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„Hohenlohern ist die Hofeinfahrt wichtiger als die Kunst“

Bei Kunst scheiden sich die Geister, denn über Geschmack lässt sich nicht streiten. Aber was ist eigentlich Kunst? Wer hat Kunst zu Hause und muss man Kunst studiert haben, um Künstler zu werden? Bei einer privaten Kunstausstellung des  Architekten und Künstlers Andreas Graziadei am 08. September 2018 in Künzelsau bekam man einen kleinen Einblick in die verschiedenen Arten von Kunst und den Hohenloher Kunstmarkt.

Kunstliebhaber treffen sich auf privaten Kunstausstellungen wie hier zu sehen im September in Künzelsau.
Foto: privat

„Mein erstes Atelier in Künzelsau war über der Metzgerei Rose in der Hauptstraße“

 

Andreas Graziadei ist nicht nur Architekt und Künstler, sondern auch Galerist. Sein erstes Kunstwerk verkaufte er vor gut 20 Jahren, direkt nach dem Abitur. Da es ihn störte, dass die Galeristen mehr Geld am Verkauf eines Kunstwerks verdienten, als der Künstler selbst, entschied er sich kurzerhand, selbst Galerist zu werden. Mittlerweile organisiert er Ausstellungen mit bis zu 800 Exponaten aus aller Welt. „Mein erstes Atelier in Künzelsau war über der Metzgerei Rose in der Hauptstraße. Die Metzger haben sich bestimmt immer gefragt, was der da oben treibt“, erzählt Graziadei und lacht. Auch Skulpturen aus Glas, Bronze, Draht und Stein stellt der fünffache Familienvater aus. Diese Kunst kostet zwischen 50 Euro und einer halben Million Euro. „Die teuerste Skulptur ist ein lebensgroßer Elch aus Bronze, der momentan in den USA steht“, so der Künstler Graziadei.

 

„Es gibt viele, die die Kunst als Wertanlage sehen“

 

Ein Kunstkenner, der anonym bleiben möchte, weiß, was auf dem Kunstmarkt los ist. „Es gibt viele, die die Kunst als Wertanlage sehen. Vor allem, so makaber es klingt, wenn der Künstler stirbt. Man sollte sich in erster Linie an der Kunst erfreuen. Aber vielen Hohenlohern ist die Hofeinfahrt wichtiger, als ein Kunstwerk zu besitzen“, erzählt der Kenner schmunzelnd, wenn er nach der Einstellung der Hohenloher zur Kunst gefragt wird.

 

„Wir haben einen sehr gegensätzlichen Geschmack“

 

Bei der privaten Kunstausstellung in Künzelsau hielten sich die Besucher bedeckt, was sie selbst schon gekauft haben. Ein Ehepaar erzählt zumindest so viel: „Wir haben einen sehr gegensätzlichen Geschmack und jeder hat seine Räume, in denen er seine Kunst aufhängt und aufstellt. Nur im Wohnzimmer konnten wir uns einigen.“ Warum man sich Kunst kauft, erklärt ein Geschäftsmann: „Es ist schön und dient natürlich der Wertanlage.“

 

„Jedoch arbeite ich aber meist an zwei bis drei Bildern gleichzeitig“

 

Franziska Eben von Racknitz aus Dörzbach malt seit 2012 abstrakte Gemälde. Eigentlich ist die vierfache Mutter Bauingenieurin, findet in der Kunst aber ihren Ausgleich. „Wenn ich mit einem Bild anfange, weiß ich nie, was es wird. Manchmal brauche ich Wochen bis Monate, bis ein Bild fertig ist. Jedoch arbeite ich aber meist an zwei bis drei Bildern gleichzeitig“, erzählt die 40-jährige, die die Farben ihrer Bilder je nach Stimmung wählt.

Gemälde von Frankziska Eben von Racknitz.
Foto: GSCHWÄTZ

 

„Drahtplastiken sind einzigartiger als Bronze“

 

Wenn man durch den Garten des Gastgebers schlendert, springen einem die lebensgroßen Drahtplastiken direkt ins Auge. „Die Skulpturen sind hohl gearbeitet und über Bänder wird der Draht gelegt“, erklärt die Künstlerin Gudrun Cornford. Seid ihrer Ausbildung als Grafikerin ist sie als freischaffende Künstlerin, Illustratorin und Dozentin an der Universität Darmstadt tätig. Bevor die Künstlerin mit Drahtplastiken anfing, arbeitete sei mit dem Material Bronze. „Drahtplastiken sind einzigartiger als Bronze. Somit habe ich meinen Schwerpunkt auf Draht gelegt“, so die 74-jährige.

