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Taubenmarkt in Mulfingen

Der Tauben-​ und Geflügelmarkt findet in Mulfingen mit großem Krämermarkt und Festumzug, am Samstag, den 02. Februar 2019, statt und kann auf eine über 110-​jährige Tradition zurückblicken. Der Verkauf der Kleintiere startet bereits ab 8.30 Uhr, eine Stunde später öffnet dann der Krämermarkt mit mehr als 60 Ständen. Um 13.30 Uhr setzt sich dann der Festumzug mit zirka 40 Gruppen und 400 bis 500 Teilnehmern in Bewegung. In der Stauseehalle spielt zum Abschluss des Tauben-​ und Geflügelmarkts ab 20.30 Uhr die Band GRUMIS. Der Tauben-​ und Geflügelmarkt Mulfingen findet traditionell immer am ersten Samstag im Februar statt.

Flyer des Taubenmarktes.
Flyer: Stadt Mulfingen

Flyer des Taubenmarktes.
Flyer: Stadt Mulfingen




Alice Weidel spricht in Niedernhall – 27 Vereine kündigen Gegendemo an

Am kommenden Samstag, den 02. Februar 2019, 18 Uhr, lädt die AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag zum Bürgerdialog in die Stadthalle nach Niedernhall ein. Thema ist laut der Pressemitteilung der AfD: „Bürgernahe Politik gegen den EU-Superstaat“. Nun hat sich ein Bündnis aus 27 Vereinen, Organisationen, Gewerkschaften und Parteien zusammengeschlossen und ruft zu einer Gegenkundgebung am kommenden Samstag in Niedernhall auf.

„Wir als AfD glauben an Europa“, heißt es in dem Veranstaltungshinweis der AfD. „Der Weg ist nicht, sich ganz aus der EU zu verabschieden. Die 27 Nationen haben bei ihren vielen Unterschieden auch gemeinsame Interessen, die ein gemeinsames Handeln sinnvoll machen. Es ist jedoch an der Zeit, die EU zu reformieren. Europa muss sich von einem Zentralstaat zu einem Bündnis gleichberechtigter Nationen verwandeln. Es ist unakzeptabel, mehr wirtschaftliche Gleichheit in Europa auf Kosten des Wohlstands und zu Lasten der deutschen Steuerzahler zu erzeugen“, so die AfD.

Neben Alice Weidel, Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion, werden Marc Bernhard, Vorsitzender der AfD-Landesgruppe Baden-Württemberg, sowie Marc Jongen, Kulturpolitischer Sprecher der AfD-Bundesfraktion, am Samstag in Niedernhall sprechen. Die Abgeordneten werden, so die AfD, über die Struktur sowie die Arbeit der AfD-Bundestagsfraktion informieren. Eingegangen wird auf  aktuelle Themen, welche in den Ausschüssen des Bundestages diskutiert werden, Anfragen der Abgeordneten an die Bundesregierung und die Antworten der Regierung.

„Bei uns ist nur der Kocher braun“

Der Arbeitskreis für Demokratie – gegen Faschismus unter dem Versammlungsleiter Hans-Jürgen Saknus (SPD) veranstaltet nun am Samstag von 17 bis 20 Uhr eine Kundgebung in Niedernhall, gegenüber von der Stadthalle, unter dem Motto: „Bei uns ist nur der Kocher braun“. Die Mitglieder des Arbeitskreises setzen sich laut ihrer Pressemitteilung ein für „Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Schutz des Grundgesetzes und Beachtung der Menschenrechte“.

 

 

 

 

 




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Künzelsau: 31-Jähriger nach Vandalismus auf Friedhof festgenommen

Im Rahmen von Ermittlungen nach Vandalismus auf dem Friedhof Künzelsau hat die Polizei einen 31-Jährigen festgenommen. In der Nacht von Freitag, den 25. Januar 2019, auf Samstag, den 26. Januar 2019,waren in dem Friedhofsbereich an der Stettenstraße mehrere Gräber und Grabschmuck beschädigt oder zerstört worden. Nach einem Presseaufruf der Polizei hatten sich 20 Personen gemeldet, die Beschädigungen an Gräbern ihrer Angehörigen festgestellt hatten. In derselben Nacht gab es auch einen Einbruch in ein nahegelegenes Gebäude. Die Ermittlungen führten die Polizei schnell zu einem 31-Jährigen.

Dementsprechend beantragte die Zweigstelle Schwäbisch Hall der Staatsanwaltschaft Heilbronn einen Durchsuchungsbeschluss für die Wohnung des Mannes, den das Amtsgericht Schwäbisch Hall erließ. In einer späteren Vernehmung räumte der 31-Jährige den Vandalismus auf dem Friedhof sowie den Einbruch in das Gebäude ein. Als Antrieb gab er persönliche Gründe an. Der Mann muss nun mit entsprechenden Anzeigen rechnen. Der entstandene Sachschaden beträgt mehrere tausend Euro.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn vom 29. Januar 2019

Foto: GSCHWÄTZ/Archiv/Friedhof in Künzelsau




Niedernhall-Giebelheide: Wegen Kurierfahrer Straße gesperrt

Wegen Bergungsarbeiten nach einem Verkehrsunfall musste die Landesstraße zwischen Niedernhall und Giebelheide am Montagmittag, den 28. Januar 2019, zeitweise voll gesperrt werden. Kurz vor 12 Uhr war dort ein Kurierfahrer mit seinem Mercedes-Sprinter auf der abschüssigen Strecke in Richtung Niedernhall unterwegs. In einer Linkskurve brach das Fahrzeug auf der – vermutlich aufgrund des vorherrschenden Schneeregens – glatten Fahrbahn aus und schleuderte nach links. Dort prallte es gegen eine Leittafel, fuhr etwa zehn Meter eine Böschung hoch und kippte von dort aus auf die rechte Seite. Anschließend rutschte der Kleintransporter auf die Gegenfahrbahn und kam auf der rechten Fahrzeugseite zum Stillstand. Sowohl der 24-jährige Fahrer wie auch sein 21 Jahre alter Beifahrer waren angeschnallt. Der 21-Jährige zog sich dennoch leichtere Verletzungen zu, die im Krankenhaus behandelt werden mussten. Am Sprinter entstand Sachschaden in Höhe von 15.000 Euro. Da sich zunächst die Türen des Unfallfahrzeugs nicht öffnen ließen, kamen Einsatzkräfte der Feuerwehren Künzelsau und Niedernhall vor Ort. Ein Rettungsteam des Deutschen Roten Kreuzes kümmerte sich um den Verletzten. Die Fracht des Kleintransporters, über 30 Pakete und Päckchen wurden auf ein Ersatzfahrzeug umgeladen.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsididums Heilbronn vom 29. Januar 2019

Foto: adobe stock




Kurierfahrer krankenhausreif geschlagen

Am späten Montagabend, den 28. Januar 2019, gegen 23 Uhr, wurde ein Kurierfahrer beim Abladen seiner Fracht in Öhringen durch einen noch nicht ermittelten Angreifer krankenhausreif geschlagen. Der 28-Jährige befand sich mit seinem Klein-Transporter auf dem Marktplatz und lud dort Waren aus seinem Fahrzeug, als er plötzlich von einem Unbekannten weggezogen und unvermittelt mit Fäusten traktiert wurde. Nach der Attacke flüchtete der Schläger in Richtung Hirschgasse. Der Angegriffene musste aufgrund seiner Verletzungen von einem Rettungsteam ins Krankenhaus gebracht werden. Zudem wurde seine Brille beschädigt. Wer Hinweise zu dem Überfall geben kann, sollte sich bei der Öhringer Polizei, Telefon 07941 9300, melden.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn vom 29. Januar 2019




Auto steht in Flammen

Am Montag, den 28. Januar 2019, gegen 17.40 Uhr, brannte ein Auto auf der B19 beim Ortseingang Künzelsau auf der Höhe vom Kaufland. Feuerwehr und Polizei waren vor Ort.

Auf GSCHWÄTZ-Nachfrage teilt Frank Belz, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Heilbronn, mit, dass das Fahrzeug aufgrund eines technischen Defektes brannte. „Das Fahrzeug wurde vom Fahrzeughalter abgeschleppt“, so Belz.

 




Niedernhall: Grundschulneubau knapp 1,5 Millionen Euro teurer

Text von Matthias Lauterer

Bürgermeister Beck stellte die Gemeinderatssitzung am Montag, den 28. Januar 2019, unter das Motto des englischen Philosophen Herbert Spencer „Das große Ziel der Bildung ist nicht Wissen, sondern Handeln.“ – ein durchaus passendes Motto, denn Haupttagesordnungspunkt war der Neubau der Grundschule. Etwa 35 Bürger waren gekommen, um die Sitzung zu verfolgen.

Geplanter Neubau der Grundschule in Niedernhall.
Foto: Büro Thiele und Knorr

Karin Thiele vom Büro Knorr und Thiele stellte den aktuellen Stand der Planung des Neubaus der Grundschule Niedernhall dar und ging insbesondere auf Änderungen gegenüber dem vorhergehenden Planungsstand ein. So muss auf den Standort im Wasserschutzgebiet Rücksicht genommen werden: Da ein übliches Fundament nicht genehmigungsfähig ist, muss aufwändig eine entsprechend dimensionierte 45 Zentimeter dicke Bodenplatte erstellt werden. Außerdem ist das Gebäude um 90 Zentimeter gegenüber dem heutigen Tennisplatzniveau zu erhöhen, um einem hundertjährigen Hochwasser zu trotzen.

Alles das sind natürlich Maßnahmen, so Bürgermeister Beck „die auch Mehrkosten verursachen“.

Die Planung sieht vor, dass im Erdgeschoss die Garderobe, die Räume für die Ganztagesbetreuung, der Werkbereich sowie der Lehrerbereich untergebracht werden, dazu eine Fläche für Veranstaltungen, die als Atriumbereich unter einem großen Oberlicht gestaltet ist. Die acht Unterrichtsräume sind im Obergeschoss geplant, dazu für je zwei Unterrichtsräume eine sogenannte Lerninsel und ergänzend eine Begegnungszone. Im Dachgeschoss wird in Erweiterung der vorhergehenden Planung die Steuerung der Lüftungsanlage errichtet, außerdem wird es von dort Wartungszugänge aufs Dach geben.

Detaillierte Betrachtungen über die konstruktive Gestaltung der Klassenzimmer, Integration der Heiz- und Lüftungsanlage sowie die Gestaltung der Rettungswege schließen sich an.

Insgesamt ergibt sich ein Kostenansatz von zirka 8,2 Millionen Euro brutto – was gegenüber der ersten Schätzung von vor zwei Jahren, die noch von  zirka 6,6 Millionen Euro ausging, eine Erhöhung um knapp 24 Prozent darstellt. Gründe für diesen Kostensprung seien vor allem die Höherlegung des Gebäudes, die Lüftungsanlage sowie der starke Anstieg der allgemeinen Baukosten, derzeit rechnet man mit 5 Prozent pro Jahr. Außerdem seien an einigen Punkten, zum Beispiel den Bodenbelägen oder den Fenstern, höhere Investitionen zugunsten von geringeren Folgekosten angesetzt worden.

Über Fördermittel ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch keine endgültige Aussage zu machen, man kann aber von einer Förderung zwischen ein und zwei Millionen Euro ausgehen.

Eine eventuelle Photovoltaikanlage würde zusätzlich etwa 300.000 Euro kosten, kann aber unabhängig vom Neubau auch jederzeit später realisiert werden.

Beck leitete mit dem Statement: „Wir sind in einer Kostensituation, wo wir uns überlegen müssen, wie wir da wieder herunterkommen“, die Diskussion ein, in der auch erste Ansätze zur Kostendämmung genannt wurden: Roland Bolz schlug eine andere Dachkonstruktion vor, Reiner Fischer regt an, wenigstens teilweise auf die umlaufenden Treppen zu verzichten und Klaus Richter findet: „Eine außenliegende Beschattung [des Oberlichts] ist gigantisch teuer“.

Bei der Abstimmung darüber, dass die Verwaltung beauftragt wird, „gemeinsam mit dem Büro Knorr und Thiele das Baugesuch fertigzustellen und einzureichen“ sowie darüber, dass der Technische Ausschuss bei der Ausführungsplanung mitwirken soll, herrscht Einstimmigkeit.

Die Verwaltung geht im  Moment davon aus, dass ein Baubeginn aufgrund des langwierigen Verfahrens erst ab April 2020 möglich sein wird.

 




Vandalismus auf dem Künzelsauer Friedhof

In der Nacht von Freitag, den 25. Januar 2019, auf Samstag, den 26. Januar 2019, wurden auf dem Friedhof Künzelsau in der Stettenstraße mehrere Gräber beschädigt beziehungsweise Grabschmuck zerstört. Die Unbekannten rissen Kreuze von den Gräbern, verteilten den Grabschmuck im Friedhofsbereich beziehungsweise beschädigten oder zerstörten diesen. Nach den bisherigen Ermittlungen ist davon auszugehen, dass es sich um mindestens zwei Vandalen gehandelt hat. Bisher konnte noch nicht geklärt werden, wie viele Gräber in Mitleidenschaft gezogen wurden.

Der entstandene Sachschaden dürfte sich in einem vierstelligen Bereich bewegen. Die Polizei Künzelsau, Tel. 07940 9400, bittet Personen, die Hinweise zu den unbekannten Vandalen geben können, sich zu melden. Außerdem sollen sich Betroffene von geschädigten Gräbern bei der Polizei in Künzelsau melden.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn vom 27. Januar 2019




Ingelfingen: Der Junge, der in die Baugrube geschubst wurde

Ein rothaariger Junge sitzt in einer Baugrube. Nicht ohne Grund. Kameraden hatten ihn dort hineingeschubst. Der Junge wollte nicht gefunden werden, er wollte einfach nur sterben. Dies könnte der Anfang eines Romans sein oder der Anfang eines Dramas im Fernsehen. Doch es handelt sich hierbei um eine wahre Begebenheit. Sie ist Carsten Stahl widerfahren, als er ein Kind war. Nun ist Stahl auf einer Mission, die da heißt: „Stoppt Mobbing“.

Am 14. Januar 2019 gastierte Stahl mit seiner „Stoppt Mobbing“-Kampagne in der Stadthalle Ingelfingen und schilderte seine Erlebnisse ganz offen den gespannt lauschenden Schülern der Georg-Fahrbach-Gemeinschaftsschule Ingelfingen. Der Förderverein der Georg-Fahrbach-Schule und den Bildungspartner BBQ Berufliche Bildung gGmbH haben es ermöglicht, Carsten Stahl für diesen Vortrag zu gewinnen.

Der Junge in der Grube wollte zwar nicht gefunden werden, aber er wurde gefunden. „Dieser Junge war ich!“, schrie Carsten Stahl den jungen Zuhörern entgegen. Sein Vortrag hatte viele Schüler zum Nachdenken angeregt, einige gar zu Tränen gerührt. Der Vormittag verwandelte sich durch die Erzählungen und Appelle des aus dem Fernsehen bekannten Gastes zu einem flammenden Plädoyer gegen Mobbing und Ausgrenzung.

Welche Schimpfwörter kennt ihr?

Zuvor hatte Stahl bereits einen Appell an die Schüler der Georg-Fahrbach-Schule gerichtet. Er ließ sie zunächst unter schallendem Gelächter ihre schlimmsten Schimpfworte nennen. Eine Schülerin schrieb sie auf. Im Anschluss stellte er fest: „Ich weiß nicht, was schlimmer ist: Dass ihr diese Worte kennt, oder dass ihr euch dabei auch noch applaudiert!“ Er machte den Zuhörern aber zugleich klar: „Das sind Worte, die andere verletzen. Sie sind wie Kugeln, abgefeuert auf hilflose Opfer. Ihr seid die Zukunft dieses Landes und ihr seid so abgestumpft, dass euch das nichts bedeutet.“

„Worte wie Kugeln, abgefeuert auf hilflose Opfer“

Stahl schafft es mit seiner klaren, offenen, direkten Art, die Schüler mitzunehmen, zu fesseln und zu erreichen, so dass am Ende jedem klar wird: Das Thema geht auch mich etwas an und auch ich kann etwas dagegen tun. „Ich sage euch nicht, was ihr tun sollt, aber ihr könnt jetzt hier und heute ein Zeichen gegen Mobbing setzen“, führte Stahl weiter an und hatte unterdessen ein Plakat auf der Bühne ausgelegt. Kaum hatte er ausgesprochen, schon sprangen die Kinder und Jugendlichen auf, um darauf zu unterzeichnen. Durch ihre Unterschrift bekannten sich die Schüler dazu, dass Mobbing in Zukunft keinen Platz mehr an ihrer Schule hat. „Ab heute“, so Stahl „ist eure Schule eine ‚Stoppt Mobbing“-Schule.

Quelle: Amtsbote Ingelfingen vom 25. Januar 2019

Foto: GSCHWÄTZ/Archiv/Mensa der Georg-Fahrbach-Schule in Ingelfingen