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DRK: „Vorwürfe des SWR treffen nicht zu“

Die große Berichterstattung des SWR in den vergangenen beiden Tagen über das Rettungswesen in Baden-Württemberg –  sowohl im Fernsehen, als auch im Radio und online – hat bereits vor der Veröffentlichung beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) hohe Wellen geschlagen.

In einem internen Dokument an die Mitarbeiter, das GSCHWÄTZ vorliegt, bereiteten der DRK-Landesverband Baden-Württemberg e.V. und der DRK-Landesverband Badisches Kreuz e.V. bereits vor einer Woche ihre Mitarbeiter auf einen „zu erwartenden kritschen Ton der Berichterstattung“ vor. An anderer Stelle des dreiseitigen Informationsschreiben heißt es: „Wir rechnen daher mit einer insgesamt kritischen Berichterstattung des DRK in Baden-Württemberg.“

Das Dokument ist eine Woche vor der geplanten SWR-Berichterstattung (diese fand am 17. und 18. Januar 2018 statt) auf den 11. Januar 2017 datiert. Weiter heißt es: „Unsere Bitte an Sie: […] Die Vorwürfe, die der SWR gegen den Rettungsdienst und das DRK in Baden-Württemberg erheben wird, treffen in den meisten Rettungsdienstbereichen nicht zu und sind oftmals regional zu erklären.“

Die beiden DRK-Landesverbände sind sich laut dem Mitarbeiterschreiben bereits vor der Ausstrahlung der SWR-Beiträge sicher, dass es in der Berichterstattung des SWR zu „einer Pauschalisierung“ kommen könne oder mit „Fehleinschätzungen“ zu rechnen sei. „Das heißt: Analysen oder Beschreibungen des SWR zu einzelnen Themen können sich für Ihren Rettungsdienstbereich anders darstellen oder auch gar nicht zutreffen.“

Wenn Mitarbeiter Fragen „in Folge der Berichterstattung haben“, so der DRK, empfielt der DRK, sich an die DRK-Vorgesetzten und/oder Landesverbände zu wenden.

// Hintergrund

Ein Dreivierteljahr hat der SWR alle Rettungsdienste im Ländle analysiert und eine Unmenge an Daten ausgewertet. Dabei kam unter anderem heraus:

// Bei medizinischen Notfällen sind 900 Gemeinden unterversorgt

// In über 20 Prozent der Einsätze trifft der Rettungswagen später als 15 Minuten am Geschehen ein. Experten fordern laut dem SWR, dass der Rettungsdienst etwa bei schweren Unfällen, Bei Herzinfarkt oder Schlaganfall bereits nach zehn Minuten vor Ort sein müsste:

https://www.swr.de/swraktuell/bw-hilfe-im-notfall-notarzt-notfallrettung/-/id=396/did=20965982/nid=396/t0wo4p/index.html

Siehe auch GSCHWÄTZ-Berichterstattung zum Rettungsdienst und zur personellen Unterversorgung in diesem Bereich in Hohenlohe:




Stelen-Aktion Künzelsau: Wer sind die Top-Spender?

Wer sind die TOP-Spender?

// viele Stelen des Alten Rathauses Künzelsau sind schon weg

Seit Mai 2017 sind bereits 62.990 Euro (Stand: 17. Januar 2018) an Spenden für das Alte Rathaus in Künzelsau eingegangen. Mit der Spendenaktion, die die Stadtverwaltung gestartet hat, soll ein erweitertes Nutzungskonzept des historischen Wahrzeichens von Künzelsau umgesetzt werden: Die Stadtbücherei soll wieder in das sanierte Alte Rathaus einziehen, dort größer und moderner werden. Außerdem sollen, so die Stadt Künzelsau, Begegnungsmöglichkeiten geschaffen werden.

Wer die aktuelle Spendenliste* genau unter die Lupe nimmt, wird feststellen, dass die Liste zugleich eine Zusammenfassung von den bekanntesten Namen in und um Künzelsau herum ist: Hornung, Häussermann, Probst, Hagelloch, Würth, Berner, von Stetten, OHA, von Klitzing, Bäumlisberger, Ottenbacher, van Dorp…aber wer von Ihnen ist der TOP-Spender bei der Stelenaktion?

Platz 1: Wer hätte es gedacht? Der Name Würth taucht nicht nur auf einer Stele auf, sondern auf mehreren Stelen. Allein im letzten Quartal 2017 hat Würth 10.000 Euro gespendet, davon Reinhold Würth als Privatmann 5.000 Euro. Daneben hat auch Marion Friederich im Namen der Adolf Würth GmbH @ Co.KG 5.000 Euro gespendet. Auch das sich im Würth-Besitz befindende Hotel-Restaurant Anne-Sophie hat noch insgesamt 3.000 Euro für die Sanierung des Alten Rathauses locker gemacht.

Platz 2 belegt Berner. Allein Ursula Berner hat in den vergangenen drei Monaten 2.000 Euro als Privatfrau gespendet. Unabhängig von der Stelen-Aktion haben die Berners die Sanierung des Rathauses mit satten 100.000 Euro unterstützt.

Platz 3 belegt Wolfgang Freiher von Stetten mit 2.150 Euro

Platz 4 geht mit 2.000 Euro an Karl Schlund

Platz 5 belegt die Familie und das Geschäft Häussermann, die insgesamt 1.880 Euro auf mehrere Stelen verteilt die letzten Monate gespendet haben

Platz 6: Klaus Ottenbacher mit 1.500 Euro

Platz 7: Dr. Peter Faust mit 1.000 Euro

Bürgermeister Stefan Neumann hat knapp 600 Euro gespendet, Landrat Dr. Matthias Neth für das Landratsamt: 450 Euro sowie seine Frau Jutta separat als private Spenderin

Viele der Bieter stehen laut der Liste in einer Geschäftsbeziehung mit der Stadt Künzelsau (rund 80 Prozent).

Aber auch viele private Spender haben sich an der Spendenaktion beteiligt – auch einige Auswärtige aus Öhringen oder Stuttgart. Das spricht für den Bekanntheitsgrad der Spendenaktion.

// Die Stelen erzählen die Geschichte Künzelsaus

Wenn man sich auf der Stelen-Internetseite durch die einzelnen Jahre klickt, die bereits vergeben sind,  wird durch die Widmungen quasi die Geschichte der Stadt Künzelsau erzählt. So erfährt man etwa:

1850 // 30 Jahre Theatergruppe Nitzenhausen

2008 // Jutta und Matthias all summer long

2010 // Stefan Neumann wird Ihr Bürgermeister

2020 // Ottenbacher Büro+Technik 75 Jahre

GSCHWÄTZ hat sich übrigens an die Stele des Jahres 1916 geklammert mit der Widmung:

In 100 Jahren kommt GSCHWÄTZ – Das Magazin

Wer wissen will, wieviel wir gespendet haben, einfach die Internetseite besuchen:

https://www.altes-rathaus-kuenzelsau.de/

// Pate werden

Es gibt noch freie Stelen. Jeder Spender kann einen Text festlegen, der auf einer Stele festgehalten wird (maximal 40 Zeichen). Die sechseckige Stele aus Edelstahl wird vor dem Alten Rathaus stehen. Auf jeder Seite stehen 100 Jahreszahlen mit den jeweiligen Widmungen der Paten. Mindestgebot pro Stele: 20€.

 

*Spendeliste Teil I + II. Stadt Künzelsau. Stand: 19. Dezember 2017. ACHTUNG: Diese Liste umfasst nur die Monate Oktober bis Dezember 2017. Die Monate zuvor gingen jedoch auch schon Spenden ein.




Wenn die GroKo kommt, befindet sich die SPD im freien Fall

// ein Kommentar von Dr. Sandra Hartmann
 
Eine Bürgerversicherung war das Ziel vieler SPD-Mitglieder. Endlich sollte Schluss sein mit der Trennung zwischen gesetzlich Versicherten und Privatpatienten – und damit mit einer immer stärker werdenden Zweiklassenmedizin. Das war das Herzstück dieser Partei. Nachdem Strategiepapier, das nun die CDU/CSU mit der SPD für eine mögliche GroKo festgezurrt hat ist nun diese wichtiger SPD-Meilenstein weggerollt worden.
 
Und der Rest? Nicht viel bleibt übrig – zumindest von der SPD. Ein Minimalkonsens, der in den kommenden vier Jahren lediglich eines schafft: Die Regierung aufrechtzuerhalten. Sie wird nichts Entscheidendes bewegen, sondern sich nur selbst am Leben erhalten.
 
Fatal die Dankesrede sämtlicher Kommentatoren der Leitmedien, angefangen bei der Welt, über den „Mut zu regieren“, den die Parteien nun bewiesen hätten, indem sie sich zusammengerauft zu haben scheinen.
 
Mut zum Regieren? Ach, bitte. Es ist ja nicht so, dass die Parlamentarier diese Regierungsämter ehrenamtlich ausüben würden. Mut wäre gewesen, Neuwahlen auszurufen. Mutig wäre gewesen, nicht nur der Machterhaltung wegen einen Minimalkonsens anzustreben, um weiter die Regierungsbank wärmen zu dürfen. Was ist daran mutig? Nichts.
 
Die Jusos sind mutig. Sie allein halten noch die Stange hoch für die Werte der SPD. Für das, was dieser ehemaligen Volkspartei einmal wichtig war. Wenn die GroKo mit diesem Konsenspapier die nächsten vier Jahre regiert, wird das zu noch mehr Unmut in der Bevölkerung führen, weil sich nichts ändern wird – ausser vielleicht eine nochmalige Diätenerhöhung für die Abgeordneten. Das scheint ja das einzige zu sein, worin sich (fast) alle Parteien einig sind.
 
Deutschland braucht frischen Wind in den Segeln. Ansonsten werden die Wahlergebnisse in vier Jahren zumindest eine Volkspartei weniger hervorbringen.



30 Jahre Gonzo live – der Künzelsauer Musiker im Exklusiv-Interview

30 Jahre Bühnenjubiläum, 20 Jahre eigene Band. Ein guter Grund für uns, dem erfolgreichen Musiker Gonzo aus Künzelsau einen Besuch abzustatten. Josip Gonzo Krolo öffnet seine privaten Pforten und gewährt unserer Autorin Nadja Fischer exklusive Einblicke. Einen Rundgang durch seine Wohnung seht ihr im folgenden Video:

 

„Kochertal ist heimkommen“, sagt Gonzo, als wir ihn fragen, was für ihn Heimat bedeutet. Offen zeigt sich der Sänger und Musiker, als wir für ein Interview an seine Tür klopfen. Dahinter verbergen sich unter anderem goldene Schallplatten, eine Comic-Sammlung und jede Menge Stars-Wars-Artikel. „Ich verhüte mit Star Wars“, sagt der Künstler mit einem Augenzwinkern. Gonzo singt nicht nur mit seiner Band (rund 200 Auftritte im In- und Ausland pro Jahr), sondern ist auch gleichzeitig der Manager und Organisator der Auftritte.

Begonnen hat seine Karriere in der damals noch existierenden Kneipe La Quetsch in Künzelsau, als er nach ein paar Jacky Cola die Songs, die liefen, mitgesungen hat und gleich zwei Visitenkarten zugesteckt bekam. Er wurde unter anderem Sänger bei der Band Curly Sue. 1997 gründete Gonzo seine eigene Band namens Gonzo’N’Friends.

Am 04. Januar 2018 ist der Vater einer Tochter 47 Jahre geworden. „Mit dem Rücken an der Wand funktioniere ich am besten“, sagt Gonzo, als wir ihn auf seine Stärken und Schwächen ansprechen. Reden könne er gut, aber eine gewisse „Grundfaulheit“ stecke in ihm drin. Einen Hang zu Deko habe er, deswegen hätte er sich auch vorstellen können, Innenarchtitektur zu studieren, wenn das mit der Musikkarriere nicht geklappt hätte.

Mit seinem Kater Mutzel, den er aus dem Tierheim Hohenlohe geholt hat, bewohnt er eine schicke Wohnung mit einem parkähnlichen Garten in einer Villa in Weißbach. Neben den Schallplatten an den Wänden seines Wohnzimmers hängt auch ein Kreuz. Gonzo kommt aus seiner sehr katholischen Familie, sagt er. Aber das Kreuz erinnert ihn vor allem an eines: an seine Familie, seine Eltern.

 

// Das Interview //

 

„Bis zu diesem denkwürdigen Jacky Cola im La Quetsch“

von Nadja Fischer. Das Interview wurde veröffentlicht in unserem gedruckten Magazin im Januar 2018.

 

Unsere Journalistin Nadja Fischer war bei Sänger Gonzo zu Hause in seiner Wohnung in Weißbach und trank mit ihm eine Tasse Kaffee. Sie plauderten über Musik, Star Wars und Pelzwecker.

GSCHWÄTZ: „Wir covern nicht, wir interpretieren…“ – wie darf man sich das vorstellen?
GONZO: Wir covern, bringen aber Individuelles mit ein. Wir machen von Haus aus eigene Versionen und brauchen das wie die Luft zum Atmen. Wir haben auch keine feste Setliste, sondern wählen unsere Songs nach Emotion aus. Ich sehe mich auch nicht als perfekten Sänger, hatte auch nie Gesangsunterricht. Technisch kann man alles lernen, aber die Emotionen nicht.

 

GSCHWÄTZ: Hast du dich schon mal an eigenen Songs versucht?
GONZO: Ja. 2019 wird es ein Album geben. Ich denke auch, dass es deutsches Material sein wird. Das ist einfach die Sprache, mit der wir uns am wohlsten fühlen. Da sind wir auch bekannt dafür. Es wird sozusagen Hängemattenrock, entspannter Pop-Rock. Unserem Alter entsprechend. (lacht). Ich denke ja für nächstes Jahr über eine Band-Umtaufung nach: Die netten älteren Herrn.

 

GSCHWÄTZ: Was ist dein persönlicher Lieblingssong?

GONZO: Es gibt viele, aber der Song, der mich wirklich berührt, ist Comfortably Numb von Pink Floyd. Wie gesagt, es gibt so viele. Aber Pink Floyd hat mich schon mein ganzes Leben begleitet.

 

GSCHWÄTZ: Josip Gonzo Krolo ist dein vollständiger Name. Woher kommst du?
GONZO: Meine Wurzeln liegen in Kroatien. Ich bin in Künzelsau geboren, aber meine Eltern kommen aus Kroatien. Mein Vater war Flüchtling. Er hätte zur Armee müssen und man wusste nicht, ob man da lebend wieder nach Hause kommt. Also ist er geflüchtet und in Künzelsau gelandet. Witzigerweise hat er auch hier meine Mutter kennengelernt, die in Kroatien nur 26 Kilometer von ihm entfernt gelebt hat. Eigentlich bin ich ein Flüchtlingskind.

 

GSCHWÄTZ: Wie kamst du zur Musik?
GONZO: Das war Zufall. Ich war eigentlich voll der Nerd und habe mich nur mit Computern beschäftigt. Zwar habe ich immer gerne gesungen, hatte aber nie wirklich Ambitionen, dass ich Sänger werden will. Bis zum denkwürdigen Jacky Cola im La Quetsch in Künzelsau vor knapp 30 Jahren. Als mich mein Bruder abgefüllt hat und dann lief Hotel California im Radio und ich habe mitgesungen. Ich war lauter wie die Anlage. Wusste davon aber nichts mehr, hab‘ ja nichts vertragen, weil es mein erster Alkohol war. Dann hatte ich aber am nächsten Tag von zwei Leuten eine Visitenkarte in der Hosentasche.

 

GSCHWÄTZ: Bist du hauptberuflich Sänger?
GONZO: Ja. Wir haben ungefähr 200 Auftritte pro Jahr und das weltweit. Namibia, Hong Kong, Schweiz oder Österreich. Aber wir freuen uns über jeden Auftritt auf dem Land. Also diese Großstadtgeschichten… die Menschen auf dem Land sind viel dankbarer. Mittlerweile haben wir mehr nichtöffentliche Auftritte als öffentliche Auftritte.

 

GSCHWÄTZ: Manche Sänger trinken Tee, andere einen Whisky. Zu welcher Kategorie gehörst du?
GONZO: Ich nehme keine Drogen und bin seit zehn Jahren Nichtraucher. Mittlerweile trinke ich gerne Rotwein, Gin Tonic mit Gurke und natürlich Kaffee. Als alleinerziehender Vater lebt man den Rock `n Roll nun mal anders. Wenn ich nach den Auftritten nach Hause fahre, läuft im Auto immer ein Hörspiel von den Drei Fragezeichen.

 

GSCHWÄTZ: Wie kann man sich deinen Alltag vorstellen? Jeden Tag ausschlafen?
GONZO: Nein, schön wär‘s. Meine drei
Pelzwecker sorgen dafür, dass ich zeitig aufstehe. Ich bin Katzenpapa. Ich habe einen Ein-Mann-Betrieb mit zwei Jobs. Ich bin Künstler und Manager zugleich. Mein Büro ist zu Hause. Ich muss E-Mails schreiben und beantworten, Telefonate führen, Anfragen bearbeiten und kleine Events gestalten. Ich hatte auch seit 20 Jahren keinen Urlaub mehr. Aber mein Garten ist Urlaub genug für mich.

 

GSCHWÄTZ: Welche Hobbys hast du?
GONZO: Ich bin ein Serienjunkie. Breaking Bad, The Big Bang Theory und Game of Thrones. Alles gesehen. Ein Star-Wars-Fan bin ich auch. Jeder schenkt mir immer etwas, das mit Star Wars zu tun hat. Playstation vier zocken. Ich koche gerne und stehe auf Weihnachtskitsch.

 

GSCHWÄTZ: Was bedeutet für dich Heimat?
GONZO: Tja, Heimat bedeutet für mich… Ich bin ja geboren in Künzelsau und fühle mich als Hohenloher und Kochertäler. Eigentlich hätte ich schon oft hier wegziehen müssen, rein logostisch. Heimat bedeutet für mich: sich wohlfühlen, zu wissen, man kommt jetzt ein bisschen runter und hat Zeit für sich. Es ist einfach ein schönes Gefühl.

 

GSCHWÄTZ: Was sind deine drei Schwächen?
GONZO: Meine drei Schwächen…oha… ich rede viel. Ich bin ein bisschen faul. Man schiebt gerne Sachen vor sich her. Ich esse gerne. Was keine Schwäche ist, weil essen ist geil.

 

GSCHWÄTZ: Und was sind deine drei Stärken?
GONZO: Meine drei Schwächen (lacht). Irgendwas muss ich richtigmachen, gesangsmäßig, sonst wäre ich jetzt nicht seit 30 Jahren dabei. Ich kann Menschen unterhalten. Ich kann recht gut kochen, ist eine Leidenschaft. Ansonsten… was kann ich noch gut? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Oh, ich mag Deko. Ich liebe es, mich schön einzurichten. Ihr könnt gerne nochmal an Weihnachten vorbeikommen, da eskaliert es im Garten. Ja, ich bin ein kleiner Deko-Freak. Ich habe auch mal mit dem Gedanken gespielt, dass ich Innenarchitektur studiere. Das hat mich immer gereizt, aber ich bin dann doch irgendwie an der Musik hängengeblieben.

 

GSCHWÄTZ: Auf deiner privaten Facebook -Seite hast du 7.500 Abonnenten. Die Leitung der Facebook Gruppe „Du weißt, dass du aus Künzelsau und Umgebung bist, wenn…“ hast du aber abgegeben. Wieso?
GONZO: Als die Hochwasserkatastrophe in Künzelsau war, hatten wir einige Benefizkonzerte. Das gesammelte Geld haben wir der Stadt Künzelsau gespendet. Einige meinten aber, auf offener Straße meine Tochter angehen zu müssen und haben behauptet, dass ihr Vater das Geld eingesteckt hätte. Dabei gab es eine offizielle Veranstaltung mit Übergabe des Geldes. So etwas kann ich nicht tolerieren. Wenn man ein Problem hat, sollte man mich direkt ansprechen. Aber nicht meine Tochter – Familie geht mir über alles. Deshalb habe ich die Leitung abgegeben.

 

Gonzo, wir danken dir für das Gespräch.

 

Zur Person
Josip Gonzo Krolo ist am 04. Januar 1971 in Künzelsau geboren. Er war Sänger bei den Bands Shin Kicker und Curly Sue. Seit 1997, also seit nunmehr 20 Jahren, gibt es seine Band Gonzo`N`Friends. Der Musiker, der 2018 sein 30-jähriges Bühnenjubiläum feiert, ist Single und hat eine Tochter, die gerade als Au-Pair in New York ist.
Gonzo hatte sich auch schon an der Dating-App Tinder versucht, jedoch keinen passenden Deckel gefunden. Sein Verhütungsmittel: die Star-Wars-Fan-Artikel in seiner Wohnung, die wohl jede Frau in die Flucht schlagen sollen.

 




Steuerhinterziehung? Interne Prüfung beim DRK Hohenlohe

Es knirscht hörbar in den Mühlen des Deutschen Roten Kreuzes Kreisverband Hohenlohe (DRK). Es sind nicht nur die massiven Personalengpässe im Rettungsdienst, die das DRK beschäftigt (wir berichteten).

Im Mittelpunkt der derzeitigen internen Untersuchungen: Die Kleidercontainer des DRK. Genauer gesagt: die nicht abgeführten Steuern in diesem Rahmen.

Doch fangen wir von vorne an. Das DRK und so auch der Kreisverband Hohenlohe hat überall im Ländle Kleidercontainer. Die Bürger können hier gebrauchte Kleidung
hineinwerfen, die sie nicht mehr brauchen.
Den Rest – die Leerung und die Weiterverwertung beziehungsweise den Verkauf – erledigt im Fall der Hohenloher eine Fremdfirma, die Firma FWS. Die Kleidercontainer wurden damit praktisch outgescourct. Der DRK erhält lediglich Geld für den Inhalt der Container, also für die Spenden.

Das ist zunächst nichts Unübliches und auch nichts Verwerfliches, denn mit dem durch die Kleiderspenden erwirtschafteten Gewinn werden wiederum andere Dinge wie Essen auf Rädern und Krankentransporte finanziert. So steht es zumindest auf den DRK-Kleidercontainern.

Ähnlich verhält es sich bei anderen Sozialverbänden. Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) hat in Baden-Württemberg die Altkleidersammmlung über die Kleidercontainer ebenfalls an eine Partnerfirma übertragen, die sich baden-württembergweit um die Leerung der Container kümmert. „Diese Partnerfirma kümmert sich auch um die Weiterverwertung, den Weiterverkauf oder die Entsorgung der gesammelten Kleidungsstücke. Saubere und zeitlos moderne Kleidung wird in Second-Hand-Geschäften verkauft, geht nach Osteuropa oder Afrika. Nicht brauchbare oder stark verschmutzte Kleidung wird recycelt oder umweltgerecht entsorgt“, so Simone Baumgartner vom ASB auf GSCHWÄTZ-Nachfrage. „Mit dem Erlös finanziert der Landesverband beziehungsweise die regionalen Gliederungen soziale sowie ehrenamtliche Projekte wie den ASB Wünschewagen (von dem es in Baden-Württemberg mittlerweile zwei gibt), Erste-Hilfe-Kurse, Schulsanitätsdienste, Projekte in der Altenhilfe und vieles mehr.“ Auch die Malteser machen von dem Prinzip des Weiterverkaufs der Spenden Gebrauch.

„Die Malteser verwerten einen kleinen Teil der gesammelten Kleiderspenden selbst und geben gut erhaltene Kleidungsstücke in Kleiderkammern oder im Rahmen von „Wohlfühlmorgen für Obdachlose“ nahezu kostenlos an Bedürftige ab. Der überwiegende Teil der gesammelten Kleiderspenden geht gegen Bezahlung an kommerzielle Verwerter. Sie sortieren und verkaufen sie zum Beispiel in Afrika und Osteuropa“, so Petra Ipp-Zavazal, Leiterin Kommunikation der Region Baden-Württemberg/Diözese Rottenburg-Stuttgart der Malteser Hilfsdienste gegenüber GSCHWÄTZ.

Man muss bem DRK Hohenlohe ebenfalls unterscheiden, ob man seine gebrauchte Kleidung in die Container wirft, in der Kleiderkammer in der Geschäftsstelle in Gaisbach oder in einer der DRK-Kleiderläden in Künzelsau oder Öhringen abgibt. Die Kleidung in den Kleiderkammern und den Läden gehen zu 100 Prozent an Bedürftige in der Region, die dort für ein geringes Entgelt (80 Cent / ein Euro pro Stück) Kleidung kaufen können.
Kommen wir wieder zurück zu den Kleidercontainern. Der DRK Hohenlohe weicht in einem Punkt von anderen Sozialverbänden ab: Versteuert wurden die Gewinne, die durch den Weiterverkauf erzielt wurden, offenbar nicht. Seit es einen Wechsel in der Geschäftsführung gegeben hat, prüft nun das DRK intern, inwieweit sie hätten in diesem Punkt Steuern ans Finanzamt zahlen müssen.

Malteser und ASB versteuern die Spenden einheitlich mit 19 Prozent. In den vergangenen Jahren nahm der Landesverband des ASB durch die Kleiderspenden aus den Kleidercontainern über 100.000 Euro jährlich ein. Das sind bei 100.000 Euro immerhin 19.000 Euro Steuern an das Finanzamt. Andere DRK-Verbände in Baden-Württemberg versteuern die Spenden beim Weiterverkauf ebenfalls mit 19 Prozent. Was bedeutet das nun für den DRK Hohenlohe?
Es drohen Steuernachzahlungen im fünfstelligen Bereich. Strafzahlungen könnten hinzukommen.

Wie weit die Nicht-Abführung der Steuer zurückreicht, ist GSCHWÄTZ bislang nicht bekannt. Karl Heer war 36 Jahre DRK-Kreisgeschäftsführer – bis Juli 2017. Danach übernahm Bernd Thierer. Von DRK-Präsident und Landrat Dr. Matthias Neth lag uns bis Redaktionsschluss keine Stellungnahme zu unserer Anfrage bezüglich den internen Prüfungen vor. Allerdings befand sich Neth eine Woche im Urlaub und hatte im Dezember einen sehr vollen Terminkalender.

// Hintergrund Steuerhinterziehung

„Wenn jemand Steuern zu zahlen hat und diese nicht zahlt, spricht man von Steuerhinterziehung
oder Steuerbetrug“, so die Staatsanwaltschaft auf GSCHWÄTZ-Nachfrage.
Über den konkreten Fall wurde allerdings nicht gesprochen.

 

Fotos // GSCHWÄTZ; ASB; Malteser




Neues Jahr – neues Glück?

Unser Autor Dr. Felix Kribus hat sich auf den Weg gemacht und Hohenloher befragt zum Thema: Neues Jahr – neues Glück? Welche Vorsätze haben Sie sich für das nächste Jahr gefasst? Was sich die Bürger von 2018 versprechen und was sie sich fest vorgenommen haben, hören und sehen Sie in unserem Video.




Frisch gedruckt: Unsere GSCHWÄTZ-Januar-Ausgabe

// Interne Prüfungen beim Deutschen Roten Kreuz (DRK): Was unterscheidet Malteser, ASB und diverse andere Verbände vom DRK Hohenlohe? Sie zahlen Steuern beim Verkauf von Kleiderspenden aus Altkleidercontainern. Derzeit laufen interne Untersuchungen, ob es rechtens ist, dass der DRK Hohenlohe keine Steuern diesbezüglich abführt. Was sagt der Präsident des DRK, Landrat Dr. Matthias Neth, dazu?

// Hetzer oder Held? Dr. Andreas Eckle äussert sich im Interview zu den Vorwürfen gegen seine Person, die von Kreisräten, dem Landrat und der hiesigen Tagespresse gegen ihn erhoben wurden und sagt, warum das Krankenhaus Künzelsau nie hätte geschlossen werden dürfen

// 30 Jahre Gonzo live. Der Musiker aus Künzelsau, der weltweit Auftritte hat, öffnet uns seine Türen zu seinem Palast und hat mit uns über Tinder, Star Wars und das Wichtigste in seinem Leben gesprochen.

Ab heute überall zu kaufen: Unsere frisch gedruckte GSCHWÄTZ-Januar-Ausgabe // Mehr wissen // Wir lieben unser Ländle //




Dr. Krist entlastet BI-Sprecher Andreas Eckle

An der  37. Mittwochsdemo der Bürgerinitiative Pro Krankenhaus Künzelsau (BI) am 20. Dezember 2017 vor dem Krankenhauseingang in Künzelsau gab es einige Menschen, die sich zu Wort gemeldet  und Dr. Andreas Eckle, den Sprecher der BI, verteidigt haben. Vorausgegangen waren in den vergangenen Wochen und Monaten immer wieder Angriffe gegen den BI-Sprecher von Seiten des Kreistags und der hiesigen Tagespresse, der Heilbronner Stimme, die Eckle vorwarfen, eine Hetzkampagne gegen den ehemaligen Krankenhaus-Geschäftsführer Dr. Andor Toth zu betreiben, so dass dieser letzten Endes eine Stelle am Zollernalb-Klinikum nicht bekam. Nachdem Eckle in den vergangenen Wochen dadurch immer mehr unter Druck geraten war, haben sich nun mehrere Bürger wie Ärzte öffentlich geäussert, Eckle verteidigt und entlastet.

Besonders das kurze Statement von Dr. Matthias Krist lies die zirka 200 anwesenden Demonstranten aufhorchen. Der HNO-Arzt aus Künzelsau wollte eigentlich nichts sagen, wie er betonte. Aber „nachdem ich gesehen habe, wie auf intrigante Weise mit Herrn Eckle in der Öffentlichkeit umgegangen wird, möchte ich eine Aussage machen“. Und das, was er zu sagen hatte, hatte Gewicht: „Ich bin persönlich von verschiedenen Leuten, Ärzten und Nicht-Ärzten, aus dem Zollernalbkreis in meiner Praxis angerufen worden. Diese Leute waren bereits informiert über Herr Toth, inklusive der Prozesse, die er verloren hatte.“ Krist wurde von den Anrufern gefragt, ob das alles stimme, was man von Toth gehört habe. Krist entgegnete: „Ja, das stimmt. Das heißt“, so Krist weiter, „wir sind angerufen worden. Wir haben niemanden angerufen.“

Kreisräte und die hiesige Tagespresse, die Heilbronner Stimme, warfen der BI und Eckle in den vergangenen Wochen und Monaten immer wieder vor, Schuld an der Nicht-Einstellung Toths im Zollernalbkreis zu sein und unter anderem im Zollernalbkreis angerufen und Stimmung gegen Toth gemacht zu haben. Dr. Andor Toth war bis Anfang des Jahres 2017 Geschäftsführer der Hohenloher Krankenhauses gGmbH (HK), bevor der Kreisrat beschlossen hat, einen anderen Geschäftsführer hierzu einzustellen. Kritiker werfen Toth Missmanagement vor.

Auch einige Bürger haben sich zu Wort gemeldet, unter anderem Robert Beck. Er kritisierte die Abwertung der Demonstranten in der regionalen Tagespresse: „Hier demonstrieren nur normale Bürger. Für uns ist die Schließung des Krankenhauses Künzelsau ein Verbrechen am Bürger und der Gesundheitsversorgung vor Ort im ländlichen Raum.“

Auch der AfD-Landtagsabgeordnete Anton Baron war vor Ort an der Demo ebenso wie der stellvertretende SPD-Kreisvorsitzende Hans-Jürgen Saknus und der Hohenlohe-unzensiert-Blogger Matthias Lauterer. Man wolle das Bieterverfahren, das demnächst abgeschlossen sein müsste, abwarten und verfolgen, wer nun der neue Mehrheitseigener der HK werde, so die BI zum weiteren Vorgehen. Interesse bekundet hatten unter anderem das Caritas-Krankenhaus in Bad Mergentheim sowie das Diak in Schwäbisch Hall. Der private Investor Ameos war interessiert an beiden Standorten, sowohl an Künzelsau als auch an Öhringen.

 




Es klopft bei Wanja in der Nacht

Hier erzählt das Marionettentheater Pendel, Marlene Gmelin und Detflef Schmelz, in Ingelfingen-Hermuthausen mit ihren selbst gebauten Marionetten eine bezaubernde Wintergeschichte, in der es darum geht, wie in schweren Zeiten Freund und Feind zusammenrücken. Wir durften im Theater vor Ort bei der Aufführung „Es klopft bei Wanja in der Nacht“ filmen. Die nächsten Termine des Theaters sind:

// Samstag, den 30. Dezember 2017, 15 Uhr, „Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzchen“, 60 Minuten, für Erwachsene und Kinder ab fünf Jahren

// Freitag, den 06. Januar 2018, 15 Uhr, „Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzchen“, 60 Minuten, für Erwachsene und Kinder ab fünf Jahren

// Samstag, den 27. Januar 2018, 15 Uhr, Wintergeschichten, 40 Minuten, für Kinder ab drei Jahren

// Sonntag, den 28. Januar 2018, 15 Uhr, Geschichten ohne Worte, 50 Minuten, für Erwachsene und Kinder ab fünf Jahren

// Freitag, den 30. März 2018, 15 Uhr, „Peter und der Wolf“, 50 Minuten, für Erwachsene und Kinder ab fünf Jahren

// Montag, den 02. April 2018, 15 Uhr, „Peter und der Wolf“, 50 Minuten, für Erwachsene und Kinder ab fünf Jahren

http://www.pendelmarionetten.de




Nikolaus goes Motorrad

Text Peggy Schmidt; Fotos Uwe Rothenberger

Bereits zum zweiten Mal fand in Künzelsau der „Christmas rides for kids“ statt. Am 16. Dezember 2017 trafen sich
gegen elf Uhr Uhr knapp ein Dutzend als Nikolaus und Engel verkleidete Motorradfahrer am Mc Donalds
in Künzelsau und drehten mit ihren weihnachtlich geschmückten Bikes ein paar Runden durch die Stadt.
Warum? Alles für einen guten Zweck. Denn die Fahrt endete am alten Rathaus in Künzelsau wo fleißig
Bratwürste, Glühwein „Heißer Hirsch“, Punsch, Waffeln und Cup Cakes bis zum Nachmittag verkauft
wurden. Die kompletten Einnahmen und Spenden werden ans Diakonie Krankenhaus nach Schwäbisch Hall
gespendet, nämlich für die „Klinik Clowns“. Die Clowns sorgen dafür, dass Kinder, die einige Tage und
Wochen stationär aufgenommen werden eine tolle und lustige Abwechslung erleben können. So klappt es
dann auch viel besser mit dem gesund werden. „Umso mehr freut es uns das wir im Januar 2018 einen
Scheck in Höhe von 1200 Euro überreichen können“, sagt Joachim Schmitt von den „Christmas rides for kids“.

Finden Sie diese Aktion auch toll? Dann unterstützen Sie den „Christmas rides for kids“ auch im nächsten
Jahr, der Termin steht schon fest. Am 15. Dezember 2018 werden erneut Weihnachtsmänner und Engel auf ihren
heißen Öfen durch Künzelsau knattern, um auch im darauf folgenden Jahr wieder Kinderherzen in
Krankenhäusern, beim Anblick der lustigen „Klinik Clowns“, höher schlagen zu lassen.

Ein ganz besonderer Dank geht an die diesjährigen Sponsoren: Bäckerei Kühner aus Künzelsau, Firma G&M aus Bönnigheim,
Firma Rath aus Langenburg, Ambulanter Pflegedienst Gabriele Bessel aus Herrentierbach, Mett-
Messtechnik aus Niedernhall, Tui ReiseCenter aus Künzelsau, Acht Grad plus GmbH aus
Vokertshausen, dem Duo Stage, die uns musikalisch mit tollen Songs den Tag bereichert haben und dem
Fotografen Uwe Rothenberger aus Künzelsau und an die vielen freiwilligen Helfer.
Mehr Info unter www.hohenlohe-harley-run.com