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Künzelsau: Auch Kleinkindbetreuung künftig kostenlos

Künzelsau geht schon seit Jahren den Weg, dass Kinder aus Künzelsau keine Kindergartengebühren zahlen müssen. Nun diskutierte der Gemeinderat  in seiner Sitzung am 13. November 2018 über den Antrag der Verwaltung, auch für Ein- bis Dreijährige sowie für Kindergartenkinder, die die Ganztagesbetreuung beziehungsweise die verlängerten Öffnungszeiten in Anspruch nehmen, auf 0 Euro zu senken.

100.000 Euro Mehrausgaben

Boris d’Angelo (UBK) wies auf derzeit nicht abschätzbare Kostenrisiken, insbesondere im Zusammenhang mit der angekündigten Beschlußfassung des Kreistags zur medizinischen Versorgung in Künzelsau sowie auf Bestrebungen der Bundespolitik, Kindergartengebühren generell zu streichen hin und schlug vor, die Abstimmung zu vertagen.

Nach kurzer Diskussion, in der es vor allem um die privaten Kindergärten ging, wurde der Antrag bei fünf Enthaltungen ohne Gegenstimme angenommen. Für auswärtige Kinder soll die Gebühr jedoch weiterhin erhoben werden. Die entgangenen Einnahmen wurden mit zirka 100.000 Euro angegeben, dazu kommen Kosten wegen der Gleichbehandlung auch der privaten Kindergärten (Waldorfkindergarten, Würth-Kindergarten).

https://www.kuenzelsau.sitzung-online.de/bi/___tmp/tmp/45081036391361175/391361175/00021068/68.pdf

Text & Foto: Matthias Lauterer

Foto: Zuschauer der Gemeinderatssitzung in Künzelsau am 13. November 2018. Fotos vom Gemeinderat waren nicht erlaubt.

 

 

 

 




Krautheim: Auto kracht in Bushaltestelle

Ein Verkehrsunfall am Montagabend, den 12. November 2018, in Altkrautheim hatte vermutlich eine medizinische Ursache. Ein 38 Jahre alter Autofahrer war gegen 20.15 Uhr auf dem Weg von Messbach in Richtung Krautheim. Zuvor hatte er sich dort mit einem Freund getroffen, der sich mit ihm zusammen auf den Heimweg machte und mit seinem eigenen Fahrzeug hinter ihm herfuhr. Als der 38-Jährige plötzlich mitten auf der Straße anhielt, stoppte sein Bekannter ebenfalls und fragte, was los sei. Daraufhin gab der Mann an, dass ihm unwohl sei, er aber noch weiterfahren könne. In der Ginsbacher Straße in Altkrautheim bremste er aber nochmals seinen Audi ab und hielt vor einer Bushaltestelle an. Sein Freund stieg erneut aus seinem Auto, hörte aber plötzlich den aufheulenden Motor des Audis und konnte nur noch zuschauen, wie das Auto in das Haltestellenhäuschen krachte. Der Audi-Fahrer hatte offensichtlich einen Anfall erlitten und die Kontrolle über den Pkw verloren. Er konnte sich nicht mehr selbst aus seinem Auto befreien und musste durch die Krautheimer Feuerwehr, die mit fünf Fahrzeugen und 25 Einsatzkräften vor Ort kam, gerettet werden. Durch ein ebenfalls eingesetztes Rettungsteam wurde der 38-Jährige anschließend zur medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus gebracht. Bei dem Unglück ist ein Sachschaden in Höhe von 14.000 Euro entstanden.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn vom 13. Novermber 2018

 




Ein Stück Heimat verschenken

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Waldgebiete zwischen Kocher und Jagst gesperrt

Am Samstag, den 17. November 2018, findet im Bereich der Gemeinden Forchtenberg, Weißbach, Schöntal und Jagsthausen zwischen Kocher und Jagst (im Klosterwald und den angrenzenden Waldungen) sowie nördlich der Jagst (Oberkessach, Aschhausen, Winzenhofen) eine revierübergreifende Drückjagd auf Reh- und Schwarzwild statt. Daher ist zwischen 8 und 14 Uhr das Betreten des oben genannten Waldgebietes zwischen Kocher und Jagst sowie nördlich der Jagst gemäß § 38 Absatz 1 Landeswaldgesetz untersagt. Das Verbot gilt für alle Waldwege und Waldflächen.

