1

Die barmherzigen Brüder wollen das Hohenlohe Krankenhaus übernehmen // Neumann: „Rettungsdienst muss ausgebaut werden“

Die barmherzigen Brüder, kurz BBT-Gruppe genannt, übernehmen aller Voraussicht nach die Mehrheitsanteile an der Hohenlohe Krankenhaus gGmbH (HK). Der Kreistag des Hohenlohekreises entscheidet in seiner nächsten Sitzung am kommenden Mittwoch, den 21. März 2018, um 14.30 Uhr in Pfedelbach, ob er dem Angebot zustimmt. Bis zum Schluss des Bieterverfahrens gab es noch einen zweiten Mitbewerber, der sein Angebot jedoch zurückgezogen hat. Der Name des Mitbewerbers ist bislang nicht bekannt. Das geht aus einer aktuellen Sitzungsvorlage zum nächsten Kreistag hervor.

 

// Gesundheitscampus soll kommen //

 

Künzelsaus‘ Bürgermeister Stefan Neumann äusserte sich nur wenige Stunden nach Veröffentlichung der Sitzungsvorlage zu dem voraussichtlich neuen Mehrheitseigner in einer schriftlichen Stellungnahme: „Falls sich der Kreistag für das Angebot der BBT-Gruppe entscheidet, gewinnt unser Kreis einen starken strategischen Partner in der Gesundheitsversorgung, welcher von Anbeginn mit in die Verantwortung geht. Für Künzelsau sehe ich bei einer Entscheidung für diesen Partner eine große Chance, den Standort als Gesundheitscampus in eine gute Zukunft zu überführen. Gleichzeitig bleiben die Forderungen der Stadt Künzelsau bestehen, dass begleitend zur Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung in Künzelsau unter anderem auch der Rettungsdienst weiter ausgebaut werden muss.“

Wie genau das Krankenhausgebäude in Künzelsau nach der geplanten Schließung im Jahr 2022 genutzt werden soll, ist noch nicht bekannt. In der Sitzungsvorlage zur kommenden Kreistagssitzung heißt es: „Die BBT-Gruppe hat für den Standort Öhringen ein medizinisches Konzept erstellt, ebenso ein medizinisches Konzept für den Standort Künzelsau. Dieses Nachnutzungskonzept der BBT-Gruppe für Künzelsau zeigt fünf verschiedene Modelle oder Varianten auf, die von BBT nach Übernahme der Geschäftsanteile an die HK innerhalb definierter Fristen noch weiter zu konkretisieren sind. Ein Nachnutzungskonzept für Künzelsau ist einzig kommunal zu finanzieren.Über ein entsprechendes Konzept muss der Kreistag im Laufe des Jahres 2018 entscheiden. Des Weiteren beinhaltet das Konzept der BBT-Gruppe ein Investitionskonzept zum Klinikneubau Öhringen sowie ein Zielkonzept für die im gesamten Hohenlohekreis vorhandenen Seniorenheime.“

 

// Landrat: „Sicherstellung einer hochwertigen Versorgung“ //

 

Der Landrat des Hohenlohekreises, Dr. Matthias Neth, hat sich in einer offiziellen Pressemitteilung zu der bevorstehenden Krankenhausentscheidung geäussert: „Ich freue mich, dass wir das Markterkundungsverfahren zu einem Ende bringen konnten und dem Kreistag nach breiter Markterkundung und intensiver Verhandlungen die bestmöglich erreichbare Partnerschaft vorschlagen können. Wir haben eine breite öffentliche Ansprache aller möglichen Interessenten und Investoren sichergestellt, für jeden stand das Verfahren offen. Mein Dank gilt an dieser Stelle den Mitgliedern des Lenkungsausschuss für ihren engagierten Einsatz im Rahmen der sieben Sitzungen und auch darüber hinaus.“

Neth ist „davon überzeugt, dass diese strategische Partnerschaft im Hohenlohekreis langfristig die Krankenhausversorgung sicherstellen wird und für den Hohenlohekreis große Chancen bietet. Gemeinsam in einem großen Verbund und durch eine strategische Zusammenarbeit mit allen Partnern der Region ist die Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen und modernen Versorgung in Medizin und Pflege unser Ziel. Jetzt liegt es am Kreistag, das Bieterangebot zu bewerten und über die Übertragung der Unternehmensanteile zu entscheiden.“

Die Bürgerinitiative, die für den Erhalt des Krankenhausstandortes Künzelsau gekämpft hat, wollte sich erst nach der Kreistagssitzung am kommenden Mittwoch, den 21. März 2018,  zu dem eventuell neuen Mehrheitseigner, den barmherzigen Brüdern, äussern.

