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Video // Märchenhafte Prunksitzung in Ingelfingen

In diesem Jahr gab es wieder eine Vollbesetzung bei der vom TSV Ingelfingen organisierten Prunksitzung am Samstag, den 03. Februar 2018, in der Stadthalle in Ingelfingen: Neben dem Prinzenpaar marschierten die Garden auf und es gab es nun auch wieder einen Elferrat. Darin fanden sich unter anderem TSV-Mitglieder und Fußballer vom SC Ingelfingen wieder. Auch das Programm war in diesem Jahr mit 13 Auftritten prall gefüllt. Der als Wolf verkleidete Achim Gröger und Sabrina Kunze im Rotkäppchen-Gewand moderierten durch den Abend. Sketche mit lokalem Bezug wechselten sich ab mit Tanzeinlagen von jungen Showstars. Tänzer von Rot-Weiß Öhringen waren ebenso mit von der Partie wie die Winzertänzer. Letztere sorgten für das Catering. Die Guggenmusiker Umpferpfortzer aus Boxberg machten mächtig Stimmung, aber auch der Froschkönigstanz und die 7-Zwerge-Boygroup waren lustige Hingucker. Schmerzlich vermisst wurde allerdings Ingelfingens Bürgermeister Michael Bauer. In unserem Video gibt es einen Zusammenschnitt der Höhepunkte des Abends zu sehen. Viel Spaß beim Schauen.




Kontoführung // bis zu 400 Prozent teurer

Wer vor vielen Jahren ein Girokonto bei den Sparkassen und Volksbanken hatte, musste keine Kontoführungsgebühren bezahlen. Doch die Zeiten haben sich geändert.

Was vor Jahren noch umsonst war, kostet jetzt 8,25 Euro pro Quartal, also 33 Euro im Jahr. Voraussetzung ist ein monatlicher Zahlungseingang von 1000 Euro.

Aufgrund des äußerst niedrigen Zinsniveaus, so argumentieren die Banken, seien die Erträge im klassischen Einlagen- und Kreditgeschäft deutlich zurückgegangen. Die von der europäischen Zentralbank (EZB) eingeführten Strafzinsen drücken darüber hinaus zusätzlich auf die Profitabilität der Banken. Doch an der Differenz von Guthaben- und Kreditzinssatz zwischen 0,1 und über zehn Prozent (für geduldete Überziehung) kann immer noch gut verdient werden. Darüber hinaus haben die Banken in der vergangenen Zeit ordentlich an der Gebührenschraube für die Führung von Girokonten gedreht.

Schauen wir uns bei den drei regionalen Banken und Sparkassen um und beginnen mit der Raiffeisenbank Kocher-Jagst eG (RBKJ):

Die RBJK entstand 2001 durch den Zusammenschluss der Raiffeisenbank Dörzbach eG, der Raiffeisenbank Mulfingen und Umgebung eG, der Raiffeisenbank Niedernhall eG, der Raiffeisenbank Schöntal eG und der Ingelfinger Raiffeisenbank mit Hauptsitz in Ingelfingen.

Schon vor einigen Jahren wurde eine Kontoführungsgebühr von 2,75 Euro pro Monat eingeführt. Ein Nachdenken über einen Kontowechsel lohnte sich noch nicht. Nun soll aber diese Grundgebühr auf vier Euro erhöht werden, also eine Steigerung um knapp 45 Prozent.
Hierbei sind vier Barauszahlungen pro Monat inklusive. Auf alle weiteren Transaktionen kommen dann aber folgende Kosten hinzu:

// Zahle ich im Supermarkt mit meiner EC-Karte, kostet dies 20 Cent pro
Buchung.
// Überweist mein Chef mir das Gehalt, soll ich künftig 20 Cent dafür bezahlen.