Geschwindigkeitsbegrenzung auf 50 km/h

Im Bereich der Drückjagd wird die Geschwindigkeit auf den öffentlichen Straßen auf 50 Km/h begrenzt, da mit plötzlichem Wildwechsel und querenden Hunden gerechnet werden muss.
Um 14 Uhr wird am Neusaßer Wäldchen das erlegte Wild zur Strecke gelegt und verblasen. Interessierte sind dazu herzlich eingeladen. Auch der Erwerb von Wild ist am Streckenplatz bei den Forstbediensteten möglich.

Quelle: Pressemitteilung des Landramtes des Hohenlohekreises vom 12. November 2018

 




Strenge Anforderungen für Dürre-Hilfen für Landwirte

Landwirte, die durch den heißen und trockenen Sommer massive Ernteeinbußen zu beklagen hatten, können bis 30. November 2018 beim Landratsamt Hohenlohekreis, Landwirtschaftsamt, eine Dürrebeihilfe beantragen. Die Förderung ist an strenge Kriterien gebunden, die alle erfüllt sein müssen. Es können nur landwirtschaftliche Unternehmen gefördert werden, die aufgrund der Dürre in der Existenz gefährdet sind.

Um die Antragsvoraussetzungen vorab einfach und schnell zu prüfen, steht den Antragstellern eine Checkliste zur Verfügung. Geprüft wird die Höhe des Schadens (Mindestschaden von 30 Prozent im Gesamtbetrieb), die Prosperität und Liquidität, die Höhe der Einkünfte aus gewerblichen nicht landwirtschaftlichen Unternehmen und der Umfang von kurzfristig verwertbarem Privatvermögen.

Die Frist der Antragsstellung läuft bis 30. November 2018. Grundsätzlich können bis zu 50 Prozent des gesamten Dürreschadens ersetzt werden. Der Mindestauszahlungsbetrag liegt bei 2.500 Euro.

Die Antragsformulare und die Checkliste  sind unter www.landwirtschaft-bw.info zum Download eingestellt oder beim Landwirtschaftsamt des Hohenlohekreises erhältlich.

Weitere Informationen erteilt das Landwirtschaftsamt unter Tel. 07940 18-614 und -616.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises vom 08. November 2018

 

 

 




Stars von Morgen kicken in Mulfingen

Die Teams des 17. ebm-papst Hallenmasters am 5. und 6. Januar 2019 in der Gerhard-Sturm-Halle Mulfingen stehen fest. Der Ticketverkauf startet am Montag, den 3. Dezember 2018. Tickets für die 17. Auflage des Turniers können ausschließlich online auf www.ebmpapst-hallenmasters.de erworben werden.

Impressionen vom A-Junioren-Turnier 2018.
Foto: ebm-papst

Neben den beim Publikum bereits bekannten internationalen Gästen vom niederländischen sc Heerenveen (U19 Ehrendivision) und dem Schweizer FC St. Gallen (U18 Liga) reisen 2019 zum ersten Mal die Jugendspieler vom FC Ingolstadt (Bundesliga Süd/Südwest) an.

Als Titelverteidiger sind die Würzburger Kickers (Bayernliga) wieder mit von der Partie.  Auch die Leverkusener aus der A-Junioren-Bundesliga West treten 2019 wieder an.

