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8. Harley Run mit großem Rahmenprogramm

8. Hohenloher Harley Run am 28. & 29. Juli in Künzelsau
// mit Open-Air-Musikauftritten & Airbrush, Schmuck und mehr
// Eintritt frei
// Spenden gehen an einen guten ZweckAnbei veröffentlichen wir eine Pressemitteilung der Stadt Künzelsau:In wenigen Wochen ist es soweit und die Motoren der amerikanischen Kultmarke Harley Davidson werden wieder in Künzelsau gestartet. Im vergangenen Jahr haben über 500 Fahrer daran teilgenommen. Das Programm auf den Wertwiesen am Biergarten am Kocher bietet für die ganze Familie etwas:
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Das Programm:Am Freitag, 28. Juli 2017, steigt eine Warm-Up-Party mit bekannten Musikern aus der Region. Bereits um 19.30 Uhr spielt „Razzmattazz“, danach folgt die  Band „Velvet Soul Street“ abgelöst.Am Samstag, den 29. Juli 2017, ab 11 Uhr, werden die Teilnehmer auf dem Eventgelände auf den Künzelsauer Wertwiesen erwartet und von dem Duo „Stage“ musikalisch begrüßt. Ab 13 Uhr stellen sich die Harley-
Fahrer zum 8. Hohenloher Harley Run auf. Die Zuschauer könnenn hier vielfältige Motorräder bestaunen.
Um 14 Uhr ist der Start des Harley Run. Es geht durchs
Hohenloher Land mit einer Streckenlänge von circa 80 Kilometer. Ein Zwischenstopp ist dieses Jahr in Öhringen in der neuen Location Filiae eingeplant, wo für die am Run teilnehmenden Biker für Speis und Trank gesorgt ist.Nach der Rückkehr ab 17 Uhr spielt die Band „Solid Spruce“. Gegen 20 Uhr folgt die Band „7 more
days.
Für das leibliche Wohl sorgen Pimpl´s Biergarten, Barbeque Crew, Langos Wagner und Lou´s Maultäschle.

Der Harley Run ist mittlerweile eine Veranstaltung für die ganze
Familie. Der Eintritt ist frei.

Wer übernachten möchte, kann den
Campingplatz direkt am Kocher benutzen oder nutzt eine der
Übernachtungsmöglichkeiten in den Hotels und Pensionen.
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Durch die großzügigen Spenden und einer Umsatzabgabe der
Caterer in Höhe von dreißig Prozent kann dieses Event am Biergarten in Künzelsau ohne Eintritt angeboten werden. Der Erlös geht direkt an
den Verein Christliche Humanitäre Hilfe Gambia e.V. von Ingo Roth. Ingo auf: www.gambiahilfe-hohenlohe.com. 2016 wurde ein Rekordspendenbetrag von 16.000 Euro übergeben.

Mit mehr Ausstellern, neben Würzburg Village, der
Firma Kreiselmeyer aus Feuchtwangen, Künstler wie Wild Jack
Kustoms, Airbrush von Göbel-Art, einem Tattoo Stand, dem
Zweiradmuseum Neckarsulm, Schmuck von Rockstyle – Markus
Wenger, Biker-Fee und viele mehr, wollen die Organisatoren die Veranstaltung für die Teilnehmer und Besucher noch interessanter machen.

Weitere Informationen:
www.hohenlohe-harley-run.com

Fotos: Stadtverwaltung Künzelsau




Überragende Vorstellung ohne Requisiten

 

 

 

// Theater im Fluss am Kocherfreibad in Künzelsau: Angst essen Seele auf
// aktuelles Thema: Flüchtling Ali spielt die Hauptrolle, den Gastarbeiter Ali
// schwere Thematik mit Witz und unter Einbeziehung des Kocher- und Jagsttals gespielt

Videos und Text: Nadja Fischer

45 Minuten vor der Aufführung laufe ich in Richtung Bühne und sichere mir einen Platz ganz außen, damit ich mich alleine auf das Stück konzentrieren kann und damit mir niemand in meine imaginäre Wohlfühlblase zu nahekommt. Etwas verwundert über die Tatsache, dass die ‚Liege-Badetuch-Reservierung’ hier zu einer ‚Jacken-Sitzwürfel-Reservierung’ umfunktioniert wurde. 19:50 Uhr. Meine imaginäre Wohlfühlblase ist geplatzt. Eine ausverkaufte Vorstellung. Mein Platz direkt an der Treppe ist zu einem Platz mittendrin geworden. Wo man sich hinsetzten und die Bühne sehen kann wird sich hingesetzt. ‚If it fits, i sits’. Über mich selbst erstaunt, finde ich die Situation nicht schlimm. Man wird direkt in Gespräche verwickelt. Die Stimmung ist super. Etwas Verwunderung raunt aber durch die Zuschauer. Eine Bühne und sie ist leer. Keine Requisiten. Nichts. Sehr spartanisch, denke ich mir.

Der Regisseur Franz Bäck erklärt: „Keine Requisiten schafft Schnelligkeit und Tempo. Man muss den Fluss der Erzählung durch das Umbauen nicht unterbrechen.“ Somit wird alles auf die Sprache und das schauspielerische Talent des Ensembles gesetzt, welches aus Laienschauspielern besteht. „Die richtige Betonung ist sehr wichtig. Da übt man schon mal 15 Minuten an einem simplen Satz wie ‚Hol mir mal ein Bier’ um ihn perfekt hinzubekommen“ sagt Ulrich Lauterbach, der den Krämer spielt. Das besondere an der diesjährigen Aufführung: Der Flüchtling Ali Ghamar Helalat spielt Ali im Stück. Einen Gastarbeiter. Ali Ghamar Helalat spricht und versteht die Deutsche Sprache noch nicht gut. „Man musste Ali erklären, was für eine Bedeutung seine gesprochenen Worte im Stück haben, damit er sie auch spielen kann“, so Franz Bäck.

Alle Schauspieler haben eine überragend gute Leistung erbracht. Sie haben mit so vielen Emotionen und der perfekten Sprache eine unvergessliche Inszenierung gezeigt. Sie haben das Publikum miteinbezogen. Immer mal wieder etwas aus dem Kocher- und Jagsttal eingebracht, was im Publikum für etliche Lacher, sorgte trotz der ernsten und schweren Thematik des Stückes. Eine Inszenierung voller Charme und schauspielerischem Talent. Absolut sehenswert.

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Ich habe nachgefragt bei den Zuschauern nachgefragt: Wie fanden Sie das Stück?

„Sehr gut. Zumal es sehr Beeindruckend ist, dass es Laien sind.“ Heide Schulz und Hanne Birk

„Super. Charaktere sind wirklich gut. Auch wenn man dieses Jahr nicht von Bühne zu Bühne laufen kann, ist es auch so gut. Das Thema ist sehr treffend“ Corina und Ralf Hub

„Sehr gut gespielt. Aktuelles Thema. Auch die Schauspieler sind lobenswert.“ Anonym

„Ganz großes Lob. Es ist zwar sehr spartanisch. Kein einziges Möbelstück als Requisite. Aber die Sprache ist dafür sehr präzise. Sehr beeindruckend.“ Heide Ruopp

PS: Jacke oder Pullover mitnehmen. Sobald die Sonne untergeht wird es frisch. Für Empfindliche: vielleicht auch ein Sitzkissen einpacken.
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Die nächste Vorstellung ist am Mittwoch, den 14. Juni, 20 Uhr. Weitere Vorstellungen: 16., 17., 23., 24., 29., 30. Juni 2017, jeweils 20 Uhr. 01., 05., 07., 08. Juli 2017, ebenfalls jeweils 20 Uhr. Karten bei Presse Turber, Tabak Brückbauer oder auf: https://www.theater-im-fluss.com/site/kartenverkauf.php

Das Video links und in der Mitte zeigen Ausschnitte aus der Aufführung am 10. Juni 2017. Video ganz rechts: Blick hinter die Kulissen und kurzes Gespräch mit den Darstellern in der Maske – kurz vor ihrem Auftritt am 10. Juni 2017.
Videos untere Reihe: Weitere Ausschnitte aus dem Stück, u.a. Polonaise mit den Zuschauern

 

 




Landratsamt am Freitag geschlossen & 30 Jahre Glockenfest

Landratsamt Hohenlohekreis am 14. Juli 2017 geschlossen

Wegen eines Betriebsausflugs bleiben am Freitag, 14. Juli 2017, sämtliche Dienststellen des Landratsamts Hohenlohekreis in Künzelsau und Öhringen einschließlich der Abfallwirtschaft Hohenlohekreis und der Deponie Stäffelesrain in Beltersrot ganztägig geschlossen.
Das Kundencenter des Nahverkehrs Hohenlohekreis in Künzelsau und das MOBIZ Öhringen sind an diesem Tag ebenfalls geschlossen.




