1

Corona: Landratsamt rüstet Telefonanlage auf – daher teilweise nicht erreichbar

Aufgrund des derzeit großen Telefonaufkommens bei der Landkreisverwaltung wird die Telefonanlage aufgerüstet. Das geht aus einer aktuellen Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises hervor. Dadurch ist das Landratsamt am Freitag, den 27. März 2020, in der Zeit von 15 bis 16 Uhr telefonisch nicht zu erreichen.




Landratsamt sagt: Wir haben frühzeitig reagiert & alle Veranstaltungen abgesagt“ – Wir haben nachgeschaut & festgestellt: Stimmt nicht ganz

Der Hohenlohekreis ist einer der Hot-Spots Deutschland, was die Infiziertenzahlen betrifft. Unter anderem bei Veranstaltungen wie dem Rebenglühen Anfang März 2020 in Bretzfeld, bei einer kirchlichen Veranstaltung in Kupferzell beziehungsweise bei einem Kinderkleidebasar in Untermünkheim haben einige Infizierte wiederum andere angesteckt.

Landrat Dr. Matthias Neth selbst weist nun in einem Informationsschreiben vom 21. März 2020 daraufhin, dass der Hohenlohekreis frühzeitig auf die Corona-Pandemie reagiert und Veranstaltungen frühzeitig abgesagt habe: „Bereits Ende Februar 2020 hat das Landratsamt Hohenlohekreis als einer der ersten Landkreise alle eigenen Veranstaltungen abgesagt, die Bevölkerung durch Pressemitteilungen und auf der Homepage informiert, die Veranstalter und Gemeinden entsprechend beraten und sich auf eine Verschärfung der Corona Lage vorbereitet. Leider war zum damaligen Zeitpunkt in der Breite der Gesellschaft die Akzeptanz für Einschränkungen kaum gegeben.“

Neth: „Leider war zum damaligen Zeitpunkt in der Breite der Gesellschaft die Akzeptanz für Einschränkungen kaum gegeben.“

Schaut man sich jedoch die Veröffentlichungen des Landratsamtes an, stimmt das so nicht ganz. So gab es seitens des Landratsamtes noch Ende Februar 2020 Ankündigungen zu anstehenden Altpapiersammlungen, auch Veranstaltungen wie „Tag der Archive“ wurden noch angekündigt, die ebenfalls für März vorgesehen waren. Am 28.02.2020 wurde noch ein Workshop angekündigt namens „Essen wie die Großen“, der am 19. März 2020 durchgeführt werden sollte, sowie ein Fachtag Direktvermarktung, der für den 24. März 2020 geplant war. Das dem Landratsamt unterstellte Landwirtschaftsamt hat eine öffentliche Veranstaltung angekündigt, die Mitte März 2020 gewesen wäre und zwar am 02. März 2020 – am selben Tag hat die Stadtverwaltung Künzelsau bereits ihren Einwohnerabend wegen der Corona-Pandemie abgesagt. Die Pressemitteilung der Ankündigung des Frauentages des Gesundheitsamtes wurde jedoch ebenfalls am 02. März vom Landratsamt zurückgezogen mit dem Verweis darauf, dass die Veranstaltung leider abgesagt werden müsse, „da durch die Vorbereitungen auf einen möglichen Ausbruch des Corona-Virus die Kapazitäten des Gesundheitsamts derzeit vollständig gebunden sind“.

Die erste Pressemitteilung mit näheren Informationen über den Coronavirus im Hohenlohekreis veröffentlichte das Landratsamt am 02. März 2020. Aber auch in dieser langen Pressemitteilung hat das Landratsamt nicht empfohlen, dementsprechende öffentliche Veranstaltungen abzusagen.

https://www.hohenlohekreis.de/index.php?id=291?&id=291?&no_cache=1&publish[id]=1113092&publish[start]=

Dennoch bleibt festzuhalten, dass das Landratsamt seitdem fast täglich Informationen über den Coronavirus, unter anderem auch die erfassten Zahlen hierzu, veröffentlicht hat. Mittlerweile hat es das Zahlenzepter an das Regierungspräsidium in Stuttgart weitergegeben, das nun die Zahlen für alle Kreise in Baden-Württemberg veröffentlicht. Aktuell gib es laut dem Sozialministerium Baden-Württemberg offiziell 6.043 Infizierte in Baden-Württemberg (Stand: 24. März 2020; 15 Uhr), im Hohenlohekreis sind es 278 offiziell registrierte Fälle. Experten gehen von einer hohen Dunkelziffer und einer exponentiell https://de.wikipedia.org/wiki/Exponentielles_Wachstum#/media/Datei:Exponential.svg steigenden Zahl an Fällen aus.

https://sozialministerium.baden-wuerttemberg.de/de/gesundheit-pflege/gesundheitsschutz/infektionsschutz-hygiene/informationen-zu-coronavirus/

 




„Wir möchten unsere Mitarbeiter vor einer Infektion schützen“ – Würth & Lidl nehmen Stellung zu Corona

Corona ist das beherrschende Thema in diesen Wochen. Doch nicht nur der Alltag der Menschen ist dadurch massiv eingeschränkt. Wir haben bei den Firmen Würth und Lidl nachgefragt, welche Maßnahmen sie ergriffen haben, um dem Virus zu begegnen.

Würth-Mitarbeiter im Homeoffice

„In der Zentrale der Adolf Würth GmbH & Co. KG in Künzelsau-Gaisbach haben wir weitreichende Maßnahmen eingeleitet, um unsere Mitarbeiter vor einer Infektion zu schützen“, schreibt Denis Bernlöhr von der Würth-Unternehmenskommunikation auf die GSCHWÄTZ-Anfrage. So arbeite dort, wo es technisch und betrieblich möglich ist, ein wesentlicher Teil der Mitarbeiter bis auf weiteres im Homeoffice. „So möchten wir nicht nur unsere Mitarbeiter vor einer Infektion schützen, sondern auch Eltern entlasten, die durch geschlossene Schulen und Kitas ein Betreuungsproblem bekommen“, so Bernlöhr weiter.

„Wir haben den Abteilungen feste Zeitfenster zugeteilt“

Im Betriebsrestaurant gebe es keine Selbstbedienung mehr an den einzelnen Theken. Die Gerichte werden von den Köchen ausgegeben, ebenso werden Besteck und Servietten von einem Mitarbeiter mit Handschuhen an die Kollegen verteilt. Dazu der Würth-Mann: „Wir haben den Abteilungen feste Zeitfenster für das Mittagessen zugeteilt, um den Kontakt mit anderen Kollegen möglichst gering zu halten“.

„Unsere Mitarbeiter begegnen sich beim Schichtwechsel nicht mehr“

Doch auch in der Würth-Logistik gibt es Veränderungen: Die Schichtzeiten seien so angepasst worden, „dass sich unsere Mitarbeiter beim Schichtwechsel nicht mehr begegnen“. So werde versucht, die Infektionsgefahr so gering wie möglich zu halten. Hinzu komme: Fahrer von Speditionen aus Risikogebieten dürfen die Würth- Logistikgebäude derzeit nicht betreten. „Die notwendigen Papiere werden von unseren Mitarbeitern zum Fahrer gebracht“, schreibt Denis Bernlöhr weiter. „Zum Schutz tragen unsere Mitarbeiter Handschuhe, die regelmäßig gewechselt werden.“ Luftfrachtsendungen und andere Lieferungen aus Risikoländern wie China oder Italien würden außerdem mit besonderer Vorsicht behandelt und blieben zunächst für sieben Tage im Wareneingang liegen. Handele es sich um größere Sendungen, würden diese in einem separaten Lager untergebracht. „Auch unsere Mitarbeiter im Wareneingang tragen Handschuhe und sind angehalten, die empfohlenen Hygienemaßnahmen unbedingt einzuhalten“, so Bernlöhr.

„Wir sensibilisieren unsere Mitarbeiter“

Das Neckarsulmer Handelsunternehmen Lidl orientiert sich hinsichtlich des Coronavirus an den Angaben des Robert-Koch-Instituts. „Aktuell sensibilisieren wir unsere Mitarbeiter zur Einhaltung der geltenden Hygienevorschriften und zu rechtzeitiger medizinischer Konsulation im Falle von Krankheitssymptomen“, schreibt Melanie Pöter von der Pressestelle Lidl Deutschland. Zudem werde darauf geachtet, dass die Lidl-Filialen mit ausreichend Desinfektionsmitteln ausgestattet seien, sodass Mitarbeiter zwischendurch ihre Hände desinfizieren könnten. „Falls sich ein Mitarbeiter infizieren würde, setzen wir in enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden Maßnahmen zum Schutz der Mitarbeiter und Kunden um“, schreibt Pöter weiter.

 




Schöntal: Bürgermeisterwahl per Briefwahl

Am Sonntag, den 10. Mai 2020, wählen die Bürger in Schöntal einen neuen Bürgermeister. Laut Auskunft von Noch-Bürgermeisterin Patrizia Filz auf eine GSCHWÄTZ-Presseanfrage soll diese Wahl trotz Corona-Krise wie geplant stattfinden (Stand 24. März 2020). Die Wahl werde so vorbereitet, dass im Rahmen der rechtlichen Vorgaben des Kommunalwahlrechts 100 Prozent der Wähler Briefwahl machen könnten. Ob und wenn ja weitere Hygienemaßnahmen in 48 Tagen erforderlich sein werden, sei heute noch nicht absehbar.

Die Bewerberfrist für die Bürgermeisterwahl endet am Dienstag, den 14. April 2020, um 18 Uhr. Bisheriger Bewerber ist Joachim Scholz, er war ehemals Bürgermeister in Steinheim. Scholz hat bereits für das Amt des Oberbürgermeisters in Neckarsulm kandidiert, allerdings ohne Erfolg. Patrizia Filz tritt bei der Wahl nicht mehr an.




Corona-Quarantänestation: Abbau in Kupferzell, Aufbau im Krankenhaus Künzelsau – Bundeswehr bislang nicht involviert

Laut Quellen aus Kupferzell wird derzeit die Quarantänestation in der Akademie für Landbau und Hauswirtschaft in Kupferzell abgebaut und im Krankenhaus Künzelsau wieder aufgebaut.

Die Quarantänestation in der Akademie in Kupferzell beherbergt aktuell 17 Einzelzimmer, die Anzahl der Betten in Künzelsau ist bislang nicht bekannt. Der Aufbau der Station in Künzelsau soll Quellenangaben zu Folge durch das THW unterstützt werden.

Bei einer Isolierung wird durch räumliche Trennung eine Übertragung von Krankheitserregern vorgebeugt. Unter dem Begriff Quarantäne, der derzeit viel gebraucht wird, ist eine vorübergehende Isolierung zu verstehen.

In Kupferzell waren bislang laut dem Landratsamt des Hohenlohekreises die Infizierten untergebracht, für die eine häusliche Quarantäne nicht möglich war.

Positiv getestete Personen müssen sich 14 Tage häuslich isolieren. Auch direkte Kontaktpersonen und Menschen, die im selben Haushalt leben von positiv getesteten Personen müssen sich für 14 Tage häuslich isolieren.

Bundeswehr bislang nicht involviert

Das Landratsamt äußerte sich laut einem Bericht der Heilbronner Stimme dahingehend, dass die Bundeswehr hinsichtlich des ehemaligen Künzelsauer Krankenhausgebäudes eine medizinische Infrastruktur aufbauen könnte.

Tatsächlich gibt es diese Möglichkeit, bei der Bundeswehr eine dementsprechende Hilfe zu beantragen. Dabei handelt es sich um ein so genanntes Amtshilfeersuchen. Laut dem Oberstabsfeldwebel Harald Dettenborn von der Pressestelle der Bundeswehr in Stuttgart liegt ein solches Amtshilfeersuchen vom Landratsamt des Hohenlohekreises allerdings bislang nicht vor.

Von heute auf morgen 1.000 Fälle mehr

Laut dem Sozialministerium Baden-Württemberg (Stand: 24. März 2020, 15 Uhr): gibt es in Baden Württemberg derzeit offiziell 5.333 Corona-Erkrankte, seit 23. März sind somit 1.000 Fälle dazu gekommen. Bisher sind 31 Menschen an dem Virus Covid 19 in Baden-Württemberg gestorben. Der Hohenlohekreis ist vom Coronavirus besonders betroffen, 257 Menschen sind derzeit nachweislich mit dem Virus infiziert. https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/uebersicht-infektionen-und-todesfaelle-in-baden-wuerttemberg/

Die Ausbreitung des Coronavirus verläuft exponentiell. Das heißt zu Beginn sind die Fallzahlen überschaubar und steigen zunächst nur langsam an, doch nach einer gewissen Zeit nimmt dieser Prozess an Fahrt auf und die Zahlen steigen drastisch.

Eine Stellungnahme seitens des Landratsamtes zur neuen Nutzung des ehemaligen Krankenhauses in Künzelsau steht derzeit noch aus.

Text: Carla Mosel

 

 




Ingelfingen: Gemeinderatssitzung findet statt

Die für den heutigen Dienstag, den 24. März 2020, geplante öffentliche Gemeinderatssitzung in Ingelfingen findet laut Auskunft der Stadtverwaltung auf eine GSCHWÄTZ-Anfrage statt. Sie beginnt um 19 Uhr in der Gemeindehalle. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem Bausachen, die Verabschiedung der Haushaltssatzung und des Haushaltsplanes für das Jahr 2020 mit Wirtschaftsplan der Stadtwerke 2020 und der mehrjährigen Finanzplanung sowie die Erneuerung der Kanalisation und Wasserleitung in der Hermuthausener Hauptstraße.

Stadtoberamtsrätin Heidrun Weiß wird zur Standesbeamtin bestellt. Außerdem wird über die Annahme von Spenden beraten sowie nicht öffentlich gefasste Beschlüsse bekanntgegeben.

Quelle: Stadt Ingelfingen




Offener Brief von Öhringens Bürgermeister: „Zusammenhalt war seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr so wichtig wie jetzt“

Öhringens Oberbürgermeister Thilo Michler wendet sich mit einem Offenen Brief an die Bevölkerung. In dem vierseitigen Schreiben mahnt er angesichts der Coronakrise zum Zusammenhalt und dazu, Gebote zu befolgen. Anbei veröffentlichen wir das Schreiben in voller Länge:

Coronakrise: Offener Brief von Öhringens Bürgermeister Thilo Michler, Seite 1. Screenshot

Coronakrise: Offener Brief von Öhringens Bürgermeister Thilo Michler, Seite 2. Screenshot

Coronakrise: Offener Brief von Öhringens Bürgermeister Thilo Michler, Seite 3. Screenshot

Coronakrise: Offener Brief von Öhringens Bürgermeister Thilo Michler. Screenshot




Öhringer Woche wird abgesagt

Wie in den letzten Tagen und Wochen bereits abzusehen war, fällt auch die Öhringer Woche der aktuellen Situation zum Opfer. Laut einer Pressemitteilung wird die Woche, die mit vielen Aktionen und Events vom Donnerstag, den 23. April 2020, bis Sonntag, den 03. Mai 2020, in der Innenstadt, im Ö-Center und im Steinsfeldle geplant war, vom Handels- und Gewerbeverein Öhringen (HGV) abgesagt. „Wir finden es natürlich sehr schade, dass die Öhringer Woche in diesem Jahr nicht stattfinden kann und leiden mit unseren Mitgliedern, die es aktuell sehr schwer haben. Angesichts der derzeitigen Lage hat für uns die Gesundheit unserer Kunden und Mitarbeiter allerdings oberste Priorität. Wir unterstützen daher wo wir können, um die weitere Ausbreitung zu verlangsamen“, so Petra Häffner, Vorstand des Handels- und Gewerbevereins, laut der Mitteilung.

Unter die Absagen fallen der Kindernachmittag am Donnerstag, den 23. April, die Night of Music am Freitag, den 24. April, Grüner Samstag mit Frühlings- und Bauernmarkt am 25. April, der Verkaufsoffene Sonntag mit Mobilitätstag am 26. April, das Streetfood Festival am Ö-Center vom 25. bis 26. April, das Fest „Ums alte Rathaus“ ebenfalls vom 25. bis 26. April sowie der Öhringer Stadtlauf am Sonntag, den 03. Mai. 

Sobald sich die Situation wieder entspannt hat, will der HGV über einen Ersatztermin sprechen und die vielen Aktionen und Events nachholen.

Quelle: Stadtverwaltung Öhringen




Noch Plätze im Flieger zurück nach Deutschland frei – Timmy Hatton & seine Frau dürfen nicht mit – Aserbaidschaner helfen

Während sich auch in Deutschland die Ereignisse angesichts der Coronakrise überschlagen, verändern sich die Umstände auch in Aserbaidschan. Nach unserer Berichterstattung und unserem YouTube-Video über den Fall Timmy Hatton (Artikel siehe unten) meldeten sich Aserbaidschaner bei dem Ehepaar und bieten ihre Hilfe und Unterstützung vor Ort an. Die Hattons sind dankbar. Unter anderem wird ihnen eine kostenlose Unterkunft für ihre Zeit in Aserbaidschan angeboten.  Die Ehefrau eines Polizisten hat während des Quarantäneaufenthalts auf die Hunde aufgepasst. Nun will sie ihnen helfen, eine passende Klinik für die Geburt zu finden. Aktuell hat Aserbaidschan noch eine relativ kleine Zahl an gemeldeten Coronafällen gegenüber Deutschland.

Charterflug nach Deutschland

Dann überschlagen sich nochmal die Ereignisse. Am 18. März 2020 geht ein Charterflug nach Deutschland mit freien Plätzen – im Rahmen der Reiserückrufwelle im Zuge der Corona-Pandemie. Die Hattons versuchen noch einmal alles in Bewegung setzen. Die Ansprechpartnerin der Hattons in der Deutschen Botschaft ist im Urlaub, wird ihnen gesagt. Der Leiter der Visastelle der Botschaft in Baku (Aserbaidschan) verweist  darauf, dass Timmy Hattons türkische Frau Duygu schwanger sei und kein Visum für Deutschland habe. Es bleibt den Hattons keine Zeit mehr, ein Attest vom Arzt zu holen, der bestätigt, dass Duygu noch fliegen kann. Das Büro von Christian von Stetten hat laut den Hattons versucht, die Botschaft zu erreichen, jedoch ohne Erfolg. Doch der  Kontakt mit dem Außenministerium ist erfolgreich, Duygu dürfe in dieser Situation nach Deutschland einreisen.

Das Büro von Christian von Stetten schaltet sich ein

Die Visastelle in Baku verweist nun jedoch auf die Lufthansa, die darüber entscheidet, ob die Hattons in diesem Charterflug mitfliegen dürfen. Die Hattons antworten, dass die Lufthansa bereit wäre, sie mitzunehmen. Die darauf folgende Antwort der Visastelle ist ernüchternd: „Ich bitte um Verständnis, dass es noch zahlreiche weitere deutsche Staatsangehörige gibt, die an der Rückholmaßnahme interessiert sind.“

 




Erste Corona-Patienten im Krankenhaus Öhringen – „Bei HK, aber auch in allen Krankenhäusern in der Region werden harte Wochen auf uns zukommen“

Die Hohenloher Krankenhaus gGmbH (HK) hat alle Vorbereitungen für eine große Erkranktenzahl getroffen und Quarantänestationen errichtet“, versichert Hohenlohes Landrat Dr. Matthias Neth in einem Informationsschreiben vom 21. März 2020. Corona-Patienten seien schon stationär aufgenommen. „Ich habe größten Respekt vor der Leistung der Mitarbeiter bei der Hohenloher Krankenhaus gGmbH und danke von Herzen für das Engagement“, so der Landrat. „Es werden bei der HK aber auch in allen Krankenhäusern in der Region und im Land harte Wochen auf uns zukommen.“

BBT-Gruppe schafft in Öhringen zusätzliche Beatmungsplätze

Ute Emig-Lange von der BBT-Gruppe, dem Mehrheitseigner der HK, erklärt auf GSCHWÄTZ-Nachfrage: „Im Hohenloher Krankenhaus Öhringen haben wir zusätzliche Intensivkapazitäten geschaffen. Im Regelfall verfügen wir über sieben Intensivplätze, diese haben wir nun auf insgesamt zwölf Intensivplätze mit Beatmungskapazität aufstocken können. Dazu kommen zwei weitere Beatmungsgeräte, die wir zum Beispiel für andere Notfall-Operationen und Kaiserschnitte bereithalten. Denn wir müssen auch alle nicht infektiösen Patienten weiter versorgen.“ Auf die Frage, ob es noch genügend Schutzausstattung sowie Teststäbchen gäbe, bejahte Ute Emig-Lange dies für die Krankenhäuser und Altenheime der BBT-Gruppe.

Ausgangspunkt unserer Fragestellung war die Beobachtung, dass Mitarbeiter am Empfang noch Mitte März 2020 keine Schutzkleidung wie etwa Mundschutz trugen (wir berichteten). Es wurde daher darüber spekuliert, inwieweit das HK keine Schutzkleidung mehr hat. https://www.gschwaetz.de/2020/03/17/oehringer-krankenhaus-in-corona-zeiten-keine-spur-von-aufregung/

Offiziell 257 Infizierte im Hohenlohekreis

Laut dem Sozialminisiterium hat der Hohenlohekreis derzeit offiziell gelistet 257 Infizierte (Stand 23. März 2020). Das sind 25 Infizierte mehr als am Vortag und bedeutet eine Steigerung um rund 10 Prozent. Aktuell werden angesichts der Knappheit der Teststäbchen nicht mehr alle Coronaverdachtsfälle getestet, sondern von Ärzten diagnostizert als möglicher Coronainfizierter. Die Zahlen werden dadurch noch weniger exakt sein als bislang. In Baden-Württemberg insgesamt stieg die Zahl der offiziell registrierten Infizierten auf 5.333.

https://sozialministerium.baden-wuerttemberg.de/de/gesundheit-pflege/gesundheitsschutz/infektionsschutz-hygiene/informationen-zu-coronavirus/