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Note 1,9 für Wirtschaft, Note 3,9 für öffentlichen Nahverkehr

// Bürgermeister, Gemeinderäte und Ortsvorsteher bewerten Hohenlohekreis
// Dörzbach, Krautheim, Ingelfingen, Künzelsau und Kupferzell sehen Probleme bei Gesundheitsversorgung
// Handlungsbedarf beim öffentlicher Nahverkehr
// in vielen Teilorten keine Lebensmittelversorgung mehr
// im September/Oktober Befragung ausgewählter Bürger

Die Folie des Beamers zeigt eine Tabelle, die in drei unterschiedliche Farben aufgeteilt ist: Grün, gelb und orange. Grün bedeutet: gute Qualität. Grün hinterlegt sind: Arbeitsplätze (Platz 1), Wirtschaft (Platz 2), Vereine (Platz 3), Lebensqualität, Kinderbetreuung, Bildung und Zusammenleben und Gemeinschaft.

Das bedeutet: der Hohenlohekreis steht insgesamt in diesen Feldern gut da. Wer sagt das? Bürgermeister, Ortsvorsteher und Gemeinderäte des Hohenlohekreises, die an einer aktuellen Umfrage des Beratungsbüros Plan_N teilgenommen haben.

Während Wirtschaft im Durchschnitt mit der Note 1,9 bewertet wurde, liegt der öffentliche Nahverkehr mit der Note 3,9 auf dem letzten Platz. Im unteren Drittel mit der Note 3,1 bewegt sich das Thema Gesundheitsversorgung sowie Tourismus (Note 3,2), Naturschutz liegt mit der Note 2,7 im Mittelfeld.

Das Landratsamt hat die Studie in Auftrag gegeben. Unter dem Titel „Zukunft HOK“ soll bis Herbst 2018 aufgezeigt werden: Wie steht der Hohenlohekreis insgesamt da? Was sind die Stärken des Kreises, wo sind Defizite? Am Auswertungsende sollen bestenfalls, so Gotthard Wirth, erster Landesbeamter des Landratsamtes Hohenlohekreis, schon konkrete Projekte stehen, mit welchen man den Defiziten entgegensteuern könne. Ein großes Problem sei der Fachkräftemangel und damit verbunden „Menschen von ausserhalb generell in den Hohenlohekreis zum leben und arbeiten zu locken“.

In der ersten Befragungsrunde nun kamen kommunale Vertreter, also Bürgermeister, Gemeinderäte und Ortsvorsteher aller 16 Gesamtgemeinden mit ihren 117 Teilorten zu Wort – (wobei die Befragung und Auswertung noch läuft; 300 von insgesamt 785 befragten Personen haben Stand heute an der Umfrage teilgenommen), zudem wurden die Städte und Gemeinden sowie die Teilorte auf eine detaillierte Bestandsaufnahme abgeklopft (was gibt es vor Ort, was fehlt?).

Die ersten Ergebnisse zeigen: 61 Prozent der Befragten sehen einen großen Handlungsbedarf in der Gesundheitsversorgung (wobei Wirth beim heutigen Pressegespräch betonte, dass vor allem im Jagsttal wohl nicht so sehr das wegfallende Krankenhaus in Künzelsau eine Rolle spiele, sondern der drohende Ärztemangel). Gemeinden, die besonders Probleme in der Gesundheitsversorgung sehen, sind laut Dr. Barbara Malburg-Graf von Plan_N:

Dörzbach, Krautheim, Ingelfingen, Künzelsau und Kupferzell. 39 Prozent der Befragten sehen beim Thema Wohnen Handlungsbedarf. Iinwiefern – ob zu wenig Wohnraum und/oder zu teure Wohnangebote etc. – lies sich aus den ersten Ergebnissen noch nicht ableiten. Aber unter anderem zeigt die Bestandsaufnahme, dass es beispielsweise in rund Zwei Dritteln von 35 Teilorten unter 1000 Einwohner keine Lebensmittelversorgung mehr gibt. Immer mehr Tante-Emma-Läden verschwinden etwa. Bei der Gesundheitsversorgung sieht es ähnlich mau aus: In 41 Orten unter 1450 Einwohner gäbe es keinen Allgemeinarzt und/oder keine Apotheke. Weißbach etwa habe laut Malburg-Graf keine Apotheke.

