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W-Lan Hot Spots, originelle Spendenfinanzierung & Souvenir gesucht

Künzelsau: ab sofort öffentliche WLAN-Spots
// von Isabell Kähny

Seit Montag gibt es in der Künzelsau einen öffentlichen Internet-Zugang. Kostenloses Surfen ist fortan in drei Hotspotbereichen möglich. Diese befinden sich am Ganerben-Platz am Alten Rathaus, am Biergarten und im Kocherfreibad. Bürgermeister Stefan Neumann gab gemeinsam mit EnBW-Kommunalberaterin Brigitte Bayer den Startschuss. Er erklärt: „Es ist nicht flächendeckend, aber an sozialen Punkten.“ Außerdem beteuert er: „Es ist relativ einfach, sich einzuwählen.“ Dies bestätigt auch Bayer, die zudem eine Reichweite von durchschnittlich 50 Metern in jede Richtung angibt. Je nach Bebauung reicht das Netz sogar bis zu 200 Meter weit. Eine Besonderheit ist die Anbringung in einer Straßenlaterne am Ganerben-Platz. Stolz ist die Stadt zudem auf den Namen, der im Rahmen einer Online-Umfrage ausgewählt wurde: KiauNet WifiSpot.

Wer möchte sich auf einer Stele vor dem Alten Rathaus verewigen?

// Sanierung des Alten Rathauses in Künzelsau

„Jeder kennt das Alte Rathaus“, so Bürgermeister Stefan Neumann. Es gilt als Aushängeschild der Stadt. Beim Unwetter im letzten Jahr nahm das Gebäude großen Schaden. Da eine umfassende Sanierung von Nöten ist, wird das Alte Rathaus im Ganzen neu konzipiert und modernisiert. Um die Kosten zu stemmen, wurde ein besonderes Spendenprojekt entwickelt: Im Jahr 2022 feiert die Stadt Künzelsau ihr 500-jähriges Jubiläum. Für jedes der 500 Jahre wird nun ein Pate gesucht. Dieser verewigt sich mit einem Widmungstext auf einer vor dem Gebäude aufgestellten Stele. Mitmachen können nicht nur Privatpersonen, sondern auch Firmen und Vereine. Auch mehrere Familien dürfen sich zusammenschließen. Auf jede Jahreszahl kann bis zum 4. Oktober 2017 geboten werden. Das Mindestgebot liegt bei 20 Euro. Jeder andere Bieter kann um zehn Euro überbieten. „Man soll sich gegenseitig anstiften“, wünscht sich Neumann. Für das etwas andere Spendenprojekt wurde eine Webseite eingerichtet: www.altes-rathaus-kuenzelsau.de. Wem kein Internetzugang zur Verfügung steht, der darf ins Rathaus kommen.

// Tag der Städtebauförderung am 20.Mai 2017

Am kommenden Samstag findet von zehn bis 15 Uhr der Tag der Städtebauförderung im Alten Rathaus in Künzelsau statt. Pläne für die Neukonzeption der Stadtbücherei werden ebenso wie das Spendenprojekt vorgestellt.
Bild könnte enthalten: im Freien

Wettbewerb: Fossiles Souvenir aus Hohenlohe für Alexander Gerst gesucht

Voraussichtlich Ende April 2018 geht es für Alexander Gerst wieder zur ISS. Auch dieses Mal soll ein ausgefallenes Souvenir aus Künzelsau mit dabei sein: Gesucht wird ein fossiles Fundstück, beispielsweise aus Muschelkalk. „Wichtig ist, dass es aus Hohenlohe kommt“, betont Neumann.

Der Wettbewerb startet am 19. Mai und läuft bis zum 16. Juni 2017. Eine Jury wird den Gewinner-Stein küren. Dieser muss in eine Verpackung mit den Maßen 8 x 8 x 6 Zentimeter passen und darf maximal 150 Gramm wiegen. Der Gewinner wird im Rahmen des Künzelsauer Stadtfestes bekanntgegeben.

Die ausführlichen Teilnahmebedingungen sind unter www.kuenzelsau.de/gerst nachzulesen.

