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Hohenlohe macht’s Licht aus

Hohenlohe beteiligt sich an der heutigen Earth hour, ins Leben gerufen vom WWF. Dabei werden alle Städte und Gemeinden sowie alle Menschen, alle öffentlichen Einrichtungen und alle Unternehmen unserer Region aufgerufen, am 25. März 2017  zwischen 20.30 und 21.30 Uhr Ihre Beleuchtung abzuschalten und damit ein sichtbares Zeichen für den Klimaschutz zu setzen.

Diverse Städte und Gemeinden haben diesen Aufruf bereits in ihren Amtsblättern veröffentlicht. Auch zahlreiche Firmen im Kocher- und Jagsttal beteiligen sich an der Aktion und schalten ihre Aussenbeleuchtung in dieser Zeit ab.

Wir werden dabei nicht alleine sein. Denkmale aus aller Welt wie etwa das Colloseum in Rom, Fußballstadien und städtische Wahrzeichen wurden in der Vergagenheit bei dieser Aktion schon  „ausgeknipst“.

Die Firma Geff – Generation efficieny in Waldenburg koordiniert die Aktion in Hohenlohe. „Wir möchten sensibilisieren und Denkanstöße geben. Energie zu sparen ist im Grunde sehr einfach, die Werkzeuge sind vorhanden, wir müssen es nur tun“, heißt es auf der Internetseite.

Mehr Informationen:




Krankenhaus Künzelsau: SPD-Kreisrätin zeigt sich alles andere als volksnah

Nach unserem Beitrag „Hinweise, dass das Krankenhaus bewusst heruntergewirtschaftet wurde“ vom 14. März 2017 bekam das GSCHWÄTZ-Redaktionsteam eine E-Mail von der Kreisrätin und SPD-Fraktionsvorsitzenden Irmgard Kircher-Wieland. Sie wehrte sich darin gegen den Vorwurf, dass sie weder telefonisch noch auf unsere E-Mailanfrage zum Thema Künzelsauer Krankenhaus reagiert habe. Kircher-Wieland schreibt: „Da sage ich Ihnen ganz schlicht: Des isch Gschwätz ! Koa Gschwätz vunn mir isch:
Mich erreichten werder Anrufe von Ihnen, noch fragten Sie per E-Mail an! Aber Tatsache wäre: Ich würde mich nicht an irgendwelchem Gschwätz beteiligen! Zum Wort Gschwätz: Dieses Wort ist negativ besetzt! Einem Gschwätz kann und darf man kein Vertrauen schenken, und ein Gschwätz kann in keinster Weise den Anspruch erheben, daß die Wahrheit vermittelt wird. Sie werden doch als Hohenloher Bürgerinnen und Bürger doch den Ausspruch kennen: Sou e Gschwätz! ??? Oder: Sou enn Schwätzer mit seim Gschwätz? Fazit: An Gschwätz beteilige ich mich nicht. Deshalb werde ich weder auf Anrufe oder E-Mails von Gschwätz reagieren.“

In unserer Antwort verweisen wir darauf, dass „wir Sie mehrfach angerufen und nicht erreicht haben sowie eine E-Mail mit unseren Fragen an die E-Mail-Kontakt-Adresse auf der SPD-Internetseite geschickt haben“. Dies „belegen unsere Rufnummernlisten sowie unser Outlook-E-Mail-Account. Das ist auch gerne nachprüfbar. GSCHWÄTZ ist der Titel eines Magazins. Nicht mehr und nicht weniger. Die Fragen, die wir Ihnen bezüglich des Künzelsauer Krankenhauses gestellt haben, interessieren hier sehr viele Bürger. Diese Fragen als „GSCHWÄTZ“ abzutun, ist heikel. Sie haben als Volksvertreterin nicht nur gegenüber uns, sondern auch gegenüber jedem Bürger die Pflicht, diese Fragen zu beantworten. Es liegt hier ein allgemeines Interesse vor.

Wir haben Frau Kircher-Wieland daher nochmals unsere Fragen geschickt mit der Bitte um Beantwortung bis 20.03.2017. Dies ist der Inhalt: „Uns hat ein Schreiben erreicht, das Sie als Fraktionsvorsitzende der SPD ebenfalls erreicht hat und zwar schon am 12.07.2016. Darin wird das Vorgehen des Landrats hinterfragt und kritisiert. Nun ist unsere Frage: Wie sind Sie mit diesem Schreiben verfahren? Gab es einen Austausch zwischen Ihnen und dem Landrat Matthias Neth? Haben Sie diesen Brief Ihrer Fraktion zur Kenntnis weitergeleitet? Hat man über den Inhalt gesprochen und wenn ja, was war das Resultat?“

Frau Kircher-Wieland hat darauf wie folgt reagiert: „Eine rechtliche Verpflichtung, Ihnen Fragen zu beantworten gibt nicht. Allenfalls eine moralische meinen Wählern gegenüber. Das muß aber nicht im Gschwätz passieren. Schon gar nicht, wenn ich feststelle, daß von Ihnen Artikel geschrieben werden, die inhaltlich nicht den Fakten entsprechen. Sie sind verpflichtet vor Veröffentlichung irgendwelcher Beschuldigungen sauber zu recherchieren. Dieser Eindruck besteht leider nicht. Zu Ihrer Frage noch, ob ich Ihr Magazin Gschwätz kenne: Ja, von Anfang an. Ich werde mich trotzdem mit Ihren Fragen befassen, und dann meine Entscheidung treffen, ob eine Antwort an Ihr Magazin Gschwätz sinnvoll ist.“

Wir haben bis heute leider keine Antwort zu unseren Fragen von Frau Kircher-Wieland erhalten. Wir möchten an dieser Stelle allerdings zwei Dinge richtigstellen:

1. Natürlich hat Frau Kircher-Wieland als Kreistagsvorsitzende, anders als von ihr dargestellt, eine Auskunftspflicht gegenüber uns und allen Bürgern dieses Landkreises, da sie die Bürger im Kreis vertritt. So steht es zumindest in der Ratsinfo des Hohenlohekreises (Kreistag als „die Vertretung der Einwohner“). Des Weiteren ist es ihre Pflicht als Entscheidungsträgerin, sich über „alle wichtigen Angelegenheiten des Hohenlohekreises“, auch bezüglich des Krankenhauses, umfassend zu informieren. Daher unsere berechtigten Fragen an Frau Kircher-Wieland: Waren Sie über den Brief und die darin enthaltenene Vorwürfe informiert, und wenn ja, wie sind Sie damit umgegangen?

2. Wir von der Redaktion GSCHWÄTZ sehen uns stets zu sorgsamem Journalismus verpflichtet. Dieser Journalismus ist allerdings kein Verlautbarungsjournalismus. Das heißt, wir drucken nicht einfach ab, was man uns serviert, sondern wir fragen kritisch nach und nicht nur bei der einen Seite, sondern bei allen Seiten und lassen auch alle Seiten zu Wort kommen. Das mag für manche Lokalpoltiker nun Neuland sein. Aber das ist Journalismus: recherchieren, hinterfragen, analysieren, manchmal auch kritisch und unbequem sein. Und am Ende dieses Prozesses steht ein Ergebnis. Und je mehr wir recherchieren, insbesondere hinsichtlich des Krankenhauses, ist es uns unverständlich, dass so gemauert wird, dass mehr Zeit damit verschwendet wird, uns den Begriff GSCHWÄTZ in all seiner Breite zu erklären, anstatt kurz unsere Fragen zu beantworten.

Wir haben eine Verpflichtung gegenüber unseren Lesern. Sie, liebe Lokalpolitiker, aber auch. Und dazu gehört: schwätze.

Foto: Kreisrätin und SPD-Fraktionsvorsitzende Irmgard Kircher-Wieland. www.hohenlohekreis.de




Heute: Welt-Down-Syndrom-Tag

Heute, am Welt-Down-Syndrom-Tag, wollen wir an alle Kinder denken, die mit dem Gendefekt Trisomie 21 zur Welt gekommen sind. Auf dem Plakat, das uns netterweise seine Mutter Katja geschickt hat, seht ihr den dreijährigen Emilian aus Hohebach, der von dem Gendefetk betroffen ist.

In den letzten Jahren haben sich die Fördermöglichkeiten für Kinder mit Trisomie 21 sehr verbessert. Doch noch immer stoßen Betroffene auf ein abwehrendes Umfeld, auf Unverständnis und Eingliederungsschwierigkeiten in das soziale Leben.

Der Welt-DownSyndrom-Tag will daran erinnern, dass es noch immer Verbesserungen in der Integration bedarf.Wie Kinder mit Down-Syndrom im Kocher- und Jagsttal unterstützt werden, lesen Sie daher in einer unserer nächsten Ausgaben.




Bauen: Künzelsau hat Quadratmeterpreis auf 155 Euro/qm festgelegt

 

Wir veröffentlichen an dieser Stelle folgende Pressemitteilung der Stadt Künzelsau:

// Bauwoche vom 20. bis 25. März 2017 im Rathaus Künzelsau

Wer in absehbarer Zeit ein Wohnhaus bauen möchte, ist eingeladen, sich die Zeit für ein Gespräch mit dem Bauwochen-Team des Stadtbauamtes im Rathaus in Künzelsau zu nehmen. Nächste Woche, vom 20. bis 25. März 2017, bietet das Team auch außerhalb der üblichen Öffnungszeiten Gesprächstermine an. „Über Festlegungen der Landesbauordnung und der Bebauungspläne – aber vor allem über unsere Baugebiete und die herrlichen Grundstücke dort geben wir gerne Informationen und beraten Bauinteressenten“. Allerdings bittet Roswitha Deptner um eine vorherige Terminabstimmung. „Damit wir uns auch ausreichend Zeit für das Gespräch nehmen können“, erklärt die Mitarbeiterin des Stadtbauamtes. Auch Interessenten, die sich im geplanten Neubaugebiet in Amrichshausen ihren Eigenheimwunsch erfüllen möchten, können nun besser kalkulieren. Der Gemeinderat hat am vergangenen Dienstag den Grundstückspreis auf 155 Euro pro Quadratmeter festgelegt. Im geplanten Baugebiet in Belsenberg kostet der Quadratmeter 145 Euro, in Kocherstetten 150 Euro, in Morsbach 140 oder 150 Euro – je nach Lage, Gaisbach voraussichtlich 200 bis 250 Euro, im Wohngebiet Taläcker 120 Euro. Allerdings sind in letzterem bereits alle Bauplätze reserviert oder verkauft. Dort gibt es eine Warteliste auf der man sich bei Interesse eintragen lassen kann. „Ich freue mich, mit allen Beteiligten, auch den Stadträten und natürlich mit Ortsvorsteher Gerhard Rudolph, dass wir in Amrichshausen nun einen akzeptablen Quadratmeterpreis anbieten können“, so Bürgermeister Stefan Neumann. Dort fehlen jedoch noch vier von acht verbindlichen Bauplatzreservierungen, damit die Erschließung in Angriff genommen werden kann. Denn aufgrund der finanziellen Situation der Stadt, müssen mindestens vierzig Prozent der Baugrundstücke verkauft oder fix reserviert sein. So lautet die Vorgabe des Landratsamtes Hohenlohekreis. In Kocherstetten sind diese Voraussetzungen bereits erfüllt. Die Erschließungsarbeiten beginnen dort noch im Frühjahr. Das ist für den Ortsvorsteher Ernst Gruber aber kein Ruhekissen. Er wirbt weiter für das Baugebiet am Südhang in Kocherstetten und gibt auch gerne Interessierten vor Ort weitere Auskünfte. Dazu laden auch die Ortsvorsteher von Amrichshausen, Belsenberg, Gaisbach und Morsbach ein. Jedes der Baugebiete hat seinen speziellen Reiz und besondere Eigenschaften.

Belsenberg – Bauen am Südhang, umgeben von Streuobstwiesen

Belsenberg kann rund um das Baugebiet herrliche Natur mit Streuobstwiesen bieten. Die Lage der Baugrundstücke am Südhang garantiert viel Sonne mit Aussicht auf Belsenberg im Tal. Ortsvorsteher Jochen Jäger vereinbart gerne einen Termin im Baugebiet und zeigt Bauinteressenten, was Belsenberg zu bieten hat. Damit dort die Erschließung starten kann, sollten sich noch vier Bauherren melden und ihre Bauplätze reservieren. Einen weiten Blick über die Hohenloher Ebene hat man in Amrichshausen. In Morsbach sind sechs Grundstücke sofort bebaubar.

Zukünftige Bauherren sind herzlich eingeladen sich zu informieren, idealerweise nach vorheriger Terminabstimmung unter Telefon 07940 129-412, oder per E-Mail bauen@kuenzelsau.de . Detaillierte Informationen zu den Baugebieten gibt es auch online: http://www.kuenzelsau.de/bauen .

Wohngebiet Taläcker
Ansprechpartner: Stadtbauamt,
Telefon 07940 129-412, bauen@kuenzelsau.de
120 Euro /qm
36 Bauplätze reserviert bzw. verkauft. Es gibt eine Warteliste.

Amrichshausen
Ansprechpartner vor Ort:
Gerhard Rudolph, Ortsvorsteher
Telefon 07940 51998
155 Euro/qm

Belsenberg
Ansprechpartner vor Ort:
Jochen Jäger, Ortsvorsteher
Telefon 07940 51162
145 Euro/qm

Gaisbach, Haselhöhe I
Ansprechpartner vor Ort:
Robert Volpp, Ortsvorsteher
Telefon 07940 4795
200 bis 250 Euro/qm
Zahlreiche Interessenten

Kocherstetten
Ansprechpartner vor Ort:
Ernst Gruber, Ortsvorsteher
Telefon 07940 4370
150 Euro/qm

Morsbach
Ansprechpartner vor Ort:
Emil Zeller, Ortsvorsteher
Telefon 07940 2420
140 oder 150 Euro, je nach Lage

Zu den Fotos:

Am südwestlichen Ortsrand von Amrichshausen entsteht ein Neubaugebiet mit 19 Bauplätzen.

Belsenberg kann noch vier herrliche Bauplätze am Südhang bieten.

Fotos: Stadtverwaltung Künzelsau
17.03.2017/Sm




Die ersten Vorschläge: So schön könnte Alt-PEKA werden

Wir haben unsere Leser gefragt: Was liese sich aus dem alten PEKA-Areal im Herzen der Kreisstadt machen. Die ersten Vorschläge sind bei uns eingetroffen. Auf dem Foto seht ihr eine Martkhalle, gezeichnet von Wichtrud Haag, die sich Christiane Bürkert aus Ingelfingen vorstellen könnte: „Es könnten dort kleine Parzellen vermietet werden, etwa an Kunsthandwerker, Suppenküchen-Betreiber, kleine Restaurants.“

Mehr dazu gibt es in unserer neuen Ausgabe.




Dritter Künzelsauer TauschTag

Unter dem Motto „bringen-finden-freuen“ veranstaltet der Tauschkreis Schwäbisch Hall/Hohenlohe zum dritten Mal den Künzelsauer TauschTag. Die Besucher können dabei schöne und nützliche Dinge an andere weitergeben oder neu erwerben. Dabei ist „erwerben“ nicht ganz der richtige Ausdruck, denn Geld fließt keines:

Bringen und Mitnehmen sind komplett kostenlos. Getauscht werden etwa Bücher oder Kleidung. Termin ist Samstag, den 29. April 2017, in der Stadthalle Künzelsau von 9 bis 15 Uhr.




Altenpflegehelfer besuchen Bestattungsinstitut

Anbei veröffentlichen wir eine Pressemitteilung, die wir vom Landratsamt mit der Bitte um Veröffentlichung erhalten haben:

Im Rahmen des Seminars „Sterben, Tod und Trauer“ besuchte die Klasse der Altenpflegehelfer (BFAHT) der Karoline-Breitinger-Schule Künzelsau gemeinsam mit den Pflegefachlehrerinnen Aloisia Jauch und Ruth Gatzke das Bestattungsinstitut Dorn in Öhringen.
Die Leiterin des Bestattungsinstitutes, Martina Feuchter, informierte die Schülerinnen und Schüler über die vielfältigen Aufgaben eines Bestatters. Dreizehn Schülerinnen und ein Schüler konnten Fragen stellen, die Martina Feuchter sehr einfühlsam beantwortete. So interessierten die angehenden Altenpflegehelfer z.B. welche Kleidung ein Verstorbener anziehen darf oder welche Formen der Bestattung es gibt. Weiterhin erfuhren die Schüler einiges über verschiedene Erinnerungskulturen wie zum Beispiel das Anfertigen von Schmuckstücken. „Dass die Aufgaben eines Bestatters so vielseitig sind, habe ich mir bisher nicht vorstellen können“, so die anerkennende Aussage einer Schülerin.
Im Anschluss daran durfte die Klasse gemeinsam einen Sarg gestalten. Durch Bilder, kurze Texte oder Liedzeilen machten sie die Fülle eines Lebens sichtbar. Der Ausflug diente den Schülerinnen und Schülern als gute Vorbereitung auf das anschließende einwöchige Seminar zum Thema Sterben, das im „Haus der Musik und Begegnung“ in Rot am See/Brettheim durchgeführt wurde.

Bildunterschrift:
Beim Besuch des Bestattungsunternehmens Dorn durften die angehenden Altenpflegehelfer der Karoline-Breitinger-Schule Künzelsau einen Sarg gestalten. Foto: Landratsamt Hohenlohekreis




Künzelsau: Hinweise, dass das Krankenhaus bewusst heruntergewirtschaftet wurde

Hinweise, dass das Krankenhaus Künzelsau bewusst heruntergewirtschaftet wurde

// Nach Bürgermeister Neumann, der Bürgerinitiative, den Ärzten und der Feuerwehr üben nun auch die Mitarbeiter des Krankenhauses öffentlich Kritik an Landrat Dr. Matthias Neth

Wir wissen nicht, was unser Landrat Dr. Matthias Neth dachte, als er Mitte vergangenen Jahres folgenden Brief von den Mitarbeitern des Künzelsauer Krankenhauses erhalten hat, der dem GSCHWÄTZ-Redaktionsteam vorliegt und nun erstmals in die Öffentlichkeit gelangt.

Die Kernaussage: Über Jahre wurde der Krankenhaus-Standort Künzelsau entweder fahrlässig oder vorsätzlich von dem damaligen Geschäftsführer Dr. Andor Toth geschwächt. Die Mitarbeiter baten Landrat Dr. Matthias Neth in dem Schreiben, einzuschreiten. Die Reaktion des Landrats auf dieses Schreiben ist kaum nachvollziehbar. Eine Rekonstruktion der Ereignisse.

Im dem mehr als drei Seiten langen Brief heißt es unter anderem: Den „Mitarbeiten der HK [Anm. d. Red.: Hohenlohe Krankenhaus gGmbH]“ ist es „ein sehr wichtiges Anliegen, Ihnen […] verschiedene Themen aufzuzeigen, die wir derzeit mehr als kritisch sehen und die auch Ihre Aussagen für uns nicht mehr glaubhaft aussehen lassen.“ Zu Beginn der Umstrukturierungsdebatte im März 2017 etwa habe Neth offiziell noch von zwei starken stationären Krankenhaus-Standorten gesprochen. Aber die Mitarbeiter bekamen immer mehr das Gefühl, dass der Stilllegungsplan für Künzelsau schon lange feststand und Toth der ausführende Geschäftsführer war, der nichts getan hat, um entgegenzusteuern, im Gegenteil. Nach Gesprächen mit Belegärzten soll Toth in interner Runde – und nicht zum letzten Mal – gesagt haben: „Ist doch egal, das Künzelsauer Krankenhaus wird doch sowieso bald zugemacht.“

Während das Landratsamt gegenüber GSCHWÄTZ das Ende der Belegarzttägigkeit der Praxis Drs. Mutschler, Tischler und Zugelder mit „stark gestiegenen Haftpflichtprämien“ für die Ärzte begründete, steht in dem Brief, dass Dr. Tischler in Gesprächen mit Dr. Andor Toth gehofft hatte, eine Lösung zu finden, diese seien jedoch enttäuschend verlaufen.

Auch ein Angebot des Diakonie-Klinikums in Schwäbisch Hall (Diak) über 50 Knie-Operationen jährlich habe Toth abgelehnt mit der Aussage, „das Diak würde uns doch nichts Gutes tun.“ Stimmt das, fragen die Mitarbeiter ihren Landrat und bitten ihn indirekt, der Sache nachzugehen: „Um die Wahrheit zu erfahren, wäre es interessant, nicht bei Herrn Toth, sondern im DIAK beim betreffenden Chefarzt nachzufragen.“ Von Seiten des Landratsamtes wird auf Nachfrage von GSCHWÄTZ darauf verwiesen, dass „Projektgruppensitzungen unter Einbindung des Diak gestartet“ wurden. „Seit Dezember 2016 erfolgen ambulante Operationen.“ Krankenhausintern heißt es widerum, Knieprothesen-Operationen, die einen stationären Aufenthalt nach sich ziehen, wurden abgelehnt.

Generell kritisieren die Mitarbeiter die Informationspolitik von Andor Toth scharf: „Fragen von Mitarbeitern, sofern sie überhaupt noch an die Geschäftsführung gestellt werden, werden mit zynischen und geringschätzigen Bemerkungen abgetan.“ Aber auch die Informationspolitik des Landrats steht in der Kritik: „Selbst Kollegen im Krankenhaus wissen oft nicht, was bei uns noch behandelt wird. Wie soll es dann die Bevölkerung wissen? […] Seit nunmehr zwölf Monaten wird der Strategieplan von Herrn Toth, welcher ja im Kreistag beschlossen wurde, intern diskutiert. Dies erfolgt leider nicht in klarem, vertrauensförderndem Stil, sondern mit diffusen, sich teilweise widersprechenden oder gar nicht gemachten Informationen, welche das letzte Vertrauen in die Geschäftsführung zerstören.“

Trotz allem haben die Mitarbeiter noch Hoffnung für den Standort Künzelsau, wenn sie etwa schreiben: „Wir sehen in den Strukturen sehr großes Potenzial. Nicht jedes Haus der Größe Künzelsaus könnte damit werben, dass eine Dialyseversorgung sichergestellt ist, ohne große Transportwege in Kauf zu nehmen.“

Der Brief der Krankenhaus-Mitarbeiter soll in Kopie zusätzlich noch an alle Fraktionsvorsitzenden gegangen sein. GSCHWÄTZ hat bei den einzelnen Vorsitzenden nachgefragt. Grünen-Fraktionsvorsitzende Erika Bauer meinte, sie habe keinen Brief bekommen, SPD-Fraktionsvorsitzende Irmgard Kircher-Wieland reagierte weder auf unsere Anrufe noch auf unsere E-Mail. FDP-Fraktionsvorsitzender Gerhard Feiler war kurz angebunden: „Wir können keine Transparenz durchblicken lassen, Wir sind aktuell in einem Bieterverfahren. Und alles, was dann veröffentlicht wird, stört.“

Die einzigen, die bislang bereit waren, ihr Verhalten bezüglich dem Brief zu erklären, waren der CDU-Fraktionsvorsitzende Karlheinz Börkel und Thomas Föhl von der Freiwilligen Wählervereinigung (FWV). Beide verweisen darauf, dass der Brief ohne Angabe eines Absenders in ihren Briefkästen lag. „Selbst wenn ich wollte, wie hätte ich antworten sollen?“, fragt Föhl. Da der Brief an den Landrat adressiert war, sei es darüber hinaus Aufgabe des Landrats, zu reagieren. Föhl und Börkel haben jedoch laut eigener Aussage, den Brief mit ihren Fraktionsmitgliedern besprochen und auch mit Landrat Dr. Matthias Neth darüber gesprochen. Zu den Inhalten solle man den Landrat fragen, aber Börkel betont: „Alle meine Entscheidungen, die ich bisher getroffen habe, habe ich reinen Gewissens getroffen, auch im Hinblick auf das Krankenhaus Künzelsau. Es tut mir zwar auch persönlich sehr leid, aber es geht einfach nicht anders.“

In einer offiziellen Pressemitteilung von Landrat Dr. Matthias Neth an GSCHWÄTZ heißt es:

„ Feedback und Anregungen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nehme ich sehr ernst. […] Eine direkte Beantwortung war nicht möglich, da der Brief ohne Absender an mich adressiert war und unklar war, ob und um welche Mitarbeiter es sich gehandelt hat.
Grundsätzlich können anonyme Briefe vom Landratsamt Hohenlohekreis nicht beantwortet werden.“

Die Redaktion GSCHWÄTZ fragte daraufhin nach, ob der Landrat die in dem Brief erwähnten Personen angesprochen hatte, die scharfe Kritik an Andor Toth geäußert hatten, wie etwa die Praxisgemeinschaft Mutschler, Zugelder und Tischer, Dr. Grups oder das Diak, um nachfragen, inwieweit die Kritik berechtigt ist. Die Antwort des Landrats: „Da die Kommunikation mit den Belegärzten sowie den niedergelassenen Ärzten Sache des Geschäftsführers und der Chefärzte des ist, haben diese die Gespräche geführt. Dr. Andor Toth stand mit den genannten Belegärzten sowie dem Diak in regelmäßigen Austausch.“

Landrat Dr. Matthias Neth, überlies es demnach Dr. Andor Toth, der Sache nachzugehen, ob die massive Kritik an Dr. Andor Toth berechtigt ist, nämlich dass das Krankenhaus über Jahre von Toth heruntergewirtschaftet wurde.

Die Frage ist nun: Warum ist keiner eingeschritten?




Erinnerung an eine furchtbare Zeit und an mutige junge Menschen

Hans Scholl Rose an Landrat Dr. Matthias Neth übergeben
// Zur Erinnerung an die „Weiße Rose“, Widerstandsbewegung gegen den Nationalsozialismus

Am heutigen Mittwoch wurde Landrat Dr. Matthias Neth von Hans-Jürgen Deck ein Hans Scholl Rosenstock übergeben. Im Beisein des Forchtenberger Bürgermeisters Michael Foss, Bürgermeister a.D. Uwe Gysin und Stadtarchivar Stefan Kraut wurde sie im Eingangsbereich des Landratsamtes Hohenlohekreis eingepflanzt.
„Die Rose ist eine Rose gegen das Vergessen. Sie wird uns immer an den Widerstandskämpfer Hans Scholl erinnern“, so Landrat Dr. Neth. Hans Scholl war Mitglied der studentischen Widerstandsgruppe „Weiße Rose“, die gegen den Nationalsozialismus kämpfte. Zusammen mit seiner Schwester Sophie Scholl und seiner Familie verbrachte Hans Scholl seine Kindheit in Forchtenberg. Sein Vater Robert Scholl war dort von 1919 bis 1930 Bürgermeister.
Hans-Jürgen Deck überbrachte stellvertretend für Renate S. Deck den Rosenstock. Sie leitet seit 2004 die Gedenkstätte im Stadttor „Würzburger Tor“ Weiße Rose in Forchtenberg, welche vielfältige Erinnerungsarbeiten an den Geburtsorten der Geschwister Scholl leistete.
Bürgermeister Michael Foss war bei der Rosen Taufe auf der Landesgartenschau 2016 in Öhringen damals Taufpate. „Das Taufwasser der weißen Rose entstammte aus der Jagst bei Ingersheim, wo Hans Scholl am 22. September 1918 geboren wurde“, so Forchtenbergs Bürgermeister Foss. Hans Scholl wurde am 22. Februar 1943 von den Nationalsozialisten wegen seines Engagements in der Weißen Rose durch ein Schafott hingerichtet.

// Bilder (Landratsamt Hohenlohekreis): Landrat Dr. Matthias Neth (1. v.r.) wurde im Beisein des Forchtenberger Bürgermeisters Michael Foss (2. v.r.) und des Altbürgermeisters Uwe Gysin (1. v.l.), von Hans-Jürgen Deck (2. v.l.) ein Hans Scholl Rosenstock übergeben, welcher gleich im Eingangsbereich des Landratsamtes eingepflanzt wurde.




Busfahrer lässt Kind stehen

Ein Busfahrer weigert sich ein Kind mit einem Tretroller mitzunehmen. Der Tretroller ist zusammenklappbar, somit würde er keinen Platz wegnehmen. Pure Schikane, Willkür oder ein schlechter Tag?
Am 06.März 2017 lud der Hohenlohekreis zu einer Bürgerveranstaltung in die Stadthalle ein. Der Bürger soll zu Wort kommen und helfen, den Nahverkehr attraktiver zu gestalten.

In der Diskussionsrunde wurden die Anregungen der Bürger angehört und man versuchte Lösungen zu finden.
Eine besorgte Mutter erzählt, wie ihr Sohn regelmäßig von bestimmten Busfahrern mit den Worten: „Dich nehmen wir mit deinem Roller nicht mit!“ stehen gelassen wird. Das mehrfache Beschweren beim Busunternehmen hat bisher nichts geändert.
Es wurde auch thematisiert, dass einige Busfahrer an ihrer Freundlichkeit, Toleranz und Hilfsbereitschaft arbeiten sollten.

Falls Beschwerden über Busfahrer in Zukunft ohne Wirkung bleiben, könne man sich direkt bei Herrn Roland Braun beschweren. Roland Braun ist für den Nahverkehr Hohenlohekreis zuständig. Telefon: 07940/91440
Email: info@nvh.de

Ein Bürger sprach den Wunsch nach Informationssysteme aus. Damit der Fahrgast an der Haltestelle weiß, ob der Bus Verspätung hat oder gar ausfällt. Roland Braun erklärt, dass man in längstens zwei Jahren ein „landesweites Auskunftssystem in Echtzeit“ auf die Beine stellen möchte.

Weiteres Top-Thema: Busverbindung zur Schule nach Neuenstein
Schüler der Schule Neuenstein müssen zum Teil 40 Minuten auf den Schulbeginn warten. Andere Optionen wären, dass die Eltern die Schüler fahren oder man nimmt ein tägliches zu spät kommen in Kauf. Auf das Anliegen, die Busverbindungen anzupassen, sagte Landrat Dr. Matthias Neth, man solle auch mit der Schule sprechen. Vielleicht wäre es möglich den Schulbeginn zu ändern.

Auf die Bitte hin, die Haltestellen barrierefrei zu gestalten erfuhr der Bürger, dass 2016 zehn Bushaltestellen barrierefrei umgebaut wurden. Dieses Jahr sind zehn weitere dran. Natürlich ist dies ein finanzieller Aspekt und ist Aufgabe von Städten und Gemeinden. Bei derzeit 800 vorhanden Bushaltestellen und dem konstanten Tempo von zehn Haltestellen pro Jahr, wären im Jahre 2096 alle Haltestellen barrierefrei.

„Wir haben einen Nahverkehrsplan aus dem Jahr 2011, der allen Vorgaben entspricht. Aber wir möchte den Nahverkehrsplan in die Zukunft führe.“, betonte Neth. Aber:
„Wie kann man das vorhandene System mit den vorhandenen finanziellen Mitteln verbessern?“

Der Landkreis Hohenlohe hat sich jemanden von „außen“ geholt um den ÖPNV attraktiver zu gestalten und Innovative Gedanken einzubringen. Herrn Rimbert Schürmann von PTV Transport Consult in Karlsruhe.

Rimbert Schürmann hat 5 verschiedene Konzepte erarbeitet:

1. Keine Bedienung von Teilorten unter 200 Einwohner. Hierbei handelt es sich um 3000-4000 Gesamteinwohner, welche betroffen wären. „Das sieht sehr verheerend aus und kann nicht umgesetzt werden“, so Rimbert Schürmann.

2. Streichung aller Fahrten nach 15 Uhr an Schultagen, diese werden durch andere Fahrten ersetzten z.B.: Rufbus. Einzelne Ortschaften würden in Form eines Rufbuses befahren und man hätte Umsteigemöglichkeiten auf die Hauptverkehrslinien. „Das System wäre aber zu komplex für eine so geringe Anzahl an Fahrgästen“ erklärt Rimbert Schürmann.

3. Streichung aller Fahrten nach der Betriebsruhe am Ferientag. Rimbert Schürmann ergänzt, dass das Rufbussystem hier schwierig wäre. Da man jede Stunde einen Bus bereitstellen müsse, dies ist momentan im normalen Fahrplan nicht einmal der Fall. Somit ein zu hoher Kostenfaktor.

4. Zusätzliche Angebote am Abend und Wochenende. Wie teuer wäre das? Rimbert Schürmann: „Mindestens 900.000 Euro und das nur, wenn der Rufbus zu 25% genutzt wird.“

5. Innovative Konzepte wie
Bürgerbus, Flinc (Mitfahrgelegenheit), Elektromobilität für PKW und Car-Sharing. Jedoch ist dies kein Ersatz für den ÖPNV, klärt Rimbert Schürmann auf.

Was von all den erarbeiteten Vorschlägen von Rimbert Schürmann und Ideen der Bürger also überhaupt umgesetzt werden kann, ist fraglich. Jedoch werden laut Landrat Dr.Matthias Neth die Anregungen der Bürger berücksichtigt. Neth betonte am Ende der Veranstaltung, dass diese Veranstaltung sehr wichtig sei, damit man das Besprochene berücksichtigen kann, bevor es in den offiziellen Part geht. An Stellwänden haben denn auch einige der rund 50 anwesenden Bürger ihre Anregungen, grafen und Kritik hingeschrieben, etwa: „Linie KÜN – Bad M. gut, aber Ausweitung nach Schöntal / Mulfingen“. Oder: „Hohebach mehr Direktverbindungen“.

Termin verpasst aber einen Vorschlag? Kein Problem. Über die Homepage des Nahverkehr Hohenlohekreis kann man noch Vorschläge abgeben.
http://www.nvh.de -> Aktuelles -> Bürgerbeteiligung -> Entwicklung des ÖPNV im Hohenlohekreis