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Kidnapping in Criesbach

Mit einem Messer bedrohte ein 43-jähriger Moldauer am vergangenen Freitag, den 28. September 2018, in Criesbach einen 23-jährigen BMW-Fahrer und erzwang hierdurch eine fast dreistündige Irrfahrt über zirka 200 Kilometer durch den Hohenlohekreis. Gegen 7.30 Uhr, befand sich der junge Mann mit seinem schwarzen BMW der 1er- Reihe im Bereich der Einmündung der Kochertalstraße in Ingelfingen-Criesbach. Dem 43-Jährigen gelang es in das Auto des Geschädigten einzusteigen. Unter Messerandrohung zwang er den Fahrer loszufahren. Die Fahrt ging in Richtung Innenstadt Künzelsau in die Stuttgarter Straße. Auf Höhe einer dortigen Bäckerei stieg der mutmaßliche Täter kurz aus und soll hierbei auch Passanten in einer nicht-deutschen Sprache angesprochen haben. Bis zu einer Baustelle in Dörzbach ging anschließend die Irrfahrt weiter. Schlussendlich konnte sich der 23-Jährige dort mit Hilfe mehrerer Bauarbeiter aus der bedrohlichen Lage befreien. Der Tatverdächtige konnte vorläufig festgenommen werden und sitzt zwischenzeitlich auf Antrag der Staatsanwaltschaft Heilbronn, Außenstelle Schwäbisch Hall, in Untersuchungshaft. Die Kriminalpolizei Künzelsau sucht Zeugen des Vorfalls. Insbesondere die unbekannte Passanten die in der Künzelsauer Innenstadt von dem Moldauer in fremder Sprache angesprochen wurden, werden darum gebeten, sich bei der Kriminalpolizei Künzelsau, Telefon 07940/940 0, zu melden.

 

Quelle: Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft und des Polizeipräsidiums Heilbronn, Aussenstelle Schwäbisch Hall

Foto: GSCHWÄTZ/Archiv




Halloweenparty mit den TETs in Forchtenberg

Das Volksbildungswerk Forchtenberg veranstaltet am Samstag, den 27. Oktober 2018, in der alten Turnhalle in Forchtenberg (Mühlweg 13) eine Halloweennacht. Einlass ist um 20.30 Uhr; Beginn 21 Uhr. Die Partyband TETs sorgt für Musik und gute Stimmung. Eintritt: 8 Euro im Vorverkauf. 9 Euro an der Abendkasse.
Vorverkaufsstellen: Mexx‘s Getränkeservice in Forchtenberg; Tabak Brückbauer in Künzelsau; Bürgerbüro im Rathaus Forchtenberg
Einlass ab 16 Jahren (mit „Muttizettel“).

Quelle: Volksbildungswerk Forchtenberg

Fotos: Volksbildungswerk Forchtenberg

 

 




Entsetzte Kinderaugen in Gommersdorf: Baumhaus muss abgerissen werden

Sehr kreativ waren Kinder in Gommersdorf. Sie bauten über den Sommer ein Baumhaus an der Jagst. Nun sind Behörden eingeschritten und ordneten an, das Baumhaus abzureissen.

Ein Sommermärchen geht zu Ende

Leider scheint es unseren Kindern in der heutigen Zeit nicht mehr vergönnt zu sein sich in der Natur auszuleben. Seltene Bachforellen, Muscheln und Vögel haben Vorrang! Um diese nicht zu vertreiben, mussten die Gommersdorfer Teenager ihr Baumhaus an der Jagst wieder abbauen. Sie hatten so viel Spaß beim Bauen und Baden und haben nach der Meinung vieler vom Ort Großes geleistet. Das sahen die zuständigen Mitarbeiter vom Landratsamt zwar genauso, aber dennoch bestand man darauf, dass das Erbaute innerhalb kürzester Zeit wieder verschwinden musste. Auch das vielleicht kommende Hochwasser spielte dabei eine Rolle, wenngleich das Baumhaus so hoch war, dass somit nicht nur dieses, sondern auch halb Gommersdorf unter Wasser gestanden wäre.
Schade nur, dass man unseren Kindern in der Natur keinen Raum mehr gibt und somit Alternativen wie Handy, PC, Fernsehen und Playstation gefördert werden.