Aus für Krankenhaus Künzelsau – Kreisräte attackieren Neumann scharf

// Mit Mühe erkämpfen sich Bürgermeister Platz in Beratungsgremium, wie es nun weitergeht
// Prof. Dr. Karle: „Das Allerletzte“, einzelne Personen anzugreifen
Text und Fotos von Sabine Lennert

Bei der Kreistagssitzung in Krautheim am 09. Juni 2017 fiel die Entscheidung über die Zukunft des Hohenloher Krankenhauses. Mit deutlicher Mehrheit stimmten die Kreisräte dem Krankenhausstrukturfonds zu, was das Aus für das Krankenhaus in Künzelsau bedeutet.

Als hätte der Himmel schon geahnt, wie die Sitzung des Kreisrats verlaufen würde, zogen sich kurz vor deren Beginn dunkle Wolken zusammen. Trotz Wind und pünktlich einsetzendem Regen hatten sich viele Menschen mit Plakaten vor dem Eugen-Seitz-Bürgerhaus in Krautheim versammelt, um für den Erhalt des Krankenhauses zu demonstrieren. Der Sitzungssaal war dann auch mit über 100 Bürgern voll besetzt.

Im Sitzungssaal bat Landrat Dr. Matthias Neth bei der Eröffnung der Sitzung dann zuerst darum, die Banner und Plakate abzunehmen. Gastgeber Andreas Köhler (CDU) begrüßte die Anwesenden zu dieser „historischen und weichenstellenden Entscheidung für den Hohenlohekreis“ und ließ gleich zu Beginn keinen Zweifel am Ausgang der Sitzung: „Kreisräte sind keine Ja-Sager und müssen auch schmerzhafte Entscheidungen treffen“. Neth unterbrach daraufhin die Eingangsworte und rief die Buhrufer in den Reihen der Öffentlichkeit zur Ordnung.

Nach dem Motto „Es wurde schon alles gesagt, nur noch nicht von jedem“ wurden auch heute keine wirklich neuen Argumente präsentiert. Aus strukturellen, fachlichen, personellen und finanziellen Gründen sei es unwirtschaftlich, das Krankenhaus in Künzelsau weiterhin zu betreiben. Das habe nichts mit Missmanagement zu tun, wie oft behauptet würde. Das Krankenhaus habe bisher nur aufgrund hoher Zuschüsse und Gehaltsverzicht von Seiten des Personals, das unter Tarif bezahlt würde, möglich gewesen. Für eine Vollprivatisierung müssten Bieter überzeugende Argumente vorlegen, die Suche würde mindestens sechs Monate in Anspruch nehmen. Der Zeitplan des Landes lasse aber keinen weiteren Aufschub zu – die Entscheidung müsse heute fallen. Zudem habe der Rettungsdienst sogar schriftlich bestätigt, dass eine Fahrt zum nächstgelegenen Krankenhaus maximal 30 Minuten dauern würde, auch wenn es in Künzelsau kein Krankenhaus mehr gäbe.

Nach dem gescheiterten Versuch, ein Großkrankenhaus an der Landkreisgrenze in Untermünkheim zu errichten, sieht Neth in dem Förderangebot eine „zweite Chance, die wir nicht verstreichen lassen sollten“.
Jürgen Schopf, Geschäftsführer der Hohenloher Krankenhauses gGmbH, legte nochmals die Zusammensetzung der Fördergelder dar. Da es sich um eine Festbetragsförderung handle, könne der Förderbetrag nicht reduziert werden, auch wenn jetzt noch Kosten eingespart würden. Sparpotenzial sei an verschiedenen Stellen identifiziert worden und werde auch genutzt. Die veranschlagten 99,6 Millionen Euro würden für den Neubau in Öhringen ausreichen.
Bei den anschließenden Wortmeldungen war man sich größtenteils einig. Die Schließung eines Krankenhauses gehe immer an die Nieren, zwei Standorte in einer Entfernung von nur 16 km Luftlinie seien nicht finanzierbar, die aktive Mitgestaltung der Zukunft sei bei einem privaten Investor nicht möglich.

