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Criesbach: Prozess gegen den Kidnapper beginnt

Der Prozessauftakt im Fall T., der im September 2018 in Ingelfingen ein Fahrzeug anhielt und den Fahrer unter Vorhalten eines Messers zwang ihn nach Künzelsau zu fahren, beginnt am Dienstag, den 19. März 2019 im Landgericht Heilbronn. Der Angeklagte befindet sich seit dem 28. September 2018 in Untersuchungshaft. Die Kammer hat den Angeklagten, einen Dolmetscher, seinen Verteidiger, 8 Zeugen und einen Sachverständigen geladen. In der Hauptverhandlung wird zu erörtern sein, ob eine wahnhafte Störung des Angeklagten tatursächlich war.

Dem Angeklagten liegt zur Last, er habe am 28. September 2018 Ingelfingen einen Fahrzeugführer zum Anhalten seines Personenkraftwagens der Marke BMW gezwungen, sei über die Beifahrertür eingestiegen und habe den Geschädigten unter Vorhalt eines Küchenmessers gezwungen, nach Künzelsau zu fahren. Dort habe er ihn zur Herausgabe von Kleingeld aufgefordert, woraufhin der Geschädigte ihm 7,68 Euro überlassen habe. Daraufhin habe der Angeklagte das Messer auf dem Beifahrersitz liegenlassen und sei ausgestiegen, um aus einem bislang unklaren Motiv heraus Passanten anzusprechen. Der Geschädigte habe es nicht gewagt, zu flüchten, so dass der Angeklagte nach kurzer Zeit wieder zusteigen konnte. Im Fahrzeug habe der Angeklagte den Geschädigten zur Weiterfahrt nach Dörzbach gezwungen, wo der Geschädigte aufgrund einer Baustellenabsperrung habe anhalten müssen. Der Angeklagte sei ausgestiegen, um das Absperrband zu entfernen. In dieser Situation habe der Geschädigte ebenfalls das Fahrzeug verlassen und seine Lage den anwesenden Bauarbeitern offenbart, die ihn geschützt und das Eintreffen der Polizei abgewartet hätten.

Quelle: Landgericht Heilbronn




Handtasche aus Apotheke gestohlen

Eine unbekannte Frau nutzte am Montag, den 11. März 2019, in Öhringen die Gunst der Stunde und entwendete die Handtasche einer 79-jährigen Frau die sie zuvor in einer Apotheke liegen gelassen hatte. Gegen 11.30 Uhr ging eine 79-Jährige in eine Apotheke in der Karlsvorstadt und ließ sich dort am mittleren der drei Kundenplätze bedienen. Beim Verlassen des Geschäfts ließ die Frau ihre Handtasche vermutlich auf der Ablage vor der Theke liegen. Zu diesem Zeitpunkt hielt sich an dem linken Kundenplatz eine bislang unbekannte Frau auf. Nachdem die 79-Jährige die Apotheke verlassen hatte, wechselte die Unbekannte auf den mittleren Kundenplatz. Nach einer kurzen Beratung und ohne etwas zu kaufen verließ die Frau das Geschäft. Um circa 14.30 Uhr fand eine aufmerksame Zeugin die Handtasche auf einem Mülleimer in der Nähe des Postgebäudes in Öhringen. Aus der Tasche wurde das gesamte Bargeld entwendet. Die Polizei sucht Zeugen, die Hinweise zu der unbekannten Frau geben können. Diese ist circa 50 bis 55 Jahre alt, hat eine normale Figur, dunkle, schulterlange Haare, trug eine Sonnenbrille und eine dunkle Jacke. Hinweise werden unter der Telefonnummer 07941 9300 vom Polizeirevier Öhringen entgegen genommen.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn




Die Welt ein wenig vom Schrott befreien

Stopp. Bevor Sie diese Artikel nicht lesen, weil Sie denken: Och nö. Jetzt kommen die auch noch mit dem Öko-Gelaber. Wir kennen doch das ganze Thema schon in- und auswendig. Wirklich? Wenn Sie die Debatte kennen, hier nochmal die Fakten im Schnelldurchlauf: Wir produzieren auf unserer Erde zu viel Müll, die Müllberge wachsen stetig weiter an, mancher Müll wird verbrannt, wodurch die Luft auch nicht reiner wird. Anderer Müll bleibt liegen und verrottet auch nicht. Wir stellen Ihnen nun die ultimative Frage: Wieviel Müll produzieren Sie täglich?
Es ist völlig unerheblich, was Sie jetzt antworten, denn wir wissen: Es geht, dass Sie noch weniger Müll produzieren. Wir zeigen es Ihnen mit zehn Tipps, die jeder ganz leicht im Alltag umsetzen kann.

  1. Vor einigen Jahren noch völlig aus der Mode gekommen, mittlerweile wieder total in. Es gibt sie auch schon in richtig gutausschauend mit einem netten, lustigen Spruch drauf oder in bunt: Jutebeutel, also Stofftaschen zum Einkaufen. Diese Stoffbeutel sollte man nicht nur für größere Einkäufe mitnehmen, sondern in einem eventuell kleineren Format auch zum Brötchen- oder Obsteinkauf. Auch von GSCHWÄTZ gibt es Jutebeutel.
  2. Joghurt, Marmelade, Wasser. Das sind alles oft gekaufte Produkte. Wenn man darauf achtet, dass man diese Produkte anstatt in Plastikbehältern in Glasbehältnissen kauft, kann man damit schon jede Menge Kunststoff-Müll sparen. Glas ist optimal wieder verwertbar. Zudem ist es auch nicht wirklich gesund, immer aus irgendwelchen Kunstoffen zu essen oder zu trinken, da sich Kunststoffpartikel lösen und im Magen enden könnten.
  3. Spülmaschinenpulver nehmen, anstatt einzeln in Plastik verpackte Tabs. Diese Variante ist nicht nur besser für die Umwelt, sondern auch billiger für den Geldbeutel. Außerdem stärkt das Pulver weit mehr das Haltbarkeitsdatum Ihrer Spülmaschine, weil die Maschine das Pulver besser verwerten kann.
  4. Möglichst auf Alufolie und Frischhaltefolie verzichten. Wenn man etwa einen Topf mit Essen, das übrig geblieben ist, schützen möchte, dann einfach einen Teller zum Abdecken nehmen und keine Folie. Eine angeschnittene Melone kann auch ohne die Kunststoff-Abdeckung in das Gemüsefach in den Kühlschrank gelegt werden. Sie bleibt genauso frisch.
  5. Trennen, trennen, trennen. Seit der Einführung der Biotonne hat sich bei diversen Haushalten auch im Hohenlohekreis der Restmüll drastisch reduziert und das ist auch gut so. Denn Restmüll ist das, was letzten Endes übrig bleibt und nicht mehr wiederverwertet werden kann. Daher alles trennen, was geht: Plastikflaschen, Altpapier. Übrigens: Die Altpapiersammler freuen sich, etwa die Pfadfinder. Sie bekommen für ihr Sammeln oftmals Geld für ihre Vereinskasse.
  6. Ja, ist denn schon wieder Weihnachten? Nun haben wir im Januar 2019 wieder einige Traktoren gesehen, die in unserer Gegend von sämtlichen Haushalten die Tannenbäume eingesammelt und entsorgt haben. Ja, wir wissen, der Weihnachtsbaum im Wohnzimmer gehört zur Kultur in Deutschland. Einerseits. Andererseits sollte man nicht vergessen, dass all diese Bäume abgeholzt und Wochen später entsorgt werden. Die Frage ist: Muss das sein oder reicht es auch, eine Krippe hinzustellen als Zeichen für Weihnachten?
  7. Soweit es möglich ist, auf Materialien aus Kunststoff verzichten (unvorstellbar, aber wahr: Es gab ja auch mal eine Zeit vor Plastik) und wieder verwertbare Materialien bevorzugen, wie etwa Ton- oder Keramikübertöpfe für Blumen. Frauen lieber ja Deko – viele zumindest. Der neue Trend ist Deko selbst zu gestalten. Dieser Trend kommt der Umwelt zu Gute, weil die Dekomaterialien oft aus Resten, die woanders übrigbleiben, genommen werden und somit schon mal nicht in den Müll wandern.
  8. Da wären wir auch schon beim nächsten Punkt. Wiederverwertung. In Deutschland schmeissen wir ja mittlerweile vieles gleich weg und kaufen es sofort neu, wenn es nicht mehr gut ausschaut. Warum nicht doch die Oma fragen, ob die Hose mit dem Loch kurz geflickt werden kann anstatt gleich eine neue zu kaufen? Dasselbe gilt für Essensreste. Aufwärmen. Wiederverwerten. Unsere Großeltern lernten wegen der Armut nach dem Krieg aus Kartoffeln mehr als nur ein Gericht zu zaubern. Wir sollten es ebenso wieder lernen, um unseren Planeten nicht noch mehr zu strapazieren?
  9. Sprit sparen. Ein leidiges Thema – vor allem auf dem Land, wo der öffentliche Nahverkehr nicht wirklich eine Alternative darstellt. Dennoch gibt es zumindest die Möglichkeit, nicht jeden Tag wegen zwei Kleinigkeiten zum Supermarkt zu fahren. Dann gibt es aber noch die Kinder, die zu diversen Hobbys gefahren werden müssen. Hier schließen sich nicht selten mehrere Eltern zu Fahrgemeinschaften zusammen. Eine CO2-sparende Lösung.
  10. Chemiekeulen im Haushalt. Wir wollen Sie nun nicht dazu nötigen, auf sämtliche Putzmittel zu verzichten und ihren Alltag lediglich mit Kernseife anzugehen. Aber zum Beispiel beim Flecken entfernen helfen schon Mittel, die man sowieso im Haus hat wie Essig, Salz oder Zahnpasta, um die Flecken zu entfernen, anstatt irgendwelche teuren und weniger umweltverträglichen Mittel zu verwenden. Lesen Sie hierfür einfach regelmäßig unsere Haushaltstipps. A propos Zahnpasta. Um auch in diesem Bereich Müll zu sparen, Zahnpastatube bis zum letzten Rest verbrauchen. Wenn Sie nichts mehr aus der Tube drücken können, einfach in der Mitte aufschneiden. Da verbirgt sich in der Regel noch ganz viel Zahnpasta.



