„Vom Laufstall aus Papa beim Tennis spielen zugeschaut“: Tennisclub Kupferzell empfängt Ex-Tennis-Profi Alexander Waske
Heute New York, morgen Kupferzell. Ex-Tennis-Prof Alexander Waske hat sich zum ersten Mal in seinem Leben in den Hohenlohekreis verirrt. Anlass war das 40-jährige Jubiläum des Tennisclubs Kupferzell, das der Verein am 07. und 08. September 2018 gefeiert hat. GSCHWÄTZ sprach mit ihm am Rande der Feierlichkeiten darüber, wie man Talente erkennt, mit Niederlagen umgeht, was er an Hohenlohe schätzt und wie Tennisprofi Tommy Haas privat ist.
GSCHWÄTZ: Wie kamen Sie zum Tennis?
WASKE: Über meinen Vater. Er hat sehr, sehr gerne Zeit auf dem Tennisplatz verbracht. Als ich damals gerade so stehen konnte, hat mein Vater die Aufgabe von meiner Mutter bekommen, auf mich aufzupassen. Da hat er mich mitsamt dem Laufstall mit auf den Tennisplatz genommen und hat Tennis gespielt, während ich ihm vom Laufstall aus zugeschaut habe. Und so wollte ich seit ich laufen kann, Tennis spielen. Man eifert einfach seinem Papa nach. Dann haben wir sehr viel Zeit im Tennisclub verbracht. Jeden Sommer, jedes Wochenende. Da habe ich meinen Freundeskreis her.
GSCHWÄTZ: Wie sah denn Ihr Training aus, bis Sie Tennisprofi wurden? Wie oft trainiert man da?
Waske: Das hat sich bei mir alles entwickelt. Ich habe in jungen Jahren nicht so viel trainiert. Drei Mal die Woche habe ich nur trainiert und habe später dann eigentlich alles professionalisiert. Heutzutage, in unserer Akademie, trainiert man zirka 20 Trainingseinheiten die Woche. Zehn Mal Tennis, zehn Mal Fitness und das sind zirka 50 Stunden Tennis und nochmal 13 bis 14 Stunden Fitness oben drauf.
GSCHWÄTZ: Mussten Sie Dinge für das Training vernachlässigen?
Waske: Ja, natürlich. Der einzige Tag der mir heilig war und auch immer noch ist, ist Weihnachten. Am 24. bin ich zu Hause. An allen anderen Geburtstagen und Feierlichkeiten war die Chance sehr hoch, dass ich nicht da war. Es ist auch immer noch so, dass es schwierig ist, mit mir was zu planen – wie Konzertkarten zu kaufen oder sowas, weil ich nicht garantieren kann, dass ich da bin. Der Tournierkalender geht vor und wenn ich auf der Welt herumreise um meine Spieler zu betreuen, das ist nunmal mein Job.
„Viele Ärzte sagten, dass wird nie wieder was“
GSCHWÄTZ: Wie hat es sich für Sie angefühlt, als Sie ihr Karriere-Aus verkündeten?
Waske: Ich war viele Jahre verletzt und wollte immer noch spielen, damit ich selbst entscheiden kann, dass ich nicht mehr spielen möchte. Insofern war es nach einer Odysee eigentlich ein gutes Gefühl, dass ich nochmal gespielt habe, auch wenn ich nicht mehr so gut gespielt habe und nicht mehr so erfolgreich gespielt habe. Aber trotzdem hatte ich nochmal gespielt, obwohl viele Ärzte gesagt haben, dass es nie wieder was wird. Ich hatte ja zwei Jahre zuvor schon die Akademie gestartet und das wurde immer größer und immer interessanter. Dann war klar das meine Energie jetzt in die Akademie geht.
GSCHWÄTZ: In Ihrer Akademie trainieren Sie Nachwuchstalente. Wie und woran erkennt man denn ein Talent?