 

 

// Kosten Künzelsau //

 

Künzelsau sei der größte Kostenträger innerhalb der HK für die Jahre bis zur Schließung. In der Sitzungsvorlage heißt es: „Die Hauptkosten sind hierbei vor allem der Weiterbetrieb des Standortes Künzelsau, der pro Jahr weiterhin zirka fünf Millionen Euro kosten wird. Ebenso sind Belastungen aus den Vorjahren, die Schließungskosten Künzelsau und die Kosten der Nachnutzung in Künzelsau in jedem Fall vom Hohenlohekreis zu erbringen. Für das Jahr 2018 bedeutet dies, dass zuzüglich zu den schon veranschlagten 5,373 Millionen Euro weitere 2,5 Millionen Euro bereitzustellen sind.“ Der geplante Neubau in Öhringen schlägt mit 100 Millionen zu Buche, so die derzeitigen Schätzungen – rund die Hälfte davon soll das Land Baden-Württemberg im Rahmen des Krankenhausstrukturfonds tragen.
Künzelsaus Bürgermeister Stefan Neumann betonte in seiner Pressemitteilung: „Der Landkreis steht weiterhin in der Verantwortung für den Mittelbereich Künzelsau und ich sehe den Willen des Kreistages, des Landrates und der BBT-Gruppe hier ein gutes und nachhaltiges Ergebnis zu erzielen.“
// Bilanz des Hohenloher Krankenhauses //
Das HK hat bis zum Jahr 2011 schwarze Zahlen geschrieben. Die vergangenen Jahre hat sich das Defizit jedoch jährlich vergrößert. 2015 lag das Defizit bei 1,7 Millionen Euro, 2016 bei 2,1 Millionen Euro, 2017 bei 4,4 Millionen Euro. Das Krankenhaus weist in seinen Bilanzen allerdings auch erhebliche Rückstellungen auf. 2016 lagen diese Rückstellungen bei 7,4 Millionen Euro, allein 3,6 Millionen Euro für Risikovorsorge.

// Wer sind die barmherzigen Brüder? //

Hinter der BBT-Gruppe verbergen sich die barmherzigen Brüder Trier gGmbH mit Sitz in Koblenz. Die Gruppe hat laut der Sitzungsvorlage des Landratsamtes rund 80 Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens, unter anderem Krankenhäuser und Seniorenheime. In der Region ist die BBT-Gruppe unter anderem Mehrheitsgesellschafter des Caritas-Krankenhauses Bad Mergentheim, des Krankenhauses Tauberbischofsheim und der Sanitas Tauberfranken (Physiotherapiepraxis und Physiotherapieschule).
Fotos // GSCHWÄTZ/Archiv



Video // Rathausgeflüster: Ingelfingens Bürgermeister Michael Bauer

// Ingelfingerns Bürgermeister ist kein Fan von allem

Unsere alt Fraa ist der Meinung, dass es dem Ingelfingenr Bürgermeister nicht schaden könnte, ein bisschen mehr Mister Charming zu sein.

Zur diesjährigen Prunksitzung in Ingelfingen ist der Bürgermeister Michael Bauer nicht aufgetaucht und auch ansonsten zeigt er wenig Gesprächsbereitschaft. Na, dann hoffen wir, dass die Ingelfinger künftig ein unterhaltsames Programm bieten, damit der Bürgermeister auch Spaß hat.

 

 

// Den ganzen Text lesen Sie in der aktuellen März-Ausgabe.

// Uns gibt es auch als Abo jeden Monat direkt bequem in Ihren Briefkasten. Einfach eine E-Mail an uns schicken: info@gschwaetz.de oder postalisch: GSCHWÄTZ – Das Magazin; Schwalbenstr. 5; 74653 Ingelfingen




Kupferzell // Es knallt fast jeden Tag auf der A6

Auf dem Streckenabschnitt zwischen Heilbronn und Kupferzell der A6 kommt es fast an jedem Arbeitstag in beiden Fahrtrichtungen zu einem Unfall. Im vergangenen Jahr 2017 gab es 254 Unfälle bei 260 Arbeitstagen. Richtung Nürnberg (Osten) waren es 112 Unfälle und Richtung Mannheim (Westen) waren es 142 Unfälle, so Herr Gerhard Zeh vom Polizeipräsidium Heilbronn auf GSCHWÄTZ-Nachfrage. 2016 ereigneten sich auf demselben Streckenabschnitt sogar 300 Unfälle, wohingegen es 2015 „lediglich“ 224 Unfälle waren.