Windkraft-Ausbau: Landesregierung beantwortet AfD-Anfrage mit süphisanter Bemerkung

Unlängst haben diverse Ministerien der Landesregierung Baden-Württemberg eine Anfrage der AfD beantwortet. Unter anderem ging es um Windkrafträder in Hohenlohe und eine geplante Freilandleitung zwischen Rot am See und Kupferzell. Bei der Beantwortung der 29 Fragen der AfD konnte sich die Landesregierung zu Beginn einen süphisanten Einstieg nicht verkneifen.

Ausschlaggebend hierfür war der Titel der Anfrage der AfD. Dieser lautete: „Ableitung des in der Region nicht benötigten und deshalb am lokalen und regionalen Bedarf weitgehend vorbei produzierten regenerativen Stroms.“ Dieser Titel sei, so die Ministerien (Ministerium für Umwelt, Ministerium für Wirtschaft, Ministerium für Finanzen und Ministerium für den Ländlichen Raum) der Landesregierung Baden-Württemberg in einer gemeinsamen Stellungnahme „wertend“, suggeriere er doch damit, dass zu viel produzierter Strom unsinnig sei. Daher sehe sich die Landesregierung zu der „folgenden Vorbemerkung veranlasst“:

Um diese Bemerkung geht es

„Seit der Jungsteinzeit, der Sesshaftwerdung des Menschen und dem Beginn der
bäuerlichen Landwirtschaft haben die Menschen örtliche Überschüsse zu produzieren
versucht, um mit den produzierten Überschüssen Handel zu treiben. Damit
wurde es der Menschheit möglich, nicht selbst produzierbare Güter zu erwerben.
Daraus hat sich unsere heutige Wirtschaftsweise entwickelt. Gerade Baden-Württemberg
ist ein Paradebeispiel dafür, dass die systematische Produktion von Gütern
über den lokalen und regionalen Bedarf hinaus zu erfolgreichem Wirtschaften
und zu Wohlstand führt. Gerade Baden-Württemberg ist das Land mit besonders
vielen Weltmarktführern. Viele sind international bekannt, viele andere sind
„hidden champions“. Weltmarktführer wird man nicht durch eine eingeengte lokale
Denkweise, wenn man also nur einen lokalen Bedarf deckt und damit nur zu
einer lokalen Selbstversorgung beiträgt. Die Landesregierung von Baden-Württemberg
ist stolz auf unsere Wirtschaftsstruktur mit vielen erfolgreichen, innova –
tiven Unternehmen und ihren findigen und fleißigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern,
die aufgrund ihrer beständigen Produktion „über den lokalen Bedarf hinaus“
zum Erfolg dieses Landes beitragen.“

Letztendlich geht es um die Frage, die sich auch viele Bürger hinsichtlich Erneuerbarer Energien immer wieder stellen: Was geschieht mit dem zu viel produziertem Strom, etwa aus Windkrafträdern? Kann er sinnvoll gespeichert werden? Der AfD-Landtagsabgeordnete für den Hohenlohekreis, Anton Baron, sieht Windkrafträder zudem als „mörderisch“ im Bezug auf diverse Vögel an. Ausserdem würden sie auf „unseren Hügeln“ wie „Fremdkörper“ wirken. Zudem seien sie im, so Baron, „windärmsten Bundesland [Baden-Württemberg] höchst ineffektiv“.

