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„Emotionale Gewalt findet trotz ihrer verheerenden Auswirkungen nicht die nötige Anerkennung in der Gesellschaft als das, was es ist: Gewalt“

Macht – Missbrauch – Abwertung – Beleidigung – Emotionaler Missbrauch – unsichtbare Gewalt – Erpressung – Manipulation – Entfremdung – toxische Strukturen – Narzissmus – Selbstermächtigung – all diese Themen sind hochaktuell in unserer Gesellschaft und all diese Themen vereint der neue Roman von Dr. Sandra Hartmann.

Erschienen ist der Roman erstmals im September 2023, über 180 Seiten, eine Mischung aus Roman und Ratgeber mit dem Fokus auf die Frage: Wann fängt Gewalt an?

Dr. Sandra Hartmann bei der Vorstellung ihres neuen Buches im September 2023: „Es war mir ein Anliegen einen Roman über das Thema emotionale Gewalt zu schreiben, weil diese Form der so genannten „unsichtbaren Gewalt“ zwar die höchsten negativen Auswirkungen auf die Betroffenen hat, laut einer aktuellen Studie der Bundesregierung sogar noch höher als physische Gewalt, aber nach wie vor in unserer Gesellschaft nicht die nötige Anerkennung findet, die wichtig wäre, um strukturelle Veränderungen zu schaffen.“

Dr. Sandra Hartmann

Unser Weihnachts-Geschenk an Euch: Für jeden neuen Abonnenten (Halbjahres- oder Jahresabo) gibt es den neuen Roman von GSCHWÄTZ-Herausgeberin Dr. Sandra Hartmann ENTSCHULDE DICH anstatt für 19,90 Euro KOSTENLOS dazu. Das Angebot gilt bis 15. Januar 2014. Einfach nach Abo-Abschluss eine Mail (gschwaetz@gschwaetz.de) oder WhatsApp (0172/68 78 474) mit dem Stichwort: „Abo“ schicken. Dann erhaltet ihr das Buch.

Wer es ohne Abo kaufen möchte, schreibt einfach eine Mail an gschwaetz@gschwaetz.de oder eine WhatsApp (0172/68 78 474) mit dem Stichwort: „Entschulde Dich“

Inhalt

Nina verlässt Georg nach Jahren von Abwertungen, Beleidigungen, Manipulationen und Übergriffen. Doch mit dem Auszug beginnt erst der wahre Albtraum. Ein Roman über emotionalen Missbrauch vom Feinsten.

Rezensionen:

Beziehungscoach Claudia Herberger aus Hamburg: „“SICH AUS DER MANIPULATION ZU BEFREIEN, IST EIN ENORMER
KRAFTAKT, DENN ALLES, WAS MAN ÜBER EIN LIEBEVOLLES
MITEINANDER GELERNT HAT, FUNKTIONIERT BEI NARZISSTEN
NICHT. TROTZDEM GIBT ES WEGE, EINER FÜHRT ÜBER DIE
SELBSTERMÄCHTIGUNG. DR. SANDRA HARTMANN GELINGT EIN
ERSCHRECKENDER UND GLEICHZEITIG BERÜHRENDER BLICK
HINTER DIE NACH AUSSEN STRAHLENDE KULISSE EINER FAMILIE
IN DER HAND EINES GESTÖRTEN MANIPULATORS.”

 




Die Meute hetzt – nur jetzt in eine andere Richtung

Es waren verblüffende, erschütternde Aussagen, die der Sänger Gil Ofarim nun in dem Prozess rund um möglicherweise antisemitisch Anfeindungen gegen ihn nun gemacht hat. Es sei alles gelogen gewesen. Es habe keine antisemitischen Anfeindungen gegen ihn und damit auch gegen seine Kultur und seinen glauben als Jude gegeben.

Er habe an dem am 05. Oktober 2021 in dem viral damals durch die Decke gegangenen Video nicht die Wahrheit gesagt. Damals hat einen Mitarbeiter eines Hotels beschuldigt, sich ihm gegenüber antisemitisch verhalten zu haben. Ofarim trat daraufhin einen digitalen Shitstorm gegen das Hotel los, das sich wehrte und wegen dieser vermeintlich unwahren Behauptungen vor Gericht zog.

Das Ende dieses Prozesses mit dem Bekenntnis von Gil Ofarim ist nun überraschend und schockierend zugleich.

