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Welche Bank finanziert eigentlich die großen Neubauprojekte des Hohenlohekreises?

Sie sind Schwergewichte im hohenlohischen Haushalt: die Neubauten des Öhringer Krankenhauses und der Neubau des Kreishauses (ehemals Landratsamt genannt). Der Neubau des Öhringer Krankenhauses befindet sich allmählich auf der Zielgeraden, während der Neubau des Kreishauses die Kreisräte vermutlich noch die kommenden Jahre beschäftigen wird. Der Grund: die derzeit aller Orten davongaloppierenden Baukosten.

Das Kreishaus wird mit einem sehr großen Anteil von Banken finanziert werden. 20 Millionen Euro Eigenmittel stehen laut dem Landratsamt zur Verfügung – bei einer Gesamtinvestitionssumme von derzeit geschätzten rund 70 Millionen Euro.

Welche Bank aber finanziert die beiden großen Projekte?

Wir haben beim Landratsamt nachfragt. Sascha Sprenger von der Pressestelle erklärt hinsichtlich des Neubaus des Kreishauses: „Die Darlehen werden erst in den kommenden Jahren aufgenommen. Als öffentliche Verwaltung sind wir dem Gebot der Wirtschaftlichkeit verpflichtet, das bedeutet konkret, dass wir grundsätzlich mehrere Angebote seriöser Banken einholen und uns am Ende für das wirtschaftlichste Angebot entscheiden.“ Sprich: Trotz der konkreten Planungen und schwindelerregenden Höhen der derzeit errechneten Kosten gibt es laut dem Landratsamt derzeit noch keine konkrete Bank als Finanzierer.

Kreisräte haben gegenüber GSCHWÄTZ darauf verwiesen, dass die Sparkasse die „Haus- und Hofbank“ des Kreises sei. Das Landratsamt verwies bezüglich der Aussage „Haus- und Hofbank“ darauf, „dass es so etwas wie eine „Haus- und Hofbank“ des Kreises nicht gibt. Vielmehr ist die Sparkasse Hohenlohekreis ein Kreditinstitut des öffentlichen Rechts und ihr Träger ist der Hohenlohekreis“.

Es hätte in der Tat auch ein gewisses Gschmäckle, wenn beide Großprojekte vollumfänglich mit der Bank finanziert werden würden, bei der der aktuelle Landrat Dr. Matthias Neth ab April neuer Sparkassenpräsident wird.

Bezüglich der Finanzierung des Neubaus des Öhringer Krankenhauses, hielt sich Sascha Sprenger ebenfalls bedeckt mit einer Namensnennung von Banken und verweist lediglich auf die Hohenloher Krankenhaus gGmbH, die das Ganze finanziert. Diese besteht aus der BBT-Gruppe und – dem Hohenlohekreis.

 

 




Sanierung Stützwand an der B19

Das Regierungspräsidium Stuttgart beginnt am Dienstag, 21. November 2023, mit der Sicherung einer Stützwand an der B 19 in Künzelsau am Ortsausgang Richtung Gaisbach. Die Spundwand, die sich auf der Ostseite des Galgenbergs befindet und sich über eine Länge von etwa 85 Metern erstreckt, weist in einem Abschnitt von etwa 20 Metern leichte Hangbewegungen auf. Um die Wand zu sichern und somit die Verkehrssicherheit sowohl der B 19 als auch des obenliegenden Wirtschaftswegs weiterhin gewährleisten zu können, wird dieses Teilstück rückverankert. Die Arbeiten werden voraussichtlich bis Freitag. 15. Dezember 2023, dauern.

Um die Beeinträchtigungen für die Verkehrsteilnehmenden so gering wie möglich zu halten, werden die Bauarbeiten vom obenliegenden Wirtschaftsweg aus ausgeführt. Auf der B 19 muss lediglich auf einem Teilstück von etwa 70 Metern einer der drei Fahrstreifen gesperrt werden. Der parallel verlaufende Wirtschaftsweg muss für die Arbeiten voll gesperrt werden.

In diesem Zug saniert die Stadt Künzelsau den gesperrten Wirtschaftsweg, da dieser starke Risse und Verdrückungen aufweist.

Der Bund investiert mit der Maßnahme rund 240.000 Euro in den Erhalt der Infrastruktur.

 




Deutschlandweite Bombendrohungen: Ein Verdächtiger kommt aus dem Hohenlohekreis

Nach einer bundesweiten Serie von Bombendrohungen haben die Polizei und die Staatsanwaltschaft zwei Verdächtige ermittelt, die für Drohungen in neun Bundesländern verantwortlich sein sollen. Wie die Staatsanwaltschaft Stuttgart mitteilte, ermittle man wegen Drohungen, die in Baden-Württemberg, Bayern, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Schleswig-Holstein eingegangen seien.

Die Ermittlungen richten sich den Angaben zufolge gegen einen 19-Jährigen aus dem Hohenlohekreis und einen 30-Jährigen aus dem Landkreis Minden-Lübbecke in Ostwestfalen. Laut Staatsanwaltschaft geht es bei den Ermittlungen um eine bundesweite Serie von Bombendrohungen. Per Mail sollen sich die Täter als Gegner oder Mitglieder der Hamas oder des IS ausgegeben haben und gedroht haben, Unschuldige zu töten. Am Freitag durchsuchten Ermittler deswegen zwei Wohnungen in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. Verhaftungen habe es nicht gegeben, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Gegen den 30-Jährigen wegen 29 Bombendrohungen ermittelt, dem 19-Jährigen werfen die Behörden bislang vier mutmaßliche Taten vor, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Stuttgart. Es bestehe der Verdacht, dass die beiden Teil einer Gruppe gewesen seien. Insgesamt seien bundesweit mehr als 250 solcher Bombendrohungen erfasst worden.




Fahndung nach einem roten Passat

Die Polizei fahndet nach einem roten VW Passat, älteres Modell. Dieser fuhr am Freitagabend gegen 20.30 Uhr auf der Landesstraße L 1045 von Forchtenberg kommend Richtung Weißbach.

In einer Rechtskurve kommt das Fahrzeug aus bislang ungeklärter Ursache auf regennasser Fahrbahn ins Schleudern und fährt rechts gegen den Bordstein. Beim anschließenden Gegenlenken kollidiert der Passat dann mit einem entgegenkommenden Audi.

Dessen 33-jährige Fahrerin blieb unverletzt. Am Fahrzeug entstand Schaden in Höhe von ca. 15 000 EUR. Der VW Passat entfernte sich von der Unfallstelle.

Dieser müsste nach Spurenlage hinten links beschädigt sein. Hinweise zum Flüchtigen nimmt das Polizeirevier Künzelsau unter Tel.: 07940/9400 entgegen.




Mit fast 3 Promille am Steuer

Einen Wert von 2,68 Promille wies ein 56-Jähriger vor, der am Donnerstagmorgen mit seinem Pkw in Künzelsau unterwegs war. Der Mann befuhr gegen 10.10 Uhr die Schillerstraße und wurde einer polizeilichen Kontrolle unterzogen.

Da durch die Beamten starker Alkoholgeruch in seiner Atemluft festgestellt werden konnte, wurde ein Atemalkoholtest durchgeführt, welcher den Wert von mehr als 2,6 Promille anzeigte.

Der Mann musste die Polizisten zur Blutentnahme in ein Krankenhaus begleiten und hat nun mit einer Anzeige wegen Trunkenheit im Straßenverkehr und dem Entzug seiner Fahrerlaubnis rechnen.




My name is Jenna

„My name is Jenna. I am Palästinian and British“, sagt Jenna und blickt mit ihren großen runden Augen direkt in die Kamera. Diese fragt sie, wie das Leben derzeit in Gaza ist. Das kleine Mädchen antwortet: „not very good“ und erzählt vom Bombeneinschlägen und davon, wie es ist, wenn ihr Haus wackelt. Es ist ein bewegendes Video, das derzeit in Instagram kursiert und auch wir von GSCHWÄTZ haben es auf unserem Instagramkanal gschwaetz.dasmagazin veröffentlicht.

Der kurze Film zeigt deutlich: So unterschiedlich ist Berichterstattung über einen Krieg im Jahr 2023. Während die großen Leitmedien darüber sinnieren, wie dieser Israel-Palästina-Konflikt und derzeitige Krieg eigentlich begonnen hat – getreu dem Sandkastenprinzip: Wer hat angefangen, den Gazastreifen nochmal erklären und immer wieder betonen, wie anscheinend antisemitisch Deutschland ist beziehungsweise wieder geworden ist, wer hier auf der Seite der vermeintlich Guten steht und wer hier Terrorist ist – schaut es in den sozialen Medien ganz anders aus.

Hier beschäftigen sich die Bürger:innen und Experten im Nahostkonflikt vor allem mit einer Frage: Wie kann man dieses Leiden, in welchem schon eine mittlere vierstellige Zahl an Kindern getötet wurde, schnellstmöglich stoppen? Es geht hier nicht um Schuld oder Unschuld und darum, wer angefangen hat, sondern einzig darum, wie man mit Mitmenschen umgehen sollte.

Immer wieder betonen Israelis und Palästinenser gleichermaßen, dass die Religion, Kultur, der soziale Hintergrund keine Rolle spielt und spielen darf, sondern die Regeln sind für alle gleich: morden und töten ist absolut inakzeptabel.

Die deutsche Demokratie sinkt auf den Tiefpunkt, als in Berlin Demonstranten auf den Straße ein Ende des Mordens fordern und die Polizei dies durch Lautsprecher untersagt. Wir haben das Video gesehen. Wenn es keine Meinungsfreiheit mehr gibt, wenn man nicht mehr dafür eintreten darf, dass das Morden und Töten aufhören muss, in welcher Welt leben wir dann?

 

 




Ohrenbach tappt im Dunkeln

Wer in dem kleinen Teilort von Künzelsau derzeit in der Herbst- und anrollenden Winterzeit morgens oder abends nochmal vor die Türe geht, tappt im Dunkeln. Denn Ohrenbach hat derzeit nicht mal mehr eine funktionierende Straßenbeleuchtung. Nachts leuchtet hier seit rund zwei Wochen: nichts.

Die nicht funktionierende Straßenbeleuchtung wurde auch im Gemeinderat angesprochen. Es herrschte betretendes Schweigen. Vermutlich liegt der Grund wie so oft in der Dauerbaustelle in Ohrenbach, die im Frühjahr ihren zweiten Geburtstag feiert und eigentlich schon Mitte des vergangenen Jahres fertig sein sollte. Doch dann mussten die Straßen und Hofeinfahrten mehrmals wieder aufgerissen werden, weil die Arbeiten teilweise nicht fachmännisch durchgeführt wurden. Die erste Baufirma machte sich zudem durch beständiges Ausleihen von Werkzeug bei den Einwohner:innen nicht gerade beliebt.

Die Stadt entschuldigte sich, wechselte die Baufirma, doch nach wie vor ist auch hier kein Ende in Sicht. So leuchten zwar nachts seit geraumer Zeit nicht mehr die Straßenlaternen, dafür aber die Baustellenwarnlichter.

Doch warum überhaupt Baustelle? Ohrenbach bekommt neue elektrische Leitungen sowie Glasfaser für jedes Haus verlegt – plus eine neue LED-Straßenbeleuchtung. Die steht auch schon, nur ohne Kopf, sprich, ohne Leuchte am oberen Ende der Fahnenstange. Die alten Straßenbeleuchtung indes steht ebenfalls (noch), aber schaut lediglich gut aus, leuchten tut hier auch nichts mehr.

GSCHWÄTZ hat bei der Stadtverwaltung nachgefragt, wann hier wieder Licht ins Dunkle kommt und wartet derzeit noch auf Antwort.

 




Wer soll das bezahlen?

Die Kosten des Hohenlohekreises scheinen förmlich zu explodieren. Einem Bericht der Heilbronner Stimme zu Folge gibt es vier große Schwergewichte im neuen Haushalt für das Jahr 2024: Der Neubau des Kreishauses (früher Landratsamt genannt), der mit sage und schreibe mittlerweile geschätzten 70 Millionen Euro zu Buche schlägt (wir berichteten), die Fertigstellung des Öhringer Krankenhauses steht an, die Sozialausgaben aufgrund der Flüchtlingssituation (von 49 auf 105 Millionen Euro) und die Personalkosten, die um sage und schreibe 81 Prozent gestiegen sind (umgerechnet: 153 Vollzeitstellen). Das Landratsamt hat aktuell rund 1.000 Mitarbeiter:innen.

Ein Krankenhaus in Künzelsau konnte man sich vor wenigen Jahren nicht mehr leisten

Unweigerlich denkt man angesichts der davongaloppierenden Kosten automatisch an die Worte des Landrats und diverser Kreisräte zurück, als es bei Schließung des Künzelsauer Krankenhauses fünf Jahre zuvor hieß: „Das können wir uns nicht mehr leisten.“

Woher nun nimmt der Kreis denn jetzt die neuen Millionen, die benötigt werden zum Errichten der Neubauten und zur Finanzierung des immer größer werdenden Personalapparats?

Welche Bank machte bei der Finanzierung der großen Objekte das Rennen?

Beim Bau des Kreishauses, der aktuell mit rund 70 Millionen Euro ins Rennen geht, wissen wir es, zumindest fast: 6,5 Millionen kommen aus Eigenmitteln. Hinzu kommen Rücklagen. Die Banken gewähren hier ebenfalls größere Kredite. Welche Banken sind das denn, fragt man sich dabei auch sofort, kommt einem denn auch gleich des Landrats neue Stelle als Sparkassenpräsident ab April 2023 in den Sinn. Und tatsächlich, welch‘ ein Zufall: hinter vorgehaltener Hand verrieten uns Kreisräte, dass die Sparkasse schon seit langem die Hausbank des Hohenlohekreises sei. Ob dem wirklich so ist? Wir haben beim Landratsamt nachgefragt und warten derzeit noch auf eine Antwort.




Stark alkoholisiertes Paar landet mit ihrem Auto im Acker

Das Polizeirevier Künzelsau sucht Zeugen, nachdem zwei alkoholisierte Personen am Sonntag neben einem verunfallten BMW in Kupferzell angetroffen wurden. Nach bisherigem Ermittlungsstand wird davon ausgegangen, dass ein 26-Jähriger und eine 28-Jährige gegen 1.30 Uhr mit dem Pkw auf der Kreisstraße 2386 unterwegs waren.

Aus bisher unbekannter Ursache soll der BMW auf dem Weg von Hohebuch in Richtung Mangoldsall nach rechts von der Fahrbahn abgekommen und in einem Acker gelandet sein. Die Höhe des Schadens wird auf rund 7.000 Euro geschätzt. Durch den Unfall wurde ein automatisierter Handynotruf abgesetzt, weshalb Einsatzkräfte zur Unfallstelle fuhren. Vor Ort befand sich das beschädigte Fahrzeug im Acker und daneben die beiden mutmaßlichen Insassen. Beide standen sichtlich unter dem Einfluss von Alkohol. Nach ersten Erkenntnissen wurden die Personen nicht verletzt, jedoch vorsorglich zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht. Zuvor mussten beide einen Atemalkoholtest durchführen.

Diese ergaben bei der Frau einen Wert von rund 2,2 Promille und beim Mann von 1,5 Promille. Da beide als mögliche Fahrer in Betracht kommen, wurden sowohl der 28-Jährigen, als auch dem 26-Jährigen eine Blutprobe abgenommen. Die Ermittlungen zur Fahrereigenschaft dauern an. Zeugen, die den BMW oder den Unfall beobachtet haben oder Hinweise zur fahrenden Person geben können, werden gebeten sich unter der Telefonnummer 07940 9400 beim Polizeirevier Künzelsau zu melden.




Frei laufendes Schaf wird von Auto erfasst und stirbt

Bei einem Unfall mit einem frei laufenden Schaf am Mittwochabend auf der L1045 zwischen Ernsbach und Forchtenberg entstand ein Sachschaden von etwa 5.000 Euro.

Eine 36-Jährige befuhr am Mittwochabend mit einem Citroen um kurz vor 18 Uhr Uhr die L1045 entlang des Kochers von Ernsbach kommend in Richtung Forchtenberg. Dabei querte ein freilaufendes Schaf die Fahrbahn. Die Frau konnte nicht rechtzeitig bremsen, weshalb sie mit ihrem Fahrzeug das Tier erfasste.

Das Schaf wurde bei dem Zusammenstoß so schwer verletzt, dass es an der Unfallstelle verendete. Der Citroen musste abgeschleppt werden. Es entstand ein Sachschaden von etwa 5.000 Euro. Die Frau blieb unverletzt.