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Hohenloher Adventskalender ab Freitag im Verkauf

Bereits zum vierzehnten Mal wird der Hohenloher Adventskalender angeboten. Das winterliche Hoftheater in Öhringen wurde als reizvolles Motiv ausgewählt. Hinter 24 Türchen
verbergen sich Aussichten auf insgesamt 491 schöne Gewinne im Gesamtwert von rund 30.000 Euro. Die Fördervereine der Lions Clubs Hohenlohe, Hohenlohe-Künzelsau und Hohenloher Land sowie der Leo Club Hohenloher Land werden ab Freitag, dem 2. November im ganzen Landkreis insgesamt 7.500 Adventskalender zum Preis von jeweils 5,00 Euro zum Kauf anbieten. Verkaufsstellen sind das Ö-Center und der Obi-Markt in Öhringen, die Hohenlohe-Apotheke und die Johannes-Apotheke sowie das Landratsamt in Künzelsau und alle Geschäftsstellen der Sparkasse Hohenlohekreis. Dazu kommen Aktionen, bei denen insbesondere die Mitglieder der beteiligten Vereine Kalender verkaufen. Mit dem Erlös werden das Albert Schweitzer Kinderdorf in Waldenburg und die Anschaffung von Notfalldosen mit je 10.000 Euro sowie die THW-Einheiten in Künzelsau und Pfedelbach mit je 5.000 Euro gefördert. Die Aktion Menschen in Not erhält wieder 3.000 Euro. Die Schirmherrschaft für diese Aktion hat erneut Landrat Dr. Matthias Neth übernommen.

Jeder Kalender nimmt an einem Gewinnspiel teil

Jeder Kalender kann einmal gewinnen und hat auf der Rückseite die individuelle Gewinnnummer. Verlost werden hochwertige Sachpreise, sowie Einkaufs- und Verzehrgutscheine, alle von Sponsoren aus der Region zur Verfügung gestellt. Der Hauptpreis ist eine Schiffsreise im Wert von 2.500 Euro. Jeder Käufer unterstützt eine gute Sache, kann sich 24 Tage auf Überraschungen freuen und hat noch die Chance auf einen schönen Gewinn. Der Kalender ist auch ein ideales Geschenk. Die ausgelosten Gewinnnummern und die dazu gehörenden Gewinne werden ab
Samstag, dem 1. Dezember 2018 täglich im Internet unter www.hohenloher-adventskalender.de veröffentlicht. Die Gewinne bzw. Gutscheine werden gegen Vorlage des Kalenders bei der Sparkasse Hohenlohekreis in Künzelsau, Konsul-Uebele-Str. 11 ausgehändigt. Eine Abholung in allen weiteren Geschäftsstellen der Sparkasse Hohenlohekreis kann telefonisch vereinbart werden. Es wurde darauf geachtet, dass der Kauf des Kalenders und die Gewinn- bzw. Gutscheinabholung einfach und vor Ort möglich sind.

„Die Hohenloher Lions und Leos setzen ihr Leitmotiv „We serve“, also die Aufforderung zum Dienen und Helfen, mit dieser „activity“ auch in diesem Jahr in vorbildlicher Weise um“, so Bernd Kaufmann im Namen der beteiligten Vereine.

 

Quelle: Presseinformation der Lion Clubs

Fotos: Landratsamt des Hohenlohekreises




Mauserei und Meuchelmord in Hohenlohe

Das Messer im Brustkorb, das Gift in der Suppe oder die langen Finger an des Nächsten Hab und Gut – Am Mittwoch, den 07. November 2018, bekommt man im Hohenlohe-Zentralarchiv im Schloss Neuenstein einen Einblick in die Kriminalität und Strafverfolgung in vergangenen Jahrhunderten in Hohenlohe.

Eine Themenführung von und mit Jan Wiechert

Neben papierenen Zeugnissen hat sich auch das eine oder andere Beweisstück erhalten wie unscheinbare Messer, mit dem Lienhard Sperrnagel 1568 einen Kumpanen erstach. Seine und andere Geschichten aus dem alten Hohenlohe werden bei dieser Themenführung erzählt.

Eine Mordwaffe aus dem 16. Jahrhundert.
Foto: Hohenloher Zentralarchiv Neuenstein

Anmeldung im Hohenlohe–Zentralarchiv Neuenstein unter der Telefonnummer: 07942/947800 oder per E–Mail an hzaneuenstein@la-bw.de

Die Führung ist kostenlos.




Die Freitag Abend Show in Gaisbach

Der Saubermacher Matthias Stephan, Comedian aus Hohenlohe, bringt jeden ersten Freitag im Monat, im Mr. Jones in Gaisbach Kleinkünstler mit einer eigene Show auf die Bühne.

Am Freitag, den 02. November 2018, treten Künstler aus verschiedenen Bereichen, sei es Comedy, Stand Up Comedy oder auch Bauchredner, auf. Die einzelnen Auftritte dauern zwischen 15 und 25 Minuten.

Tickets gibt es auf Die Freitag Abend Show.

 

Die Freitag Abend Show im Mr. Jones in Gaisbach.
Foto: Die Freitag Abend Show

 




Saustall beim Amtsgericht

Am Freitag und Samstag, den 02. November und 03. November 2018, und am Samstag, den 10. November 2018, führt der Neienstoaner Theaterverein Schlussapplaus e.V. in der Stadthalle Neuenstein einen Drei-Akter auf. Das Stück heißt „Saustall beim Amtsgericht“ und ist eine Gerichts-Komödie von Jochen Wiltschko.

Flyer der Theateraufführung Saustall beim Amtsgericht.
Foto: Neienstoaner Theaterverein Schlussapplaus e.V.

Karten gibt es bei Meckert Schreibwaren in Neuenstein, per Mail an info@schlussapplaus.de oder per Telefon unter 07942 / 940925 ab 19 Uhr.

Eintrittspreis: 12 Euro




Putzfrau überrascht Einbrecher im Schlossgymnasium

Während eines Einbruchs in die Turnhalle des Schlossgymnasiums in Künzelsau wurde der derzeit noch unbekannte Täter von einer eintreffenden Reinigungskraft gestört und flüchtete. Auf bislang unbekannte Art und Weise verschaffte sich ein circa 55 Jahre alter Mann, circa 160 Zentimeter groß, bekleidet mit schwarz-grauer Wollmütze und einer dunklen Jacke, am Montagabend, den 22. Oktober 2018, gegen 23.15 Uhr, Zutritt zur Turnhalle.

Im Inneren schlug der Mann mit einem mitgebrachten Geißfuß die Scheibe zur Cafeteria ein und betrat diese. Nachdem die Reinigungsdame eintraf flüchtete der Tatverdächtige durch eine Tür nach draußen. Der entstandene Sachschaden wird auf 1.000 Euro geschätzt. Entwendet wurde vermutlich nichts.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn




Zeugen gesucht: Unfall mit Traktor und Kind

In Pfedelbach-Windischenbach ereignete sich am Sonntag, den 21. Oktober 2018, gegen 15 Uhr, an der Kreuzung Meisenstraße/ Bachstraße / Hoffeldstraße ein Unfall mit einem 8-jährigen Fahrradfahrer und einem 60-jährigen Traktorlenker.

Nach ersten Ermittlungen stand der Traktor mit Anhänger im Bereich der genannten Kreuzung um auf den Durchgangsverkehr zu achten. Der 8-jährige Junge fuhr von rechts seitlich an das Traktorgespann heran und kollidierte mit dem stehenden Anhänger. Der Junge kam zu Fall und erleidet schwere innere Verletzungen. Der 8-jährige wurde mit einem Rettungshubschrauber in ein Klinikum geflogen. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wurde ein Gutachter zur weiteren Klärung eingeschaltet. Die Ermittlungen in dieser Sache dauern an.

Zeugen werden gebeten sich beim Polizeirevier Öhringen unter 07941/9300 zu melden.

Quelle: Pressemitteilung Polizeipräsidium Heilbronn




Öl-Engpass: Auch Gaisbacher Tankstelle ging der Sprit aus

Am Freitag, den 19. Oktober 2018, konnte man an der AVIA Tankstelle in Gaisbach nur noch Super Plus tanken. Alle anderen Sprit-Sorten waren leer. An den Zapfsäulen hing ein Zettel „Sehr geehrte Kunden, aufgrund der aktuellen Versorgungslage (Niedrigwasser auf den Flüssen) sind wir aktuell mit einigen Sorten leer gelaufen! Wir danken für ihr Verständnis. Ihr AVIA-Team“

GSCHWÄTZ hat bei Ralf Röser, dem Stationsleiter der Gaisbacher AVIA Tankstelle, nachgefragt, wie die aktuelle Lage ist. Röser: „Heute Nacht kam wieder eine Lieferung. Wir haben von Tessol AVIA ein Schreiben bekommen, dass momentan ein Versorgungsengpass herrscht. Denn aufgrund der Niedrigstände der Flüsse können die Tanker weniger laden oder überhaupt nicht fahren.“

Versorgungsengpass an der Tankstelle.
Foto: privat

Die Gaisbacher AVIA Tankstelle hatte vorübergehend nicht mehr alle Sprit-Sorten.
Foto: GSCHWÄTZ

Viele Sprit-Sorten waren leer.
Foto: GSCHWÄTZ

Wie sieht es bei den anderen Tankstellen in Hohenlohe aus?

Die BAGeno Tankstelle in Ingelfingen war am Montag Abend, den 22. Oktober 2018, gesperrt. Dies war aber einem technischen Fehler zuzuschreiben, so Frau Schulz von der BAGeno Tankstelle in Ingelfingen.

GSCHWÄTZ fragt weiter nach und rief Ursula Heyer, die Pächterin der ARAL Tankstelle in der Mergentheimer Str. 2/1 in Künzelsau an. Sie erklärte uns gegenüber: „Auch uns kann es passieren, dass der Sprit leer geht. Ein Zähler meldet automatisch, dass wir beliefert werden müssen. Wir können nicht eigenständig Sprit bestellen, somit ist es nie die Schuld des Pächters wenn der Sprit leer geht.“ Heißt: Wenn dem Lieferanten ARAL der Sprit ausgehen sollte, kann auch nichts geliefert werden.

Josef Grünberger, Marketing-Leiter der Deutschen AVIA Mineralöl GmbH, antwortete auf GSCHWÄTZ-Nachfrage wie es bei den anderen AVIA-Tankstellen im Hohenlohekreis aussieht.

Er erklärt, dass die Situation am Kraftstoffmarkt hinsichtlich der Verfügbarkeit von Kraftstoffen für die Betreiber von Tankstellennetzen herausfordernd sei. Jedoch soll sich diese Marktsituation regional und in Einzelfällen auch auf die Anlieferung von Kraftstoffen auswirken. „Im Fall der AVIA-Tankstelle Künzelsau-Gaisbach führte dies dazu, dass bestimmte Kraftstoffprodukte jüngst mehrfach kurzzeitig nicht verfügbar waren. Dieser Umstand konnte nach unserem Kenntnisstand zügig abgestellt werden und trifft auch aktuell nicht zu. Darüberhinausgehende Engpässe lassen unsere Planungen derzeit weder für den Standort Künzelsau-Gaisbach noch für Künzelsau, Kupferzell und Niedernhall erkennen, können durch unsere Mitgliedsfirma aufgrund anhaltend logistischer Herausforderungen in der Region aber auch nicht ausgeschlossen werden.“

Öl-Engpass deutschlandweit

Die Tankstelle in Gaisbach ist nicht die einzige Tankstelle, die nicht mehr beliefert werden konnte. Deutschland laufen Tankstellen trocken. Aber nicht nur Öl kommt nicht mehr bei uns an, sondern auch andere Güter wie Lebensmittel wie Kleidung, weil die Schiffe nicht mehr voll beladen werden können, meldete Radio Regenbogen am Sonntag, den 21. Oktober 2018.




Krautheimer Herbstmesse

Von Freitag, den 19. Oktober 2018, bis Montag, den 22 Oktober 2018 findet in Krautheim das 71. Jagsttaler Volksfest statt. Die Herbstmesse mit Vergnügungspark, Krämermarkt und Bierzelt hat auch dieses Jahr wieder einen Gebrauchtbüchermarkt.

Der Bieranstich am Freitag ist um 19.45 Uhr. Ab 20 Uhr spielt die Kapelle Zefix.

Am  Samstag beginnt um 12 Uhr der Gebrauchtbüchermarkt, um 13 Uhr öffnet der Krämermarkt und ab 20 Uhr sorgt die Band Ganoven im Zelt für Musik.

Der Krämermarkt öffnet am Sonntag bereits um 10 Uhr und ab 11 Uhr beginnt der Volksfest- und Festzeltbetrieb. Die Blaskapelle Gommersdorf und die Stadtkapelle Krautheim sorgen für Unterhaltung.

Am Montag unterhält die Winzerkapelle Klepsau die Festzeltgäste.

Krautheimer Herbstmesse von Freitag, den 19. Oktober, bis Montag 22. Oktober 2018.
Foto: Mitteilungsblatt Krautheim




Künzelsau: Parkscheinautomaten künftig ohne Wechselgeld

Die neuen Parkscheinautomaten in Künzelsau können kein Wechselgeld mehr herausgeben. Der Gemeinderat von Künzelsau hat in seiner letzten Sitzung am 10. Oktober 2018 beschlossen, neue Parkscheinautomaten anzuschaffen. Grund hierfür sind einige Parkscheinautomaten im Stadtgebiet, die bereits ausgefallen seien und für die noch vorhandenen können teilweise schon keine Ersatzteile mehr beschafft werden, so die Stadtverwaltung Künzelsau.

Deshalb wurde im Haushaltsplan 2018 für neue Parkscheinautomaten ein Haushaltsansatz von 110.000 Euro vorgesehen. Der Gemeinderat hat mit fünf Gegenstimmen und einer Enthaltung beschlossen, Parkscheinautomaten ohne Wechselgeldfunktion anzuschaffen. Ausschlaggebend waren Argumente wie geringere Bauhofkosten, da der Personalaufwand für das tägliche Auffüllen des Wechselgeldes entfällt, geringere Reparaturanfälligkeit, günstigere Anschaffungskosten und die steigende Nutzung des Handyparkens.

Quelle: Pressemitteilung der Stadt Künzelsau vom 18. Oktober 2018

 




Alles für die Nudel

Es hat etwas Beruhigendes, wie die frischen Nudeln aus der Nudelmaschine purzeln. Einem Impuls folgend greift man unmittelbar zu und probiert die goldgelben, noch teigfeuchten Nudeln. In Salzwasser gekocht und mit Soße schmecken sie definitiv besser. So mögen die Hohenloher die Nudeln vom Specht und kamen in den vergangen Jahren in Scharen. Ergebnis: eine größere Produktionsstätte musste her. Die neue Nudelmanufaktur wurde am Tag der offenen Tür am 10. Juni 2017 offiziell eingeweiht.

 

Wohin mit den nur sehr schwer verkäuflichen, aber hochwertigen und goldgelben Eiern?