Das größte Defizit in den Teilorten sehen die befragten kommunalen Vetreter beim Thema öffentlicher Nahverkehr.

Rund 100.000 Euro sind laut Wirth für die Erarbeitung eines Zukunftskonzepts für den Hohenlohekreis im Haushalt eingeplant. Die Projekte und Maßnahmen, die sich daran bestenfalls anschließen, sind dabei noch nicht mit eingerechnet.

Wie geht es nun weiter?

In einzelnen Arbeitsgremien mit unterschiedlichen Schwerpunkten erarbeiten unter anderem Kreisräte und Experten zu den jeweiligen Sachgebieten (etwa das staatliche Schulamt beim Thema Bildung) die weiteren Schritte. Laut Martin Hellermann-Brenner von der Stabsstelle Kreisentwicklung im Landratsamt sind für September/Oktober Bürgerbeteiligungen geplant mit jeweils zwölf Bürgern aus vier Gebietskulissen, die nach dem Zufallsprinzip ausgewählt werden. Die vier Gebietskulissen teilen sich wie folgt auf:

Gebiet 1: Jagsttal
Gebiet 2: Kochertal (Künzelsau, Kupferzell, Waldenburg, Neuenstein)
Gebiet 3: Forchtenberg, Niedernhall, Weißbach Ingelfingen
Gebiet 4: Öhringen, Bretzfeld, Zweiflingen, Pfedelbach

Zusätzlich sei im Februar 2018 eine Bürgerforum für alle Kreisbewohner geplant, eine Veranstaltung, bei der Einwohner ihre Interessen bekunden können.

Bild 1 // In Weissbach gibt es zwar einen kleinen Supermarkt, aber keine Apotheke

Bild 2 // Ein Theater gibt es in Dörzbach (hier zu sehen: Stefanie Goes und Christoph Soldan mit dem erst kürzlich verstorbenen Peter Härtling. Foto: privat). Aber in der Geswundheitsversorgung sehen kommunale Vertreter Handlungsbedarf

Bild 3 // Der Tourismus könnte mehr angekurbelt werden. Hier zu sehen: Der Hollenbacher See, der in unserer aktuellen GSCHWÄTZ-Ausgabe auf dem 1. Platz bei unserem Badeseen-Ranking landet. Foto: GSCHWÄTZ

Bidl 4 // Der naturwissenschaftliche Raum im Ganerben-Gymnasium. Foto: Ganerben-Gymnasium




30 Jahre Torpedo – Dörrenzimmern feiert

// Erste Eindrücke und Schnapschüsse vom Sportplatzfest

In diesem Jahr hatten sich die Dörrenzimmerner verkünstelt: In XXL-Graffiti-Buchstaben in den Dörrenzimmerner Nationalfarben blau-gelb stand „30 Jahre Torpedo“ am Spielfeldrand beim Sportplatzfest. So einige Zimmerer, wie Karl Käpplinger, erinnern sich zurück, wie das war, so ganz am Anfang: Quasi eine Hocketse an einem Tag, an dem sich hauptsächlich die Einwohner des 550-Seelen-Dorfes trafen.

Beim dreißigjährigen Jubiläum am vergangenen Wochenende nun kickten bei den Fußballturnieren (Freitag Firmenturnier, Samstag Kinder- und Jugendturnier, Samstag und Sonntag Gerümpelturnier mit Mannschaften der umliegenden Ortschaften) über 30 Teams mit. Gewinner des Gerümptelturniers waren: Wohnwagen Amrichshausen, gefolgt von Oberginsbach und Dörrenzimmern. Die Gewinner des Firmenturniers lauteten: Ziehl Abegg 1, gefoglt von Gemü und Bürkert.

Musikalisch sorgten am Freitagabend Make my day für Stimmung im Festzelt, am Samstagabend fanden sich Ed’s Café ein, am Sonntag Wolgang Wolle Heieck.