FOTOS & TEXT // SUSANNE DÖRR

[Anm. d. Red.: Laut Susanne Dörr mussten die Kinder aus Gommersdorf das Baumhaus, das am Sportplatz an der Brücke stand, in zwei Tagen niederreißen. Herr Höfner vom Landratsamt bedauerte wohl den Beschluss. Der Entscheid kam scheinbar von der Landesregierung Baden-Württemberg. Diese hat sich auf GSCHWÄTZ-Nachfrage bislang noch nicht dazu geäussert.]




Stundenlohn von 3,16 Euro – Lohnt sich arbeiten überhaupt noch?

Rita* ist 34 Jahre alt, wohnt im Kochertal, und ist alleinerziehende Mutter eines achtjährigen Sohnes. Sei geht arbeiten und bekommt finanzielle Unterstützung vom Staat. Die Bundesagentur für Arbeit errechnet ihr als Regelbedarf 712 Euro monatlich. 416 Euro für Rita und 296 Euro für ihren Sohn. Der Mehrbedarf für Alleinerziehende beträgt in Ritas Fall 49,92 Euro. Dazu kommen die Grundmiete und die Nebenkosten für die beiden mit 475 Euro. Somit hat Rita einen Gesamtbedarf von 1.237,52 Euro zur Verfügung. Zusätzlich hat sie einen Job.

„Ich möchte meinem Sohn ein Vorbild sein und bin vormittags, während er in der Schule ist, als Reinigungskraft arbeiten“, erzählt Rita. In ihrem Job verdient sie 650 Euro netto. Auf ihren Verdienst bekommt sie einen Freibetrag von 237,50 Euro, somit werden ihr 412,50 Euro als Einkommen angerechnet. „Der Grundfreibetrag ist 100 Euro hoch. Zusätzlich werden nach Abzug des Grundfreibetrages noch 20 Prozent des Einkommens als Freibetrag angerechnet“, erklärt Petra Fischer von der Bundesagentur für Arbeit. Für Ritas Gesamteinkommen fließen auch der Kindesunterhalt und das Kindergeld mit ein. Somit hat sie ein Gesamteinkommen von 807,50 Euro. Zieht man nun das Gesamteinkommen vom Gesamtbedarf des Zwei-Personen- Haushaltes ab, erhält Rita von der Bundesagentur für Arbeit monatlich einen Betrag von 430,02 Euro auf ihr Konto. Ihr Lohn, der Kindesunterhalt, das Kindergeld und die Unterstützung von der Bundesagentur für Arbeit ergeben zusammen 1.475,02 Euro. Sie zahlt 615 Euro Miete und ihre Monatsfahrkarte zur Arbeit kostet 86 Euro. Zieht man die Beträge ab, bleiben ihr im Monat 774,02 Euro für sich und ihr Kind zum Leben.

Die Krux: Dadurch dass Rita soziale Unterstützung bekommt, darf sie von ihrem Verdienst nur 237,50 Euro von 650 Euro behalten. Wenn man dieses Gehalt auf die geleisteten Arbeitsstunden umrechnet, bleibt ein Stundenlohn von gerade mal 3,16 Euro.

Lieber zu Lidl als zum Tafelladen

„Die meisten Kleidungsstücke kaufe ich im DRK-Kleiderladen in Künzelsau. Das ist ein Second-Hand-Laden für Kleidung. Da bekomme ich Hosen für unter zehn Euro. Manchmal hängt an einer Jeans sogar noch das Etikett dran, auf dem der Ladenpreis steht. Ich habe mal eine Jeans, die scheinbar 120 Euro gekostet hat, für vier Euro im DRK-Kleiderladen gekauft“, so die 34-Jährige.