 

Vor 23 Jahren, 1994, hat alles angefangen. In den 1980er-Jahren kam Andrea Specht durch die Heirat mit Rainer Specht auf den Hof seiner Familie. Die Hühner waren bereits da und mit Ihnen die Junghennen, deren Eier noch zu klein für den herkömmlichen Verkauf sind. Ein bekanntes Thema in der Landwirtschaft. Die Junghennen kommen in einem Alter von knapp 20 Wochen auf den Hof und legen in den ersten drei bis fünf Wochen sehr kleine Eier. Doch wohin mit diesen nur sehr schwer verkäuflichen, aber hochwertigen und goldgelben Eiern? Die Idee, daraus Nudeln herzustellen war schnell geboren und die notwendigen Informationen eingeholt. Dabei spielte der Zufall Andrea Specht in die Karten: Ein Haller Nudelhersteller wollte sich vergrößern und sie kaufte die alten Maschinen auf. Zudem war der für die Herstellung gewählte Raum im Keller des Wohnhauses bereits gefliest und konnte somit schnell auf die geforderten Hygienestandards gebracht worden.

An einem Produktionstag schlägt die Maschine rund 7.000 Eier auf.
Foto: GSCHWÄTZ/CWIK

Nun begann die Zeit des Experimentierens. Von Anfang an stand dabei fest, dass für die Herstellung der eigenen Nudeln einzig qualitativ hochwertige Zutaten Verwendung finden sollten. Schlussendlich entschied sie sich für einen italienischen Hartweizengrieß, der Jahre später durch einen Dinkelgrieß ergänzt werden sollte und mit den hauseigenen Eiern den fertigen Nudelteig ergibt. Grieß nimmt je Kilogramm rund sieben Eier auf und genauso viele kommen von den eigenen Hühnern in die Nudeln vom Specht. Dadurch erhalten sie ihren Biss.

 

Es war die Zeit der aufkommenden Hofläden und Bauernmärkte.

 

Doch wer von heute auf morgen Nudeln herstellt, muss sich auch Gedanken über den Vertrieb machen. Auch hier half der Zufall der Familie Specht: Es war die Zeit der aufkommenden Hofläden und Bauernmärkte. So wurde ein eigener kleiner Hofladen eingerichtet, andere Hofläden als Vertriebspartner gewonnen und viel Zeit und Energie in den Besuch von Bauernmärkten investiert. Ein großer Schritt war dann die Zweiflinger Leistungsschau, bei der es erstmalig ein Schaukochen gab. Anschließend wollte jeder die Nudeln vom Specht und die Kochvorführungen sind bis heute fester Bestandteil im Leben von Andrea Specht und ihrem Mann Rainer. Auf der Landesgartenschau waren sie mehrmals in der SWR-Küche, beim Weindorf bei „Kochen mit Promis“ und auch bei der Zweiflinger Woche sind sie regelmäßig zu Gast. „Du musst heute auf vielen Kanälen präsent sein“, so Andrea Specht, die damit den unterschiedlichsten Zielgruppen gerecht wird und dafür auch Social Media einsetzt.

Der Erfolg gibt ihr Recht. Auch am Tag der offenen Tür zur Einweihung der neuen Nudelmanufaktur wird dies deutlich, zu dem zahlreiche Menschen gekommen sind. Doch warum kaufen die Kunden die Nudeln vom Specht so fleißig? Weil sie „einfach toll“, „extra lecker“ oder „Weltklasse“ sind, sagen Besucher an dem Eröffnungstag.

Zwischen 100 und 120 Kilo Nudeln entstehen in einer Stunde.
Foto: GSCHWÄTZ/Cwik

 

„Dafür stehen unsere Produkte: aus der Region für die Region“

 

Die Entscheidung für den Neubau der Nudelmanufaktur fiel den Spechts jedoch schwer. „Dafür müssen wir jede Menge Nudeln verkaufen“, schmunzelt Andrea Specht heute. Doch die Alternativen waren mäßig und hätten die Überlegungen lediglich vertagt. „Und schließlich wollen wir ja gesund und nachhaltig wachsen“, erzählt sie weiter, „denn genau dafür stehen unsere Produkte: aus der Region für die Region“. Und dafür steht auch der Neubau nach Kfw-55-Standard, der seine Energie aus Solar und Hackschnitzeln aus den eigenen Wäldern zieht.

