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Stadtverwaltung Künzelsau sagt zahlreiche Veranstaltungen im März ab – Ingelfingen zieht „Start in den Frühling“ trotz Corona durch

Vorsorgliche Reaktion auf Coronavirus.

Im März und April werden einige bereits angekündigte Veranstaltungen der Stadtverwaltung Künzelsau aufgrund der aktuellen Entwicklung in Sachen Coronavirus nicht stattfinden. Das geht aus einer aktuellen Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau hervor. „Mit dem Absagen und Verschieben unserer städtischen Veranstaltungen reagieren wir vorsorglich auf die Ausbreitung des Coronavirus und möchten präventiv einen Beitrag leisten, das Ansteckungsrisiko zu reduzieren“, erklärt Bürgermeister Stefan Neumann. „Das ist zwar schade für unsere Kooperationspartner und die Künstler, denen wir leider, wie auch unseren Besuchern absagen müssen. Wir bitten jedoch alle Beteiligten um Verständnis.“ So wurde bereits der für 04. März 2020 geplante Künzelsauer Abend (Einwohnerversammlung) auf den 13. Mai 2020 verschoben. Auch der Warentauschtag und Bücherflohmarkt am 14. März 2020 ist bis auf Weiteres verschoben.

Abgesagt werden darüber hinaus folgende Veranstaltungen:

  • Das Konzert UpBeat Hohenlohe am 7. März 2020
  • Der Vortrag zur Metzgerausstellung am 10. März 2020
  • Die KÜNightLive am 11. März 2020
  • Der Gesundheitsvortrag „Erkrankungen der Galle“ am 12. März 2020
  • Die Sportlerehrung und Blutspenderehrung am 13. März 2020
  • Die City Dinner Tour am 23. März 2020
  • Das Kindertheater „Krasshüpfer“ am 24. März 2020
  • Das Konzert Musik am Nachmittag am 27. März 2020
  • Der Vortrag zur Weltraumausstellung am 27. März 2020
  • Das Kirchenkonzert in der St. Paulus Kirche am 28. März 2020
  • Das Figurentheater „Urmel aus dem Ei“ am 31. März 2020
  • Die KÜNightLive am 1. April 2020
  • Der Gesundheitsvortrag „Hüftschmerz, Arthrose – ein neues Hüftgelenk“ am 2. April 2020

Bereits erworbene Karten können zurückerstattet werden oder im Fall der KÜNightLive auf einen anderen KÜNightLive-Termin umgebucht werden. Kontakt: Stadtverwaltung Künzelsau, Stuttgarter Straße 7, 74653 Künzelsau, Kultur- und Marketingbüro Renate Kilb, Telefon 07940 129-121, E-Mail renate.kilb@kuenzelsau.de .

Nicht in allen Städten und Gemeinden streichen werden Veranstaltungen gestrichen. So fand am Sonntag, den 09. März 2020, in Ingelfingen der „Start in den Frühling“ mit zahlreichen offenen Ladengeschöften in Ingelfingen wie gewohnt statt.

 

 




Zweiter bestätigter Coronavirus-Fall im Hohenlohekreis – Neth „Es ist wahrscheinlich, dass weitere Infektionen im Kreis bekannt werden“

Gesundheitsamt leitet weitere Maßnahmen zur Verhinderung von Infektionsketten in die Wege.

Am Sonntag, 8. März, wurde der zweite Coronavirus-Fall im Hohenlohekreis bestätigt. Es handelt sich um eine Frau aus der Gemeinde Pfedelbach, sie weist Symptome auf, eine stationäre Aufnahme ist jedoch nach derzeitigem Stand nicht notwendig. Sie befindet sich in häuslicher Isolation und steht in gutem Kontakt zum Gesundheitsamt des Hohenlohekreises. Aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes wird das Landratsamt Hohenlohekreis in Fällen von Coronavirus-Infektionen keine weiteren Informationen zu persönlichen Daten Betroffener bekanntgeben. „Es ist wahrscheinlich, dass in den kommenden Tagen weitere Infektionen im Kreis bekannt werden. Das ändert jedoch nichts an dem Ziel, eine massenhafte Verbreitung des Virus so lange es geht hinauszuzögern, auch um ein Zusammenfallen mit der Influenza-Hochphase zu vermeiden. Zudem kann durch diesen Zeitgewinn eine bessere Vorbereitung des Gesundheitssystems bis hin zur Entwicklung von Impfstoffen und Arzneimitteln erreicht werden“, erklärt Landrat Dr. Matthias Neth.

„Es ist wahrscheinlich, dass in den kommenden Tagen weitere Infektionen im Kreis bekannt werden“

Das Gesundheitsamt des Hohenlohekreises ermittelt jetzt die Kontaktpersonen und nimmt mit diesen Gespräche auf. „Alle Kontaktpersonen sollen sich in eine häusliche Isolation begeben, um keine weitere Infektion übertragen zu können“, so Dr. Antje Haack-Erdmann, Leiterin des Gesundheitsamtes, über die weiteren Schritte, die vor allem die weitere Eindämmung der Verbreitung des Virus im Fokus haben. Im Zuge dessen wird insbesondere jede mögliche Ansteckung weiterer Kontaktperson untersucht.

Eventuell auch Schülerin aus Neuenstein infiziert

Resultierend aus diesen Untersuchungen besteht derzeit ein begründeter Verdachtsfall bei einer Schülerin der Gemeinschaftsschule Neuenstein.
„In Abstimmung mit dem Schulträger haben wir uns dazu entschieden, die gesamte Sekundarstufe, also die Klassen 5 – 10 für zwei Tage bis einschließlich Dienstag, 10. März, vorsorglich freizustellen, bis die Untersuchungsergebnisse vorliegen“, so Matthias Wagner-Uhl, Rektor der betroffenen Schule. Gleiches gilt für die Lehrkräfte, die in diesen Klassen unterrichtet haben. Die Schule wird die Betroffenen entsprechend informieren. „Wir werden alle Eltern über die aktuelle Situation informieren, es besteht kein Grund zur Sorge“, bittet er um Besonnenheit und betont: „Stand heute haben wir keinen positiv-bestätigten Fall, und es handelt sich um eine vorsorgliche Maßnahme.“

Weiterer Verdachtsfall in Öhringen

Ein weiterer damit zusammenhängender Verdachtsfall betrifft die Gewerbliche Schule Öhringen. Hier werden vorsorglich die Schüler sowie die Lehrkräfte der Klassenstufe 13 freigestellt. Auch dies ist eine Vorsichtsmaßnahme und „gilt so lange, bis die Untersuchungsergebnisse vorliegen“, erklärt der stellvertretende Schulleiter Wolfgang Kubat. „Je nach Ergebnis wird dann über weitere Maßnahmen entschieden.“ Auch hier werden alle Betroffenen schnellstmöglich informiert.

Grundsätzlich werden Personen, die sich in den vergangenen 14 Tagen in Risikogebieten aufgehalten haben oder mit einem bestätigten Verdacht Kontakt hatten, gebeten, unnötige Kontakte zu vermeiden und wenn möglich zu Hause bleiben. Dies betrifft insbesondere auch  Schüler.

Quelle: Pressemitteilung des Landrtsamtes des Hohenlohekreises




Gaisbach: 60 Nistkästen für heimische Brutvögel

Im Flurneuordnungsverfahren Künzelsau-Gaisbach wurden vom Flurneuordnungsamt des Hohenlohekreises Ende Februar – passend zum Beginn der Brutzeit – über 60 Nistkästen als neue Behausung für heimische Vogelarten angebracht. Durch unterschiedlich große Fluglöcher bieten die Nisthilfen einem breiten Artenspektrum eine sichere Behausung. Neben den klassischen Nisthöhlen wurden auch spezielle Nisthilfen für Gartenrotschwanz, Kleiber, Star, Feldsperling, Rotkehlchen und den Hausrotschwanz aufgehängt.

Mit der Aktion werden die bereits durchgeführten Pflanz- und Biotopvernetzungsmaßnahmen der Flurneuordnung weiter ergänzt. Damit die Nisthilfen auch dauerhaft ihre Funktion erfüllen, ist eine regelmäßige Reinigung nötig. Diese wird für die Nistkästen der Flurneuordnung durch die Vogelfreunde Hohenlohe gewährleistet.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamts Hohenlohekreis




Hohenlohe: Frauen verdienen monatlich 720 Euro weniger als Männer

Sie arbeiten genauso lang, ziehen aber beim Verdienst den Kürzeren: Frauen, die im Hohenlohekreis eine Vollzeit-Stelle haben, verdienen rund 720 Euro weniger im Monat als ihre männlichen Kollegen. Darauf hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) zum Internationalen Frauentag am Sonntag, den 08. März 2020, in einer Pressemitteilung hingewiesen. Die NGG beruft sich dabei auf aktuelle Zahlen der Bundesagentur für Arbeit. Danach liegt das durchschnittliche Vollzeit-Einkommen von Frauen im Hohenlohekreis aktuell bei 3.160 Euro im Monat – Männer mit der gleichen Arbeitszeit kommen auf 3.879 Euro. Das macht einen Unterschied von 19 Prozent.

Viele Firmen nutzen das Lohngefälle aus

„Es kann nicht sein, dass Frauen auf dem Arbeitsmarkt noch immer so stark benachteiligt sind. Viele Unternehmen in der Region nutzen das Lohngefälle aus, obwohl sie mehr zahlen müssten“, kritisiert Burkhard Siebert von der NGG-Region Heilbronn in der Pressemitteilung. Besonders problematisch sei die Situation in frauendominierten Berufen – etwa im Service einer Gaststätte oder im Verkauf einer Bäckerei. Wenn hier nicht nach Tarif gezahlt werde, träfen niedrige Löhne häufig auf Teilzeitjobs und befristete Stellen. „Die Folge sind geringe Einkommen und im Alter Mini-Renten, die Frauen dann beim Amt aufstocken müssen“, so Siebert.

Gender Pay Gap in Hohenlohe bei über 19 Prozent

Nach Einschätzung des Gewerkschafters dürfte der tatsächliche „Gender Pay Gap“, die Lohnlücke zwischen den Geschlechtern, im Hohenlohekreis bei deutlich über 19 Prozent liegen. „Bezieht man Teilzeitstellen und Minijobs in die Rechnung ein, wird die Kluft noch größer. Denn hier arbeiten mehr Frauen als Männer. Zugleich sind die Löhne im Schnitt deutlich niedriger“, sagt der NGG-Geschäftsführer. Das zeige sich gerade im Gastgewerbe: Nach Angaben der Arbeitsagentur werden im Kreis aktuell 73 Prozent aller Teilzeit- und Minijobs in der Branche von Frauen erledigt.
„Hinzu kommt, dass noch immer zu viele Frauen zu Hause bleiben – nicht zuletzt auch, weil das Ehegatten-Splitting bei der Steuer die Rollenteilung verstärkt“, so Siebert. Damit gehe dem heimischen Arbeitsmarkt eine große Chance durch die Lappen. Mit Blick auf die Alterung der Gesellschaft und den Fachkräftemangel müssten eigentlich schon heute viel mehr Frauen ins Berufsleben einsteigen.

Gesetzlicher Anspruch auf gleiche Bezahlung gefordert

Die NGG fordert die Unternehmen auf, die unterschiedliche Bezahlung von Frauen und Männern in vergleichbaren Positionen zu beenden. Auch die Politik sei gefordert. „Statt immer neuer Lippenbekenntnisse zum Frauentag brauchen wir einen gesetzlichen Anspruch auf gleiches Geld für gleichwertige Arbeit, der Wirkung zeigt und in den Betrieben zwingend umgesetzt werden muss. Alles andere ist im Jahr 2020 von vorgestern“, so Siebert.

Quelle: Pressemitteilung der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten

 




Helene Fischer singt exklusiv für Würth-Mitarbeiter in Gaisbach

Eigentlich gibt sie derzeit keine größeren Konzerte, allerdings tritt sie hin und wieder doch noch auf und zwar unter anderem bei exklusiven Konzerten für Unternehmen. Der Star der Schlagerbranche in Deutschland, Helene Fischer, ist nun auch bei Würth in Gaisbach zu Gast, so Sonja Rauh von der Würth-Pressestelle gegenüber einer GSCHWÄTZ-Presseanfrage.

Im Rahmen der Festwoche Ende Juni 2020 zum 75. Firmenjubiläum von Würth singt Helene Fischer vor den Würth-Mitarbeitern, die auf Hits wie „Atemlos“ und die Titelmelodie des Kinofilms „Die Eiskönigin, „Lass‘ jetzt los“, ihres erfolgreichen Albums „Farbenspiel“ hoffen dürfen. Das Mitarbeiterfest mit dem Konzert von Helene Fischer ist laut Sonja Rauh eine geschlossene Veranstaltung.

 

 

 




Heutige Veranstaltung vom Kreisarchiv abgesagt wegen Coronavirus

Das Landratsamt des Hohenlohekreises weist darauf hin, dass der „Tag der Archive“ des Kreisarchivs des Hohenlohekreises am Freitag, den 06. März 2020, wegen des Coronavirus‘ auf einen neuen Termin verschoben wird. Sobald ein neuer Termin feststeht, wird das Landratsamt den Termin veröffentlichen.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises

 




Weißbach: Abfallwirtschaft startet Pilotprojekt für Batteriesammlung

Bisher konnten handelsübliche Batterien in einer Sammelbox im Rathaus abgegeben werden. Davon rät die Abfallwirtschaft Hohenlohekreis laut einer Pressemitteilung jetzt aber ab, da immer mehr Lithium-Ionen-Batterien und -Akkus im Umlauf sind. „Von denen geht nämlich schon bei leichten Beschädigungen eine erhöhte Brandgefahr aus“, so der Geschäftsführer der Abfallwirtschaft, Sebastian Damm. Von Batteriesammelbehältern in Gebäuden sei daher abzuraten.

Behälter wird sehr gut angenommen

„Er steht erst wenige Tage und ist schon fast voll“, freute sich Weißbachs Bürgermeister Rainer Züfle über den nagelneuen Batteriesammelbehälter vor seinem Rathaus. „Mir war wichtig, dass wir trotzdem weiterhin unkomplizierte Sammelstellen anbieten können“, ergänzte er bei einer ersten Füllstandsmessung. Schließlich gelte es zu verhindern, dass alte Batterien achtlos im Restmüll oder gar im Straßengraben landen. „Ich habe daher die Abfallwirtschaft gebeten, geeignete Lösungen zu entwickeln“, so Züfle weiter.

Sammelbehälter als Leihgabe aus Karlsruhe

„Die Brandgefahr durch Lithium-Ionen-Batterien ist zwar mittlerweile bekannt, Lösungen von der Stange gibt es allerdings noch nicht“, berichtet der Bereichsleiter Joachim Bahr von der Abfallwirtschaft. Einzig die Abfallwirtschaft in Karlsruhe habe sich hier schon Gedanken gemacht. Dort wurde ein freistehender Sammelbehälter aus besonders hitzebeständigem Metall konstruiert. Der Einwurfschlitz des Behälters ist so konzipiert, dass nur Batterien bis zu einer bestimmten Größe eingeworfen werden können. Denn je größer die Batterie ist, desto größer sei die Gefahr bei einem Brand. Durch Gespräche war es Joachim Bahr schließlich gelungen, einen dieser speziellen Sammelbehälter als Leihgabe für den Pilotversuch in Weißbach zu bekommen. „Wir wollen jetzt testen wie er angenommen wird und erste Erfahrungen mit dieser Art von Behältern sammeln“, so Bahr. Bisher wird die neue Batteriesammelstelle in Weißbach sehr gut angenommen.

Flächendeckende Sammelstellen im Kreisgebiet

Der neue Sammelbehälter ist aber nicht die einzige Abgabestelle. Für Batterien und Akkus sind im Kreisgebiet flächendeckend auf allen Recycling- und Schwerpunkthöfen und auf dem Wertstoffhof Stäffelesrain Sammelstellen eingerichtet. Auch der Einzelhandel bietet Sammelstellen an.

Tipps für die Entsorgung

Um die Brandgefahr bei Lithium-Ionen-Batterien und -Akkus einzudämmen empfiehlt die Abfallwirtschaft Hohenlohekreis, folgende Hinweise zu beachten:

Mit einem handelsüblichen, transparenten Klebefilm die Pole abkleben, sobald die Batterien/Akkus aus den Geräten entfernt werden. Somit kann ein Kurzschluss bei freiliegenden Polen verhindert werden. Auch sollte darauf geachtet werden, dass Lithium-Ionen-Batterien und –Akkus nicht hinunterfallen oder beschädigt werden.

Weitere Informationen stehen auf der Homepage der Abfallwirtschaft www.abfallwirtschaft-hohenlohekreis.de und sind in der Abfall App eingepflegt. Sie ist immer aktuell und steht in den gängigen App-Stores unter dem Namen „Abfallinfo HOK“ kostenlos zum Download zur Verfügung. Das Team der Service-Hotline berät an der Bürgertheke oder telefonisch unter Telefon 07940/18 555.

 

Quelle: Pressemitteilung der Abfallwirtschaft Hohenlohekreis




Hohenlohe: Bauernverband verschiebt Apfelverteilaktion

Aufgrund der aktuellen Probleme um die Corona-Virusinfektionen haben die Verantwortlichen sich entschieden, die für Samstag, den 07. März 2020, geplante Apfelverteilaktion in den Innenstädten und auf den Marktplätzen zu verschieben. Auch wenn die Gefahr einer Infektion zwischen Obstbauern und Passanten tatsächlich wohl zu vernachlässigen ist, besteht für die eigentlich gewollte Kontaktaufnahme eine gewisse Hemmschwelle. 

Doch verschoben heißt nicht aufgehoben. Über einen neuen geeigneten Termin wird der Vorstand der Bundesfachgruppe Obstbau im Bundesausschuss Obst & Gemüse am Mittwoch, den 18. März 2020, beraten und schnellstmöglich informieren.  

Mit der bundesweiten Aktion soll die Arbeit der Erwerbsobstbauern auch in der Region unterstützt werden. Wer Äpfel aus regionalem Anbau kauft, erwirbt nicht nur schmackhafte Früchte, sondern leistet auch ganz nebenbei einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Über einen Apfel als Kostprobe wollen die Obstbauern mit den Verbrauchern ins Gespräch kommen.

Quelle: Bauernverband Schwäbisch Hall – Hohenlohe – Rems e.V.




Coronavirus hat Hohenlohe erreicht – Landrat Neth: „Mögliche Folgen einer unkontrollierten Verbreitung wären enorm“

Erster bestätigter Coronavirus-Fall im Hohenlohekreis.

Am Donnerstag, den 05. März 2020, wurde erstmals ein Coronavirus-Fall im Hohenlohekreis bestätigt. Das geht aus einer Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises hervor. Weiter heißt es darin: „Es handelt sich um eine Frau aus der Raumschaft Bretzfeld, ihr Gesundheitszustand ist gut. Sie befindet sich in häuslicher Isolation und steht in gutem Kontakt zum Gesundheitsamt des Hohenlohekreises. Aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes wird das Landratsamt Hohenlohekreis in Fällen von Coronavirus-Infektionen keine weiteren Informationen zu persönlichen Daten Betroffener bekanntgeben.“

Bürgertelefon auch am Wochenende erreichbar

Während der Isolation beziehungsweise der häuslichen Quarantäne stehe das Gesundheitsamt stets in Kontakt mit den Personen. Das Gesundheitsamt des Hohenlohekreises gehe nach wie vor jedem Verdachtsfall nach.

„Seit in Baden-Württemberg Fälle von infizierten Personen bekannt wurden, haben wir uns auf einen möglichen Ausbruch im Hohenlohekreis vorbereitet. Wir waren deshalb gut auf diesen Fall vorbereitet und konnten schnell und besonnen reagieren“, erklärt Landrat Dr. Matthias Neth. „Durch das vorbildliche Handeln der Betroffenen und die hervorragende Arbeit des Gesundheitsamtes war der Ablauf in diesem Fall so, wie er sein soll. Das Wichtigste ist, eine Ausbreitung des Coronavirus so gut wie möglich einzudämmen. Daran arbeiten wir in enger Abstimmung mit den Landesbehörden“, so Neth weiter.

Neth: „Wir konnten schnell und besonnen reagieren“

Für alle Fragen zum Coronavirus ist das Gesundheitsamt des Hohenlohekreises werktags von 8 bis 18 Uhr sowie am Wochenende von 9 bis 16 Uhr unter der Telefonnummer 07940/18-888 zu erreichen. Außerhalb dieser Zeiten ist ein Anrufbeantworter geschaltet, der auf die dann zuständigen Stellen verweist. Das Gesundheitsamt steht mit seinen Experten beratend zur Verfügung.
In den vergangenen Tagen konnten bereits viele Nachfragen beantwortet werden, insbesondere zum Umgang mit geplanten Veranstaltungen, bei Kontakt mit möglichen Infizierten oder Wissenswertes für Reiserückkehrer aus Risikogebieten oder angrenzenden Risikogebieten.

Des Weiteren können sich Bürger täglich zwischen 9 und 18 Uhr unter der Telefonnummer 0711/904-39555 an eine eigens eingerichtete Hotline des Landesgesundheitsamts Baden-Württemberg wenden.

Außerdem bietet das Landratsamt Hohenlohekreis fortlaufend aktualisierte Informationen und Links unter www.hohenlohekreis.de an.

Eindämmung der Verbreitung des Corona-Virus nach wie vor höchste Priorität

„Wir arbeiten weiterhin mit aller Kraft daran, mögliche Infektionsketten zu unterbrechen und Kontaktpersonen zu identifizieren. Umso früher wir diese erkennen, können wir auch eine Ausbreitung verhindern oder verlangsamen“, so Landrat Dr. Matthias Neth in der heutigen Besprechung des Koordinierungsstabs, der weiterhin täglich zusammenkommt. „Wir im Hohenlohekreis arbeiten gemeinsam an dem bundesweiten Ziel der Eindämmungsstrategie. Dafür möchte ich mich bereits heute bei allen Akteuren und Betroffenen für das hervorragende Zusammenspiel bedanken, dass wir hier im Kreis erfahren.“

„Mögliche Folgen einer unkontrollierten Verbreitung wäre enorm“

„Ich habe großes Verständnis, dass Bürger unterschiedlich reagieren, auch persönliche Emotionen spielen in der aktuellen Situation eine Rolle. Wir werden weiterhin transparent über unser Vorgehen und unsere Schutzmaßnahmen informieren, denn die möglichen Folgen einer unkontrollierten Verbreitung wären enorm“, ruft Landrat Dr. Neth die Bevölkerung zum besonnenen Handeln auf. So rät das Landratsamt dringend dazu, Ruhe zu bewahren und auch keine unnötigen Hamsterkäufe von Lebensmittel, Desinfektionsmitteln oder Atemmasken zu tätigen. Insbesondere sollten die empfohlenen Schutzmaßnahmen vom Robert Koch-Institut eingehalten werden – gute Handhygiene, die übliche Huste-und Nieß-Etikette sowie einen ausreichenden Abstand von ca. 1-2 Meter zu Erkrankten. Wichtig ist auch, überfüllte Räume und Menschenansammlungen zu vermeiden.

„Wir haben auch die Veranstaltungen im Blick“, ergänzt Dr. Antje Haack-Erdmann, Leiterin des Gesundheitsamts. „Für jede Veranstaltung bedarf es einer Einzelfallprüfung durch den Veranstalter. Hierzu orientieren wir uns an den Handlungsempfehlungen des Robert Koch-Instituts, welche wir auf unserer Homepage eingestellt haben, aber auch jedem Veranstalter auf Nachfrage zuschicken. Ergibt sich nach den Kriterien ein höheres Risiko, halten wir es für sachgerecht, eine geplante Veranstaltung zu verschieben.“ Für jede Veranstaltung werden individuelle Hygienemaßnahmen empfohlen, so das Landratsamt.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises vom 05. März 2020




Dörzbach/Hohebach/Stachenhausen: 20-jähriger Motorradfahrer schwer verletzt

Zwei Männer wurden bei einem Unfall am Mittwochnachmittag, den 04. März 2020,  gegen 16 Uhr, auf der Bundesstraße zwischen Hohebach und Stachenhausen verletzt. Ein 20-jähriger Motorradfahrer war mit seiner Honda-Maschine in Richtung Stachenhausen unterwegs und versuchte einen Lastwagen zu überholen. Während des Überholvorgangs kollidierte er frontal mit dem 1er BMW eines entgegenkommenden 24-Jährigen.
Durch den Aufprall wurden der Zweiradfahrer schwer- sowie der Autofahrer leicht verletzt. Der 20-Jährige musste mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen werden. Für den 24-Jährigen kam ein Rettungswagen zum Einsatz. Die Bundesstraße wurde zeitweise gesperrt. Über die Höhe des Sachschadens kann noch keine Aussage getroffen werden.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn