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Thomas Strobl (CDU): „Wir dulden in Baden-Württemberg keine rechtsextremistischen Vereinigungen, die in Programm, Vorstellungswelt und Gesamtstil eine Wesensverwandtschaft mit dem Nationalsozialismus aufweisen“

Mit einem Großeinsatz hat die Polizei in Kupferzell (Hohenlohekreis) das Verbot der rechtsextremistischen Vereinigung „Die Artgemeinschaft – Germanische Glaubens-Gemeinschaft wesensgemäßer Lebensgestaltung“ durchgesetzt. Das berichteten mehrere Medien sowie die dpa einheitlich. Am frühen Mittwochmorgen, den 28. September 2023, drangen Spezialeinsatzkommandos (SEK) in mehrere Gebäude der Vereinigung im Ortsteil Hesselbronn ein, wie ein Sprecher des Landeskriminalamts vor Ort sagte.

Verbot der Vereinigung

Durchsucht worden seien mehrere Wohngebäude, eine Scheune und ein Flurstück. Ziel sei das „Einfrieren von Vereinsvermögen“ gewesen. Zudem sei es um die Sicherstellung potenzieller Beweismittel wie etwa Orden, Fahnen und Büsten, die dem Nationalsozialismus zugeordnet werden, gegangen. Festnahmen habe es zunächst keine gegeben.

Nach Angaben des Bundesinnenministeriums durchsuchten Einsatzkräfte der Polizei am Mittwochmorgen 26 Wohnungen von 39 Vereinsmitgliedern und Räume des Vereins in zwölf Bundesländern. Das Verbot gegen die Vereinigung, die dem Milieu der völkischen Siedler zugerechnet wird, sei mehr als ein Jahr vorbereitet worden. Maßgeblich seien hierbei Erkenntnisse des Verfassungsschutzes gewesen.

Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) beschrieb „Die Artgemeinschaft“ als „sektenartige, zutiefst rassistische und antisemitische Vereinigung“. Die Ministerin begründete ihre Entscheidung auch mit dem Kindeswohl. Sie sagte: „Diese rechtsextremistische Gruppierung hat versucht, durch eine widerwärtige Indoktrinierung von Kindern und Jugendlichen neue Verfassungsfeinde heranzuziehen.

Die Razzia in Kupferzell war im Zusammenhang mit dem Verbot die einzige in Baden Württemberg, wie der Sprecher des Landeskriminalamts weiter sagte. Im Einsatz seien mehr Polizisten gewesen als der Ortsteil Hesselbronn Einwohner hat – gemeldet seien dort rund 100 Menschen. Zwei Mitglieder des Vereins bekamen nach Angaben des Innenministeriums am frühen Morgen sogenannte Verbotsverfügungen in die Hand gedrückt. Die Vereinigung sei damit aufgelöst und jede weitere Tätigkeit sei untersagt worden.

Innenminister Thomas Strobl (CDU) sagte dazu laut einer Mitteilung: „Wir dulden in Baden-Württemberg keine rechtsextremistischen Vereinigungen, die in Programm, Vorstellungswelt und Gesamtstil eine Wesensverwandtschaft mit dem Nationalsozialismus aufweisen.“ Es sei mit der Zerschlagung des Vereins ein klares Stopp-Signal gesendet worden.

Laut Bundesinnenministerium umfasst das Verbot auch alle Teilorganisationen der Bewegung, die nach Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden rund 150 Mitglieder hat. Dazu gehörten sogenannte „Gefährtschaften“, „Gilden“, „Freundeskreise“ und ein Verein namens „Familienwerk“. Durchsucht wurde den Angaben zufolge in Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen.

In der vergangenen Woche hatte Faeser die elitäre Neonazi-Gruppierung „Hammerskins Deutschland“ verboten. Vor allem durch die „manipulativ indoktrinierende Erziehung ihrer Kinder“ und den Vertrieb entsprechender Schriften sei die „Artgemeinschaft“ nicht weniger gefährlich als die „Hammerskins“, sagte die Ministerin.

Zur Begründung des Verbots führte ihr Ministerium aus, die Siedlerbewegung verbreite unter dem Deckmantel eines pseudoreligiösen germanischen Götterglaubens ein gegen die Menschenwürde verstoßendes Weltbild. Zentrales Ziel sei die Erhaltung und Förderung der eigenen „Art“, was mit dem nationalsozialistischen Begriff der „Rasse“ gleichzusetzen sein.

Der Verfassungsschutz führt Siedlungsbestrebungen von Rechtsextremisten in seinem aktuellen Jahresbericht gesondert auf. In dem Bericht heißt es, Ziel dieser Bewegungen sei zumeist der „Erhalt der Deutschen“. „Deutschsein“ werde hierbei vor allem unter Rückgriff auf den ethnischen Volksbegriff im Sinne der völkischen „Blut-und-Boden“-Ideologie definiert.




Ruhe in Frieden, Lefti

Von Sonntag auf Montag, den 25. September 2023, ist Lefti seine letzte Reise angetreten. Völlig unerwartet und plötzlich ist er an den Folgen eines epileptischen Anfalls gestorben.

Seine Werte hatten sich stabilisiert und der Tumor ist um einiges kleiner geworden. Alle waren voller Optimismus, insbesondere Lefti, da er gemerkt hat: Kämpfen lohnt sich.

Die letzten Wochen in seinem Leben durfte er viel Zeit mit seiner Familie verbringen. Besonders die Kinder waren glücklich und haben die Zeit der Behandlungspause mit ihrem Papa genossen.

Wir sind in Gedanken bei der Familie.




B19 gesperrt

B 19 zwischen Hohebach und L 1025 gesperrt

Sanierungsarbeiten am 9. und 10. Oktober

Aufgrund von Sanierungsarbeiten im Bereich der B 19 auf Höhe der Jagstbrücke in Hohebach wird dieser Straßenabschnitt von 9. bis 10. Oktober 2023 gesperrt. Die Kreuzung der B 19 und der L 1025 aus Ailringen kommend in Richtung Dörzbach ist von der Sperrung nicht betroffen.

Die überörtliche Umleitung erfolgt von Hohebach über Stachenhausen – Oberginsbach – Meßbach nach Dörzbach und umgekehrt. Die Umleitungen sind ausgeschildert.

B 19 zwischen Hohebach und L 1025 gesperrt

Sanierungsarbeiten am 9. und 10. Oktober

Aufgrund von Sanierungsarbeiten im Bereich der B 19 auf Höhe der Jagstbrücke in Hohebach wird dieser Straßenabschnitt von 9. bis 10. Oktober 2023 gesperrt. Die Kreuzung der B 19 und der L 1025 aus Ailringen kommend in Richtung Dörzbach ist von der Sperrung nicht betroffen.

Die überörtliche Umleitung erfolgt von Hohebach über Stachenhausen – Oberginsbach – Meßbach nach Dörzbach und umgekehrt. Die Umleitungen sind ausgeschildert.




Volle Hütte beim Niedernhaller Kelterherbst

Nicht nur bei vielen Festen helfen, kann die Stadtkapelle Niedernhall, sondern auch hervorragende Musik quer durch alle Genre zaubern. Am Niedernhaller Kelterherbst am Samstag, den 23. September 2023, spielte sie sich drei Stunden lang nicht nur durch alle bekannten Stücke der Blasmusik, sondern auch Mallorcahits.

Die Kelter war voll. Die Besucher:innen sangen und schunkelten mit. Wer Hunger hatte, durfte sich an einer Schlachtplatte, Kesselfleisch oder einfach einer guten Bratwurst freuen.




„Vor allem die Krautheimer Hauptverkehrsstraße versetzt uns in Angst und Schrecken“ | Verkehrssituation vor Ort bereitet vielen Anwohner:n und Gewerbetreibenden Sorgen

„Wir tun dies für unsere Kinder und natürlich auch für die gesamte Bevölkerung.“ So beginnt das Schreiben, das Lena Pflüger von der neu gegründeten Elterninitiative in Krautheim, das sie an alle Gemeinderäte versendet hat. Auch mit dem Rathaus und dem neuen Bürgermeister Herr Insam hat sie bereits Kontakt aufgenommen und mit diversen Gewerbetreibenden, die ihren Laden direkt an der Krautheimer Hauptverkehrsstraße haben.

