gab schon viele Schildbürgerstreiche, an deren Ende der hoffnungslos erscheinende David den Sieg über den übermächtig erscheinenden Goliath davontrug.
Wäre es nicht viel trauriger für Künzelsau und seine Bürger, wenn Politiker wie von Stetten und Sawade einfach wegschauen oder schweigen würden zu den Woche um Woche demonstrierenden Menschen oder wären die Worte besser: „Nehmt es hin. So ist es halt.“
Ist es nicht richtig in einer Demokratie als Bürger und Politiker sich bis zuletzt einzusetzen für eine Sache, die einem wichtig ist und alle Möglichkeiten auszuloten und eben nicht  alles sofort zu akzeptieren, was von oben herunter beschlossen wurde? Vielleicht bringt  das alles nichts (auch wenn Reinhold Würth nun eine mögliche Spende angekündigt hat, um das Krankenhaus zu unterstützen, eine sehr noble Geste und eben nicht selbstverständlich, was man nie vergessen darf),  vielleicht war alles umsonst. Mag sein. Aber wenigstens müssen sich die Künzelsauer nie den Vorwurf anhören, nichts getan zu haben oder sich das Maul haben verbieten lassen. Das ist Sache der Künzelsauer nicht. Damit müssen auch ein Landrat und der Geschäftsführer der SLK-Kliniken leben.

Foto // Demonstration gegen die Schließung des Künzelsauer Krankenhauses am 11. Januar 2017. Foto: Nadja Fischer/GSCHWÄTZ




Adventskalender – schnell & originell

Mit einem Kind kann man es ja noch machen. Mit zweien wird es schon teurer,  mit dreien hat man ein Platzproblem. Die Adventskalender-Problematik kennt sicher jede Mami. Man ist schon pleite, da ist Weihnachten noch 20 Adventskalender-Päckchen weit weg. Und wohin überhaupt mit den überdimensionierten Kordeln, Schachteln, Päckchen, Wandteppichen?

Siegrid Kotlartz von Ingelfingen-Dörrenzimmern hat für Ihre drei Kinder einen Adventskalender der etwas anderen Art gebastelt:  einen Heißluftballon. Jeden Morgen durfte einer von ihnen, entweder Simone, Christiane oder Julian, den Heißluftballon von der Decke im Treppenhaus herunterlassen und da war dann immer für jeden eine kleine Überraschung drin. Der Vorteil: platzsparend, originell und vor allem: sozial. Denn so lernen Kinder, zu teilen. Wer darf den Ballon mit der Kordel herunterlassen? Gibt es ein Geschenk für alle oder für jeden eine Kleinigkeit? Schließlich steht die Adventszeit nicht für Überfluss, sondern für Gemeinschaft und Dankbarkeit für unseren Wohlstand und das Erinnern an alle diejenigen, die dieses Glück nicht haben. Die inzwischen erwachsenen Kinder Simone und Christiane setzen übrigens die Tradition ihrer Mutter fort und haben einen Heißluftballon als Adventskalender für ihre Kinder gebastelt (auf dem Foto ist der Heißluftballon-Adventskalender von Christianes Kindern zu sehen: Josie, Nele und Leni (von links)).

Bastelanleitung:

Man nehme einen aufgeblasenen Luftballon, beklebe ihn mit Zeitungspapierfetzen (etwa mit Kleister aus Mehl und Wasser), mehrere Lagen, anonsten ist der Ballon hinterher instabil, und lasse die Kugel über Nacht richtig austrocknen. Wir haben unseren Ballon dann mit Acrylfarbe angemalt, da diese schön deckend ist (ACHTUNG: nicht wasserlöslich). Der Adventskalender von Christiane Kotlartz (siehe Foto) wurde mit bunter Wolle beklebt. Mit einer Paketschnur ein kleines Körbchen zum Befüllen dranhängen (einfach zwei kleine Löcher in den Ballon mit einem spitzen Gegenstand bohren), fertig.

Wie hängt man den Ballon auf? Man bohrt ein kleines Loch durch den Ballon und steckt eine dicke Kordel oder Pakwtschnur durch. Im Inneren des Ballons verknotet man diese Schnur, damit sie nicht herausrutscht. An dieser Kordel kann man den Ballon aufhängen. Man kann auch einen Kleiderbügel in den Ballon stecken und oben rausgucken lassen.