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„Das Kochertal wird der große Verlierer sein“

// GSCHWäTZ-Chefredakteurin spricht bei der Mittwochsdemo über neueste Recherche-Ergebnisse hinsichtlich des Krankenhauses
// Wo bleibt die von Landratsamt und Stadt Künzelsau versprochene Bürgerinformationsveranstaltung?

Immer mehr Bürger berichten von Wartezeiten bis zu sechs Stunden in den Notfallambulanzen, von Rettungswägen, die erst nach 1,5 Stunden eintreffen. Handelt es sich hierbei um Einzelfälle oder haben wir bereits jetzt ein Versorgungsproblem?- Und: wie würde es ausschauen, wenn ein Krankenhaus wegfällt?

Die GSCHWÄTZ-Chefredakteurin hat die Zahlen und Daten der hiesigen Krankenhäuser ausgewertet und hat die Presseabteilungen des Caritas-Krankenhauses in Bad Mergentheim, des Diak in Schwäbsich Hall und des Hohenlohe Krankenhauses hierzu befragt. Das Fazit: In den vergangenen fünf Jahren wächst der Versorgungsbedarf kontinuierlich im stationären und siginifkant im ambulanten Bereich. Im Krankenhaus Öhringen könne es in der Notfallambulanz laut einer Sprecherin durchaus zu Wartezeiten kommen. Diese werden, so Hartmann, nicht geringer, wenn ein Krankenhaus geschlossen werde – zumal die Patientenzahlen allein durch eine alternde Gesellschaft auch und vor allem auf dem Land ohnehin immer weiter ansteigen werden.

Hier sind auch die Krankenhaus-Neubauten in Schwäbisch Hall und Öhringen keine Alternative für die Kochertäler, da die B19 Richtung Schwäbisch Hall und die A6 nach Öhringen ständig überlastet seien und man häufig länger als 30 Minuten zu einem der Krankenhäuser brauche.

Ein weiteres Problem: Auch die hausärztliche Versorgung ist ab 2020 nicht mehr sichergestellt, da viele Ärzte in Rente gehen und Nachfolger nicht so einfach zu bekommen sind. Während der Landes-Demografie-Beauftragte Thaddäus Kunzmann (CDU) bei einem Besuch beim VdK-Sozialverband in Künzelsau Ende April betont, dass für eine gute Daseinsvorsorge im ländlichen Raum „Geld in die Hand genommen“ werden müsse, äusserte sich Landrat Dr. Matthias Neth bei diesem Treffen laut einer Pressemitteilung des VdK dahingehend, dass er großes Potenzial sehe bei „Menschen, die länger gesund alt werden“. Werden die Bürger im ländlichen Raum damit immer mehr auf sich allein gestellt?

Man habe die Hoffnung gehabt, so Sandra Hartmann, dass eventuell die Anzahl der Rettungswägen erhöht werde, wenn ein Krankenhaus geschlossen werde. Derlei Pläne gebe es jedoch nicht, so Landrat Dr. Neth in einem persönlichen Gespräch vor einigen Monaten. Der Kreis-Geschäftsführer des Deutschen Roten Kreuzes allerdings sieht durchaus Erhöhungsbedarf, sollte ein Krankenhaus geschlossen werden, da man dann längere Fahrtwege habe. Das Problem sei jedoch, dass es bereits jetzt schwierig sei, Personal zu bekommen.

FAZIT: Es steht eine Schließung im Raum, ohne dass Lösungen angeboten werden, wie diese Schließung sinnvoll kompensiert werden kann. Bedauernswert findet es die Journalistin an dieser Stelle, dass die von Landratsamt und Stadt Künzelsau im Februar angekündigte Bürgerinformationsveranstaltung, um mit den Bürgern über die Zukunft des Künzelsauer KRankenhauses offen zu sprechen, bis heute nicht stattgefunden hat.

Nächste Woche, am 01. Juni 2017, um 14 Uhr, entscheiden die Kreisräte einer öffentlichen Sitzung in Waldenburg über die Zukunft des Künzelsauer Krankenhaus-Standortes.

Alle Einzelheiten hierzu in der neuen Juni-Ausgabe. Ab Anfang nächster Woche überall im Einzelhandel.




Hoch emotionale Rede von 87-Jährigem

Hoch emotionale Rede von 87-Jährigem auf der 30. Mittwochsdemo
// Kritik an Arnulf von Eyb
// wurde getrickst beim SWR-Fernsehbeitrag über das Krankenhaus Künzelsau?

Ein ehemaliger Mitarbeiter, Helmut Hermann, meldete sich bei der gestrigen Mitwochsdemo am 24. Mai 2017 mit einer hochemotionalen Rede zu Wort, die von den Demonstranten sehr bejubelt wurde.

Der 87-Jährige kritisiert in seiner Rede Arnulf von Eyb (CDU). Der Landtagsabgeordnete sei bislang auf keine der 30 Demos gekommen, obwohl er bei der Landtagswahl im vergangenen Jahr noch betont habe, er werde sich um die Sorgen und Nöte seiner Wähler kümmern. Hermann wird dabei sehr deutlich: „Finden Sie es nicht schäbig“, fragt er, „wenn Sie hier nicht einmal herkommen, um uns zu sagen, was Sie für uns im Landtag getan haben?“

„Machen sich die Kreisräte Gedanken, wie das Kochertal in 20 Jahren aussieht? Glaubt ihr, dass wir so noch Familien hierher locken können?“, fragt Hermann. „Auch von unseren Weltmarktführern hätte ich mehr Engagement erwartet.“

Der ehemalige Krankenhaus-Mitarbeiter kritisiert zudem den SWR-Fernsehbeitrag in der Landesschau Baden-Württemberg, der unlängst über das Krankenhaus Künzelsau ausgestrahlt wurde.
Geschäftsführer Schopf habe die Bettenzentrale gezeigt hat und nicht die Zimmer, während der Sprecher des Beitrags sagte, dass viele Zimmer des Krankenhauses leer stünden. [Anm. d. Red.: In der Bettenzentrale werden die Betten gerichtet für die nächsten Patienten].




Christian von Stetten: „Ein unmoralisches Angebot“

// Drei Interessenten für die Hohenlohe Krankenhaus GmbH
// Lucha fordert Entscheidung für oder gegen Künzelsau vor Pfingsten
// 01. Juni 2017 Entscheidung über die Zukunft

Auf der 30. Mittwochsdemo zum Erhalt des Künzelsauer Krankenhauses hielt Christian von Stetten (CDU) eine Rede.

Der Bundestagsabgeordente, der auch Kreistagsmitglied ist und damit mitentscheidet über die Zukunft des Künzelsauer Krankenhauses, erklärte den weiteren Entscheidungsverlauf und was das große Problem sei.

Es gibt laut von Stetten derzeit drei „seriöse Interessenten“ für Mehrheitsanteile der Hohenlohe Krankenhaus gGmbH [Bislang hatte die Mehrheitsanteile von 51 Prozent die Heilbronner SLK-Kliniken, von denen sich die HK zum 01. Juli 2017 trennt]: das Diak in Schwäbisch Hall, das Caritas in Bad Mergentheim sowie ein privater Betreiber, der, laut von Stetten, „bundesweit über 20 Krankenhäuser erfolgreich führt“.

Bis Ende Juli können laut von Stetten die drei Interessenten ihre Angebote abgeben. Im Herbst entscheide der Kreistag, wer der neue Mehrheitseigner der HK werde. Die Krux: Baden-Württembergs Sozialminister Manfred Lucha erwarte anscheinend von den Kreisräten, dass sie bereits vor Pfingsten über die Annahme des Krankenhausstrukturfonds entscheiden. Der Kreistag hat hierfür eine Sitzung am 01. Juni 2017, also bereits nächsten Donnerstag einberufen, indem es darum gehen wird, ob die Kreisräte die vom Land bereitsgestellten Fördermittel von rund 51 Millionen annehmen. „Die Mittel gibt es für den Hohenlohekreis aber nur, wenn am Standort Künzelsau alle Betten abgebaut werden“, so von Stetten.

Sprich: Die Kreisräte sollen noch bevor die Interessenten ihre Angebote abgegeben haben, über den Strukturfonds abstimmen, der bei Annahme das sofortige Aus für Künzelsau bedeutet. Das grenze für von Stetten an ein „unmoralisches Angebot“.