Vom Gericht erhielt er mit seinem Bekenntnis quasi ein Gnadengesuch: kein Eintrag ins polizeiliche Führungszeugnis, keine Verurteilung. Mit einer Geldstrafe von 10.000 Euro, die er innerhalb eines halben Jahres an die Jüdische Gemeinde Leipzig und den Trägerverein des Hauses der Wannseekonferenz zahlen muss, sowie eines Schmerzensgeldes in nicht bekannter Höhe, das an den Hotelmitarbeiter gezahlt werden muss, dem er den antisemitischen Übergriff unterstellt hat, endet der Prozess um Sänger Gil Ofarim, 41, vorläufig. Insgesamt muss er damit eine fünfstellige Summe aufbringen – mindestens.

Hinzu kommt und dürfte weitaus mehr wiegen: ein extremer Imageschaden, nicht nur für ihn, sondern auch für die jüdische Gemeinschaft. In Zeiten des Aufeinanderprallens der Kulturen, des Wiederaufleben eines Konflikts zwischen Muslimen, Christen und Juden, wie wir es derzeit im Rahmen des Gazakrieges beobachten, gießen derartige Geschichten nur noch mehr Öl ins Feuer.

Und doch: Man muss sehen. Wir sind alle nur Menschen. Und Menschen machen Fehler. Immer. Jeder von uns. Das ist keine Entschuldigung, nur eine Erklärung. Wir wissen nicht, was Gil Ofarim in seinem Leben und vielleicht auch kurz vor seiner nun Hotellobby-Begegnung alles widerfahren ist, auch im Bezug auf Antisemitismus.

Wir wissen nicht, was alles hinter den Gerichtskulissen berichtet wurde. Anscheinend gab es Gespräche mit Ofarims Verteidigern und dem Gericht. Es sei ihnen dabei vermittelt worden, dass es vermutlich zu einer Verurteilung gegen Ofarim unter anderem wegen unwahrer Behauptungen kommen würde und es vielleicht besser sei, dass er sich entschuldige, um damit eine Verurteilung zu umgehen. Es sei quasi ein Deal ausgehandelt worden. Aber ob Ofarim tatsächlich alles frei erfunden hat oder lediglich eingeknickt ist, um einer Verurteilung zu entgehen – wer kann das schon mit 100 prozentiger Sicherheit sagen, außer die Beteiligten selbst?

Es sollte uns allen eine Lehre sein, dass wir die Reduktion auf Kultur, Rasse und Religion und diese künstliche Schaffung eines Feindbildes nach dem Schema: Wir oder sie? schleunigst ad acta legen, dass wir Menschen nicht durch die kulturelle Brille, sondern durch die menschliche Brille betrachten sollten. Es sollte daher überhaupt keine Rolle spielen, welcher Region jemand zugehört, sondern einzig, wie er sich verhält im menschlichen Miteinander.

Natürlich ist es völlig unnötig, an dieser Stelle nochmal gesondert zu betonen, dass lügen nicht in Ordnung ist. Aber wie viele Menschen erzählten öffentlich irgendwelche Geschichten, die nicht stimmen? Gil Ofarim ist ja da leider nicht der einzige damit, was es nicht besser macht, aber das sollte eben auch gesagt werden. Oft kennen wir nur die halbe Wahrheit – wenn überhaupt.

Daher ist es nur logisch, dass auch die Beobachter, wie zu Beginn der Hotellobby-Debatte nach Erscheinen des Videos wieder denselben fatalen Fehler machen: sofort loszuschießen, ohne alle Hintergründe zu kennen – nur dieses Mal nicht gegen das Hotel, sondern gegen Gil Ofarim. Verständnis zeigen und Verzeihen können, weil man selbst weiß, wie fehlerbehaftet jeder von uns selbst schon in der Vergangenheit agiert hat, das zeigt wahre Größe.




„Wenn man sich trennt von einem Narzissten beginnt der Albtraum oftmals erst so richtig“

Innerhalb kürzester Zeit hat es Erika Schewsky geschafft, sich auf Instagram einen Namen als Narzissmus-Expertin zu machen. Über 18.000 Follower lesen Ihre Ratschläge und Tipps im Umgang mit Narzissten. Die 42-Jährige ist Mentaltrainerin und Buchautorin. Begonnen hat alles mit toxischen Strukturen in ihrem privaten Umfeld und der Lösung von diesen Strukturen, die auch mit schmerzhaften Verlusten verbunden war. Dr. Sandra Hartmann hat im Video-Interview mit Erika Schewsky über die grundlegenden Fragen rund um Narzissmus gesprochen: Woran erkenne ich einen Narzissten? Wie merke ich, dass meine Kinder manipuliert werden? Und: Können sich Narzissten ändern?

Kinder mit einem Narzissten – eine der größten Herausforderungen

Dr. Sandra Hartmann: Erika, zunächst einmal vielen Dank, dass Du Dir die Zeit genommen hast für dieses Interview zu dem großen Thema Narzissmus. Das ist ja ein sehr weites Feld und wir werden heute sicher nicht alle Themen ansprechen können. „Kinder mit einem Narzissten“ – zu diesem Thema hast Du ja schon einiges veröffentlicht. Wenn man sich von einem Narzissten trennt und Kinder um Spiel sind, werden Kinder diese fast immer als Machtinstrument missbraucht. Sie werden häufig manipuliert und im schlimmsten Fall von dem anderen Elternteil entfremdet. Wir haben viele Betroffene in unserem LÖWINNEN-Netzwerk, die seit Jahren keinen oder nur noch minimalen Kontakt zu ihren Kindern haben. Woran erkennt man denn, wenn Kinder entfremdet werden oder wurden und wie kann man dagegen vorgehen?

Erika Schewsky: Eine sehr gute und sehr wichtige Frage, denn man glaubt immer, man würde das dann schon irgendwann merken. Das sei ein schleichender Prozess ist. Dem ist aber nicht so. Das Kind ist dem Vater oder der Mutter gegenüber dann auf einmal sehr negativ gestimmt. Es lässt nichts mehr an sich heran, möchte sich auch nicht mehr in den Arm nehmen lassen. Es ist kein Gespräch mehr möglich. Man merkt das auch, wenn die Kinder vom Umgang zurückkommen. Das Kind verhält sich frech, beleidigend, empfindet regelrecht Wut oder sogar Hass gegenüber dem anderen Elternteil. Sätze vom narzisstischen Elternteil werden übernommen und auch die Vorwürfe, die von diesem gegen einen selbst erhoben wurden. Wenn man versucht, den Sachstand richtigzustellen, stößt man beim Kind auf taube Ohren. Dann bekommt man, wenn überhaupt, nur als Antwort: „Du willst mir nur was einreden, mich belügen und mich täuschen. Du willst mich manipulieren. Ich glaube dir nicht. Ich will nichts hören von dir und“. Und natürlich sind diese Kinder auch häufig über das Handy ganz eng und beständig vernetzt mit dem narzisstischen Elternteil.

Dauerthema Manipulation und Entfremdung

Dr. Sandra Hartmann: Wenn Was kann man gegen derart massive Manipulationen tun?

Erika Schewsky: Wenn das Kind schon dicht gemacht hat, wird es sehr schwer werden, an das Kind wieder ranzukommen oder wieder Nähe zu schaffen. Und da hilft leider, leider, leider oft nur: akzeptieren und loslassen. Es bringt nichts, wenn man versucht, um ein Kind zu kämpfen, das schon entfremdet wurde, das eigentlich schon auf ja Gegenwehr oder gegen einen ist. Wenn man daran festhält und versucht zu kämpfen und zu kämpfen, geht man nur selbst daran kaputt. Man muss loslassen und Vertrauen haben in das Kind, dass es seinen Weg gehen wird, seine Erfahrungen machen muss und sich irgendwann auch wieder von selbst meldet, weil es sich Fragen stellt. So wie wir auch heute in unserer Generation. Wir stellen uns ja auch Fragen.

Dr. Sandra Hartmann: Manche Kinder lassen sich schnell manipulieren und entfremden, andere scheinen geradezu immun dagegen zu sein. Woran liegt das?

Erika Schewsky: Mit dieser Frage habe ich mich auch schon beschäftigt. Ehrlich gesagt bin ich da nicht wirklich so gezielt auf eine Antwort gekommen. Meine Hypothese war, dass viel eher die erstgeborenen Kinder manipulierbar sind. Ich habe eine Umfrage gestartet und auch aus meiner Arbeit mit Betroffenen stelle ich fest, dass das aber nicht so ist. Viel eher ist es so, dass narzisstische Menschen ihren Kindern emotionale Wunden zufügen und später dann genau an diesen Wunden lecken und diese Wunde mit Aufmerksamkeit stillen und ihnen dann einreden: Du bist die Nummer eins und ich bin für dich da. Die Kinder bekommen auf einmal Zuwendung und Geschenke, vielleicht all das, was sie bislang nicht vom narzisstischen Elternteil bekommen haben. Deswegen ist es so wichtig, sich vorher schon mit diesem Thema als Mutter oder Vater zu beschäftigen und vorbeugend präventiv zu arbeiten und sich wirklich von außen, auch von Experten oder Kinderpsychologen, Hilfe zu holen, um Kinder bestmöglich unterstützen zu können. Denn hinterher, wenn die Manipulation erstmal gegriffen hat, wird es sehr schwer werden, ein Kind wieder aus diesem Manipulationsnebel herauszuholen.

Begleitete Umgänge wären ideal bei derartigen Persönlichkeitsstörungen

Dr. Sandra Hartmann:  Wir hören in unserem LÖW:INNEN-Netzwerk viele Geschichten von Sorgerechtsverfahren, in welcher die Betroffenen oftmals kläglich scheitern beim Versuch, ihre Kinder vor einem krankhaft malignen Narzissten zu schützen. Manche verlieren dabei sogar ihre Kinder. Wenn wir über Manipulation und Entfremdungsmethoden bei Kindern sprechen, wäre es dann nicht am sinnvollsten, dass der Umgang zwischen Kindern und dem narzisstischen Eltern begleitet erfolgen müsste, also mit ausgewiesenen Experten, damit eben nicht diese Manipulations- und Entfremdungstaktiken angewendet werden können?

Erika Schewsky: Ich denke schon, dass das eine gute Option wäre, Kinder auf diese Weise auch zu schützen. Nur müsste diese Umgangsbegleitung jemand machen, der diese Manipulationen sofort durchschaut und erkennt. Da müsste wirklich intensiv geschult werden und aufgeklärt werden über diese narzisstische Persönlichkeitsstörung. Vor Gericht ist das nicht so einfach, oder beim Jugendamt einen begleitenden Umgangskontakt zu bekommen. Es ist insgesamt im deutschsprachigen Raum so, dass man oftmals eher  Täterschutz betreibt, wenn man das so nennen möchte. Man kann einen Elternteil, der sich so verhält, nicht dazu zwingen, dass er an sich arbeitet. Deswegen liegt es hier auch in der Verantwortung des betreffenden Elternteil, der das Kind überwiegend betreut, sich Informationen einzuholen, sich beraten zu lassen, was man selbst tun kann. Denn man kann ein Kind natürlich auch selbst unterstützen und ein bisschen schützen, auch in diesem Trennungsprozess oder im Sorgerechtsverfahren.

Wenn man sich trennt von einem Narzissten beginnt der Albtraum oftmals erst so richtig

Dr. Sandra Hartmann: Ein gängiger Aberglaube ist auch: Wenn man sich getrennt hat von dem Narzissten, hat man das Schlimmste überstanden.

Erika Schewsky: Das ist so richtig typisch. Gerade nach der Trennung können Manipulation und Missbrauch sogar erst noch ihren Höhepunkt erreichen. Das ist ein ganz typisches Verhalten von Narzissten.

Dr. Sandra Hartmann: Was raten Sie Betroffenen nach einer Trennung von einem narzisstischen Partner?

Erika Schewsky: Kommunikation sollte nur noch in Bezug auf die gemeinsamen Kinder stattfinden und das auch nur schriftlich und per E-Mail. Diese Kommunikationsform ist am wenigsten manipulierbar. Alles andere, sobald es um Immobilien oder Unternehmen geht, würde ich an die Anwälte delegieren und gar nicht mehr mit dem narzisstischen Ex darüber sprechen. Die Kommunikation sollte im Allgemeinen kurz, knapp und sachlich bleiben und so wenig wie möglich Erklärungen und Rechtfertigungen enthalten.

Die Klügsten, die Schönsten und die Erfolgreichsten

Dr. Sandra Hartmann: Da haben wir ja nun schon einiges über Narzissmus erfahren und das Wort Narzisst ganz oft benutzt. Woran  erkenne ich jemanden, der eine narzisstische Persönlichkeitsstörung hat?

Erika Schewsky: Dieses Wort wird heutzutage sehr leichtfertig und auch verwendet. Es ist ja quasi schon ein Modewort. Es ist nicht ausreichend, wenn sich eine Person nur etwas egoistisch verhält, schon von einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung zu sprechen. Es geht ja auch gar nicht darum, Diagnosen zu erstellen oder Labels zu verteilen, sondern es geht darum, diese Manipulationsmaschen bekannt zu machen, damit man diese erkennen kann. Diese Mechanismen und Verhaltensmuster sind immer dieselben. Diese Menschen verkraften es nicht, wenn man Kritik übt oder wenn man antworten möchte. Sie möchten sich niemals festlegen, aber den anderen, den möchten sie immer festnageln auf Aussagen oder sofort Antworten haben. Sie verkraften es auch nicht alles, wen etwas oder jemand an ihrem Ego kratzt. Sie haben keine Schwächen, keine Fehler. Sie sind unantastbar. Sie sind die Besten, die Klügsten, die Schlausten, die Schönsten, die Erfolgreichsten. Und alle anderen können ihnen nicht das Wasser reichen  und sie wissen einfach auch immer alles besser. Auch lästern, über andere herziehen, Gerüchte streuen. Schmierenkampagnen, das alles ist ebenfalls typisches nazistisches Verhalten.

Dr. Sandra Hartmann: Oft rutschen Betroffene auch wahnsinnig schnelle in derartige Beziehungen. Man bekommt schnell Kinder mit einem Narzissten, zieht schnell zusammen, wird schnell finanziell abhängig. Und auch bei Trennungen scheinen es Narzissten darauf anzulegen, alles schnell und zu ihren Gunsten abwickeln zu wollen.

Erika Schewsky: Die Manipulationsart, die du beschreibst, nennt sich fast forwarding. Sprich: Alles muss schnell gehen. Die Betroffenen fühlen sich dadurch nicht selten unter Druck gesetzt. Teilweise werden sie auch erpresst. Wenn man jemanden überrumpelt, ist derjenige ist ja oft völlig überfordert in der Situation und weiß überhaupt nicht, was er machen soll. Man sollte in jedem Fall auch nie Entscheidungen treffen, wenn man besonders traurig oder besonders glücklich ist. Da trifft man meistens die falschen Entscheidungen.

Und da kommen sie auch schon angeflogen: die berühmt-berüchtigten Flying monkeys

Dr. Sandra Hartmann:  Und Also lieber nochmal ein paar Nächte darüber schlafen. Ein beliebtes Mittel, das Narzissten nach einer Trennung einsetzen, sind ja auch so genannte Flying Monkeys. Das heißt, der Narzisst entsendet Freunde, Bekannte und/oder Verwandte, um seine Ziele durch seine verlängerten Arme irgendwie umzusetzen. Woran erkennt man denn als Betroffener, dass es sich da um einen Flying Monkey handelt?

Erika Schewsky: Das ist sehr schwierig. Deswegen wäre ich da auch sehr vorsichtig, wem ich mich anvertraue. Ich würde meinen Kreis sehr klein halten und mich generell dazu nicht groß äußern. Wenn sich jemand bei mir melden würde, würde ich das direkt abblocken, wenn da irgendetwas kommt. Stattdessen würde ich freundlich darauf hinweisen: ,Ich freue mich, wenn du dich bei mir meldest und du mir von deinem Leben erzählst. Ich würde mir aber wünschen, wenn wir das Thema um meinen Exmann oder die Trennungssituation aus unseren Gesprächen raushalten, denn das ist eine Sache zwischen ihm und mir.‘

Frau Schewsky, wir danken Ihnen für dieses Gespräch.

 




Es wird heiß in Niedernhall – einer der beliebtesten Magier und Mentalisten Deutschlands tritt auf

Die winterlichen Temperaturen und der Schnee auf den Straßen wecken nicht wirklich sommerliche Gefühle. Dafür kann aber vielleicht ein brasilianischer Abend sorgen.

Am 21. Dezember laden die Organisatoren der Stadthalle Niedernhall zu einem wahrhaft südamerikanischen Abend in die Stadthalle ein.

Das Team von Brasil am Spieß aus Sindringen tischt ein großes Büffett hierfür auf, inklusive Salaten, Beilagen und Desserts.

Die original brasilianische Band namens Decco und Family spielt auf, eine Sambatänzerin sorgt für Unterhaltung und einer der beliebtesten Magier aus Deutschland, Christian Fontagnier, kommt mit seiner Show.

Der Eintritt kostet 35 Euro pro Person. Für Kinder bis 5 Jahre kostenlos (aber bitte bei der Anmeldung mit angeben wegen der Stühle), Kinder bis 10 Jahre zahlen 15 Euro. Beginn der Veranstaltung ist 19 Uhr (Einlass 18 Uhr).

Karten können ab sofort bestellt werden bei der Stadthalle Niedernhall unter: 07940/8420. Mobil: 0172/71 85 515. Oder via E-Mail: info@stadthalle-niedernhall.de




Junger Kater sucht ein Zuhause

In einem Künzelsauer Teilort such ein junger Kater, zirka ein Jahr, ein neues Zuhause. Derzeit wird er auf einem Bauernhof immer gefüttert, wenn er vor der Türe steht.

Wer Interesse hat und weitere Informationen haben möchte, darf sich gerne bei Tina Limbach melden: 0162/10 57 292.




44-Jährige kollidiert mit Auto von 82-Jährigem

Ein Mazda und ein Mercedes kollidierten am Montag auf der Landesstraße 1033 bei Künzelsau.

Die 44-jährige Fahrerin des Mazda war gegen 17.15 Uhr zwischen Kügelhof und Amrichshausen unterwegs.

Auf halber Strecke kam sie aus bislang unbekannter Ursache in den Gegenverkehr und kollidierte frontal mit dem Mercedes eines 82-Jährigen. Die Frau wurde durch den Aufprall in ihrem Pkw eingeklemmt und musste durch die Feuerwehr befreit werden.

Die 44-Jährige und der 82-Jährige wurden leicht verletzt und zur Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht. Es entstand ein Sachschaden von rund 70.000 Euro. Die Auto waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden.

Quelle und Fotos: Feuerwehr Künzelsau




Auto überschlägt sich

Der Rüstzug Künzelsau wurde am Mittwoch, gemeinsam mit der Feuerwehr Kupferzell, zu einem Verkehrsunfall zwischen Kupferzell und Döttingen gerufen. Entgegen erster Meldungen, dass das Fahrzeug brenne, bestätigte sich dies beim Eintreffen der Kräfte nicht.

Der Wagen hatte sich überschlagen und kam auf der Fahrerseite zum Liegen.

Während sich die Kupferzeller Kameraden um die Befreiung der Person kümmerte, sperrte die Feuerwehr Künzelsau die Einsatzstelle ab, leuchtete die Unfallstelle aus und stellte technisches Gerät bereit.

Als die Person befreit und dem Rettungsdienst übergeben war, löste sich der Rüstzug Künzelsau aus dem Einsatz heraus.

Quelle und Fotos: Feuerwehr Künzelsau




Ein Abgesang auf alles Sexistische

Thomas Gottschalk wird am Ende von Wetten am vergangenen Samstag vom ZDF fachmännisch in einer Baggerschaufel entsorgt. Wie er ganz richtig erkannt hat am Ende der Sendung: Er und sein Denken entsprechen einem anderen Zeitgeist. Vor allem an einer Person auf seiner Couch hat man die Nicht-Weiterentwicklung von dem ehemals großen Entertainer deutlich gesehen.

Reihenweise Fremd-Schäm-Momente

Im Laufe der vergangenen Jahrzehnte gab es sie schon immer, sobald Thomas Gottschalk den Wetten-dass…-Saal betrat, diese bedrückenden Fremd-Schäm-Momente, bei denen man als Zuschauer von der heimischen Couch sich am liebsten ein Kissen vors Gesicht halten und für Gottschalk aus Scham im Erdbeben versinken wollte. So verwechselte er Namen von Stars und Sternchen auf seiner Couch, betatschte unentwickelt die Beine von Frauen, die neben ihm saßen und redete teilweise sehr „von oben herab“ mit seinen Gästen.

Welche Talente hast denn du überhaupt, fragt er unumwunden

So auch dieses Mal. Neben ihm saß Shirin David, von Beruf erfolgreiche Influencerin auf Instagram. Dass Gottschalk so seine Probleme mit dieser Art von Beruf hat, daraus  macht er keinen Hehl. Unumwunden verweist er auf Helene Fischer und Bastian Schweinsteiger, die neben Shirin David sitzen und so große Talente mitbrächten. Ja – und sie? Shirin David, die ein bisschen aussieht wie eine Barbie, informierte den blonden Barden, dass sie gelernte Opernsängerin sei. Seine Antwort: Ach, das hätte er jetzt nicht dacht. „Warum? Weil ich hübsch bin?“ konterte die junge Entertainern. Geschweige denn, dass man sich als Zuschauer bei der Talente-Diskussion beständig fragt, was eigentlich Gottschalks großes Talent ist, wenn er schon Shirin David deswegen kritisiert? Er ist immerhin auch nicht als großer Fußballer oder begnadeter Sänger geboren worden.

Eine längst vergangene Zeit mit völlig veralteten Ansichten

Der offizielle Abgang von Thomas Gottschalk nun als Wetten-dass-Moderator ist auch ein Abgesang auf eine längst vergangene Zeit, in der man noch abwertend miteinander öffentlich sprechen durfte, in dem man sich sexistisch und rassistisch äußern durfte, was mittlerweile viele Menschen als schlichtweg respektlos empfinden, Gute Unterhaltung geht heute anders – auf Augenhöhe. Auch wenn das Gottschalk mit seinen 73 Jahren bis zum Ende leider nicht verstanden hat.

Es bleibt nur zu hoffen, dass sein Comeback des Comeback bei Wetten dass…nicht doch irgendwann nochmal ein Comeback nach sich zieht, wenn dem ZDF wieder einmal die Moderatoren ausgehen und Tommy dann wieder mit 90 Jahren durch die Tür kommen darf. Hoffentlich aber nicht im Rollstuhl. Denn das öffentlich-rechtliche Fernsehen hat am Samstag wieder bewiesen, dass die Showbühne nur ohne Rollstuhl zugänglich ist. Die anderen stehen eben am Rand, wie der kleine Wettkönig der Herzen. Auch dieser Moment war an innerem Schamgefühl für so wenig Inklusion und Feinfühligkeit nicht zu überbieten. Freuen wir uns daher auf neue Fernsehzeiten.

 




Was der Wegfall der Notfallpraxen in Baden-Württemberg bedeutet

Seit knapp einem Monat müssen Patienten außerhalb der Sprechzeiten längere Wartezeiten und teils weitere Fahrtwege zur nächsten Notfallpraxis auf sich nehmen. Das dürfte sich auch nicht so schnell ändern. Betroffen von den Schließungen ist auch die Notfallpraxis in Künzelsau.

Knapp 3.000 Ärzte brechen weg

Knapp einen Monat nach dem Beginn eines Notfallplans für den ärztlichen Bereitschaftsdienst rechnet die Kassenärztliche
Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW) nicht mit einer schnellen Rückkehr des regulären Notdienstes. Man arbeite derzeit an den neuen Strukturen, teilte ein Sprecher mit. Erste Eckpunkte sollten Anfang Dezember vorgestellt werden. Die Umsetzung werde
dann aber schrittweise erfolgen müssen.“Wir werden sicherlich noch einige Monate benötigen“, sagte der Sprecher.

Schließung führt zu einer Mehrbelastung in Krankenhäusern

Aber auch dann dürfte das Notdienst-Angebot nicht mehr genauso aussehen wie vor der Notbremse, die die KVBW wegen eines Urteils des Bundesverwaltungsgerichts zog. Auf die Frage, ob es das Ziel sei, den Umfang des Notdienstes von vor dem Urteil wieder vollständig herzustellen, antwortete der Sprecher: „Das geht nicht.“ Der Notdienst müsse wegen des Wegfalls der sogenannten Poolärzte neu konzipiert werden.“ Dabei wird es auch zu Veränderungen kommen.“

Bisher wurde der ärztliche Bereitschaftsdienst in Baden-Württemberg von niedergelassenen Ärzten mit eigener Praxis und von rund 3.000 Poolärzten geleistet, die nach Angaben der KVBW etwa 40 Prozent der Dienste in den Notfallpraxen freiwillig übernahmen. Poolärzte sind Ärztinnen und Ärzte, die keine Kassenzulassung haben, also unter anderem Mediziner, die im Krankenhaus
arbeiten, die kurz vor der Facharztanerkennung stehen oder die bereits im Ruhestand sind. Wegen eines Gerichtsurteils hatte die KVBW Ende Oktober angekündigt, mit „sofortiger Wirkung die Tätigkeit der Poolärztinnen und Poolärzte“ zu beenden.

Lange Wege

Weil deren Wegfall nicht kompensiert werden könne, kündigte die KVBW die Schließung von acht Notfallpraxen – darunter auch Künzelsau – und die Teilschließung von sechs Praxen unter der Woche an. Zudem wurden in fast allen weiteren Praxen die
Öffnungszeiten reduziert. Mehr Patienten in Notaufnahmen von Krankenhäusern Aus Sicht der KVBW ist die Notfallversorgung trotz der Einschränkungen weiter gesichert.“ Trotz unserer Maßnahmen haben wir im Land immer noch mehr als 100 Notfallpraxen an den Wochenenden und Feiertagen geöffnet“, sagte der Sprecher. Zudem gebe es weiter einen Fahrdienst, der medizinisch notwendige Hausbesuche übernehme. In einigen Praxen müssen sich Patientinnen und Patienten aber auch auf längere Wartezeiten einstellen.“ Natürlich kommen auch mehr Patienten in die Notfallpraxen, die in der Nähe der Praxen liegen, die geschlossen sind“, sagte der Sprecher.

Klinikärzte beobachten aber auch, dass die Menschen verstärkt in die Notaufnahmen von Krankenhäusern kommen.“ Unsere Befürchtungen haben sich leider bewahrheitet. Nach Angaben unserer Mitglieder suchen deutlich mehr Patientinnen und Patienten Hilfe in den Notaufnahmen in den Krankenhäusern“, sagte die Landesvorsitzende der Ärztegewerkschaft Marburger Bund, Sylvia Ottmüller. Dort werde das Personal, das bereits überbelastet sei, weiter belastet und komme Patienten in Baden-Württemberg drohen lange Wege zu Notfallpraxen an seine Grenzen. „Wir tun unser Bestes zum Wohle der Patienten, erneuern aber unsere
Forderung an die KVBW, ihren gesetzlichen Versorgungsauftrag zu erfüllen und die Einschränkungen im ambulanten Notfalldienst umgehend zurückzunehmen“, sagte Ottmüller.

Finanzielle Situation der Krankenhäuser verschlechtert sich weiter

Ähnlich nehmen auch die Krankenhäuser die Lage wahr. Durch die sogenannte Notbremse gebe es eigentlich nur Verlierer, beklagte der Hauptgeschäftsführer der Baden-Württembergischen Krankenhausgesellschaft (BWKG), Matthias Einwag: „Die Patientinnen und Patienten müssen länger warten, das sowieso knappe Krankenhauspersonal in den Notaufnahmen wird noch stärker
belastet und die ohnehin schwierige finanzielle Situation der Krankenhäuser verschlechtert sich weiter.“ Es gebe dringenden Handlungsbedarf.

Von der „Notbremse“ der KVBW sind die 115 Notfallpraxen in Baden-Württemberg betroffen. Geschlossen werden die Praxen in Geislingen, Schorndorf, Möckmühl, Buchen, Waghäusel-Kirrlach, Künzelsau, Bad Säckingen und Schopfheim. Zudem kommt es zu Einschränkungen in Mühlacker, Bietigheim-Bissingen, Rastatt, Singen, Herrenberg und Villingen-Schwenningen. Dort machen die Notfallpraxen unter der Woche gar nicht mehr oder nur noch teilweise auf, sondern konzentrieren sich auf das Wochenende und Feiertage. Nicht betroffen von den Maßnahmen sind die Notdienste der Augenärzte und der HNO-Ärzte. Auch die Kindernotfallpraxen bleiben laut KVBW bestehen, in einigen werden allerdings die Öffnungszeiten reduziert.

Warum werden gerade diese Praxen geschlossen?

Die geschlossenen Notfallpraxen liegen vor allem im ländlichen Raum und in kleineren Städten. Als Grund für die Schließung nannte ein Sprecher der KVBW deren Inanspruchnahme. „Die ist in den großen Städten viel höher als auf dem Land“, sagte er. Zudem habe man Ausweichmöglichkeiten auf nahe gelegene Notfallpraxen berücksichtigt.




Niedernhaller Kelterzauber is coming

Die Stadt Niedernhall lädt am Samstag und Sonntag, den 09. und 10. Dezember 2023 wieder zum Niedernhaller Kelterzauber an der Kelter direkt in der Stadtmitte ein.

Bei Glühwein, Punsch, leckerem Essen, Musik und einer zauberhaften Dekoration können sich Besucher:innen auf das Fest aller Feste einstimmen. An den einzelnen Ständen findet man mit Sicherheit auch das ein oder andere Mitbringsel oder Weihnachtsgeschenk.

Shuttlebusse fahren die Bewohner:innen der Giebelheide ins Städtle und zurück.