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Ruhe und Besinnung verbirgt sich hinter unserem 2. Adventstürchen

Heute dürfen wir hinter das zweite Aventstürchen des Dörrenzimmerner Dorf-Kalenders schauen. Was verbirgt sich wohl dahinter? Sylvia Schieber verrät es uns:

„Ich habe Weihnachten in 15 Minuten für jede der Frauen vorbereitet. In dem Säckchen ist eine Geschichte,die man bei einem Tee und Schokoriegel in aller Ruhe lesen soll. Für mich und meine Familie ist die Adventszeit etwas ganz Besonderes und ich möchte, dass jeder diese kostbare Zeit für einen Moment nutzt, um zur Ruhe und Besinnung zu kommen.“

Heute ist der erste Advent – der beste Tag, um sich eine Pause zu gönnen.

Adventskranz

Adventskranz. Foto: GSCHWÄTZ

 

Uns ist nicht bekannt, welche Geschichte in den Säckchen versteckt ist, aber wir haben für Sie, liebe Leser, ein ganz besondere Geschichte für eine kurze Auszeit herausgesucht:

 

Drei merkwürdige Gäste und ein guter Stern

von Ulrich Peters

Die vornehmen Leute aus dem Osten hatten den Stall und die Krippe noch nicht lange verlassen, da trug sich eine seltsame Geschichte in Betlehem zu, die in keinem Buch verzeichnet ist.

Als die Reitergruppe der Könige gerade am Horizont verschwand, näherten sich drei merkwürdige Gestalten dem Stall.

Die Lebensfreude, die Zeit und Liebe statten uns einen Besuch ab

Die erste trug ein buntes Flickenkleid und kam langsam näher. Zwar war sie wie ein Spaßmacher geschminkt, wirkte aber hinter ihrer lustigen Maske eigentlich sehr, sehr traurig. Erst als sie das Kind sah, huschte ein leises Lächeln über ihr Gesicht. Vorsichtig trat sie an die Krippe heran und strich dem Kind zärtlich über das Gesicht: „Ich bin die Lebensfreude“ sagte sie. „Ich komme zu dir weil die Menschen nichts mehr zu lachen haben. Sie haben keine Freude mehr am Leben. Alles ist so bitterernst geworden.“ Dann zog sie ihr Flickengewand aus und deckte das Kind damit zu. „Es ist kalt in dieser Welt. Vielleicht kann dich der Mantel des Clowns wärmen und schützen.“

 

Darauf trat die zweite Gestalt vor. Wer genau hinsah, bemerkte ihren gehetzten Blick und spürte, wie sehr sie in Eile war. Als sie aber vor das Kind in der Krippe trat, schien es, als falle alle Hast und Hektik von ihr ab. „Ich bin die Zeit“ sagte sie und strich dem Kind zärtlich über das Gesicht. „Eigentlich gibt es mich kaum noch. Die Zeit, sagt man, vergeht wie im Flug. Darüber haben die Menschen aber ein großes Geheimnis vergessen. Die Zeit vergeht nicht. Zeit entsteht. Sie wächst überall dort, wo man sie teilt.“ Dann griff die Gestalt in ihren Mantel und legte ein Stundenglas in die Krippe. „Man hat wenig Zeit in dieser Welt. Diese Sanduhr schenke ich dir, weil es noch nicht zu spät ist. Sie soll dir ein Zeichen dafür sein, dass du immer so viel Zeit hast, wie du dir nimmst und anderen schenkst.“

„Man tritt mich mit Füßen“

Dann kam die dritte Gestalt an die Reihe. Sie hatte ein geschundenes Gesicht voller dicker Narben, so als ob sie immer und immer wieder geschlagen worden wäre. Als sie aber vor das Kind in der Krippe trat, war es als heilten die Wunden und Verletzungen, die ihr das Leben zugefügt haben musste. „Ich bin die Liebe“ sagte die Gestalt und strich dem Kind zärtlich über das Gesicht. „Es heißt, ich sei viel zu gut für diese Welt. Deshalb tritt man mich mit Füßen und macht mich fertig.“ Während die Liebe so sprach, musste sie weinen und drei dicke Tränen tropften auf das Kind. “Wer liebt, hat viel zu leiden in dieser Welt. Nimm meine Tränen. Sie sind das Wasser, das den Stein schleift. Sie sind wie der Regen, der den verkrusteten Boden wieder fruchtbar macht und selbst die Wüste zum Blühen bringt.“

 

Und die Tränen verwandelten sich in drei wunderschöne blühende rosa Rosen.

 

Da knieten die Lebensfreude, die Zeit und die Liebe vor dem Kind des Himmels. Drei merkwürdige Gäste, die dem Kind ihre Gaben gebracht hatten. Das Kind aber schaute die drei an, als ob es sie verstanden hätte.

 

Plötzlich drehte sich die Liebe um und sprach zu den Menschen. „Man wird dieses Kind zum Narren machen, man wird es um seine Lebenszeit bringen und es wird viel leiden müssen, weil es bedingungslos lieben wird. Aber weil es Ernst macht mit der Freude und weil es seine Zeit und seine Liebe verschwendet, wird die Welt nie mehr so wie früher sein. Wegen dieses Kindes steht die Welt unter einem neuen guten Stern, der alles andere in den Schatten stellt.“

 

Darauf standen die drei Gestalten auf und verließen den Ort. Die Menschen aber, die all das miterlebt hatten, dachten noch lange über diese rätselhaften Worte nach.

 

 

 

 

 




Dörrenzimmern ruft Dorf-Adventskalender ins Leben

Nicht nur Kinder freuen sich über einen Adventskalender. So haben sich 24 Frauen aus Ingelfingen-Dörrenzimmern entschieden, gemeinsam einen solchen Kalender für sich selbst zu machen. So funktioniert‘s: Jede Frau bastelt, backt oder kocht etwas für die anderen 23 Frauen und verpackt die Geschenke, damit die Frauen nicht vorher schon wissen, was sich darin befindet. Jede der Frauen bekommt eine Zahl zwischen 1 und 24 zugewiesen. Beispiel Andrea Ochs. Sie hat die Zahl eins bekommen. Das heißt: Ihr kleines Geschenk dürfen die Mädels am heutigen ersten Dezember auspacken.

Apfel-Zwiebel-Marmelade

Wir präsentieren an dieser Stelle bis zum 24. Dezember 2018 jeden Tag um 18 Uhr, was sich die Frauen haben einfallen lassen und wir können jetzt schon sagen: Es wird sehr kreativ, originell, bunt und kuschelig – also genau das Richtige für eine gemütliche Auszeit im Advent.

HEUTE:

1. Dezember

Andrea Ochs:

„Ich habe eine Apfel-Zwiebel-Marmelade hergestellt. Die Marmelade passt gut zu kaltem Braten oder Käse. Für die Marmelade werden Äpfel und Zwiebel klein gehackt, etwas Essig, Apfelsaft, Zimt, Thymian und Nelkenpulver dazu gegeben, zehn Minuten ziehen lassen, dann das Ganze mit Gelierzucker aufkochen und in Gläschen abfüllen.“

Foto: privat




Sport Steinbach schließt

Nach über 25 Jahren schließt Sport Steinbach in Künzelsau Ende Januar 2019 seine Türen. Der Sportbekleidungsladen in der Oberamteistrasse in Künzelsau, direkt neben dem großen Sparkassengebäude, schließt altersbedingt. Fritz Steinbach, der Inhaber, erklärt auf GSCHWÄTZ-Nachfrage: „Ich werde den Laden altersbedingt schließen. Ich werde schließlich bald 70.“
Sport Steinbach hatte sich auf Markenkleidung im Sport- und Freizeitbereich spezialisert. Auch Ausrüstung zum Wandern und Skifahren konnte man kaufen.

Gebäude gehört der Sparkasse

Aber ganz zieht sich Steinbach nicht aus der Sportszene zurück: „Ich werde mit 11Teamsports aus Crailsheim zusammenarbeiten. Es wird einen Showroom mit Sportbekleidung für Vereine geben.“ Wo und wann genau der Showroom umgesetzt wird, steht noch nicht fest. Die Frage, was nach Sport Steinbach in dem Gebäude neben der Sparkasse zu finden sein wird, konnte Fritz Steinbach nicht beantworten. Das Gebäude gehört der Sparkasse.




Unsere Dezember-Ausgabe ab sofort überall erhältlich

Ab sofort gibt es unsere Dezember-Ausgabe druckfrisch bei allen unseren Vetriebsstellen im Hohenlohekreis

https://www.gschwaetz.de/wo-gibt-es-gschwaetz-zu-kaufen/

Unter anderem mit folgenden Themen:

UNSER TITEL-THEMA:

// Elisabeth S. – Die ganze Geschichte

Alle Fakten und Hintergründe zu dem Verbrechen des Jahrzehnts – über Elisabeth S., Ole (7) und wie geschehen konnte, was geschehen ist

 

+ Die Aussagen der Eltern vor Gericht

 

// Die Bürgerinitiative zum Erhalt des Hohenloher Krankenhauses meldet sich zurück – mit einem offenen, kritischen Brief, adressiert an Landrat Neth. Was hat der Landrat darauf geantwortet?

 

// Der Macher von Stachenhausen, Gerhard Sprügel, tourte während der WM, mit seinem Wohnwagen durch Russland – und war überrascht. Was er alles erlebt hat und wie die Russen wirklich sind, lesen Sie in unserer neuen Ausgabe

 

// Diese Frau weiss, was Tiere denken – und spricht mit ihnen – alles über die Tierflüsterin aus Mulfingen und wie auch Ihrem Tier geholfen werden kann

 

// Pfarrerin Sabine Focken stammt aus einer Flüchtlingsfamilie. Was sie an den Hohenlohern so schätzt, das erzählt sie in unserem Magazin

 

und viele weitere Themen

 

Titelseite unserer Dezember-Ausgabe 2018

 

 




Wissen, wann der Müllmann kommt

Die Maschinen in der Druckerei der Krautheimer Werkstätten für Menschen mit Behinderungen (WfbM) laufen auf Hochtouren. Rund 2.000 Abfallkalender in der Stunde kommen gefalzt und geheftet vom Band und werden von einigen Beschäftigten der Abteilung Druckweiterverarbeitung vorsortiert. Ihr Handicap spielt weder hierbei noch bei den nächsten Schritten, zum Beispiel dem Bohren der Abfallkalenderaufhängung eine Rolle. „Bei allen Tätigkeiten in der WfbM“, erklärt Stefan Blank, Geschäftsführer der WfbM, „wird stets darauf geachtet, dass niemand überfordert wird. Unser Ziel ist, dass sich jeder Einzelne mit der Unterstützung von Fachleuten, den individuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten entsprechend in eine große Vielfalt von Arbeitsprozessen erfolgreich einbringen kann“.

 

Abfallkalender 2019 kommt von den Krautheimer Werkstätten für Menschen mit Behinderungen

 

Die Abfallwirtschaft Hohenlohekreis arbeitet schon seit vielen Jahren sehr zuverlässig mit der WfBM im Elektroschrott-Recycling zusammen. Und künftig will die Abfallwirtschaft verstärkt soziale Aspekte bei der Auftragsvergabe berücksichtigen. „Wir freuen uns deshalb sehr, dass unser neuer Abfallkalender bei den Krautheimer Werkstätten in Auftrag gegeben werden konnte“, so der Geschäftsführer der Abfallwirtschaft Sebastian Damm.

Auch im Jahr 2019 bietet der Abfallkalender wieder viel Wissenswertes zur Abfallvermeidung. Und natürlich gibt es auch wieder wertvolle Servicetipps wie beispielsweise die Hinweise zum Umgang mit der Biotonne. Einziger Unterschied, der Abfallkalender wird „leichter“. „Es ist gelungen, bei gleicher Qualität dünneres Papier einzusetzen“, freut sich die Betriebsleiterin der Abfallwirtschaft Silvia Fritsch. Rund zwei Tonnen Papier konnten so insgesamt eingespart werden. Das sei ein echter Beitrag zur Abfallvermeidung und zum Ressourcenschutz, so Fritsch.

Die Verteilung des Abfallkalenders mit den Müllabfuhrterminen für 2019 beginnt am Montag, den 3. Dezember 2018. Er wird per Post an sämtliche Haushalte und Gewerbebetriebe im Hohenlohekreis verschickt. Sollte kein Abfallkalender im Briefkasten sein, liegen Exemplare an der Bürgertheke der Abfallwirtschaft in Künzelsau oder bei den Bürgermeisterämtern bereit. Alle Abfuhrtermine können auch bequem online über die Homepage der Abfallwirtschaft oder über die Abfall-App abgerufen werden.  Für Fragen steht das Team der Service-Hotline unter 07940 18-555 gerne zur Verfügung.

 

Quelle: Pressemitteilung der Abfallwirtschaft des Hohenlohekreises




Vollsperrung zwischen Belsenberg-Hermuthausen

Die L 1022 von Belsenberg nach Hermuthausen muss von Montag, den 3. Dezember 2018, bis Freitag, den 7. Dezember 2018, aufgrund von umfangreichen Gehölzpflege- und Baumfällarbeiten für den Gesamtverkehr gesperrt werden.

Der überörtliche Verkehr wird ab der Einmündung der B 19 Richtung Hermuthausen, in Richtung Stachenhausen bis auf Höhe des Parkplatzes über die Kreisstraße 2316  zurück bis zur Landesstraße 1022 bei Hermuthausen und umgekehrt umgeleitet. Die Einmündung in Hermuthausen in Fahrtrichtung Ohrenbach und Steinbach ist frei.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises




Bewaffneter Betrunkener: Geiselnahme in Post Öhringen

Zu einem Einsatz zahlreicher Polizeikräfte kam es am Mittwochabend, den 28. November 2018, gegen 19.15 Uhr in der Öhringer Bahnhofstraße. Ein bewaffneter Mann betrat gegen 19.10 Uhr das dortige Briefverteilungszentrum. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich noch zwei Briefzustellerinnen an ihrer Arbeitsstelle. Den beiden gegenüber gab er an, dass er nicht mehr könne und alles beenden wolle. Zudem zeigte der Tatverdächtige eine Pistole vor. Einer der beiden Mitarbeiterinnen gelang über eine Seitentür die Flucht, sie konnte umgehend die Polizei verständigen.

Währenddessen hatte der stark alkoholisierte 46-Jährige, der bis vor wenigen Wochen als Briefzusteller tätig gewesen war, die andere Angestellte in seiner Gewalt. Er verlangte, einen Mitarbeiter der Postverwaltung zu sprechen und dass die Polizei verständigt wird. Zwischenzeitlich hatten Kräfte des Polizeireviers Öhringen das Gebäude umstellt. Der Tatverdächtige trat wenige Minuten später mit erhobenen Händen vor das Gebäude und forderte die Polizisten auf, ihn zu erschießen. Nachdem er aufgefordert wurde, sich niederzuknien und dem auch nachkam, griff er zu seiner Pistole, konnte jedoch durch umgehendes und beherztes Eingreifen der Einsatzkräfte unverletzt festgenommen werden. Hierbei ergab sich auch, dass es sich bei der Waffe um eine Soft-Air-Pistole handelte. Derzeit dauern die Ermittlungen zu den Hintergründen der Tat an. Der 46-Jährige wird im Laufe des heutigen Tages einem Haftrichter vorgeführt.

Quelle: Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft und des Polizeipräsidiums Heilbronn vom 29. November 2018

Foto: GSCHWÄTZ/Archiv/Öhringen Innenstadt




Bunter Weihnachtsbaum im Landratsamt

Zum ersten Mal haben Schüler der Erich Kästner-Schule für Sprachbehinderte in Künzelsau einen Weihnachtsbaum geschmückt. Insgesamt waren 65 Schüler an der Aktion im Foyer des Landratsamtes beteiligt. Den Baumschmuck haben die Kinder aller Klassenstufen mit hoher Motivation und viel Freude selbst gebastelt – nur Baum, Kerzen und Kugeln wurden vom Landratsamt zur Verfügung gestellt.

Stolz präsentierten die Schüler zusammen mit Schulleiterin Kathrin Ehrmann Landrat Dr. Matthias Neth ihren Baum. „Ich freue mich sehr, dass ihr euch zum ersten Mal  bereit erklärt habt, den Schmuck zu basteln und den Baum damit zu schmücken. Und ich muss sagen, das ist euch hervorragend gelungen“, war dann auch der Landrat sehr erfreut. „Der Baum bringt Glanz in unser Foyer, erfreut jeden, der ihn sieht und verbreitet vorweihnachtliche Stimmung.“

Die Kinder freuen sich, dass ihre kleinen Kunstwerke so prominent zur Geltung kommen. „Sie waren wirklich mit Feuereifer bei der Sache und konnten es kaum erwarten, bis es endlich losgeht“, berichtete Schulleiterin Kathrin Ehrmann.

Neben dem Weihnachtsbaum präsentierten die Kinder zudem die Lieder „Jeder macht sich nun bereit“ sowie „Ich lieb den Winter“, die sie eigens für diesen Anlass einstudiert hatten. Neben einem kleinen Umtrunk mit Brezeln, Hefezopf und Gebäck gab es zum Ausklang noch Blumen für die Lehrerinnen sowie Adventskalender für die Kinder.

In Zukunft wollen sich die Erich Kästner-Schule sowie die Geschwister-Scholl-Schule Künzelsau beim Basteln und Schmücken abwechseln.

Die Schüler der Erich Kästner-Schule mit Landrat Dr. Matthias Neth und Ursula Mühleck, Dezernentin für Familie, Bildung und Gesundheit (beide rechts).

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises

 




Neth überreicht Weihnachtsspende an den Weißen Ring

Anstatt in größerem Umfang Weihnachtskarten zu versenden, überreicht Landrat Dr. Matthias Neth traditionell eine Spende an eine soziale Einrichtung oder an eine soziale Organisation. In diesem Jahr übergibt der Hohenloher Landrat einen Scheck in Höhe von 500 Euro an den Weißen Ring e. V. „Der Weiße Ring übernimmt eine sehr wichtige gesellschaftliche Aufgabe: Er hilft Kriminalitätsopfern und Angehörigen schnell und unbürokratisch und leistet menschlichen Beistand und persönliche Betreuung unmittelbar nach einer Straftat“, erklärt Landrat Neth. „Das ist deshalb so bemerkenswert, weil insbesondere nach Gewaltverbrechen das öffentliche Interesse meist nur dem Tatgeschehen, dem Täter und dessen Verurteilung gilt.“

Cornelia Taschner, Leiterin der Außendienststelle Hohenlohekreis des Weißen Rings, bedankte sich: „Wir freuen uns, dass wir damit denjenigen helfen können, die in solchen Situationen zu oft vergessen werden.“ Die Spende soll speziell für Opfer und Angehörige im Hohenlohekreis verwendet werden.

Was ist der Weiße Ring?

Am 16. Mai 1976 ist das Opferentschädigungsgesetz (OEG) in Kraft getreten. Dem OEG liegt vor allem der Gedanke zu Grunde, dass die Gesellschaft für die gesundheitlichen Schäden des Opfers einer Gewalttat sowie der eventuell entstandenen wirtschaftlichen Folgen einzutreten hat, weil der Staat es im Einzelfall nicht vermocht hat, den Bürger vor einem gewaltsamen Angriff zu bewahren. Für die Durchführung ist die Versorgungsverwaltung beauftragt worden.

Im selben Jahr (1976) ist in Mainz der gemeinnützige Verein Weißer Ring e. V. ins Leben gerufen worden. Die Organisation versteht sich als Anlaufstelle für alle Kriminalitätsopfer und ihre Angehörigen, die unter den seelischen, körperlichen und wirtschaftlichen Folgen einer Straftat zu leiden haben. Somit setzt sich der Verein öffentlich für die Opfer ein, fordert eine bessere Kriminalitätsvorbeugung und unterstützt Projekte des Täter-Opfer-Ausgleichs und der Schadenswiedergutmachung.

Der Weiße Ring betreibt ein Netzwerk von bundesweit rund 420 Außenstellen mit mehr als 3000 ehrenamtlich tätigen Mitarbeitern.

 

von links: Ulrich Schmid, Ursula Mühleck, Dezernentin für Familie, Bildung und Gesundheit, Cornelia Taschner, Leiterin der Außendienststelle Hohenlohekreis des Weißen Rings e. V., Landrat Dr. Matthias Neth und Patrick Hauser, Dezernent für Umwelt und Ordnung, bei der Übergabe der Weihnachtsspende im Landratsamt Hohenlohekreis.
Foto: Landratsamt des Hohenlohekreises

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises




Vater schrie: „Mein Junge, mein Junge“

Der erste Verhandlungstag im Prozess gegen Elisabeth S., am Dienstag, den 27. November 2018, im Landgericht Heilbronn ist vorbei. Bisher hat Elisabeth S. auf jede Aussage, auch zu ihrem Lebenslauf, verzichtet.

Es wurden drei Zeugen befragt. Die Eltern, Susanne T. und Jens T., des 7-jährigen Ole aus Künzelsau und der Nachbar von Elisabeth S. der mit den Eltern den Jungen fand, wurden einzeln als Zeugen aufgerufen.

Sehr emotional ist der Prozessauftakt zu Elisabeth S.. Zwar hat die Hauptverdächtige Elisabeth S. bislang nicht ausgesagt, aber die Mutter wurde dazu befragt, wie sie ihren Jungen bei seiner Ersatzoma aufgefunden hat. „Ich habe ihn in der mit Wasser gefüllten Badewanne liegen sehen.“ Die Mutter ringt mehrmals während der Vernehmung um Fassung, weint, und versucht immer wieder, den Blickkontakt zu Elisabeth S. herzustellen. Elisabeth S. wiederum sitzt mit ihrer Anwältin mit dem Rücken zugewandt zu den Eltern. Selbst bei der Frage „warum, Elisabeth?“, stellt Elisabeth S. den Blickkontakt zu den betroffenen Eltern nicht her.

Der Vater schilderte sehr rational wie er den Schrei seiner Frau nie wieder im Leben vergessen wird und auch wie er seinen Sohn aus der Badewanne hob, nach unten ins Wohnzimmer trug und ihn dort auf den Boden legte. Er schrie: „Mein Junge, mein Junge“.

Ein Sachverständiger umriss kurz den Lebenslauf von Elisabeth S., da sie selbst keine Aussage vor Gericht machen wollte. Sie hat ein Kind, einen Fotografen, der in München lebt, der selbst keine Kinder hat. Die gelernte Krankenschwester ist in Künzelsau geboren und hat jahrelang in Künzelsau im Krankenhaus gearbeitet. Ihr Mann ist 2009 gestorben.

Die  Anklage der Staatsanwaltschaft lautet auf Totschlag. Vermutetes Tatmotiv: Verlustangst bezüglich des Zieh-Enkels.

Es sollen im Laufe des Prozesses noch mehrere Sachverständige gehört werden, auch zu dem Geisteszustand von Elisabeth S.. Die Eltern des getötet Jungen berichtet von keinen Auffälligkeiten im Verhalten der Ersatzoma.