Er betonte aber: „Wir möchten keine Vorentscheidung über eine Krankenhaus-Schließung haben, bevor die drei potenziellen Bieter ihre Angebote abgegeben haben.“

Nächste Woche am Donnerstag, den 01. Juni 2017, ist die anberaumte öffentliche Kreistagssitzung in Waldenburg um 14 Uhr. Es bleibt abzuwarten, ob und wenn ja, wie sich der Kreistag aus dieser Schlinge winden wird.

// Christian von Stetten betonte in seiner Rede darüber hinaus, dass es „Menschen gibt, die den Standort Künzelsau so schnell wie möglich schließen wollen. Hierzu gehören aber sicherlich nicht Bürgermeister Stefan Neumann und Landrat Dr. Matthias Neth.“




Warum Touristen nach Dörzbach kommen sollten

In unserer Januar-Ausgabe haben wir das Thema Camping im Kocher- und Jagsttal aufgegriffen und was unter anderem Dörzbach plant. Wir haben Bürgermeister Andy Kümmerle gefragt, was die Jagst-Region rund um Dörzbach den Touristen bietet.
Seine Antwort lesen Sie hier in voller Länge (Foto: Kugelbahn auf dem Generationenpfad Jeudenstein):

Gastronomie
Die Angebote sind für die Gäste alle zu Fuß zu erreichen, aber auch in den Teilorten besteht die Möglichkeit, sich verköstigen zu lassen.

Dörzbach:
– Kochstube Bitzer – deutsche Küche
– Restaurant Olive – griechische Spezialitäten

Hohebach:
– Verborgener Winkel – deutsche Küche

Laibach:
– Gasthaus Adler – deutsche Küche
– Kutscherstuben – deutsche Küche

Meßbach:
– Gasthaus zum Pflug – deutsche Küche

Abgerundet wird das Angebot durch drei Bäckereien mit Café und einer Metzgerei mit Imbiss.

Pfade der Stille
Die Jagsttalgemeinden Mulfingen, Dörzbach, Krautheim und Schöntal haben zusammen mit der Touristikgemeinschaft Hohenlohe diese touristische Attraktion ins Leben gerufen. Auf vier „Pfaden der Stille“ können insgesamt 28 religiöse und touristische Kleinode im Mittleren Jagsttal erkundet werden. Den Alltagsstress hinter sich lassen, Ruhe und Erholung genießen – das ist das Hauptthema dieser Pfade.

Generationenpfad Jeudenstein
Inmitten einer intakten jahrhundertealten Kulturlandschaft verläuft der Natur-Pfad in Halbhöhenlage auf der Trasse des Jagst-Kultur-Wanderweges und dem Pfad der Stille im idyllischen Jagsttal. Mit einer Länge von 2,5 km zwischen der Gemeinde Dörzbach und dem Teilort Hohebach sorgt der Pfad mit seinen vier Erlebnisstationen für jede Menge Spaß und Bewegung in freier Natur. Jede Station beinhaltet eine Infotafel und Sitzgelegenheiten. Der Erlebnispfad ist bequem zu laufen und mit geländegängigem Kinderwagen befahrbar.

Kulturwanderweg

Wandern zwischen Natur und Kultur: „Kulturwanderweg“ heißt dieser neue Themenpfad an der Jagst – und dies können die Gäste wörtlich nehmen: Sie erleben die Kultur, die das Jagsttal zu bieten hat auf insgesamt 100 km über 8 Etappen verteilt.

Kocher-Jagst-Radweg
Dörzbach liegt am Kocher-Jagst-Radweg. Entlang des gut ausgeschilderten Radwegs kann das Jagsttal hoch und runter gefahren werden. Gute Anbindungen zum Kochertal, zum Taubertal und auch zum Ohrntalradweg sind vorhanden.

Wanderparadies Hohenlohe – Wandern in Dörzbach
Durch die zentrale Lage im Jagsttal ist Dörzbach für Wanderbegeisterte ein guter Übernachtungsstandort. Verschiedene Wanderwege verlaufen in, um und durch Dörzbach.

Sportplatz- und Freizeitanlagen

Auf den Sportplatz in Dörzbach stehen zwei Fußballplätze, eine Laufbahn sowie zwei Tennisplätze zur Verfügung.
Für die kleinen Gäste gibt es in Dörzbach zahlreiche Spielplätze, auf denen getobt werden kann und darf. Die Jagst ist für Kinder zum Spielen und Baden sowie für Hobbyangler ideal.