Lebensgroße Drahtskulptur von Gudrun Conford.
Foto: privat

Sie und ihr Mann, Adrian Cornford, waren unter anderem für die Illustrationen von medizinischen Fachbüchern zuständig. Adrian Cornford fing 2013 wieder mit der Kunst an. „Ich wollte nie wieder für einen Galeristen arbeiten. Ich wollte kein Korsett mehr anhaben und in der Pflicht stehen zu malen. Ich wollte Motive wählen, die ich möchte“, erklärt der gebürtige Engländer.

Gudrun und Adrian Cornford.
Foto: GSCHWÄTZ

 

„Die Wildgans-Skulptur könnte ich mir perfekt an den Fontänen am Kocher bei den Parkplätzen vorstellen.“

 

Tierfiguren aus Bronze sind für den Künstler Calyxte Campe eine Leidenschaft. Der 46-jährige hat in Florenz Kunst studiert, ist das erste Mal im Hohenloher Ländle und hat schon den perfekten Platz für seine handgefertigte Wildgans-Skulptur gefunden: „Es ist so schön hier. Es ist alles so grün und sauber. Die Wildgans-Skulptur könnte ich mir perfekt an den Fontänen am Kocher bei den Parkplätzen vorstellen.“ Der in Genf und der Toskana beheimatete Künstler formt seine Figuren erst in Ton. Von der Tonskulptur macht er einen Silikonabdruck. In den Silikonabdruck gießt er Bronze. „Ich brauche ein bis zwei Monate, um eine Bronzeskulptur herzustellen. Für eine Marmorskulptur brauche ich sechs Monate bis zu einem Jahr, bis sie fertig ist“, so Campe.

Skultur einer Wildgans con Calyxte Campe.
Foto: GSCHWÄTZ

„Alle Kinder malen, aber hören irgendwann damit auf. Ich habe nie aufgehört“, erwidert der Künstler Nik Golder auf die Frage, wie er denn zur Kunst kam. Der 59-jährige hat sein Atelier in Bad Wimpfen: „Ich stehe morgens um acht Uhr auf. Mein Atelier ist im Haus. Also gehe ich einfach nur die Treppe nach unten und stehe schon an meinem Arbeitsplatz. Dann überlege ich mir, was ich mache. Entweder ich male oder ich gehe in meinen Gewölbekeller und haue Steine.“

Carola Lehmann und Nik Goldner.
Foto: GSCHWÄTZ

 

Hauptberuflich Floristin – in der Freizeit arbeitet sie aber mit Hammer und Meißel

 

Die Künzelsauerin Carola Lehmann ist hauptberuflich Floristin. In ihrer Freizeit schlägt sie keltische Motive in Stein. Warum die 49-jährige in ihrer Freizeit die Arbeit mit zarten und duftenden Blumen gegen einen Stein, Hammer und Meißel tauscht: „Ich bin die Tochter eines Maurermeisters und habe so vielleicht die Verbindung zu meinem verstorbenen Vater gefunden.“

Steinobjekt von Carola Lehmann.
Foto: GSCHWÄTZ

Skulpturen von Nik Golder.
Foto: GSCHWÄTZ

 

Calyxte Campe.
Foto: GSCHWÄTZ

Skulptur von Calyxte Campe.
Foto: GSCHWÄTZ

Skulptur von Gudrun Cornford.
Foto: GSCHWÄTZ

Bild von Adrian Cornford.
Foto: GSCHWÄTZ

 




Ingelfingen: Auto erfasst Fußgängerin

Eine 82-jährige Fußgängerin aus Ingelfingen wurde beim unachtsamen Überqueren der Hauptstraße  von  PKW erfasst und schwer verletzt. Das meldet die Pressestelle des Polizeipräsidiums Heilbronn in einer Pressemitteilung vom 24. November 2018. Sie wurde auf die Motorhaube geschoben und nach vorne weggeschleudert. Die aus Mulfingen stammende 36-jährige Fahrerin eines PKW Hyundai konnte nicht mehr rechtzeitig anhalten, so die Polizei.

Foto: GSCHWÄTZ




Morsbacher Weihnachtsdorf

Am ersten Adventssonntag, den 02. Dezember 2018, eröffnet um 10.30 Uhr das 21. Morsbacher Weihnachtsdorf mit einer Andacht der evangelischen Kirchengemeinde in der Kelter. Das Weihnachtsdorf findet in der Ortsmitte und auf dem Dorfplatz entlang der Langen Gasse in Morsbach statt. Verschiedene Stände sind auf der Straße und in den Höfen aufgebaut, Keller werden geöffnet und die Kelter ist eingebunden. Es werden verschiedene handwerkliche Arbeiten angeboten wie Holz-, Stoff- und Wollarbeiten. Auch die Kinder können sich die Zeit beim Basteln, Ponyreiten oder bei Stockbrot am Lagerfeuer vertreiben. Neben kulinarische Köstlichkeiten, darunter auch Spezialitäten, Liköre, Punsch, Glühwein und selbst kreierte Heißgetränke kommt auch der Nikolaus vorbei.

21. Morsbacher Weihnachtsdorf 2018 Flyer: Morsbacher Dorfgemeinschaft




Adventsausstellung bei BAGeno

Am Freitag, den 23. November 2018, von 18 bis 22 Uhr und am Samstag, den 24. November 2018, von 16 bis 19 Uhr lädt die BAGeno-Filiale in Ingelfingen, Künzelsauer Str. 7, zur Adventsausstellung 2018 ein. Es gibt festliche Floristik und Inspirationen für die Advents- und Weihnachtszeit zu sehen. Für die Verpflegung sorgt die Landjugend Künzelsau. Auch Probierstände stehen bereit.

BAGeno Adventsausstellung.
Flyer: BAGeno

Sie haben Ihre Adventsdekoration schon oder werden in den nächsten Tagen Ihrer künstlerischen Ader freien Lauf lassen? Hier sehen sie einige Inspirationen vom letzten Jahr:

Rostdeko

Adventsdekoration in der BAGeno Adventsausstellung 2017.
Foto: GSCHWÄTZ

Tannenbaum

Adventsdekoration in der BAGeno Adventsausstellung 2017.
Foto: GSCHWÄTZ

Adventsdekoration in der BAGeno Adventsausstellung 2017.
Foto: GSCHWÄTZ

Nikolaus mit Kerze

Adventsdekoration in der BAGeno Adventsausstellung 2017.
Foto: GSCHWÄTZ

Kerzen Deko

Adventsdekoration in der BAGeno Adventsausstellung 2017.
Foto: GSCHWÄTZ

Adventsdekoration in der BAGeno Adventsausstellung 2017.
Foto: GSCHWÄTZ

Nikolaus

Adventsdekoration in der BAGeno Adventsausstellung 2017.
Foto: GSCHWÄTZ

Adventskranz

Adventsdekoration in der BAGeno Adventsausstellung 2017.
Foto: GSCHWÄTZ

Adventsdekoration

Adventsdekoration in der BAGeno Adventsausstellung 2017.
Foto: GSCHWÄTZ

 




Verfolgungsjagd durch Künzelsau

Eine Verfolgungsjagd mit der Polizei lieferte sich ein Autofahrer in der Nacht zum Freitag, den 23. November 2018, in Künzelsau. Gegen 1 Uhr fiel er einer Polizeistreife auf, weil er mit überhöhter Geschwindigkeit in den Kreisverkehr zur Taläckerstraße einfuhr. Als die Polizeibeamten ihn für eine Kontrolle anhalten wollten, gab der Mann Gas. Er raste, teilweise mit einer Geschwindigkeit von weit über 100 Stundenkilometer, in die 30er-Zone des Wohngebiets. Sein waghalsiges Fahrmanöver nutzte ihm jedoch nichts. Die Streifenwagenbesatzung blieb ihm auf den Fersen und stoppte seinen Audi vor einem Wohnhaus in der Claude-Monet-Straße. Bei der anschließenden Überprüfung stellten die Beamten Alkoholgeruch bei dem Fahrer fest. Einen Alcotest verweigerte der 31-jährige. Ebenso war er nicht bereit, einen Führerschein vorzulegen. Zur Personalienfeststellung musste er die Ordnungshüter deshalb zum Polizeirevier und anschließend zur Blutprobe ins Krankenhaus begleiten. Dies ließ er nur sehr widerwillig über sich ergehen und stieß Beleidigungen aus. Rechtliche Konsequenzen gegen den Mann folgen.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn




Exhibitionist in Künzelsau

In Künzelsau trat am Mittwoch, den 21. November 2018, in der Zeit zwischen 07.30 und 07.50 Uhr, ein unbekannter Exhibitionist im Bereich des Fuß- und Radwegs entlang des Kochers in Höhe der Mehrfamilienwohnhäuser am Klebweg auf. Der Mann war zu Fuß in Richtung Wertwiesen unterwegs und zeigte sich beim dortigen Fitnessstudio. Er wird mittleren Alters geschätzt und war etwa 170 bis 175 cm groß und von schlanker Statur. Er hatte braune, kurze Haare. Außerdem war er unrasiert und trug unter Umständen einen sogenannten Dreitagesbart. Bekleidet war er mit einer dunklen Jeans und einer schwarzen Regenjacke mit dunklen, horizontal verlaufenden, gleichfarbigen Querstreifen. Bei ihm dürfte es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um denselben Mann handeln, der bereits Anfang Oktober an der gleichen Örtlichkeit in Erscheinung getreten war.
Die Kriminalpolizei Künzelsau sucht Zeugen. Wer die beschriebene Person gesehen hat, kennt oder belästigt wurde, wird gebeten sich unter Telefon 07940 9400 melden
Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn



Kunsthandwerker Ausstellung mit Workshop

Am Samstag, den 24. November 2018, ab 17 Uhr bietet CCenterprises eine Kunsthandwerker Ausstellung mit Workshop in Dörrenzimmern an. Beim Workshop können die Besucher einen Drahtsterne oder einen Drahtengel herstellen.

 

Ausstellung der Kreativwerkstatt in Dörrenzimmern.
Foto: CCenterprises

Folgende Aussteller sind dieses Jahr vor Ort:

Anjas Betonbude, Carmen Koch-Pittroff mit genähtem, Fr. Donatellas Schmuck, Lisa und Gehäkeltes, Schwenda mit Leckerem aus ihrer Küche, Fr. Messerschmidts Taschen, Nicole Vogt Hanfmanufaktur + Genähtes, Melanie Egner mit ihren Kerzen, Lena Rühling bietet etwas für die Kleinen, Reni Stier mit Leckerem vom Ochsen, die Werkstatt am Schloss mit Müller Malerei und Müller Fotoausstellung und Metallskulpturen, Biggi und Jörg mit ihren Metallkreationen, Jochen Hermann mit Wohndesign, Claudia Zappala und ihr Schmuck sowie die Kreativwerkstatt mit Schmuckdesign und Holz- und Metallskulpturen.

Nur handgemachtes wird angeboten.
Foto: CCEnterprise

Nur handgemachtes wird angeboten.
Foto: CCEnterprise

Nur handgemachtes wird angeboten.
Foto: CCEnterprise




Betty soll bei AWO in Öhringen hungern

Seit Samstag läuft die Europäische Woche der Abfallvermeidung. Das Jahresmotto im neunten Kampagnenjahr: „Bewusst konsumieren und richtig entsorgen“. In diesem Jahr beteiligt sich auch die Abfallwirtschaft Hohenlohekreis mit einer symbolischen Aktion. Zusammen mit dem Landwirtschaftsamt will man an kommenden Donnerstag, den 22. November 2018, zwischen 9.30 Uhr und 16.30 Uhr bei der AWO in der Unteren Torstraße 13 in Öhringen über einen bewussten Umgang mit Lebensmitteln aufklären. „Etwa 11 Millionen Tonnen Lebensmittel landen jährlich bundesweit im Müll – und jeder kann dazu beitragen, das zu ändern“, berichtet Iris Roski vom Landwirtschaftsamt. Hier bestehe ein großer Aufklärungsbedarf.

Im Foyer der AWO soll daher am Donnerstag der Lebensmittelverschwendung der Kampf angesagt werden. Das Landwirtschaftsamt hat ein Ratespiel konzipiert, die Abfallwirtschaft klärt über die richtige Lagerung von Lebensmitteln im Kühlschrank auf. Denn, selbst wenn das Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen ist, heißt das nicht automatisch, dass die Lebensmittel reif für die Tonne sind. Mit dabei ist auch Abfallberater Rainer Mugler, der weiß, was dann in die Betty darf und was nicht.

Teilnahme an der Woche der Abfallvermeidung.
Foto: Abfallwirtschaft Hohenlohekreis

Dass die Wahl auf die Räumlichkeiten der AWO gefallen ist, war kein Zufall. Hier befindet sich der erste Standort der Initiative „Foodsharing“ im Hohenlohekreis. Foodsharing wird von ehrenamtlich tätigen Helfern organisiert und hat das Ziel, ungewollte und überproduzierte Lebensmittel in privaten Haushalten sowie von kleinen und großen Betrieben zu sammeln und weiterzugeben. „Hier wird aktive Abfallvermeidung betrieben“, freut sich der Geschäftsführer der Abfallwirtschaft Sebastian Damm. Daher unterstütze man das Projekt sehr gerne, denn Abfallvermeidung ist das erste Ziel der Abfallwirtschaft.

Da auch bei der Initiative Foodsharing gelegentlich Bioabfälle anfallen, hat die Abfallwirtschaft jetzt eine Betty zur Verfügung gestellt. Die soll aber nur in Ausnahmefällen zum Einsatz kommen. Beispielsweise, wenn im Sommer Obst und Gemüse schneller reifen, erklärt Julia Bächle vom Öhringer Foodsharing. Die öffentlich zugängliche „Fair-Teiler“ Station bei der AWO in Öhringen wird schon sehr gut angenommen. Hier werden von fast 20 ehrenamtlichen Helfern täglich Lebensmittel eingelegt, die sonst bei Betrieben und Läden direkt in den Müll wandern würden. Ganz wichtig: Foodsharing spricht nicht nur sozial schwächere Menschen an. „Hier geht es wirklich darum, Lebensmittel vor der Mülltonne zu retten“, so Julia Bächle.

Das Engagement von Foodsharing erfüllt eine wichtige Vorbildfunktion. Durchschnittlich wirft jeder Deutsche pro Jahr 55kg an Lebensmitteln in die Tonne. „Das ist nicht nur eine große Verschwendung an Lebensmitteln, sondern auch an Ressourcen wie Wasser, Arbeitskraft und Energie“, so der Geschäftsführer der Abfallwirtschaft Sebastian Damm. Außerdem könne hier fast jeder bares Geld sparen. Daher startet auch die Abfallwirtschaft gemeinsam mit dem Landwirtschaftsamt im nächsten Jahr die Workshop-Reihe „restlos gut“. Hierbei soll es noch mehr Tipps für einen bewussten Umgang mit Lebensmitteln sowie zur deren Verwendung geben.

Hintergrundinformationen:

Jeder hat das Recht, Lebensmittel in den Verteilerschrank in Öhringen zu legen und abzuholen. Bisher können nur Lebensmittel wie Brot, Obst und Gemüse, da diese nicht gekühlt werden müssen, in den Schrank gelegt werden. Es dürfen auch keine selbstproduzierten Lebensmittel in den „Fair-Teiler“ gelegt werden, da die Inhaltsstoffe nicht bekannt sind. Der Rollschrank ist täglich von montags bis samstags zwischen 10 und 20 Uhr geöffnet.

Die Öffnung des Schrankes übernimmt dankenswerter Weise meist die AWO, geschlossen wird der Schrank täglich von den Foodsharing Botschafterinnen und Botschaftern selbst. Gegen 18 Uhr wird der Schrank durch die Botschafter noch einmal gefüllt, nachdem sie den Rundgang beim örtlichen Biomarkt erledigt haben. Durch die Schließung des Schrankes können keine Tiere angelockt werden und der Eingang der AWO bleibt sauber.

Fragen zum Thema Foodsharing in Öhringen werden unter foodsharingoehringen@gmail.com beantwortet.

Quelle: Pressemitteilung der Abfallwirtschaft des Hohenlohekreises

 




Kocher- und Jagsttal: Falscher Polizist will Alfreds ausrauben

Ein vermeintlicher „Kriminalhauptkommissar Schneider“ rief am Montag, den 19. November 2018, von 18.20 Uhr bis 19 Uhr unter anderem in Künzelsau, Ingelfingen, Forchtenberg und Kupferzell Menschen mit dem Vornamen Alfred an. Carsten Diemer, vom Polizeipräsidium Heilbronn, antwortete auf GSCHWÄTZ-Nachfrage, dass der falsche Kriminalhauptkommissar mit hochdeutschem Akzent den Angerufenen berichtete, es seien Einbrüche in deren Nähe gemeldet wurden und ob sie eine Polizeistreife vorbeischicken sollen. Die vermeintlichen Polizisten versuchen dann vor Ort die Betroffenen zu überzeugen, ihnen ihr Bargeld auszuhändigen, damit die vermeintlichen Polizisten es verwahren.

Es meldeten sich bislang fünf Bürger mit dem Vornamen Alfred bei der Polizei. Wie viele Personen der falsche Beamte insgesamt angerufen hat, ist nicht bekannt – auch nicht, ob es Geschädigte gibt, die der falschen Polizei tatsächlich das Bargeld ausgehändigt haben.

Eine weitere Geschichte, die die vermeintlichen Polizisten am Telefon erzählen: Die Polizei habe bei Tätern die Adresse des Angerufenen gefunden. Nun möchten Sie sich über den Vermögensstand informieren.

„Es ist auffällig, dass viele Menschen, die von den Betrügern angerufen werden, im Telefonbuch zu finden sind und ältere Namen haben,“ so Diemer. Es wurden am Montag somit nicht nur Menschen mit dem Vornamen Alfred angerufen sondern auch weitere, deren Namen wir laut der Polizei nicht veröffentlichen dürfen.

Ob jemand zu Schaden gekommen ist, kann man noch nicht sagen. Diemer erklärt: „Die Geschädigten rufen erst einige Tage später an, um sich nach ihrem Ersparten zu informieren.“




Musikschule wird teurer

Die Stadt Künzelsau hat einen externen Berater engagiert, der die Musikschulgebühren unter die Lupe genommen hat. Mithilfe eines Betriebsabrechnungsbogens hat er herausgefunden, daß die Einnahmen etwa 62 Prozent der Kosten decken und daß sich pro Schüler und Monat ein Betrag von 35 Euro ergibt, der aus dem Haushalt der Stadt gedeckt werden muß. Außerdem hat er festgestellt, daß beim Einzelunterricht pro Stunde höhere Fehlbeträge erzielt werden, als bei Gruppenunterricht- bei Gruppenunterricht könnte bei sechs bis sieben Schülern der „break-even“erreicht werden, sprich, ab dieser Anzahl könnten sich die Kurse refinanzieren.

Der Berater habe, so die Stadtverwaltung Künzelsau bei ihrer letzten Gemeinderatssitzung am 13. November 2018, ein Excel-Formular entwickelt, in das man die prozentuale Gebührensteigerung eingeben könne und das dann den Fehlbetrag ermittele.

Das Ergebnis: Wenn man von  300.000 Euro Gebühreneinnahmen (dazu kommen noch staatliche Zuschüsse) pro Jahr ausgehend die Gebühren um fünf Prozent erhöht, dann erhöht das die Einnahmen um 15.000 Euro und der Fehlbetrag erniedrigt sich um diesen Betrag.

Der Gemeinderat beschloss die Gebührenerhöhung um fünf Prozent.

Text: Matthias Lauterer

Fotos: Stadt Künzelsau/Archiv

Die erfolgreichen Teilnehmer der Jugendmusikschule Künzelsau am Landeswettbewerb, v.l.n.r.: Stefan Bender (Lehrer), Daniel Bechtel, Michael Bogdahn, Max Bentz (Lehrer), Ines Beetz und Johannes Mittl (Lehrer). Foto: Stadtverwaltung Künzelsau/Archiv

Gemeinsamer Auftritt der Jugendmusikschulen Künzelsau und Marcali 2017. Foto: Stadtverwaltung Künzelsau