Zum ersten Mal seit 2011 ist der FC Augsburg dabei. Die Augsburger kicken wie die Junioren vom 1. FC Nürnberg und dem Karlsruher SC in der Bundesliga Süd/Südwest. Nürnberg und Karlsruhe gehören zu den Stammgästen des Mulfinger Hallenturniers: Karlsruhe steht mit drei Hallenmasters-Siegen nach wie vor ganz oben auf der ewigen Tabelle, Nürnberg schließt sich mit zwei Siegen hinten an. Die Eintracht aus Braunschweig (Regionalliga Nord) und Fortuna Düsseldorf (Bundesliga West) ergänzen das Feld.

 

Welche regionalen Teams antreten, entscheidet sich erst im Dezember

 

Welche regionalen Teams beim A-Junioren-Turnier am Samstag des ebm-papst Hallenmasters antreten dürfen, entscheidet sich erst Ende Dezember beim RBKJ-Cup in Mulfingen am 23. Dezember 2018 und beim JAKO-Cup in Niederstetten am 27. Dezember 2018.

Beim regionalen Turnier am Sonntag konnten sich 2018 die Sportfreunde Schwäbisch Hall gegen den FSV Hollenbach durchsetzen. Beide Teams stehen auch 2019 wieder auf dem Kunstrasen. Sie treffen dort auf den einzigen Oberligisten beim Hallenmasters, den TSV Ilshofen. Ebenso wie die Hollenbacher spielen auch die Aktiven des FV Lauda in der Verbandsliga. Aus der Landesliga ergänzen der SV Königshofen, der VfR Gommersdorf, der TSV Crailsheim, die SpVgg Gröningen-Satteldorf, der TSV Pfedelbach, der SSV Gaisbach und die TSG Öhringen das Feld. Als veranstaltender Gastgeber gesetzt ist der SV Mulfingen (Bezirksliga).

Impressionen vom A-Junioren-Turnier 2018.
Foto: ebm-papst

Die teilnehmenden Mannschaften im Überblick

 

A-Jugend-Mannschaften:

  • 1. FC Nürnberg (Bundesliga Süd/Südwest)
  • FC Augsburg (Bundesliga Süd/Südwest)
  • Karlsruher SC (Bundesliga Süd/Südwest)
  • Bayer 04 Leverkusen (Bundesliga West)
  • FC Würzburger Kickers (Bayernliga)
  • sc Heerenveen (U19 Ehrendivision)
  • St. Gallen (U18 Liga)
  • FC Ingolstadt (Bundesliga Süd/Südwest)
  • Fortuna Düsseldorf (Bundesliga West)
  • Eintracht Braunschweig (Regionalliga Nord)
  • Qualifikant RBKJ-Cup
  • Qualifikant Jako-Cup

 

Aktive:

  • TSV Ilshofen (Oberliga BW)
  • FV Lauda (Verbandsliga Nordbaden)
  • FSV Hollenbach (Verbandsliga Württemberg)
  • SV Königshofen (Landesliga Odenwald)
  • VfR Gommersdorf (Landesliga Odenwald)
  • TSV Crailsheim (Landesliga Staffel 1 Württemberg)
  • SpVgg Gröningen-Satteldorf (Landesliga Staffel 1 Württemberg)
  • TSV Pfedelbach (Landesliga Staffel 1 Württemberg)
  • SSV Gaisbach (Landesliga Staffel 1 Württemberg)
  • TSG Öhringen (Landesliga Staffel 1 Württemberg)
  • Spf. Schwäbisch Hall (Landesliga Staffel 1 Württemberg)
  • SV Mulfingen (Bezirksliga Hohenlohe)

 

 

Quelle: Pressemitteilung von ebm-papst Mulfingen

 




Er wollte von der Kirche in Schwäbisch Hall springen

#ausderklapse: Uwe Hauck redet offen über seine Depression

Im Café am Markt in Schwäbisch Hall traf sich Isabell Kähny mit Uwe Hauck, der mit seiner psychischen Erkrankung an die Öffentlichkeit geht. Warum er dies tut und wie er nach seinem Suizidversuch weiterlebt, erzählte er offen in unserem Interview – mit dem einen oder anderen Schwank aus seinem 2017 erschienenen Sachbuch „Depression abzugeben – Erfahrungen aus der Klapse“.

GSCHWÄTZ: Die meisten Betroffenen schweigen. Warum gehen Sie mit dem Thema Depression so offen um?

HAUCK: Es ist ein bisschen dem geschuldet, was passiert ist. Mein Suizidversuch war relativ öffentlich. Das hat Schwäbisch Hall sozusagen live mitbekommen.

 

„Ich wollte vom Turm der Kirche springen“

 

GSCHWÄTZ: Was haben Sie gemacht?

HAUCK: Ich wollte eigentlich vom Turm der Kirche (St. Michael im Zentrum von Schwäbisch Hall) springen. Da war aber die Türe von außen verschlossen. Dann wollte ich bei meinem Arbeitgeber springen, weil es dort auch einen Turm gibt. Und da hier viele Leute arbeiten, wusste ich, es wird sich streuen.

 

GSCHWÄTZ: Und dann haben Sie sich überlegt, das Buch zu schreiben?

HAUCK: Nein, das ist eine ganz andere Geschichte. Ich war zunächst einmal für fünf Tage in Weinsberg in der Geschlossenen. Nach vier Tagen ist mir die Decke auf den Kopf gefallen. Ich bin sehr social-media-affin, bin viel auf Twitter unterwegs, hatte damals schon 2.000 Follower. Nach vier Tagen wollte ich mal herausfinden, was draußen passiert. Meine Follower hatten sich schon richtig Sorgen gemacht. Dann habe ich angefangen, aus der Klinik live zu twittern. Das hat ein Literaturagent beobachtet und mich nach vier Wochen per Mail angeschrieben. So ist die Idee des Buchs entstanden.

 

„Wenn du als Kind nicht brav warst, hieß es: „Pass auf, sonst kommst du zu den Verrückten nach Weinsberg“

 

GSCHWÄTZ: Was war das Ziel des Buches?

HAUCK: Mehr Aufklärung. Eines der Defizite, die ich hatte, war, dass ich nie darüber gesprochen hatte. Ich hatte bis zu diesem Zeitpunkt keine Depression gehabt, wusste zwar, ich bin melancholischer als andere. Erst in dem Moment, als ich in der Klinik war, hab ich gemerkt: Die helfen mir. Weinsberg war immer so eine Drohung. Wenn du als Kind nicht brav warst, hieß es: „Pass auf, sonst kommst du zu den Verrückten nach Weinsberg.“ Und dann zu lernen, du bist nicht verrückt. Depression ist eine Krankheit, da wird dir geholfen, das war ein schwerer Schritt.

 

GSCHWÄTZ: Können Sie zurückblickend sagen, ab wann Sie mit Depressionen zu tun hatten?

HAUCK: Ich habe mit meinem Therapeuten in der Vergangenheit gegraben und man geht mittlerweile davon aus, dass ich seit meinem zwölften Lebensjahr darunter leide. Mein Vater ist damals an einer schweren Nervenkrankheit erkrankt. Niemand wusste, warum. Ich habe irgendwann gemerkt: Ich muss ruhig sein, ich muss brav sein, ich muss funktionieren. Da muss es wohl angefangen haben. Zu meiner Mutter hatte ich schon immer ein schlechtes Verhältnis.

 

GSCHWÄTZ: Wann wurde die Depression dann erstmals diagnostiziert?

HAUCK: In der Klinik, nach meinem Suizidversuch 2015. Ich war dann 2016 nochmal in der Klinik, weil ich einen Rückfall hatte.

 

GSCHWÄTZ: In welchen Kliniken waren Sie?

HAUCK: Ich war in Weinsberg, dann in der Tagesklinik in Schwäbisch Hall und in Isny in einer psychosomatischen Reha-Klinik.

 

„Die ersten vier Wochen war es kritisch“

 

GSCHWÄTZ: Wie erlebten Sie die Zeit in Weinsberg?

HAUCK: Ich habe mich wohl gefühlt. Die ersten vier Wochen war es kritisch. Da habe ich immer gesagt:  Ich bin ja gar nicht krank. Alle anderen sind schuld. Nach vier Wochen habe ich angefangen, zu akzeptieren. Dann war es eine Mischung aus Gesprächen mit den Therapeuten und den Patienten. Je länger ich dort war, umso besser wurde es.

 

GSCHWÄTZ: Haben Sie im Rahmen dieser Therapie angefangen, Medikamente zu nehmen?

HAUCK: In der geschlossenen Psychiatrie in Weinsberg waren es einfach nur Beruhigungsmittel, um mich runterzukriegen. Später war es die Aufgabe der Medikamente, mich behandlungsfähig zu machen. Ziel war es, ein Medikament zu finden, was mich stimmungsmäßig herausholt.

 

GSCHWÄTZ: Aber die Medikamente nehmen Sie heute noch?

HAUCK: Andere. Ich habe einen Rückfall gehabt. Da habe ich mir gesagt, dass das Medikament nicht gut sein kann. Und im Rahmen des Rückfalls bekam ich die Diagnose: „Du hast nicht nur eine Depression, sondern auch eine Angststörung.“

 

GSCHWÄTZ: Wie gehen Sie heute mit dem Thema Suizid um? Denken Sie, es könnte nochmal passieren?

HAUCK: Es wäre gelogen zu behaupten, ich könnte es mir nicht mehr vorstellen. Aber ich weiß durch verschiedene Erfahrungen, dass es sich nicht lohnt. Ich wollte auch nicht sterben, sondern ich wollte das Leben nicht mehr haben.

 

GSCHWÄTZ: Wie gehen Ihre Kinder mit dem Thema um?

HAUCK: Die Kinder haben zunächst nichts direkt mitbekommen, haben in der Klinik gesagt bekommen, dass sich der Papa überarbeitet hat. Sie wurden später immer mit einbezogen, durften mit in die Klinik kommen. Schon beim zweiten Mal war es ihnen zu langweilig. Aber sie haben immer vermittelt bekommen, dass sie nichts damit zu tun haben, dass Papa im Krankenhaus ist.

 

„Ich habe noch meine dunklen Phasen“

 

GSCHWÄTZ: Wie schätzen Sie Ihren aktuellen Gesundheitszustand ein?

HAUCK: Durch das Nicht-Erkennen der Angststörung war es schon noch eine Weile kritisch. Aber jetzt habe ich a) ein Medikament dagegen und b) viele Tipps und Tricks. Ich habe noch meine dunklen Phasen. Früher war es ein tiefes Tal, heute ist es eine kleine Senke.

 

GSCHWÄTZ: Was können Sie Betroffenen mit auf den Weg geben?

HAUCK: Sich helfen lassen. Das habe ich zunächst nicht gemacht. Ich habe mich immer geschämt. Das andere ist, sich ein Netzwerk zu bauen. Man muss nicht mit allen darüber reden. Wer es wissen sollte: die Familie und die guten Freunde.

Uwe Hauck aus Schwäbisch Hall spricht offen über seine Depression.
Foto: GSCHWÄTZ

// Uwe Hauck, geboren 1967 in Heilbronn-Sontheim,  lebt mit Frau und Kindern in Schwäbisch Hall. Der gelernte IT-ler arbeitete zunächst als Softwareentwickler, heute in demselben Unternehmen in der telefonischen Hotline. Nebenbei schreibt er Bücher. Ein Folgeprojekt zum erfolgreichen Depressions-Buch ist gerade in Arbeit. Außerdem betreibt er einen Blog: www.livingthefuture.de. Um über die Krankheit Depression aufzuklären, nimmt er an Lesungen teil, berichtet an Schulen von seinen Erfahrungen und geht auf medizinische Kongresse. Auch im TV war er bereits. Hauck twittert unter anderem mit dem Hashtag #ausderklapse. Seit 20. September 2018 gibt es sein Buch „Depression abzugeben“ auch als Hörbuch in der ungekürzten Originalfassung bei Audible, eingesprochen von dem Schauspieler Bernd Reheuser.

 

 




Sonderveranstaltungen im Prestige Filmtheater

Mit dem Fahrrad um die Welt

Es gibt nur wenige Flecken auf dieser Erde, an denen noch nie ein Mensch zuvor gewesen ist. Flecken, an denen noch nie ein Mountainbike gerollt ist, gibt es einige. Mountainbike-Rennfahrer Tobias Woggon präsentiert seine Erlebnisse und Erfahrungen der letzten zehn Jahre in atemberaubenden Bildern, actiongeladenen Videos und nimmt die Zuschauer mit auf eine Reise von den Gletschern Alaskas bis zu den Bergen Patagoniens (Fotos // privat).

Donnerstag, 15. November 2018; 19.30 Uhr

Eintritt: 15 Euro / ermäßigt 12 Euro

Mit dem Fahrrad um die Welt.
Foto: Prestige Filmtheater

 

Ballett live aus Moskau

La Sylphide ist eines der ältesten Ballette der Welt und ein Meisterwerk des dänischen Bournonville-Stils. Am Tag seiner Hochzeit wird der junge Schotte James von einer übernatürlichen geflügelten Kreatur, einer Sylphe, wachgeküsst. Von ihrer Schönheit verzaubert riskiert James alles, um eine Liebe auszuleben, die unerfüllbar ist.

Sonntag, 11. November 2018; 16 Uhr

Eintritt: 17,50 Euro / ermäßigt 15 Euro

La Sylphide – das Ballette.
Foto: Prestige Filmtheater

Die Walküre – aus dem Royal Opera House, London

Wagners Ring-Tetralogie ist ein Schlüsselwerk der Operngeschichte. Bei dieser letzten Wiederaufnahme von Keith Warners Inszenierung steht Antonio Pappano, Musikdirektor der Royal Opera, am Pult und dirigiert ein wahres Staraufgebot international gefeierter Wagner-Sänger. Die vier Opern spannen einen Bogen vom Anfang der Welt bis zu ihrem Untergang und erzählen von Göttern, Helden und Monstern.

Die Walküre ist die zweite Oper der Tetralogie und bietet diverse musikalische Höhepunkte des Rings, vom lodernden Feuerzauber bis zum mitreißenden Walküreritt.

Sonntag, 25. November 2018; 18 Uhr

Eintritt: 24,50 Euro

Die Walküre – die Oper.
Foto: Prestige Filmtheater

 

Musical: The Kind and I, aufgezeichnet aus dem London Palladium

Die mehrfach mit dem Tony Award ausgezeichnete Lincoln-Center-Theater-Produktion The king and i von Rodgers und Hammersteins feiert derzeit große Erfolge im Londoner West End.

Donnerstag, 29. November 2018; 19.30 Uhr, Original mit deutschen Untertiteln

Eintritt: 17,50 Euro

The King and I – aufgezeichnet aus dem London Palladium.
Foto: Prestige Filmtheater




Gemeinsam Adventskranz basteln

Am Dienstag, den 27. November 2018, ab 19 Uhr, veranstaltet CC Enterprises einen Workshop zum Adventskranz basteln.

Anmeldungen bei Christina Bürkert unter 015116789807 oder per E-Mail: christiane.buerkert@me.com.

 

Workshop-Adventskranz.
Foto: CC Enterprises




Landratsamt bittet Waffenbesitzer zur Kasse

Fast 1.500 Hohenloher besitzen eine Waffe

Waffenbesitzer müssen künftig Gebühren an das Landratsamt des Hohenlohekreises zahlen, wenn sie vom Landratsamt bezüglich ihres Waffenbesitzes geprüft werden. Darauf verweist das Landratsamt in einer Pressemitteilung vom 08. November 2018.

Seit dem Amoklauf von Winnenden vor neun Jahren gibt es ein verschärftes Waffenrecht. Die Behörden sollen seitdem verdachtsunabhängige Kontrollen bei allen Waffenbesitzern durchführen.