Einzig Stefan Neumann gab das Versagen des Kreisrats in zwei Punkten zu. Zum einen sei es nicht möglich gewesen, ein zukunftsfähiges Konzept für beide Standorte zu erstellen. So gebe es nun für einen Teil des Kreises ein Krankenhaus, für den anderen Teil nur einen Fingerzeig. Zum anderen wies er auf das Versagen im Umgang mit den Bürgern hin, die man nicht mitgenommen habe. An den daraus resultierenden Fronten hätten alle Anteil. Neumann erntete dafür Applaus von den Zuhörern.

Auch Christian von Stetten (CDU) und Prof. Dr. Karle (FWV) äußerten sich kritisch und kündigten an, den Antrag nicht in allen Punkten zu unterstützen. „Ich bin der BI gegenüber immer neutral geblieben, aber vieles, was dort gesagt wurde, war so falsch nicht“, so Karle. Ein Gutachten sei Theorie, die Hohenloher aber Praktiker. So habe man praktisch nichts versucht, sondern theoretisch abgelehnt.
Thomas Dubowy (FWV) sah durch die zunehmende Spezialisierung personelle Schwierigkeiten bei der Besetzung aller nötigen Arztstellen. Der Wegfall des Krankenhauses in Künzelsau ziehe aber keinen Fachärztemangel nach sich, denn es sei auch heute mit Krankenhaus schon schwierig, neue Fachärzte zu finden, die sich auf dem Land niederlassen. Einen hohen Stellenwert haben für ihn auch die Senioreneinrichtungen, die ebenfalls zur Hohenloher Krankenhaus gGmbH gehören.

Über vier Punkte stimmten die Kreisräte in dieser Sitzung ab. Punkt 1: Festhalten an den am 30. September 2016 und 23. Januar 2017 getroffenen Beschlüssen: 28 Kreisräte stimmten dafür. Drei Gegenstimmen kamen von Stefan Neumann, Christian von Stetten und Prof. Dr. Christoph Karle. Dem Antrag, die Fürdermittel anzunehmen, stimmten 29 Kreisräte zu, Gegenstimmen kamen von Stefan Neumann und Prof. Dr. Christoph Karle. Der Neubau in Öhringen wurde mit 30 Stimmen angenommen, nur Stefan Neumann stimmte dagegen. Dem Bettenabbau der Hohenlohe Krankenhaus gGmbH von 283 auf 205 Betten stimmten alle Kreisräte bis auf Stefan Neumann, Christian von Stetten und Prof. Dr. Christoph Karle zu.

Danach wurde über das Markterkundungsverfahren gesprochen und abgestimmt. Stefan Neumann hatte den Antrag gestellt, in das beratende Gremium auch die Bürgermeister von Künzelsau und Öhringen aufzunehmen. Dies führte zu heftigen Diskussionen, in denen Neumann von verschiedenen Seiten vorgeworfen wurde, man könne sich nicht auf seine Vertraulichkeit verlassen. Für von Stetten dagegen war es unverständlich, warum Neumann nicht in das beratende Gremium aufgenommen werden solle, wo für Öhringen schon ganz genau feststünde, was passieren wird, nicht jedoch für Künzelsau. Professor Karle bezeichnete es als „das Allerletzte“, einzelne Personen anzugreifen, das sei nicht das richtige Verhalten für einen Kreisrat. „Seid ihr noch zu retten? Wenn das so weitergeht, melde ich mich an meinem Zweitwohnsitz an!“

Nach einer kurzen Sitzungsunterbrechung empfahl Neth, dem Antrag von Neumann zuzustimmen, da es politisch gesehen sinnvoll sei, die Bürgermeister in das Gremium aufzunehmen. Gerhard Feiler (FDP) beantragte „für Ruhe und Gelassenheit“ eine geheime Abstimmung zu diesem Thema. In der folgenden Abstimmung stimmten die anwesenden Kreisräte einstimmig dem Ablauf des Markterkundungsverfahrens zu. Die geheime Abstimmung wurde mit 28 zu 3 Stimmen abgelehnt und es sprachen sich 24 Kreisräte für die Aufnahme von Künzelsaus Bürgermeister Stefan Neumann und Öhringens Bürgermeister Thilo Michler in das Gremium aus. Lediglich drei Räte waren dagegen, vier enthielten sich.