Waske: Was ist ein Talent? Es gibt viele verschiedene Talente. Der eine hat einen schnellen Arm, der nächste hat schnelle Beine, ein dritter kann sich gut konzentrieren und ein vierter ist sehr diszipliniert. Für uns ist es das Wichtigste, dass wir Projekte haben, die es wert sind, Zeit zu investieren. Und dass wir junge Leute haben, bei denen wir das Gefühl haben, wir können ihnen Werte vermitteln, wir können sie besser machen und so trainieren, dass sie an ihr Leistungslimit kommen – wie hoch das auch immer ist. Wir sind da schon auch realistisch, dass wir wissen, dass nicht jeder von denen durch Tennis zum Millionär wird. Aber ein junger Mann, der eine hohe Disziplin hat, der sich konzentrieren kann, hart arbeitet, auf den man sich verlassen kann – das sind viele gute Eigenschaften, die nahezu in jedem Job gerne gesehen sind. Insofern glaube ich, dass ein 13-, 14-, 15-Jähriger zu uns kommt, ein paar Jahre bei uns ist und dann vielleicht „nur“ zweiter Bundesligaspieler wird, aber mit diesen gelernten Sachen in sein späteres Leben geht, hat trotzdem eine sehr gute Ausbildung bekommen.
GSCHWÄTZ: Wer hat ihr Talent denn damals entdeckt und wie alt waren Sie?
Waske: Ich war 21, als der erste Trainer gekommen ist und in mir einen Profi gesehen hat. Alle anderen vorher nicht. Das war John Nelson in San Diego. Dort habe ich mich für ein Stipendium in Amerika beworben. Ich stand damals 200 in der Deutschland-Liste und er hat in mir jemanden gesehen, der es unter die ersten 100 der Weltliste schaffen sollte. Was in meinen Augen völlig utopisch war, weil es einfach eine sehr große Diskrepanz ist. Das ist, wie wenn man jetzt hier auf den lokalen Fußballplatz geht und sich des Landesligisten anschaut und sagt – der spielt in vier Jahren in der Nationalmannschaft. Ich glaube, der Miro Klose hat damals relativ tief gespielt und dann schnell hoch. Das passiert einem einmal von ein paar tausend mal. Tja, und ich war einer von denen.
„Das Training ist härter geworden“
GSCHWÄTZ: Wenn man jetzt einen Vergleich ziehen müsste zwischen dem Training, das Sie damals hatten und dem heutigen Training, was hat sich verändert? Ist es härter geworden?
Waske: Ja, es ist härter geworden. Aber die Zeit, die man mit seinem Körper verbringt ist um ein vielfaches mehr geworden. Die Spieler müssen sich besser aufwärmen, sie müssen sich besser pflegen, sie müssen nach dem Training besser auf sich achten. Sie müssen besser essen. Das Ganze läuft strukturierter ab. Man macht sich genauer Gedanken, was trainiert wird. Warum in dieser Phase mehr auf das Wert gelegt wird. Das ist alles besser geworden. Als ich damals angefangen habe, da gab es einen Physiotherapeuten für ein ganzes Tournier. Heute sind fünf Physiotherapeuten da. Die Topspieler hatten alle ihren privaten Physio. Der ganze Bereich Fitness, Athletik, Coach und auch Physiotherapeut hat sich unglaublich entwickelt und wird auch sehr genutzt von den Spielern. Deswegen ist es auch möglich, dass Spieler wie Roger Federer mit 37 immer noch sehr gut spielen, weil man sehr auf den Körper achtet.
„Immer dieses bla, bla, bla“
GSCHWÄTZ: Sie haben unter anderem Tommy Haas trainiert, mit und gegen ihn gespielt. Was ist er für ein Typ Mensch?
Waske: Wenn man ihn nicht kennt, drückt Tommy Haas einem erstmal eine Kassette auf Ohr. Das habe ich schon ganz oft gemerkt. Wenn Sie jetzt mit ihm reden würden, bekämen Sie genau die gleiche Antwort wie jeder andere auch. „Ich habe gut gespielt, ich habe gut trainiert, ich freue mich auf das nächste Turnier.“ Immer dieses blablabla. Bis man da mal durch ist, muss der Tommy einem schon vertrauen und gut kennen, damit er einem dann wirklich von sich erzählt. Aber ich denke, dass er über viele Jahre festgestellt hat, dass zu viel von sich Preis geben oft nach hinten losgeht. Da ist er sehr reserviert. Trotzdem ist es der größte Tennisspieler, mit dem ich je gespielt habe. Was der Mann für Deutschland im Davis-Cup geleistet hat, wie oft er über seine Grenzen hinausgegangen ist. Da ging es nicht um finanzielles, sondern dass er immer für Deutschland eingestanden ist. Er war auch einer der ersten, der immer gesagt hat: „Als Mannschaft teilen wir“. Es war ihm immer wichtig, dass es ordentlich verteilt ist. In diesen Sachen kann ich nur in allen höchsten Tönen von ihm sprechen.
GSCHWÄTZ: Wie sieht denn ihr Alltag aus, wenn Sie Feierabend haben?
Waske: Eigentlich gibt es nur ein paar Optionen. Entweder ich treffe ich mit meinem Vater, der bei mir um die Ecke wohnt, und meiner Verlobten und wir gehen Abend essen. Oder ich treffe mich mit meinem Bruder und meinen Nichten und gehe mit ihnen auf den Spielplatz oder Eis essen oder male Bilder mit ihnen, spiele verstecken oder MauMau. Was man halt so macht, sie sind drei und fünf. Ich mache auch jedes Jahr einen Urlaub mit ihnen. Das ist mir wichtig, weil ich sie dann mal zwei Wochen am Stück sehe. Der Prozess von Schwimmflügel über ohne Schwimmflügel bis hin zum Tauchen und so weiter, da bin ich jetzt sehr eng dran. Das ist so mein Hauptteil, den ich in meiner Freizeit mache.
Abschalten in Kupferzell
GSCHWÄTZ: Waren Sie schon mal im Hohenloher Ländle und wie gefällt Ihnen Kupferzell?
Waske: Also ich war schon mehrfach in Heilbronn. Zählt das? Ansonsten war ich jetzt nicht wirklich hier und habe mir groß die Sachen angeschaut. Aber ich habe mich gestern mit Mariano, dem Jugendspieler der mit mir hier ist, unterhalten, wie angenehm es hier ist. Dieser weite Blick und die Landschaft ist entspannend für uns. Ich kann mir vorstellen, dass, wenn man hier lebt und das jeden Tag sieht, man sich dann auch nach etwas anderem sehnt. Aber für uns Städter war das sehr angenehm hier.
Im Halbfinale bei den Australien Open
Alexander Waske kommt aus Frankfurt am Main und ist ein ehemaliger (* 31. März 1975 in Frankfurt am Main) ist ein ehemaliger deutscher Tennisspieler. Der 43-Jährige ist verlobt. Seine höhste Platzierung auf der Tennis-Weltrangliste war 89 (2006) Seine größten Siege: 2005 gewann er mit der deutschen Mannschaft den World Team Cup im Düsseldorfer Rochusclub. Ebenfalls 2005 stand der damals 30-Jährige mit seinem Partner Jürgen Melzer im Doppel bei den Australian Open im Halbfinale. Mit seinem Davis-Cup-Kollegen Rainer Schüttler stand er auch im Viertelfinale von Wimbledon. Dazu feierte Alexander Waske einen großen Erfolg im Daviscup-Aufstiegsspiel 2005, in dem er mit Tommy Haas das tschechische Doppel František Čermák und Leoš Friedl in fünf Sätzen schlug. Dadurch trug er einen großen Teil zum Wiederaufstieg der deutschen Davis-Cup-Mannschaft bei. 2012 beendte Waske wegen gesundheitlicher Probleme seine tenniskarriere und arbeitet seitdem als Trainer, unter anderem hat er Tommy Haas trainiert.

Alexander Waske (links) und Marinao Hasenkopf, einer seiner Nachwuchstalente. Foto: GSCHWÄTZ
Video & Fotos: Nadja Fischer
„Ich wusste, dass ich gegen ihn keine Chance habe“: ebm-papst-Marathon in Niedernhall
// 3.400 Teilnehmer und 10.000 Zuschauer waren auch dieses Jahr wieder beim ebm-papst-Marathon am 8. und 9. September 2018 in Niedernhall dabei.
Familienfest mit Wettkampfcharakter
Am Samstag und Sonntag, 8. und 9. September 2018, wurde das Kochertal wieder zur Laufstrecke. Rund 3.400 Teilnehmer und tausende Zuschauer machten die 23. Auflage des ebm-papst-Marathons in Niedernhall zu einer gelungenen Kombination aus Sportevent und Familienfest. Zum ersten Mal wurden auf der Halbmarathondistanz in diesem Jahr die baden-württembergischen Meister ermittelt.
Kinderläufe immer beliebter
“Ich freue mich, dass der Lauf immer mehr in Richtung Familie geht. Das ist großartig”, sagte Hauke Hannig, Pressesprecher von ebm-papst. Auch die Kinderläufe haben von Jahr zu Jahr Zuwachs zu verzeichnen. Ein Beweis dafür ist der 16-jährige 10-Kilometer-Sieger Till Federolf. In früheren Jahren war er Teilnehmer bei den Kinderläufen. 2017 ging er zum ersten Mal über die zehn Kilometer an den Start und wurde Achter. Dieses Jahr gewann er in einer Zeit von 35:17 Minuten.
Die Veranstalter, der Polizeisportverein Hohenlohe und ebm-papst, legen jedes Jahr viel Wert auf eine Wohlfühlatmosphäre für Läufer und Zuschauer. Das kommt an – bei Breiten-, aber auch Leistungssportlern. “Ein tolles Beispiel dafür sind auch die vielen Unternehmen, die jedes Jahr beim ebm-papst Marathon mit ihren Laufgruppen antreten”, so Hannig.
Schnellste Frau auf der kurzen Distanz war Laura Kuhnle vom TSV Weißbach in 38:19 Minuten. “Mein Ziel war es, unter 45 Minuten zu bleiben”, meinte die 30-Jährige. Das schaffte sie deutlich. “Ich laufe einfach so, dass ich am Limit bin, ganz ohne Uhr.” Mit dem Sieg hatte Kuhnle im Vorfeld nicht gerechnet.

Till Federolf, Gewinner des Zehn-Kilometer-Laufs beim ebm-papst-Marathon 2018. Foto: ebm-Papst
„Ich wusste, dass ich gegen ihn keine Chance habe“
Dagegen war Daniel Noll vom TSV Glems als Mitfavorit über die Halbmarathon-Distanz ins Rennen gegangen. Nach 1:12:17 Stunden hatte er die 21 Kilometer bewältigt und ist damit auch baden-württembergischer Meister. “Ich war vom Start weg alleine, was ein Rennen umso schwieriger macht”, sagte Glems. “Es lief aber gut. Ich bin zwar schon schneller gelaufen, aber es ist auch keine Bestzeitenstrecke, da sie schon einige Höhenmeter hat.” Auf Rang zwei zeigte sich Pascal Schäfer (TSG Heilbronn) zufrieden. “Ich wusste ja, dass Daniel am Start ist und ich gegen ihn keine Chance habe”, gestand er. “Am Ende war ich 20 Sekunden über meiner Bestzeit, was für diese Strecke echt gut ist.”
Den Landesmeistertitel der Frauen holte sich Christine Schleifer (Tri-Team Heuchelberg). “Mit der Zeit bin ich nicht gerade zufrieden”, sagte sie nach ihrer ersten Teilnahme beim ebm-papst-Marathon. “Ich habe mich heute auch nicht wohl gefühlt. Aber es ist schön, dass ich den Titel gewinnen konnte. Das ist hier eine schöne Strecke und auch die Atmosphäre war gut.” 1:18:43 Stunden war sie unterwegs.
„Die Strecke ist schön, aber anstrengend“
Die doppelte Strecke bewältigte Martin Schwab in 2:48:40 Stunden. Er verteidigte damit seinen Marathon-Sieg aus dem vergangenen Jahr. “Ich habe etwas länger gebraucht als letztes Jahr, deshalb bin ich nicht ganz zufrieden”, sagte er. Ab Kilometer 19 setzte er sich ab und lief dann alleine. “Die Strecke ist schön, aber anstrengend”, sagte er. “Ich hatte allerdings einen guten Führungsradfahrer neben mir, der mich motiviert hat.”
Zusätzliche Motivation benötigte Marathonsiegerin Sandra Fätsch (TSV Kandel) nicht. 42 Kilometer sind für die Ultraläuferin eine Trainingseinheit. Fätsch, deutsche Vizemeisterin über 100 Kilometer in der Altersklasse W55, bereitet sich derzeit auf einen 94-Kilometer-Lauf in Lanzarote vor, bei dem es zudem 3100 Höhenmeter zu bewältigen gibt.

Startschuss des ebm-papst-Marathons 2018. Foto: ebm-Papst
Trainingsgruppen für Anfänger
Den Veranstalter sind aber auch die Breitensportler wichtig. Im zweiten Jahr gibt es nun schon die Trainingsgruppe 0-10-21, bei der Anfänger an das Laufen herangeführt werden. “Ich freue mich richtig, wenn die Teilnehmer ins Ziel kommen”, sagt Ulrich Hauber, einer der Trainer. Er selbst war bereits zum 20. Mal in Folge in Niedernhall dabei. “Es hat richtig Spaß gemacht, als Trainer mitzuarbeiten”, sagte er. “Es ist eine tolle Erfahrung, mit Anfängern zu arbeiten”, bestätigt auch Wettkampfleiter Uwe Richlik, der ebenfalls zum Trainerteam gehörte.
Eröffnet wurde der ebm-papst-Marathon auch in diesem Jahr bereits am Samstag von den Nordic Walkern. 317 Teilnehmer wagten sich auf die Strecken über 7,5 und 12,5 Kilometer. “Die ersten zwei, drei Kilometer waren schon etwas steil. Ansonsten war es schön wie immer”, meinte der Dimbacher Manfred Kenner.
Quelle: Pressemitteilung von ebm-papst vom 09. September 2018
Zeugen gesucht: Unfall auf der B19
Da der Hergang eines Unfalls am Donnerstag, den 06. September 2018, kurz nach 16 Uhr, nicht klar ist, erhoffen sich Beamte des Polizeireviers Künzelsau Hinweise von Zeugen.
Der Unfall ereignete sich auf der B19 bei Gaisbach an der Einmündung zur L 1051 zwischen einem Mercedes Sprinter und einem Mercedes Kombi. An den Fahrzeugen entstand dabei ein Sachschaden von zirka 7.000 Euro. Die beiden 26- und 30-jährigen Unfallbeteiligten blieben unverletzt, machen aber verschiedene Angaben darüber, wie der Unfall abgelaufen ist.
Daher werden Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben gebeten, sich mit dem Polizeirevier Künzelsau unter der Telefonnummer 07940 9400 in Verbindung zu setzen.
Quelle: Polizeipräsidium Heilbronn
Künzelsau-Taläcker: Rettungshubschrauber vor Ort
Am Freitag, den 07. September 2018, gegen 18.30 Uhr traf in Künzelsau-Taläcker ein Rettungshubschrauber ein.
Patrick Rössler, vom Polizeipräsidium Heilbronn, teilte auf GSCHWÄTZ-Nachfrage mit: „Es war ein medizinischer Notfall. Da ein Rettungshubschrauber benötigt wurde, war die Polizei zur Sperrung, damit der Hubschrauber laden kann, vor Ort.“
Laut Quelle vor Ort sei ein Mann gestürzt und hat sich eine Kopfverletzung zugezogen.

Rettungshubschrauber in Künzelsau-Taläcker.
Foto: GSCHWÄTZ
Welches Instrument ist das richtige?
Die Jugendmusikschule Künzelsau bietet von Montag, den 17. September 2018, bis Freitag, den 21. September 2018 eine Schnupperwoche an. Die Kinder können den Unterricht eines Schülers oder eine Schnupperstunde besuchen.
Die Schnupperwoche bietet die Möglichkeit verschiedene Musikinstrumente auszuprobieren und kennenzulernen. „Wir Lehrer wollen das Kind und die Eltern beraten und unterstützen bei der Wahl des Instrumentes“, so der Musikschulleiter Jürgen Koch. Die Teilnahme ist kostenfrei.
Von der Gitarre bis zur Tuba
Folgende Fächer und Instrumente werden angeboten: Gesang, Gitarre, E-Gitarre, Trompete, Horn, Klavier, Schlagzeug, Violine, Viola, Violoncello, Blockflöte, Querflöte, Klarinette, Saxophon, Posaune, Euphonium, Tuba.
Um eine kurze Voranmeldung für eine Schnupperstunde bei den Tagen des offenen Unterrichts wird gebeten bei Stefan Bender, Fachbereichsleiter Blasinstrumente und Stadtkapellmeister, E-Mail stefan.bender@kuenzelsau.de, Mobil 0151 58495667 – gerne auch per WhatsApp, oder Telefon 07937 7839082.
Anmeldeformulare und Informationen gibt es bei der Jugendmusikschule Künzelsau, Jürgen Koch und Katerina Kaminski, Telefon 07940 931800 oder 07940 931801.
Quelle: Stadtverwaltung Künzelsau
Rothenburg: die holde Maid und der Ritter
Eine Ritterschar im Lager, Truppen aus dem 30jährigen Krieg und ein Gerichtsverfahren im Mittelalter – das erwartet Besucher von Freitag, den 07. September 2018, bis Sonntag, den 09. September 2018, in Rothenburg ob der Tauber.
Die historischen Gruppen, die in originalgetreuen Rüstungen und Gewändern in der Stadt in den Lagern kampieren, lassen die goldenen Tage der Freien Reichsstadt Rothenburg aufleben.
Zu den Höhepunkten an den Reichsstadt-Festtagen gehören der Einzug der historischen Gruppen in die Altstadt und das Fassadenfeuerwek am Rathaus. Auch das Lagerleben, Schlaglichter in der Stadt und ein mittelalterlicher Markt sind geboten.
Eintritt frei.

Das diesjährige Programm der Reichsstadt-Festtage in Rothenburg ob der Tauber.
Foto: Rothenburg Tourismus Service

Das diesjährige Programm der Reichsstadt-Festtage in Rothenburg ob der Tauber.
Foto: Rothenburg Tourismus Service
Quelle: Pressemitteilung Rothenburg Tourismus Service
Ingelfingen: Nächtliche Polizeikontrolle
Bei zwei Verkehrskontrollen in Ingelfingen, die am Mittwochmorgen, den 05. September 2018, von 10.45 Uhr bis 12.00 Uhr, und am späten Abend, zwischen 23.30 Uhr und 1 Uhr, in der Künzelsauer Straße in Ingelfingen durchgeführt wurden, beanstandete die Künzelsauer Polizei vier Fahrzeuge wegen technischer Mängel. Drei Fahrzeuglenker hatten ihren Sicherheitsgurt nicht angelegt, an einem Fahrzeug war der Termin zur fälligen Hauptuntersuchung verstrichen und in einem Fall wurde ein Kind ohne die vorschgeschriebene Sicherung transportiert.
Künzelsauer Inkasso-Unternehmen – Opfer von „haltlosen Anschuldigungen“
Am Dienstag, den 04. September 2018, wurde in der Facebook-Gruppe ‚Du weißt, dass du aus Künzelsau und Umgebung bist, wenn …’ einen Link zu einer Berichterstattung der Internetseite Gerlachreport.de gepostet. Darin wurde dem Künzelsauer Inkasso-Unternehmen GPW Inkasso GmbH und auch dessen Geschäftsführer Dieter Morscheck unter anderem Betrug unterstellt. Weiter steht in dem Artikel, dass die Staatsanwaltschaft Stuttgart gegen Dieter Morscheck und sein Unternehmen ermitteln würde.
Morscheck: „Erlogene und haltlose Anschuldigungen“
Geht man auf die Internetseite von GPW Inkasso GmbH findet man eine Mitteilung von Morscheck. Darin heißt es unter anderem: „Ich möchte Sie darüber informieren, dass die Berichte des Gerlachreport’s über mich als Privatperson, als auch die Informationen über die GPW Inkasso GmbH erlogen und haltlos sind.“
GSCHWÄTZ hat bei Dieter Morscheck angefragt, wie es zu den Beschuldigungen gekommen ist.
Morscheck: „Mir wurde versichert, dass keinerlei Strafanzeigen vorliegen.“
GSCHWÄTZ: Ihnen wird vom Gerlachreport unter anderen Betrug vorgeworfen und auch, dass es Ermittlungen gegen Sie gäbe. Stimmt das?
Morscheck: Ich hatte letzte Woche persönlich bei den Behörden angefragt, ob irgendwelche Strafanzeigen gegen mich oder die GPW vorliegen. Mir wurde versichert, dass keinerlei Strafanzeigen vorliegen.
GSCHWÄTZ: Können Sie sich erklären warum Rainer von Holst, der Betreiber vom Gerlachreport, diesen Text geschrieben und veröffentlichet hat?
Morscheck: Seit geraumer Zeit sind wir die GPW Inkasso GmbH in Sachen Enercrox, Halbstrom, Firmenwelten usw. tätig und haben dies auch auf unserer Homepage veröffentlicht. Ein Rainer von Holst , alias Peter Klein oder Jan Faber ist der Betreiber dieser Unternehmen und wird seit zwei bis drei Jahren per Haftbefehl gesucht. Es ist bekannt, dass er sich in die USA abgesetzt hat. Von dort aus betreibt er den sogenannten Gerlachreport. Es gibt dort keine Mitarbeiter oder wie angegeben wird irgendwelche Reporter, sondern lediglich von Holst und seine Tochter, gegen die in Bielefeld, Bremen und Augsburg Verfahren anhängig sind. So zumindest steht es in diversen Berichten. Sämtliche Personen, gegen die er dort berichtet, werden von ihm erpresst. Uns versuchte er dahingehend zu erpressen, unsere Akten gegen ihn zu schließen und die Firmennamen von unserer Homepage zu nehmen. Zudem sollen wir unsere Finger von einem anderen Fall, der nicht gegen ihn gerichtet ist, lassen. Andere Personen und Unternehmen hat er dahingehend erpresst, monatliche Zahlungen an ihn zu leisten, damit er nicht negativ über sie im Gerlachreport berichtet. Außer den oben bereits erwähnten Staatsanwaltschaften ermittelt die Generalstaatsanwaltschaft Zentralstelle Cybercrime Bamberg gegen den Gerlachreport. Hauptproblem für die Staatsanwaltschaft ist, dass das Unternehmen Newsroom LLC, die Namensrechte Gerlachreport hat er gekauft, in den USA registriert ist und sich der Server nicht im Zugriffsbereich der Generalstaatsanwaltschaft befindet. Von Holst wirbt damit, dass der Gerlachreport heute in der Lage ist, „Mit der Berichterstattung Unternehmen und Personen in der Öffentlichkeit zu beschädigen oder zu zerstören“
Flugblätter verteilt
GSCHWÄTZ: Haben Sie schon Strafanzeige gegen Rainer von Holst gestellt?
Morscheck: Wir sind gerade dabei, weiteres Material zu sammeln. Kontakt zu der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg besteht, der Staatsanwalt ist darüber informiert.
GSCHWÄTZ: Wie wurden Sie auf den Artikel von Rainer von Holst aufmerksam?
Morscheck: Ich erhielt viele Anrufe.
GSCHWÄTZ: Hatte diese Berichterstattung schon Auswirkungen auf Ihr Unternehmen?
Morscheck: Ja. Einige Mandanten kündigten ohne nachzufragen erteilte Mandate. Nicht so schön war, dass eine unbekannte Person, nachdem die Veröffentlichung in „ Du weißt dass du aus Künzelsau und Umgebung bist…“ von der Seite gelöscht wurde, den Artikel des Gerlachreports ausdruckte und in den Briefkästen in Künzelsau verteilte. Ich finde dies beschämend.
Keinerlei Ermittlungen gegen Morscheck und GPW Inkasso
Heiner Römhild, erster Staatsanwalt der Staatanwaltschaft Stuttgart, äußerte sich auf GSCHWÄTZ-Nachfrage: „Ich kann bestätigen, dass keinerlei Ermittlungen gegen die Privatperson Dieter Morscheck und dem Unternehmen GPW Inkasso GmbH laufen.“
Auf GSCHWÄTZ- Nachfrage bei der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg, ob und warum gegen von Holst ermittelt wird, antwortete uns Lukas Knorr, Leitender Oberstaatsanwalt: „Bitte haben Sie Verständnis, dass wir aufgrund der laufenden Ermittlungen derzeit leider keine Auskünfte zum Verfahren geben können.“
GSCHWÄTZ hätte gerne von Holst um eine Stellungnahme gebeten, jedoch findet man keinerlei brauchbare Kontaktdaten.
250 Putztücher für eine 1.000-Euro-Spende
Am Mittwoch, den 05. September 2018, hat das Albert-Schweitzer-Kinderdorf in Waldenburg eine 1.000 Euro-Spende von Nicole Dörr erhalten. Um diese Spende überreichen zu können, musste die 44-jährige 250 Sweethearts verkaufen.
250 Putztücher für einen 1.000 Euro Scheck
Nicole Dörr aus Dörrenzimmern ist seit sieben Jahren proWIN-Beraterin und verkauft Reinigungmittel. Sie hatte von Januar 2018 bis April 2018 Zeit, um 250 Sweethearts (Putztücher in Herzform) zu verkaufen – und war erfolgreich.

Nicole Dörr aus Dörrenzimmern verkaufte 250 Sweethearts und schaffte es so dem Albert-Schweitzer-Kinderdorf in Waldenburg eine 1.000 Euro Spende zukommen zu lassen.
Foto: GSCHWÄTZ
„Ich hatte Tränen in den Augen als ich auf der Internetseite vom Albert-Schweitzer-Kinderdorf war“
Prowin stellte den Scheck und Nicole Dörr durfte entscheiden, an wen die 1.000 Euro gehen. Sie entschied sich für das Albert-Schweitzer-Kinderdorf in Waldenburg. „Ich wollte, dass das Geld jemanden in der Region zugutekommt. Als ich auf der Internetseite vom Albert-Schweitzer-Kinderdorf war, hatte ich Tränen in den Augen. Ich bekomme jetzt noch Gänsehaut, wenn ich an die Schicksale der einzelnen Kinder denke“, erzählt Dörr, die selbst einen achtjährigen Sohn hat.
Wofür setzt das Albert-Schweitzer-Kinderdorf die 1.000 Euro ein? „Das neue Schuljahr steht schon vor der Tür und nach dem ersten Schultag kommen die Kinderdorfkinder mit einer langen Liste nach Hause, was für das Schuljahr benötigt wird. Hefte, Stifte, Bücher, Zirkel, Taschenrechner, Zeichenblöcke und vieles mehr – da kommt bei einer Großfamilie schon eine stolze Summe zusammen. In diesem Jahr sind auch fünf Schulanfänger darunter, die mit Schulranzen, Turnbeutel und natürlich einer Schultüte ausgestattet werden. Etliche Kinderdorfkinder haben aufgrund ihrer Vorgeschichte mit Lernschwierigkeiten zu kämpfen. Um die Kinder zu unterstützen, erhalten sie zusätzliche Lernmaterialien und Nachhilfeunterricht“, erklärt Eva Seibel, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit des Albert-Schweitzer-Kinderdorf in Waldenburg.
Unterstützung wird immer benötigt
„Wir freuen uns immer über neue Vereinsmitglieder. Ein Kinderdorf aber kann nur gedeihen, wenn es von vielen Menschen getragen wird, die dem Verein ein starkes Fundament geben. Der Mitgliedsbeitrag beträgt 12 Euro im Jahr und der Mitgliedsantrag kann auf der Homepage des Albert-Schweitzer-Kinderdorfes auch heruntergeladen werden. Das Konzept des Albert-Schweitzer-Kinderdorfes ist auf die Unterstützung von Spendengeldern angewiesen. Kinder, die aus hochbelastenden Lebensumständen kommen, brauchen langfristige, verlässliche Bindungen an feste Bezugspersonen, um sich gesund entwickeln und wieder Vertrauen in sich und ihre Umwelt fassen zu können. Dabei werden die Kinder unterstützt durch ein breites Angebot pädagogischer Fachkräfte“, so Seibel.

Die Scheckübergabe im Albert-Schweitzer-Kinderdorf Waldenburg.
Foto: Albert-Schweizer-Kinderdorf