„Ich frage mich auch jeden Tag: Lebe ich für den Moment oder lege ich Geld auf die Seite? Aber dann entscheide ich mich meist, das Geld für meinen Sohn zu investieren. Er hat zwar nicht immer das Neueste vom Neusten, aber ich gebe mein Bestes.“

„Mitarbeiter der Agentur für Arbeit nicht immer feinfühlig“

Mit dem zur Verfügung stehenden Geld kommt sie ganz gut zurecht. Sie kauft ihre Lebensmittel nicht bei der Tafel ein, denn: „Ich brauch‘ das nicht. Lidl und Netto sind auch günstig und wenn man darauf achtet, was gerade im Angebot ist, kann man da auch viel Geld sparen.“ Ihr Sohn isst in der Schule zu Mittag. Das Mittagessen dort kostet drei Euro. „Dieses Geld muss ich vorstrecken. Die Agentur für Arbeit übernimmt zwei Euro und den einen Euro muss ich selbst zahlen. Dafür muss ich natürlich einen Antrag ausfüllen, meine Lohnabrechnungen einreichen, meine Kontoauszüge und meine Kundeninformationen meiner Bank offenlegen und einen Nachweis der Unterhaltszahlung vorlegen. Alles ist immer mit sehr viel Bürokratie verbunden und die Mitarbeiter der Agentur für Arbeit gehen nicht immer feinfühlig mit einem um.“

Nach dem Frauenhaus wieder von Null angefangen

Susanne* packte nur das Nötigste ein und floh mit ihren vier Kindern vor ihrem Mann. Sie kam ins Frauenhaus Hohenlohe. Das Frauenhaus ist aber nur eine kurze Zwischenstation, denn sie muss sich ein neues Leben aufbauen. In Künzelsau, wo sie niemanden kennt. Sie braucht eine Wohnung, in der fünf Personen Platz finden. Die Wohnung muss eingerichtet werden und sie und die Kinder benötigen Kleidung. Das Jobcenter unterstützt sie – bis zu einem gewissen Grad. Für alles, was sie für den Neustart benötigt, bekommt sie einen Betrag zur Verfügung gestellt. Eine Sitzgelegenheit für das Wohnzimmer darf bis zu 105 Euro kosten. Für Töpfe, Geschirr, Gläser, Besteck, Pfanne, Geschirrtücher, Abfalleimer, Besen und alle nichtelektrischen Küchengeräte bekommt sie für ihren Fünf-Personen-Haushalt 157 Euro. Für die Waschmaschine darf Susanne 260 Euro ausgeben. Vier Matratzen für insgesamt 266 Euro, ein Kinderbett für 40 Euro, fünf Decken und Kissen für 200 Euro. Die Bettwäsche dazu bis zu 100 Euro.

„Als ich Gardinen kaufen wollte, musste ich erst zum Hela in Künzelsau und mir schriftlich ein Angebot holen, das nur ein paar Tage gültig ist. Dann muss ich zum Jobcenter und das Angebot dort abgeben. Wenn man im Jobcenter länger für die Bearbeitung braucht, muss ich nochmal zum Hela und mir nochmal ein schriftliches Angebot zu demselben Produkt geben lassen. Nach dem dritten Mal denken die Verkäufer dort bestimmt auch, dass ich komisch bin oder sie ärgern will. Aber was soll ich tun?“, erzählt Susanne etwas beschämt.

200 Euro für Kleidung für vier Personen

Da Susanne bei ihrer Flucht nicht kofferweise packen konnte, benötigten sie und ihre Kinder auch Kleidung. „Wir haben insgesamt 200 Euro für uns vier und 55,50 Euro für mein Baby für Kleidung bekommen. Man hat mir aber erst einmal Vorwürfe gemacht, wieso ich nicht mehr von zu Hause mitgenommen hatte und nur mit einer Tasche los bin“, so die 39-Jährige.

„Ein Computer ist kein notwendiger Bedarf“

Susanne muss sich viel vom Mund wegsparen: „Meine Tochter braucht für die Schule eigentlich einen Computer. Der ist aber teuer. Natürlich habe ich nach einem Zuschuss gefragt. Die Antwort war aber: Nein.“ In dem Schreiben hießt es: Leider handelt es sich bei einem PC nicht um einen notwendigen Bedarf im Sinne des SGB II (nach dem Zweiten Sozialgesetzbuch).