Landratsamt hat gemerkt, das der Aufwand zu groß ist, um die Kosten selbst zu tragen“

„Bislang haben die Waffenbehörden den Aufwand dafür selbst übernommen, sofern die Kontrollen keine Beanstandungen der Aufbewahrung von Waffen und Munition ergeben haben“, erklärt das Landratsamt des Hohenlohekreises. Im Verlauf eines ersten Kontrollumlaufs, also der einmaligen Kontrolle aller Waffenbesitzer, für die das Landratsamt Hohenlohekreis zuständig ist, habe sich allerdings herausgestellt, „dass durch die zusätzlichen Kontrollen erhebliche Mehrkosten entstehen. Der hohe Aufwand der Kontrollen besteht vor allem darin, dass sie von zwei Mitarbeitern gemeinsam vorgenommen werden müssen und dass bei unangekündigten Hausbesuchen die Kontrolleure oft wiederholt ausrücken müssen, bis sie den Waffenbesitzer antreffen.“

Waffenbesitzer oft nicht zu Hause

Diese Mehrkosten werde das Landratsamt Hohenlohekreis künftig den Waffenbesitzern über eine Verwaltungsgebühr zumindest teilweise in Rechnung stellen: „Die Gebührenerhebung ergibt sich aus den Bestimmungen des § 50 Waffengesetz. Da es sich bei der Kontrolle um eine individuell zurechenbare öffentliche Leistung handelt, wird der entstandene Verwaltungsaufwand dem Waffenbesitzer, als Veranlasser der Verwaltungstätigkeit, in Form einer Gebühr in Rechnung gestellt. Der Waffenbesitzer ist in diesem Fall der Veranlasser der Verwaltungstätigkeit, weil er Waffen aufbewahrt, die aufgrund der Gefährlichkeit von Waffen und Munition eine Kontrolle durch die Behörden notwendig macht. Die Kontrolle selbst knüpft an die gesetzliche Verpflichtung des Waffenbesitzers an, die erforderlichen Vorkehrungen zu treffen, um zu verhindern, dass in seinem Besitz befindliche Waffen und Munition abhandenkommen oder Dritte sie unbefugt an sich nehmen (§ 36 Waffengesetz).“

Gebühren

Für verdachtsunabhängige Kontrollen wird zukünftig eine Festgebühr erhoben, die sich an der Anzahl der zu kontrollierenden Waffen orientiert. Die Gebühren sind wie folgt gestaffelt: bei bis zu 10 Waffen fallen 60 Euro an, ab 11 Waffen sind es 80 Euro. Für Waffensammler liegt die Gebühr bei 100 Euro je Kontrolle.

Denkbar wäre auch eine Gebührenberechnung nach Zeitaufwand gewesen. Diese Möglichkeit wurde jedoch verworfen. „Das wäre für die Waffenbesitzer im Normalfall teurer geworden“, erklärt Mike Weise, Leiter des Amtes für Ordnung und Zuwanderung im Landratsamt Hohenlohekreis: „Wir wollen den Waffenbesitzern aber vor allem die Möglichkeit geben, Fragen zu stellen und sich beraten zu lassen, ohne dass sich das auf die Kosten auswirkt.“

Mit ausnahme von Öhringen, Pfedelbach und Zweiflingen

Diese Regelung gilt für alle Waffenbesitzer im Hohenlohekreis, mit Ausnahme von Öhringen, Pfedelbach und Zweiflingen, für die die Waffenbehörde der Großen Kreisstadt Öhringen zuständig ist. Allerdings werden beide Behörden zukünftig ähnlich verfahren, damit im gesamten Hohenlohekreis möglichst gleiche Bedingungen für Waffenbesitzer vorherrschen.

 

Im Hohenlohekreis gibt es laut dem Landratsamt des Hohenlohekreises insgesamt 1.415 legale Waffenbesitzer (Stand: September 2018). Diese Zahl verändere sich jedoch durch Zuzüge, Verkäufe und Neuanträge ständig.