Sehenswürdigkeiten
In Dörzbach steht das verträumte Wasserschloss der Herren von Eyb. Auf Schloss Eyb findet alljährlich die Schubertiade statt. In Meßbach liegt das Schloss der Herren von Palm in unmittelbarer Nachbarschaft der schönsten Rokokokirche im Hohenloher Land. Die Burg der Herren Eben von Racknitz liegt hoch über dem Ort Laibach. Alle drei Schlösser sind bewohnt und können von außen besichtigt werden.

Die Kapelle St. Wendel wurde in den Jahren 1511 – 1515 erbaut. Bereits zu keltischer Zeit hat der Standort als Kultstätte gedient. In dem hinter der Kapelle aufrangenden Tuffsteinfelsen befindet sich eine Höhle, in der vorzeitliche Funde entdeckt wurden.
Bei St. Wendel finden regelmäßig Veranstaltungen statt. Das traditionelle Maifest sowie auch der „Gottesdienst im Grünen“ beleben diesen Ort. Die Kapelle ist offen und wird von einem Förderverein betreut.

Die Ölmühle in Dörzbach ist eine der ganz wenigen Mühlen dieses Typs, die in Baden-Württemberg so an Ort und Stelle erhalten sind. Zum ersten Mal wurde sie 1709 schriftlich erwähnt. Das heutige Gebäude wurde im Jahr 1798 als Loh-, Walk-, Öl- und Reibmühle anstelle eines zerstörten Vorgängerbaues errichtet. Sein heutiges Aussehen erhielt es 1864 im Zuge einer Erweiterung und Aufstockung. Führungen finden nach Vereinbarung statt.

Etwas Einmaliges ist die Jagsttalbahn. Die schmalspurige Nebenbahn „Möckmühl – Dörzbach“ wurde 1901 für den Personenverkehr eröffnet. Auf 750 mm Spurweite führte sie einst 39 km durch das idyllische Jagsttal bis nach Dörzbach. Am Betriebsmittelpunkt in Dörzbach mit dem zweiständigen Lokschuppen, Werkstattgebäude, Reparaturhaus mit Radsatzdrehbank (Bj. 1907) und Empfangsgebäude wird in ehrenamtlichem Engagement und Mitteln an der Wiederinbetriebnahme der Strecke und an der Restauration von Fahrzeugen für den Museumsbetrieb gearbeitet. Das größte Empfangsgebäude dieser Bahn beherbergt ein kleines Eisenbahnmuseum mit Ausstellungsstücken und Zeittafeln dieses Industriedenkmals.

Weitere Sehenswürdigkeiten in der Gesamtgemeinde:
– Kath. Dreifaltigkeitskirche in Meßbach, die im Jahr 1776/77 durch Friedrich Karl von Eyb neben dem Schloss Meßbach erbaut wurde und als schönste Rokokokirche des Hohenloher Landes gilt (Besichtigungen und Führungen möglich)
– ev. Dreifaltigkeitskirche in Dörzbach (Besichtigung möglich)
ev. Jakobuskirche in Hohebach (Besichtigung möglich)
– jüdischer Friedhof in Hohebach (Besichtigung und Führung möglich)

Einzelhandelt u.ä.
Lebensmittelmarkt
In der Klepsauer Straße befindet sich der EDEKA-Markt Geiger mit Metzgerei und Bäckerei mit Café. In diesem Vollsortierer kann der alltägliche Bedarf gedeckt werden.

Fahrzeugservice
Neben dem Einkaufsmarkt befindet sich die Fa. GHL Fahrzeugtechnik. Bei kleinen und größeren Problemen an Fahrzeugen aller Art kann hier geholfen werden. Am Ortausgang Richtung Bad Mergentheim befindet sich eine 24-Stunden-Tankstelle sowie eine Autowerkstatt.
BAG Raiffeisenmarkt
In der Klepsauer Straße befindet sich ein Raiffeisenmarkt mit großem Getränkeangebot.

Weinverkauf
In der Bachgasse findet Samstag ein Weinverkauf der Weinkellerei Hohenlohe statt. Natürlich kann vorab der gute Tropfen gekostet werden.

Ortsmitte
Mitten im Ort gibt es zu den bereits genannten Einrichtungen drei Banken, eine Apotheke, zwei Allgemeinärzte, einen Zahnarzt, einen Tierarzt, einen Frisör, einen Drogeriemarkt sowie verschiedene Gesundheitseinrichtungen wie Massage- und Physiopraxen und Heilpraktiker.

 




Als die Flut kam – das Hochwasser vor einem Jahr und die Folgen

 

 

 

// Wir erinnern an die Opfer und an die vielen ehrenamtlichen Helfer
// Was kostete uns das Hochwasser?

Es war ein Sonntag, es regnete, regnete und hörte nicht mehr auf zu regnen. Wir schreiben den 29. Mai 2016. Erinnern Sie sich? Es ist der Tag, der sich für viele Kochertäler bis heute ins Gedächtnis eingebrannt hat.

Allmählich waren die ersten Nebenstraßen nicht mehr befahrbar, weil die Äcker das Wasser nicht mehr schlucken konnten, viele kleine Bäche traten über ihre Ufer. Das Epizentrum des Hochwassers: Braunsbach, das an diesem Tag von den Wassermassen überrollt wurde und einen so verherrenden Schaden hinterlies, als wenn ein Tornado durch das Dorf gefegt wäre.

Aber auch viele andere Städte, Gemeinden, kleine Dörfer hatten mit dem Hochwasser zu kämpfen.Die Aufräumarbeiten dauerten tagelang an. Die Schäden gingen in Millionenhöhe. Familien in Gaisbach, Niedernhall und Stachenhausen pumpten tagelang ihre Keller aus. Das Wasser bahnte sich seinen Weg zur Schule in Ingelfingen. Frisör- und Schuhgeschäfte in Künzelsau haben bis heute mit den enormen Renovierungskosten und teilweise auch mit den Versicherungen zu kämpfen. Das Schuhgeschäft Setzer hat bislang nicht wieder geöffnet. Die Pizzeria Da Massimo in Künzelsau wird geschlossen bleiben.

Wir haben in unserer aktuellen Mai-Ausgabe von dem Unwetter betroffene Familien gefragt: Wie sieht es ein Jahr danach aus? Wieviel hat euch die Flut gekostet? Wir führen auf, welche Kosten die Städte Niedernhall und Künzelsau durch das Unwetter zu tragen hatten und was sie auch die Zukunft planen, um gut gerüstet zu sein, falls es wieder einen solchen Ernstfall geben sollte.

// An dieser Stelle möchten wir unsere Hochachtung ausdrücken an alle ehrenamtlichen Helfer, allen voran den Feuerwehren, die teilweise tagelang unter Einsatz ihres Lebens halfen, die Wassermassen unter Kontrolle zu bringen.

Auf das Video, das wir an dieser Stelle zeigen, hat uns unser Leser Werner Hügel hingewiesen. Vielen Dank dafür. Es zeigt das vom Hochwasser gebeutelte Amrichshausen. Weitere Videos folgen.

Videos oben, von links: Amrichshausen gezeigt vom SC Amrichshausen; Niedernhall gefilmt von knochenfeder; Forchtenberg gedreht von Landesschau Baden-Württemberg, SWR, alle Videos zu sehen auf youtube

Videos unten, von links: Schöntal und Teilgemeinden gezeigt von Schöntal TV; Künzelsa und Braunsbach, gezeigt von Lolli Lollis;  Braunsbach veröffentlicht vom Haller Tagblatt [Elena Coras hat aus ihrem Fenster ihrer Wohnung in der Braunsbacher Instelstraße gefilmt]. Alle Videos zu sehen auf youtube

 

 

 

 




Kleines Dorf ganz groß: 700 Jahre Amrichshausen

 

 

//  Am 3. & 4. Juni große Feier mit zweitägigem Festprogramm
// ursprünglicher Name: Amelungshausen

Anbei veröffentlichen wir eine Ankündigung der Stadtverwaltung Künzelsau zum 700-jährigen Bestehen von dem Künzelsauer Teilort Amrichshausen:

Im Jahr 1317 wurde Amrichshausen, damals noch Amelungshausen, das erste Mal urkundlich erwähnt. 2017 kann Amrichshausen somit auf eine 700-jährige Geschichte zurückblicken.

Dieses geschichtsträchtige Ereignis wird am Pfingstwochenende vom 3. bis 4. Juni mit einem Jubiläumsfest in der zur Festhalle umgestalteten Maschinenhalle von Familie Wilhelm in Amrichshausen gefeiert.

Am Samstagnachmittag sind alle Besucher eingeladen, mit einem Bus markante geschichtliche Punkte anzufahren.
// Ab 19.30 Uhr gibt es ein von Mark Sigmeth gestaltetes musikalisches Programm in der Festhalle.
// Ab 21 Uhr ist die Scheunenbar und eine Shotsbar im Rahmen einer 90er Party geöffnet.

Der Sonntag beginnt um 9 Uhr mit einem Schleppertreffen und einem Weißwurstfrühstück. Dabei werden vom Allgaier bis zum edlen Porsche bis zu 200 Schlepper erwartet. Um 13 Uhr wird stündlich ein edler Lanz Bulldog aus dem Baujahr 1953 angeheizt.
// Um 9.30 Uhr findet in der Pfarrkirche Mariä Geburt ein Ökumenischer Festgottesdienst mit anschließendem Totengedenken am Gefallenendenkmal statt.
// Ab 13.30 Uhr werden rund 30 verschiedeneMB Unimog durch einen Fachmann vorgestellt. Weiterhin werden alte Geräte wie eine Transmission angetrieben und es wird eine alte Dreschmaschine laufen.
// ab 11.30 Uhr Mittagstisch. Dazu spielt die Stadtkapelle Künzelsau
// Ab 13.30 Uhr startet ein Rundweg „Amrichshausen – Früher und Heute“ mit 14 Stationen. Dabei können Besucher unter anderem einen Drexler, Schmied und Seiler bei der Arbeit bestauen und es gibt weiteres altes Handwerk sowie alte Haustierrassen zu sehen. Bildtafeln mit Bildern von Früher zieren die Straßenzüge und erinnern an die Vergangenheit.
// Um 14 und 16 Uhr gibt es eine Kirchenführung
// Ab 19 Uhr tritt in der Festhalle der bekannte Alleinunterhalter Rolf Rüdenauer auf. In der Scheunenbar geht es ab 21 Uhr nochmal rund mit Dj Fox.

Der Arbeitskreis hat in mühevoller Arbeit ein über 200-seitiges Festbuch mit zahlreichen Bildern von früher und heute erstellt, welches die Besucher am Festwochenende kaufen können.

Fotos und Flyer: Stadt Künzelsau




Neue Foto zur Sindelbach-Verschmutzung

// Landratsamt: „gesundheitliche Beeinträchtigung nicht zu erwarten“

Wir veröffentlichen an dieser Stelle neue Fotos, die wir von der FischHegeGemeinschaft Jagst (FHG) zur Sindelbach-Verschmutzung erhalten haben.

Wir haben das Landratsamt um Stellungnahme gebeten, inwieweit das Wasser für Kinder durch das Ammonium gefährlich ist, wenn man es beispielsweise in den Mund bekommt, da bei dem warmen Wetter immer viele Kinder am Sindelbach spielen. Wir warten derzeit allerdings noch auf eine Stellungnahme. Die Antwort des Landratsamtes: „Bei den hier durch Beprobung festgestellten Ammoniumwerten ist eine gesundheitliche Beeinträchtigung nicht zu erwarten. Da Oberflächenwasser regelmäßig keine Trinkwasserqualität besitzt, wird grundsätzlich von einer Aufnahme abgeraten.“

Markus Hannemann, Sprecher der FHG, macht sich indes Sorgen um den Fischbestand des Sindelbachs, der weitgehend erloschen ist. Wie geht es weiter?, haben wir von GSCHWÄTZ gefragt. Hannemann: „Man muss den Fischbestand im Sindelbach nun wieder aufbauen. Aber dieser Fischstamm, den es im Sindelbach gab, gibt es nun nicht mehr.“

// Ammoniumwerte gehen deutlich zurück
// keine Gefahr für die Lebewesen in der Jagst

Es folgt eine aktuelle Pressemitteilung des Landratsamtes zur Verschmutzung des Sindelbachs vom 17. Mai 2017:

Durch den technischen Defekt einer Biogasanlage in Stachenhausen gelangte vergangener Tage Gärsubstrat bzw. Gärsaft in den Sindelbach. Die Kreisverwaltung führte am heutigen Vormittag nochmals Beprobungen durch. Hierbei wurde bestätigt, dass aufgrund der hohen Verdünnung durch die starke Wasserführung der Jagst weiter keine Gefährdung für die Lebewesen der Jagst besteht. Auch sind die Ammoniumwerte im Sindelbach erneut deutlich zurückgegangen.