Richtung Osten (Nürnberg):             2017: 112 Unfälle // 2016: 148 Unfälle // 2015: 93 Unfälle

Richtung Westen (Mannheim):        2017: 142 Unfälle // 2016: 152 Unfälle // 2015: 131 Unfälle

Gesamt:                                               2017: 254 Unfälle // 2016: 300 Unfälle // 2015: 224 Unfälle

 

// Aktuelle Verkehrsunfallstatistik für den Raum Heilbronn //

 

Laut der aktuellen, am 16. März 2018, vom Polizeipräsidium Heilbronn veröffentlichten Verkehrsunfallstatistik im Zuständigkeitsbereich Heilbronn, sei die hohe Zahl von Verkehrsunfällen mit Lkw-Beteiligung „bemerkenswert, die letztlich mit der hohen Schwerverkehrsbelastung der Autobahnen korrespondiert. An 396 der insgesamt 928 Verkehrsunfälle mit bedeutendem Sachschaden beziehungsweise mit Personenschaden im gesamten Heilbronner Zuständigkeitsbereich waren Lkw beteiligt, was einem Anteil von 42,6  Prozent entspricht. Bei deutlich mehr als der Hälfte der Unfälle mit Personenschaden haben Lkw-Fahrer die Unfälle verursacht.“

Positik ist: Die Zahl der Personen, die 2017 im Rahmen von Verkehrsunfällen verletzt wurden, ging  im Vergleich zum Jahr 2016 um 22 Prozent zurück. Die Zahl der dabei schwer Verletzten sank um 24 Prozent.

 

// Unfallursachen //

 

Nicht angepasste oder überhöhte Geschwindigkeit (333 Unfälle) sowie mangelnder Abstand (172 Unfälle) sind auf den Autobahnen laut der Unfallstatistik die häufigsten Hauptunfallursachen. Bei den Unfällen mit Personenschaden liegen Abstandsverstöße mit 47 Prozent noch vor den Geschwindigkeitsverstößen (44 Prozent) an erster Stelle.
Im Bereich der Verkehrstüchtigkeit war 36 mal Übermüdung des Fahrzeugführers die Unfallursache, in 19 Fällen lag die Ursache im vorangegangenen Alkoholgenuss. Drei Verkehrsteilnehmer standen unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln und fünf Fahrer nahmen mit sonstigen körperlichen Mängeln am Verkehr teil.

 

// Gaffer, Handybenutzer, Standstreifenparker: Überwachungsschwerpunkte 2018 //

 

2018 will die Polizei verstärkt kontrollieren, ob Fahrer mit Mobiltelefonen am Ohr unterwegs sind, da mehr als jeder zehnte Unfall dadurch resultiere, dass die Fahrer mit dem Handy oder dem Navigationsgerät hantieren.
Da es immer wieder zu gefährlichen Situationen komme, wenn Lkw an den Zu- und Ausfahren von Parkplätzen halten, werde auch in diesem Bereich verstärkt kontrolliert werden, betont Karl Himmelhan, der Leiter der Verkehrsunfallaufnahme der Verkehrspolizeidirektion. Erster Polizeihauptkommissar Joachim Feucht weiß, dass „blockierte Rettungsgassen die Retter viel Zeit kosten, die für die Versorgung der Verletzten an der Unfallstelle dringend gebraucht wird. Hierdurch können entscheidende Minuten verloren gehen, die über Leben und Tod eines Verunglückten entscheiden. Neben der verstärkten Überwachung dieses Phänomens durch die Polizei hat auch der Gesetzgeber mit einer drastischen Erhöhung des Bußgeldes reagiert.“

In immer stärkerem Maße führe das Verhalten von Gaffern und rücksichtslosen Schaulustigen zu gefährlichen Situationen auf den Autobahnen. Dadurch verlängere sich nicht nur der Stau durch den Unfall, sondern es komme dadurch auch zu Folgeunfällen.

// Foto: GSCHWÄTZ/Archiv. Aufgenommen im November 2016 bei einer Polizeikontrolle auf der A6




Wir sind so gut im Russland-Bashing – Aber sind wir wirklich so viel besser?

Ein Kommentar von Dr. Sandra Hartmann

Ein Russland-Kenner, der heute morgen in SWR 1 zu den Russland-Wahlen am kommenden Sonntag, den 18. März 2018, zu hören war, war sich sicher: Wladimir Putin gewinnt die Wahl, weil er sehr populär in Russland sei, obwohl er viele innenpolitische Baustellen habe. Als Beispiel nannte er die Gesundheitspolitik, die Bildungspolitik und die Infrastruktur. Da musste man als Zuhörer schon fast schmunzeln. Genauso gut könnte er von Deutschland gesprochen haben. Wir sind wirklich gut darin, unsere östlichen Nachbarn, allen voran Russland und Wladimir Putin zu kritisieren oder über die USA den Kopf zu schütteln, wie das Volk nur einen Donald Trump zum Präsidenten wählen konnte. Bei unserem eigenen innenpolitischen Scherbenhaufen zucken wir lediglich mit den Schultern oder – noch schlimmer – die Parallelen, etwa zu Russland, fallen uns gar nicht auf.

Ja, hätte denn ersthaft jemand am Sieg von Angela Merkel gezweifelt – obwohl es reihenweise Pleiten, Pech, Pannen und vor allem Stillstand bei innenpolitischen Problemen in den vergangenen Jahren gab? Es hat sich weniger als nichts getan in der Gesundheitspolitik, in der Bildungspolitik und der Infrastruktur. Viel versprochen, noch weniger gehalten, stattdessen wurde vieles heruntergekürzt. Lediglich die Diätenerhöhung war sicher. Und was sich jetzt frisch gedruckt auf dem Koalitionspapier lesen lässt, interessiert sowieso das Gros der Bevölkerung nicht mehr, weil die Umsetzung dieser ganzen Heilsversprechen ohnehin in den Sternen steht.

// Deutschlands Baustelle 1 //

Unsere Gesundheitspolitik hat sich in den vergangenen Jahren in allen Bereichen verschlechtert: zahlreiche Krankenhäuser wurden deutschlandweit geschlossen, in der Stadt und auf dem Land herrscht Ärztemangel, der in den kommenden Jahren noch größer werden wird, Rettungsdienste beklagen eine so dünne Personaldecke wie noch nie, die staatlichen Pflegeheime sind zwar teuer, aber Pflegekräfte bekommen trotzdem nur ein Azubigehalt oder häufen Überstunden ohne Ende an.

// Deutschlands Baustelle 2 //

Deutschland war mal Klassenprimus in der Bildungspolitik – Sie erinnern sich vielleicht noch, das war zu einer grauen Vorzeit. Das ehemalige Musterländle Baden-Württemberg hatte stets Platz 2 bei den Pisastudien sicher, nach Bayern. Nun dümpeln unsere Kinder im Lesen, Schreiben und Rechnen auf den hintersten Plätzen herum. Viele Schulen beklagen einen Mangel an Lehrern, so dass es zu immer mehr Unterrichtsausfällen kommt und die Klassen immer größer werden. Geld wurde vor allem an den Grundschulen jahrelang nicht investiert – dort, wo der Samen für Bildung gesetzt wird.

// Deutschlands Baustelle 3 //

Über Infrastur sprechen wir lieber erst gar nicht. So wurde manch ein fast nie benutztes landwirtschaftliches Sträßchen im Kocher– und Jagsttal wurde bestens asphaltiert. Die A6 aber – die Problemzone für alle Pendler – ist so stark belastet, dass es andauernd zu Unfällen kommt. Permanente Baustellen und Unfälle zusammen – ergibt was? Richtig. Staus. Wartezeiten. Stillstand. Frust. Wann kommt der Ausbau?

Wohin sind in den vergangenen Jahren die sprudelnden Steuereinnahmen geflossen, die der ehemalige Finanzminister Woflgang Schäuble postuliert hat? Das fragen sich viele Bürger zu Recht.

A propos Altlasten: Wo ist eigentlich der beinahe-Aussenminister Martin Schulz (SPD) abgeblieben?

Foto: adobe stock




Welchen Dialekt sprechen wir? Schwäbisch oder fränkisch?

Wo spricht man welchen Dialekt und wo sind die geographischen Grenzen eines Dialektes? Mit diesen Fragen beschäftigte sich das Ludwig-Uhland-Institut der Universität Tübingen, unter der Leitung von Prof. Dr. Hubert Klausmann und Prof. Dr. Bernhard Tschofen. Das dreijährige Projekt hat die Dialektvarianten in ganz Baden-Württemberg erfasst. Nun ist der erste deutsche Sprachatlas Baden-Würtembergs fertig.

In einem dreijährigen Projekt haben die Wissenschaftler Menschen nach ihrem Dialekt befragt und aufgenommen, wie sie gewisse Wörter aussprechen. Die Mundartaufnahmen des Sprachatlases von Nord-Baden-Württemberg (SNBW) wurden zwischen 2009 und 2012 durchgeführt. Hierzu haben die Wissenschaftler 57 Personen befragt. Auch Anna-Rosa Walter aus Diebach und Fritz Messer aus Ingelfingen wurden interviewt.

Bei den Fragen ging es um Besonderheiten der lokalen Mundart. Zum Beispiel, wie wird bei ihnen das Wort „Buben“ ausgesprochen. Die Schwaben sagen „Buba“, die Franken „Buwa“. Aber auch unterschiedliche Wörter bei gleicher Bedeutung sind gebräuchlich: hochdeutsch „Flur“, schwäbisch „Gang“ und fränkisch „Ern“.

Nach dem Sprachatlas sprechen die Hohenloher ostfränkisch. Wie sich das anhört, kann man sich auf der Internetseite der Universität Tübingen zu Gemüte führen. Der sprechende Sprachatlas ist online zu finden: http://www.wiso.uni-tuebingen.de/faecher/empirische-kulturwissenschaft/ta-sprache/sprechender-sprachatlas.html

 

Karte: Ludwig-Uhland-Instiut der Universität Tübingen 2017




Es ist vollbracht – Die GroKo kommt – Was sagen die Bürger zur langen Regierungsbildung?

Man mag es kaum glauben, was aus Berlin die vergangenen Tage gemeldet wird: Die SPD, CDU und CSU haben sich zu einer großen Koalition durchringen können. Vorausgegangen sind monatelange Gespräche und Verhandlungen. GSCHWÄTZ-Reporter Dr. Felix Kribus wollte von den Hohenloher Bürgern wissen, wie sie die  sechsmonatigen Verhandlungen um eine neue Regierungsbildung fanden und musste lange ausharren, bis ihm einige wenige Passanten geantwortet haben. Die meisten haben dankend abgewunken, als sie das Thema GroKo – Merkel – SPD hörten. Soviel zum Thema Politikverdrossenheit. Vor sechs Monaten wurde gewählt.

Die SPD, die erst entschied, sich demütig in der Opposition zurechtzufinden, kam zu neuen Ehren, als sich Jamaika als Totgeburt erwies. Dadurch ist die angezählte SPD, die sich aktuell mit Grabenkämpfen um Personalfragen zerlegt, wieder phönixgleich aus der Asche gestiegen. Nicht ganz unbeteiligt daran – die ewige Kanzlerin. Wie teuer hat sie sich ihren aktuellen Machterhalt bei der SPD erkauft, darüber machen sich nicht nur Kritiker aus den eigenen Parteireihen Gedanken. Hier unsere nicht repräsentative Umfrage.

„Frau Merkel hat sich den Machterhalt sehr teuer erkauft, schon allein mit dem Finanzministerium, was abgegeben wurde und immer in CDU-Hand war, jetzt in SPD Hand. Das ist ein großer Verlust. Wenn die Groko scheitert, wird es Neuwahlen geben. Dann wird Frau Merkel in den wohlverdienten Ruhestand gehen müssen.“
// Kirsten Seber, Dörrenzimmern

„Das sind ja klar persönliche Motive von Angela Merkel. Ohne die SPD hätte die CDU ja komplett ihre Macht verloren. Das ist für Angela Merkel wichtig, dass sie jetzt die Koalition zustande bekommt. Da wird sie sich jetzt dementsprechend dafür einsetzen. Wenn die SPD nein sagt, dann würde ich vermuten, dass es zu einer Minderheitsregierung kommt. Das würde ich auch hoffen, das ist ja auch der richtige demokratische Weg.“
// Caspar Holberg, Künzelsau

„Grundlegend finde ich diesen Machterhalt völlig schwachsinnig, weil es die demokratische Grundidee völlig verfehlt. Der demokratische Volkswille war nicht so angedacht, dass es erneut eine große Koalition gibt. Dementsprechend denke ich, dass sie sich den Machterhalt ziemlich teuer erkauft hat. Das hat zu ihrem
Gesamtimage nicht positiv beigetragen. Sollte die SPD dem Koalitionsvertrag nicht zustimmen, dann wird es auf eine Minderheitsregierung hinauslaufen müssen, was meiner Meinung nach auch das einzig Richtige ist. Das wird politisch zwar einen größeren Aufwand darstellen, man würde aber den deutschen demokratischen Willen durchsetzen und wäre nicht darauf aus, sich künstlich an der Macht zu halten..“
// Daniel Ruth, Künzelsau

„Ob sich Angela Merkel was erkaufen muss, weiß ich nicht. Angela Merkel ist eine Frau, die schon ewig regiert. Das Land stand noch nie am Abgrund. Mit der CDU hat bis jetzt immer alles funktioniert. Wenn die SPD zur GroKo nein sagt, haben sie Pech gehabt, wenn sie nicht wollen. Wenn die immer so zwiespältig sind, mal ,ja´, mal ,nein´. Das ist nicht normal. Mein Mann und ich finden die SPD nicht mehr so glaubwürdig. “
// Karin Rach, Künzelsau

„Angela Merkel setzt alles daran, die Koalition fortzusetzen. Vielleicht auch, um Helmut Kohl zu übertreffen. Sie weiß, wenn es Neuwahlen gibt, wird es anders ausgehen. Wenn man bedenkt, dass die SPD zwanzig Prozent der Wählerstimmen bekommen hat, regiert aber so, als hätte sie sechzig, siebzig Prozent der Stimmen bekommen. Ich denke, bei einer Neuwahl wird Frau Merkel erneut antreten und sie wird auch wieder gewählt werden.
// Uwe Scheerer, Gaisbach

// Die neuen Minister //

Hier sehen Sie die – zumindest aktuell aufgestellten Minister für die neue Regierung – im Überblick.

Kanzlerin: Angela Merkel (CDU)

Aussenminister: Heiko Maas (SPD)

Justizminister: Olaf Scholz (SPD)

Arbeitsminister: Hubertus Heil (SPD)

Justizministerin: Katarina Barley (SPD)

Familienministerin: Franziska Giffey (SPD)

Umweltministerin: Svenja Schulze (SPD)

Wirtschaftsminister: Peter Altmaier (CDU)

Gesundheitsminister: Jens Spahn (CDU)

Landwirtschaftsministerin: Julia Klöckner (CDU)

Verteidigungsministerin: Ursula von der Leyen (CDU)

Bildungsministerin: Anja Karliczek (CDU)

Kanzeramtsminister: Helge Braun (CDU)

Innenminister: Horst Seehofer (CSU)

Verkehrsminister: Andreas Scheuer (CSU)

Entwicklungsminister: Gerd Müller (CSU)




3D-Malerei in Kiau // Video zum neuen Street-Art-Projekt

von Nadja Fischer

Zur Begleitung von Alexander Gersts Mission „Horizons“ 2018 stehen in den kommenden 90 Tagen neun Street-Art-Projekte in der Stadt Künzelsau an. Neun nationale und internationale Künstler kommen nach Künzelsau und stellen ihre Street-Art-Kunstwerke zur Schau.

Den Auftakt machen Adry del Rocio und Ruben Poncia mit 3D-Malerie. Mit einer bestimmten Acylfarbe und Pinselen haben die beiden Alexander Gerst innerhalb von dreieinhalb Tagen auf den Wertwiesen-Parkplatz gemalt. Seit Donnerstag, den 08. März 2018, ist das Kunstwerk fertig: „Ich bin sehr auf das Gesicht von Alexander Gerst gespannt, wenn er sich auf dem Wertwiesen-Parkplatz sieht“, sagt Bürgermeister Stefan Neumann bei der offiziellen Pressevorstellung.

Die 3D-Wirkung entsteht nur, wenn man auf einer bestimmten Position steht. Dann sieht es so aus, als ob man sich mitten im Kunstwerk befindet. Je nachdem wie das Wetter ist und auch wie oft das Kunstwerk betreten wird, wird das Bild bis zu zwei Jahre auf der Straße zu sehen sein. Auf die Frage, ob es dem Künstler nichts ausmacht, dass das Kunstwerk irgendwann nicht mehr existent sein wird, antwortete Ruben Poncia: „Alles ist vergänglich, aber die Fotos der Besucher bleiben.“ Die Adolf Würth GmbH & Co. KG und ebm-papst Mulfingen GmbH & Co. KG unterstützen die Aktion als Groß-, die Sparkasse Hohenlohekreis als Kleinsponsor.

Die Künstler erklären, wie sie das 3D-Kunstwerk angefertigt haben:

Wir haben Künzelsaus‘ Bürgermeister Stefan Neumann gefragt, wie er zu Street-Art gekommen ist und was das Projekt gekostet hat. Seine Antwort seht ihr in dem Video:

// Fotos und Videos: GSCHWÄTZ

 

 

 




Video // Florian Rößler mit Twilight Zone im Herimouthsaal + Interview

Video-Reporterin: Isabell Kähny; Schnitt und Produktion: Dr. Felix Kribus

„Der Herimouthsaal ist einfach ein ein Klassiker zum Feiern“, sagt Florian Rößler, Sänger der Band Twilight Zone am Samstag, den 03. März 2018 beim Video-Interview für GSCHWÄTZ. So rocken denn auch Twilight Zone & the Humpa Horns an diesem Abend den Saal – ziemlich lässig, ziemlich originell und ziemlich vielseitig. Ob Deutsch oder Englisch – man hatte das Gefühl, die Band kann alles, auch mit ihren Instrumenten. Das Konzert stand unter dem Motto „Mit Freunden – bei Freunden“. „Da der Herimouthsaal eine nicht wegzudenkende Tanzgelegenheit mit Kultstatus in unserer Region ist, wollten wir an diesem Abend alte Erinnerungen an Abende im Herimoutsaal aufleben lassen. Wir wollten Menschen die Möglichkeit geben, sich mit ihren Hermuth-Bekanntschaften an diesem Abend zu treffen und auf gemeinsame Erlebnisse zurückzublicken“, so der Musiker, der seit einem Jahr ein Teil von Twilight Zone ist.

Florian freut sich wieder in der Heimat zu sein, wohnt er doch selbst nur im ein paar wenige Kilometer entfernten Ohrenbach.

Angefangen hat seine musikalische Karriere ganz bescheiden im Schulchor in der Grundschule in Amrichshausen, später ging es mit Musik im Schlossgymnasium in Künzelsau weiter.

Die Band hat mittlerweile Auftritte vor mehreren tausenden Menschen, auf dem Cannstatter Wasen in Stuttgart haben sie schon gespielt, im Würzburger Raum und im Main-Tauber-Kreis sind sie viel unterwegs. „Ein Traum wäre es von mir, Twilight Zone mehr in die Region zu uns zu bringen“, sagt Florian Rößler.

// Auftritte Twilight Zone //

Der nächste Auftritt von Twilight Zone ist am Samstag, den 10. März 2018 zur Mega-Party-Night in Külsheim. Dann geht es weiter am 24. März 2018 zur Nachterlebniswelt in Dautenwinden, bevor sie am 01. April 2018 zur Happy Easter Party in Bieringen aufschlagen. Weitere Termine und Informationen über die Band gibt es auf http://www.twilightzone-band.de




Kleines Silicon Valley in Künzelsau

// Regionales Digitalisierungszentrum entsteht am Hochschulcampus Künzelsau

Zehn regionale Digitalisierungszentren namens „Digital Hubs“ sollen laut dem Land Baden-Württemberg entstehen. Das Land fördert diese Zentren, die wie eine Art Silicon Valley sein sollen, mit insgesamt rund zehn Millionen Euro. Laut einer Pressemitteilung des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg sollen die Digital Hubs eine Drehscheibe für digitale Innovationen und Transformation in den Regionen Baden-Württembergs sein – in Zusammenarbeit von Unternehmen und Start-ups vor Ort.

„Tatsächlich wird es in Künzelsau einen physischen Ort in Form eines Gebäudes im direkten Umfeld des Hochschulcampus entstehen. Dabei hat das Digital Hub einerseits einen Beratungsauftrag für mittelständische Unternehmen, aber auch für Existenzgründer rund um das Themenfeld Digitalisierung. Andererseits soll es Plattformen zur Vernetzung und zum Austausch bieten und die Infrastruktur für temporäre Arbeitsplätze vorhalten“, so Dr. Andreas Schumm, Geschäftsführer der Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken GmbH, auf GSCHWÄTZ-Anfrage. Schumm weiter: „Eine klare und eindeutige Definition des Begriffs Digital Hub gibt es leider nicht. Dies ist unter anderem auch der Tatsache geschuldet, dass es von Landesseite gewünscht regionale, bedarfsorientierte Ansätze verfolgt werden sollten.“

Stefanie Neuffer, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg, erklärt auf GSCHWÄTZ-Anfrage: „Die regionalen Digital Hubs sollen im Sinne einer regionalen Drehscheibe für die Digitalisierung verschiedene Akteure wie bestehende Unternehmen, Start-ups, Forschungs- und Transfereinrichtungen, Hochschulen, Vertreter der IKT- und Kreativwirtschaft, Verbände und Kammern räumlich zusammenbringen.“

Die Projektskizze soll in den nächsten Monaten ausdefiniert werden, damit Künzelsau auch die Gelder vom Land bekommt. Gegenwärtig wird davon ausgegangen, dass das Digital Hub ab September 2018 die Arbeit aufnehmen kann.

// Fotos: deutsche-startups, Facebook




Ärztemangel // Übervolle Wartezimmer & Aufnahmestopps

// Jagsttal muss längere Wege in Kauf nehmen //

 

Das hat dem Jagsttal gerade noch gefehlt. Seit einigen Monaten hat die Hausarztpraxis von Dr. Rainer Freyburger in Dörzbach krankheitsbedingt geschlossen. Ob und wenn ja, wie lange der bereits im fortgeschrittenen Alter praktizierende Arzt überhaupt noch weitermachen kann, ist nicht sicher. „Das Jagsttal ist sowieso schon chronisch unterversorgt“, klagt Dr. Andreas Kühn, Vorsitzender der Ärzteschaft Künzelsau und verweist auf zahlreiche Praxen, die in den vergangenen Jahren geschlossen haben: angefangen bei Praxis Dr. Ganz, der 2011 aus persönlichen Gründen seine Praxis geschlossen hat. Einen Nachfolger für die Praxis hat er nicht gefunden.

Freyburgers Patienten versorgen derweil die umliegenden Ärzte, unter anderem Dr. Arno Hofmann. Aber auch er ist an seiner Leistungsgrenze angekommen. Wenn er Glück habe, beginne sein Arbeitsstag um sieben und ende zwischen 20 und 22 Uhr.

 

// Kinderärzte sind ungleich im Hohenlohekreis verteilt //

Bei Kinderarzt Dr. Marcel Monn in Künzelsau sieht es ähnlich aus. Seit Beginn seiner Tätigkeit 2003 bis heute hat er 80 Prozent mehr Patienten. Monn: „Nicht, dass ich nicht alle Kinder gerne auch medizinisch versorgen wollte. Jedoch kann ich es leider nicht leisten.“ Fragt man in der Kinder- und Jugendarztpraxis Dr. Baumann, Wagner und Hauser in Öhringen nach, bekommt man eine andere Antwort. Baumann: „Organisation ist alles. Wir haben drei Telefonleitungen, über die unsere erfahrenen Helferinnen Termine vergeben. Natürlich muss man auch Verständnis haben, dass wenn ein Kind erst seit einer Stunde Halsschmerzen hat, man vielleicht noch einen Tag warten sollte.“
In seiner Praxis werden pro Tag laut eigenen Aussagen zirka 130 Patienten behandelt. „Akute Fälle, sei es Fieber oder Schmerzen, erhalten noch am selben Tag einen Termin zur Behandlung. Bei chronischen Krankheiten kann es zu einer Wartezeit von 14 Tagen kommen.“ In der Praxis haben Patienten jedoch andere Erfahrungen gemacht. Als eine Mutter bei Dr. Baumann angerufen hat wegen Verdachts auf Scharlach bei ihrem Sohn und ihr eigentlicher Kinderarzt Dr. Monn über die Faschingsferien geschlossen hatte, wurde sie mit den Worten abgewiesen, dass die Praxis voll sei und sie zu einem anderen Arzt gehen müsse.

Seit zwei Jahren nimmt Dr. Hofmann keine zusätzlichen Patienten mehr an, nur noch in Notfällen. Die Praxis von Dr. Monn nimmt momentan nur noch Neugeborene aus Künzelsau neu auf, jedoch keine anderweitig versorgten Geschwisterkinder. Das Arbeitspensum senken konnten beide dadurch nicht. Denn: Immer mehr Bürokratie sei hinzugekommen. So gelte es etwa beim Ausstellen eines einfaches Rezeptes diverse Dinge zu beachten. Hofmann: „Wir müssen unter anderem das preisgünstigste Medikament heraussuchen.“ Beim Ausstellen eines Rezeptes für Krankengymnastik gebe es einen über 30 Seiten starken Katalog zur Vorgehensweise.

 

// zu viel Bürokratie lähmt die Praxen //

 

„Die Politik hat nicht verstanden, dass junges Blut fehlt. Das wurde bereits vor zehn Jahren bemängelt“, kritisiert Hofmann.
Heute gehen ausgelernte Mediziner lieber in eine Klinik mit geregelten Arbeitszeiten, als in eine eigene Praxis. Besonders für Frauen sei der Alltag in einer Praxis schwierig mit einer eigenen Familie zu vereinbaren, gibt Hofmann zu bedenken. „Der Beruf ist attraktiv, aber heute möchte keiner mehr 50 bis 60 Wochenstunden arbeiten, sondern jeder Familie und Beruf besser kombinieren können“, so auch die Einschätzung von Swantje Middeldorff, stellvertretende Sprecherin der kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg (kV). Wobei die Brisanz nicht nur im ländlichen Raum liege. „In Baden-Württemberg ist es mittlerweile nahezu überall möglich, eine Praxis aufzumachen, da überall Ärzte gesucht werden, auch in Stuttgart.“ Hofmann fordert, den Arztberuf zu entbürokratisieren und den Numerus Clausus herunterzusetzen, um wieder mehr Menschen in das Medizinstudium zu bringen. Middeldorff von der kV betont allerdings: „Wir haben mehr als genug Bewerber auf die Medienstudienplätze. Es müsste einfach generell mehr Plätze geben.“ Das Problem: Das kostet die einzelnen Universtitäten und damit Bundesländer mehr Geld. Aber nun sei dieses Mehr an Medizinplätzen wohl in derm derzeit vorliegenden vorläufigen Koalitionspapier von CDU/CSU und SPD endlich verankert.
Im Hinblick einer immer älter werdenden Gesellschaft werden langfristig generell wesentlich mehr Ärzte benötigt. Hinzu kommt eine steigende Zahl an psychosomatischen Erkrankungen. „Die Krankheitslast der Kinder verlagert sich zunehmend in den deutlich zeitaufwändigeren Bereich der Psychosomatik und Sozialmedizin, bei der man nicht in fünf Minuten eine Lösung aus dem Hut zaubern kann“, so Dr. Monn.

 

// Mehr Medizinstudienplätze muss es geben //

 

Bis das Mehr an Medizinern mit dem Studium fertig ist, vergehen allerdings zehn bis 15 Jahre. Bis dahin „müssen die Menschen bereit sein, längere Wege in Kauf zu nehmen und 30 Kilometer bis zum nächsten Arzt zu fahren“, so Hofmann. Seit 24 Jahren praktiziert er am Standort Dörzbach. Seine Tochter studiert Lehramt.

 

// Wo fehlen Ärzte besonders? Hier geht’s zur Landkarte //

Die Landkarte der Hausärzte der kassenärztlichen Vereinigung in Baden Württemberg ist bis auf ein paar wenige rote Flecken grün. Das heißt: Überall dort, wo es grün ist, gibt es freie Sitze, wo sich Ärzte niederlassen können: In Öhringen, Heilbronn oder Bad Mergentheim etwa. Künzelsau und Schwäbisch Hall sind dagegen rot markiert. Das heißt: Hier darf man derzeit keine neue Hausarztpraxis eröffnen, da es bereits genügend Ärzte dort gibt. Wie rechnet die kV? Ein Arzt auf 1.670 Einwohner ist der Verteilerschlüssel, so Swantje Middeldorff. Bei den Kinderärzten ist alles bis auf Biberach rot. Sprich: Eine weitere Kinderarztpraxis zu eröffnen, ist derzeit fast nirgends zulässig. Die Landkarte gibt es auf: http://www.kvbawue.de

Fotos // GSCHWÄTZ; adobe stock