„Wir tun dies für unsere Kinder und natürlich auch für die gesamte Bevölkerung.“

Ihr Anliegen: „Wir möchten das Thema Verkehrssicherheit in Angriff nehmen. Viel zu schnell donnern hier LKWs und PKWs durch die Krautheimer Straßen. Vor allem die Krautheimer Hauptverkehrsstraße versetzt uns in Angst und Schrecken. Hier muss dringend etwas getan werden in Form von etwa Zebrastreifen, 30er Zone, Blitzer, Schilder etc.“ Auch andere Krautheimer Teilorte werden in dem Schreiben genannt, auch in Gommersdorf wäre ein Zebrastreifen von der Turnhalle zum Sportplatz sinnvoll. In Oberndorf „ist die Bushaltestelle leider außerhalb des Ortes. Dort gibt es keinerlei Geschwindigkeitsbegrenzung.“ In Horrenbach schaue es ähnlich saus. In Altkrautheim müssen Schüler:innen „mindestens ein bis zwei Straßen ohne Geschwindigkeitsbegrenzung und Fußgängerüberweg passieren“. Auch in Unterginbsach gäbe es keine Geschwindkeitsbegrenzung.

„Vor allem die Krautheimer Hauptverkehrsstraße versetzt uns in Angst und Schrecken“

Durch die Elterninitiative ist das Thema Verkehrssicherheit nun im Krautheimer Gemeinderat gelandet. Im Oktober 2023 wird es nun eine Verkehrsschau geben. Der Gemeinderat sieht das Thema gespalten. Einerseits bestehe hier Bedarf, etwas zu ändern, andererseits habe man in der Vergangenheit sich schon dafür eingesetzt, aber gebracht habe es leider nichts.




B19 | Teilweise bis 2025 Sperrungen wegen Brückenneubauten

B 19: Behelfsumfahrung für die Ersatzneubauten von zwei Brücken bei Kupferzell (Hohenlohekreis)

Beginn erster Bauabschnitt / Dauer Gesamtmaßnahme bis Sommer 2025 | Verkehrsbeeinträchtigungen auf der B 19 bei Kupferzell durch halbseitige Sperrung und Vollsperrung der K 2371 ab Montag, 18. September 2023, 10:00 Uhr

Das Regierungspräsidium Stuttgart (RPS) hat am Montag, den 18. September 2023, mit den Arbeiten für den Ersatzneubau von zwei Brücken im Zuge der B 19 bei Kupferzell begonnen. Die Ersatzneubauten der beiden Brücken sind laut dem Regierungspräsidium notwendig, da die Bauwerke im Jahr 1935 errichtet wurden und sich in einem schlechten Zustand befinden. Die Fahrbahn ist im Bereich der Bauwerke bereits eingeengt und die zulässige Geschwindigkeit wurde reduziert. Im ersten Bauabschnitt wird die Umfahrung über die Kupfer mit einer Gesamtlänge von rund einem halben Kilometer hergestellt. Diese Arbeiten dauern voraussichtlich bis Ende November 2023 an.

Für die Herstellung der Behelfsumfahrt wird die Kupfer mit Stahlbetonfertigteilen verdolt. Anschließend – voraussichtlich im Januar 2024 – wird der Verkehr auf die Behelfsumfahrung geführt und es folgt der Ersatzneubau im Bereich der beiden bestehenden Brückenbauwerke ab 2024. Abschließend wird eine Fahrbahndeckenerneuerung (FDE) an der B 19 auf rund 2,5 Kilometern durchgeführt. Die FDE ist aufgrund der schadhaften Fahrbahndecke erforderlich. Die Fertigstellung der Gesamtmaßnahme ist im Sommer 2025 vorgesehen.

Während der Arbeiten für die Herstellung der Umfahrung kann es ab dieser Woche bis etwa Ende November 2023 auf diesem Streckenabschnitt der B 19 bei Kupferzell zu Beeinträchtigungen durch halbseitige Sperrungen kommen. Die Verkehrsregelung erfolgt zeitweise mit einer Ampelanlage.

Die Kreisstraße K 2371 muss im Bereich Ulrichsberger Straße/Gerberstraße über die gesamte Bauzeit von Montag,18. September 2023, 10:00 Uhr, bis Sommer 2025 vollgesperrt werden.

Für die Vollsperrung der K 2371 erfolgt eine überörtliche Umleitung in beide Fahrtrichtungen. Der Verkehr in Fahrtrichtung Kupferzell wird über Füßbach – Mangoldsall – Belzhag umgeleitet, der Verkehr in Fahrtrichtung Füßbach über Kupferzell – Belzhag – Mangoldsall. Die Umleitung wird vor Ort entsprechend ausgeschildert.

Über den weiteren Verlauf der Maßnahme wird das RPS rechtzeitig in weiteren Pressemitteilungen informieren.

Für die Behelfsumfahrung investiert der Bund rund 800.000 Euro in den Erhalt der Infrastruktur.

Das Regierungspräsidium Stuttgart bittet alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern um Verständnis für die Beeinträchtigungen während der Bauzeit.

Aktuelle Informationen über Straßenbaustellen im Land können Interessierte auf der Internetseite der Straßenverkehrszentrale des Landes Baden-Württemberg abrufen. VerkehrsInfo BW gibt es auch als App (kostenlos und ohne Werbung).




„Die Tage in Künzelsau werde ich nicht vergessen“

In der Zeit seiner größten Erfolge als Fußballprofi in Berlin und für die deutsche Nationalmannschaft sowie in den USA waren die meisten Schüler*innen der Freien Schule Anne-Sophie Künzelsau noch nicht geboren, oder zu jung, um sein damaliges Können zu bewundern. Doch mit einigen Videoclips und seinem Auftreten „spielte“ er sich sofort in die Herzen aller beim Besuch in der Freien Schule Anne-Sophie. Als „Menschenbild“, das durch sein Engagement Bewunderung verdient, war er eingeladen, um mit allen Kindern und Jugendlichen ins Gespräch zu kommen und den Spendenscheck zur Aktion „Kinder laufen für Kinder“ in Empfang zu nehmen. Mit Tränen der Rührung in den Augen nahm er diesen in Empfang.

„Mein Herz getroffen“

„Die zwei Tage in Künzelsau mit dem ersten persönlichen Treffen mit Prof. Reinhold Würth, mit Frau Carmen Würth, mit Vorständen der Stiftung Würth, mit Kooperationspartnern und Mitarbeiter*innen der Schule, vor allem aber mit den über 650 wunderbaren Kindern und Jugendlichen der Schule und deren engagierten Lehrer*innen werde ich nicht vergessen. Es waren Begegnungen, die mein Herz getroffen haben und die mir Hoffnung machen für die Zukunft!“, so Arne Friedrich.

„Jeder ein Gewinner“

Die Bereichsleitern Schulen der Stiftung Würth, Angelika Schmidt, informierte bei einem Rundgang über die Konzeption der Schule, deren Alleinstellungsmerkmale, vor allem über die pädagogische Konzeption mit den Grundhaltungen und den Auftrag von der Initiatorin der Schule, Bettina Würth: „Jedes Kind soll die Schule als Gewinner verlassen!“

„Ich bewundere seine Willensstärke“

Bei diesem Rundgang traf Arne Friedrich zunächst auf die Oberstufe des Gymnasiums. Er berichtete nach einem kurzen Trailer mit philosophischen Gedanken über sein Anliegen, Kindern und Menschen mit schwersten Erkrankungen eine Umgebung zu schaffen, in der sie Unterstützung und Hilfe finden. Besonders beeindruckend wirkten seine Beispiele, wie er sich selbst einbringt, seine Zeit den Kranken und deren Angehörigen widmet.

„Ich bewunderte seine Kraft und Willensstärke auf dem Spielfeld, doch vielmehr nun diese Eigenschaften nach dem Ende seiner sportlichen Karriere. Er scheint unendlich viel davon zu besitzen und motiviert uns, unserer Zukunft einen Sinn zu geben!“ meinte der angehende Abiturient Leo Neuweiler.

Ein Held

Eine total andere Situation war im „blauen Lümmelkreis“ der Primarstufe. Sie trafen auf einen Arne Friedrich, der für sie ein Held ist. Sie empfingen ihn mit Musik und Gesang und erlebten einen Fußballstar, der begeistert erzählen konnte. Mit altersgerechten Worten erzählte er ein wenig aus seiner Zeit als Fußballspieler und besonders über seine jetzigen Tätigkeiten.

Das Treffen mit der Sekundarstufe I in der gefüllten Aula begann musikalisch. Obwohl es ohne Pause in die zweite Halbzeit ging, waren beim ehemaligen Fußballstar und jetzigen „Botschafter in besonderer Mission“ keine Ermüdungserscheinungen zu sehen. Die zahlreichen Fragen an Arne Friedrich wurden von ihm immer wieder mit seinen klaren Aussagen zum Miteinander in der Gesellschaft, zur Verantwortung und zur Dankbarkeit beantwortet. Die Faszination und Nähe dieser Persönlichkeit forderten die Jugendlichen zur Diskussion und ihm merkte man die Freude und positive Zuwendung förmlich an. Der Funke war gezündet.

Spendenscheck über 20.000 Euro

Am Nachmittag kam dann der Moment der Spendenübergabe. Die Summe war bis dahin geheim. Angelika Schmidt machte es im Beisein vom Vorstandsvorsitzenden der Stiftung Würth, Johannes Schmalzl, Vorsitzendem Prof. Dr. Ulrich Roth, weiteren Ehrengästen, den erfolgreichsten Läufer*innen bei „Kindern Laufen für Kinder“ und zahlreichen Lernpartner*innen spannend. Als sie das Ergebnis bekanntgab, 20.000€, war der Jubel groß. Dies war die Summe für die Laufleistungen und von zusätzlichen Sponsoren für die gelaufenen Runden der Kinder.

Doch dann ließ sie die Katze aus dem Sack, Prof. Reinhold Würth und Carmen Würth hatten nach dem beeindruckenden Treffen mit Arne Friedrich beschlossen, dass die Stiftung nochmals 50% auf diese Summe dazugibt. Schnell musste der Spendenvordruck auf 30.000€ geändert werden. Die Tränen in den Augen von Arne Friedrich waren echt, die Freude bei allen nicht zu überbieten. Es war wieder ein besonderer Tag mit einem besonderen Menschenbild an der Freien Schule Anne-Sophie!

Quelle: Freie Schule Anne Sophie, Fotos: Benjamin Grell

 

 




Neueröffnung in Künzelsau

 




So schnell, wie sie da waren, sind sie auch schon wieder weg

Das ging ja dann doch überraschend schnell vorüber für diverse Eltern: Aufgrund einer geänderten Bussituation zum neuen Schuljahr, wonach die neue Bushaltestelle am Niedernhaller Schulcampus nicht mehr von allen Linien angefahren wird und daher diverse Schüler:innen fortan fast einen halben Kilometer von der Haltestelle auf Höhe der Stadthalle zur Schule laufen müssen (wir berichteten), stellte die Schule an den ersten Tagen Schülerlotsen in Form von Lehrer:innen, um die Kinder sicher zur Schule zu bringen.

Am Donnerstag, den 17. September 2023, kamen dann auch die Erstklässler in die Schule. Am Montag soll laut Elternkreisen nun schon wieder Schluss sein mit den Lotsen. Lehrer informierten, dass sie mit den Kindern noch einmal den Weg gemeinsam ablaufen werden. Dann müssten die Kinder selbstständig dorthin gelangen.

Es handelt sich dabei um den Weg von der Kocherbrücke / Stadthalle zum neuen Campusareal.

Grafik | Grün bis grün: Der neue Schulweg Seit September 2023 für viele Schüler:innen. Rotes Kreuz: alte Bushaltestelle. Quelle: privat

Am ersten Schultag parkten viele Lehrer:innen für Eltern überraschend und erfreulich, ebenfalls weit vorne an der Stadthalle, um den Straßenverkehr möglichst gering zu halten. Nun parkt selbst der Schulleiter wohl wieder direkt am neuen Schulcampus.

Nicht nur der Hinweg, auch der Rückweg hakt nach wie vor. Weder die Linie 5, noch die Linie 2 holen etwa nach der Betreuung um 13.30 Uhr die Kinder direkt am Schulcampus ab. Ein weiteres Ärgernis für diverse Eltern: Die Linie 2 hält auf der Rückfahrt nur am Wasserturm direkt an der Hauptverkehrsstraße und damit extrem weit weg vom Wohngebiet Giebelheide und im Grunde unzumutbar zum Nach-Hause-Laufen für Erstklässlerzwerge.

Wer ist eigentlich für die Sicherheit auf dem Schulweg verantwortlich? Gemeinden, Städte und Schulträger sind dazu verpflichtet, für die Schulwegsicherung zu sorgen. Das ergibt sich aus der Schulpflicht in Deutschland.

 




Wer will noch mal, wer hat noch nicht?

Voraussichtlich ab dem 18. September soll die Corona-Impfung mit dem neuen Booster von Biontech möglich sein. Das Präparat ist speziell an die derzeit kursierende Omikron-Subllinie XBB.1.5 angepasst, soll aber auch gegen weitere aktuelle Varianten, darunter die Sublinie EG.5 („Eris“), wirksam sein. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt deutschlandweit aktuell auf einem niedrigen Niveau bei sieben Covid-19-Fällen pro Woche und pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Da keine Testpflicht mehr besteht und es offizielle Testcenter nicht mehr gibt, werden die tatsächlichen Coronazahlen jedoch höher geschätzt. Auch wenn es keine Isolationspflicht mehr gibt, raten Expertinnen und Experten allen Infizierten mindestens fünf Tage zuhause zu bleiben.

Für alle ab 60 empfehlenswert laut der Impfkommission

Eine Auffrischungsimpfung (Booster) mit dem neuen, an die derzeit kursierende Variante XBB.1.5 angepassten Impfstoff ist laut Ständiger Impfkommission (Stiko) derzeit für alle empfehlenswert, die 60 Jahre oder älter sind oder zu einer Risikogruppe zählen. Dazu zählen alle Menschen ab einem Lebensalter von sechs Monaten, die infolge einer Grunderkrankung ein besonderes Risiko für einen schweren Covid-19-Verlauf haben. Die Auffrischungsimpfung sollte jährlich wiederholt werden, am besten im Herbst. Außerdem sollten sich laut Stiko-Empfehlung Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen sowie Beschäftigte im Pflege- und Gesundheitsbereich boostern lassen.

Allen gesunden Menschen zwischen 18 und 59 Jahren empfiehlt die Stiko derzeit eine sogenannte Grundimmunisierung. Das bedeutet, sie sollten mindestens drei „immunologische Ereignisse“ durchmachen. Mindestens zwei dieser Ereignisse sollten Impfungen sein, das dritte Ereignis kann eine Corona-Infektion oder eine dritte Impfung sein. Weitere Auffrischungsimpfungen sind laut Stiko für diese Gruppe nicht erforderlich. Die beiden Impfungen gegen das Corona-Virus sollten im Abstand von drei bis sechs Wochen erfolgen. Der volle Impfschutz tritt etwa 14 Tage nach der zweiten Impfung ein.

Gesunde Kinder benötigen keine Covid-Impfung

Gesunde Kinder und Jugendliche benötigen laut aktueller Stiko-Empfehlung vom Mai 2023 keine Covid-Impfung. Das gilt auch für Neugeborene bis sechs Monate. Sie könnten zunächst vom sogenannten „Nestschutz“ der Mutter profitieren, sofern diese bereits eine Basisimmunität besitzt. Babys ab sechs Monaten sowie Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren, die wegen einer Grunderkrankung zu einer Risiko-Gruppe zählen, sollten sich impfen und die Impfung regelmäßig auffrischen.

Währenddessen können viele Bürger:innen das Thema Coronaimpfung nicht mehr hören. Viele haben sich damals in den ersten Wellen unter Druck gesetzt gefühlt, sich impfen zu lassen – insbesondere wegen den zahlreichen Verordnungen und Einschränkungen, die damals gegen Ungeimpfte erlassen wurden. Der gesellschaftliche Druck war dadurch hoch, sich impfen zu lassen, auch wenn man persönlich nicht dahinter stand und Zweifel daran hegte, wie ausgereift der Impfstoff sei. So wie es diverse Longcovid-Patienten gibt, gibt es auch Menschen, die nach einer Impfung mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu kämpfen haben. Das Thema ist nach wie vor sehr brisant in der Gesellschaft.