Die Landesregierung sieht das indes anders: „Die gesetzten Ziele zum Ausbau der erneuerbaren Energien haben nach wie vor Gültigkeit“ und auch ein „weiterer Zubau von EEG-Anlagen un Raum Hohenlohe sei künftig zu erwarten“. Laut der Landesregierung befinden sich in den Landkreisen Schwäbisch Hall und im Hohenlohekreis derzeit 110 Windkraftanlagen in Betrieb, neun Anlagen waren genehmigt und 22 Anlagen waren beantragt, aber noch nicht genehmigt (Stand: 31. Oktober 2018). Zudem sei ein weiterer Zubau von EEG-Anlagen im Raum Hohenlohe zu erwarten. Die Ministerien betonen: Derzeit könne der in EEG-Anlagen erzeugte Strom über Leitungsanlagen der Mittelspannung, welche in den vergangenen Jahren ebenfalls ausgebaut wurden, abtransportiert werden.

Windräder noch näher an Häusern

Auch die Abstände zu Wohnsiedlungen soll laut der Anfrage der AfD verringert werden. So fragt die AfD, ob die Landesregierung Bürgerproteste nachvollziehen könne, falls es bei der von Netze BW vorgeschlagenen Abstandsregelung bei Siedlungen verbliebe, wonach als geplante „Abstandsmaximierung“ Abstände von 400m zu geschlossenen Siedlungen und 200m zu Einzelwohnhäusern geplant werden sollen. Die Ministerien beantworten diese Frage wie folgt: „Infrastrukturprojekte gleich welcher Art rufen Betroffenheit bei den berührten Kommunen und der Öffentlichkeit hervor. Es ist Aufgabe der verfahrensbeteiligten Behörden, die teils gegensätzlichen Interessen in einen angemessenen Ausgleich zu bringen und die Umsetzung der Genehmigungserfordernisse zu gewährleisten.“

Häusle-Bauer enthalten keine Entschädigung

Die AfD fragt in ihrer Anfrage ebenfalls, ob Häusle-Bauer eine Entschädigung für ihr Eigenheim zusteht, sollte es zu seinem Wertverlust durch in der Nähe errichetete Windkraftanlagen kommen. Dies weisen die Ministerien zurück :“Artikel 14 Absatz 1 Grundgesetz schützt grundsätzlich nicht gegen eine Minderung der Wirtschaftlichtkeit.“

Kosten schwanken um 12 Millionen Euro

Des Weiteren geht es im Zuge der Windkfraftanlagen auch um eine geplante Freilandleitung zwischen Kupferzell und Rot am See. Während die AfD hier auch aus optischen Gründen eine Erdverkabelung befürwortet (Baron: „Der weitere negative Aspekt einer Freilandleitung wird durch eine Beeinträchtigung des Landschaftsbildes geradezu multipliziert, weshalb sie abzulehnen ist“), verweist die Landesregierung darauf, dass sich die Kosten für die Freilandkorridore zwischen knapp 10 Millionen und 12,7 Millionen Euro, die Kosten für die Erdverkabelung sich jedoch zwischen rund 24 Millionen und 36 Millionen bewegen würden. Ein großer finanzieller Unterschied. Die Freilandkorridore wären um einige Millionen Euro günstiger. Zudem betonen die Ministerien, dass die Öffentlichkeit hier seit 2013 im Rahmen einer Öffentlichkeitsbeteiligung „informiert und angehört“ worden sei.

Quellen: Drucksache 16/5139 des Landtages von Baden-Württemberg; Pressemitteilung des Landtagsabgeordneten Anton Baron (AfD)

Fotos: Windräder. Quelle: Nabu; Anton Baron. Quelle: GSCHWÄTZ/Archiv

 

 




Herumfliegende Trampoline: 16 Einsätze durch Sturmtief in Hohenlohe

Seit dem Wochenende tobt Sturmtief Eberhard über Deutschland und auch über den Hohenlohekreis fegt er seit dem Wochenende hinweg. Das Polizeipräsidium Heilbronn hatte bis dato 16 Einsätze im Hohenloher Land aufgrund der Windböen  zu verzeichnen. Diese Sturmeinsätze konzentrierten sich auf den gestrigen Sonntag zwischen 13 und 21 Uhr.

Überwiegend lagen Bäume auf der Fahrbahn, einen Anhänger hat es auf der B19 zwischen Künzelsau und Schwäbisch Hall umgeweht. Einen eher ungewöhnlichen Einsatz erlebte die Feuerwehr Schöntal. Sie löschte einen brennenden Baum auf dem jüdischen Friedhof in Schöntal-Berlichingen. Vermutlich wurde dieser Baum durch eine, so die Polizei, in der Nähe befindliche Feuerstelle entfacht. Die Polizei konnte keine Angaben dazu machen, wer bei diesem Sturm ein Feuer im Freien entfacht hat.

Quelle: Polizeipräsidium Heilbronn

Anrufer meldeten der GSCHWÄTZ-Redaktion zusätzlich aus den Angeln gehobene Trampoline.

Foto: GSCHWÄTZ/Archiv

 




37-jähriger Mann vermisst

Seit dem Sonntag, den 10. Februar 2019, wird ein 37-jähriger griechischer Staatsangehöriger vermisst. Dieser war zuvor seit Mitte Dezember 2018 bei Angehörigen in Niedernhall im Hohenlohekreis zu Besuch.

Der Vermisste ist 180 Zentimeter groß und hat eine schlanke Figur. Er hat eine Stirnglatze und an den Seiten kurzes Stoppelhaar. Zudem trägt er einen Vollbart. Zuletzt war der Mann mit einer schwarzen Winterjacke, einer schwarzen Trainingshose und hellen Turnschuhen bekleidet. Darüber hinaus ist er starker Raucher und der deutschen Sprache nicht mächtig. Ein Lichtbild des Vermissten ist unter fahndung.polizei-bw.de auf der Internetseite der Polizei Baden-Württemberg eingestellt und für Print-Veröffentlichungen diesem Beitrag beigefügt.

Das Kriminalkommissariat Künzelsau bittet Personen, die im Kontakt zum Vermissten sind oder diesen gesehen haben, sich unter der Telefonnummer 07940 9400 zu melden.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn




Kreutzer: „Bis heute in Hohenlohe stark in der Minderheit“

Am 12. November 1918 erhielten Frauen das aktive und passive Wahlrecht. Die erste Wahl, bei der Frauen ihr Recht ausüben konnten, war die Wahl zur Weimarer Nationalversammlung und fand im Januar 1919 statt. 37 Frauen von insgesamt 300 Frauen, die für einen Sitz im Parlament kandidierten, erhielten ein Mandat.
Wie sah es damals bei uns in der Region aus?

Dr. Thomas Kreutzer, Kreisarchivar des Hohenlohekreises, erzählt auf GSCHWÄTZ-Nachfrage wie sich das Frauenwahlrecht hier bei uns im jetzigen Hohenlohekreis etabliert hat: „In dem stark ländlich geprägten Gebiet des heutigen Hohenlohekreises hat es verhältnismäßig lange gedauert, bis das 1919 eingeführte Frauenwahlrecht sich dahingehend auswirkte, dass Frauen in die politischen Gremien gewählt wurden.
Aufgrund des schlechten Forschungsstandes lässt sich momentan leider nichts dazu sagen, wann die ersten Frauen in die hiesigen Gemeinderäte gewählt wurden; die Vermutung liegt aber nahe, dass dies eine ganze Weile gedauert hat. Auf der Ebene der Landkreise Öhringen und Künzelsau sowie des 1973 daraus hervorgegangenen Hohenlohekreises ist festzustellen, dass erst 1965 die erste Frau in den Kreistag gewählt wurde. Es war Marianne Mayer-Wehrstein (1915-1999), die als CDU-Vertreterin von 1965 bis 1972 dem Kreistag in Öhringen und von 1973 bis 1979 dem Kreistag im Hohenlohekreis angehörte. Erst 1979 wurde im Hohenlohekreis die zweite Frau zur Kreisrätin gewählt. Seit den 1980er Jahren gehören regelmäßig mehrere Frauen dem Kreistag an, mit steigender Tendenz, aber bis heute stark in der Minderheit.“

Gleichstellungsgesetz:
Am 01. Juli 1958 trat das Gesetz über die Gleichberechtigung von Mann und Frau in der Bundesrepublik Deutschland in Kraft. Folgende Punkte wurden damit – zumindest auf dem Papier – geändert:
Das Letztentscheidungsrecht des Ehemanns in allen Eheangelegenheiten wird ersatzlos gestrichen.
Aber die Versorgungspflicht des Ehemannes für die Familie bleibt bestehen.
Die Zugewinngemeinschaft löst die Nutzverwaltung als gesetzlichen Güterstand ab. Frauen dürfen ihr in die Ehe eingebrachtes Vermögen selbst verwalten. Bis dahin durften die Männer über das Vermögen der Frauen verfügen.
Die Frau hat das Recht, nach ihrer Heirat ihren Geburtsnamen als Namenszusatz zu führen.

Quellen: Kreisarchiv des Hohenlohekreises; Wikipedia




Antiker Tresor im Badesee gefunden

Ein antiker Tresor, der möglicherweise aus dem Jahre 1880 stammen könnte, wurde am vergangenen Samstag, den 02. März 2019, im Badesee beim Steinbruch Laibach in Dörzbach aufgefunden. Die Gemeinde hatte das Wasser des Sees für Reinigungsarbeiten abgelassen und den Tresor gefunden. Die Polizei geht aufgrund der Beschädigungen am Tresor davon aus, dass er bei einer Straftat erbeutet wurde. Die Schlossklappe am Möbelstück ist aus Eisen und trägt einen Löwenkopf. Wer kann Hinweise zur Herkunft machen. Hinweise nimmt der Polizeiposten in Krautheim, Telefon 06294 234, entgegen.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn




Betrüger werden immer dreister

Am Mittwochabend, den 06. März 2019, um zirka 19 Uhr klingelte bei einigen Garnberger Bewohnern das Telefon. Die Künzelsauer Telefonnummer 07940/9852 rief an. Die Person gab sich als Polizist des Künzelsauer Polizeireviers aus und wollte sich erkundigen, ob alles in Ordnung seie, da gerade drei Bulgaren in der Nähe verhaftet worden sein sollen. Frank Belz vom Polizeipräsidium Heilbronn erklärt auf GSCHWÄTZ-Nachfrage: „Die Betrüger sind sogar technisch gesehen in der Lage mit der Nummer 110 anzurufen. Sie rufen meist aus einem Callcenter, das sich in der Türkei befindet, an und haben Leute direkt vor Ort, die dann die Beute einsammeln. Und sie werden immer dreister, denn sie melden sich tatsächlich mit einem Namen eines Künzelsauer Polizisten.“

 




Überfall auf Fischhändler – Wer kennt diesen Mann?

Nachdem ein Unbekannter am Samstagnachmittag, den 16. Februar 2019, einen Fischhändler auf einem Tankstellengelände in Wertheim-Bestenheid bedroht hat, fahnden die Staatsanwaltschaft Mosbach und das Polizeipräsidium Heilbronn mit einem Phantombild nach dem Mann. Der Vorfall ereignete sich gegen 15.30 Uhr an der Bestenheider Landstraße. Als der 52-jährige Fischverkäufer gerade sein Gespann einparkte und die Fahrertür öffnete, um den Anhänger abzukuppeln, stand der Unbekannte neben ihm und bedrohte ihn mit einer Pistole. Unter Vorhalten der Waffe forderte er ihn auf, die Tageseinnahmen herauszugeben. Der 52-Jährige übergab dem Unbekannten eine Plastiktüte mit Bargeld. Damit flüchtete dieser zu Fuß in die Stettiner Straße. Der Täter wird wie folgt beschrieben: 25 bis 30 Jahre alt, schlank, 170 bis 180 Zentimeter groß, dunkle Haare, dunkler Teint, bekleidet mit einem blauen Sweatshirt mit Kapuze, dunklem Basecap, Jeans und hellen Sneakers. Die Staatsanwaltschaft und die Polizei bitten alle Personen, die sich am Samstagnachmittag, den 16. Februar 2019, im Bereich der Tankstelle und des Geländes der Waschanlage in Wertheim Bestenheid aufgehalten haben, sich als Zeugen zur Verfügung zu stellen. Wer kennt die mit Phantombild gesuchte Person? Wer kann Hinweise auf die abgebildete Person geben? Wer kann Hinweise auf die Tat und/oder Täter geben? Wer hat den Täter in die Stettiner Straße flüchten sehen? Hinweise nimmt die Kriminalpolizei Tauberbischofsheim unter der Telefonnummer 09341/81-0 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

Wer kennt diesen Mann? Foto: Phantombild Polizeipräsidium Heilbronn

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn