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Reisebus ausgebrannt

Ein Reisebus brannte am Mittwochabend auf der A81 bei Neuenstadt am Kocher vollständig aus. Der Reisebus war gegen 18 Uhr auf der Autobahn 81 in Fahrtrichtung Würzburg unterwegs. Kurz vor dem Tunnel Hölzern kam es vermutlich aufgrund eines technischen Defektes zu einer starken Rauchentwicklung. Zudem hinterließ das Fahrzeug auf dem rechten Fahrstreifen eine circa 500 Meter lange Ölspur. Beim Eintreffen der Streife stand der Reisebus auf der rechten Fahrspur und befand sich bereits im Vollbrand. Alle 49 Insassen des Busses konnten sich unverletzt aus dem Fahrzeug begeben und wurden durch den Rettungsdienst und das THW versorgt.

Die Autobahn 81 musste während der Lösch- und Bergungsarbeiten in Fahrtrichtung Würzburg bis circa 2 Uhr voll gesperrt werden. Es entstand ein geschätzter Sachschaden in Höhe von 300.000 Euro.




Und wieder wird die deutsche Bevölkerung gewarnt

Im September 2023 sollen wieder gleichzeitig alle Handys und Sirenen aufheulen. Was bei den vorangegangenen Mal im Dezember 2022 nicht wirklich gut geklappt hat, soll dieses Mal vermutlich besser werden. Bürger:innen fragen sich, was es damit auf sich hat. Möchte sich die Regierung auf einen möglichen Kriegsangriff vorbereiten?

In Deutschland werden am 14. September erneut die Warnsysteme getestet – zum bundesweiten Warntag.

Hochwasser, Großbrand oder Fliegerbombenfund: In Krisen- oder Katastrophenfällen ist es wichtig, dass die Bevölkerung rechtzeitig gewarnt werden kann. Daher findet am 14. September 2023 wieder ein bundesweiter Warntag statt.

Spätestens nach der verheerenden Flutkatastrophe im Ahrtal im Sommer 2021 war klar, wie wichtig funktionierende Warnsysteme sind. Damals wurden viele Menschen nicht rechtzeitig über die Gefahren durch das Hochwasser informiert. In der Folge wurde unter anderem das sogenannte Cell Broadcast Warnsystem eingeführt, um Handynutzer unabhängig von der Installation einer Warnapp auf Katastrophen aufmerksam machen zu können.

Der bundesweite Warntag hat zum Ziel, die bestehenden Warnsysteme zu prüfen und die Menschen darüber zu informieren, wie sie im Notfall handeln sollen. 2020 fand er erstmalig statt – mit gravierenden Pannen. 2021 fiel er aus, 2022 gab es erneut einen Test, bei dem eine weitaus positivere Bilanz gezogen wurde.

Was gilt es am bundesweiten Warntag am 14. September 2023 zu beachten? Alle Informationen auf einen Blick.

Warntag 2023: Warum heulen die Sirenen?

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) löst um 11 Uhr einen Probealarm in Deutschland mit der höchsten Warnstufe 1 aus. Ein Warntext wird an alle verschickt, die an das Warnsystem des Bundes angeschlossen sind – beispielsweise Rundfunksender und App-Server. Diese versenden dann die Probewarnung. Da es sich um einen Test handelt, müssen diejenigen, die diese Warnung empfangen, nichts weiter tun. Um 11.45 Uhr folgt dann die Entwarnung.

Nur wer eine spezielle App hat, wird informiert

Warnapps sollen unverzüglich über Gefahrenlagen informieren. Die offizielle Warnapp des Bundes ist „NINA (Notfall-Informations- und Nachrichten-App)“. Sie wurde vom BBK entwickelt. Die App ermöglicht sowohl Warnungen für frei wählbare Gebiete, als auch den aktuellen Standort anzeigen zu lassen. Über „NINA“ werden folgende Warnungen verschickt:

  • Warnmeldungen des Bevölkerungsschutzes
  • Wetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes
  • Hochwasserinformationen

Die Probewarnung am 14. September über „NINA“ bekommt nur, wer die App auf seinem Smartphone installiert hat.

Neben NINA gibt es weitere Warnapps: „KATWARN“ wurde vom Fraunhofer-Institut entwickelt. Nutzer erhalten hier sowohl Benachrichtigungen von Bund und Ländern, als auch Warnhinweise von den Betrieben kritischer Infrastrukturen. Zudem gibt es die Anwendung „BIWAPP (Bürger Info & Warn App)“, ebenfalls von einem privaten Entwickler. Sie warnt vor Katastrophenlagen und bietet zudem Informationen zu lokalen Ereignissen wie geschlossenen Schulen oder gesperrten Straßen.

Über ein anderes Warnsystem werden alle Betroffenen gewarnt

Das Cell Broadcast Warnsystem ergänzt die bereits vorhandene Warnstruktur bestehend aus Sirenen, Rundfunk, TV oder Apps. Auch ohne eine installierte App alarmiert der Cell Broadcast die Menschen in dem gefährdeten Bereich. Alle Menschen, die mit ihrem Handy in der betroffenen Funkzelle eingeloggt sind, bekommen dann automatisch eine Benachrichtigung. Übermittelt wird die Warnung über alle deutschen Netzbetreiber.

Ein halbes Jahr nach seiner Einführung in Deutschland ist das Cell Broadcast in Sachsen fünfmal eingesetzt worden (Stand: 23. August 2023). In allen Fällen ging es dabei um konkrete Gefahren. So wurde unter anderem im April im Zusammenhang mit dem Fund einer Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gewarnt.

In ganz Deutschland erfolgten in den sechs Monaten seit der Einführung der Handy-Warnungen am 23. Februar 138 Meldungen zu Ereignissen wie Großbränden, Kriegsbomben, heftigen Gewittern, Orkanböen, Starkregen, und Überflutungen. In Nordrhein-Westfalen gab es 39 Warnungen, in Mecklenburg-Vorpommern nur eine. An zweiter Stelle steht Rheinland-Pfalz mit 34 Warnungen, gefolgt von Niedersachsen mit 20.

Diverse Bürger:innen könnten sich auch vorstellen, dass die Bevölkerung über diese Systeme bei einem möglichen Kriegsangriff zum Einsatz kommen, falls der Ukraine-Krieg sich noch auf andere Länder ausdehnen sollte. Auch möglich wäre ein Einsatz dieser Warnsysteme bei einer erneuten Pandemie zum Erreichen möglichst vieler Bürger:innen.

Über welche Kanäle werden Menschen noch gewarnt?

Grundsätzlich müssen sich Bundesländer und Kommunen um die einzelnen Kommunikationswege kümmern, der Bund löst den Probe-Warnfall am 14. September lediglich aus. Außer über Sirenen, Warn-Apps sowie das sogenannte Cell Broadcast gibt es auch noch folgende Warnmöglichkeiten:

  • Medien/Presse: Fernseh- und Radiosender sollen im Katastrophen- oder Verteidigungsfall ihr Programm für eine Warnung unterbrechen beziehungsweise einen Lauftext einblenden. Das ist auch deshalb wichtig, weil Bürger, wenn sie einen Sirenenalarm hören, konkrete Informationen brauchen, damit sie wissen, wie sie sich in Sicherheit bringen können. Ihre Teilnahme am Warntag haben mehrere Dutzend Öffentlich-Rechtliche und private Sender zugesagt. Auch auf deren Internetseiten soll gewarnt werden.
  • Informationstafeln: In zahlreichen Großstädten, aber auch auf vielen Bahnhöfen soll im Katastrophenfall oder bei einem Probealarm auf den Leuchttafeln eine Warnung angezeigt werden.

Wie sollten Menschen auf eine Warnung reagieren?

Mit jeder Warnung erhält die Bevölkerung in der Regel auch Empfehlungen, was sie zum Schutz tun kann oder wie sie auf die Bedrohung reagieren soll. Auch gibt es Hinweise, wo weiterführende Informationen zu finden sind. Das BBK informiert auf seiner Internetseite ausführlich über Tipps und Empfehlungen, angepasst auf die einzelnen Notsituationen.

Mit verschiedenen Vorsorgemaßnahmen können sich Menschen außerdem schon vorab auf Notsituationen vorbereiten. Dazu zählt, sich über bestehende Warnmeldungen zu informieren und beispielsweise bei angekündigten starken Unwettern das Zuhause möglichst nicht zu verlassen. Auch sollten alle Bundesbürger einen Vorrat an Lebensmitteln für zehn Tage vorhalten können, so das BBK.

Am bundesweiten Warntag am 14. September muss die Bevölkerung allerdings nicht reagieren. Es wird keine Handlungsempfehlung geben.




29-Jährige lebensgefährlich verletzt und Hund angefahren

Ein 20-Jähriger steht im Verdacht, eine Frau und deren Hund mit seinem Pkw angefahren zu haben.

Ein 35-Jähriger und eine 29-Jährige machten am Samstag mit ihrem VW Passat auf einem Gemeindeverbindungsweg, parallel der Bundesstraße 19 in Richtung Kupferzell-Sallhof, eine Pause, um mit ihrem Welpen Gassi zu gehen. Nachdem sie ihr Fahrzeug verlassen hatten, befuhr der 20-jährige Tatverdächtige mit seinem Pkw Seat Ibiza den Gemeindeverbindungsweg von Sallhof kommend. Dieser soll zunächst auf den geparkten Pkw des Paares zugefahren sein, sein Fahrzeug stark beschleunigt und in der Folge über den Grünstreifen auf die beiden Personen und deren Hund zugesteuert haben. Der 35-jährige Mann konnte einen Zusammenprall mit dem Pkw durch einen Sprung zur Seite vermeiden, wohingegen seine Begleiterin und der Welpe von dem Fahrzeug erfasst wurden. Die 29-Jährige erlitt lebensgefährliche Verletzungen und musste mit dem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht werden. Der Welpe verstarb vor Ort. Nach dem Zusammenstoß mit einem Baum soll der Tatverdächtige seinen Pkw verlassen haben, auf den 35-Jährigen losgegangen sein und ihm mehrere Faustschläge ins Gesicht verpasst haben, sodass dieser zu Boden ging. Anschließend flüchtete der Tatverdächtige zu Fuß in Richtung Industriegebiet. Er konnte wenig später in einer nahegelegenen Bäckerei festgenommen werden. Der Mann wurde mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus gebracht.

Die Staatsanwaltschaft Heilbronn beantragte am Folgetag wegen des Verdachts des versuchten Totschlags u.a. den Erlass eines Haftbefehls gegen den 20-Jährigen.

Dieser wurde im Rahmen der Vorführung des Tatverdächtigen am Sonntag beim Amtsgericht Schwäbisch Hall erlassen und in Vollzug gesetzt, woraufhin der Mann in ein Justizvollzugskrankenhaus eingeliefert wurde.

Die Ermittlungen durch die Kriminalpolizei Künzelsau dauern an. Zeugen, die Hinweise zu der Tat geben können, insbesondere Personen die den 20-Jährigen auf dem Weg zur Bäckerei oder darin angetroffen haben oder ihn vor der Tat fahrend beobachten konnten, werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizei unter der Telefonnummer 07940 9400 zu melden.

 




Autos aufgebrochen und E-Bike gestohlen

Forchtenberg: E-Bike gestohlen

Unbekannte entwendeten am Sonntag ein hochwertiges E-Bike in Forchtenberg. Der 38-jährige Besitzer befestigte es gegen 12 Uhr in der Kochertalstraße, Abzweigung Büschelhof, an einem weiteren Fahrrad, das an einen Baum angekettet war. Als der Besitzer gegen 17 Uhr zurückkehrte, befand sich das Fahrrad der Marke Spezialiced Typ: Turbo Levo Comp in der 29″-Ausführung nicht mehr dort. Zeugenhinweise nimmt das Polizeirevier Künzelsau unter der Telefonnummer 07940 9400 entgegen.

Künzelsau: Autos ausgeräumt – Polizei sucht Zeugen

Unbekannte verschafften sich am Wochenende unbefugt Zugang zu einem Fahrzeug in Künzelsau und entwendeten einen Geldbeutel sowie eine Badetasche. Der 52-jährige Besitzer hatte seinen Wagen am Samstag gegen 20 Uhr im Finkenweg abgestellt. Als er am Sonntag gegen 12 Uhr zu seinem Fahrzeug zurückkehrte, hatten sich die Unbekannten bereits Zugang verschafft und einen Geldbeutel sowie eine Badetasche mitsamt einer Badehose aus dem Fahrzeug entwendet. Im Inneren des Fahrzeugs konnte ein Schlüsselmäppchen festgestellt werden, das mutmaßlich den Tätern gehört. Ein weiterer Diebstahl ereignete sich im gleichen Zeitraum im Nagelsberger Weg in Künzelsau.

Der 44-jährige Besitzer eines Volvos hatte seinen PKW am Samstag gegen 20 Uhr in seiner Einfahrt abgestellt. Als er am Sonntag gegen 12 Uhr zu seinem Fahrzeug zurückkehrte, stellte er fest, dass sich jemand daran zu schaffen gemacht hatte. Der oder die Unbekannten drangen in den verschlossenen Volvo ein, durchwühlten diesen und entwendeten einen Geldbeutel aus dem Wageninneren. Ein weiterer PKW des 44-Jährigen, der ebenfalls in der Einfahrt stand, wurde mutmaßlich aufgebrochen. Entwendet wurde aus dem Opel nichts. Zeugen, die Angaben zum Tathergang oder den Tätern machen können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 07940 9400 beim Polizeirevier Künzelsau zu melden.




Tödlicher Unfall bei Waldenburg

Ein 39-Jähriger verlor auf der Straße zwischen Waldenburg und Sailach die Kontrolle über seinen Wagen und wurde bei dem Unfall tödlich verletzt.

Am Samstagvormittag, den 26. August 2023, war ein 39-Jähriger mit seinem Auto auf der Kreisstraße zwischen Waldenburg und Sailach unterwegs, als er in einer Linkskurve nach rechts von der Fahrbahn abkam. Das Fahrzeug überschlug sich mehrfach und durchschlug dabei auch mehrere Bäume.

Der Mann wurde dabei in seinem Wagen eingeklemmt.  Seine Verletzungen waren so schwer, dass er noch vor Ort starb. Ob der 39-Jährige wegen des frischen Rollsplitts auf der Straße die Kontrolle verlor, ist bislang nicht bekannt.

Die Kreisstraße zwischen Waldenburg und Sailach wurde für die Bergung und Unfallaufnahme komplett gesperrt.

Wer Hinweise zu dem Unfall geben kann, wird gebeten, sich bei der Verkehrsdirektion Weinsberg zu melden: 07134/5130.




Immer wieder gab es Ärger

Gut Erhaltenes und Brauchbares mit Anderen tauschen

Tauschbox steht jetzt auf dem Recyclinghof Künzelsau

Ungenutzte Sachen verschenken oder mitnehmen – das ist die Idee hinter der Tauschbox, die im Juni 2022 im Mühlgrabenweg aufgestellt wurde. Immer wieder gab es jedoch Probleme: die Hütte wurde zweckentfremdet, beschädigt und beschmutzt.

Jetzt wurden die Konsequenzen daraus gezogen. Die Tauschbox, die bisher gegenüber vom Kino stand, hat einen neuen Standort: der Künzelsauer Recyclinghof. Die Tauschbox ist zu den Öffnungszeiten des Recyclinghofes zugänglich: Montag von 16.30 bis 18.30 Uhr, Mittwoch von 10.30 bis 12:30 Uhr und Samstag von 9 bis 12.30 Uhr.

„Dass noch brauchbare Gegenstände den Besitzer wechseln, statt im Abfall zu landen, begrüßt die Abfallwirtschaft Hohenlohekreis selbstverständlich. Daher unterstützen wir die Stadt Künzelsau gerne und stellen für die Tauschbox auf dem örtlichen Recyclinghof einen neuen Standort zur Verfügung“, sagt der Geschäftsführer der Abfallwirtschaft Christoph Bobrich.

Tauschbox – so funktioniert’s:

Wer etwas zum Tauschen bringen möchte, wendet sich an einen Mitarbeiter auf dem Recyclinghof, der den Gegenstand entgegennimmt, mit dem Eingangsdatum beschriftet und ihn dann in die Tauschbox legt. Es werden nur gut erhaltene, funktionsfähige, saubere und brauchbare Gegenstände entgegengenommen.

Wer etwas sucht, darf zu den Öffnungszeiten des Recyclinghofes an die Tauschbox, stöbern und mitnehmen, was er gebrauchen kann

Neuer Standort: Die Tauschbox steht nun auf dem Recyclinghof Künzelsau, bei der Kläranlage im Klebweg. Foto Stadtverwaltung Künzelsau.

 




Exhibitionistische Handlung – Zeugen gesucht

Ein Unbekannter manipulierte am Dienstag, den 22. August 2023, bei Niedernhall an seinem Glied, als eine 27-Jährige an ihm vorbeilief. Die Frau war gegen 17 Uhr auf dem Fußweg von Weißbach in Richtung Niedernhall unterwegs. Auf Höhe des Recyclinghofs und der Kläranlage traf sie den Mann, der auf dem Weg stand und sich zunächst umschaute. Die 27-Jährige lief weiter, als der Mann hinter einem Gebüsch verschwand. Als sie daran vorbeikam, sah sie, wie der Täter auf einer Bank saß und an seinem Glied manipulierte. Daraufhin lief die Frau in Richtung Weißbach zurück. Hierbei folgte ihr der Mann einige Meter, bis er wenig später in Richtung Niedernhall flüchtete.

Der Unbekannte war oberkörperfrei und wird als 30 bis 40 Jahre alt, braun gebrannt, etwa 1,75 bis 1,80 Meter groß, breit gebaut und mit dunkelblonden Haaren beschrieben. Er trug eine kurze neon-orange Hose.

Zeugen, die Hinweise zur Tat oder dem Täter geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 07940 9400 bei der Kriminalpolizei Künzelsau zu melden.




Gefährliche Körperverletzung

Zwei Mädchen aus Tätergruppe in Haft

Zwei Mädchen aus einer im Stadtgebiet Heilbronn aktiven Gruppe, aus der heraus im Juli und August 2023 mehrere Straftaten begangen worden sein sollen, wurden am Mittwoch, den 23. August 2023, festgenommen. Nach intensiven Ermittlungen durch das Haus des Jugendrechts beantragte die Staatsanwaltschaft Heilbronn den Erlass von Haftbefehlen wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung gegen ein 14- und ein 15-jähriges Mitglied der Mädchengruppe. Die beiden Jugendlichen wurden nach der Festnahme einem Haftrichter beim Amtsgericht Heilbronn vorgeführt. Beide Haftbefehle wurden in Vollzug gesetzt und die Mädchen in Justizvollzugsanstalten eingeliefert.

Gefährliche Körperverletzung

Eine Gruppe von Mädchen im Alter zwischen 13 und 15 Jahren beging im Zeitraum zwischen Juli und August 2023 mehrere Straftaten. Die Kriminalinspektion 2 – Haus des Jugendrechts – des Polizeipräsidiums Heilbronn ermittelt bereits seit mehreren Wochen, nachdem im Tatzeitraum insgesamt sieben Anzeigen aufgrund verschiedener Körperverletzungsdelikte eingingen, bei der immer wieder eine Gruppe von Mädchen als Täterinnen benannt wurde. Zuletzt kam es am 12. August zu einer gefährlichen Körperverletzung im Bereich Sontheimer Landwehr in Heilbronn, bei der zwei Frauen verletzt wurden. Durch intensive Ermittlungen konnte zunächst eine der Täterinnen identifiziert werden. Die Folgeermittlungen führten dann zu den weiteren Mädchen, denen bislang insgesamt 23 Straftaten zugeordnet werden konnten. Zum Großteil wurden die Taten mittels Mobiltelefonen gefilmt. Polizeipräsident Frank Spitzmüller lobt die Arbeit seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und betont: „Durch die gute Ermittlungsarbeit konnten die Taten dieser Gruppe zügig aufgeklärt und weitere Straftaten verhindert werden.“

Heilbronn: Mädchengruppe randaliert und verletzt zwei Frauen

Eine erste Meldung über eine derartige Mädchengruppe gab es im Juli 2023. Zeugen meldeten damals der Polizei, dass gegen Mitternacht mehrere Personen die an einer Bushaltestelle in Heilbronn-Sontheim randalieren würden. An der Bushaltestelle im Bereich Wertwiesen konnten keine Beschädigungen festgestellt werden. Eine Fahndung nach den möglichen Tätern verlief negativ. Später wurde bekannt, dass ein Fahrzeug, das in dem Bereich geparkt war, beschädigt wurde. Der Pkw wurde auf der Beifahrerseite komplett mit einem spitzen Gegenstand zerkratzt. Eine Stunde später sollen fünf bis sechs weibliche Personen zwei Frauen im Bereich der Sontheimer Landwehr verletzt haben. Die Frauen im Alter von 20 Jahren waren gegen 0.45 Uhr zu Fuß in Richtung Kolpingstraße unterwegs, als sie von der Gruppe Jugendlicher angesprochen wurden. Im weiteren Verlauf wurden die beiden Frauen durch die Gruppe angegangen und hierbei verletzt. Anschließend rannten die Angreiferinnen in Richtung Wertwiesenpark davon. Die Mädchen werden als 14 bis 15 Jahre alt beschreiben und sollen bis auf eine alle dunkel gekleidet gewesen sein. Eine Jugendliche trug einen hellen Cardigan. Ob ein Zusammenhang zwischen den jeweiligen Taten besteht und es sich um dieselbe Gruppe handelt, konnte damals nicht genau geklärt werden.




Ab durch den Acker

Ingelfingen: Eine Leichtverletzte nach Verkehrsunfall

Eine Leichtverletzte sowie Sachschaden in Höhe von circa 4.000 Euro sind das Resultat eines Verkehrsunfalls am Freitag in Ingelfingen. Eine 18-jährige Smart-Fahrerin befuhr gegen 5.45 Uhr die Landesstraße 1022 von Jagstberg kommend in Fahrtrichtung Hermuthausen. Kurz vor Hermuthausen zu Beginn einer Linkskurve kam sie aus bislang ungeklärter Ursache nach rechts von der Fahrbahn ab. Nachdem sie über den Grünstreifen in den angrenzenden Acker fuhr, gelangte sie wieder zurück auf die Straße und dort zum Stillstand. Die 18-Jährige wurde hierbei leicht verletzt und in ein Krankenhaus gebracht. Am Smart entstand ein Sachschaden in Höhe von circa 4.000 Euro.




So viel Wert ist der Grund und Boden

Gemeinsamer Gutachterausschuss Künzelsau tagte im Kulturhaus

Bodenrichtwerte für elf Kommunen festgesetzt

Bei der zweiten Sitzung des Gemeinsamen Gutachterausschusses Künzelsau blickte Anja Zinsler auf das vergangene Geschäftsjahr zurück. Es war besonders geprägt durch die Grundsteuerreform und die Einführung der neuen Immobilienwertermittlungsverordnung 2021 (ImmoWertV).

Alle Bodenrichtwerte sind einsehbar

Die Gutachter aus den elf beteiligten Kommunen haben die Bodenrichtwerte beschlossen und festgesetzt für Dörzbach, Forchtenberg, Ingelfingen, Krautheim, Künzelsau, Kupferzell, Mulfingen, Niedernhall, Schöntal, Waldenburg und Weißbach. Alle Bodenrichtwerte sind auf der Homepage der Stadtverwaltung Künzelsau veröffentlicht: www.kuenzelsau.de/Gutachterausschuss

Gutachter ehrenamtlich aktiv

Für die gute Zusammenarbeit im Zusammenhang mit der Gutachtenerstellung und auch bei den Aufgaben im Rahmen der außerturnusmäßigen Festsetzung der Bodenrichtwerte für die Grundsteuer dankte Anja Zinsler den Gutachtern. „Man darf nicht vergessen, die Gutachter leisten ihre Arbeit ehrenamtlich. Ein Ehrenamt erfordert Zeit und Kraft, Ausdauer und Verlässlichkeit und manchmal kostet es auch Nerven.“ Für diesen nicht immer einfachen und sehr zeitintensiven Einsatz sprach sie ihren Dank und die Anerkennung aus. Das Engagement der Gutachter schätzen die Stadt- und Gemeindeverwaltungen aller beteiligten Kommunen sowie die Beschäftigten bei der Geschäftsstelle des Gemeinsamen Gutachterausschuss Künzelsau sehr.

Zum Foto: Der Gemeinsame Gutachterausschuss Künzelsau tagte im Kulturhaus Würth. Foto Stadtverwaltung Künzelsau.