// Überweist die Bank mir die Zinsen, behält sie auch dafür 20 Cent ein.
// Ich verkaufe etwas bei Ebay – und die Bank ist wieder mit 20 Cent am Erlös beteiligt.
// Der Kleingewinn beim Gewinnsparen reduziert sich von fünf auf 4,80 Euro.
// Für die monatlichen Lastschriften vom Handyanbieter, Stromlieferant und so weiter ist noch einmal ein Euro fällig.
// Bei 25 solcher Transaktionen summiert sich der Betrag auf fünf Euro/Monat. Bei 50 Buchungen steigert sich dieser Betrag dann auf zehn Euro.
// Beim Homebanking kostet das Bezahlen von Rechnungen aber nur zehn Cent.

Zusammengefasst:
Gegenüber dem Monatspreis von aktuell 2,75 Euro müssen ab 1. Januar 2018 bei 50 Transaktionen knapp 14 Euro pro Monat berappt werden. Das ist eine Steigerung um 400 Prozent.

Beschränkt man sich auf 25 Buchungen mit Benutzung einer Kreditkarte, wäre das eine Preiserhöhung um „nur“ etwas mehr als 200 Prozent.

Vergleichen wir die Kosten mit der Volksbank Hohenlohe. Das Basiskonto für Privatkunden kostet monatlich vier Euro bei einem monatlichen Zahlungseingang von 1.000 Euro. Barauszahlungen am Schalter kosten 50 Cent, am Geldautomaten 35 Cent, dabei sind fünf Abhebungen kostenfrei. Die Ausführung einer Überweisung kostet 50 Cent am Schalter, eine Transaktion mit der EC-Karte beim Supermarkt 15 Cent, beim Service-Terminal 25 Cent. Die Einlösung einer Lastschrift wird mit 35 Cent belastet. Holt man seine Kontoauszüge am Drucker ab, werden jeweils 50 Cent berechnet, die Zustellung kostet 1,25 Euro. Die monatlichen Durchschnittskosten belaufen sich je nach Inanspruchnahme bei fünf Lastschriften auf 1,75 Euro, zehn Transaktionen mit der EC-Karte kosten zwei Euro, zweimal Nutzung des Kontoauszugsdruckers ein Euro. Dies ergibt eine monatliche Gesamtsumme von 8,75 Euro. Die Visacard Classic sowie die Mastercard Classic kosten pro Jahr 29,90 Euro.

Der Preisaushang der Sparkasse Hohenlohe ist etwas kompakter: Das Girokonto Classic kostet monatlich 4,90 Euro und ermöglicht fünf kostenlose Barabhebungen. Transaktionen, so genannte Unbarbuchungen, werden mit 35 Cent belastet. Vergleichen wir die angenommenen Durchschnittskosten der Volksbank, ergibt sich eine Summe von 8,65 Euro, wobei die Standard-Kreditkarten Visa und Mastercard mit nur 24 Euro in Rechnung gestellt werden.

Fazit: Wer weiterhin die Vorzüge des Filialnetzes in Hohenlohe in Anspruch nehmen will, muss sich leider mit den hohen Gebühren abfinden, denn die Preisunterschiede bei diesen drei Bankinstituten sind minimal. Die einzige Alternative wären überregionale Banken, wo die Führung eines Girokontos noch kostenlos ist. Im nationalen Ranking steht hier die ING-DiBa mit 56000 Automaten an erster Stelle . Bei der Internet-Bank gibt es für Bargeldabhebungen auch eine kostenlose Kreditkarte, die man zur kostenlosen Bargeldabhebung natürlich auch braucht.

Ein Kontenwechsel wird von Internetbanken zudem recht leicht gemacht: Die neuen Anbieter lesen die Daten mit der Legitimation des Kunden des abzulösenden Kontos mit Hilfe der „Kontowechselfunktion“ der alten Geschäftspartner aus und bestätigen den Kontowechsel schriftlich per Post. Und schon ist der Kontowechsel erledigt.

Der Nachteil: Es gibt im Hohenlohekreis keine Filiale und damit auch keinen direkten Ansprechpartner bei Fragen oder Problemen.

Quellen // Hohenlohe-Blogger Matthias Lauterer; Sparkasse Hohenlohe; RBKJ Hohenlohe und Volksbank Hohenlohe

 




Frisch gedruckt: Unsere Februar-Ausgabe

// Ingo Appelt hat für uns die Hosen heruntergelassen und verraten wie er privat wirklich ist: Das große Interview mit dem Meister der Männlichkeit. Exklusiv nur bei uns. Am 25. Februar kommt der böse Bube mit seiner Live Show nach Künzelsau.

// Der Spassminister Peter Botsch aus Künzelsau ganz privat. Das Allroundtalent – Liedermacher, Entertainer, Buchautor und Schreiner – ist kein Fan von Smalltalk. Er erzählt wie er zu seinen Ideen findet oder sie ihn finden.

// Inklusion in der Georg-Fahrbach-Schule Ingelfingen. Wenn Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam in einer Klasse lernen. Wie funktioniert das in der Praxis und nicht nur in der Theorie?

 

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Teure Glasbauten von Lidl // Chef Gehrig zieht Notbremse

Ein zerknittertes Lidl-Logo prangt auf der Titelseite des aktuellen Manager Magazins. Darunter steht der Titel: „Teure Fehlschläge. US-Einstieg vermurkst, Digitalstrategie gescheitert, Milliarden verpulvert. Der Discounter entzaubert sich selbst.“ Lidl-Chef Klaus Gehrig gibt im aktuellen Manager Magazin (02/2018) zu, dass „das eine oder andere schiefgegangen sei“ jenseits des Atlantiks. Der im Gegensatz zu Aldi sowieso schon spät angelaufene Lidl-Start in den USA (Aldi ist dort laut dem Manager Magazin bereits mit 1.751 Filialen vertreten) verlief mehr als unglücklich. Das USA-Team von Lidl habe beispielsweise, so das Manager Magazin, Standorte per google-Landkarte gewählt, anstatt vor Ort die Gegend richtig zu erkunden. Die Krux: Da in den USA manchmal Problemviertel direkt an Reichenviertel angrenzen, kann schon eine Straße weiter der Umsatz um zweistellige Beträge einbrechen.

Ein weiteres Unterfangen, das Unsummen verschlungen hat: Die teuren Glasbauten, die Lidl sich seit geraumer Zeit leistet. So ein Glasbau steht seit kurzem unter anderem auch in der Würzburger Straße in Künzelsau. Das Problem: Der Umsatz steige zwar durch derlei imposante Bauten, aber leider nicht um die Marge, um die er steigen müsste, betrachtet man die Kosten für solch einen Bau.

In dem sechs Seiten langen Artikel erfährt der Leser viele Details aus dem Nähkästchen des ansonsten eher zugeknöpften Lebensmittelkonzerns – insbesondere ungewöhnlich viele Pleiten, Pech und Pannen. Wer die Quellen des Manager Magazins waren, wird nicht deutlich, nur dass diese in das Herz von Lidl, nämlich in die Schaltzentrale in Neckarsulm, einen sehr guten Einblick haben. Klaus Gehrig gibt Schwierigkeiten und Fehler gegebenüber dem Manager Magazin unumwunden zu und will nun einiges wieder anders machen: Das Personalkarussell dreht sich in diesem Zuge weiter, einige Köpfe sind bereits gerollt.

Mehr Informationen unter: http://www.manager-magazin.de/thema/lidl/




Land verkauft Amtsgericht in Künzelsau

Das Land Baden-Württemberg trennt sich von dem Gebäude, in dem sich vor kurzem noch das Amtsgericht in Künzelsau befand. Das dreistöckige Haus, das sich in der Konsul-Uebele-Straße schräg gegenüber der Hauptgeschäftsstelle der Sparkasse befindet, soll heute unter den Hammer gehen. Bis heute können Interessierte noch Angebote an die Vermögen und Bau Baden-Württemberg in verschlossenen Umschlägen einreichen. Das Höchstgebot soll den Zuschlag erhalten.

Das Amtsgericht befindet sich seit November 2017 im Polizeigebäude in Künzelsau.

// Das Gebäude

Das Gebäude stammt aus dem Jahr 1844 und steht unter Denkmalschutz. Neben dem Hauptgebäude gibt es noch ein zweistöckiges Nebengebäude. Das Haupthaus sowie das Nebengebäude sind sanierungs- und renovierungsbedürftig. Die Bürofläche beträgt 523 Quadratemter. Das Grundstück ist rund 1.200 Quadratmeter groß und grenzt an das ehemalige PEKA-Areal an, worauf in naher Zukunft ein neuer Stadtmittelpunkt mit Einkaufsmöglichkeiten und Parkplätzen entstehen soll.

// Kontakt

Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Heilbronn, Rollwagstraße 16; 74072 Heilbronn. Frau Jeanette Kalemba. Tel.: 07131/64 37 433

oder auf: www.immobilienscout24.de




Solebad Niedernhall: AfD-Landtagabgeordneter Baron schreibt offenen Brief ans Land

Der AfD-Landtagsabgeordnete Anton Baron (30) bittet in einem zweiseitigen Brief an Minister des Landes Baden-Württemberg, die Fördermöglichkeiten für das Niedernhaller Solebad zu prüfen. Unter anderem schrieb Baron an Guido Wolf, Minister für Justiz und Europa in Baden-Württemberg, der auch für Tourismus zuständig ist: „Niedernhall liegt recht zentral zwischen den Heilbädern in Schwäbisch Hall, Bad Mergentheim, Bad Rappenau, Bad Wimpfen und dem bayerisch-fränkischen Bad Windsheim. Dementsprechend ist es als realistische Gefahr zu betrachten, dass ein Teil der derzeitigen Badegäste nach Bayern abwandern könnte. Auch dies sollte aus Sicht des baden-württembergischen Tourismus gewiss verhindert werden.“

Ein zweiter Brief mit Barons Unterschrift ging an Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft in Baden-Württemberg. Darin betont Baron: „Für eine rural geprägte Region wie meinen Wahlkreis Hohenlohe ist es von großer Bedeutung, dass auch dort den Bürgern eine gesundheitsfördernde Infrastruktur zur Verfügung steht, nicht zuletzt, weil es sich dabei um einen wichtigen Standortvorteil handelt. Eine dementsprechende Einrichtung von regionaler Relevanz ist das Solebad der Stadt Niedernhall. So besuchen etwa zwei Drittel der Badegäste das Heilbad aus anderen Gemeinden des Landkreises, zum Teil aus gesundheitlichen Gründen. Ebenfalls beschäftigt das Bad 13 Arbeitnehmer in unterschiedlichen Funktionen. Die fünf Bademeister betreuen im Sommer auch das benachbarte Freibad.“

Ein dritter Brief erhielt Peter Hauk, Minister des ländlichen Raumes. Wegen „des Erhalts von Arbeitsplätzen im ländlichen Raum“, fragt Baron, ob nicht doch eine Chance auf Fördermöglichkeiten für das Solebad bestünde. Zuvor hatte das Land der Anfrage der Stadt nach Geldern aus dem Fonds „Entwicklung des ländlichen Raumes“ (ELR) eine Absage erteilt. Niedernhalls Bürgermeister Achim Beck hatte diese Absage öffentlich kritisiert.

Der Unternehmer und Niedernhaller Bürger Reinhold Würth hat kürzlich am Neujahrsempfang der Stadt eine Spende für das Solebad von 1,5 Millionen Euro zugesichert für eine Sanierung beziehungsweise einen Neubau des dringend sanierungsbedürtigen Bades. Der parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Fraktion im Stuttgarter Landtag, Anton Baron, wohnt ebenfalls in Niedernhall.

Fotos // Archiv/GSCHWÄTZ; AfD; Bundesrat; Wirtschaftsministerium des Landes Baden-Württemberg;

 

 




Künzelsauer Schüler tüfteln an der Enteisung von LKW-Planen

// Projekt bei „Jugend forscht“ angemeldet

Die Jungforscher Kevin Erdmann und Lauritz Abel des technischen Gymnasiums der gewerblichen Schule Künzelsau tüfteln gerade an der Enteisung von LKW-Planen. Nach unterschiedlichen Lösungsansätzen haben sie die Möglichkeit gefunden, mit einer kostengünstigen und umweltverträglichen Beschichtung das Lösen von Eis um ein Vielfaches zu erleichtern, so eine Pressemitteilung des Landratsamtes Hohenlohekreis.

Lars Schneider, Lehrer im Schüler- Forschungs- und Technikzentrum Hohenlohe, betreut die beiden Schüler. Für das notwendige Hintergrundwissen, besonders für die Anforderungen von LKW-Aufbauten, steht dem Forscherteam die Spedition Rüdinger aus Altkrautheim zur Seite. Finanziell wird das Projekt durch die Innovationsregion Hohenlohe unterstützt.

Im Zeitraum vom 22. Februar 2018 bis 24. Februar 2018 wird das Team sein Projekt beim Jugend-forscht-Regionalwettbewerb Heilbronn-Franken an der Reinhold-Würth-Hochschule in Künzelsau präsentieren.

// Foto: (1) Spedition Rüdinger, (2) Landratsamt Hohenlohekreis




DRK: „Vorwürfe des SWR treffen nicht zu“

Die große Berichterstattung des SWR in den vergangenen beiden Tagen über das Rettungswesen in Baden-Württemberg –  sowohl im Fernsehen, als auch im Radio und online – hat bereits vor der Veröffentlichung beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) hohe Wellen geschlagen.

In einem internen Dokument an die Mitarbeiter, das GSCHWÄTZ vorliegt, bereiteten der DRK-Landesverband Baden-Württemberg e.V. und der DRK-Landesverband Badisches Kreuz e.V. bereits vor einer Woche ihre Mitarbeiter auf einen „zu erwartenden kritschen Ton der Berichterstattung“ vor. An anderer Stelle des dreiseitigen Informationsschreiben heißt es: „Wir rechnen daher mit einer insgesamt kritischen Berichterstattung des DRK in Baden-Württemberg.“

Das Dokument ist eine Woche vor der geplanten SWR-Berichterstattung (diese fand am 17. und 18. Januar 2018 statt) auf den 11. Januar 2017 datiert. Weiter heißt es: „Unsere Bitte an Sie: […] Die Vorwürfe, die der SWR gegen den Rettungsdienst und das DRK in Baden-Württemberg erheben wird, treffen in den meisten Rettungsdienstbereichen nicht zu und sind oftmals regional zu erklären.“

Die beiden DRK-Landesverbände sind sich laut dem Mitarbeiterschreiben bereits vor der Ausstrahlung der SWR-Beiträge sicher, dass es in der Berichterstattung des SWR zu „einer Pauschalisierung“ kommen könne oder mit „Fehleinschätzungen“ zu rechnen sei. „Das heißt: Analysen oder Beschreibungen des SWR zu einzelnen Themen können sich für Ihren Rettungsdienstbereich anders darstellen oder auch gar nicht zutreffen.“

Wenn Mitarbeiter Fragen „in Folge der Berichterstattung haben“, so der DRK, empfielt der DRK, sich an die DRK-Vorgesetzten und/oder Landesverbände zu wenden.

// Hintergrund

Ein Dreivierteljahr hat der SWR alle Rettungsdienste im Ländle analysiert und eine Unmenge an Daten ausgewertet. Dabei kam unter anderem heraus:

// Bei medizinischen Notfällen sind 900 Gemeinden unterversorgt

// In über 20 Prozent der Einsätze trifft der Rettungswagen später als 15 Minuten am Geschehen ein. Experten fordern laut dem SWR, dass der Rettungsdienst etwa bei schweren Unfällen, Bei Herzinfarkt oder Schlaganfall bereits nach zehn Minuten vor Ort sein müsste:

https://www.swr.de/swraktuell/bw-hilfe-im-notfall-notarzt-notfallrettung/-/id=396/did=20965982/nid=396/t0wo4p/index.html

Siehe auch GSCHWÄTZ-Berichterstattung zum Rettungsdienst und zur personellen Unterversorgung in diesem Bereich in Hohenlohe:




Stelen-Aktion Künzelsau: Wer sind die Top-Spender?

Wer sind die TOP-Spender?

// viele Stelen des Alten Rathauses Künzelsau sind schon weg

Seit Mai 2017 sind bereits 62.990 Euro (Stand: 17. Januar 2018) an Spenden für das Alte Rathaus in Künzelsau eingegangen. Mit der Spendenaktion, die die Stadtverwaltung gestartet hat, soll ein erweitertes Nutzungskonzept des historischen Wahrzeichens von Künzelsau umgesetzt werden: Die Stadtbücherei soll wieder in das sanierte Alte Rathaus einziehen, dort größer und moderner werden. Außerdem sollen, so die Stadt Künzelsau, Begegnungsmöglichkeiten geschaffen werden.

Wer die aktuelle Spendenliste* genau unter die Lupe nimmt, wird feststellen, dass die Liste zugleich eine Zusammenfassung von den bekanntesten Namen in und um Künzelsau herum ist: Hornung, Häussermann, Probst, Hagelloch, Würth, Berner, von Stetten, OHA, von Klitzing, Bäumlisberger, Ottenbacher, van Dorp…aber wer von Ihnen ist der TOP-Spender bei der Stelenaktion?

Platz 1: Wer hätte es gedacht? Der Name Würth taucht nicht nur auf einer Stele auf, sondern auf mehreren Stelen. Allein im letzten Quartal 2017 hat Würth 10.000 Euro gespendet, davon Reinhold Würth als Privatmann 5.000 Euro. Daneben hat auch Marion Friederich im Namen der Adolf Würth GmbH @ Co.KG 5.000 Euro gespendet. Auch das sich im Würth-Besitz befindende Hotel-Restaurant Anne-Sophie hat noch insgesamt 3.000 Euro für die Sanierung des Alten Rathauses locker gemacht.

Platz 2 belegt Berner. Allein Ursula Berner hat in den vergangenen drei Monaten 2.000 Euro als Privatfrau gespendet. Unabhängig von der Stelen-Aktion haben die Berners die Sanierung des Rathauses mit satten 100.000 Euro unterstützt.

Platz 3 belegt Wolfgang Freiher von Stetten mit 2.150 Euro

Platz 4 geht mit 2.000 Euro an Karl Schlund

Platz 5 belegt die Familie und das Geschäft Häussermann, die insgesamt 1.880 Euro auf mehrere Stelen verteilt die letzten Monate gespendet haben

Platz 6: Klaus Ottenbacher mit 1.500 Euro

Platz 7: Dr. Peter Faust mit 1.000 Euro

Bürgermeister Stefan Neumann hat knapp 600 Euro gespendet, Landrat Dr. Matthias Neth für das Landratsamt: 450 Euro sowie seine Frau Jutta separat als private Spenderin

Viele der Bieter stehen laut der Liste in einer Geschäftsbeziehung mit der Stadt Künzelsau (rund 80 Prozent).

Aber auch viele private Spender haben sich an der Spendenaktion beteiligt – auch einige Auswärtige aus Öhringen oder Stuttgart. Das spricht für den Bekanntheitsgrad der Spendenaktion.

// Die Stelen erzählen die Geschichte Künzelsaus

Wenn man sich auf der Stelen-Internetseite durch die einzelnen Jahre klickt, die bereits vergeben sind,  wird durch die Widmungen quasi die Geschichte der Stadt Künzelsau erzählt. So erfährt man etwa:

1850 // 30 Jahre Theatergruppe Nitzenhausen

2008 // Jutta und Matthias all summer long

2010 // Stefan Neumann wird Ihr Bürgermeister

2020 // Ottenbacher Büro+Technik 75 Jahre

GSCHWÄTZ hat sich übrigens an die Stele des Jahres 1916 geklammert mit der Widmung:

In 100 Jahren kommt GSCHWÄTZ – Das Magazin

Wer wissen will, wieviel wir gespendet haben, einfach die Internetseite besuchen:

https://www.altes-rathaus-kuenzelsau.de/

// Pate werden

Es gibt noch freie Stelen. Jeder Spender kann einen Text festlegen, der auf einer Stele festgehalten wird (maximal 40 Zeichen). Die sechseckige Stele aus Edelstahl wird vor dem Alten Rathaus stehen. Auf jeder Seite stehen 100 Jahreszahlen mit den jeweiligen Widmungen der Paten. Mindestgebot pro Stele: 20€.

 

*Spendeliste Teil I + II. Stadt Künzelsau. Stand: 19. Dezember 2017. ACHTUNG: Diese Liste umfasst nur die Monate Oktober bis Dezember 2017. Die Monate zuvor gingen jedoch auch schon Spenden ein.




Wenn die GroKo kommt, befindet sich die SPD im freien Fall

// ein Kommentar von Dr. Sandra Hartmann
 
Eine Bürgerversicherung war das Ziel vieler SPD-Mitglieder. Endlich sollte Schluss sein mit der Trennung zwischen gesetzlich Versicherten und Privatpatienten – und damit mit einer immer stärker werdenden Zweiklassenmedizin. Das war das Herzstück dieser Partei. Nachdem Strategiepapier, das nun die CDU/CSU mit der SPD für eine mögliche GroKo festgezurrt hat ist nun diese wichtiger SPD-Meilenstein weggerollt worden.
 
Und der Rest? Nicht viel bleibt übrig – zumindest von der SPD. Ein Minimalkonsens, der in den kommenden vier Jahren lediglich eines schafft: Die Regierung aufrechtzuerhalten. Sie wird nichts Entscheidendes bewegen, sondern sich nur selbst am Leben erhalten.
 
Fatal die Dankesrede sämtlicher Kommentatoren der Leitmedien, angefangen bei der Welt, über den „Mut zu regieren“, den die Parteien nun bewiesen hätten, indem sie sich zusammengerauft zu haben scheinen.
 
Mut zum Regieren? Ach, bitte. Es ist ja nicht so, dass die Parlamentarier diese Regierungsämter ehrenamtlich ausüben würden. Mut wäre gewesen, Neuwahlen auszurufen. Mutig wäre gewesen, nicht nur der Machterhaltung wegen einen Minimalkonsens anzustreben, um weiter die Regierungsbank wärmen zu dürfen. Was ist daran mutig? Nichts.
 
Die Jusos sind mutig. Sie allein halten noch die Stange hoch für die Werte der SPD. Für das, was dieser ehemaligen Volkspartei einmal wichtig war. Wenn die GroKo mit diesem Konsenspapier die nächsten vier Jahre regiert, wird das zu noch mehr Unmut in der Bevölkerung führen, weil sich nichts ändern wird – ausser vielleicht eine nochmalige Diätenerhöhung für die Abgeordneten. Das scheint ja das einzige zu sein, worin sich (fast) alle Parteien einig sind.
 
Deutschland braucht frischen Wind in den Segeln. Ansonsten werden die Wahlergebnisse in vier Jahren zumindest eine Volkspartei weniger hervorbringen.