Wer Anspruch auf staatliche Unterstützung hat, sollte sich optimalerweise gut auskennen im Paragrafendschungel.
Foto: lmago

Caritas spendete ihr 200 Euro

Als Susannes zweite Tochter zur Reha musste, bekam sie eine Liste, auf der stand, welche Kleidungsstücke und wie viele von den einzelnen Kleidungsstücken ihre Tochter mitbringen solle. „So viele Klamotten hatten wir nicht. Sie brauchte eine Regenjacke und so vieles mehr. Für die Zusatzkleidung kam das Jobcenter nicht auf. Ich habe dann bei der Caritas angefragt. Die hatten leider keine passende Kleidung, aber sie haben mir 200 Euro gespendet, damit ich die Kleidung kaufen konnte“, berichtet die vierfacher Mutter. Ein großes Lob für die Mutter ist, wenn ihre Kinder erzählen, dass ihre Mitschüler kaum glauben können, dass sie Hartz IV beziehen, „weil sie ja alles haben.“ Zumindest schaut es nach außen so aus. So eine Außenwirkung ist Susanne lieber. Besser als: „Schaut mal, die haben wenig Geld zur Verfügung Geld.“

Aussicht auf bessere Zeiten

„Ich habe nächste Woche ein Probearbeiten als Reinigungskraft“, freut sich Susanne. Das Problem: Der Job ist abends. „Ich habe hier keine Familie, aber mittlerweile Freunde, auf die ich mich verlassen kann. Somit kann ich ein paar Stunden arbeiten gehen. Meine Freundin passt in dieser Zeit auf meine Kinder auf. Sie arbeitet vormittags. Ich habe ihre Kinder, wenn Ferien sind. Man muss sich arrangieren und sich gegenseitig helfen.“

*Namen wurden von der Redaktion geändert

Das Jobcenter zahlt die staatliche Unterstützung an die Betroffenen aus.

Hartz IV-Bezieher in Hohenlohe

Auf GSCHWÄTZ-Nachfrage hat uns Petra Fischer von der Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofshim einige Fragen zu Hartz IV beantwortet.

GSCHWÄTZ: Wie hoch ist der aktuelle Harz-IV-Betrag im Hohenlohekreis?

Fischer: Für einen alleinstehenden Empfänger von Arbeitslosengeld-zwei-Leistungen liegt der monatliche Satz bei 416 Euro. Für volljährige Mitglieder einer Bedarfsgemeinschaft liegt der Satz bei 374 Euro. Kinder bis fünf Jahre erhalten 240 Euro monatlich. Für Kinder von sechs bis 14 Jahren liegt der Satz bei 296 Euro. Bei Jugendlichen zwischen 15 und 17 Jahren liegt er bei 316 Euro.

GSCHWÄTZ: Wie hoch ist die finanzielle Unterstützung bei der Anschaffung von Schulmaterial?

Fischer: Insgesamt 100 Euro: zum Schuljahresbeginn zum 1. August 70 Euro und zum 1. Februar 30 Euro.

GSCHWÄTZ: Wie viele Harz-IV-Empfänger hat der Hohenlohekreis?

Fischer: Der Stand im Mai 2018 liegt bei 2.510 Regelleistungsberechtigten.

GSCHWÄTZ: Wie viele erwerbstätige Leistungsbezieher hat der Hohenlohekreis?

Fischer: Erwerbstätige, erwerbsfähige Leistungsbezieher gibt es, laut dem Stand von Februar 2018, 460 im Hohenlohekreis.




FRISCH GEDRUCKT: UNSERE OKTOBER-AUSGABE

// Pflege-Skandal in Krautheim – Verdreckte Räume, weggebrachte Patienten, dünne Suppe: Überarbeitete Mitarbeiter und alleingelassene Heimbewohner

// Schlammschlacht zwischen Künzelsau und Washington  – Rufmord nach Plan oder wer ist hier der böse Bube?

// Neues Wahrzeichen in Öhringen? Der Verein PrimaKlimaWest möchte den Bau verhindern

// Baumhaus vor dem Aus – Gommersdörfer sind fassungslos

Die Titelseite der aktuellen Oktober-Ausgabe 2018.

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Wir lieben unser Ländle.




Dörzbach: Explosion durch Hund

Zu einer Explosion kam es in einer Dachgeschosswohnung in der Dörzbacher Goldbachstraße, nachdem vermutlich ein Hund den Herd angemacht hatte. Der 52-jährige Bewohner der Dachgeschosswohnung ließ auf seiner Herdplatte einen Campinggaskocher stehen und verließ gegen 8 Uhr die Wohnung. Während seiner Abwesenheit schaffte es sein, sich alleine im Raum aufhaltender American-Stafford-Terrier, die Herdplatte einzuschalten. Zirka zwei Stunden, nachdem der 52-Jährige seine Wohnung verlassen hatte, vernahmen die weiteren Hausbewohner einen lauten Knall. Es stellte sich heraus, dass die volle Gaskartusche des Campingkochers durch die Hitze des eingeschalteten Herdes explodierte. Durch die Druckwelle rutschten mehrere Ziegel vom Dach. Außerdem wurde ein Dachfenster herausgerissen und der komplette Herdbereich zerstört. Allem Anschein nach passierte dem Hund aber nichts. Er wies keine sichtbaren Verletzungen auf. Der entstandene Sachschaden wird auf zirka 5.000 Euro geschätzt.

Quelle: Pressemitteilung der Polizei Heilbronn

Foto: adobe stock




Siebenjährige schwer verletzt

Schwer verletzt musste ein Mädchen am Dienstagmittag, den 25. September 2018, nach einem Verkehrsunfall in Neuenstein mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden. Ein 25-Jähriger war mit seinem Toyota auf der Friedrichsruher Straße in Richtung Ortsmitte unterwegs, als plötzlich ein Kind von rechts vom Gehweg auf die Straße sprang. Trotz Vollbremsung konnte der Fahrer des Toyotas nicht verhindern, dass die Siebenjährige vom Pkw erfasst und zu Boden geschleudert wurde. Mit schweren Verletzungen wurde sie ins Krankenhaus geflogen. Am Auto entstand Sachschaden in Höhe von zirka 2.000 Euro.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn




Vorerst keine Kunsteislaufbahn in Künzelsau

Seit der letzten Gemeinderatssitzung am 18. September 2018 ist klar: Die Künzelsauer werden vorerst auf eine Kunsteislaufbahn verzichten müssen. Bürgermeister Stefan Neumann hat den Beschlussantrag der Stadtverwaltung im Lauf der Beratung zurückgezogen. Im Gemeinderat wurden die Kosten durchaus kritisch gesehen und der Bedarf hinterfragt.

Neue Weihnachtsbeleuchtung

Dennoch winkte der Gemeinderat in dieser Sitzung über 1,6 Millionen Euro durch.

Anbei veröffentlichen wir Auszüge aus der Pressemitteilung der Stadt Künzelsau zu den Investitionen:

Mit 17 Tagesordnungspunkten hat sich der Gemeinderat der Stadt Künzelsau in seiner letzten Sitzung am 18. September 2018 befasst. Zu Beginn gibt Bürgermeister Stefan Neumann bekannt, dass der Gemeinderat in seiner nichtöffentlichen Sitzung am 24. Juli 2018 Einzelmaßnahmen einer Konzeption für eine neue Weihnachtsbeleuchtung in der Innenstadt zugestimmt hat. Auch den außerplanmäßigen Ausgaben dafür und der Deckung über die Haushaltstelle für energetische Sanierung in der Gesamtstadt hat der Gemeinderat zugestimmt.

Die siebte Hohenloher Wirtschaftsmesse findet von 20. bis 22. September 2019 statt.

Die Stadträte haben nach teils ausführlicher Diskussion Beschlüsse gefasst, die mehr als 1,6 Millionen Euro Investitionen beinhalten.

Solarpark Falkenhof
Mit fünf Gegenstimmen hat der Gemeinderat gemäß § 2 Abs. 1 i.V.m. § 12 Baugesetzbuch (BauGB) beschlossen, für das geplante Sondergebiet „Solarpark Falkenhof“ einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan aufzustellen. Der räumliche Geltungsbereich liegt innerhalb der Gemarkung Laßbach

Einbau Abgasabsaugung Feuerwache
Der Gemeinderat hat die Stadtverwaltung mit einstimmigem Beschluss ermächtigt, den Einbau einer Abgasabsauganlage in die Feuerwache Künzelsau, an die Firma Hertweck aus Niedernhall, zum Angebotspreis von 101.636,20 Euro, zu vergeben.

Jahresrechnung und Jahresabschluss
Die Jahresrechnung 2017 der Stadt Künzelsau hat der Gemeinderat einstimmig festgestellt, mit einem Volumen im Verwaltungshaushalt von 55.262.571,71 Euro und von 25.542.532,90 Euro im Vermögenshaushalt. Den über- und außerplanmäßigen Ausgaben und den Haushaltseinnahme- und -ausgaberesten hat das Gremium zugestimmt.
Mit vier Gegenstimmen wird der Jahresabschluss der KünWerke 2017 festgestellt. Der Erfolgsplan hat ein Volumen von 9.304.280,55 Euro, der Vermögensplan von 11.351.369,16 Euro. Die Bilanzsumme beträgt 67.532.358,55 Euro. Der Bilanzgewinn wird auf die neue Rechnung vorgetragen und die Werkleitung entlastet, so der Beschluss.

Stadtfest 2019
Der Termin für das Stadtfest 2019 wird auf 12. bis 14. Juli 2019 festgelegt, so der Beschluss, der mit zwei Enthaltungen gefasst wird. Die entsprechenden Haushaltsmittel werden mit 130.000 Euro zuzüglich 20.000 Euro Bauhofkosten bereitgestellt. Weiter ermächtigt der Gemeinderat die Stadtverwaltung, erste Verträge mit zugkräftigen Bands und Kapellen abzuschließen. Die Abgabe oder der Verkauf von Branntwein, branntweinhaltigen Getränken und Spirituosen wird nicht gestattet.

 

Drachenbrunnensee
Mit einstimmigem Beschluss, beauftragt der Gemeinderat die Firma FF-Bau Stephan Leutert e. K. aus Schwäbisch Hall mit den Tiefbauarbeiten für die Sanierung Drachenbrunnensee zu einem Bruttoangebotspreis von 318.418,81 Euro. Die Sanierungsarbeiten am Drachenbrunnensee in Kemmeten, der als Löschwasserteich dient, sollen noch im Herbst/Winter 2018/2019 durchgeführt werden.

Kläranlage Künzelsau
Der Gemeinderat beauftragt per einstimmigen Beschluss die Firma Raible & Gräßle GmbH aus Heilbronn mit den Arbeiten für die Maschinen- und Elektrotechnik auf der Kläranlage Künzelsau zu einem Bruttoangebotspreis von 443.952,48 Euro.

Neubau von Bachbrücken bei Amrichshausen und Haag
Drei kleine Bachbrücken werden durch neue Verrohrungen ersetzt. Mit den Tiefbauarbeiten hat der Gemeinderat die Firma Schwarz-Bau GmbH aus Stachenhausen zu einem Bruttoangebotspreis von 218.762,23 Euro beauftragt. Der Beschluss war einstimmig. Ersetzt werden zwei kleine Brücken über den Ohrenbach nördlich von Amrichshausen und eine kleine Brücke über den Künsbach im Verlauf des Radweges nordöstlich von Haag. Sie wurden alle drei bei der vorgeschriebenen turnusgemäßen Prüfung durch einen
Gutachter, in diesem Fall vom Ingenieurbüro Krop, beanstandet.

Trinkwasserhochbehälter Weckrain
Einstimmig ist auch der Beschluss, mit dem der Gemeinderat die Firma Hans Scholl GmbH aus Gemmrigheim mit den Leistungen Putz-, Dämm-, und Malerarbeiten für die Erneuerung des Trinkwasserhochbehälters Weckrain II in Künzelsau, zweiter Bauabschnitt zu einem Bruttoangebotspreis von 64.575,95 Euro beauftragt. Weiter beauftragt der Gemeinderat die Firma Keller Industriemontagen GmbH aus Durmersheim mit den Leistungen Verfahrenstechnik, Rohrverlege- und Schlosserarbeiten zu einem Bruttoangebotspreis von 119.729,64 €. Die Firma Gross ELAN GmbH aus Filderstadt wird mit der Leistung Elektrotechnik zu einem Bruttoangebotspreis von 84.363,40 beauftragt. Der Gemeinderat stimmt der außerplanmäßigen Verpflichtungsermächtigung über 400.000 Euro zu.
Der erste Bauabschnitt der Sanierung des Hochbehälters Weckrain II konnte beendet und bereits abgerechnet werden. 224.296,96 Euro wurden bisher investiert. Die gesamten Sanierungsarbeiten sollen bis Mitte 2019 abgeschlossen werden. Rund 1,356 Millionen Euro wird die Gesamtmaßnahme voraussichtlich kosten, veranschlagt waren rund 1,15 Millionen Euro. Die Kostensteigerung von rund 200.000 Euro ist begründet in der aktuellen Marktsituation im Baubereich und in Massensteigerungen.

Regenüberlaufbecken
Im Rahmen der Erstellung des Generalentwässerungsplans wurde herausgearbeitet, dass im Bereich der Kocherbrücke ein Regenrückhaltebecken gebaut werden muss. Das europaweite Vergabeverfahren, das dafür erforderlich ist, soll mit einem Teilnahmewettbewerb für Planungsbüros durchgeführt werden.
Der Gemeinderat hat deshalb einstimmig beschlossen, ein Gremium zur Auswahl eines Ingenieurbüros nach der Vergabeverordnung für die Planungen und Bauüberwachung des Neubaus Regenüberlaufbecken 14 mit Abwasserpumpwerk zu bilden. Dem Auswahlgremium soll jeweils ein Vertreter pro Fraktion angehören. Die Besetzung erfolgt im Wege der Einigung.

Kindergarten Kocherstetten
Der Gemeinderat ermächtigt die Stadtverwaltung, die Verglasungsarbeiten am Neubau des Kindergartens Kocherstetten an die Firma Heber Fensterbau aus Blaufelden zum Angebotspreis von 145.659,57 Euro zu vergeben.

Mehr Informationen über den Gemeinderat in Künzelsau und Sitzungstermine gibt es auf: https://www.kuenzelsau.de/de/entscheiden—gestalten/Bürgerinfo/Sitzungskalender-




Unwetter: Feuerwehreinsatz bei der Neufelser Mühle

Am 23. September 2018 fegten Sturmböen nicht nur Blätter von der Straße, sondern auch große Äste von den Bäumen. An der Neufelser Mühle (Neufels/Hohenlohekreis) spaltete es einen Baum. Dieser fiel auf darunter parkende Autos. Die Feuerwehr Neuenstein rückte aus und auch die Polizei war vor Ort, um die Personalien der geschädigten Fahrzeughalter aufzunehmen. Für die Feuerwehr war es der zweite Einsatz an diesem Tag.

Feuerwehr an der Neufelser Mühle

Hintergrund: Die lang anhaltende Dürre über die vergangenen Monate hinweg lässt nun viele der ausgetrockneten Äste und Stämme wie Streichhölzer bei Stürmen wegknicken.

Durch die Dürre sind die Bäume ausgetrocknet und brechen ab wie Streichhölzer

 

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Fotos & Videos: GSCHWÄTZ

Laut einer Pressemitteilung des Polizeipräsdiums Heilbronn blieb auch der Revierbereich Künzelsau nicht von stürzenden Bäumen verschont. Auf der L1045, zwischen Ingelfingen und Künzelsau, wurde ein Baum auf der Straße gemeldet. Genau wie auf der Stecke Nitzenhausen in Richtung Mäusdorf, zwischen Hesselbronn und Goggenbach und auf der B19 im Bereich der Kupfersenke. Im Niedernhaller Bachäcker konnte der Besitzer eines VW Golfs nichts gegen die Naturgewalt tun. Sein PKW wurde unter einem Baum begraben.

Im Stadtbereich Künzelsau machten sich durch die Windböen mehrere Gegenstände selbstständig. Darunter unter anderem Mülleimer und Blumenkübel. Außerdem machten zwei Ampelanlagen entlang der B19 Probleme. An der Anschlussstelle Kupferzell fiel eine Ampel aus und an der Belzhager Kreuzung drohte die Ampel durch den Wind umzukippen. Dies konnte aber noch verhindert werden. Einem Kindergarten in Morsbach drohte beinahe ein anderes Unglück. Ein Gullideckel in der Nähe lief über, sodass das Wasser fast in den Kindergarten hineingelaufen wäre. Auch dieses Unglück konnte abgewendet werden.

 




Kinderkleider- und Spielzeugbasar

Am Samstag, den 13. Oktober 2018 veranstaltet der Kindergarten Sternschnuppe Dörrenzimmern, von 14.30 Uhr bis 16.30 Uhr, in der Stadthalle in Ingelfingen einen Kinderkleider- und Spielzeugbasar mit Kinderspielzeugbörse.

Anmeldungen ab sofort per E-Mail an basar-ingelfingen@web.de.

Flyer zum Kinderkleider- und Spielzeugbasar.
Foto: Kindergarten Sternschnuppe Dörrenzimmern