Wichtiger Faktor bei allem Tun ist im Hause Specht neben dem Glauben die Transparenz. „Die Leute dürfen mich alles fragen und ich beantworte auch alles.“ So ist es auch kein Geheimnis, dass sie aufgrund der Arbeitsplatzschaffung für den 800 Quadratmeter großen Neubau von der „Entwicklung ländlicher Raum“ (kurz ELR) eine Förderung in Höhe von zehn Prozent erhalten hat. Die alte Produktionsstätte umfasste lediglich 150 Quadratmeter. Heute beschäftigen Spechts drei Teilzeitkräfte und fünf Mini-Jobber.

 

Wochenproduktion von rund 1.200 Kilogramm Nudeln

 

Verpackt werden die Nudeln in der neuen Nudelmanufaktur nun ebenfalls automatisch. Die Verpackungsmaschine schafft beispielsweise 100 Kilogramm Spirelli in der Stunde. Bei einer derzeitigen Wochenproduktionsmenge von rund 1.200 Kilogramm Nudeln eine deutliche Erleichterung zu der bisherigen Handabfüllung.

Originelle Sorten produzieren die Spechts. Eine Maschine verpackt die Nudeln nun auch vollautomatisch.
Foto: GSCHWÄTZ/CWIK

Rund 90 Sorten Nudeln werden im Hause Specht hergestellt. Die Renner sind dabei neben den Klassikern Spaghetti (auch in der Dinkel-Variante), Rigatoni und breite Nudeln auch die Saisonlieblinge mit Bärlauch, Kürbis, Asia-Curls, Zitronen-Riesling-, oder passend zur Jahreszeit Hallloween- und Lebkuchennudeln.

Die Spechts beliefern mit ihren Nudeln diverse Einkaufsmärkte, unter anderem den BAGeno Raiffeisenmarkt in Ingelfingen.

 

Das kleine 1×1 der Nudel-Herstellung

 

In die Nudeln vom Specht kommen auf ein Kilogramm Grieß sieben Eier. Genau so viel, wie der Grieß aufnehmen kann. An einem Produktionstag kommen so 7.000 Eier zusammen, die von einer Maschine aufgeschlagen und sorgfältig von der Eierschale getrennt werden. Der zeitliche Aufwand, inklusive der anschließenden Reinigung, beläuft sich alleine für diesen Arbeitsschritt auf etwa vier Stunden.

Verknetet mit dem Grieß ergeben die Eier den fertigen Nudelteig, der optisch an grobe Streusel auf einem Obstkuchen erinnert. Diesen presst die Nudelmaschine in die gewünschte Form. Abhängig von der jeweiligen Sorte entstehen so zwischen 100 und 120 Kilogramm Nudeln in der Stunde.

Die Nudeln werden bei 45 Grad Celsius im Rüttelvortrockner über rüttelnde Bleche bewegt, belüftet und damit vorgetrocknet. Dieser Produktionsschritt verhindert das spätere Zusammenkleben einzelner Nudeln in den Trockenschrkänken. Abhängig von der Sorte und der Füllmenge im Trockenschrank werden die Nudeln bei 42 bis 45 Grad 20 bis 26 Stunden getrocknet. Die Berechnung, wann welche Nudelsorte fertig ist, erfolgt über eine moderne Computersteuerung. Insgesamt können maximal 400 Kilogramm Nudeln gleichzeitig getrocknet werden. In der alten Produktionsstätte waren es lediglich 250 Kilogramm.

 

Text und Fotos: Nadine Cwik

Erschienen in unserem Print-Magazin Ausgabe 12 / Oktober 2017.