Unter dem Tagesordnungspunkt Verschiedenes dankte Torsten Kunkel (CDU) Landrat Neth und mahnte „Ein Landrat ist ein Mensch, der Gefühle hat, die er nicht abends mit der Jacke ausziehen kann“. Er bat deshalb die Anwesenden um Mäßigung für die Zukunft.

Abschließend bat Landrat Neth, die demokratisch getroffene Entscheidung zu akzeptieren, auch wenn die Sitzung für die Öffentlichkeit schwierig, für manche sogar eine Zumutung gewesen sei. Die Verantwortung würde von allen Kreisräten ernst genommen, dies sei keine leichtfertige Entscheidung sondern mit Sorge um alle Hohenloher getroffen.




Die Populisten-Pistole kommt

 

Die Bürgerinitiative (HK) zum Erhalt des Künzelsauer Krankenhausstandortes hat ein zweites Kasperle-Theater- Video veröffentlicht. In der zweiten Folge der Satire muss Landrat Dr. Matthias Neth zum Rapport bei dem baden-württembergischen Gesundheitsminister Manfred Lucha antreten. Lucha zückt eine Populisten-Pistole. Diese  sei das Allheilmittel gegen alle Kritiker, sprich: Wer Kritik äussere – in dem Fall die Bürger – solle man einfach als Populisten betiteln und schon herrsche Ruhe.

Für die HK scheint damit das Thema Schließung Krankenhaus Künzelsau damit nicht vom Tisch. Das Landratsamt indes macht derzeit eine Bürgerbefragung. Landrat Dr. Matthias Neth möchte wissen, so die Pressemitteilung, „welche möglichen Angebote ihnen [den Bürgern] im geplanten Medizin- und Gesundheitszentrum [in Künzelsau] besonders wichtig sind und welche weitergehenden Angebote die Befragten als notwendig erachten“.

Spielraum für das, was tatsächlich in diesem neuen Gesundheitszentrum angeboten wird, hat die Politik indes nur wenig, wie Jürgen Schopf, Geschäftsführer der Hohenlohe Krankenhaus gGmbH betont hat, da die ambulante Versorgung Sache der niedergelassenen Ärzte sei.

Den Fragebogen gibt es online unter https://www.surveymonkey.de/r/mgz-kuenzelsau
Noch bis Montag, 17. Juli 2017, können die Bürger den Fragebogen abgeben. Er liegt ebenfalls an der Bürgertheke im Landratsamt Hohenlohekreis, Allee 17, 74653 Künzelsau aus.




„Ein sehr riskanter und ungewisser Weg“

// AfD-Landtagsabgeordneter Anton Baron wendet sich in einem Schreiben an Kreisräte

AfD-Landtagsagbeordneter Anton Baron wendet sich einen Tag vor der Entscheidung über das Krankenhaus Künzelsau mit einem Schreiben am 08. Juni 2017 an den Landrat und die Kreisräte. Baron warnt darin vor den bevorstehenden finanziellen Belastungen: „Darüber hinaus wird diese Entscheidung auch dazu führen, dass der Landkreis voraussichtlich einen riesigen Schuldenberg von über 60 Millionen Euro für den Neubau in Öhringen vor sich hertragen
wird.“

Weiter heißt es: „Das Künzelsauer Krankenhaus wurde nach meinem Kenntnisstand erst durch gravierende betriebswirtschaftliche Fehlentscheidungen des Managements in diese missliche Lage gebracht, nicht umsonst wurde damals der Anbau und die Sanierung aus Eigenkapital
des Krankenhauses finanziert. Ebenso trägt die Bundespolitik in Teilen dafür Verantwortung, dass über 5o Prozent aller Krankenhäuser in Baden-Württemberg inzwischen
rote Zahlen schreiben und unterfinanziert sind.“ (…) „Mit dem Schritt zum Neubau in Öhringen gehen Sie einen sehr riskanten und ungewissen Weg, der nicht nur zum Zusammenbruch der
Gesundheitsversorgung in Künzelsau sondern auch das Krankenhaus in Öhringen in eine prekäre Lage führen kann. Aus Erfahrungen aus anderen Landkreisen hat sich gezeigt,
dass Teile der Kosten vom geschlossenen Krankenhaus auf einen erhöhten Bedarf an Fahrzeugen und Rettungshubschraubern für die Notfallversorgung verschoben wurden.“

„Auch die Besetzung des angedachten Medizinzentrums mit Ärztestellen in Künzelsau ist noch völlig offen, da Künzelsau nach Bundesvorgaben eigentlich eine „Überversorgung“
an Arztstellen hat.“




Bürger „verlieren das Vertrauen in die Demokratie“

 

Krankenschwester Gabriele Diether: „Das Vertrauen in die Demokratie geht verloren“
// emotionale Rede auf der 32. Mittwochsdemo am vergangenen Mittwoch
// heute entscheiden die Kreisräte über das Krankenhaus Künzelsau

Auf der 32. Mittwochsdemo am 07. Juni 2017 sprach Gabriele Diether, Krankenschwester in der Tagesklinik in Künzelsau, die vom Weissenhof in Weinsberg betrieben wird, deutliche Worte gegenüber den Kreisräten, die heute die Entscheidung fällen über den Krankenhausstandort Künzelsau.

Durch den Öhringer Neubau kämen „massive finanzielle Belastungen auf den Hohenlohekreis“ zu, da der Neubau „mindestens das Doppelte koste“, von dem, was an Geld vom Krankenhausstrukturfonds hereinkäme.

„Letzten Endes“, so die Krankenschwester, tragen sie [Anm. d. Red.: die Kreisräte], einen Beitrag dazu bei, dass die Leute die Schnauze voll von Politik haben und dass sie das Vertrauen in die Demokratie verlieren.“

Die Kreisräte entscheiden heute in Krautheim über die Annahme der Gelder aus dem Krankenhausstrukturfonds, was zugleich das Aus für den Krankenhausstandort Künzelsau bedeuten würde.

Die Kreistagssitzung ist um 14 Uhr im Eugen-Seitz-Bürgerhaus, Götzstraße 49, 74238 Krautheim




Lehrgang Motorsäge in Altkrautheim

Anbei veröffentlichen wir eine Pressemitteilung des Landratsamtes:

Das Forstamt des Hohenlohekreises bietet im September 2017 drei Grundlehrgänge für den Umgang mit der Motorsäge an. Die jeweils zweitägigen Lehrgänge finden am 18./19. September, 20./21. September und 25./26. September im Walddistrikt Keller, Gemarkung Altkrautheim statt.

Die Ausbildungsinhalte erfolgen nach den Standards der Unfallversicherungsträger. Das angebotene Modul A “Grundlagen der Motorsägenarbeit“ umfasst 16 Unterrichtseinheiten mit dem praktischen Schwerpunkt der Bearbeitung von liegendem Holz. Die Lehrgänge beinhalten Grundlagen zu Motorsäge und Werkzeug sowie den Bereich Arbeitsschutz und Unfallverhütung, Arbeitsvorbereitung und Arbeitstechniken, Wartung und Pflege der Motorsäge und der Holzerntewerkzeuge. Im praktischen Teil wird das Schärfen der Sägekette, das Schneiden am liegenden Holz, das Fällen von Schwachholz, die Aufarbeitung von Brennholz und der Einsatz von Hilfswerkzeugen erlernt.
Neu ist die Durchführung einer Erfolgskontrolle sowohl im theoretischen, als auch im praktischen Teil. Eine erfolgreiche Teilnahme ist Voraussetzung für die Ausstellung einer Bescheinigung.

Am Lehrgang teilnehmen können alle Privatwaldbesitzer, Brennholzaufarbeiter, Mitglieder der Feuerwehren sowie Mitarbeiter von Bauhöfen. Die Teilnehmer müssen mindestens 18 Jahre alt sein und müssen eine persönliche Schutzausrüstung mitbringen.

Der Vordruck für die Anmeldung kann beim Forstamt unter Tel. 07940 18/567, per Fax 07940 18-574 oder per E-Mail: Christina.Schmid@hohenlohekreis.de angefordert werden. Er ist ebenfalls auf der Homepage des Landratsamts Hohenlohekreis, www.hohenlohekreis.de unter Aktuelles sowie unter Landratsamt/Ämter und Organisation/Forstamt/Forstamt aktuell, abrufbar. Eine Anmeldung bis 6. Juli 2017 ist erforderlich. Die Belegung der Lehrgänge erfolgt in der Reihenfolge der Anmeldungen. Der Lehrgang kostet je Teilnehmer 180,00 €.




Termine, Termine, Termine

Michael Schellmann seit 1. Juli neuer Kreiskämmerer
// Nachfolgerin Sabine Klotz neue Leiterin Kämmereiamt

Anbei der veröffentlichen wir eine Pressemitteilung des Landratsamts Hohenlohekreis:
Seit 1. Juli 2017 ist Michael Schellmann Dezernent für Finanzen und Service und Sabine Klotz Leiterin des Kämmereiamtes im Landratsamt Hohenlohekreis.

Michael Schellmann wurde Mitte März 2017 vom Kreistag zum Kreiskämmerer und Leiter des Dezernats für Finanzen und Service gewählt. Er tritt die Nachfolge von Helmut Kercher an, der in den Ruhestand geht. „Sie sind jetzt der neue Herr über die Finanzen im Landratsamt Hohenlohekreis. Ich wünsche Ihnen einen guten Start in Ihr neues Amt“, so Landrat Dr. Matthias Neth.

Michael Schellmann hat 1993 sein Studium zum Diplom-Verwaltungswirt (FH) abgeschlossen und 1994 seine Karriere im Hohenlohekreis begonnen. Im Laufe seiner Dienstzeit beim Landratsamt Hohenlohekreis war er in verschiedenen Aufgabengebieten tätig. Im Jahr 2001 wechselte er ins Sachgebiet Haushalts-, Kassen- und Rechnungswesen beim Kämmereiamt und hat im September 2012 die Leitung des Fachdienstes Allgemeine Finanzwirtschaft übernommen. Im Mai 2016 wurde ihm in Nachfolge von Hariolf Rettenmaier die Leitung des Kämmereiamtes übertragen.

Mit dem Wechsel von Michael Schellmann an die Spitze des Dezernats für Finanzen und Service wird auch seine bisherige Stelle als Leiter des Kämmereiamtes frei und mit Sabine Klotz neu besetzt. Sabine Klotz schloss ihr Studium zur Diplom-Verwaltungswirtin (FH) im September 2006 ab und ist seit Mai 2009 im Kämmereiamt tätig. Im April 2016 übernahm sie die Leitung des Fachdiensts allgemeine Finanzwirtschaft.

Bildunterschrift:

Landrat Dr. Matthias Neth (Mitte) wünscht Michael Schellmann (links) und Sabine Klotz (rechts) im Beisein von Mark Dürr, Personalratsvorsitzender (hinten links), und Ralf Gutöhrlein, Personalamt (hinten rechts), einen guten Start und alles Gute für die bevorstehenden Aufgaben. Foto: Landratsamt Hohenlohekreis

Planetenwegwanderung vom Taubertal nach Weikersheim
// mit Experimenten
// Anmeldung ab sofort

Anbei veröffentlichen wir eine Pressemitteilung der Stadt Künzelsau:

Im städtischen Rahmenprogramm zur Weltraumausstellung im Rathaus gibt es am Freitag, 4. August 2017, wieder eine Exkursion, die Raumfahrt und Sterne zum Gegenstand hat. Es geht zur Sternwarte in Weikersheim, wobei dieses Mal einige Strecken zu Fuß zurückgelegt werden müssen.

Gestartet wird im Taubertal, am ältesten Planetenwanderweg Europas. Auf der Wanderung erfahren die Exkursionsteilnehmer mehr über die Planeten und erhalten eine Vorstellung von Entfernungs- und Größenverhältnissen im Sonnensystem. Die Wander-Mission geht bis zur Sternwarte Weikersheim am Karlsberg.

Zwischendurch werden mit ein paar Experimenten Phänomene der Astronomie verdeutlicht. Eine Essenspause ist mit eingeplant. Feste Kleidung und die Verpflegung sollte jeder Teilnehmer selbst mitbringen. Bei klarem Himmel besteht im Anschluss an die Planetenwegwanderung die Möglichkeit, einen Blick auf den Erdmond zu werfen.

Abfahrt und Treffpunkt zur Exkursion nach Weikersheim ist am Freitag, den 4. August, 17 Uhr, auf dem Wertwiesenparkplatz. Mit der Rückkehr ist nach 21 Uhr zu rechnen. Die Fahrt mit dem Bus kostet 20 Euro und ist vor Ort zu bezahlen.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt – daher bittet die Stadtverwaltung um Anmeldung beim

Stefan Kraut, Telefon 07940 129 117, E-Mail stefan.kraut@kuenzelsau.de.

Zu dem Foto:
Auf großes Interesse stieß die Fahrt zum Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrum nach Lampoldshausen, wo Vakuum-Experimente gemacht wurden.

Tag der offenen Tür an der Akademie für Landbau und Hauswirtschaft Kupferzell am kommenden Sonntag
// Ausserdem: Erlebnistag auf dem Versuchsfeld ür GetreideAm Sonntag, den 9. Juli 2017, findet an der Akademie für Landbau und Hauswirtschaft Kupferzell, Schlossstraße 1, der diesjährige Tag der offenen Tür statt. Von 11 bis 17 Uhr können sich Besucher über die Bildungsangebote in den beiden Fachbereichen Hauswirtschaft und Landwirtschaft informieren, etwa durch Einblicken in das Unterrichtsgeschehen sowie durch Auskünfte von Schülern und Lehrern.// Erlebnistag auf dem Versuchsfeld für Getreide in KupferzellDas Landwirtschaftsamt des Hohenlohekreises lädt Familien und interessierte Verbraucher nahezu parallel, von 12 bis 17 Uhr zu einem Erlebnistag auf dem Zentralen Versuchsfeld in Kupferzell-Schafhof ein.

Bei stündlichen Führungen durch das Versuchsfeld werden die wichtigsten angebauten Getreidearten sowie deren Bedeutung in der Ernährung vorgestellt. Getreide vom Acker bis zum Teller wird erlebbar gemacht. Es besteht die Möglichkeit, selbst Getreide zu mahlen, Haferflocken zu quetschen, gemälztes Getreide zu verkosten und bei einem Getreidequiz mitzumachen. Darüber hinaus vermitteln Mitarbeiter des Landratsamts Hohenlohekreis Wissenswertes rund um das Thema Getreide sowie die ökologische Vielfalt in der Landwirtschaft.
Der Weg zum Versuchsfeld ist ab der Ortsdurchfahrt Kupferzell-Belzhag ausgeschildert.

Bild 1: Akademie für Landbau und Hauswirtschaft

Bild 2: Ernte auf dem Zentralen Versuchsfeld in Kupferzell. Landratsamt Hohenlohekreis




„Ich weiß nicht, was das für ein Demokratieverständnis ist“

// Die besten Zitate vom Bürgerdialog vergangenen Montag in der Stadthalle Künzelsau zur zukünftigen Gesundheitsversorgung im Hohenlohekreis

„Der Landrat und die Kreisräte haben sich mit ihrer Entscheidung unsterblich gemacht.“
@ Helmut Hermann, (87), Künzelsau

„Ich weiß nicht, was das für ein Demokratieverständnis in diesem Gremium [Anm. d. Red.: Kreistag] ist.“
@ Wortmeldung eines Bürgers beim Bürgerdialog

„Wir haben über Jahre auf einen Teil unseres Gehalts verzichtet und jetzt sind wir die doppelt Gelackmeierten“
@ Mitarbeiterin des Krankenhauses Künzelsau

„Wie soll der Öhringer Neubau abbezahlt werden – zusammen mit dem Neubau des Landratsamtes?“
@ Anton Baron, Landtagsabgeordneter in Baden-Württemberg (AfD)

„Es ist ein perverses System. Es werden Entscheidungen in Bund und Land getroffen, die wir vollziehen müssen.“
@ Landrat Dr. Matthias Neth

„Wenn Künzelsau geschlossen wird, müssen über 11.900 Menschen länger als 30 Minuten ins nächste Krankenhaus fahren. Das widerspricht einer Grund- und Regelversorgung.“
@ Hans-Jürgen Saknus, Sprecher der BI (SPD)

„Zeit ist Hirn – gerade bei einem Schlaganfall“
@ Dr. Jürgen Lany reagiert auf die Ausführungen von Karl Heer, dass sich die Fahrwege für Rettungswagen verlängern, sobald ein Krankenhaus wegfällt.

„Erfährt man auch in Zukunft erst alles, wenn es entschieden wurde?“
@ Martin Probst, Gemeinderat in Künzelsau (SPD), hinsichtlich des Lenkungsausschusses des Kreistags, der auf der Suche nach einem neuen Partner für die Hohenlohe Krankenhaus gGmbH laut Dr. Matthias Neth streng geheim tagen werde

„Das ist höchster Vertraulichkeit unterworfen“
@ Antwort Landrat Dr. Matthias Neth auf die Frage von Martin Probst

Fotos: GSCHWÄTZ; SPD; AfD