Foto: Alexander Gerst. www.esa.int




Karten für KÜNightLife mit Gonzo Anfang am 07. Juni 2017

// After-Work einmal anders

Bei der nächsten von der Stadtverwaltung Künzelsau organisierten KÜNightLive am 07. Juni 2017 um 19 Uhr im  Foyer des Künzelsauer Rathauses ist Josip ,Gonzo‘ Krolo mit seiner Band zu Gast. Einlass ist um 18 Uhr. Die Besucher erwartet ein Musik-Mix aus den letzten Jahrzehnten.
Das Epylog – Golden Bar sorgt für kühle Getränke und kleine Köstlichkeiten zum Essen.

// Gruppenrabatt ab fünf Personen
Konzertkarten für den Juni-Termin gibt es für acht Euro im Bürgerbüro im Rathaus, Stuttgarter Straße 7, telefonisch zur Reservierung bei der Stadtverwaltung Künzelsau, Marco Klappenecker, Telefon 07940 129-119 oder an der Abendkasse. Gruppen ab fünf Personen zahlen nur sechs Euro pro Person.

Das Konzert geht rund drei Stunden

// Sommerpause

KÜNightLive 2017 hat im Juli und August Sommerpause.

Im September geht die KÜNightLive mit der Band Noisepollution weiter.

Foto: www.gonzoandfriends.de




Hoppla, was steht denn da mitten im Weg?

Bei der gestrigen Radwegeinweihung Dörrenzimmern-Eberstal haben bislang Unbekannte ein Schild mitten auf dem Radweg aufgestellt. Der Inhalt: „Vorsicht: H. Dr. Neth! Fahren Sie langsam, das nächste Krankenhaus ist 30 km entfernt. Abs.: 1.500 Bürger vom Sindelbachtal.“

Das Schild war so aufgestellt, dass jeder, der den Radweg bei der gestrigen Einweihung abgefahren ist, unter ihm hindurchfahren musste – auch Landrat Dr. Matthias Neth und Ingelfingens Bürgermeister Michael Bauer sowie die Landtagsabgeordneten Arnulf von Eyb (CDU) und Anton Baron (AfD). Das Schild wurde angeblich umgehend von einem städtischen Mitarbeiter entfernt.

Hinweise, wer das Schild aufgestellt hat, bitte an die Redaktion GSCHWÄTZ: 07940/93 555 7 oder via E-Mail: info@gschwaetz.de

Fotos: privat




So zeigen sich lokale Politiker nur selten

In die Pedale, fertig, los: Am Freitag, den 12. Mai 2017, wurde der neue Radweg zwischen Dörrenzimmern und Eberstal eingeweiht. Landrat Dr. Matthias Neth schneidet mit Ingelfingens Bürgermeister Michael Bauer und den Landtagsabgeordneten Arnulf von Eyb (CDU) und Anton Baron (AfD) nicht nur das Band durch, sondern sie fuhren den neuen etwas über einen Kilometer langen Radweg auch gleich mit ihren eigens dafür hergebrachten Fahrrädern selbst ab. Einwohner begleiteten sie bei ihrer Tour.  Mit dabei waren auch Oldtimer-Fahrräder. Die Kinder des Kindergartens Stenschnuppe sangen ein Begrüßungslied.

 




Öhringen werde wachsen, Künzelsau stagnieren

2020 werde das Jahr sein, an dem die Spirale nach unten komme: Die Hälfte der Hausärzte seien dann über 60 Jahre alt, verabschieden sich in die Rente und das „klassische Hausarztmodell wird dann nicht mehr funktionieren“. So jedenfalls prognostiziert es der Ende Januar 2017 ins Amt berufene Landes -Demografie-Beauftragte Thaddäus Kunzmann (CDU) bei einem Treffen mit dem VdK-Vorsitzenden des OV Künzelsau, Berthold Krist im Max-Richard und Renate Hofmann-Haus, Zentrum für Demenz, in Künzelsau Ende April.

In einer anschließenden Gesprächsrunde bewertet Dr. Matthias Neth, Landrat des Hohenlohekreises, die hausärztliche Versorgung ähnlich wie der Demografiebeauftragte. Auch Neth glaubt, dass es in zehn bis 15 Jahren den klassischen Hausarzt nicht mehr geben werde. Und was dann? Um dieser Entwicklung entgegenzusteuern. Dr. Hermann Kern forderte: „Die Rahmenbedingungen für die Hausärzte im ländlichen Raum müssen verbessert werden.“ Es gäbe durchaus Möglichkeiten, die Niederlassung auf dem Land zu verbessern. Vorschläge dazu liegen vor, man müsse diese nur ernsthaft angehen. Vorweg „sollte die bestehende Zulassungssperre für den Altkreis aufgehoben werden“ [Anm. d. Red.: Mit Zulassungssperre ist gemeint, dass es staatliche Vorgaben gibt, wieviel Ärzte, zum Beispiel praktizierende Kinderärzte, es im Hohenlohekreis geben darf. Die Grundlage hierfür bilden die Einwohnerzahlen). In einer Zeit, in der über einen Ärztemangel diskutiert werde, sei dies längst überfällig.

Der VdK setze sich, so die Pressemitteilung des VdK hierzu, „für eine dezentrale und künftig veränderte hausärztliche Versorgung ein in Form von Praxisgemeinschaften mit angestellten Ärzten und medizinischen Versorgungszentren. Dabei muss der benachteiligte ländliche Raum besonders gefördert werden.“ Kunzmann betont: „Der ländliche Raum braucht eine spezielle Daseinsvorsorge, damit die Leute nicht abwandern. Dies kostet Geld.“ Er verweist dabei auf den Wettbewerb „ Quartier 2020“ an dem die Gemeinden teilnehmen sollten, um die Mammutaufgabe zu schultern. [Anm. d. Red.: Bei dem Sozialministerium Baden-Württemberg ausgerufenen Programm Quartier 2020 können Gemeinden Konzepte zur „Quartiersentwicklung“ zum Thema „Pflege und Unterstützung im Alter“ einreichen und eventuell finanzielle Unterstützung vom Land bekommen.]

Auch Landrat Neth unterstützt das Programm Quartier 2020. Damit „könnten die Kommunen gezielt ihre Wohninfrastruktur verbessern“. Er ermutigt die Gemeinden hier mitzumachen. Ein Riesenpotential sieht er auch „bei den Menschen, die länger gesund alt werden“. Diese Ressource werde heute noch nicht genutzt.

Neth betonte, dass der Landkreis nicht kleiner, aber die Siedlungspolitik sich völlig verändern werde: „Die Entwicklungsachse des Kreises liegt entlang der Autobahn A6 . Öhringen wird die Einwohnerzahl von 25.000 überschreiten, während Künzelsau, trotz Fachhochschule bei 15.000 Einwohnern stagnieren und massiv älter werden wird.“

Landesbeauftrage Kunzmann: „Im Pflegebereich werden bis 2030 etwa 50.000 neue Plätze in der stationären Pflege gebraucht bei einer Investition von 110.000 € je Platz und einem Gesamtvolumen von 5.5 Milliarden Euro. Größte Probleme werden ab 2040 entstehen , wenn die geburtenstarken Jahrgänge verstärkt pflegebedürftig werden und die Menschen fehlen , die sie pflegen.“
Was ist zu tun?

Der Sozialverband VdK startete 2016 eine Kampagne „ Weg mit den Barrieren“ für eine barrierefreie Gesellschaft. Der Fokus sollte laut dem VdK im barrierefreien Bauen, vor allem aber im barrierefreien Umbau von älteren Wohnungen liegen , damit die im Alltag eingeschränkten und pflegebedürftige Menschen möglichst lange in den eigenen vier Wänden in vertrauter Umgebung wohnen können. Ein Landeswohnbauförderprogramm soll dafür neu aufgelegt werden. Barrierefreie Bus- und Bahn- Nutzungsmöglichkeiten sowie E-Bikes seien laut dem VdK sinnvolle Ergänzungen.

Zusammen mit dem Kreisvorsitzenden Rolf Käpplinger und einigen Ortsvorsitzenden sowie VdK-Mitgliedern wurde an diesem Treffen noch das Max-Richard-und Renate-Hofmann-Haus in Künzelsau unter der Führung von Frau Muth und Frau Schiffer besichtigt, ein Demenzzentrum mit Tagespflege und offener Begegnungsstätte besichtigt. Das Haus steht unter dem Motto „ Gut alt werden“. Gerade durch die Kombination der stationären Einrichtung mit der laut Rolf Käpplinger voll belegten Tagespflege sowie der Begegnungsstätte für alle Altersgruppen erfüllt das Haus einen hohen integrativen Anspruch. Danach erfolgte noch ein Besuch des Waldorfkindergarten, der sich in einem umgebauten Bauernhaus in Morsbach befindet.

Der Sozialverband VdK Ortsgruppe Künzelsau feierte im vergangenen Jahr 70-jähriges Jubiläum. Er setzt sich für Belange der Menschen vor Ort ein. Der Verband hat laut eigener Aussage stark steigende Mitgliederzahlen zu verzeichnen.
Alle Informationen in diesem Artikel wurden uns freundlicherweise vom VdK-Sozialverband zur Verfügung gestellt.

Foto: Ärztehaus Künzelsau




Amrichshausen wiederauferstanden

Werner Hügel hat uns freundlicherweise ein Foto von dem neuen Ersatzmaibaum in Amrichshausen zukommen lassen. Der ursprüngliche Maibaum wurde von bislang unbekannten Tätern noch vor Errichtung am 01. Mai 201 7 in zwei Teile zersägt und mit einem markigen Spruch versehen worden. Nun haben die Amrichshäuser reagiert mit einer ebenso augenzwinkernden Antwort.




Dr. Eckle kritisiert Berichterstattung in der HZ

In seiner Rede auf der Mittwochsdemo am vergangenen Mittwoch, den 03. Mai 2017, kritisiert Dr. Andreas Eckle, Sprecher der Bürgerinitiative (BI) zum Erhalt der beiden Krankenhausstandorte in Künzelsau und Öhringen, die Berichterstattunng der Hohenloher Zeitung.

Morgen ist die 29. Demo zum Erhalt, organisiert von der BI. Los geht es um 18.30 Uhr vor dem Eingang des Künzelsauer Krankenhauses.

Die Entscheidung, ob und wie es weitergehen wird mit dem Krankenhaus in Künzelsau fallen die Kreisräte in einer Kreistagssitzung im Juni.

 

Schließungsplan ging vom Hohenlohekreis aus

 

An der Mittwochsdemo am 03. Mai 2017 hielt auch Hans-Jürgen Saknus (SPD) eine Rede. Er liest unter anderem das Antwortschreiben von Baden-Württembergs Sozialminister Manfred Lucha an Annette Sawade vor. Darin lobe Lucha das Konzept des Kreistages mit der Schließung des Künzelsauer Krankenhaus-Standortes: „Ich halte die vom Träger angedachten Änderungen für einen wichtigen Schritt zur Schaffung einer zukunftsfähigen Krankenhausversorgung im Landkreis Hohenlohe. […] Dadurch wird medizinisches Know-How an einem Standort konzentriert und so die Versorgungsqualität erheblich verbessert. [..] Den vom Landkreis eingelegten Wege finde ich richtig und werde ihn auch unterstützen.“ Damit macht Lucha deutlich: Der Antrag zur Schließung ging aktiv vom Landkreis und den Kreisräten aus und nicht vom Sozialministerium Baden-Württemberg. Aber er begrüßt und unterstützt diesen Weg und geht sogar noch weiter, wenn er schreibt: Auch das Öhringer Krankenhaus müsse sich erst am Markt beweisen. Gesundheitspolitik bemisst Lucha nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten. Auch Öhringens Zukunft wackelt damit. SPD-Politiker Saknus sagt dazu, das sei eine „staatlich subveionierte Marktbereinigung“. Es werde künftig Landkreise ohne Krankenhäuser geben. Das stehe jedoch nicht im Einklang mit dem Grundgesetz wie Saknus betont. Wie werden seine SPD-Kollegen nächsten Monat im Kreistag entscheiden? Für oder gegen die Schließung des Künzelsauer Standorts? Sie haben es in der Hand. Alternative Konzepte liegen auf dem Tisch.




Zwei gefallene Helden

// Amrichshausens und Dörzbachs Maibäume wurde zu Fall gebracht bzw. gar nicht erst aufgestellt
// wer kennt die Täter?

Brauch ist es beim Maibaumstellen im Kocher- und Jagsttal, dass die Helfer nach dem Maibaumstellen ihren Baum die ganze Nacht über bewachen, damit das Nachbarort keinen üblen Scherz spielt und den Maibaum absägt. In Dörzbach wurde der Maibaum in der ersten Mainacht wohl nur unzureichend bewacht. Die Baum-Durchsäger leisteten indes ganze Arbeit, gleich zweimal sägten sie den Stamm durch, oben und unten, so dass das Holz nur noch zum Verbrennen dienlich war (siehe zwei Fotos untere Reihe)

Die Amrichshäuser traf es noch schlimmer. Der ursprünglich als Mai-Baum vorgesehene Baum konnte erst gar nicht aufgestellt werden, da er bereits vorher in einem Hof in Amrichshausen, wo er zwischengelagert wurde, von den Täten aufgespürt und sodenn durchsägt wurde (siehe zwei Fotos obere Reihe). Sachdienliche Hinweise zu den Tätern bitte an die Redaktion GSCHWÄTZ. Tel.: 07940/93 555 7. In Amrichshausen steht wohl schon wieder ein neuer Maibaum. Tamara  Deitigsmann von der Freiwilligen Feuerwehr Amrichshausen äusserte sich auf der GSCHWÄTZ-Seite in Facebook wie folgt zu der Baum-Zerstückelung: „Der Musterbaum ist weg, das ist uns schnurz, der war uns eh … viel zu kurz!“ Katja Hess berichtet dort, dass in Dörzbach mittlerweile wohl ebenfalls wieder ein neuer Maibaum steht.




Künzelsau: Neuer Bauhhof für rund elf Millionen Euro

Anbei veröffentlichen wir eine Pressemitteilung der Stadt Künzelsau:

Nach rund anderthalbjähriger Bauzeit ist das neue Bauhofareal im Hallstattweg in Künzelsau fertig. In den letzten Wochen haben die Mitarbeiter des städtischen Bauhofes und Wasserwerks ihre Gerätschaften vom Übergangsquartier in der Bahnhofstraße in die neuen Gebäude beim Sportgelände Prübling umgeräumt. „An manchen Stellen müssen Handwerker noch Restarbeiten durchführen“, erklärt Bauhofleiter Rolf Albrecht. Im Herbst wenn alles fertig ist, laden die Stadtverwaltung Künzelsau und die Bauhofmannschaft die Öffentlichkeit in das neue Domizil ein.Ein Tag der offenen Tür ist am Sonntag, 1. Oktober 2017 geplant.

„Ich freue mich insbesondere für unsere Mitarbeiter, die seit mehreren Jahren in Provisorium und Übergangslösungen untergebracht waren“, so Bürgermeister Stefan Neumann. Bei einem Rundgang mit dem Gemeinderat und den Bauhofmitarbeitern präsentieren Rolf Albrecht und sein Stellvertreter Reinhard Klemisch die neuen Gebäude auf dem rund 10.000 Quadratmeter großen Areal: eine Salzhalle, eine Fahrzeughalle, Lager- und Geräteräume, Werkstattbereiche, ein Gewächshaus, den Verwaltungs- und Sozialbereich mit den Dusch- und Umkleideräumen im Untergeschoss für das Sportgelände Prübling.

Gebaut wurde genau nach den Plänen des Stuttgarter Architekturbüros OHO-Architekten, die im städtebaulichen Wettbewerb 2012 den ersten Preis gewonnen haben. Eine Besonderheit der Planung ist die gefällige Abgrenzung des Bauhofareals hin zu der umgebenden Wohnbebauung durch die neuen Gebäude selbst, erklärt Architektin Ursula Hüfftlein-Otto. Durch die Anordnung der Gebäude waren keine besonderen Schutzwände oder –zäune erforderlich. Sie betont die zurückhaltende Fassadenfarbe des Verwaltungs- und Sozialtraktes, die sich auch in den anderen Gebäuden wiederfindet. „Ein Blick vom gegenüberliegenden Hang zeigt, dass sich das Bauensemble trotz seiner Größe wohlproportioniert in die kleinteilige städtebauliche Struktur einfügt“, so Bürgermeister Neumann. Mit der funktionalen Ausstattung stünden in Zukunft für die KünWerke mit Bauhof und Wasserwerk, erheblich verbesserte Arbeitsbedingungen zur Verfügung.

Zeitgleich sind im Untergeschoss des Verwaltungs- und Sozialgebäudes des Bauhofes Dusch- und Umkleideräume entstanden. Diese stehen den Nutzern des Sportgeländes Prübling zur Verfügung. Die Kosten für die Dusch- und Umkleideräume betragen rund 1,4 Millionen Euro.

Rolf Albrecht bedankt sich bei Bürgermeister, Gemeinderat und den Architekten: „Wir sind alle sehr glücklich. Mit dem Neubau wird uns und unserer Arbeit eine gewisse Wertschätzung entgegen gebracht. Der Standort ist richtig. Die Nähe zur Innenstadt ist wichtig“, so der Bauhofleiter Albrecht. „Ein Schwerpunkt unserer Arbeiten liegt in der Innenstadt. Dafür haben wir kurze Anfahrtswege und sparen Kosten. Manches ist sogar nur fußläufig zu erledigen.“ Jetzt gilt es das rund elf Millionen Euro kostende Projekt im Arbeitsalltag in Betrieb zu nehmen. „Es ist ein Gebäude für Generationen. Das ist uns bewusst und wir behandeln es pfleglich, halten Sauberkeit und Ordnung“, so Bauhofleiter Rolf Albrecht.

Wofür ist der Bauhof zuständig?

Rund 35 Mitarbeiter sind in den städtischen Eigenbetrieben KünWerke Bauhof und Wasserwerk beschäftigt. Sie sind zuständig unter anderem für die Pflege von Park- und Gartenanlagen, Friedhöfen, Kinderspiel- und Bolzplätzen, Sportplätzen, Kindergärten und Schulen – außerdem für Gemeindestraßen, –verbindungswege und Feldwege. Auch der Winterdienst wird vom Bauhof organisiert und gemeinsam mit Lohnunternehmern durchgeführt. Tägliche Reinigungsarbeiten mit der Straßenkehrmaschine gehören ebenso zum Aufgabenbereich, wie auch die tägliche Reinigung mit den Stadtmüllsaugern. Das Wasserwerk ist für die Wasserversorgung zuständig.

Die neue Adresse der KünWerke Bauhof und Wasserwerk lautet Hallstattweg 38, 74653 Künzelsau, Telefon 07940 5460500.

Zu den Fotos (Stadt Künzelsau):

// Im Kalthaus mit rund 700 Quadratmetern kann Gärtnermeister Reinhard Klemisch die Kübelpflanzen überwintern, die im Sommer die Stadt schmücken.

// Eröffnung des neuen Bauhhofs v.l.n.r.: Architektin Ursula Hüfftlein-Otto, Stadtbaumeister Peter Blumhagen, Architekt Maximilian Otto, Bürgermeister Neumann, Bauhofleiter Rolf Albrecht, stellvertretender Bauhofleiter Reinhard Klemisch und der Dienstälteste Mitarbeiter des Bauhofes, Jürgen Eisenhut.

// Auf einer Ebene zum Sportgelände sind Dusch- und Umkleideräume für Sportler entstanden. Darüber befindet sich die Verwaltung und Mensa des Bauhofes.

// In der rund 300 Quadratmeter großen Salzhalle, kann der Streusalzbedarf für einen ganzen Winter gelagert werden.




Großeinsatz der Kinderfeuerwehren in Hermuthausen

Am vergangenen Samstag, den 29. April 2017, fanden sich rund 100 Kinder, Jugendliche und Betreuer aus dem Kochertal für eine gemeinsame Großübung in Hermuthausen ein, um einen fiktiven Brand zu löschen.

Mit dabei waren die Kinder- und Jugendfeuerwehr Ingelfingen, die Jugendfeuerwehren aus Niedernhall und Weißbach sowie die Jugend-THW-Gruppe des Ortsverbandes Künzelsau.
Als fiktive Lage wurde ein Brand eines landwirtschaftlichen Anwesens angenommen. Dabei mussten die Kinder und Jugendlichen unter anderem mit Übungs-Atemschutzgeräten eine Person im Gebäude suchen, sie mussten Löscharbeiten vornehmen und eine Person von einem Dachboden retten. Außerdem mussten sie möglichst viele Schweine einfangend Rosa Luftballons stellten die Schweine dar. Zudem mussten die Kinder aus Leitern ein Gehege bauen, um die Schweine im wahrsten Sinn im Zaum zu halten.

Kathrin Ehrmann, Leiterin der Kinder- und Jugendfeuerwehr Ingelfingen: „Für die Kinder und Jugendlichen ist so eine Übung immer eine große Herausforderung und sehr spannend. Aber solche Übungen sind auch eine gute Vorbereitung auf den späteren Einsatzdienst – im Einsatzfall muss man häufig ja auch gemeindeübergreifend (oder wie beim Unwetter letztes Jahr im Mai auch organisationsübergreifend) zusammen arbeiten. Und so lernen die Kinder und Jugendlichen das von klein auf. Alle Aufgaben bei der Übung wurden sehr gut abgearbeitet und Spaß gemacht hat es hoffentlich auch allen gemacht.“

Von der Kinder- in die Jugendfeuerwehr gewechselt sind Maximilian Koch, Jonas Dörr und Theo Mastoras.

Fotos: Anika Küffner