Neu in diesem Jahr: Zimmern weitete sein Cocktailangebot aus auf Jambosala, ein Maracujalikör, der besonders bei Frauen gut ankam.

// Mehr dazu in unserer nächsten gedruckten Ausgabe von GSCHWÄTZ




Großes Sommerfest mit Alexander Gerst in Gaisbach

// vermutlich letzter öffentlicher Aufritt in Süddeutschland vor seiner neuen Weltraum-Mission
// Sommerfest für die ganze Familie
// Eintritt frei

Anbei veröffentlichen wir eine Pressemitteilung der Stadt Künzelsau:

Am kommenden Freitag, den 11. August 2017, eröffnet der ESA-Astronaut und gebürtige Künzelsauer Alexander Gerst die Ausstellung „Das neue Bild vom Nachbarn Mars“ des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) im Carmen Würth Forum in Künzelsau-Gaisbach – obwohl er nur noch wenige Wochen vor seinem nächsten Aufenthalt im All in Deutschland ist. „Wir können uns glücklich schätzen, dass er sein Training unterbricht“, freut sich Bürgermeister Stefan Neumann auf den voraussichtlich letzten öffentlichen Auftritt von Alexander Gerst in Süddeutschland vor dem Start zu seiner neuen Mission „Horizons“ im nächsten Jahr.

Die Adolf Würth GmbH & Co. KG und die Stadtverwaltung Künzelsau laden gemeinsam zu einem Sommerfest anlässlich der Ausstellungseröffnung ein. Los geht es um 15.30 Uhr auf der Open-Air-Fläche vor dem Carmen Würth Forum.

Neben der Ausstellung können Besucher das Open-Air-Programm mit guter Musik, Experimenten und Open-Air-Kino genießen – und natürlich Alexander Gerst live erleben. Der Eintritt ist frei.
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3D-Fotos von der kargen aber faszinierenden Marslandschaft sind ab 18 Uhr im Carmen-Würth-Forum zu sehen. Die Besucher erhalten spezielle 3D-Brillen kostenfrei, um die Bilder auch in ihrer ganzen Pracht und Dimension betrachten zu können. Aufgenommen wurden diese Bilder von der DLR-Hochleistungskamera (HRSC) an Bord der Sonde Mars Express. Bis 27. August 2017 präsentiert das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt die Schau über unseren roten Nachbarplaneten.
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Alexander Gerst wird um 17 Uhr neben dem Mars als mögliches Ziel astronautischer Raumfahrt auch über seine neue Mission „Horizons“ sprechen. Professor Ralf Jaumann, Planetengeologe am Institut für Planetenforschung des DLR und ausgewiesener Experte für den Mars, wird nicht nur in der Ausstellung vor Ort sein. Auch auf der Bühne werden er und sein Team von Wissenschaftlern dem Publikum auf unterhaltsame Weise Planeten und Weltraum näher bringen. Das Publikum kann an einem virtuellen Flug über den Mars teilnehmen und dabei eine dreitägige Reise nach Köln für vier Personen gewinnen. Anreise, Übernachtung und ein Besuch mit Führung im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrttechnik sind inklusive.

Gonzo’N’Friends sorgen für musikalische Einlagen.
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Shary Reeves führt durchs Sommerfest

Shary Reeves moderiert das Bühnenprogramm des Nachmittags und Abends. Sie bespielt seit 1996 die TV- und Event-Bühnen als Moderatorin, Schauspielerin oder ehemalige Bundesliga-Fußballerin. Von 1989 bis 1995 gehörte sie mit ihren Geschwistern und der Band „4 Reeves“ zu den Wegbereitern des Deutsch-Rap. Sie moderierte den Maus Club – WDR, das Sportmagazin „Samstag LIVE! – Sky“, die Fußballweltmeisterschaft für die ARD – und 2014 das Bürgerfest im Auftrag der Bundesregierung „25 Jahre Mauerfall“ in Berlin. Seit 2011 moderiert sie mit Ralph Caspers das vielfach ausgezeichnete WDR TV-Format „Wissen macht Ah!“.
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Einlasskontrollen & Verkehrsbehinderungen

Obwohl kein Eintritt verlangt wird, wird es aus Sicherheitsgründen Einlasskontrollen geben. Das Mitbringen von Rucksäcken, großen Taschen und Glasflaschen ist nicht erlaubt. Das Panorama-Catering sorgt für die Bewirtung. Parkplätze sind beim CARMEN WÜRTH FORUM vorhanden. Aufgrund von Baustellen sind die Auf- und Abfahrt Kupferzell der Autobahn (A 6) und die Bundesstraße 19 zwischen den Abzweigungen nach Westernach und dem Gewerbepark Hohenlohe gesperrt. Die Umleitungen sind ausgeschildert. Besuchern, die über die A 6 anfahren wird empfohlen, die Autobahn-Ausfahrt Neuenstein zu verwenden.
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Übersicht Programm Sommerfest

15.30 Uhr: Einlass und Programm mit Musik und Unterhaltung.
17.00 Uhr: Eröffnung der Ausstellung: Talkrunde mit Alexander Gerst.
Ab 18.00 Uhr: Offener Rundgang durch die Ausstellung, parallel buntes Bühnenprogramm.
21.00 Uhr: Einführung und Open Air Kino „Der Marsianer“.
Eintritt frei.

Fotos:

Bild 1: Alexander Gerst und Stefan Neumann bei der Eröffnung der Weltraumausstellung Rathaus in Künzelsau im September 2016. Foto: Stadt Künzelsau

Bild 2: 3-D-Brillen bei der Marsausstellung. Foto: DLR

Bild 3: Das Sommerfest ist auf dem Open-Air-Gelände vor dem Carmen Würth Forum. Foto: GSCHWÄTZ

Bild 4: Shary Reeves moderiert die Veranstaltung. Foto: Jochen Manz

Bild 5: Für musikalische Einlagen sorgen Gonzo’N’Friends. Foto: Gonzo




Extrem viel PS in Künzelsau

// 8. Hohenloher Harly Run mit über 700 Motorradfahrern
von Tommy Weinz

Rechtzeitig zum 8. Hohenloher Harley Run am vergangenen Wochenende drehte sich der Zeiger des Barometers in Richtung Sonne. Das klassische Vorhersagewerkzeug sollte recht behalten und die Natur bescherte den V-Twin Enthusiasten ein perfektes Bikerwochenende in Künzelsau.

Über 700 Motorradfahrer folgten dem Ruf des Initiators Joachim Schmidt und fuhren gemeinsam eine Runde entlang der Flüsse Kocher und Jagst. Am Rand der Paradestrecke verfolgten etliche Passanten das donnernde Treiben und quittierten dieses Spektakel mit Applaus, Winken und breitem Grinsen. Wieder an der Basis angekommen, lockten die Aussteller mit kulinarischen, bikertypischen Leckereien. Pulled Pork Burger aus dem Smoker mit einem erfrischendem kühlen Blonden waren die Topseller.

Auf der diesjährigen Flaniermeile am Kocherfreibad / Wertwiesen hatte sich einiges getan und die Austellerzahl hat sich zum Vorjahr nahrezu verdoppelt. Motorräder, Quads, Schmuck, Reisen und sogar ein Tattoo-Shop rundeten das erlebnisreiche Angebot perfekt ab.

Ein Wochenende in Albumqualität.

// Einen ausführlichen Bericht mit beeindruckenden Fotos gibt es in unserer neuen GSCHWÄTZ-Ausgabe.

Überall im Einzelhandel.




Sie nennen es Unterhaltung, dabei ist es nur „ohne Haltung“

Kabarettist und Musiker Michael Krebs aus Neu-Kupfer rockte am vergangenen Wochenende am Samstag, den 29. Juli 2017, in Öhringen die Bühne, watschte dabei die Großen und die Gutmenschen ab und erinnerte sich an seine Kindheit in Neukupfer – mit dem Busfahrer Abele.

Schon als wir vor ein paar Wochen Michael Krebs zu einem Milchshake ins EMMAs nach Künzelsau gebeten haben haben (Interview in unserer gedruckten Ausgabe des vergangenen Monats), war es sehr entspannt mit dem Multi- und Ausnahmetalent (Musiker und Kabarettist in einem). Nun legte er am vergangenen Samstag in Öhringen einen ebenso entspannt-rockigen Auftritt hin – mit kritisch-ironischen Texten. Auch die Rolle der Medien sieht der gebürtige Neu-Kupferer kritisch, wenn er rapt: „Sie nennen es Unterhaltung, dabei ist es nur „ohne Haltung“.

Lobbyisten, Großkonzerne und Beratungsfirmen bestimmen, wo es langgehe in Deutschland, heißt es in seinem Refrain: „Solange wir glauben, dass die Politiker regieren, solange die Medien das als die Wahrheit inszenieren. Solange McKinsey und Co. unsere Gesetze schreiben, wird alles so bleiben.“

Wir sagen: Ein Mann mit Haltung.

Mehr von Michael Krebs auf: www.facebook.com/michaelkrebslive

 

 




Wurde Künzelsau schlechter gerechnet?

Wurde Künzelsau schlechter gerechnet?
// Offenbar falsch geführte Statistik über Bettenbelegung

Mit einer mageren Auslastung von 50 Prozent sei das Krankenhaus Künzelsau schlicht nicht profitabel. So lautete das das Fazit der Kreisräte und des Landrates nach der Entscheidung zur Schließung des Krankenhauses.

Nun sind Dokumente aufgetaucht, die Zweifel an der Belegungsstatistik aufkommen lassen. Darin wird unter anderem die Intensivstation mit zwölf Betten aufgeführt. Mitarbeiter des Krankenhauses wiederum betonen, dass es schon seit Jahren nur sechs Betten sowie ein Notbett in der Intensivstation gebe. Das würde jedoch bedeuten: Wenn alle sechs Intensivbetten in Künzelsau belegt sind, zeigt die Statistik eine Belegungsquote von lediglich 50 Prozent an – obwohl 100 Prozent richtig wäre.

Anscheinend haben Mitarbeiter mehrfach Betriebsleiter Helmut Munz darauf angesprochen. Geändert hat sich bislang nichts, wie die aktuelle Juli-Statistik (siehe Foto-Ausschnitt) zeigt.  Jürgen Schopf, Geschäftsführer der Hohenlohe Krankenhaus gGmbH, antwortete schriftlich auf unsere Nachfrage: „Die Belegungsquote wird ermittelt, indem die tatsächlichen Patientenzahlen ins Verhältnis gesetzt werden zur Zahl der Planbetten. Unsere Angaben (nicht nur) zur Belegungssituation sind stets richtig.“ Das sehen Mitarbeiter offenbar anders.

Brisant dabei ist: Wenn die Statistik falsch ist, hätten die Kreisräte eine Entscheidung auf falschen Tatsachen beruhend getroffen. Deshalb gilt es für die Verantwortlichen, bald Licht ins Dunkel zu bringen.

// Mehr dazu in unserer neuen Ausgabe von GSCHWÄTZ. Ab heute überall im Handel.




„Wir können nicht alle Flüchtlinge aufnehmen“

// Staatssekretär Jäger zu Besuch in Gaisbach
// Landrat Neth: Hohenloher Integrationszentrum: „Bildung mit zahlreichen Angeboten“

„Wer schutzberechtigt ist, den wollen wir schnell und gut integrieren. Ohne die hauptamtlichen Mitarbeiter in den Kommunen und viele ehrenamtliche Helfer wäre das nicht möglich. Wir können allerdings nicht alle Flüchtlinge bei uns aufnehmen, das würde unsere Kräfte übersteigen. Deshalb werden wir unsere Integrationsbemühungen auf diejenigen konzentrieren, die gute Bleibeperspektiven haben. Wer ausreisepflichtig ist, soll dagegen möglichst rasch in seine Heimat zurückkehren.“

Das war die Botschaft von Martin Jäger, Staatssekretär im Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration des Landes Baden-Württemberg, bei seinem Vortrag am vergangenen Freitag, den 27. Juli 20017, im Hohenloher Integrationszentrum in Gaisbach zum Thema: „Einwanderung, Asyl und Sicherheit – politische Aufgaben“.

Der Abend war Teil der Veranstaltungsreihe rund um Thema Flucht und Willkommenskultur des Landratsamtes Hohenlohekreis. „Es ist uns wichtig zu zeigen, dass der Hohenlohekreis bunt, weltoffen und friedlich ist und dass Gewalt, Rassismus und Extremismus hier keinen Platz haben“, so Landrat Dr. Matthias Neth. Der Landrat zog eine positive Zwischenbilanz zur Flüchtlingsintegration im Hohenlohekreis. So sei im Hohenloher Integrationszentrum ein lebendiges Zentrum der Bildung und der Begegnung mit zahlreichen Angeboten entstanden. „Die Themen Einwanderung, Asyl und Sicherheit werden uns noch eine ganze Weile beschäftigen, deshalb hat die Arbeit hier im Integrationszentrum eine wichtige gesellschaftliche Funktion“, betonte Landrat Neth.

Staatssekretär Jäger, der in seiner Karriere unter anderem Sprecher des Auswärtigen Amts und deutscher Botschafter in Afghanistan gewesen ist, brachte anschließend Erkenntnisse aus der Perspektive der Landesregierung und aus seiner eigenen beruflichen Erfahrung mit.

Unter den Zuhören waren diverse Vertreter politischer Parteien.

// Bild 1:
Staatssekretär Jäger. Landratsamt Hohenlohekreis

// Bild 2:
Landrat Dr. Matthias Neth begrüßte zahlreiche interessierte Gäste, darunter auch Abgeordnete und weitere Politikvertreter. Landratsamt Hohenlohekreis.




Verdienstkreuz erster Klasse an ehemaligen Landrat Helmut M. Jahn

Verdienstkreuz erster Klasse für langjährigen Landrat Helmut M. Jahn
// besonderes Engagement für den Naturschutz

Anbei veröffentlichen wir eine Pressemitteilung des Landratsamtes Hohenlohekreis:

Minister Franz Untersteller hat dem langjährigen ehemaligen Landrat des Hohenlohekreises, Helmut M. Jahn, im Beisein von Kreisräten, Bürgermeistern und Vertretern aus Politik und Wirtschaft das Verdienstkreuz erster Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland überreicht.

Bei der Ordensverleihung im Rahmen einer Feierstunde in der Sparkasse Hohenlohekreis in Künzelsau würdigte Umweltminister Franz Untersteller das beispielhafte Engagement im politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Bereich, mit dem sich Helmut M. Jahn stets dafür eingesetzt hat, den Hohenlohekreis weiterzuentwickeln: „In seiner 24-jährigen Amtszeit hat Helmut M. Jahn den Landkreis wesentlich geformt und gestaltet. Seiner Beharrlichkeit ist es zu verdanken, dass aus einer ländlich geprägten Region ein starker Wirtschaftsstandort mit zahlreichen Weltmarktführern entstanden ist.“

Besonders dankte der Minister dem ehemaligen Landrat für dessen Verdienste für den Natur- und Umweltschutz. „Mit unermüdlichem Tatendrang hat sich Helmut M. Jahn in seiner Amtszeit dafür engagiert, die wunderschöne Hohenloher Landschaft mit ihrer reichen geschichtlichen und kulturellen Vielfalt zu erhalten und zu fördern.“ Als nahezu revolutionär bezeichnete Untersteller die Einrichtung der ersten Recyclinghöfe im Kreis vor rund 30 Jahren.

Landrat Dr. Matthias Neth gratulierte seinem Vorgänger zu dieser hohen Auszeichnung und dankte ihm für seinen großen Einsatz für den Hohenlohekreis:
„Du hast im Hohenlohekreis, in Deiner Zeit als Landrat, viele Spuren hinterlassen. Spuren, auf denen wir heute aufbauen können. Dein Name steht für die so hervorragende und erfolgreiche Entwicklung unseres Landkreises. Viele wichtige Weichen wurden gestellt und zahlreiche für den Hohenlohekreis bedeutsame Projekte und Maßnahmen wurden während Deiner Amtszeit in die Wege geleitet und umgesetzt“, so Landrat Dr. Matthias Neth in seinem Grußwort.

Helmut M. Jahn dankte seiner Familie, seinen Freunden und Wegbegleitern aus dem Hohenlohekreis und darüber hinaus für die Unterstützung, die er stets erhalten hat. „Ich freue mich sehr über diese Auszeichnung und nehme sie zugleich als Ansporn, mich weiterhin vielfältig zu engagieren“, so Jahn.

Die Jugendmusikschule Künzelsau begleitete die Verleihungsfeier musikalisch.

// Bildunterschrift:
Minister Franz Untersteller MdL übergab das Verdienstkreuz erster  Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an Helmut M. Jahn. Foto: Landratsamt Hohenlohekreis




90 Prozent weniger Fische in der Jagst

// Ausserdem: Fischsterben im Sindelbach
// FischHegeGemeinschaft Jagst lädt zu einer Infoveranstaltung nach Langenburg-Bächlingen ein

Die FischHegegemeinschaft Jagst (FHGJ) schlägt Alarm: Fischtbestanduntersuchungen (E-Befischungen) aus den Jahren 2007 und 2013 zeigen: Im Vergleich zu den 1990er Jahren schwimmen 90 Prozent weniger Fische in der Jagst.

Gefrässige Vögel, die Jagst-Katastrophe, (unerlaubte) Wasserentnahmen, Medikamentenrückstände und Pestizidrückstände: Gründe dafür gibt es ganz unterschiedliche. Auch der Mensch trägt einen nicht ganz unwesentlichen Anteil dazu bei. Was wir tun können, um eine Wiederbelebung der Jagst zu fördern, lesen Sie in der aktuellen sowie in der kommenden GSCHWÄTZ-Ausgabe.

Am kommenden Sonntag lädt die FHGJ gemeinsam mit dem Angelsportclub Langenburg e.V. zum Gewässererlebnistag in Langenburg-Bächlingen ein, um diese und andere Themen mit interessierten Bürgen zu besprechen.

Der Landesfischereiverband ist ebenso vor Ort, um unter anderem über das Fischsterben im Sindelbach zu sprechen.

Weiteres Programm:

// Gewässerführungen Jagst an der Herrenmühle: 13.13 bis 15.30 Uhr (jeweils 30 Minuten)
// Fischartenschutz an der Jagst
// Fischmobil mit Präparaten und Lebendfischen
// Artenschutzprojekte

Foto rechts // Jagst-Katastrophe vor zwei Jahren. Tote Fische Wehr Hessenau. Foto: FHGJ

Foto links // E-Befischung. Vorführung in Mulfingen im Juli 2017. Foto: FHGJ




Papierkunst im Landratsamt

40 Schüler der Hauptstufe der Geschwister-Scholl-Schule in Künzelsau stellen ab heute bis zum 15. September 2017 im Foyer des Landratsamtes Hohenlohekreis ihre Objekte zum Thema „Papierkunst“ aus.

Die Werke sind während des Zisch-Projekts der Hohenloher Zeitung entstanden. Dabei wurden die gesammelten Zeitungen nicht entsorgt, sondern kreativ weiterverwendet. Die unterschiedlichen Kunstwerke können zu folgenden Öffnungszeiten im Landratsamt Hohenlohekreis, Allee 17 in 74653 Künzelsau besichtigt werden:

Montagg bis Mittwoch: 7.30 bis 17 Uhr, Donnerstag 7.30 bis 18 Uhr sowie Freitag 7.30 bis 12 Uhr.

Über zahlreiche Besucher und über ein Feedback via Gästebuch freuen sich die Schüler der Papier-Kunst AG der Geschwister-Scholl-Schule in Künzelsau.

Bildunterschrift:
Schülerinnen und Schüler der Hauptstufe der Geschwister-Scholl-Schule Künzelsau zusammen mit ihren Lehrerinnen Sabine Haussler (hinten rechts) und Karin Pfister (hinten links) vor der Alexander Gerst Papierkunst-Skulptur. Landratsamt Hohenlohekreis