Ergebnisse der Beprobung am17.05.2017:

Sindelbach Brücke Dörrenzimmern:                                              0,46 mg/l Ammoniumstickstoff
Sindelbach oberhalb Fischteich Marlach:                                      0,13 mg/l Ammoniumstickstoff
Sindelbach Einmündung in die Jagst:                                            0,15 mg/l Ammoniumstickstoff
Jagst/200 m unterhalb der Einmündung des Sindelbaches:     0,07 mg/l Ammoniumstickstoff
Jagst/Winzenhofen:                                                                           0,05 mg/l Ammoniumstickstoff

Zur Ermittlung des genauen Schadensausmaßes im Sindelbach wurde am 16. Mai 2017 eine Elektrobefischung durchgeführt. Nach derzeitiger Einschätzung ist zwischen Stachenhausen und Sindeldorf von einem Totalausfall des Fischbestandes auszugehen. In Marlach ist noch ein Restbestand einiger Arten erhalten.

Die Kleinlebewesen, die als Nahrungsgrundlage für den Fischbestand dienen, haben nach derzeitigem Stand unterhalb Dörrenzimmern bis zur Mündung Sindelbach in die Jagst weitgehend überlebt, sodass eine gute Grundlage für den Wiederaufbau des Fischbestandes gegeben ist.

Fotos: Fischhegegemeinschaft




W-Lan Hot Spots, originelle Spendenfinanzierung & Souvenir gesucht

Künzelsau: ab sofort öffentliche WLAN-Spots
// von Isabell Kähny

Seit Montag gibt es in der Künzelsau einen öffentlichen Internet-Zugang. Kostenloses Surfen ist fortan in drei Hotspotbereichen möglich. Diese befinden sich am Ganerben-Platz am Alten Rathaus, am Biergarten und im Kocherfreibad. Bürgermeister Stefan Neumann gab gemeinsam mit EnBW-Kommunalberaterin Brigitte Bayer den Startschuss. Er erklärt: „Es ist nicht flächendeckend, aber an sozialen Punkten.“ Außerdem beteuert er: „Es ist relativ einfach, sich einzuwählen.“ Dies bestätigt auch Bayer, die zudem eine Reichweite von durchschnittlich 50 Metern in jede Richtung angibt. Je nach Bebauung reicht das Netz sogar bis zu 200 Meter weit. Eine Besonderheit ist die Anbringung in einer Straßenlaterne am Ganerben-Platz. Stolz ist die Stadt zudem auf den Namen, der im Rahmen einer Online-Umfrage ausgewählt wurde: KiauNet WifiSpot.

Wer möchte sich auf einer Stele vor dem Alten Rathaus verewigen?

// Sanierung des Alten Rathauses in Künzelsau

„Jeder kennt das Alte Rathaus“, so Bürgermeister Stefan Neumann. Es gilt als Aushängeschild der Stadt. Beim Unwetter im letzten Jahr nahm das Gebäude großen Schaden. Da eine umfassende Sanierung von Nöten ist, wird das Alte Rathaus im Ganzen neu konzipiert und modernisiert. Um die Kosten zu stemmen, wurde ein besonderes Spendenprojekt entwickelt: Im Jahr 2022 feiert die Stadt Künzelsau ihr 500-jähriges Jubiläum. Für jedes der 500 Jahre wird nun ein Pate gesucht. Dieser verewigt sich mit einem Widmungstext auf einer vor dem Gebäude aufgestellten Stele. Mitmachen können nicht nur Privatpersonen, sondern auch Firmen und Vereine. Auch mehrere Familien dürfen sich zusammenschließen. Auf jede Jahreszahl kann bis zum 4. Oktober 2017 geboten werden. Das Mindestgebot liegt bei 20 Euro. Jeder andere Bieter kann um zehn Euro überbieten. „Man soll sich gegenseitig anstiften“, wünscht sich Neumann. Für das etwas andere Spendenprojekt wurde eine Webseite eingerichtet: www.altes-rathaus-kuenzelsau.de. Wem kein Internetzugang zur Verfügung steht, der darf ins Rathaus kommen.

// Tag der Städtebauförderung am 20.Mai 2017

Am kommenden Samstag findet von zehn bis 15 Uhr der Tag der Städtebauförderung im Alten Rathaus in Künzelsau statt. Pläne für die Neukonzeption der Stadtbücherei werden ebenso wie das Spendenprojekt vorgestellt.
Bild könnte enthalten: im Freien

Wettbewerb: Fossiles Souvenir aus Hohenlohe für Alexander Gerst gesucht

Voraussichtlich Ende April 2018 geht es für Alexander Gerst wieder zur ISS. Auch dieses Mal soll ein ausgefallenes Souvenir aus Künzelsau mit dabei sein: Gesucht wird ein fossiles Fundstück, beispielsweise aus Muschelkalk. „Wichtig ist, dass es aus Hohenlohe kommt“, betont Neumann.

Der Wettbewerb startet am 19. Mai und läuft bis zum 16. Juni 2017. Eine Jury wird den Gewinner-Stein küren. Dieser muss in eine Verpackung mit den Maßen 8 x 8 x 6 Zentimeter passen und darf maximal 150 Gramm wiegen. Der Gewinner wird im Rahmen des Künzelsauer Stadtfestes bekanntgegeben.

Die ausführlichen Teilnahmebedingungen sind unter www.kuenzelsau.de/gerst nachzulesen.

Foto: Alexander Gerst. www.esa.int




Karten für KÜNightLife mit Gonzo Anfang am 07. Juni 2017

// After-Work einmal anders

Bei der nächsten von der Stadtverwaltung Künzelsau organisierten KÜNightLive am 07. Juni 2017 um 19 Uhr im  Foyer des Künzelsauer Rathauses ist Josip ,Gonzo‘ Krolo mit seiner Band zu Gast. Einlass ist um 18 Uhr. Die Besucher erwartet ein Musik-Mix aus den letzten Jahrzehnten.
Das Epylog – Golden Bar sorgt für kühle Getränke und kleine Köstlichkeiten zum Essen.

// Gruppenrabatt ab fünf Personen
Konzertkarten für den Juni-Termin gibt es für acht Euro im Bürgerbüro im Rathaus, Stuttgarter Straße 7, telefonisch zur Reservierung bei der Stadtverwaltung Künzelsau, Marco Klappenecker, Telefon 07940 129-119 oder an der Abendkasse. Gruppen ab fünf Personen zahlen nur sechs Euro pro Person.

Das Konzert geht rund drei Stunden

// Sommerpause

KÜNightLive 2017 hat im Juli und August Sommerpause.

Im September geht die KÜNightLive mit der Band Noisepollution weiter.

Foto: www.gonzoandfriends.de




Hoppla, was steht denn da mitten im Weg?

Bei der gestrigen Radwegeinweihung Dörrenzimmern-Eberstal haben bislang Unbekannte ein Schild mitten auf dem Radweg aufgestellt. Der Inhalt: „Vorsicht: H. Dr. Neth! Fahren Sie langsam, das nächste Krankenhaus ist 30 km entfernt. Abs.: 1.500 Bürger vom Sindelbachtal.“

Das Schild war so aufgestellt, dass jeder, der den Radweg bei der gestrigen Einweihung abgefahren ist, unter ihm hindurchfahren musste – auch Landrat Dr. Matthias Neth und Ingelfingens Bürgermeister Michael Bauer sowie die Landtagsabgeordneten Arnulf von Eyb (CDU) und Anton Baron (AfD). Das Schild wurde angeblich umgehend von einem städtischen Mitarbeiter entfernt.

Hinweise, wer das Schild aufgestellt hat, bitte an die Redaktion GSCHWÄTZ: 07940/93 555 7 oder via E-Mail: info@gschwaetz.de

Fotos: privat