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Girl’s day telefonisch – Zoll sucht Nachwuchs

Die außergewöhnliche Situation, bedingt durch die Coronavirus Pandemie, hat uns veranlasst, neue Wege zu wählen und dabei auf ein lang bewährtes Kommunikationsmittel zu setzen,“ so Thomas Wahl, stellvertretender Leiter der über 500-köpfigen Bundesbehörde in Heilbronn. „Da leider die so wichtigen persönlichen Kontakte aufgrund der vielen abgesagten Präsenzveranstaltungen wegfallen, schenken wir den jungen Leuten unser Ohr für ihre Fragen am Telefon,“ so Wahl weiter. Das geht aus einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn hervor.Am 26. März 2020 zwischen 09:00 und 16:00 Uhr können Jugendliche den Telefontag des Hauptzollamtes Heilbronn unter der Nummer 07131 / 8970 – 1050 nutzen, um im persönlichen Gespräch alles rund um Ausbildung, Studium und mögliche spätere berufliche Tätigkeitsfelder zu erfahren.

Zusatzinformationen:

Der Zoll ist heute eine moderne Bürger- und Wirtschaftsverwaltung des Bundes, deren Tätigkeitsspektrum von der reinen Dienstleistung bis zum hoheitlichen Handeln reicht. In ganz Deutschland sind rund 39.000 Zöllnerinnen und Zöllner für die Sicherung der Staatsfinanzen, den Schutz der Sozialsysteme sowie den Umwelt- und Verbraucherschutz zuständig.

Interesse geweckt? Für alle, die sich für eine Ausbildung oder ein duales Studium beim Zoll interessieren, sind neben einem persönlichen Gespräch die Homepages http://www.zoll.de und http://www.talent-im-einsatz.de unerlässlich. Hier erhält man alle Infos, die man über den Zoll als Arbeitgeber, die verschiedenen Berufswege und eine mögliche Bewerbung wissen muss.




Niedernhall: Einkaufen in Zeiten von Corona

Am Freitag, den 20. März 2020, sieht man eine lange Warteschlange vor dem Edeka-Supermarkt in Niedernhall. So etwas sah man bislang noch nie. Gibt es hier etwas umsonst? Handelt es sich hier um Hamsterkäufer angesichts ungewisser Coronazeiten? Die Warteschlange ist jedoch das Symptom der neuen Regelungen beim Einkaufen, die die Stadt Niedernhall kürzlich erlassen und veröffentlicht hat (wir berichteten), um damit die neuen Bestimmungen des Landes zu erfüllen. Um die Ansteckung auch in den Supermärkten zu verringern, dürfen etwa in den größten Supermarkt in Niedernhall nur noch 30 Menschen gleichzeitig hinein und einkaufen. Die anderen Kunden warten draussen, bis sie reindürfen – unter einer Beachtung eines Mindestabstandes von 2m zu den anderen Kunden.

 




„4 Stunden versuche ich nun schon, meinen Hausarzt zu erreichen“ – „Angst, wie aussätzig behandelt zu werden“ – Künzelsauerein beschreibt ihren Weg zum Corona-Test

Carola M. möche nicht mit Namen genannt werden, aber die Künzelsauerin möchte darüber berichten, wie das Prozedere war, das sie vergangene Woche bezüglich eines Coronatests durchlaufen hat.
Carola M.s Hals brennt, sie hat Schuckbeschwerden, Atemprobleme. Hat sie etwa der Coronavirus erwischt? „Vier Stunden habe ich versucht, meinen Hausarzt zu erreichen.“ Ohne Erfolg. Ständig habe das Besetztzeichen geantwortet. Die Mutter weiß, dass es vielen derzeit so gehe. Dennoch, sie will nicht länger warten, ruft beim Gesundheitsamt an. Sie erklärt ihr Problem einer Mitarbeiterin des Gesundheitsamtes, diese sagt, sie müsse einfach weiter versuchen, ihren Hausarzt zu erreichen. Oder einen anderen Arzt anrufen. Oder ein Krankenhaus kontaktieren. „Ich soll zu Hause abwarten, bis es schlimmer wird und dann ein Krankenhaus anrufen oder einen Krankenwage rufen. Sehr beruhigend“, findet Carola M. und beschließt für sich: „Wenn ich die nächsten Stunden wieder nicht durchkomme, fahre ich hin zum Arzt und bleibe vor der Tür, bis mir geholfen wird.“
Ob ich Kontakt zu Infizierten hatte, wurde sie gefragt. Nicht bewusst. Aber sicher weiß sie es nicht. Wo ich letzte Woche vor zirka neun Tagen gewesen sei, wird sie gefragt. Im Carmen-Würth-Forum bei einem Konzert, bei einem einem Elternstammtisch, im Sportverein, bei einer Schulung. Zusätzlich arbeitet sie an einem Arbeitsplatz, andem sie viel Kontakt mit Menschen hat. „In den USA könnte ich mich jetzt ins Auto setzen und einen Abstrich machen lassen. Das ist hier nicht möglich“, sagt Carola M.. Ihr Frust ist groß, doch dann tut sich was.
Irgendwann kommt Carola M. bei ihrem Hausarzt durch und bekommt für den nächsten Tag einen Termin zwecks Abstrich. Da der Arzt in Kupferzell wegen des Coronavirus‘ seine Praxis schließen musste, fährt sie nach Braunsbach. Der Arzt vor Ort sei sehr gut in seinem Vorgehen, lobt Carola M.: „In einem Zelt, das neben der Praxis steht, werden die Abstriche von dem Arzt genommen. Seine Frau schreibt die Rezepte vor der Tür im Freien. Alle Patienten stehen mindestens 2m voneinander getrennt. Das ist ein Team dort und die arbeiten gut zusammen. Man müsste sich bei den Anwohnern bedanken für ihre Geduld und die Einschränkung,die sie jetzt haben. Andere wären schon längst ausgeflippt, wenn sie eine Abstrichstelle vor dem Wohnzimmerfenster oder der Haustür hätten. Die leisten hier echt super Arbeit“, sagt Carola M.. „Die Ärzte arbeiten ununterbrochen, ohne Pause, ohne etwas zu trinken, durch.“ Hierfür zolle sie ihnen großen Respekt und fordert, dass die Arztpraxen entlastet werden müssten, unter anderem beim Telefondienst.
Carola M. habe die Erfahrung gemacht, dass die Leute hier im Hohenlohekreis sich nicht trauen, sich als coronainfiziert zu outen. „Sie haben Angst, für immer wie Aussätzige behandelt zu werden.“

Als sie das negative Testergebnis nur drei Tage später kommt, ist sie dennoch erleichtert. Sie hat kein Corona.

Für Carola M. hat sich der Alltag seit dem Ausbruch des Virus‘ nun grundlegend geändert. Ihre Kinder lässt sie nicht mehr auf Straße mit den anderen Kindern spielen wegen der Ansteckungsgefahr. Aber es gibt auch etwas Positives: „

„Heute Mittag war ich im Garten, ich habe den Frühling viel stärker war genommen als die Jahre davor. Die Vögel die Sonnenstrahlen, alles war ruhiger als sonnst. Es ist schön, wenn die Familie zusammen Zuhause ist. Normalerweise haben wir so viele Termine. Wir haben nun Zeit zusammen und diese Zeit genieße ich.“



Fast 4.000 Infizierte in Ba-Wü – Hohenlohe 222 Fälle

Das Sozialministerium veröffentlicht ab sofort die Zahlen von allen einzelnen Stadt- und Landkreisen des Bundeslandes. Nach dieser Tabelle (von Samstag, den 21. März 2020) hat der Hohenlohekreis mittlerweile offiziell 222 Fälle. Einen Tag zuvor waren es noch 189 offiziell bestätigte Fälle.

Corona Zahlen Hohenlohe. Screenshot Internetseite des baden-württembergischen Sozialministeriums vom 21.03.2020




Restaurants & Frisöre schließen – Mindestabstand 1,5m – Zuhause bleiben – Neue Bestimmungen Hohenlohe

Am heutigen Samstag, den 21.03.2020, trat die Verordnung der Landesregierung zur Änderung der Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg in Kraft. Das Land hat Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus beschlossen. Das geht aus einer Pressemitteilung des Hohenlohekreises hervor. Diese Maßnahmen beinhalten für den Hohenlohekreis gemäß der Pressemitteilung:

1. Alle Restaurants und Gaststätten im Land müssen schließen. Essen zum Mitnehmen und auf Bestellung bleibt aber weiterhin möglich.

2. Alle Zusammenkünfte und Ansammlungen auf öffentlichen Plätzen sind verboten. Gruppenbildungen von mehr als drei Personen darf es nicht mehr geben.

3. Einreisen und Durchreisen von Personen aus internationalen Corona-Risikogebieten nach Baden-Württemberg sind untersagt. Ausgenommen sind Fahrten zum Arbeitsplatz, zum Wohnort, zum Transport von wichtigen Gütern und besondere Härtefälle, etwa bei einem Todesfall in der Familie.

4. Frisöre müssen schließen.

Landrat Dr. Matthias Neth und die Bürgermeister der Hot-Spots, Torsten Kunkel, Gemeinde Pfedelbach und Christoph Spieles, Gemeinde Kupferzell, rufen die Bevölkerung dazu auf, sich ausdrücklich an diese Vorschriften zu halten.

So ergeht in Pfedelbach vom dortigen THW am Samstag folgende Durchsage, die nochmals auf die Verordnung der Landesregierung hinweist:
„Ab heute ist das Betreten öffentlicher Orte mit mehr als drei Personen verboten!
Familien dürfen weiterhin gemeinsam unterwegs sein.

Für alle gilt ein Mindestabstand von 1,5 Metern, der einzuhalten ist.

Weiterhin erlaubt ist das Einkaufen Ihrer Lebensmittel, Arztbesuche, die Betreuung hilfebedürftiger Menschen und die Berufsausübung.

Bitte verlassen Sie nur in ganz dringenden Fällen Ihre Wohnung und vermeiden Sie weitestgehend soziale Kontakte.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.pfedelbach.de und www.hohenlohekreis.de“
Das Landratsamt Hohenlohekreis ermittelt weiterhin Kontakte von positiv Getesteten, um Infektionsketten nachvollziehen zu können. Gerade bei Großveranstaltungen ist die Ermittlung von Kontaktpersonen von Corona-Infizierten sehr aufwendig. So hat bei der Veranstaltung „Rebenglühen“ am Sonntag, 8. März 2020, ein auf Corona positiv Getesteter an einem Stand gearbeitet. „Wir bitten die Besucher des Rebenglühens vom 8. März 2020 bei Corona Symptomen telefonisch Kontakt zum Hausarzt aufzunehmen“, so Bretzfelds Bürgermeister Martin Piott und Landrat Dr. Matthias Neth.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises




Pfedelbacher dürfen Wohnungen nicht mehr verlassen

Am Samstag, den 21. März 2020, 18.50 Uhr macht die Feuerwehr in Pfedelbach-Oberhöfen eine Lautsprecherdurchsage an alle Einwohner. Unter anderem dürfen die Einwohner ihr Haus beziehungsweise ihre Wohnung nur noch in dringenden Fällen verlassen, etwa zum Einkaufen oder Arbeiten gehen, Versammlungen von mehr als drei Menschen, die nicht zur Familie gehören, sind untersagt. Die Feuerwehr wiederholte diese Durchsagen auch in den anderen Ortsteilen und in Pfedelbach selbst.

Die Feuerwehr Pfedelbach macht eine Lautsprecherdurchsage. Foto: GSCHWÄTZ




Corona Tests von Belzhag wertet nun Heidelberg aus

Die zentrale Abstrichstelle arbeitet seit einer Woche in Belzhag. In der letzten Woche wurden über 650 Tests von Ärzten der Kreisärzteschaft Hohenlohekreis durchgeführt. Das geht aus einer aktuellen Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises hervor.
Der technische Einsatzleiter der Abstrichstelle, Günther Uhlmann freut sich, dass der Ablauf so reibungslos funktioniert. „Das THW Pfedelbach und Künzelsau sind täglich mit mindestens sechs Einsatzkräften vor Ort. Für diese gute Zusammenarbeit bin ich sehr dankbar“, so Uhlmann gegenüber dem Landratsamt. Auch zwei Mitarbeiter des DRK Kreisverband Hohenlohe sind vor Ort, um im Notfall medizinische Unterstützung leisten zu können. Zwei Mitarbeiterinnen der Landkreisverwaltung kümmern sich um die Terminkoordinierung.

Nachdem das bisherige Labor wegen Engpässen keine Tests mehr durchführen kann, wird ab sofort ein Mitarbeiter des THWs die Abstriche direkt zu einem Labor nach Heidelberg fahren. Dadurch können die Tests weiterhin ausgewertet werden.
Abstriche werden bei Personen vorgenommen, die Symptome aufweisen und sich mit ihrem Hausarzt in Verbindung gesetzt haben. Der Hausarzt entscheidet, ob ein Abstrich erforderlich ist. War der Betroffene z.B. im direkten Kontakt mit einem Infizierten oder haben Familienangehörige eine Corona-Infektion, kann auch ohne Testung davon ausgegangenen werden, dass eine Infektion vorliegt. Dadurch werden die Tests auf neue Infektionsherde beschränkt, um dort ein frühzeitiges Ausbreiten zu verhindern.

Quelle: Alle Angaben stammen von einer Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises vom 21. März 2020




Ab sofort keine Zahlen mehr zu Infizierten vom Landratsamt

Das Landratsamt gibt ab sofort keine Zahlen mehr zu Infizierten, Todesfällen und Genesenen bezüglich des Hohenlohekreises mehr heraus. Das geht aus einer Pressemitteilung des Landratsamtes hervor. Das Landratsat erklärt die Nichtveröffentlichung damit, dass „alle Kommunen auf die “ Nennung selbst erhobener Zahlen verzichten und auf Basis der Pressemitteilungen des Sozialministeriums Baden-Württemberg, die abends übermittelt wird, Zahlen veröffentlichen“. In der Pressemitteilung des Sozialministeriums Baden-Württemberg vom 20. März steht, dass es laut offiziellen Zahlen 182 Infizierte im Hohenlohekreis gibt. Damit belegt der Hohenlohekreis den vierten Platz, hinter dem Landkreis Esslingen (323), Stuttgart und dem Rhein-Neckar-Kreis (215). Bislang wurde kein weiterer Todesfall im Hohenlohekreis gemeldet. Dadurch erhöht sich die offozielle Zahl der Infizierten leicht um vier Fälle. Das Landratsamt des Hohenlohekreises bittet „um Verständnis, dass wir aufgrund dieser landeseinheitlichen Regelung unsere tägliche Meldung an Sie zum aktuellen Stand der erkrankten Personen einstellen“.

Anbei veröffentlichen wir die Pressemitteilung des Sozialministeriums vom 20. März 2020:

Foto: GSCHWÄTZ

Foto: GSCHWÄTZ

Foto: GSCHWÄTZ

 

 




Darf ich mein Grundstück noch verlassen? Nein! Quarantäne-Regeln für den Hohenlohekreis – Kein weiterer Test am Ende der Quarantäne

Am Freitag, den 20. März 2020, hat das Landratsamt Hohenlohekreis zwei Allgemeinverfügungen zur häuslichen Absonderung („Quarantäne“) erlassen.

Hier die wichtigsten Fragen und Antworten aus einer aktuellen Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises:

Muss ich in Quarantäne?

In den Allgemeinverfügungen ist geregelt, wer sich häuslich absondern (also „in Quarantäne“) muss. Darunter fallen zwei Personengruppen:

1) Positiv auf das Coronavirus Getestete („Infizierte Personen“)
Wer positiv getestet wurde, muss für 14 Tage in Quarantäne. Der Hausarzt informiert den Betroffenen über das Ergebnis, aber auch das Gesundheitsamt nimmt mit infizierten Personen umgehend Kontakt auf. Ab dem Tag des Tests beginnt die 14-tägige Quarantäne. Diese endet nur, wenn 48 Stunden vor dem Ende keine Symptome bestehen. Sie verlängert sich dann automatisch, bis man zwei Tage lang ohne Symptome war. Daher ist auch das Tagebuch, welches von den infizierten Personen zu führen ist, so wichtig.

Am Ende der Quarantäne-Zeit findet kein weiterer Test statt.

2) Personen, die Kontakt zu einer infizierten Person hatten („Kontaktpersonen “)
Wer vom Gesundheitsamt elektronisch oder telefonisch informiert wurde, dass er Kontakt mit einer infizierten Person hatte, muss ebenfalls in Quarantäne, da er sich mit dem Virus angesteckt haben könnte. Die Quarantäne endet 14 Tage nach dem letzten Kontakt mit der infizierten Person. Das Gesundheitsamt teilt dem Betroffenen mit, wann die Quarantäne beendet ist.
Sollten bei den Kontaktpersonen während der 14-tägigen Quarantäne Krankheitssymptome auftreten, die darauf hindeuten, dass man sich mit dem Coronavirus infiziert hat, ist mit dem Hausarzt umgehend telefonisch Kontakt aufzunehmen.

Darf ich mein Grundstück verlassen?

Nein, auf keinen Fall.

Darf ich in den Garten, auf den Balkon oder die Terrasse gehen?

Auf den eigenen Balkon gehen ist erlaubt. Auch der eigene Garten und die Terrasse darf benutzt werden, wenn dabei kein direkter Kontakt zu anderen Personen besteht.

Ich wurde positiv getestet: Was machen meine Familienangehörigen?

Familienangehörige im gleichen Haushalt sind Kontaktpersonen und stehen somit ebenfalls unter Quarantäne. Nach Möglichkeit sollten sich der Infizierte und die Angehörigen räumlich trennen.

Was mache ich, wenn ich nicht zuhause bleiben kann?

Für diese Fälle hat das Landratsamt Hohenlohekreis Unterbringungsmöglichkeiten in der Akademie Kupferzell geschaffen. Wenden Sie sich an das Gesundheitsamt unter 07940 18-888.

Was muss ich aus medizinischer Sicht unbedingt beachten?

Während der Quarantäne müssen Sie zweimal täglich Fieber messen, sowie ein Tagebuch über mögliche Symptome, die Körpertemperatur und jegliche Kontakte mit anderen Menschen führen. Das Tagebuch finden Sie unter http://www.corona-im-hok.de

Wie komme ich an Lebensmittel und andere Produkte des täglichen Bedarfs?

Familienangehörige, Freunde oder Nachbarn helfen Ihnen sicher, entsprechende Besorgungen zu erledigen. Wenn das nicht möglich ist, können diese Dinge auch bestellt werden. Wichtig ist, dass die Lieferung vor der Tür abgestellt wird und kein direkter Kontakt stattfindet.

Wer geht mit meinem Hund vor die Tür?

Grundsätzlich kann sich der Hund im eigenen Garten frei bewegen. Hundebesitzer sollten sich für die Zeit der Quarantäne aber auch Unterstützung suchen, um ihren Tieren größeren Auslauf und Gassirunden zu ermöglichen. Direkter Kontakt zu anderen Personen ist dabei aber untersagt. Wer den Hund von Quarantäne-Betroffenen ausgeführt hat, sollte darauf achten, sich anschließend gut die Hände zu waschen.

Was mache ich als Landwirt?

Landwirte dürfen ihre Tiere auf dem Hof weiter versorgen, aber auch hier gilt: kein Kontakt zu anderen Personen (z.B. Viehhändler, Milchtransport, etc.). Für weitere Auskünfte steht in diesen Fällen das Landwirtschaftsamt des Hohenlohekreises unter 07940 18-601 zur Verfügung.

Können sich Tiere anstecken oder das Virus übertragen?

Laut dem Friedrich-Loeffler-Institut gibt es bisher keine Hinweise darauf, dass sich Nutztiere mit SARS-CoV-2 infizieren können Hunde oder Katzen ein Infektionsrisiko für den Menschen darstellen oder eine Rolle bei der Verbreitung spielen.

Wie kann ich die freie Zeit sinnvoll nutzen?

Durch Lesen oder Spielen kann man sich mental fit halten. Gymnastik hilft, sich körperlich fit zu halten. Versuchen Sie, den Medienkonsum in Bezug auf dieses Thema bewusst zu gestalten. Setzen Sie sich zum Beispiel feste Zeiten, in denen Sie neue Nachrichten und Informationen recherchieren. Bewahren Sie sich eine positive Grundhaltung und orientieren Sie sich an Werten, die Ihnen Halt geben (z.B. Familie, soziales Netz, Glaube).

Was kann ich gegen Ängste tun?

In der Zeit der Quarantäne können Ängste, Sorgen vor einer Ansteckung, oder das Gefühl von Einsamkeit auftreten. Daher ist es ist ratsam, weiterhin per Telefon, Internet oder über andere Medien mit Freunden und Angehörigen in Kontakt zu bleiben. Wenn Sie sich niedergeschlagen fühlen, zögern Sie nicht, sich frühzeitig Hilfe und Unterstützung zu suchen. Ihre Familie oder Ihr weiteres soziales Umfeld können dafür ein wichtiger Rückhalt sein. Die Telefonseelsorge kann ebenfalls eine Anlaufstelle sein. Telefon: 0800-111 0 111 oder 0800-111 0 222 oder 116 123.

Wie kann ich meinen Glauben leben, wenn es keinen Gottesdienst mehr gibt?

Dazu Sabine Waldmann, Dekanin des Kirchenbezirks Öhringen:
„Zuversicht – 7 Wochen ohne Pessimismus
Das Thema der diesjährigen Fastenaktion ist unser existentielles Lebensthema geworden. Ich spüre, wie mir die Gottesdienste fehlen und merke, aus welchem Reichtum an Lebensmöglichkeiten wir alle ganz selbstverständlich gelebt haben. Ich höre die Glocken aber auch als Einladung zum Fernsehgottesdienst, zum häuslichen Gebet. Täglich können Sie auf unserer Homepage Andachten lesen am Morgen und am Abend. Wir sind als Gemeinde über die räumliche Entfernung hinweg eng miteinander verbunden auch wenn keine Veranstaltungen mehr stattfinden und unsere Kirchen und Häuser geschlossen bleiben. Es ist kostbar, dieses in vielen Bereichen zu erleben. Wir sind verbunden im Gebet mit unseren Kranken, mit allen Bürgern, mit den Verantwortlichen, die sich bis an den Rand ihrer Kräfte einsetzen, im Gesundheitswesen für die Kranken sorgen, in politischen Gremien um die richtigen Entscheidungen ringen und Fragen der Bevölkerung beantworten. Ein großer Zusammenhalt ist gewachsen, das macht mich zuversichtlich, ohne Pessimismus in die Zukunft zu gehen, behütet und getragen von Gottes Segen.“

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises




Polizei will stärker gegen Corona-Verstöße vorgehen

Am Freitagnachmittag, den 20. März 2020, haben Ministerpräsident Winfried Kretschmann und der stellvertretende Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl weitere Maßnahmen des Landes gegen die rasche Ausbreitung des Coronavirus verkündet. Das geht aus einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn hervor.

Das Polizeipräsidium Heilbronn habe sich in den vergangenen Tagen gut vorbereitet und werde die Umsetzung der ab 21. März 2020 geltenden Maßnahmen mit aller Kraft unterstützen.

„Aktuell ist der Staat gezwungen, zum Teil massiv in die Gestaltung des täglichen Lebens seiner Bürger einzugreifen. Aber es sind notwendige Maßnahmen und das einzige Mittel um die Infektionsgeschwindigkeit zu verlangsamen. Durch zusätzliche Polizeistreifen wird die Polizeipräsenz im gesamten Zuständigkeitsbereich erhöht. Darüber hinaus wird der Kontrolldruck hochgefahren und die Rechtsverordnung des Landes Baden-Württemberg mit großem Personaleinsatz durchgesetzt“, so das Präsidium.

„Festgestellte Verstöße und Straftaten werden wir konsequent ahnden,“ erklärt Polizeipräsident Hans Becker. „Unerlaubte Menschenzusammenkünfte werden wir unterbinden. Dies gilt auch für sogenannte Corona-Partys, zu denen sich in den letzten Tagen vor allem Jugendliche und Heranwachsende zum Beispiel auf Grill- und Spielplätzen getroffen haben.“ „Ich appelliere an die Vernunft der Bürger. Verstöße sind keine Bagatelldelikte.“ Jeder müsse seinen Beitrag im Kampf gegen das Virus leisten. Wer gegen die Vorschriften verstoße, gefährde letztendlich Menschenleben, so Polizeipräsident Becker weiter. Vielfach sei aber auch schon feststellbar, dass in der Bevölkerung Verständnis für die Maßnahmen herrsche, was dazu führe, dass die Einsatzbelastung der Polizei in manchen Bereichen zurückgegangen sei. Die dadurch frei gewordenen Personalressourcen würden genutzt, um das Sicherheitsgefühl der Bürger zu bewahren.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn