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So zeigen sich lokale Politiker nur selten

In die Pedale, fertig, los: Am Freitag, den 12. Mai 2017, wurde der neue Radweg zwischen Dörrenzimmern und Eberstal eingeweiht. Landrat Dr. Matthias Neth schneidet mit Ingelfingens Bürgermeister Michael Bauer und den Landtagsabgeordneten Arnulf von Eyb (CDU) und Anton Baron (AfD) nicht nur das Band durch, sondern sie fuhren den neuen etwas über einen Kilometer langen Radweg auch gleich mit ihren eigens dafür hergebrachten Fahrrädern selbst ab. Einwohner begleiteten sie bei ihrer Tour.  Mit dabei waren auch Oldtimer-Fahrräder. Die Kinder des Kindergartens Stenschnuppe sangen ein Begrüßungslied.

 




Öhringen werde wachsen, Künzelsau stagnieren

2020 werde das Jahr sein, an dem die Spirale nach unten komme: Die Hälfte der Hausärzte seien dann über 60 Jahre alt, verabschieden sich in die Rente und das „klassische Hausarztmodell wird dann nicht mehr funktionieren“. So jedenfalls prognostiziert es der Ende Januar 2017 ins Amt berufene Landes -Demografie-Beauftragte Thaddäus Kunzmann (CDU) bei einem Treffen mit dem VdK-Vorsitzenden des OV Künzelsau, Berthold Krist im Max-Richard und Renate Hofmann-Haus, Zentrum für Demenz, in Künzelsau Ende April.

In einer anschließenden Gesprächsrunde bewertet Dr. Matthias Neth, Landrat des Hohenlohekreises, die hausärztliche Versorgung ähnlich wie der Demografiebeauftragte. Auch Neth glaubt, dass es in zehn bis 15 Jahren den klassischen Hausarzt nicht mehr geben werde. Und was dann? Um dieser Entwicklung entgegenzusteuern. Dr. Hermann Kern forderte: „Die Rahmenbedingungen für die Hausärzte im ländlichen Raum müssen verbessert werden.“ Es gäbe durchaus Möglichkeiten, die Niederlassung auf dem Land zu verbessern. Vorschläge dazu liegen vor, man müsse diese nur ernsthaft angehen. Vorweg „sollte die bestehende Zulassungssperre für den Altkreis aufgehoben werden“ [Anm. d. Red.: Mit Zulassungssperre ist gemeint, dass es staatliche Vorgaben gibt, wieviel Ärzte, zum Beispiel praktizierende Kinderärzte, es im Hohenlohekreis geben darf. Die Grundlage hierfür bilden die Einwohnerzahlen). In einer Zeit, in der über einen Ärztemangel diskutiert werde, sei dies längst überfällig.

Der VdK setze sich, so die Pressemitteilung des VdK hierzu, „für eine dezentrale und künftig veränderte hausärztliche Versorgung ein in Form von Praxisgemeinschaften mit angestellten Ärzten und medizinischen Versorgungszentren. Dabei muss der benachteiligte ländliche Raum besonders gefördert werden.“ Kunzmann betont: „Der ländliche Raum braucht eine spezielle Daseinsvorsorge, damit die Leute nicht abwandern. Dies kostet Geld.“ Er verweist dabei auf den Wettbewerb „ Quartier 2020“ an dem die Gemeinden teilnehmen sollten, um die Mammutaufgabe zu schultern. [Anm. d. Red.: Bei dem Sozialministerium Baden-Württemberg ausgerufenen Programm Quartier 2020 können Gemeinden Konzepte zur „Quartiersentwicklung“ zum Thema „Pflege und Unterstützung im Alter“ einreichen und eventuell finanzielle Unterstützung vom Land bekommen.]

Auch Landrat Neth unterstützt das Programm Quartier 2020. Damit „könnten die Kommunen gezielt ihre Wohninfrastruktur verbessern“. Er ermutigt die Gemeinden hier mitzumachen. Ein Riesenpotential sieht er auch „bei den Menschen, die länger gesund alt werden“. Diese Ressource werde heute noch nicht genutzt.

Neth betonte, dass der Landkreis nicht kleiner, aber die Siedlungspolitik sich völlig verändern werde: „Die Entwicklungsachse des Kreises liegt entlang der Autobahn A6 . Öhringen wird die Einwohnerzahl von 25.000 überschreiten, während Künzelsau, trotz Fachhochschule bei 15.000 Einwohnern stagnieren und massiv älter werden wird.“

Landesbeauftrage Kunzmann: „Im Pflegebereich werden bis 2030 etwa 50.000 neue Plätze in der stationären Pflege gebraucht bei einer Investition von 110.000 € je Platz und einem Gesamtvolumen von 5.5 Milliarden Euro. Größte Probleme werden ab 2040 entstehen , wenn die geburtenstarken Jahrgänge verstärkt pflegebedürftig werden und die Menschen fehlen , die sie pflegen.“
Was ist zu tun?

Der Sozialverband VdK startete 2016 eine Kampagne „ Weg mit den Barrieren“ für eine barrierefreie Gesellschaft. Der Fokus sollte laut dem VdK im barrierefreien Bauen, vor allem aber im barrierefreien Umbau von älteren Wohnungen liegen , damit die im Alltag eingeschränkten und pflegebedürftige Menschen möglichst lange in den eigenen vier Wänden in vertrauter Umgebung wohnen können. Ein Landeswohnbauförderprogramm soll dafür neu aufgelegt werden. Barrierefreie Bus- und Bahn- Nutzungsmöglichkeiten sowie E-Bikes seien laut dem VdK sinnvolle Ergänzungen.

Zusammen mit dem Kreisvorsitzenden Rolf Käpplinger und einigen Ortsvorsitzenden sowie VdK-Mitgliedern wurde an diesem Treffen noch das Max-Richard-und Renate-Hofmann-Haus in Künzelsau unter der Führung von Frau Muth und Frau Schiffer besichtigt, ein Demenzzentrum mit Tagespflege und offener Begegnungsstätte besichtigt. Das Haus steht unter dem Motto „ Gut alt werden“. Gerade durch die Kombination der stationären Einrichtung mit der laut Rolf Käpplinger voll belegten Tagespflege sowie der Begegnungsstätte für alle Altersgruppen erfüllt das Haus einen hohen integrativen Anspruch. Danach erfolgte noch ein Besuch des Waldorfkindergarten, der sich in einem umgebauten Bauernhaus in Morsbach befindet.

Der Sozialverband VdK Ortsgruppe Künzelsau feierte im vergangenen Jahr 70-jähriges Jubiläum. Er setzt sich für Belange der Menschen vor Ort ein. Der Verband hat laut eigener Aussage stark steigende Mitgliederzahlen zu verzeichnen.
Alle Informationen in diesem Artikel wurden uns freundlicherweise vom VdK-Sozialverband zur Verfügung gestellt.

Foto: Ärztehaus Künzelsau




Amrichshausen wiederauferstanden

Werner Hügel hat uns freundlicherweise ein Foto von dem neuen Ersatzmaibaum in Amrichshausen zukommen lassen. Der ursprüngliche Maibaum wurde von bislang unbekannten Tätern noch vor Errichtung am 01. Mai 201 7 in zwei Teile zersägt und mit einem markigen Spruch versehen worden. Nun haben die Amrichshäuser reagiert mit einer ebenso augenzwinkernden Antwort.




Dr. Eckle kritisiert Berichterstattung in der HZ

In seiner Rede auf der Mittwochsdemo am vergangenen Mittwoch, den 03. Mai 2017, kritisiert Dr. Andreas Eckle, Sprecher der Bürgerinitiative (BI) zum Erhalt der beiden Krankenhausstandorte in Künzelsau und Öhringen, die Berichterstattunng der Hohenloher Zeitung.

Morgen ist die 29. Demo zum Erhalt, organisiert von der BI. Los geht es um 18.30 Uhr vor dem Eingang des Künzelsauer Krankenhauses.

Die Entscheidung, ob und wie es weitergehen wird mit dem Krankenhaus in Künzelsau fallen die Kreisräte in einer Kreistagssitzung im Juni.

 

Schließungsplan ging vom Hohenlohekreis aus

 

An der Mittwochsdemo am 03. Mai 2017 hielt auch Hans-Jürgen Saknus (SPD) eine Rede. Er liest unter anderem das Antwortschreiben von Baden-Württembergs Sozialminister Manfred Lucha an Annette Sawade vor. Darin lobe Lucha das Konzept des Kreistages mit der Schließung des Künzelsauer Krankenhaus-Standortes: „Ich halte die vom Träger angedachten Änderungen für einen wichtigen Schritt zur Schaffung einer zukunftsfähigen Krankenhausversorgung im Landkreis Hohenlohe. […] Dadurch wird medizinisches Know-How an einem Standort konzentriert und so die Versorgungsqualität erheblich verbessert. [..] Den vom Landkreis eingelegten Wege finde ich richtig und werde ihn auch unterstützen.“ Damit macht Lucha deutlich: Der Antrag zur Schließung ging aktiv vom Landkreis und den Kreisräten aus und nicht vom Sozialministerium Baden-Württemberg. Aber er begrüßt und unterstützt diesen Weg und geht sogar noch weiter, wenn er schreibt: Auch das Öhringer Krankenhaus müsse sich erst am Markt beweisen. Gesundheitspolitik bemisst Lucha nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten. Auch Öhringens Zukunft wackelt damit. SPD-Politiker Saknus sagt dazu, das sei eine „staatlich subveionierte Marktbereinigung“. Es werde künftig Landkreise ohne Krankenhäuser geben. Das stehe jedoch nicht im Einklang mit dem Grundgesetz wie Saknus betont. Wie werden seine SPD-Kollegen nächsten Monat im Kreistag entscheiden? Für oder gegen die Schließung des Künzelsauer Standorts? Sie haben es in der Hand. Alternative Konzepte liegen auf dem Tisch.




Zwei gefallene Helden

// Amrichshausens und Dörzbachs Maibäume wurde zu Fall gebracht bzw. gar nicht erst aufgestellt
// wer kennt die Täter?

Brauch ist es beim Maibaumstellen im Kocher- und Jagsttal, dass die Helfer nach dem Maibaumstellen ihren Baum die ganze Nacht über bewachen, damit das Nachbarort keinen üblen Scherz spielt und den Maibaum absägt. In Dörzbach wurde der Maibaum in der ersten Mainacht wohl nur unzureichend bewacht. Die Baum-Durchsäger leisteten indes ganze Arbeit, gleich zweimal sägten sie den Stamm durch, oben und unten, so dass das Holz nur noch zum Verbrennen dienlich war (siehe zwei Fotos untere Reihe)

Die Amrichshäuser traf es noch schlimmer. Der ursprünglich als Mai-Baum vorgesehene Baum konnte erst gar nicht aufgestellt werden, da er bereits vorher in einem Hof in Amrichshausen, wo er zwischengelagert wurde, von den Täten aufgespürt und sodenn durchsägt wurde (siehe zwei Fotos obere Reihe). Sachdienliche Hinweise zu den Tätern bitte an die Redaktion GSCHWÄTZ. Tel.: 07940/93 555 7. In Amrichshausen steht wohl schon wieder ein neuer Maibaum. Tamara  Deitigsmann von der Freiwilligen Feuerwehr Amrichshausen äusserte sich auf der GSCHWÄTZ-Seite in Facebook wie folgt zu der Baum-Zerstückelung: „Der Musterbaum ist weg, das ist uns schnurz, der war uns eh … viel zu kurz!“ Katja Hess berichtet dort, dass in Dörzbach mittlerweile wohl ebenfalls wieder ein neuer Maibaum steht.




Künzelsau: Neuer Bauhhof für rund elf Millionen Euro

Anbei veröffentlichen wir eine Pressemitteilung der Stadt Künzelsau:

Nach rund anderthalbjähriger Bauzeit ist das neue Bauhofareal im Hallstattweg in Künzelsau fertig. In den letzten Wochen haben die Mitarbeiter des städtischen Bauhofes und Wasserwerks ihre Gerätschaften vom Übergangsquartier in der Bahnhofstraße in die neuen Gebäude beim Sportgelände Prübling umgeräumt. „An manchen Stellen müssen Handwerker noch Restarbeiten durchführen“, erklärt Bauhofleiter Rolf Albrecht. Im Herbst wenn alles fertig ist, laden die Stadtverwaltung Künzelsau und die Bauhofmannschaft die Öffentlichkeit in das neue Domizil ein.Ein Tag der offenen Tür ist am Sonntag, 1. Oktober 2017 geplant.

„Ich freue mich insbesondere für unsere Mitarbeiter, die seit mehreren Jahren in Provisorium und Übergangslösungen untergebracht waren“, so Bürgermeister Stefan Neumann. Bei einem Rundgang mit dem Gemeinderat und den Bauhofmitarbeitern präsentieren Rolf Albrecht und sein Stellvertreter Reinhard Klemisch die neuen Gebäude auf dem rund 10.000 Quadratmeter großen Areal: eine Salzhalle, eine Fahrzeughalle, Lager- und Geräteräume, Werkstattbereiche, ein Gewächshaus, den Verwaltungs- und Sozialbereich mit den Dusch- und Umkleideräumen im Untergeschoss für das Sportgelände Prübling.

Gebaut wurde genau nach den Plänen des Stuttgarter Architekturbüros OHO-Architekten, die im städtebaulichen Wettbewerb 2012 den ersten Preis gewonnen haben. Eine Besonderheit der Planung ist die gefällige Abgrenzung des Bauhofareals hin zu der umgebenden Wohnbebauung durch die neuen Gebäude selbst, erklärt Architektin Ursula Hüfftlein-Otto. Durch die Anordnung der Gebäude waren keine besonderen Schutzwände oder –zäune erforderlich. Sie betont die zurückhaltende Fassadenfarbe des Verwaltungs- und Sozialtraktes, die sich auch in den anderen Gebäuden wiederfindet. „Ein Blick vom gegenüberliegenden Hang zeigt, dass sich das Bauensemble trotz seiner Größe wohlproportioniert in die kleinteilige städtebauliche Struktur einfügt“, so Bürgermeister Neumann. Mit der funktionalen Ausstattung stünden in Zukunft für die KünWerke mit Bauhof und Wasserwerk, erheblich verbesserte Arbeitsbedingungen zur Verfügung.

Zeitgleich sind im Untergeschoss des Verwaltungs- und Sozialgebäudes des Bauhofes Dusch- und Umkleideräume entstanden. Diese stehen den Nutzern des Sportgeländes Prübling zur Verfügung. Die Kosten für die Dusch- und Umkleideräume betragen rund 1,4 Millionen Euro.

Rolf Albrecht bedankt sich bei Bürgermeister, Gemeinderat und den Architekten: „Wir sind alle sehr glücklich. Mit dem Neubau wird uns und unserer Arbeit eine gewisse Wertschätzung entgegen gebracht. Der Standort ist richtig. Die Nähe zur Innenstadt ist wichtig“, so der Bauhofleiter Albrecht. „Ein Schwerpunkt unserer Arbeiten liegt in der Innenstadt. Dafür haben wir kurze Anfahrtswege und sparen Kosten. Manches ist sogar nur fußläufig zu erledigen.“ Jetzt gilt es das rund elf Millionen Euro kostende Projekt im Arbeitsalltag in Betrieb zu nehmen. „Es ist ein Gebäude für Generationen. Das ist uns bewusst und wir behandeln es pfleglich, halten Sauberkeit und Ordnung“, so Bauhofleiter Rolf Albrecht.

Wofür ist der Bauhof zuständig?

Rund 35 Mitarbeiter sind in den städtischen Eigenbetrieben KünWerke Bauhof und Wasserwerk beschäftigt. Sie sind zuständig unter anderem für die Pflege von Park- und Gartenanlagen, Friedhöfen, Kinderspiel- und Bolzplätzen, Sportplätzen, Kindergärten und Schulen – außerdem für Gemeindestraßen, –verbindungswege und Feldwege. Auch der Winterdienst wird vom Bauhof organisiert und gemeinsam mit Lohnunternehmern durchgeführt. Tägliche Reinigungsarbeiten mit der Straßenkehrmaschine gehören ebenso zum Aufgabenbereich, wie auch die tägliche Reinigung mit den Stadtmüllsaugern. Das Wasserwerk ist für die Wasserversorgung zuständig.

Die neue Adresse der KünWerke Bauhof und Wasserwerk lautet Hallstattweg 38, 74653 Künzelsau, Telefon 07940 5460500.

Zu den Fotos (Stadt Künzelsau):

// Im Kalthaus mit rund 700 Quadratmetern kann Gärtnermeister Reinhard Klemisch die Kübelpflanzen überwintern, die im Sommer die Stadt schmücken.

// Eröffnung des neuen Bauhhofs v.l.n.r.: Architektin Ursula Hüfftlein-Otto, Stadtbaumeister Peter Blumhagen, Architekt Maximilian Otto, Bürgermeister Neumann, Bauhofleiter Rolf Albrecht, stellvertretender Bauhofleiter Reinhard Klemisch und der Dienstälteste Mitarbeiter des Bauhofes, Jürgen Eisenhut.

// Auf einer Ebene zum Sportgelände sind Dusch- und Umkleideräume für Sportler entstanden. Darüber befindet sich die Verwaltung und Mensa des Bauhofes.

// In der rund 300 Quadratmeter großen Salzhalle, kann der Streusalzbedarf für einen ganzen Winter gelagert werden.




Großeinsatz der Kinderfeuerwehren in Hermuthausen

Am vergangenen Samstag, den 29. April 2017, fanden sich rund 100 Kinder, Jugendliche und Betreuer aus dem Kochertal für eine gemeinsame Großübung in Hermuthausen ein, um einen fiktiven Brand zu löschen.

Mit dabei waren die Kinder- und Jugendfeuerwehr Ingelfingen, die Jugendfeuerwehren aus Niedernhall und Weißbach sowie die Jugend-THW-Gruppe des Ortsverbandes Künzelsau.
Als fiktive Lage wurde ein Brand eines landwirtschaftlichen Anwesens angenommen. Dabei mussten die Kinder und Jugendlichen unter anderem mit Übungs-Atemschutzgeräten eine Person im Gebäude suchen, sie mussten Löscharbeiten vornehmen und eine Person von einem Dachboden retten. Außerdem mussten sie möglichst viele Schweine einfangend Rosa Luftballons stellten die Schweine dar. Zudem mussten die Kinder aus Leitern ein Gehege bauen, um die Schweine im wahrsten Sinn im Zaum zu halten.

Kathrin Ehrmann, Leiterin der Kinder- und Jugendfeuerwehr Ingelfingen: „Für die Kinder und Jugendlichen ist so eine Übung immer eine große Herausforderung und sehr spannend. Aber solche Übungen sind auch eine gute Vorbereitung auf den späteren Einsatzdienst – im Einsatzfall muss man häufig ja auch gemeindeübergreifend (oder wie beim Unwetter letztes Jahr im Mai auch organisationsübergreifend) zusammen arbeiten. Und so lernen die Kinder und Jugendlichen das von klein auf. Alle Aufgaben bei der Übung wurden sehr gut abgearbeitet und Spaß gemacht hat es hoffentlich auch allen gemacht.“

Von der Kinder- in die Jugendfeuerwehr gewechselt sind Maximilian Koch, Jonas Dörr und Theo Mastoras.

Fotos: Anika Küffner




„Es dürfen keine Mauern hochgezogen werden“

 

Am Tag der Pressefreiheit vergangenen Mittwoch sprach GSCHWÄTZ-Chefredakteurin Dr. Sandra Hartmann auf der Mittwochsdemo für den Erhalt der beiden Krankenhausstandorte Künzelsau und Öhringen über Meinungs- und Pressefreiheit und gab einen Einblick in die monatelangen Recherchen zum Künzelsauer Krankenhaus.

Die Journalistin betonte, dass aktive Demokratie nur durch eine aktive Bürgerschaft entstehe, indem man „öffentlich Farbe bekennt für das, was einem wichtig ist“. Dieses Engagement, wie es die Demonstranten jeden Mittwochan den Tag legen, dürfen und müssen sie auch den lokalen Politikern einfordern. Hartmann erklärt, dass die Recherchen rund ums das Krankenhaus auch für die GSCHWÄTZ-Redaktion nicht immer einfach war und ist. Aber dass die Bürger ein Recht auf Antworten und Informationen haben, insbesondere bei Themen, die im öffentlichen Interesse liegen: „Es dürfen hier keine Mauern hochgezogen werden,“
Investoren, mit denen sie gesprochen habe, seien begeistert vom Standort Künzelsau gewesen. Diese wachstumsstarke Stadt verdiene ein Krankenhaus, habe es in den Gesprächen geheißen.
Dennoch oder gerade deshalb lautet Ihr vorläufiges Fazit bei den Krankenhaus-Recherchen: „Wir haben momentan nicht das Gefühl, dass alles getan wurde, um diesen Standort [Anm. d. Red.: Künzelsau] zu retten.“

Mit einem Blick in die Zukunft vermutet Sandra Hartmann: „Wir werden ein Versorgungsproblem bekommen, wenn wir es nicht jetzt schon haben“ im Gesundheitswesen und berichtet von Fällen in der Region, die Probleme bei der Versorgung hatten. „Die Schließung eines Krankenhauses wird diese Situation nicht verbessern.“

Wichtig sei auch in Zukunft, für die lokale Presse, für die lokalen Politiker und die Bürger, alle Seiten zu hören, einen offenen Dialog anzustreben, ehrlich miteinander zu sprechen, um gemeinsam die beste Lösung zu finden: „Wenn wir versuchen, das Beste zu machen, wird auch das Beste passieren.“




Mittwochsdemo: GSCHWÄTZ-Chefredakteurin Gastrednerin

Unsere GSCHWÄTZ-Chefredakteurin Dr. Sandra Hartmann wird an der heutigen Mittwochsdemo für den Erhalt der beiden Krankenhaus-Standorte in Künzelsau und Öhringen eine Gastrede zum Thema Presse- und Meinungsfreiheit halten.

Die Demo startet um 18.30 Uhr vor dem Eingang des Künzelsauer Krankenhauses.




Für Schüler: Einladung ins Luft- und Raumfahrtzentrum

Eine Fahrt zum Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Lampoldshausen steht am Mittwoch, 14. Juni 2017, als nächste Exkursion im Rahmen der Weltraumausstellung auf dem Programm. Die Fahrt nach Lampoldshausen mit Arbeit im School_Lab richtet sich speziell an Schüler und Jugendliche. Die Abfahrt mit dem Bus ist auf dem Wertwiesenplatz um 8 Uhr, eine Rückkehr ist für 17 Uhr geplant. Teilnehmergebühr: 20 Euro.

Auf dem Testgelände für Raketenantriebe in Lampoldshausen ist ein High-Tech-Labor eigens für diese Zwecke entstanden. Hier haben die Institute des DLR Experimente aus aktueller Forschung auf den Gebieten der Luftfahrt, Raumfahrt, Verkehr und Energie zusammengestellt. Schüler und Jugendliche können unter fachkundiger Anleitung ihre experimentellen Fertigkeiten entdecken und wissenschaftlich Forschen.

Die Anmeldungen müssen bis Montag, 8. Mai 2017 bei der Stadtverwaltung eingegangen sein, denn aus Sicherheitsgründen sind alle Personalien der Teilnehmer mehrere Wochen vorher dem DLR zu melden. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt – die Stadtverwaltung bittet daher um Anmeldung, spätestens bis Montag, 8. Mai 2017, bei Stefan Kraut, Telefon 07940 129 117, E-Mail stefan.kraut@kuenzelsau.de. Weitere Informationen zur Veranstaltung gibt es im Flyer zum Rahmenprogramm der Ausstellung, dieser ist auch im Rathaus zu haben.

Die Exkursion ist laut der Stadtverwaltung Künzelsau die ideale Gelegenheit, um Einblicke in die Experimente der Weltraumfahrt, deren Nutzen für unsere Gesellschaft sowie die Experimente auf der ISS unseres Ehrenbürgers und Künzelsauer Astronauten Alexander Gerst zu bekommen.

Foto: Schüler und Jugendliche können beim Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Lampoldshausen unter Anleitung verschiedene Experimente ausprobieren. Stadt Künzelsau